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Planet Mozilla (de)

November 18, 2018

Sören Hentzschel

Mozilla veröffentlicht Firefox 3 für Amazon Fire TV

Mozilla hat Firefox 3 für das Amazon Fire TV sowie den Amazon Fire TV Stick veröffentlicht.

Download Mozilla Firefox für Amazon Fire TV

Im Dezember 2017 hat Mozilla erstmals seinen Browser für das Amazon Fire TV sowie Amazon Fire TV Stick vorgestellt. Seit dem folgten mehrere Updates, zuletzt auf Version 2.2, welches eine Steuerung von Videos per Sprache hinzufügte. Zunächst wurde letzten Monat Firefox 3.0 für die Geräte Fire TV Cube and Fire TV 4K veröffentlicht, mit Firefox 3.0.2 und Firefox 3.1 steht Firefox 3 für das Amazon Fire TV sowie den Amazon Fire TV Stick nun für alle Geräte zur Verfügung.

Mit Firefox 3 hat Mozilla, zumindest für Nutzer einer englischsprachigen Version, einen Video-Feed hinzugefügt, welcher Videos von Mozillas Dienst Pocket vorschlägt, um so neue und interessante Inhalte zu entdecken. Verbesserungen der Navigation auf dem Startbildschirm erleichtern das Auffinden und den Zugriff auf die Lieblingsvideos. Auf dem Startbildschirm ist das Entfernen von Kacheln jetzt auch per langem Druck möglich. Auch ist es nun möglich, die Desktop-Version einer Webseite anzufordern. Darüber hinaus ist es nun möglich, einige DRM-geschützte Videos zu betrachten, die zuvor nicht abgespielt werden konnten. Außerdem wurde die Startgeschwindigkeit verbessert.

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November 18, 2018 10:25 PM

November 17, 2018

Sören Hentzschel

Firefox Monitor ab sofort auch auf Deutsch verfügbar, Firefox-Integration

Im September hat Mozilla seinen neuen Sicherheits-Dienst Firefox Monitor gestartet. Dabei handelt es sich um eine Webseite, welche Nutzer überprüfen lässt, ob diese in der Vergangenheit Opfer von einem Datendiebstahl waren. Ab sofort gibt es Firefox Monitor auch auf Deutsch, außerdem rollt Mozilla eine Integration in Firefox aus.

Firefox Monitor ist Ende September offiziell gestartet und unter der Domain monitor.firefox.com erreichbar. Seit dem Start von Firefox Monitor haben sich bereits hunderttausende Nutzer angemeldet, um über zukünftige Datendiebstähle informiert zu werden, wie Mozilla mitgeteilt hat. Aufgrund der positiven Resonanz ist Firefox Monitor nun in insgesamt 26 Sprachen verfügbar, um potentiell auch für mehr als 2,5 Milliarden nicht-englischsprachige Nutzer verfügbar zu sein. Unter den neu unterstützten Sprachen ist auch Deutsch.

Darüber hinaus startet Mozilla eine direkte Integration in Firefox, welche im Laufe der nächsten Wochen flächendeckend ausgerollt werden soll. Die Integration besteht darin, dass Firefox den Nutzer darauf hinweist, wenn eine besuchte Webseite in jüngster Vergangenheit Opfer eines Datendiebstahls geworden ist.

Firefox Monitor

Konkret bedeutet dies, dass Firefox eine Warnung anzeigt, wenn der Besucher eine Webseite besucht, über welche eine entsprechende Information in den letzten zwölf Monaten hinzugefügt worden ist. Dies trifft für Nutzer zu, welche noch nie eine solche Meldung von Firefox erhalten haben. Nutzer, für welche eine solche Warnung nicht mehr neu ist, erhalten entsprechende Warnungen dann nur noch bis maximal zwei Monate danach. Außerdem wird die Warnung nicht mehr als einmal pro Webseite angezeigt. Über diese Warnung kann direkt die Webseite von Firefox Monitor aufgerufen werden, die Funktionalität kann an dieser Stelle aber auch komplett abgeschaltet werden.

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November 17, 2018 10:08 PM

November 16, 2018

Sören Hentzschel

Mozilla veröffentlicht Firefox 63.0.3

Mozilla hat mit Firefox 63.0.3 ein weiteres außerplanmäßiges Update für Firefox 63 veröffentlicht und behebt damit mehrere Probleme der Vorgängerversion.

Download Mozilla Firefox für Microsoft Windows, Apple macOS und Linux

Nachdem Firefox 63.0.1 ausschließlich für Desktop-Betriebssysteme und Firefox 63.0.2 ausschließlich für Android zur Verfügung stand, gibt es von Mozilla mit Firefox 63.0.3 nun das zweite außerplanmäßige Update für Firefox 63 auf Windows, macOS und Linux. Behoben wurden mehrere Probleme, Sicherheitslücken gab es mit dem Update keine zu schließen.

Das Update behebt ein Problem, welches für Nutzer mit bestimmten Proxy-Konfigurationen ein nur langsames Laden von Webseiten verursachen konnte. Performance-Probleme konnte es ebenfalls bei Videos in Hintergrund-Tabs geben. Ein weiteres Problem betraf WebGL-Spiele, die nach kurzer Spielzeit nicht mehr liefen. Außerdem wurden zwei mögliche Absturzursachen sowie nicht funktionierende Magnet-Links behoben.

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November 16, 2018 09:54 PM

November 13, 2018

Sören Hentzschel

Firefox 64: Überarbeiteter Add-on Manager

Mozilla hat den Add-on Manager von Firefox 64 einem Facelift unterzogen. Dabei gab es auch eine praktische Neuerung für die Verwaltung von Themes.

Mozilla plant für das kommende Jahr eine größere Neugestaltung des Add-on Managers von Firefox, über welchen Nutzer Erweiterungen und Themes verwalten können. Vorher dürfen sich Nutzer aber über ein kleineres Facelift in Firefox 64 freuen, welches die Benutzbarkeit verbessern soll. Firefox 64 soll am 11. Dezember 2018 erscheinen.

Was als erstes auffällt, ist die Verwendung eines sogenannten „Card Designs“, das heißt, dass jede Erweiterung und jedes Theme in der Auflistung in einer eigenen Box dargestellt wird. Dabei ist jede dieser Boxen über die gesamte Fläche klickbar, um in die Detailansicht zu gelangen. Ein Doppelklick ist hierfür also nicht länger notwendig.

Add-on Manager Firefox 64

Praktisch ist eine Neuerung für die Verwaltung von Themes. So wird für vom Nutzer installierte Themes nun direkt in der Auflistung ein Vorschaubild angezeigt. Es ist also nicht länger notwendig, in die Detailansicht zu gehen oder ein Theme gar zu aktivieren, um zu sehen, was für Themes installiert sind.

Add-on Manager Firefox 64

Links unten im Add-on Manager befinden sich in Zukunft außerdem jeweils ein Link zur entsprechenden Hilfe-Seite von Mozilla, wie man es aus den Firefox-Einstellungen bereits kennt, sowie ein Direktlink zu den Firefox-Einstellungen. Umgekehrt gibt es in den Firefox-Einstellungen an dieser Stelle jetzt auch einen Link, um den Add-on Manager zu öffnen. So wird dieser einfacher zugänglich für Nutzer, welche in den Firefox-Einstellungen nach Add-ons suchen.

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November 13, 2018 10:54 PM

November 12, 2018

Sören Hentzschel

Price Wise und Email Tabs: Zwei neue Test Pilot-Experimente für Firefox

Unter dem Namen Test Pilot betreibt Mozilla eine Möglichkeit für Firefox-Nutzer, potentielle neue Funktionen vorab zu testen und Feedback zu geben. Mit Price Wise und Email Tabs hat Mozilla zwei neue Experimente gestartet.

Über testpilot.firefox.com können Firefox-Nutzer mögliche Neuerungen vorab testen, indem entsprechende Erweiterungen installiert werden. Im Juni erst hat Mozilla mit Color und Side View zwei neue Experimente für den Desktop-Firefox gestartet, im Juli erschien mit Notes das erste Experiment für Android und mit Lockbox das erste Experiment für Apple iOS. Im August folgte schließlich mit Advance ein Experiment zur Content-Empfehlung und nun stehen wieder zwei neue Experimente bereit.

Price Wise

Das erste Experiment hört auf den Namen Price Wise und richtet sich bisher primär an Nutzer in den USA. Es handelt sich dabei um eine Erweiterung, welche es erlaubt, den Preis von Produkten in Online-Shops zu beobachten und bei Änderungen benachrichtigt zu werden, was gerade jetzt in der Vorweihnachts-Zeit eine praktische Sache sein kann. Unterstützt werden nach aktuellem Stand Amazon, Best Buy, eBay, Home Depot sowie Walmart – jeweils in ihrer US-Version, internationale Versionen werden noch nicht unterstützt.

Mozilla Price Wise

Download Price Wise für Mozilla Firefox

Email Tabs

Email Tabs richtet sich an Nutzer aller Länder, setzt aber einen Mail-Account bei Google Mail voraus. In Zukunft sollen auch noch Yahoo Mail sowie Outlook unterstützt werden. Bei dieser Erweiterung kann der Nutzer per Schaltfläche einen oder mehrere der geöffneten Tabs auswählen und entweder die Links in die Zwischenablage kopieren oder per E-Mail versenden. Dabei stehen drei verschiedene E-Mail-Optionen zur Verfügung: Nur die verlinkten Titel der Tabs, Links mit Screenshots der jeweiligen Seite oder Links mit dem kompletten Artikel-Inhalt direkt in der E-Mail.

Mozilla Email Tabs

Download Email Tabs für Mozilla Firefox

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November 12, 2018 10:38 PM

November 10, 2018

Sören Hentzschel

Mozilla veröffentlicht Firefox 14.0 für Apple iOS

Mozilla hat Firefox 14.0 für Apple iOS veröffentlicht. Der Browser für das iPhone, iPad und iPod touch erhält mehrere Verbesserungen.

Download Mozilla Firefox 14.0 für Apple iOS

Mit Firefox 14.0 für Apple iOS spendiert Mozilla seinem Browser für das iPhone, iPad und iPod touch Siri Shortcuts. Damit können neue Tabs ganz einfach per Sprachsteuerung geöffnet werden. Voraussetzung hierfür ist iOS 12 sowie die Apple Shortcuts App. In den nächsten Monaten soll die Unterstützung für weitere Siri Shortcuts folgen.

Zusätzlich zur Möglichkeit, Webseiten-Daten für alle Webseiten zu löschen, gibt es nun auch die Möglichkeit, Daten für einzelne Webseiten zu löschen. Mit dem Update hat Mozilla auch die Performance bei der Suche in der Adressleiste und beim Chronik-Panel verbessert, wovon vor allem Nutzer älterer Geräte profitieren. Ebenfalls verbessert wurde das mit Firefox 13.0 eingeführte Dark Theme sowie die Synchronisation, speziell das Senden von Tabs an ein anderes Gerät sowie die Aktualisierung auf ein neues Gerät.

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November 10, 2018 10:12 PM

November 09, 2018

Sören Hentzschel

Updates von Thunderbird 52 auf Thunderbird 60 werden ausgerollt

Das Thunderbird-Projekt hat mit der Ausrollung der Updates von Thunderbird 52 auf Thunderbird 60 begonnen.

Vor gut drei Monaten ist Thunderbird 60 erschienen. Thunderbird 60 bringt gegenüber Thunderbird 52 zahlreiche Änderungen. Einen ausführlichen Überblick über die Neuerungen von Thunderbird 60 gibt es hier.

Updates von Thunderbird 52 auf Thunderbird 60 wurden bisher jedoch noch keine verteilt. Wer Thunderbird 60 nutzen wollte, musste also die neue Version von Hand über die alte Version installieren. Nach dem neuesten Bugfix-Update auf Thunderbird 60.3.0 wurden die Updates auf Thunderbird 60 nun aktiviert. Automatische Updates sind bislang für zehn Prozent der Nutzer aktiviert. Wer den Info-Dialog von Thunderbird aufruft, kann auf diese Weise aber unabhängig davon ein sofortiges Update anstoßen.

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November 09, 2018 10:00 PM

November 08, 2018

Sören Hentzschel

Mozilla veröffentlicht Firefox 63.0.2 für Android

Mozilla hat mit Firefox 63.0.2 ein außerplanmäßiges Update für seinen Android-Browser veröffentlicht.

Download Mozilla Firefox 63.0.2 für Android

Nachdem Firefox 63.0.1 ausschließlich für Desktop-Betriebssysteme erschienen war, steht mit Firefox 63.0.2 nun ein Update exklusiv für die Android-Version von Firefox zum Download bereit.

Mit dem Update behebt Mozilla mehrere potentielle Absturzursachen. Außerdem wurde ein Flickern behoben, welches beim Scrollen auf Webseiten auftreten konnte. Schließlich wurde noch ein Fehler behoben, der verursachte, dass die Tab-Chronik-Anzeige bei langem Druck auf die Zurück-Taste nur beim ersten Mal funktionierte.

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November 08, 2018 10:36 PM

November 07, 2018

Sören Hentzschel

Die Neuerungen von Firefox 63 für Android

Neben Firefox für Desktop-Betriebssysteme hat Mozilla vor kurzem auch Firefox 63 für Android veröffentlicht. Dieser Artikel fasst die wichtigsten Neuerungen von Firefox 63 für Android zusammen.

Download Mozilla Firefox 63.0 für Android

Neben der Desktop-Version von Firefox 63 hat Mozilla vor kurzem auch Firefox für Android auf Version 63 aktualisiert. Die automatische Aktualisierung über den Play Store erfolgt wie immer schrittweise.

Mit dem Update spendiert Mozilla seinem Browser Unterstützung für Bild-in-Bild-Videos. Außerdem wurde Firefox für Android Oreo optimiert, was sich neben notwendigen Kompatibilitäts-Anpassungen unter anderem in der Verwendung eines adaptiven Homescreen-Icons zeigt.

Die Ruhe vor dem Sturm

Wer sich über die geringe Anzahl an sichtbaren Neuerungen wundert: Firefox für Android befindet sich derzeit in einer einer ruhigeren Entwicklungs-Phase, während Mozilla im Hintergrund an einem großen Neustart seines Android-Browsers arbeitet. Nichtsdestominder ist natürlich auch dieses Update wieder aus Gründen der Sicherheit und Web-Kompatibilität wichtig.

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November 07, 2018 10:25 PM

November 06, 2018

Sören Hentzschel

Mozilla veröffentlicht Firefox 63.0.1

Mozilla hat Firefox 63.0.1 veröffentlicht und behebt mit dem Update mehrere Probleme der Vorgängerversion.

Download Mozilla Firefox für Microsoft Windows, Apple macOS und Linux

Mit dem Update auf Firefox 63.0.1 hat Mozilla ein kleineres Fehlerbehebungs-Update veröffentlicht. Sicherheitslücken waren mit diesem Update keine zu schließen.

Ein Problem in Firefox 63 bestand darin, dass auf der Firefox-Startseite keine Snippets angezeigt worden sind. Ein weiteres Problem betraf die Druck-Vorschau und eine fehlerhafte Skalierung bei der Option, den Druck auf die Seitengröße anzupassen. Außerdem zeigte der Dialog beim Schließen mehrerer Fenster in manchen Sprachen Platzhalter-Variablen statt der korrekten Lokalisierung.

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November 06, 2018 10:46 PM

November 05, 2018

Sören Hentzschel

Mozilla veröffentlicht Firefox 63 – die Neuerungen

Mozilla hat vor kurzem Firefox 63 veröffentlicht. Auch Firefox 63 ist wieder randvoll gefüllt mit Neuerungen. Dieser Artikel fast die wichtigsten Neuerungen zusammen.

Download Mozilla Firefox für Microsoft Windows, Apple macOS und Linux

Mehr Sicherheit für Firefox-Nutzer

Geschlossene Sicherheitslücken

Auch in Firefox 63 hat Mozilla wieder zahlreiche Sicherheitslücken geschlossen, worunter auch einige sind, welche von Mozilla als besonders kritisch eingestuft werden. Alleine aus Gründen der Sicherheit ist ein Update auf Firefox 63 daher für alle Nutzer dringend empfohlen.

Mehr Privatsphäre für Firefox-Nutzer

Erweiterung des Content-Blockings

Einen Schutz vor Tracking durch Webseiten besitzt Firefox bereits seit einiger Zeit. Mit Firefox 62 hat Mozilla damit begonnen, diesen noch mehr in den Vordergrund zu stellen. In Firefox 63 führt Mozilla seine Bestrebungen weiter.

So wurde der Bereich des Content-Blockings komplett überarbeitet und ganz an den Anfang der Datenschutz-Einstellungen in der Einstellungs-Oberfläche von Firefox gesetzt.

Neben der bisherigen Einstellung, alle erkannten Elemente zur Aktivitätenverfolgung zu blockieren, gibt es hier nun eine neue Einstellung, um Cookies von eingebundenen externen Inhalten zu blockieren. Diese Option ist standardmäßig in Firefox 63 noch nicht aktiviert und erlaubt wahlweise, nur Cookies zu blockieren, welche zum Tracking genutzt werden, oder alle Cookies von Drittanbietern zu blockieren. Diese strikte Einstellung kann allerdings zu funktionalen Einschränkungen auf Webseiten führen.

Firefox 63

In diesem Zusammenhang wurde auch der mit Firefox 62 erst eingeführte Schalter im Hauptmenü zum schnellen An- und Abschalten des Tracking-Schutzes in einen einfachen Link zu den Content-Blocking-Einstellungen geändert.

Dies ist nur der Anfang einer größer angelegten Initiative, die Nutzer vor Tracking zu schützen. Firefox-Nutzer können in den nächsten Monaten noch einiges mehr erwarten. So ist beispielsweise das standardmäßige Blockieren von Drittanbieter-Cookies derzeit für Firefox 65 geplant.

Sichtbare Einstellung zur Konfiguration von DNS over HTTPS

Wikipedia beschreibt DNS over HTTPS mit den folgenden Worten:

DNS over HTTPS (DoH) ist ein Protokoll zur Durchführung einer DNS-Auflösung über das HTTPS-Protokoll. Das Ziel ist es, die Privatsphäre und Sicherheit der Benutzer zu erhöhen, indem das Abhören und Manipulieren von DNS-Daten durch Man-in-the-Middle-Angriffe verhindert wird.

Während Mozilla seit ein paar Monaten mit dieser Technologie experimentiert, kann unabhängig davon von jedem selbst DNS over HTTPS aktiviert werden. Dazu hat Mozilla in den Proxy-Einstellungen eine sichtbare Option implementiert.

Firefox 63

Mehr Geschwindigkeit für Firefox-Nutzer

Bessere Performance für Windows-Nutzer durch Compiler-Wechsel

Die Geschwindigkeit einer Anwendung ist nicht nur vom programmierten Code abhängig, sondern auch vom verwendeten Compiler. Ein Wechsel des für die Windows-Builds verwendeten Compilers von Microsofts MSVC auf Clang bringt Windows-Nutzern eine nicht unerhebliche Verbesserung der Geschwindigkeit. Damit nutzt Mozilla nun Clang für alle Plattformen.

Performance-Verbesserungen für Apple macOS

Aber auch Nutzer von Apple macOS dürfen sich über eine verbesserte Geschwindigkeit freuen. Durch sogenanntes Tab Warming wurde die Geschwindigkeit des Tab-Wechsels bereits in Firefox 61 für Nutzer von Windows und Linux verbessert. Mit Firefox 63 zieht Apple macOS nach. Das „Aufwärmen“ verbessert durch Vorbereitungen die gefühlte Performance , wenn der Benutzer die Maus über einen Tab bewegt und damit ein wahrscheinliches Interesse signalisiert, diesen Tab öffnen zu wollen.

Auch die allgemeine Reaktionsfähigkeit und CPU-Auslastung wurde durch einen Umbau unter der Haube auf Apple macOS spürbar verbessert. Auf Systemen mit mehreren Grafikkarten können WebGL-Anwendungen außerdem jetzt die Energie-sparsamere GPU anfragen.

OMTP für Linux

Auch für Linux gab es im Performance-Bereich eine nennenswerte Verbesserung. Off-Main-Thread Painting (OMTP) ist eine Verbesserung, welche das Grafik-Rendering betrifft. Technische Details dazu lassen sich hier nachlesen. OMTP wurde bereits in Firefox 58 für Windows und in Firefox 59 für Apple macOS aktiviert. In Firefox 63 wurde OMTP auch für Linux aktiviert.

Um das Ruckeln zu reduzieren, haben wir in dieser aktualisierten Version von Firefox Quantum eine verbesserte Engine integriert, die Inhalte effektiver lädt – mithilfe eines speziell dafür vorgesehenen CPU Thread. Diese Verbesserung sorgt dafür, dass Firefox Quantum nun noch schneller ist und auf bestimmten Webseiten gleichmäßiger läuft. Woher wir das wissen? Unsere Ingenieure haben einen Test entwickelt, der die Durchführung von schwerem JavaScript simuliert. Während dieses Tests hat sich gezeigt, dass sich die Bildwiederholungsrate von Firefox um 30% verbessert hat (von 31 auf 40 Frames pro Sekunde). – Mozilla Presse

Eigener WebExtension-Prozess für Linux

Die Multiprozess-Architektur von Firefox verbessert Stabilität, Reaktionsfreudigkeit sowie Sicherheit von Firefox, indem Browser und Content in separaten Prozessen ausgeführt werden. Neben dem Browser- und mehreren Content-Prozessen gibt es auch noch eigene Prozesse unter anderem für den Zugriff auf lokale Dateien oder für die Grafikkarte.

Nachdem auf Windows bereits seit Firefox 56 auch WebExtensions in einem eigenen Prozess ausgeführt werden und seit Firefox 61 auch auf Apple macOS, trifft dies ab Firefox 63 auch auf Linux zu.

Windows 10: Berücksichtigung des Dunkelmodus

Firefox verwendet nun automatisch sein dunkles Theme, wenn Windows 10 genutzt wird und dabei so konfiguriert wurde, dass Windows dunkel erscheinen soll. Bereits in Firefox 62 war eine entsprechende Berücksichtigung für Apple macOS Mojave implementiert worden.

USA: Such-Kacheln auf Firefox-Startseite

Die Firefox-Startseite, welche standardmäßig auch beim Öffnen eines neuen Tabs erscheint, besitzt verschiedene, vom Nutzer konfigurierbare Abschnitte, darunter ein Suchfeld und Kacheln mit den meistbesuchten Webseiten. Ein paar der Kacheln sind mit der Installation von Firefox bereits vorbelegt. Eine Änderung diesbeszüglich wurde in Firefox 62 bereits für einen Teil der Nutzer in den USA und wird mit Firefox 63 für alle Nutzer in den USA ausgerollt.

Es kommt standardmäßig eine Kachel von Google dazu – Google ist bekanntermaßen auch die Standard-Suchmaschine von Firefox – und die bereits vorhandene Kachel von Amazon wird geändert. Beide Kacheln fallen dadurch auf, dass sie zusätzlich zum Seiten-Logo auch eine Lupe in der Kachel haben.

Per Klick auf eine dieser speziellen Kacheln öffnet nicht etwa die Webseite von Google oder Amazon. Stattdessen springt der Cursor in die Adressleiste, wo bereits @google respektive @amazon vorausgefüllt ist. Der Nutzer muss also nur noch den Suchbegriff eingeben und kann auf diese Weise direkt auf der gewählten Webseite suchen. Die speziellen Schlüsselwörter @google und @amazon sind in der Adressleiste besonders hervorgehoben und funktionieren auch unabhängig vom neuen Tab, indem sie direkt in die Adressleiste eingegeben werden, wenn auf der jeweiligen Webseite gesucht werden soll. Die speziellen Schlüsselwörter funktionieren zusätzlich zu den Schlüsselwörtern, die der Nutzer für jede installierte Suchmaschine in den Firefox-Einstellungen festlegen kann.

 

Firefox 62 Such-Kacheln

Firefox 62 Such-Kacheln

Änderungen beim Beenden von Firefox

Wurde über about:config der Schalter browser.showQuitWarning auf true gesetzt, hatte Firefox bisher beim Beenden gefragt, ob die Sitzung gespeichert werden soll oder nicht. Dieses versteckte Feature wurde entfernt. Stattdessen hält sich Firefox nun immer an die entsprechende Einstellung zur Sitzungswiederherstellung. Das heißt, Firefox öffnet nun automatisch immer die letzte Sitzung, falls so konfiguriert, oder startet mit der eingestellten Startseite und erlaubt ein Öffnen der vorherigen Sitzung über das Firefox-Menü.

Wird Firefox über das Menü beendet, warnt Firefox jetzt auch auf diesem Weg über offene Fenster und Tabs.

Verhalten von Strg + Tabulator geändert

Mittels Tastenkombination Strg + Tabulator (macOS: Ctrl + Tabulator) kann zwischen geöffneten Tabs gewechselt werden. Bisher ist Firefox dabei immer von links nach rechts einen Tab weiter gewechselt. Ab Firefox 63 und nur in neuen Profilen wechselt Firefox in der Reihenfolge die Tabs, in welcher diese zuletzt verwendet worden sind. Wer das alte Verhalten bevorzugt, findet in den Firefox-Einstellungen eine sichtbare Option, um das Verhalten zu konfigurieren.

Verbesserungen für Firefox-Erweiterungen (WebExtensions)

Auch für Entwickler von WebExtensions gibt es wieder einige neue APIs und Verbesserungen bestehender APIs. Und das nicht zu knapp: Firefox 63 ist an der WebExtension-Front mit 112 geschlossenen Bugzilla-Tickets der größte Release seit Veröffentlichung von Firefox Quantum. Alle Verbesserungen aufzuzählen, würde den Rahmen des Artikels sprengen, daher gibt es an dieser Stelle nur eine Auswahl.

So kann ab sofort anstelle von execCommand() die neue W3C Clipboard API genutzt werden, um auf die Zwischenablage zuzugreifen, womit wesentlich komfortabler zu arbeiten ist. In Zusammenhang mit dem kommenden Multi-Tab-Management (siehe unten), an welchem Mozilla arbeitet, wurde die Tabs-API erweitert, so dass diese auch mit mehreren Tabs gleichzeitig umgehen kann. Eine neue Search-API erlaubt den Zugriff auf installierte Suchmaschinen. Die Theme-API erlaubt einige weitere optische Anpassungen der Firefox-Oberfläche, inklusive Sidebars und Firefox-Startseite. Theme-Experimente, welche wie WebExtension-Experimente nur in Vorab-Versionen von Firefox funktionieren, erlauben die Veränderung von jedem Element der Firefox-Oberfläche, auch wenn dafür keine Theme-Eigenschaft in der Theme-API existiert. Auch die API für Kontextmenüs hat viele Verbesserungen erhalten und wird in Firefox 64 ein weiterer Fokus sein. Diese Änderungen im Detail und noch viele weitere Neuerungen werden hier beschrieben.

Bei Berechtigungs-Anfragen, welche durch WebExtensions ausgelöst werden, zum Beispiel für den Standort-Zugriff, wird außerdem jetzt der Name der Erweiterung statt der Erweiterungs-ID im Berechtigungs-Dialog verwendet.

Verbesserungen der Webplattform

Unterstützung für Einstellung des Betriebssystems, auf Animationen zu verzichten

Die Betriebssysteme Windows und Apple macOS besitzen eine Einstellung, um Bewegungen zu reduzieren. Webentwickler können auf den Wert dieser Einstellung zurückgreifen und so die Vorlieben des Nutzers respektieren. Hierfür gibt es den Media Query prefers-reduced-motion. So könnte auf verspielte Animationen, die sonst für alle Nutzer auf Webseiten implementiert werden, für Nutzer mit entsprechender Einstellung verzichtet werden. Nach Apple Safari ist Firefox der zweite Browser, der Unterstützung hierfür anbietet. Für Linux existiert keine Unterstützung.

Unterstützung für Web Components

Web Components sind ein mächtiges Werkzeug für Webentwickler, da Web Components die Definition eigener Elemente erlauben. Dies hat verschiedene Vorteile. Beispielsweise können so komplexe Komponenten erstellt werden, welche auf der Webseite mehrfach in einfacher verwendet werden können. Ein anderer Anwendungsfall ist das Verstecken von Implementierungs-Details. So könnte beispielsweise eine Karten-Komponente erstellt werden, welche intern Google Maps nutzt und irgendwann durch OpenStreetMap ersetzt wird, ohne dass an der Einbindung auf der Webseite etwas geändert werden muss, weil einfach die Implementierung der Komponente geändert wird.

Auch für Firefox selbst sind Web Components ein wichtiges Puzzle-Teil, um langfristig von den proprietären Technologien XUL und XBL wegzukommen, so dass die Oberfläche von Firefox in Zukunft komplett mit Webtechnologie gebaut sein wird.

Sonstige Verbesserungen der Web-Plattform

Weitere Informationen zu Verbesserungen der Web-Plattform in Firefox 62 finden sich in den MDN web docs.

Neuerungen für Webentwickler

Unterstützung für Web Components

Passend zur Unterstützung des Web Components-Standards haben auch die Entwicklerwerkzeuge von Firefox 63 Unterstützung für diese erhalten. Eine Übersicht über die entsprechenden Funktionen gibt es im Mozilla-Blog.

Verbesserter Font-Editor unterstützt auch variable Schriften

Mit dem Font Editor besitzt Firefox ein großartiges Werkzeug, welches in anderen Browsern schmerzlich vermisst wird. Webentwickler erhalten hiermit eine einfache und effektive Möglichkeit, die korrekte Einbindung von Schriftarten zu testen. Dieser wurde in Firefox 63 überarbeitet und bietet nun auch Unterstützung für variable Schriften.

Variable Schriften sind eine neue Technologie, welche große Vorteile bei der Verwendung von Schrift auf Webseiten bringt. Unterschiedliche Schriftbilder wie fette oder kursive Schrift benötigen bisher separate Schriftdateien, womit die Verwendung von Schriftarten immer ein Balance-Akt zwischen Darstellung und Webseiten-Performance war, da natürlich die Ladezeit der Webseite darunter leidet, je mehr Schriftarten geladen werden. Variable Schriften hingegen beinhalten zusätzliche Daten, welche die Generierung verschiedener Stile zur Laufzeit mit nur einer Schrift-Datei ermöglichen.

Firefox 63

Verbesserter Responsive Design Modus (RDM)

Verbessert hat Mozilla auch den Responsive Design Modus (RDM). Die Einstellungs-Leiste ist nun über die volle Breite ganz oben positioniert. Eine neue Einstellung erlaubt eine Ausrichtung des Viewports auf der linken Seite statt in der Mitte.

Firefox 63

Anzeige, ob Ressourcen von Tracking-Schutz betroffen sind

Unabhängig davon, ob der Tracking-Schutz von Firefox aktiviert ist und entsprechende Ressourcen blockiert oder nicht, zeigt das Netzwerk-Panel der Entwicklerwerkzeuge bei allen Ressourcen ein entsprechendes Symbol an, wenn ein aktivierter Tracking-Schutz diese Ressource blockiert respektive blockieren würde.

Firefox 63

Sonstige Neuerungen für Webentwickler

Mozilla hat die optische Gestaltung des Menüs der Entwickler-Werkzeuge überarbeitet, so dass dieses nun besser zum Photon-Design von Firefox passt. In Firefox 61 wurde ein neues Werkzeug für Barrierefreiheit eingeführt. Nach weiteren Verbesserungen zunächst in Firefox 62 und nun in Firefox 63 ist dieses ab sofort standardmäßig sichtbar. Weitere Details zu diesem Werkzeug gibt es hier.

Weitere Informationen zu Änderungen für Webentwickler in Firefox 63 finden sich in den MDN web docs.

Abschaltung von Browser-Updates geändert

Browser-Updates sind alleine aus Gründen der Sicherheit absolut wichtig und sollten nicht deaktiviert werden. Dennoch bietet Mozilla in Firefox eine Einstellung an, um Browser-Updates zu deaktivieren. Dies funktioniert natürlich auch in Firefox 63 noch, allerdings anders als bisher. Der neue Weg wurde in einem eigenen Artikel behandelt.

Enterprise Features

Mit Firefox 60 hat Mozilla die sogenannte Enterprise Policy Engine eingeführt, welche vor allem Unternehmen eine einfache Anpassung von Firefox via GPO (Windows) oder eine policies.json-Datei (alle Betriebssysteme) erlaubt.

about:policies – Dokumentation und Übersicht

Mit about:policies hat Mozilla eine Seite in Firefox implementiert, welche zum einen eine vollständige Dokumentation aller möglichen Enterprise Policies darstellt, zum anderen in einem Tab alle aktiven Policies und in einem weiteren Tab Fehler anzeigt, falls eine Policy fehlerhaft verwendet wird. An der Umsetzung des Designs von about:policies war auch ich beteiligt.

Firefox 63

Neue Enterprise Policies

Firefox 63 unterstützt eine neue Policy, um DNS over HTTPS zu konfigurieren. Die Policy, um Zertifikate aus dem System-Zertifikatsspeicher zu laden, funktioniert nicht mehr nur unter Windows, sondern jetzt auch unter Apple macOS.

Tipp: Mit dem Enterprise Policy Generator wird die Konfiguration von Firefox zum Kinderspiel. Die aktuelle Version 4.1 ist bereits für Firefox 63 sowie Firefox ESR 60.3 angepasst.

Optionale Features

Unterstützung für neuen Video-Codec AV1

AV1 ist die neue Hoffnung im Bereich der Video-Codecs. Entwickelt wird dieser Codec von der Alliance for Open Media (AOMedia). Gründer dieser Allianz sind neben Mozilla auch noch Google, Microsoft, Intel, ARM, Nvidia, IBM, Cisco, Amazon und Netflix. Seit dem haben sich zahlreiche weitere Unterstützer angeschlossen, darunter Namen wie AMD, VideoLAN, Vidyo, CCN, Realtek und noch weitere.

Firefox 63 unterstützt die finale Version 1.0 des offenen und lizenzgebühren-freien Video-Codecs AV1. Standardmäßig ist die Unterstützung noch deaktiviert. Geplant ist die Aktivierung für Firefox 65. Wer bereits testen möchte, kann über about:config den Schalter media.av1.enabled per Doppelklick auf true setzen.

Entzug des Vertrauens für Symantec-Zertifikate

Ursprünglich war es geplant, Sicherheits-Zertifikaten der Symantec-Gruppe ab Firefox 63 nicht mehr zu vertrauen. Dies betrifft ebenfalls die zu Symantec gehörenden CAs Thawte, VeriSign, Equifax, GeoTrust sowie RapidSSL. Symantec hatte aufgrund verschiedener Vorfälle das Vertrauen der Browserhersteller verloren. Browserhersteller wie Mozilla und Google haben die Frist noch einmal verschoben. Wer bereits jetzt Symantec-Zertifikaten nicht mehr vertrauen möchte, kann über about:config den Wert des Schalters security.pki.distrust_ca_policy von „1“ auf „2“ setzen.

Multi-Tab-Management

Bislang kann immer nur maximal ein Tab gleichzeitig verschoben oder geschlossen werden. Mozilla arbeitet an einer neuen Fähigkeit für Firefox, welche es erlaubt, mit mehreren Tabs gleichzeitig zu interagieren. Dieses ließ sich erstmals in Firefox 62 aktivieren und testen. Da es in Firefox 63 viele Verbesserungen an diesem Feature gab, sei es an dieser Stelle ein weiteres Mal erwähnt. Zur Aktivierung muss über about:config der Schalter browser.tabs.multiselect per Doppelklick auf true gesetzt werden. Dann können mehrere Tabs mit gedrückter Strg-Taste (macOS: Cmd) markiert und per Kontextmenü gleichzeitig zum Beispiel geschlossen oder stumm geschaltet werden. Eine standardmäßige Unterstützung ist derzeit für Firefox 64 geplant.

Autoplay-Blocker

Bereits seit ein paar Versionen mehr hat Firefox einen versteckten Autoplay-Blocker, welcher die automatische Wiedergabe von Videos und Ton auf Webseiten blockiert. Dazu musste bisher über about:config der Schalter media.autoplay.enabled auf true gesetzt werden. Dieser Schalter existiert nicht länger. Dafür gibt es nun einen neuen Schalter media.autoplay.default mit „0“ als Standart-Wert. Eine Änderung auf „1“ entspricht dem bisherigen media.autoplay.enabled. Wird der Schalter stattdessen auf „2“ gesetzt, fragt Firefox jedes Mal nach. Wird media.autoplay.enabled.user-gestures-needed per Doppelklick auf true gesetzt, wird die neue Autoplay v2-Logik sowie eine sichtbare Oberfläche in den Firefox-Einstellungen aktiviert. Dort können dann auch Ausnahmen verwaltet werden.

Firefox 63

Sonstige Neuerungen in Firefox 63

Ein Problem von Firefox 62, welches verursachen konnte, dass die Autovervollständigung von URLs in der Adressleiste unter Umständen bei Lesezeichen nicht korrekt funktionierte, wurde in Firefox 63 behoben. Die Funktion, Lesezeichen in der Sidebar zu öffnen, wurde aus Firefox entfernt. Ebenso werden in neuen Profilen nicht länger die zwei dynamischen Lesezeichen für meistbesuchte Webseiten sowie kürzlich verwendete Schlagwörter angelegt. Dafür kam ein anderes Lesezeichen-Feature neu dazu: Bei Klick auf den Stern in der Adressleiste erscheint im Lesezeichen-Dialog nun eine zusätzliche Checkbox. Wird diese deaktiviert, dann wird ab dem nächsten Mal bei einfachem Klick auf den Stern die Seite sofort als Lesezeichen gespeichert, ohne zunächst den Dialog zu öffnen. Bei weiterem Klick steht dieser Dialog natürlich trotzdem zur Verfügung und dort kann das Verhalten dann auch wieder geändert werden.

Firefox 63

Wurde über about:config der Schalter browser.search.openintab auf true gesetzt, um bei Eingaben in die separate Suchleiste Seiten in einem neuen Tab zu öffnen, wird jetzt der aktuelle Tab verwendet, wenn dieser leer ist. Im Dialog zum Löschen der Chronik werden jetzt direkt alle Optionen angezeigt, ohne dass diese erst aufgeklappt werden müssen. Die Seite about:debugging zeigt standardmäßig nicht länger System-Erweiterungen an. Das lässt sich über about:config rückgängig machen, indem der Schalter devtools.aboutdebugging.showSystemAddons per Doppelklick auf true gesetzt wird. Die @-moz-document-Syntax wurde erweitert und erlaubt nun auch die Anpassung von Standalone-Bildern und Videos via userContent.css. Außerdem wurde der Umgang mit dem Kamera- und Mikrofon-Zugriff in Zusammenhang mit den neuen Sicherheitseinstellungen von macOS Mojave optimiert.

Der Beitrag Mozilla veröffentlicht Firefox 63 – die Neuerungen erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

November 05, 2018 09:30 PM

November 04, 2018

Sören Hentzschel

Firefox: Enterprise Policy Generator 4.1 veröffentlicht

Der Enterprise Policy Generator richtet sich an Administratoren von Unternehmen und Organisationen, welche Firefox konfigurieren wollen. Damit löst die Erweiterung den bekannten CCK2 Wizard in der Ära Firefox Quantum ab. Die neue Version 4.1 macht den Enterprise Policy Generator fit für Firefox 63 und Firefox ESR 60.3. Außerdem wurde ein Fehler behoben.

Enterprise Policy Generator

Download Enterprise Policy Generator für Firefox

Mit Firefox 60 und Firefox ESR 60 hat Mozilla die sogenannte Enterprise Policy Engine eingeführt. Die Enterprise Policy Engine erlaubt es Administratoren, Firefox über eine Konfigurationsdatei zu konfigurieren. Der Vorteil dieser Konfigurationsdatei gegenüber Group Policy Objects (GPO) ist, dass diese Methode nicht nur auf Windows, sondern plattformübergreifend auf Windows, Apple macOS sowie Linux funktioniert.

Zwar steht diese Erweiterung in keiner direkten Verbindung zum bekannten CCK2 Wizard, teilt aber die grundlegende Idee vom CCK2 Wizard, welcher in Firefox Quantum nicht mehr funktioniert. Der Enterprise Policy Generator wurde als Nachfolger vom CCK2 Wizard konzipiert – nur eben für Firefox Quantum und Enterprise Policies. Die Firefox-Erweiterung hilft bei der Zusammenstellung der sogenannten Enterprise Policies, so dass kein tiefergehendes Studium der Dokumentation und aller möglichen Optionen notwendig ist und sich Administratoren die gewünschten Enterprise Policies einfach zusammenklicken können. Mehr Informationen gibt es auf der Info-Seite zum Enterprise Policy Generator.

Neuerungen Enterprise Policy Generator 4.1.0

Verbesserungen und Fehlerbehebungen

Der Enterprise Policy Generator konnte bereits einen Hinweis anzeigen, wenn eine Enterprise Policy nur in Firefox ESR verfügbar ist. Eine neue Möglichkeit wurde implementiert, welche es erlaubt, auch andere Hinweise anzuzeigen. So kann beispielsweise angezeigt werden, wenn eine Policy nur auf bestimmten Betriebssystemen verfügbar ist.

Ein Fehler wurde behoben, welcher verursachte, dass die Reihenfolge von Lesezeichen falsch war, wenn eine Konfiguration gespeichert und zu einem späteren Zeitpunkt neu geladen worden ist.

Neue Enterprise Policies

Es wurde die Unterstützung für eine neue Policy hinzugefügt, um DNS over HTTPS zu konfigurieren. Diese Policy steht ab Firefox 63 zur Verfügung.

Bei der Policy, die Menüleiste zu verstecken, wurde ein Hinweis ergänzt, dass diese nur auf Windows und Linux funktioniert. Bei der Policy, um Zertifikate aus dem System-Zertifikatsspeicher zu laden, wurde ein Hinweis ergänzt, dass diese ab Firefox 63 auch auf Apple macOS funktioniert. Außerdem wurde ein Hinweis ergänzt, dass die Option, Zertifikate nicht aus dem System-Zertifikatsspeicher zu laden, erst ab Firefox 64 funktioniert.

Die Policy zum Deaktivieren des Firefox Safe Modes wurde entfernt, weil diese ausschließlich via GPO unter Windows und nicht via policies.json funktioniert.

Roadmap

Wer sich für die Pläne der kommenden Versionen interessiert, findet hier die aktuelle Roadmap. Auch können an dieser Stelle Vorschläge für Verbesserungen gemacht werden.

Entwicklung unterstützen

Wer die Entwicklung des Add-ons unterstützen möchte, kann dies tun, indem er der Welt vom Enterprise Policy Generator erzählt und die Erweiterung auf addons.mozilla.org bewertet. Auch würde ich mich sehr über eine kleine Spende freuen, welche es mir ermöglicht, weitere Zeit in die Entwicklung des Add-on zu investieren, um zusätzliche Features zu implementieren.

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November 04, 2018 05:50 PM

November 03, 2018

Sören Hentzschel

Programmiersprache: Rust 1.30 steht bereit

Kurz notiert: Rust ist eine Programmiersprache, in welcher die ebenfalls sich in Entwicklung befindliche neue Rendering-Engine von Mozilla geschrieben wird, die auf den Namen Servo hört. Mittlerweile steht Rust 1.30 bereit.

Für die Programmiersprache Rust, in welcher auch Mozillas Servo-Engine entwickelt wird, ist ein Release-Zyklus von sechs Wochen vorgesehen. Seit kurzem steht Rust 1.30 bereit. Wer sich für alle Highlights der neuen Version interessiert, findet wie immer in der offiziellen Release-Ankündigung weitere Informationen.

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November 03, 2018 10:34 PM

November 02, 2018

Sören Hentzschel

Firefox 65 unterstützt Bildformat WebP

Keinen Monat nach der Ankündigung, WebP in Firefox zu unterstützen, hat Mozilla nun die Unterstützung für das Bildformat in Firefox 65 implementiert.

WebP ist ein Bildformat, welches bereits vor acht Jahren von Google vorgestellt worden ist. Das Bildformat verspricht geringere Dateigrößen als PNG und JPG sowie die Unterstützung von Transparenz und Animationen. Hinsichtlich Browser-Unterstützung sah es bislang allerdings mager aus. Naheliegenderweise wurde WebP natürlich von Google Chrome sowie anderen Browsern unterstützt, welche die Google-Engine verwenden. Alle anderen großen Browserhersteller – das heißt Mozilla, Microsoft und Apple – haben an dem Bildformat keinen Gefallen gefunden. Mozilla hatte sich beispielsweise vor fünf Jahren intensiv mit WebP befasst und kam zu dem Ergebnis, dass WebP hinsichtlich Kompression keinen signifikanten Vorteil gegenüber JPEG oder Konkurrenzformaten wie JPEG XR und HEVC-MSP bringt.

Nachdem Microsoft Edge seit dem Oktober 2018-Update WebP unterstützt, hat auch Mozilla vor knapp einem Monat seine Pläne bekannt gegeben, WebP zu unterstützen. Nun ist die Unterstützung in der Nightly-Version von Firefox 65 implementiert und kann getestet werden. Noch ist die Unterstützung allerdings standardmäßig deaktiviert, kann über about:config aber aktiviert werden, indem der Schalter image.webp.enabled per Doppelklick auf true geschaltet wird. Die standardmäßige Aktivierung der WebP-Unterstützung kann in diesem Ticket verfolgt werden. Ob die Unterstützung von WebP in der finalen Version von Firefox 65 standardmäßig aktiviert sein wird, kann zu diesem Zeitpunkt noch nicht gesagt werden.

Firefox 65 erscheint nach aktueller Planung am 29. Januar 2019.

WebP
Abbildung: Geringere Dateigröße von WebP am Beispiel dieser Webseite

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November 02, 2018 07:35 PM

November 01, 2018

Sören Hentzschel

Mozilla veröffentlicht Firefox Lite 1.0 für Android

Mozilla hat Firefox Lite 1.0 veröffentlicht. Dabei handelt es sich um einen schlanken Browser für Android, der besonderes Augenmerk auf Privatsphäre und das Sparen von Daten legt.

Mozilla Taiwan hat seinem Browser Firefox Rocket einen neuen Namen gegeben. Mit dem neuen Namen Firefox Lite, einem neuen Logo und einer auf Version 1.0 zurückgesetzten Versionsnummer startet der schlanke Browser für Android damit quasi neu.

Firefox Lite 1.0

Zwar steht Firefox Lite nach wie vor nur in den offiziellen Google Play Stores von Indonesien, Indien, Thailand und den Philippinen zum Download bereit, doch ist gut vorstellbar, dass Mozilla nach diesem Rebranding den Browser auch in anderen Ländern offiziell zur Verfügung stellen wird. Wer die Installation von Apps aus anderen Quellen als dem Google Play Store aktiviert hat, kann Firefox Lite bereits jetzt von überall in der Welt über GitHub installieren.

Firefox Lite 1.0

Was ist das Besondere an Firefox Lite?

Firefox Lite ein Browser, der auf wesentliche Funktionen reduziert, aber trotzdem funktional ist. Features wie eine Synchronisation von Daten oder ein QR-Scanner sollten also nicht erwartet werden, während Funktionen wie Lesezeichen, Tabs oder das Suchen von Text auf einer Webseite auch hier vorhanden sind.

Firefox Lite 1.0

Firefox Lite verwendet das auf dem System des Anwenders bereits vorhandene Chromium WebView und nicht Mozillas Gecko-Engine, was sich ähnlich wie bei Firefox Klar in Zukunft aber ändern könnte. Auf der anderen Seite wäre es aufgrund des Schwerpunktes auf dem Sparen von Daten aber auch möglich, dass man hier langfristig auf WebView setzt, da dies einen Unterschied von ca. 35 MB in der App-Größe ausmacht, was gerade in ärmeren Ländern signifikant sein kann.

Direkt nach dem ersten Start und der Einführungstour weist Firefox Lite darauf hin, dass per einfachem Doppelklick auf den Startbildschirm die Farbe dessen geändert werden kann – eine simple, aber effektive Form der Anpassung, insbesondere da keine Drittanbieter-Themes installiert werden können.

Firefox Lite 1.0

Gegenüber vorherigen Versionen von Firefox Rocket fällt auf dem Startbildschirm auch auf, dass die dort standardmäßig hinterlegten Kacheln nicht mehr speziell auf Indonesien angepasst sind, stattdessen finden sich dort mit YouTube, Facebook, Wikipedia, Amazon, Twitter, Instagram, Reddit und LinkedIn global bekannte Webseiten. Ein Indiz dafür, dass Firefox Lite in Zukunft auch in anderen Märkten offiziell verfügbar sein wird?

Möchte man den Fokus von Firefox Lite kurz und knapp beschreiben, dann ließe sich das damit tun, dass es sich bei Firefox Lite um einen Browser handelt, der seinen Schwerpunkt auf Privatsphäre und das Sparen von Daten legt. So blockiert der standardmäßig aktivierte Turbo-Modus Elemente von bekannten Trackern und damit auch einen Großteil der Werbung, Bilder können praktisch mit einem Knopfdruck blockiert werden und es können Screenshots von kompletten Webseiten angelegt werden, welche auch dann zur Verfügung stehen, wenn das Gerät nicht mit dem Internet verbunden ist.

Firefox Lite 1.0

Und wie andere Firefox-Produkte besitzt auch Firefox Lite einen privaten Modus, welcher keine Surf-Spuren auf dem Gerät hinterlässt.

Firefox Lite 1.0

Neu gegenüber der vorherigen Version von Firefox Rocket ist ein Nachtmodus. Wird dieser aktiviert, verdunkelt sich der Bildschirm. Den Grad der Verdunkelung kann der Nutzer einstellen. Nettes Detail: Auf dem Hintergrund des Startbildschirms erscheinen Sterne, passend zur Nacht.

Firefox Lite 1.0

Fazit: Firefox Lite

Firefox Lite ist ein schlanker Browser für Android und empfehlenswert für alle, welche Wert auf Privatsphäre sowie Datensparsamkeit legen und nicht alle Features des großen Firefox-Browsers benötigen, denen Mozillas dritter Browser Firefox Klar aber wieder zu speziell ist. Die weitere Entwicklung von Firefox Lite wird auch in Hinblick auf die komplette Neuentwicklung von Mozillas großem Firefox-Browser interessant sein, da auch dieser vermutlich zunächst einige Features nicht haben wird, die es aktuell gibt.

Übrigens: Von Mozilla Taiwan, dem Entwickler von Firefox Lite, ist vor zwei Wochen auch die öffentliche Beta-Phase von Firefox ScreenshotGo gestartet, einer neuen Screenshot-App für Android.

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November 01, 2018 02:36 PM

October 22, 2018

Sören Hentzschel

Firefox: Auslieferung von WebRender verzögert sich

Der aus dem Servo-Projekt stammende WebRender soll die Grafikkarte stärker als bisher einbeziehen und so für eine deutlich verbesserte Firefox-Performance sorgen. Was die standardmäßige Aktivierung für einen Teil der Nutzer der Beta-Version von Firefox 64 betrifft, ist Mozilla im Plan. Allerdings wird sich die Auslieferung in einer finalen Version von Firefox um ein paar Monate verzögern.

WebRender stammt wie die mit Firefox 57 eingeführte CSS-Engine Stylo ebenfalls aus Mozillas Next-Generation-Engine Servo und ist in der Programmiersprache Rust geschrieben. Es handelt sich bei WebRender um einen Renderer für Webseiten-Inhalte, welcher unter stärkerer Einbeziehung der Grafikkarte als bisher im Grunde wie eine Spiele-Engine arbeitet, aber für das Rendering von Web-Content optimiert ist und dadurch große Performance-Vorteile liefern soll.

In der Nightly-Version von Firefox ist WebRender bereits für einen Teil der Nutzer aktiviert. Die anfängliche Zielgruppe setzt sich aus Nutzern zusammen, welche Windows 10 als Betriebssystem sowie eine halbwegs moderne Grafikkarte von Nvidia einsetzen. Außerdem ist WebRender derzeit noch deaktiviert, wenn ein Gerät mit Akku eingesetzt wird.

Für eben jene Zielgruppe wird WebRender auch aktiviert sein, wenn Firefox 64 in ein paar Tagen als Beta-Version verfügbar ist. Ursprünglich war geplant, dass WebRender für die genannte Zielgruppe dann in der finalen Version von Firefox 65 standardmäßig aktiviert sein wird. Nachdem Mozilla erkannt hat, dass hierfür noch etwas mehr Arbeit erforderlich ist, wurde dieser Meilenstein nun auf Firefox 67 verschoben. Allerdings wird man in den finalen Versionen von Firefox 64, Firefox 65 und Firefox 66 jeweils Tests mit einem Teil der Nutzer mit einem qualifizierten System durchführen.

Firefox 67 erscheint nach aktueller Planung am 14. Mai 2019. In späteren Firefox-Versionen soll WebRender natürlich auch für weitere Betriebssysteme und weitere Grafikkarten aktiviert werden.

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October 22, 2018 09:15 PM

October 21, 2018

Sören Hentzschel

Mozilla startet Test von VPN-Dienst

Mozilla wird morgen den Test eines kostenpflichtigen VPN-Dienstes starten. Dieser bietet nicht nur eine sichere und geschützte Internet-Verbindung für den Nutzer, auch trägt die Nutzung von Mozillas VPN-Dienst zur Finanzierung von Firefox bei.

Mozilla wird morgen, am 22.10.2018, den Test eines Premium-Dienstes für einen Teil der Nutzer von Firefox 62 und höher in den USA beginnen. Dafür hat man eine Partnerschaft mit dem Schweizer VPN-Dienstleiter ProtonVPN geschlossen, dessen Unternehmen auch hinter dem beliebten E-Mail-Dienst ProtonMail steht, dem nach eigenen Angaben weltweit größten sicheren E-Mail-Provider.

Was ist ein VPN und brauche ich das überhaupt?

VPN steht für „Virtuelles Privates Netzwerk“. Eine ausführliche Beschreibung des Konzeptes lässt sich unter anderem auf Wikipedia nachlesen. Die vereinfachte Kurzfassung ist, dass mit einem VPN keine direkte Kommunikation über das Internet, sondern eine verschlüsselte Verbindung zwischen Anwender und VPN-Dienst besteht, welcher wiederum die Kommunikation mit dem Internet übernimmt. Die Frage, ob man ein VPN benötigt oder nicht, muss jeder für sich selbst beantworten. Anwendungsfälle sind unter anderem die sichere Nutzung öffentlicher WLAN-Netzwerke, welche häufig unverschlüsselt sind. Gerne werden VPNs auch im Unternehmensumfeld eingesetzt, beispielsweise um Home Office in einer sicheren Weise zu ermöglichen. Das VPN schützt davor, dass sensible Informationen von Unbefugten mitgelesen werden können. Ein weiteres Szenario ist die Umgehung von Geo-Sperren, also die Freischaltung von Inhalt, welcher nur in bestimmten Regionen zur Verfügung steht.

Gemeinsam von Mozilla und ProtonVPN

Da Mozilla selbst ein unbeschriebenes Blatt auf dem VPN-Markt ist, hat sich Mozilla hierfür einen starken Partner gesucht. Fündig wurde man in der Schweiz bei ProtonVPN. Mozilla hat sich nach eigenen Angaben den bestehenden VPN-Markt angesehen und sich dann vor allem aus drei Gründen für ProtonVPN entschieden.  Zum einen habe man deren Sicherheits-Praktiken analyisiert, um sicherzugehen, dass sie das höchste Maß an Schutz vor Hackerangriffen bieten. Außerdem protokolliert und speichert ProtonVPN keine Informationen über das Browsing-Verhalten der Nutzer. Schließlich hätte man eine gemeinsame Mission – beide setzen sich für Datenschutz und Sicherheit im Web ein.

Mozilla und ProtonVPN

Mozilla startet Test in den USA

Mozilla startet klein und beginnt den Test mit einem Teil der Nutzer in den USA. Dort weist Firefox in einer bestimmten Situation auf die Option der Nutzung von ProtonVPN hin. Diese Situation kann beispielsweise die Verbindung mit einem unverschlüsselten öffentlichen WLAN sein. Andere Auslöser können der Besuch einer Webseite sein, die in Zusammenhang mit dem Privatsphäre-Thema steht, zum Beispiel disconnect.me oder strongvpn.com, der Besuch einer Streaming-Webseite wie netflix.com oder hulu.com, oder ganz allgemein, nachdem Firefox eine Weile benutzt worden ist. Welcher Auslöser genutzt wird, hängt davon ab, in welcher Testgruppe man landet. Es werden nicht alle Auslöser gleichzeitig für alle Nutzer aktiviert.

Mozilla und ProtonVPN

Warum kostet der Dienst Geld? Warum nicht direkt ProtonVPN nutzen?

Die Bereitstellung einer VPN-Infrastruktur kostet nachvollziehbarerweise Geld, darum sind auch VPN-Dienste in der Regel nicht oder nur mit Einschränkungen kostenlos. Dementsprechend kostet auch der von Firefox beworbene VPN-Dienst Geld. Die Kosten belaufen sich dabei auf 10 Dollar pro Monat. Dazu gibt es eine 30-tägige Geld-Zurück-Garantie.

Mozilla und ProtonVPN

Natürlich ist die Frage berechtigt, wieso ein VPN-Abo über Mozilla und nicht direkt über ProtonVPN abgeschlossen werden sollte. Immerhin bietet ProtonVPN ja selbst verschiedene Preisstufen ein, darunter eine für ebenfalls 10 Dollar pro Monat.

Der Unterschied ist der, dass bei einer Nutzung von Mozillas Angebot auch Mozilla daran etwas verdient. Damit Mozilla Firefox entwickeln und seine Mission für das Web vorantreiben kann, braucht es sehr viel Geld. Derzeit ist Mozilla zum größten Teil von Suchmaschinen-Anbietern, allen voran Google, abhängig. Das Anbieten von kostenpflichtigen Premium-Diensten wie diesem ermöglicht es Mozilla, seine Abhängigkeit von Google zu reduzieren und damit auch einen Beitrag zur langfristigen Sicherung von Firefox zu leisten.

Tipp: Eine weitere Möglichkeit, Mozilla zu unterstützen, ist die Verwendung eines Premium-Accounts bei Pocket. Pocket kann aber auch kostenlos genutzt werden. Pocket ist seit 2017 Teil von Mozilla.

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October 21, 2018 12:39 PM

October 20, 2018

Sören Hentzschel

Firefox 64: Unterstützung für WebVR auf Apple macOS aktiviert

Nach einem ersten Anlauf in Firefox 60 wird Mozilla nun in Firefox 64 die Unterstützung für Virtuelle Realität (VR) im Web für das Betriebssystem Apple macOS aktivieren.

Wikipedia beschreibt Virtuelle Realität (VR) mit den folgenden Worten:

„Als virtuelle Realität, kurz VR, wird die Darstellung und gleichzeitige Wahrnehmung der Wirklichkeit und ihrer physikalischen Eigenschaften in einer in Echtzeit computergenerierten, interaktiven virtuellen Umgebung bezeichnet.“

In Firefox für Windows ist die Unterstützung für Virtuelle Realität bereits seit Firefox 55 aktiviert. Für Apple macOS wurde die Unterstützung ursprünglich in Firefox 60 aktiviert, dann auf Grund von Problemen zum damaligen Zeitpunkt in Firefox 60.0.1 wieder deaktiviert. Die Probleme sind gelöst und Mozilla hat die Unterstützung für WebVR auf Apple macOS nun für Firefox 64 aktiviert. Firefox 64 soll am 11. Dezember 2018 erscheinen.

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October 20, 2018 09:26 PM

October 18, 2018

Sören Hentzschel

Firefox Nightly ab sofort mit doppelter Anzahl an Content-Prozessen

Mozilla hat in der Nightly-Version von Firefox die Anzahl der standardmäßig aktivierten Content-Prozesse von vier auf acht verdoppelt. In Zukunft sollen es weit mehr werden.

Die Multiprozess-Architektur von Firefox trennt Browser- und Content-Prozesse voneinander, wobei sich mehrere Tabs in der Regel einen Content-Prozess teilen, da Firefox standardmäßig nur vier Content-Prozesse aktiviert hat. Eine Erhöhung der Content-Prozesse verbessert grundsätzlich die Sicherheit, Stabilität und Reaktionsfreudigkeit des Browsers, führt aber auch zu einem erhöhten Ressourcen-Verbrauch, da jeder Prozess einen gewissen Ressourcen-Overhead mit sich bringt.

Mozilla arbeitet hart daran, diesen Overhead zu reduzieren, denn das Ziel, an welchem Mozilla unter dem Projektnamen Fission arbeitet, ist eine Site Isolation, das heißt, dass für jeden sogenannten Origin ein eigener Prozess genutzt wird, was bei ein paar hundert Tabs auch entsprechend viele Prozesse bedeuten kann. Der Vorteil liegt auf der Hand: In den angeführten Punkten wie Stabilität und Sicherheit wird Firefox noch stärker.

Doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg, denn noch liegt der Overhead bei rund 40 MB pro Prozess. Das ist ein Wert, der noch um einiges fallen muss, wenn die Anzahl der Content-Prozesse deutlich höher ausfallen soll. Nachdem Mozilla bereits einige Optimierungen vorgenommen hat, ist mit der Erhöhung der standardmäßig aktivierten Content-Prozesse von vier auf acht nun ein erster Schritt in die gewünschte Richtung getan. Initiale Messungen von Mozilla haben gezeigt, dass Firefox mit acht Content-Prozessen noch immer einen geringeren Ressourcen-Verbrauch als Chrome hat.

Diese Erhöhung der standardmäßig aktivierten Content-Prozesse ist zunächst noch auf Nightly-Versionen von Firefox beschränkt, wird also nicht in der finalen Version von Firefox 64 ausgeliefert werden. Wer die Anzahl der Content-Prozesse reduzieren möchte, kann dies ganz einfach in den Firefox-Einstellungen unter Allgemein im Abschnitt Leistung machen.

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October 18, 2018 09:51 PM

October 17, 2018

Sören Hentzschel

Unterstützung für TLS 1.0 und TLS 1.1 wird Anfang 2020 eingestellt

Mozilla, Microsoft, Apple und Google haben zeitgleich bekanntgegeben, die Unterstützung für die veralteten Verschlüsselungs-Protokolle TLS 1.0 und TLS 1.1 Anfang 2020 einzustellen.

Alle großen Browserhersteller werden die Unterstützung für das Transport Layer Security-Protokoll (TLS), häufig umgangssprachlich auch wie das Vorgänger-Protokoll Secure Sockets Layer als SSL bezeichnet, in den Versionen 1.0 und 1.1 Anfang 2020 einstellen. Dies gaben Mozilla, Microsoft, Apple und Google gemeinsam bekannt. Im Falle von Firefox wird die Änderung demnach mit Firefox 66 im März 2019 erfolgen. Vorab-Versionen von Firefox werden natürlich schon zu einem früheren Zeitpunkt betroffen sein.

Bis dahin wird TLS 1.0 bereits über 21 Jahre alt sein. TLS 1.1 bot nur geringfügige Verbesserungen gegenüber TLS 1.0 und wird zeitgleich nicht mehr unterstützt werden. Aus Sicherheitsgründen sollte das mittlerweile auch schon einige Jahre alte TLS 1.2 oder das in diesem Jahr neu veröffentlichte TLS 1.3 genutzt werden. Telemetrie-Daten von Firefox sagen aus, dass TLS 1.0 und TLS 1.1 insgesamt noch etwa 1,2 Prozent aller Verbindungen ausmachen. Im Falle von Microsoft Edge sollen es noch 0,72 Prozent sein und bei Chrome 0,5 Prozent. Für Safari nennt Apple einen Wert von weniger als 0,36 Prozent.

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October 17, 2018 09:38 PM

October 16, 2018

Sören Hentzschel

Screenshot-App: Mozilla veröffentlicht Public Beta von Firefox ScreenshotGo für Android

Mozilla Taiwan hat die erste öffentliche Beta-Version einer neuen Screenshot-App für Android veröffentlicht. Die App hört auf den Namen Firefox ScreenshotGo.

Wie schon der ebenfalls von Mozilla Taiwan entwickelte Browser Firefox Rocket steht auch Firefox ScreenshotGo offiziell zunächst nur in Indonesien zur Verfügung. Wer die Installation von Apps aus anderen Quellen als dem Google Play Store aktiviert hat, kann Firefox ScreenshotGo allerdings von überall in der Welt ganz einfach über GitHub installieren.

Firefox ScreenshotGo

Firefox ScreenshotGo hilft bei der Verwaltung von Screenshots. Auf dem Gerät aufgenommene Bildschirmfotos können in sogenannten Kollektionen organisiert werden. Ein Löschen von Screenshots ist natürlich genauso über die App möglich wie das Teilen der Bilder über die Sharing-Funktion von Android. Optional kann eine Schaltfläche aktiviert werden, welche permanent auch über anderen Anwendungen erscheint und so eine bequeme Aufnahme von Screenshots erlaubt.

Firefox ScreenshotGo

Firefox ScreenshotGo

Firefox ScreenshotGo

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October 16, 2018 08:09 PM

October 15, 2018

Sören Hentzschel

Mozilla veröffentlicht Firefox Rocket 3.3

Mozilla hat Firefox Rocket 3.3 für Android veröffentlicht. Bei Firefox Rocket handelt es sich um einen spezialisierten Browser mit Funktionen zum Sparen von Daten, welcher offiziell nur in wenigen Märkten angeboten wird, aber auch überall sonst installiert werden kann.

Im Oktober 2017 hat Mozilla die erste Version von Firefox Rocket für Android veröffentlicht. Ähnlich wie Firefox Klar ist auch Firefox Rocket ein sehr reduzierter Browser mit einem besonderen Fokus, der viele Funktionen des großen Firefox-Bruders nicht besitzt. Der Fokus bei Firefox Rocket liegt auf dem Sparen von Daten und damit gerade in Entwicklungsländern auch auf dem Sparen von Geld. So kann per Knopfdruck ein sogenannter Turbo-Modus aktiviert werden, welcher Werbung und Tracker blockiert, über eine weitere Schaltfläche können Bilder auf Webseiten deaktiviert werden und eine andere Schaltfläche erlaubt die Bildschirm-Aufnahme von Webseiten, welche über den sichtbaren Bereich hinausgehen und auch dann zur Verfügung stehen, wenn gerade keine Internetverbindung besteht.

Kürzlich hat Mozilla Firefox Rocket in Version 3.3 veröffentlicht. Dabei handelt es sich um ein kleineres Update. Gegenüber der vorherigen Version ist eine sichtbare Neuerung hervorzuheben: die Möglichkeit, auf Webseiten nach Text zu suchen.

Firefox Rocket 3.3

Offiziell angeboten wird Firefox Rocket bislang nur in Indonesien, Indien, Thailand und auf den Philippinen. Wer die Installation von Apps aus anderen Quellen als dem Google Play Store aktiviert hat, kann Firefox Rocket aber von überall in der Welt über GitHub installieren.

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October 15, 2018 08:46 PM

October 14, 2018

Sören Hentzschel

Mozilla veröffentlicht Firefox für Amazon Echo Show, ist bereits vorinstalliert

Nach Firefox für das Amazon Fire TV gibt es nun auch Firefox für das Amazon Echo Show. Firefox ist auf dem Amazon Echo Show sogar bereits vorinstalliert – und per Software-Update auch auf Geräten der ersten Generation.

Für das Amazon Fire TV sowie den Amazon Fire TV Stick bietet Mozilla bereits einen Firefox-Browser an. Dieser kann ganz einfach aus dem Amazon-Store heruntergeladen werden. Für das Amazon Echo Show gibt es von Mozilla jetzt ebenfalls einen Firefox-Browser. Dieser ist auf den neuen Geräten der zweiten Generation neben Amazons eigenem Silk-Browser bereits vorinstalliert. Aber auch Nutzer eines Gerätes der ersten Generation dürfen sich freuen, denn per Software-Update wird Firefox auch auf diesen Geräten installiert.

Firefox für das Amazon Echo Show ist in der ersten Version noch ein sehr einfacher Browser ohne viele Funktionen. Die Kacheln auf der Startseite, um schnell auf seine Lieblings-Seiten zugreifen zu können, sind aber bereits anpassbar. Standardmäßig gibt es bereits Kacheln von Google, YouTube sowie Wikipedia. Ebenso lassen sich bereits Cookies und Websitedaten löschen und Telemetrie ist natürlich auch hier, wie in jedem Firefox-Produkt, optional. Außerdem sind die Sprach-Kommandos „Alexa, open Firefox“, „Alexa, open Youtube“, „Alexa, open Google“ und „Alexa, open Bing“ implementiert.

Firefox für Amazon Echo Show

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October 14, 2018 09:13 PM

October 08, 2018

Sören Hentzschel

Firefox bekommt Unterstützung für Bildformat WebP

Kurz nach der Unterstützung von WebP in Microsoft Edge zieht Mozilla nach und plant die Unterstützung von Googles Bildformat in Firefox für den Desktop sowie für Android.

WebP ist ein Bildformat, welches bereits vor acht Jahren von Google vorgestellt worden ist. Das Bildformat verspricht geringere Dateigrößen als PNG und JPG sowie die Unterstützung von Transparenz und Animationen. Hinsichtlich Browser-Unterstützung sah es bislang allerdings mager aus. Naheliegenderweise wurde WebP natürlich von Google Chrome sowie anderen Browsern unterstützt, welche die Google-Engine verwenden. Alle anderen großen Browserhersteller – das heißt Mozilla, Microsoft und Apple – haben an WebP keinen Gefallen gefunden. Mozilla hatte sich beispielsweise vor fünf Jahren intensiv mit WebP befasst und kam zu dem Ergebnis, dass WebP hinsichtlich Kompression keinen signifikanten Vorteil gegenüber JPEG oder Konkurrenzformaten wie JPEG XR und HEVC-MSP bringt.

Neben anderen Faktoren kommt vor allem auch mit der Unterstützung von WebP in Microsoft Edge nach dem Oktober 2018-Update für Windows 10 bei Mozilla wieder Bewegung in das Thema: Mozilla plant nun offiziell die Unterstützung von WebP in Firefox. In der ersten Jahreshälfte 2019 soll es soweit sein. Die Unterstützung ist sowohl in Firefox für den Desktop als auch in Firefox für Android geplant. Nutzer von Firefox für iOS müssen vermutlich weiterhin verzichten, denn von Apple gibt es nach wie vor keine Anzeichen dafür, dass WebP in Zukunft unterstützt werden könnte. Und da Browserhersteller im Falle von iOS auf Apple angewiesen sind, besteht hier schlicht keine Möglichkeit, WebP zu unterstützen.

Browserhersteller tun sich mit der Adaption neuer Medienformate schwer, da es viele konkurrierende Formate gibt und die Unterstützung neuer Formate eine Entscheidung ist, die sehr großen Einfluss auf das Web hat und zu einer Unterstützung für viele Jahre verpflichtet, weil die Unterstützung eines Medienformats aus Kompatibilitätsgründen nicht einfach wieder rückgängig gemacht werden kann.

Die Zusage, WebP in Firefox unterstützen zu wollen, ändert derweil nichts an Mozillas Plänen, das sich noch in Entwicklung befindliche Bildformat AVIF vorantreiben zu wollen. AVIF basiert auf dem neuen lizenzfreien Video-Codec AV1 der Alliance for Open Media.

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October 08, 2018 09:51 PM

October 03, 2018

Sören Hentzschel

Firefox Klar 7.0 mit Quantum-Engine und überarbeitetem Design ist da

Firefox Klar ist ein spezialisierter Privatsphäre-Browser aus dem Hause Mozilla, der sowohl für Android als auch für iOS neben dem regulären Firefox existiert. Mozilla hat mit Firefox Klar 7.0 nun ein großes Update für beide Plattformen veröffentlicht. Zu den Neuerungen gehören unter anderem optionale Suchvorschläge sowie ein überarbeites Design. Und die Android-Version läuft ab sofort mit der gleichen Engine wie Firefox Quantum.

Download Mozilla Firefox Klar für Google Android
Download Mozilla Firefox Klar für Apple iOS

Für seinen Privatsphäre-Browser Firefox Klar (internationaler Name: Firefox Focus) hat Mozilla sowohl für Android als auch für Apple iOS ein Update auf Version 7.0 veröffentlicht.

Überarbeitetes Design für Android und iOS

Passend zu den neuen Betriebssystem-Versionen Android Pie sowie iOS 12 hat Mozilla das Design von Firefox Klar überarbeitet, um optimal mit diesen zu harmonieren und moderner zu erscheinen. Bereits im Juli wurde auf diesem Blog eine exklusive Vorschau auf das neue Design für Android gegeben.

Zusätzlich werden auf dem Startbildschirm ab sofort Hinweise zu Funktionen von Firefox Klar gegeben. Wird eine Seite über das Papierkorb-Symbol geschlossen, erscheint ein anderer Hinweis auf dem Startbildschirm. Für Nutzer von iOS steht diese Funktion derzeit allerdings noch nur in englischer Sprache zur Verfügung.

Firefox Klar 7.0

Optionale Such-Vorschläge für Android und iOS

Firefox Klar kann nun auch direkt während der Eingabe von Begriffen in die Adressleiste Such-Vorschläge machen, welche von der eingestellten Standard-Suchmaschine kommen. Das ist ein praktisches Feature, da man Zeit sparen kann. Allerdings muss dafür für jede Eingabe der Anbieter der eingestellten Standard-Suchmaschine kontaktiert werden. Aus diesem Grund und weil Firefox Klar ein Browser mit Fokus auf Privatsphäre ist, ist diese Funktion standardmäßig zwar vorhanden, aber nicht aktiviert. Der Nutzer wird zum einen direkt bei der Eingabe in die Adressleiste gefragt, ob die Such-Vorschläge aktiviert werden sollen – was natürlich auch dauerhaft verneint werden kann -, kann diese ansonsten aber auch jederzeit über die Einstellungen der App aktivieren respektive wieder deaktivieren.

Firefox Klar 7.0

Firefox Klar für Android mit Quantum-Engine

Zur Darstellung der Webseiten wird bislang, wie bei den meisten anderen Android-Browsern auch, die Chromium-Engine verwendet, in Firefox Klar in Form von Chromium WebView, was bereits auf jedem Gerät vorinstalliert ist. Mit dem Update auf Firefox Klar 7.0 ändert sich das: ab sofort verwendet der Privatsphäre-Browser Mozillas eigene Gecko-Engine – zunächst für zehn Prozent der Nutzer, später für weitere Nutzer. Das ist die gleiche Engine wie in Firefox Quantum. Eine Folge davon ist, dass die Dateigröße der App deutlich angestiegen ist, da nun eine komplette Rendering-Engine mitgeliefert werden muss. Auf der anderen Seite ist dies nicht nur gut für die Vielfalt im Browsermarkt: Nutzer sollen davon vor allem in weiteren Updates profitieren. Denn der Umstieg auf Mozillas eigene Engine soll weitere Verbesserungen der Privatsphäre ermöglichen, wo Chromium WebView Grenzen setzt. Und: Mozillas Implementierung der Gecko-Engine in Form der neuen GeckoView-Bibliothek lädt bereits in dieser frühen Form Webseiten 20 Prozent schneller als die Gecko-Engine in Firefox für Android – zusätzlich zu den ganzen Zeit-Ersparnissen durch all die blockierten Tracking-Elemente. Übrigens arbeitet Mozilla auch an einer Neu-Entwicklung von Firefox für Android auf Basis von GeckoView. Darauf müssen Nutzer allerdings noch ein paar Monate warten.

Siri-Shortcuts für Apple iOS

Außerdem neu dabei: Siri-Shortcuts für Apple iOS, also anpassbare Sprach-Befehle, um beispielsweise die Lieblings-Seite zu öffnen oder die Browser-Sitzung zu löschen.

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October 03, 2018 09:25 PM

October 02, 2018

Sören Hentzschel

Mozilla veröffentlicht Firefox 62.0.3

Mozilla hat Firefox 62.0.3 veröffentlicht. Bei Firefox 62.0.3 handelt es sich um ein Sicherheits-Update, zusätzlich werden zwei Probleme für Nutzer von Apple macOS behoben.

Download Mozilla Firefox 62.0.3 für Microsoft Windows, Apple macOS und Linux

Mit dem Update auf Firefox 62.0.3 schließt Mozilla zwei als kritisch eingestufte Sicherheits-Schwachstellen, weswegen das Update für alle Nutzer empfohlen ist. Für Nutzer von Apple macOS kommen noch zwei weitere Korrekturen dazu. Zum einen wurde ein Problem mit der Flash-Sandbox korrigiert, welches die Wiedergabe von DRM-geschützten Flash-Streams verhindern konnte. Das andere korrigierte Problem betrifft ausschließlich Nutzer der ganz aktuell veröffentlichten Version macOS Mojave. Dort konnte es bei verschiedenen Dialog-Fenstern zu einem Einfrieren von Firefox kommen.

Bei Firefox 62.0.3 für Android handelt es sich um ein reines Sicherheits-Updates ohne weitere Bugfixes.

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October 02, 2018 08:55 PM

October 01, 2018

Sören Hentzschel

Mozilla führt Wiederherstellungsschlüssel für Firefox Account ein

Nutzer, welche das Passwort für ihren Firefox Account vergessen haben, konnten dieses bislang zurücksetzen, haben dabei aber serverseitig synchronisierte Daten wie Lesezeichen, Chronik und Passwörter verloren. Mit dem Wiederherstellungsschlüssel führt Mozilla nun eine Möglichkeit ein, bei welcher im Falle eines Passwort-Vergessens keine Daten verloren gehen.

Wer die Synchronisations-Funktion von Firefox nutzt, um von überall aus Zugriff auf Daten wie Lesezeichen, Chronik und Passwörter zu haben, muss sich um die Sicherheit seiner Daten wenig Sorgen machen. Da die Daten bereits clientseitig verschlüsselt werden und sich die Verschlüsselung auch aus dem Passwort des Nutzers ableitet, hat nicht einmal Mozilla Zugriff auf die Daten – und damit selbst bei entsprechender Anfrage auch keine Behörde. Was gut für die Sicherheit der Daten ist, hat aber auch einen Nachteil: Vergisst der Nutzer sein Passwort und muss daher ein neues Passwort festlegen, ändert sich dadurch auch der Schlüssel zum Lesen der Daten und es besteht auf dem Server kein Zugriff mehr auf die Daten. Kurz: Das Vergessen des Passworts bedeutete bisher unter Umständen auch einen Verlust von Daten.

Dass dies nicht optimal ist, liegt auf der Hand. Darum führt Mozilla sogenannte Wiederherstellungsschlüssel ein. Dabei handelt es sich um eine Zeichenkette, bestehend aus Buchstaben und Ziffern. Dieses optionale Feature erlaubt das Zurücksetzen des Passworts, ohne den Zugriff auf die sychronisierten Daten zu verlieren. Einzige Voraussetzung: Der Wiederherstellungsschlüssel muss aktiviert werden, bevor der Nutzer sein Passwort vergisst. Den Wiederherstellungsschlüssel sollte man sich dann notieren und an einem sicheren Ort aufbewahren, so dass man im Notfall darauf zugreifen kann. Jeder Wiederherstellungsschlüssel kann nur einmal genutzt werden. Sobald ein solcher also genutzt worden ist, um sein Passwort zurückzusetzen, muss für den nächsten Notfall ein neuer Wiederherstellungsschlüssel angelegt werden.

Der Wiederherstellungsschlüssel kann auf accounts.firefox.com eingerichtet werden. Die Neuerung wird schrittweise ausgerollt. Wer die entsprechende Option noch nicht sieht, kann ?showAccountRecovery an das Ende der URL hängen, um früher Zugriff auf diese Funktion zu erhalten.

Firefox Account Wiederherstellungsschlüssel

Tipp für noch mehr Sicherheit: Vor wenigen Monaten hat Mozilla eine Zwei-Schritt-Authentifizierung für den Firefox Account eingeführt.

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October 01, 2018 09:39 PM

September 26, 2018

Sören Hentzschel

Mozilla startet neuen Sicherheits-Dienst Firefox Monitor

Mozilla hat seinen neuen Sicherheits-Dienst Firefox Monitor gestartet. Dabei handelt es sich um eine Webseite, welche Nutzer überprüfen lässt, ob diese in der Vergangenheit Opfer von einem Datendiebstahl waren.

Firefox Monitor wurde erstmals im Juni dieses Jahres angekündigt und ist nun offiziell gestartet. Der Dienst ist unter der Domain monitor.firefox.com erreichbar, bislang allerdings nur in englischer Sprache.

Nutzer haben häufig Benutzerkonten auf zahlreichen Webseiten. Die Zahl der Daten-Diebstähle, das heißt, dass jemand Unbefugtes Zugriff auf persönliche Daten und Passwörter erlangt, nimmt dabei immer mehr zu. Mozilla hat eine Partnerschaft mit HaveIBeenPwned.com abgeschlossen, um Firefox Monitor anzubieten. Durch die Eingabe der E-Mail-Adresse kann jeder überprüfen, ob seine E-Mail-Adresse und damit verbunden meist auch andere Daten Teil eines bekannten Datendiebstahls in der Vergangenheit waren.

Firefox Monitor

Firefox Monitor listet Details zu den betroffenen Diensten auf und spricht außerdem Empfehlungen aus, was im Falle eines Datendiebstahls unternommen werden sollte.

Firefox Monitor

Mozilla gibt dem Nutzer außerdem die Möglichkeit, seine E-Mail-Adresse zu hinterlegen, um benachrichtigt zu werden, falls es in der Zukunft zu einem Daten-Diebstahl kommt, von welchem die hinterlegte E-Mail-Adresse betroffen ist.

Firefox Monitor

Zusätzlich soll bald die Ausrollung einer Integration in Firefox beginnen. Dadurch wird der Nutzer gewarnt, sobald er eine Webseite besucht, welche in der Vergangenheit von einem Daten-Diebstahl betroffen war.

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September 26, 2018 06:06 PM

September 25, 2018

Sören Hentzschel

Mozilla veröffentlicht Firefox 62.0.2 für Android

Mozilla hat mit Firefox 62.0.2 ein zweites außerplanmäßiges Update für seinen Android-Browser veröffentlicht.

Download Mozilla Firefox 62.0.2 für Android

Mozilla hat Firefox 62.0.2 für Android veröffentlicht. Genau wie das Update der Desktop-Version behebt auch das Android-Update eine potentielle Sicherheits-Schwachstelle, ein Verbindungs-Problem bei Webseiten mit veralteten TLS-Einstellungen sowie ein Performance-Problem beim Laden von Markern auf Google Maps. Außerdem wurde das Problem behoben, dass die Sharing-Icons im Hauptmenü auf Android 6.0 und neuer zu groß dargestellt werden konnten.

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September 25, 2018 08:28 PM

Mozilla veröffentlicht Firefox 62.0.2 und behebt diverse Probleme

Mozilla hat Firefox 62.0.2 veröffentlicht und behebt damit mehrere Probleme der Vorgängerversion, einschließlich einer Sicherheitslücke.

Download Mozilla Firefox 62.0.2 für Microsoft Windows, Apple macOS und Linux

Nachdem Firefox 62.0.1 ausschließlich für Android erschienen war, steht nun mit Firefox 62.0.2 ein erstes außerplanmäßiges Update für die Desktop-Version von Firefox 62 zum Download bereit. Mit dem Update behebt Mozilla eine potentielle Sicherheits-Schwachstelle. Diese Schwachstelle konnte gleichzeitig einen Absturz bei Programm-Start auslösen, wenn zwischen Release- und Nightly-Versionen gewechselt und dabei dasselbe Firefox-Profil verwendet worden ist.

Einige Nutzer der Sicherheits-Software Avast / AVG hatten das Problem, dass Firefox plötzlich nicht mehr startete und nur noch ein gelbes Fenster mit roter Schrift anzeigte. Grund hierfür war, dass Avast / AVG einfach die Sprachpakete der Nutzer entfernt hat. Normalerweise sollte Firefox in diesem Fall aber trotzdem starten und die englische Sprache nutzen. Allerdings gab es in Firefox 62 ein Problem in Zusammenhang mit der Fallback-Sprache, weswegen dies nicht funktionierte. Ein ähnliches Problem gab es mit den speziellen Firefox-Builds von Acer, bei denen die Aktualisierung der Sprachpakete nicht korrekt erfolgte und dieses Ergebnis hatte. Ein weiteres Problem mit Sprachpaketen: bei Verwendung von Sprachpaketen konnten entfernte Suchmaschinen nach einem Update plötzlich wieder erscheinen. Alle diese Probleme wurden mit dem Update auf Firefox 62.0.2 behoben.

Behoben wurde außerdem ein Problem, welches verursachte, dass die URLs unbesuchter Lesezeichen in der Adressleiste nicht vervollständigt wurden, sowie ein mögliches Darstellungsproblem bei Verwendung von WebGL. Auch wurde ein Performance-Problem behoben, welches das Laden von Markern auf Google Maps negativ beeinflussen konnte.

Wurde auf Windows-Systemen der Stub Installer genutzt, um bei einer Neuinstallation das Firefox-Profil zu erneuern, wurde Firefox nach der Neu-Installation nicht automatisch gestartet. Ein weiteres Problem, welches nur Windows-Nutzer betroffen hat, hat den Neustart von Firefox betroffen: Firefox hatte sich unter Umständen nicht die korrekte Größe und Position gemerkt.

Schließlich wurde noch ein Verbindungs-Problem (SSL_ERROR_NO_CYPHER_OVERLAP) auf manchen Webseiten behoben, deren Server eine veraltete TLS-Konfiguration einsetzt, sowie auf Apple macOS ein Problem mit dem Screensharing, wenn mehr als ein Bildschirm eingesetzt wird.

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September 25, 2018 08:00 PM

September 19, 2018

Sören Hentzschel

Avast / AVG macht Firefox-Installationen unbenutzbar

Sogenannte Sicherheits-Softwares sind höchst umstritten, da sie häufig Probleme verursachen. Ein aktuelles Beispiel ist Avast / AVG. Deren Sicherheits-Software legt aktuell Nutzern nicht nur die Entfernung einer offiziellen System-Erweiterung von Mozilla nahe, auch werden Sprachpakete gelöscht, wodurch Firefox-Installationen unbenutzbar werden.

Sicherheits-Software kommt mit einem Versprechen: Sie sollen die Sicherheit der Nutzer verbessern. Doch schießt diese Art von Software dabei immer häufiger über das Ziel hinaus. So bietet beispielsweise fast jeder Hersteller eine Funktion an, welche auf einen Namen wie HTTPS-Scanning oder ähnlich hört, und damit die sicheren HTTPS-Verbindungen des Browsers in Manier einer Schadsoftware (es handelt sich dabei de facto um Man-in-the-Middle-Angriffe!), unterbricht. Tatsächlich ist diese Funktion sogenannter „Sicherheits“-Software nicht nur schlecht für die Sicherheit, sondern sorgt viel zu häufig sogar dafür, dass Firefox-Nutzer überhaupt keine Seiten über HTTPS mehr aufrufen können. Browser-Foren sind voll mit Themen zu diesem Problem. Auch konnten im Rahmen von Googles Project Zero in der Vergangenheit immer wieder schwerwiegende Sicherheits-Defizite in den Softwares praktisch aller großen Namen nachgewiesen werden. Nicht zuletzt haben auch Firefox-Abstürze nicht selten ihre Ursache in dieser Art von Software.

Aktuell macht vor allem Avast / AVG Ärger, und das gleich in zweifacher Weise. Sogenannte System-Erweiterungen sind ein integraler Bestandteil von Firefox, welcher sich dadurch von Core-Funktionalität unterscheidet, dass die System-Erweiterungen unabhängig von Firefox ausgeliefert und aktualisiert werden können. Eine solche System-Erweiterung, die ganz offiziell von Mozilla kommt, hört auf den Namen Telemetry Coverage. Avast / AVG rät seinen Nutzern, diese wegen angeblich schlechter Reputation zu entfernen. Ein Wunder, dass Avast nicht empfiehlt, Firefox gleich komplett zu deinstallieren, könnte man meinen, wo doch Firefox als Ganzes ein Produkt von Mozilla ist und nicht nur diese System-Erweiterung. Bereits in der Vergangenheit ist Avast dadurch aufgefallen, Nutzern zur Entfernung offizieller System-Erweiterungen von Firefox zu raten. Dies hängt also nicht speziell mit dieser einen System-Erweiterung zusammen.

Während der Schaden in diesem Fall gering erscheint, ist der Schaden in einem anderen Fall umso größer. Avast / AVG löscht Sprachpakete von Firefox-Installationen. Die Folge ist in Kombination mit einem Fehler in Firefox 62, welcher die Verwendung der Fallback-Sprache betrifft, verheerend: Firefox zeigt nur noch ein gelbes Fenster mit <window id=“main-window“ in roter Schrift an und kann nicht länger benutzt werden. Wer von diesem Problem betroffen ist, sollte Firefox in der gewünschten Sprache neu installieren – und sich überlegen, ob Avast / AVG wirklich eine Daseinsberechtigung auf seinem System besitzt. Nutzer von Windows zum Beispiel haben mit dem Windows Defender eine deutlich bessere und dazu kostenlose Alternative, welche besser schützt und keine Probleme verursacht.

Avast / Firefox
Bildquelle. Bugzilla@Mozilla

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September 19, 2018 09:31 PM

Programmiersprache: Rust 1.29 steht bereit

Kurz notiert: Rust ist eine Programmiersprache, in welcher die ebenfalls sich in Entwicklung befindliche neue Rendering-Engine von Mozilla geschrieben wird, die auf den Namen Servo hört. Mittlerweile steht Rust 1.29 bereit.

Für die Programmiersprache Rust, in welcher auch Mozillas Servo-Engine entwickelt wird, ist ein Release-Zyklus von sechs Wochen vorgesehen. Seit kurzem steht Rust 1.29 bereit. Wer sich für alle Highlights der neuen Version interessiert, findet wie immer in der offiziellen Release-Ankündigung weitere Informationen.

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September 19, 2018 08:38 PM

September 18, 2018

Sören Hentzschel

Mozilla veröffentlicht neuen Browser Firefox Reality 1.0

Mozilla hat heute die erste Version von Firefox Reality veröffentlicht, dem ersten plattformübergreifenden Browser speziell für Virtual, Augemented und Mixed Reality.

Themen wie Virtual Reality, Augemented Reality und Mixed Reality werden uns in den nächsten Jahren noch viel beschäftigen. Längst handelt es sich dabei nicht mehr nur um einen technologischen Trend. Mozilla war bei diesem Thema von Anfang an vorderster Front dabei: Firefox 55 war der erste Desktop-Browser mit Unterstützung für Virtuelle Realität, mit A-Frame bietet Mozilla ein beliebtes Framework für Virtuelle Realität an, welches über zehn Millionen Mal pro Monat genutzt wird, und mit dem WebXR Viewer gibt es von Mozilla eine App für Apple iOS zum Betrachten von Mixed Reality-Inhalten.

Nach der initialen Ankündigung von Firefox Reality im April dieses Jahres steht nun Firefox Reality 1.0 für das HTC Vive, Oculus Rift sowie Google Daydream in den jeweiligen App-Stores zum Download bereit. Bei Firefox Reality handelt es sich um einen eigenen Browser speziell für Virtual, Augmented und Mixed Reality, der von Technologien aus Firefox Quantum und Mozillas Next-Generation-Engine Servo profitiert und natürlich dem gleichen Privatsphäre-Standard folgen soll, den man von Mozilla und Firefox kennt und erwartet.

Wie die bereits bekannten Firefox-Produkte bietet auch Firefox Reality einen privaten Modus an, welcher keine Daten zurücklässt. Da Text-Eingaben in der virtuellen Realität immer noch mühsam sind, ermöglicht Firefox Reality die Text-Eingabe optional auch per Sprache. Und beim Start begrüßt einen Firefox Reality mit einer Sammlung an Videos, Spielen und weiteren VR-Inhalten, welche es dem Anwender ermöglichen, neue VR-Inhalte kennenzulernen und direkt aufzurufen.

Das alles soll erst der Anfang sein. Man habe eine ständig wachsende Liste an Ideen und Funktionen und keinen geringeren Anspruch, als Firefox Reality zum besten Browser für Mixed Reality zu machen. Lesezeichen, 360°-Videos sowie Benutzerkonten werden als Funktionen genannt, welche Mozilla in den nächsten Monaten, neben weiteren Dingen, ergänzen möchte.

Firefox Reality

Firefox Reality

Firefox Reality

Original-Video aufrufen

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September 18, 2018 08:50 PM

September 13, 2018

Sören Hentzschel

Mozilla aktiviert WebRender standardmäßig in Firefox Nightly

Der aus dem Servo-Projekt stammende WebRender soll die Grafikkarte stärker als bisher einbeziehen und so für eine deutlich verbesserte Firefox-Performance sorgen. Bei der Entwicklung von WebRender hat Mozilla nun den nächsten wichtigen Meilenstein erreicht und WebRender für alle qualifizierten Nutzer standardmäßig in Firefox Nightly aktiviert.

WebRender stammt wie die mit Firefox 57 eingeführte CSS-Engine Stylo ebenfalls aus Mozillas Next-Generation-Engine Servo und ist in der Programmiersprache Rust geschrieben. Es handelt sich bei WebRender um einen Renderer für Webseiten-Inhalte, welcher unter stärkerer Einbeziehung der Grafikkarte als bisher im Grunde wie eine Spiele-Engine arbeitet, aber für das Rendering von Web-Content optimiert ist und dadurch große Performance-Vorteile liefern soll.

Vor knapp zwei Monaten hatte Mozilla bereits WebRender für einen Teil der qualifizierten Nutzer in der Nightly-Version von Firefox aktiviert. Das Ganze erfolgte als sogenannte Shield-Studie über einen festgelegten Zeitraum, wobei die Aktivierung nur auf 50 Prozent der qualifizierten Systeme erfolgte, während die anderen 50 Prozent als Kontrollgruppe dienten.

Nun hat Mozilla alle notwendigen Abhängigkeiten implementiert und WebRender standardmäßig sowie dauerhaft für alle Nutzer aktiviert, welche die Voraussetzungen erfüllen. Neben der Nutzung einer Nightly-Version von Firefox wird Windows 10 als Betriebssystem voraussgesetzt sowie die Verwendung einer halbwegs modernen Grafikkarte von Nvidia, ältere Nvidia-Grafikkarten werden bisher nicht unterstützt. Außerdem ist WebRender derzeit noch deaktiviert, wenn ein Notebook im Akku-Betrieb eingesetzt wird und nicht an der Steckdose angeschlossen ist.

Desktop-Computer mit Windows 10 und einer Grafikkarte von Nvidia machen ca. vier Prozent der Gesamt-Population aller Firefox-Nutzer aus. Dabei handelt es sich um exakt die Zielgruppe, für welche Mozilla eine standardmäßige Aktivierung von WebRender in einer Beta-Version von Firefox 64 anpeilt. Die Abhängigkeiten für eine Aktivierung in Firefox Beta lassen sich hier finden. In späteren Firefox-Versionen soll WebRender natürlich auch für weitere Betriebssysteme und weitere Grafikkarten aktiviert werden.

Es gilt weiterhin, dass WebRender erst in Nightly-Versionen von Firefox aktiviert ist und daher noch einen entsprechenden Weg vor sich hat. Stabilität sowie die korrekte Darstellung von Webseiten hatten bisher höchste Priorität. Es ist davon auszugehen, dass WebRender noch nicht sein volles Performance-Potential ausspielt.

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September 13, 2018 10:58 AM

September 11, 2018

Sören Hentzschel

Mozilla veröffentlicht Firefox 62.0.1 für Android

Mozilla hat mit Firefox 62.0.1 ein erstes außerplanmäßiges Update für seinen Android-Browser veröffentlicht. Dieses behebt ein Problem mit Firefox 62 für Android.

Download Mozilla Firefox 62.0.1 für Android

Nur kurz nach Veröffentlichung von Firefox 62 für Android hat Mozilla ein Bugfix-Update auf Firefox 62.0.1 nachgelegt. Dieses behebt eine mögliche Absturzursache in Zusammenhang mit WebGL-Inhalten auf Webseiten. Weitere Neuerungen beinhaltet das Update nicht. Für die Desktop-Version gibt es kein Update auf Firefox 62.0.1, dort wird in den nächsten Tagen ein Update auf Firefox 62.0.2 erscheinen.

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September 11, 2018 08:52 PM

September 07, 2018

Sören Hentzschel

Die Neuerungen von Firefox 62 für Android

Nicht nur für Windows, Apple macOS und Linux ist Firefox 62 in dieser Woche erschienen, auch hat Mozilla Firefox 62 für Android veröffentlicht. Dieser Artikel fasst die wichtigsten Neuerungen zusammen.

Download Mozilla Firefox 62.0 für Android

Neben der Desktop-Version von Firefox 62 hat Mozilla auch Firefox für Android auf Version 62 aktualisiert. Die automatische Aktualisierung über den Play Store erfolgt wie immer schrittweise.

Verbesserte Performance

Das Konzept Race Cache With Network (RCWN) beschleunigt die Ladezeiten von Webseiten, indem Firefox parallel eine Anfrage an das Netzwerk sendet, wenn Firefox merkt, dass der Zugriff auch den Cache langsam ist, und dann die Ressource aus der Quelle nutzt, welche zuerst ein Ergebnis liefert. Mozilla hat RCWN bereits in der Desktop-Version von Firefox 59 ausgeliefert, die Android-Version zieht jetzt mit Firefox 62 nach. Außerdem wurde die Scrolling-Performance verbessert.

Sonstige Neuerungen

In den Firefox-Einstellungen im Abschnitt „Benachrichtigungen“ gibt es eine neue Option „Tipps zu Produkten und Funktionen“. Bisher konnten solche Benachrichtigungen nur auf Android-Ebene deaktiviert werden, nun kann der Firefox-Nutzer dies auch innerhalb von Firefox.

Für eine verbesserte Web-Kompatibilität nutzt Firefox für Android ab sofort Roboto anstelle von Clear Sans als Schriftart, wenn im CSS einer Webseite sans-serif angegeben ist. Ein Problem mit WebRTC Video-Sitzungen zwischen der Android-Version von Firefox und Safari wurde behoben. Außerdem wurden diverse Sicherheitslücken geschlossen.

Die Ruhe vor dem Sturm

Wer sich über die geringe Anzahl an sichtbaren Neuerungen wundert: Firefox für Android befindet sich derzeit in einer einer ruhigeren Entwicklungs-Phase, während Mozilla im Hintergrund an einem großen Neustart seines Android-Browsers arbeitet. Nichtsdestominder ist natürlich auch dieses Update wieder aus Gründen der Sicherheit und Web-Kompatibilität wichtig.

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September 07, 2018 09:21 PM

September 05, 2018

SeaMonkey-Neuigkeiten

Inoffizielles SeaMonkey 2.53 von Nutzer wg9s

Blogpost in englischer SpracheNutzer sg9s bietet einige aktuelle SeaMonkey Builds auf seiner Internetseite zum Download an:  SeaMonkey 2.49  | SeaMonkey 2.53  | SeaMonkey 2.57 | SeaMonkey trunk, alle für WINDOWS und Linux.

Ich teste derzeit: unzipped installer of unofficial (by wg9s) en-US SeaMonkey 2.53 (NT 6.1; Win64; x64; rv:56.0) Gecko/20100101 Firefox/56.0 Build 20180902143701 (Default Classic Theme, German Language Pack active) on German WIN7 64bit.

Ergebnisse aus Gründen der Arbeitsersparnis nur auf Englisch!

September 05, 2018 07:08 AM

September 04, 2018

Sören Hentzschel

Mozilla veröffentlicht Firefox 62 – die Neuerungen

Mozilla wird heute Firefox 62 veröffentlichen. Auch Firefox 62 ist wieder randvoll gefüllt mit Neuerungen. Dieser Artikel fast die wichtigsten Neuerungen zusammen.

Download Mozilla Firefox für Microsoft Windows, Apple macOS und Linux

Mehr Sicherheit für Firefox-Nutzer

Geschlossene Sicherheitslücken

Auch in Firefox 62 hat Mozilla wieder zahlreiche Sicherheitslücken geschlossen, worunter auch einige sind, welche von Mozilla als besonders kritisch eingestuft werden. Alleine aus Gründen der Sicherheit ist ein Update auf Firefox 62 daher für alle Nutzer dringend empfohlen.

Schutz vor Tracking wird mehr in den Vordergrund gestellt

Einen Schutz vor Tracking durch Webseiten besitzt Firefox bereits seit einiger Zeit. Mit Firefox 62 stellt Mozilla diesen mehr in den Vordergrund, indem ein Schalter zum Aktivieren respektive Deaktivieren in das Hauptmenü integriert worden ist.

Bei deaktiviertem Tracking-Schutz wird außerdem nun auch bei Klick auf das Info-Symbol in der Adressleiste auf den vorhandenen Tracking-Schutz hingewiesen und auf die Einstellungs-Seite verlinkt. Bisher wurde bei deaktiviertem Tracking-Schutz an dieser Stelle der Tracking-Schutz nicht einmal erwähnt.

Ebenfalls neu an dieser Stelle: eine Schaltfläche, über welche ohne Umwege alle Cookies und Websitedaten gelöscht werden können, welche zur Domain des aktiven Tabs gehören.

Firefox 62

Dies ist nur der Anfang einer größer angelegten Initiative, die Nutzer vor Tracking zu schützen. Firefox-Nutzer können in den nächsten Monaten noch einiges mehr erwarten.

Noch mehr Anpassungsmöglichkeiten für die Firefox-Startseite

Die Firefox-Startseite, welche auch standardmäßig beim Öffnen eines neuen Tabs erscheint, zeichnet sich durch unzählige Anpassungsmöglichkeiten aus. Auch in Firefox 62 kamen wieder kleinere Verbesserungen. So konnte bisher bereits festgelegt werden, ob es eine oder zwei Zeilen im Abschnitt „Wichtige Seiten“ geben soll, hier können nun bis zu vier Zeilen eingestellt werden. Im Bereich „Überblick“ gab es bislang überhaupt keine Konfigurationsmöglichkeit bezüglich der Zeilen. Auch hier kann nun zwischen einer bis vier Zeilen gewählt werden. Gleiches gilt für die Pocket-Highlights.

Firefox 62

Verbesserungen der Suche auf Firefox-Startseite

Ein paar der Kacheln mit den meistbesuchten Webseiten sind auf der Firefox-Startseite bei Installation von Firefox bereits vorbelegt. Mit Firefox 62 kommt standardmäßig eine Kachel von Google dazu – Google ist bekanntermaßen auch die Standard-Suchmaschine von Firefox – und die bereits vorhandene Kachel von Amazon wird geändert. Beide Kacheln fallen dadurch auf, dass sie zusätzlich zum Seiten-Logo auch eine Lupe in der Kachel haben.

Per Klick auf eine dieser speziellen Kacheln öffnet nicht etwa die Webseite von Google oder Amazon. Stattdessen springt der Cursor in die Adressleiste, wo bereits @google respektive @amazon vorausgefüllt ist. Der Nutzer muss also nur noch den Suchbegriff eingeben und kann auf diese Weise direkt auf der gewählten Webseite suchen. Die speziellen Schlüsselwörter @google und @amazon sind in der Adressleiste besonders hervorgehoben und funktionieren auch unabhängig vom neuen Tab, indem sie direkt in die Adressleiste eingegeben werden, wenn auf der jeweiligen Webseite gesucht werden soll. Die speziellen Schlüsselwörter funktionieren zusätzlich zu den Schlüsselwörtern, die der Nutzer für jede installierte Suchmaschine in den Firefox-Einstellungen festlegen kann.

Firefox 62 Such-Kacheln

Wie alle anderen Kacheln kann der Nutzer selbstverständlich auch diese Kacheln ganz einfach entfernen. Auch ist es möglich, diese neuen Such-Kacheln zusätzlich für DuckDuckGo, Bing, Wikipedia sowie eBay zu aktivieren.

Firefox 62 Such-Kacheln

Firefox 62 Such-Kacheln

Diese Änderung wird schrittweise an die Nutzer ausgerollt.

Eine weitere Neuerung betrifft das Suchfeld. Da das Suchfeld immer  ganz oben auf der Firefox-Startseite ist, ist dieses bislang verschwunden, wenn es mehr Inhalt auf der Seite gab und man gescrollt hat. Ab Firefox 62 ist das Suchfeld, welches nun auch etwas höher ist, fix am oberen Fensterrand positioniert, wenn man auf der Firefox-Startseite scrollt.

Firefox 62 Suchfeld

Firefox bietet nach Abmeldung von Firefox Sync Löschen der Daten an

Dank Synchronisationsmöglichkeit können Firefox-Nutzer ihre Chronik, Lesezeichen und mehr auf verschiedenen Geräten gleichzeitig nutzen. Nach Angaben von Mozilla haben einige Firefox-Nutzer die Erwartung, dass eine Abmeldung von Firefox Sync gleichbedeutend damit ist, dass Daten wie Chronik und Lesezeichen anschließend auch aus Firefox gelöscht werden. Wer sich auf einem Gerät von Firefox Sync wieder abmeldet, wird daher ab Firefox 62 gefragt, ob die lokalen Daten gelöscht werden sollen.

Firefox 62

Von den Sync-Servern werden die Daten dabei nicht gelöscht, wie auch in dem neuen Abmelde-Dialog klar kommuniziert wird. Wer das tun will, kann dies über accounts.firefox.com machen. Von dort aus können übrigens sämtliche Geräte von Firefox Sync getrennt werden, die derzeit verbunden sind, ohne dass man das entsprechende Gerät dafür bei sich haben muss.

Tipp: für mehr Sicherheit lässt sich auch eine Zwei-Schritt-Authentifizierung für Firefox Sync aktivieren.

Dialog zum Speichern von Lesezeichen verbessert

Den Dialog zum Speichern von Lesezeichen hat Mozilla visuell verbessert. Hier wird nun zusätzlich ein Vorschaubild sowie das Favicon der Webseite angezeigt, welche als Lesezeichen gespeichert werden soll.

Firefox 62

Verbesserungen für Firefox-Erweiterungen (WebExtensions)

Auch für Entwickler von WebExtensions gibt es wieder einige neue APIs und Verbesserungen bestehender APIs. Zwar gibt es, an der Menge gemessen, dieses Mal etwas weniger Neuerungen an der WebExtension-Front, das bedeutet aber nicht den Anfang eines Trends. Ganz im Gegenteil: Die nächste Firefox-Version, Firefox 63, wird aus WebExtension-Sicht der größte Release seit Firefox Quantum (Version 57) werden.

Neu in Firefox 62: Die Einstellungen von Erweiterungen, welche ein Symbol in die Navigations-Symbolleiste oder Adressleiste hinzufügen, können nun auch per Kontextmenü erreicht werden (Rechtsklick → Erweiterung verwalten).

Versteckte Tabs, eine mit Firefox 61 für Erweiterungen neu eingeführte Möglichkeit, lassen sich nun auch über das Pfeil-Menü in der Tab-Leiste erreichen. Auch das Chronik-Menü wurde um einen Zugangspunkt für versteckte Tabs erweitert.

Für Sidebars gibt es eine neue Option, welche festlegt, ob die Sidebar nach Installation der Erweiterung automatisch aktiviert werden soll oder nicht, bisher war dies immer der Fall. Weiter können WebExtensions nun Details von TLS-Zertikaten auslesen, was neue Sicherheits-Erweiterungen ermöglicht. Eigenschaften von Symbolen in der Navigations-Symbolleiste, wie Titel, Badge oder Popup können jetzt auch auf einer Pro-Fenster-Basis festgelegt werden. WebExtension-Themes können ab sofort auch die Farbe der Tab-Separatoren festlegen. Außerdem wird nicht länger die „theme“-Berechtigung benötigt, um das aktuell verwendete Design auszulesen. Das bedeutet, dass Erweiterungen nicht länger eine Berechtigung benötigen, wenn sie nur ihr eigenes Design an das vom Nutzer verwendete Firefox-Design anpassen wollen. Dazu kommen noch diverse andere kleine Verbesserungen.

Verbesserungen der Webplattform

Unterstützung für variable Schriften

Variable Schriften sind eine neue Technologie, welche große Vorteile bei der Verwendung von Schrift auf Webseiten bringt. Unterschiedliche Schriftbilder wie fette oder kursive Schrift benötigen bisher separate Schriftdateien, womit die Verwendung von Schriftarten immer ein Balance-Akt zwischen Darstellung und Webseiten-Performance war, da natürlich die Ladezeit der Webseite darunter leidet, je mehr Schriftarten geladen werden. Variable Schriften hingegen beinhalten zusätzliche Daten, welche die Generierung verschiedener Stile zur Laufzeit mit nur einer Schrift-Datei ermöglichen.

Mit Firefox 62 bekommt Firefox die Unterstützung für variable Schriften. Mit Firefox 63 werden die Entwickler-Werkzeuge um Funktionen für variable Schriften erweitert werden.

Sonstige Verbesserungen der Web-Plattform

Das CSS-Pseudoelement ::selection ist jetzt auch ohne -moz-Präfix verfügbar. Array.prototype.flat() und Array.prototype.flatMap() sind nun standardmäßig aktiviert. Navigator.registerProtocolHandler() ist nur noch in einem sicheren Kontext (z.B. HTTPS) ausführbar, die Unterstützung für navigator.registerContentHandler() wurde deaktiviert. Die Einstellung media.autoplay.enabled in about:config kontrolliert nun auch Audio-Elemente und nicht länger nur Video-Elemente.

Weitere Informationen zu Verbesserungen der Web-Plattform in Firefox 62 finden sich in den MDN web docs.

Neuerungen für Webentwickler

Inspektor-Werkzeug nun dreispaltig

Das Inspektor-Werkzeug hat standardmäßig nun drei statt nur zwei Spalten. Konkret wurde das Regeln-Panel aus der zweiten Spalte in eine eigene Spalte ausgelagert, was das Leben von Entwicklern vereinfacht, da man die Regeln nun parallel zum Box-Modell, den berechneten Werten oder Schriftarten offen haben kann. Per Schaltfläche kann aber jederzeit wieder zur zweispaltigen Ansicht gewechselt werden.

Firefox 62

CSS Shape Editor

Ein neuer CSS Shape Editor erlaubt die visuelle Bearbeitung von Shapes für die Verwendung in clip-path und shape-outside. Eine ausführliche Beschreibung zur Verwendung dieses Tools gibt es in den MDN web docs.

Firefox 62

Graphical Command Line Interface entfernt

Mittels Shift + F2 konnte bisher das sogenannte Graphical Command Line Interface, kurz: GCLI, aktiviert werden. Dabei handelte es sich um eine Art Kommandozeile, über welche bestimmte Kommandos ausgeführt werden konnten. Dieses Werkzeug wurde jedoch kaum genutzt, manche Optionen haben außerdem schon gar nicht mehr funktioniert. Aber mit der Entfernung des GCLI sind nicht alle Optionen verschwunden. So wurde für den Neustart des Browsers stattdessen ein Shortcut implementiert, welcher über die Browserkonsole ausgeführt werden kann (Strg + Alt + R), das Screenshot-Kommando steht nun mit diversen Parametern als „:screenshot“ in der Webkonsole zur Verfügung.

Sonstige Neuerungen für Webentwickler

Zu den Optionen, die Entwicklerwerkzeuge unten (Standard), am rechten Fensterrand oder in einem eigenen Fenster anzuzeigen, gibt es nun auch die Möglichkeit, die Entwicklerwerkzeuge am linken Fensterrand anzuzeigen. Die Split-Konsole (welche bei aktivierten Entwicklerwerkzeugen durch Drücken von ESC geöffnet wird) besitzt nun eine Schließen-Schaltfläche, so dass sie auch dann geschlossen werden kann, wenn man diese versehentlich geöffnet hat und nicht weiß, wie man sie wieder schließt. Im Cookie-Tab des Netzwerk-Panels wird jetzt auch das samesite-Attribut angezeigt.

Verbesserungen gab es auch beim CSS Grid Editor und beim in Firefox 61 neu eingeführten Werkzeug für Barrierefreiheit. Außerdem funktioniert der Responsive Design Modus nun auch in Tab-Umgebungen.

Weitere Informationen zu Änderungen für Webentwickler in Firefox 62 finden sich in den MDN web docs.

Neue Enterprise Policies

Mit Firefox 60 hat Mozilla die sogenannte Enterprise Policy Engine eingeführt, welche vor allem Unternehmen eine einfache Anpassung von Firefox via GPO (Windows) oder eine policies.json-Datei (alle Betriebssysteme) erlaubt.

Die folgenden Möglichkeiten, welche bereits seit Firefox ESR 60.o unterstützt worden sind, werden nun auch in der Mainstream-Version von Firefox unterstützt: Startseite festlegen, Anzeige einer separaten Suchleiste, Erweiterungen installieren, deinstallieren oder sperren, Webseiten blockieren, integrierte Authentifizierung konfigurieren, Firefox-Updates deaktivieren, Installation und Updates von System-Erweiterungen deaktivieren, Telemetrie deaktivieren, Seite überschreiben, die beim ersten Start erscheint, Seite mit den Neuerungen überschreiben, die nach einem Update erscheinen kann.

Die folgenden Möglichkeiten sind ganz neu dazu gekommen und werden ab Firefox 62 sowie Firefox ESR 60.2 unterstützt: Berechtigungen für Standort, Kamera, Mikrofon und Benachrichtigungen konfigurieren, Abweichende Server-URL für Firefox-Aktualisierungen, Hardwarebeschleunigung deaktivieren.

Tipp: Mit dem Enterprise Policy Generator wird die Konfiguration von Firefox zum Kinderspiel. Die vor wenigen Tagen erschienene Version 4.0 ist bereits für Firefox 62 sowie Firefox ESR 60.2 angepasst und macht das Finden der gesuchten Optionen noch einfacher.

Sandboxing für AutoConfig

Eine weitere Option im Unternehmens-Umfeld hört auf die Bezeichnung AutoConfig. Darüber können sämtliche Einstellungen verändert werden, welche auch über about:config erreicht werden können. Bisher war hierüber auch Scripting möglich, weswegen AutoConfig auch die Grundlage für sogenannte User-Scripts war. Mit dem mit Firefox 62 eingeführten Sandboxing kann nur noch die dokumentierte API genutzt werden, User-Scripts sind damit nicht mehr möglich. Das AutoConfig-Sandboxing existiert nur in stabilen Firefox-Versionen, nicht in Firefox ESR und auch nicht in Vorab-Versionen von Firefox.

Feld für Lesezeichen-Beschreibungen entfernt

Das Feld für Lesezeichen-Beschreibungen in der Bibliothek wurde entfernt. Diese Funktion wurde in der Vergangenheit nur von einem Bruchteil der Nutzer genutzt, hatte aber negative Performance-Auswirkungen für alle Nutzer. Nutzer, welche diese Funktion genutzt haben, können die Beschreibungen immer noch über einen Export der Lesezeichen als HTML oder JSON sichern. In Firefox 62 wurde nur das sichtbare Feld zum Bearbeiten entfernt, um Nutzern eine Gelegenheit zur Sicherung zu geben. Die Beschreibungen selbst werden dann mit einem der kommenden Updates gelöscht werden.

Optionale Features

Multi-Tab-Management

Bislang kann immer nur maximal ein Tab gleichzeitig verschoben oder geschlossen werden. Mozilla arbeitet an einer neuen Fähigkeit für Firefox, welche es erlaubt, mit mehreren Tabs gleichzeitig zu interagieren. In Firefox 62 ist das Multi-Tab-Management noch nicht fertig, lässt sich aber bereits aktivieren und teilweise testen. Dazu muss über about:config der Schalter browser.tabs.multiselect per Doppelklick auf true gesetzt werden. Dann können mehrere Tabs mit gedrückter Strg-Taste (macOS: Cmd) markiert und per Kontextmenü gleichzeitig zum Beispiel geschlossen oder stumm geschaltet werden. Eine standardmäßige Unterstützung ist derzeit für Firefox 64 geplant.

Sonstige Neuerungen in Firefox 62

Mozilla hat die Algorithmen für Vorschläge in der Adressleiste verbessert. Updates von System-Erweiterungen sind nicht länger an Firefox-Updates gekoppelt und können unabhängig voneinander deaktiviert werden. Defekte favicons.sqlite-Datenbanken kann Firefox nun erkennen und ggfs. durch Neu-Generierung reparieren. Die Flash-Sandbox unter Windows wurde um ein Level verschärft. Für Apple macOS wurde eine erste Version der Flash-Sandbox implementiert. In den Firefox-Einstellungen bei den gespeicherten Webseiten-Daten werden in der Spalte für „zuletzt verwendet“ relative Zeitangaben (z.B. „vor 34 Minuten“) verwendet. Die Performance vom Verschieben und Kopieren von Lesezeichen wurde erheblich verbessert. Außerdem wurde ein Problem mit Animationen auf Webseiten behoben, welches zu einer erhöhten CPU-Auslastung führen konnte. Schließlich wurde die Voraussetzung geschaffen, um Lightweight Themes zu neuen WebExtension-Themes aktualisieren zu können.

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September 04, 2018 11:01 PM

September 01, 2018

Sören Hentzschel

Firefox: Enterprise Policy Generator 4.0 veröffentlicht

Der Enterprise Policy Generator richtet sich an Administratoren von Unternehmen und Organisationen, welche Firefox konfigurieren wollen. Damit löst die Erweiterung den bekannten CCK2 Wizard in der Ära Firefox Quantum ab. Die neue Version 4.0 macht es noch einfacher, die Einstellungen zu finden, die man sucht.

Enterprise Policy Generator

Download Enterprise Policy Generator für Firefox

Mit Firefox 60 und Firefox ESR 60 hat Mozilla die sogenannte Enterprise Policy Engine eingeführt. Die Enterprise Policy Engine erlaubt es Administratoren, Firefox über eine Konfigurationsdatei zu konfigurieren. Der Vorteil dieser Konfigurationsdatei gegenüber Group Policy Objects (GPO) ist, dass diese Methode nicht nur auf Windows, sondern plattformübergreifend auf Windows, Apple macOS sowie Linux funktioniert.

Zwar steht diese Erweiterung in keiner direkten Verbindung zum bekannten CCK2 Wizard, teilt aber die grundlegende Idee vom CCK2 Wizard, welcher in Firefox Quantum nicht mehr funktioniert. Der Enterprise Policy Generator wurde als Nachfolger vom CCK2 Wizard konzipiert – nur eben für Firefox Quantum und Enterprise Policies. Die Firefox-Erweiterung hilft bei der Zusammenstellung der sogenannten Enterprise Policies, so dass kein tiefergehendes Studium der Dokumentation und aller möglichen Optionen notwendig ist und sich Administratoren die gewünschten Enterprise Policies einfach zusammenklicken können. Mehr Informationen gibt es auf der Info-Seite zum Enterprise Policy Generator.

Neuerungen Enterprise Policy Generator 4.0.0

Filter-Funktion zum Finden der gesuchten Einstellungen

Der Enterprise Policy Generator unterstützt bereits zahlreiche Enterprise Policies und alle paar Wochen kommen weitere dazu. Entsprechend kann es mit der Zeit immer schwieriger werden, die gesuchten Einstellungen zu finden. Abhilfe schafft ein neues Filter-Feld im Kopfbereich der Erweiterungs-Oberfläche. Sämtliche Optionen, welche der Enterprise Policy Generator anbietet, werden während der Eingabe umgehend gefiltert, ohne dass die Eingabe durch Drücken der Enter-Taste bestätigt werden müsste. Kategorien, welche nach der Filterung leer sind, werden vollständig ausgeblendet. Es werden sowohl die Beschreibungen der Enterprise Policies durchsucht als auch der interne Policy-Name.

Beispiel: Um Enterprise Policies zu finden, die etwas blockieren, könnte ganz einfach „block“ in das Filter-Feld eingegeben werden. Gefunden werden die vier Enterprise Policies im Abschnitt „Zugang blockieren“, über welche der Zugriff auf diverse about:-Seiten blockiert werden kann, und im Abschnitt „Netzwerk“ die Option, bestimmte Webseiten zu blockieren. Es wird aber auch im Abschnitt „Sonstiges“ die Policy „Die Verwendung von Pop-ups erlauben oder verbieten“ gefunden, obwohl in der Beschreibung die Zeichenkette „block“ nicht vorkommt, weil der interne Name dieser Policy, wie er später in der Datei policies.json stehen wird, „PopupBlocking“ lautet.

Enterprise Policy Generator 4.0

Enterprise Policy Generator 4.0

Neue Enterprise Policies

Mit dem Update auf Version 4.0.0 gab es auch einige Anpassungen der unterstützen Enterprise Policies. Die Policy, um Webseiten das Setzen von Cookies zu erlauben oder zu verbieten, wurde um eine Option zum Blockieren von Tracking-Cookies erweitert. Die neue Option steht ab Firefox 63 zur Verfügung.

Die folgenden Policies stehen zusätzlich zu Firefox ESR 60.0 nun auch ab Firefox 62 und nicht erst ab Firefox 63 zur Verfügung: Telemetrie deaktivieren, Startseite festlegen, Anzeige der separaten Suchleiste, Erweiterungen installieren oder deinstallieren, Aufruf bestimmter Webseiten verhindern, Integrierte Authentifizierung, Überschreiben der Seite beim ersten Browser-Start sowie Überschreiben der Seite nach einem Update.

Die folgenden Policies, welche bislang nur in Firefox 63 und in Firefox ESR 60 überhaupt nicht verfügbar waren, stehen nun auch ab Firefox 62 und Firefox ESR 60.2 zur Verfügung: Abweichende Server-URL für Firefox-Aktualisierungen, Immer SPNEGO oder NTLM auf Nicht-FQDNs (vollqualifizierte Domainnamen) erlauben.

Roadmap

Wer sich für die Pläne der kommenden Versionen interessiert, findet hier die aktuelle Roadmap. Auch können an dieser Stelle Vorschläge für Verbesserungen gemacht werden.

Entwicklung unterstützen

Wer die Entwicklung des Add-ons unterstützen möchte, kann dies tun, indem er der Welt vom Enterprise Policy Generator erzählt und die Erweiterung auf addons.mozilla.org bewertet. Auch würde ich mich sehr über eine kleine Spende freuen, welche es mir ermöglicht, weitere Zeit in die Entwicklung des Add-on zu investieren, um zusätzliche Features zu implementieren.

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September 01, 2018 11:55 AM

August 31, 2018

Sören Hentzschel

Mozilla weitet Schutz vor Tracking durch Webseiten in Firefox aus

Mozilla hat verschiedene Maßnahmen und einen Zeitplan für Firefox angekündigt, um seine Nutzer noch besser vor Tracking durch Webseiten zu schützen.

Treue Leser dieses Blogs wissen bereits, dass Mozilla derzeit an einem Ausbau des Tracking-Schutzes von Firefox zu einem umfangreicheren Werkzeug arbeitet. Nun hat Mozilla seine Pläne offiziell angekündigt und gibt außerdem einen Ausblick auf den Zeitplan.

Neben dem Schutz der Privatsphäre hat ein Blockieren von Tracking-Scripts vor allem auch Auswirkungen auf die Ladezeit von Webseiten. Eine Studie von Ghostery besagt, dass 55,4 Prozent der Ladezeit einer durchschnittlichen Webseite dafür aufgewendet wird, Tracking-Scripts zu laden. Darum möchte Mozilla Tracking-Scripts, welche das Laden der Webseite verlangsamen, blockieren. Mozilla wird diese Funktion im September im Rahmen einer sogenannten SHIELD-Studie mit einem Teil der Nutzer testen. Verläuft der Test gut, sollen langsame Tracking-Scripts ab Firefox 63 standardmäßig blockiert werden.

Sogenanntes Cross-Site-Tracking erlaubt das Folgen eines Benutzers über Webseiten hinweg, um so beispielsweise personalisierte Werbung anbieten zu können. Auch das möchte Mozilla eindämmen und wird im Rahmen einer SHIELD-Studie im September das standardmäßige Blockieren von Drittanbieter-Cookies testen. Das Ziel bei dieser Funktion ist es, die Blockade nach weiterem Feintuning der Funktion ab Firefox 65 für alle Nutzer standardmäßig zu aktivieren.

Weiter spricht Mozilla von anderen „trügerischen Praktiken, die ohne unser Wissen persönliche Daten sammeln oder die Benutzererfahrung verschlechtern“ und nennt dabei die Begriffe Fingerprinting und Kryptomining. Ein Zeitplan wird hierfür keiner genannt, aber auch das sollen „zukünftige Versionen von Firefox“ standardmäßig blockieren.

Wie Mozilla sagt, gehe es dabei um mehr als nur den Schutz der Nutzer, sondern auch darum, dem Nutzer eine Stimme zu geben. Auch in Zukunft würden einige Seiten Inhalte gegen Nutzerdaten tauschen, sie müssten dann aber danach fragen. Mozilla hofft, mit diesen Maßnahmen einen ähnlich positiven Effekt wie 2004 mit der Einführung des Popup-Blockers zu erzielen, was die Werbeplattformen dazu zwang, sich stärker mit der Benutzererfahrung zu befassen. Nutzer einer Nightly-Version von Firefox können das Blockieren langsamer Scripts und den verbesserten Cookie-Schutz bereits jetzt testen.

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August 31, 2018 09:26 PM

August 30, 2018

Sören Hentzschel

Mozilla veröffentlicht Firefox 2.2 für Amazon Fire TV mit Video-Sprachsteuerung

Mozilla hat Firefox 2.2 für das Amazon Fire TV sowie den Amazon Fire TV Stick veröffentlicht. Neu ist eine Bedienung von Videos per Sprache.

Download Mozilla Firefox für Amazon Fire TV

Im Dezember 2017 hat Mozilla erstmals seinen Browser für das Amazon Fire TV sowie Amazon Fire TV Stick vorgestellt, im Januar folgte das erste Update und brachte unter anderem einen Tracking-Schutz in den Browser. Im März folgte das Update auf Version 2.0 mit neuer Oberfläche und Lesezeichen. Nach einem kleineren Update auf Version 2.1 im April steht mit Firefox 2.2 für das Amazon Fire TV nun ein weiteres Update zum Download bereit.

Die größte Neuerung von Firefox 2.2 für das Amazon Fire TV ist die Steuerung von Videos per Sprache (Wiedergabe / Pause / schneller Vorlauf / Rücklauf / nächster / vorheriger). Außerdem wurde ein Fehler behoben, der die automatische Wiedergabe von YouTube-Videos verhinderte.

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August 30, 2018 09:33 PM

August 29, 2018

Sören Hentzschel

Firefox soll Erweiterungen empfehlen können

Mozilla arbeitet an einer Neuerung für Firefox, welche abhängig von der aufgerufenen Webseite Erweiterungen vorschlagen kann, die für den Anwender nützlich sein könnten.

Unter der Bezeichnung Contextual Feature Recommender (CFR) soll Firefox in Zukunft kontextabhängig Vorschläge für die Installation von Firefox-Erweiterungen machen können. So wäre beispielsweise denkbar, dass Firefox beim Besuch von Amazon eine passende Erweiterung von Amazon vorschlägt. Der Vorschlag erfolgt anhand eines Symbols in Adressleiste. Per Klick darauf kann die Installation der entsprechenden Erweiterung angestoßen werden.

Hinweis: Wichtig ist an dieser Stelle natürlich der Hinweis, dass es sich hierbei um Mockups handelt. Die finale Implementierung kann am Ende teilweise oder auch deutlich von dem hier Gezeigten abweichen. Ebenso ist es möglich, dass es diese Neuerung nie in eine finale Version von Firefox schafft.

Contextual Feature Recommender

Contextual Feature Recommender

Die Neuerung ergibt vor allem unter einem Gesichtspunkt viel Sinn: Erweiterungen bieten viele Möglichkeiten, Firefox noch besser zu machen. Laut dem kürzlich veröffentlichten Public Data Report haben aber gerade einmal 35 Prozent aller Firefox-Nutzer eine oder mehr Firefox-Erweiterungen installiert. Durch den CFR könnten Nutzer, welche bisher noch überhaupt keine Erweiterungen nutzen, das Konzept von Browser-Erweiterungen kennen und schätzen lernen.

Noch nicht für die erste Phase geplant, aber für später denkbar wäre eine Integration in das Firefox-Menü respektive die Sidebar, wie die folgenden Mockups zeigen.

Contextual Feature Recommender

Contextual Feature Recommender

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August 29, 2018 09:41 PM

August 28, 2018

Sören Hentzschel

Für noch mehr Transparenz: Mozilla veröffentlicht wöchentlichen Bericht zur Firefox-Nutzung

Mozilla hat den sogenannten Public Data Report veröffentlicht und möchte damit für besondere Transparenz sorgen: Dieser zeigt nicht nur, wie viele Menschen Firefox nutzen, der Report gibt auch Aufschluss über Fragen zur Nutzung von Firefox-Erweiterungen oder der verwendeten Hardware. Besser noch: dieser Bericht wird wöchentlich aktualisiert und lässt sich nicht nur mit weltweiten Daten, sondern auch für ein einzelnes Land, zum Beispiel Deutschland, betrachten.

Mozilla möchte noch transparenter sein und stellt ab sofort über data.firefox.com den Public Data Report zur Verfügung. Dabei handelt es sich um einen Bericht, welcher vollkommen automatisch wöchentlich veröffentlicht wird und Zahlen nur Nutzung von Firefox beinhaltet. Damit lassen sich nicht nur aktuelle Zahlen, sondern auch Trends über einen bestimmten Zeitraum ablesen. Neben den weltweiten Daten können auch die Zahlen für einzelne Länder, darunter Deutschland, angezeigt werden. Grundlage für die Daten ist eine repräsentative Stichprobe von zehn Prozent der Telemetrie-Daten aller Release-Kanäle von Firefox.

Vor knapp zwei Jahren hat Mozilla bereits den Firefox Hardware Report gestartet, welcher seit dem ebenfalls wöchentlich aktualisiert wird und übersichtlich darstellt, was für Hardware von den Firefox-Nutzern genutzt wird. Webentwicklern soll diese Information bei der Beantwortung helfen, was für die Entwicklung komplexer Anwendungen wie Spiele vorausgesetzt werden kann – und was nicht.

Der Firefox Hardware Report ist als einer von drei Bereichen nun in den Public Data Report integriert. Die zwei anderen Bereiche sind Nutzeraktivität sowie Nutzungsverhalten. Mit dem Public Data Report richtet sich Mozilla nicht nur an Entwickler, sondern an die breite Öffentlichkeit. Mozilla möchte damit Offenheit und Transparenz hinsichtlich der aggregierten Daten demonstrieren. Jede Metrik wird von einer Beschreibung ergänzt, welche erklärt, was diese Daten eigentlich bedeuten. Alle Daten beziehen sich auf die Nutzung der Desktop-Version von Firefox, entsprechende Daten für die Mobil-Versionen von Firefox sollen hier in Zukunft ebenfalls zu sehen sein.

Im Bereich der Nutzeraktivität werden die folgenden Metriken visualisiert: Jährlich aktive Nutzer, Monatlich aktive Nutzer, tägliche Nutzung in Stunden, Nutzungs-Intensität, Erstellung neuer Firefox-Profile (quasi zur Messung neuer Firefox-Nutzer. Da Mozilla seine Nutzer nicht trackt, kommt die Erstellung neuer Profile dem am nächsten), Nutzung der aktuellen Version. Hier kann unter anderem die Erkenntnis gewonnen werden, dass Firefox im vergangenen Monat auf 256 Millionen Desktop-Geräten genutzt worden ist.

Im Bereich der Nutzeraktivität werden die folgenden Metriken dargestellt: Top-Sprachen, permanent aktivierter Tracking-Schutz, Add-ons installiert oder nicht installiert, Top-10 installierte Erweiterungen. Hier lässt sich unter anderem ablesen, dass gerade mal 35 Prozent der Firefox-Nutzer Erweiterungen installiert haben, Deutschland mit mehr als 43 Prozent allerdings eine überdurchschnittliche Nutzung von Firefox-Erweiterungen vorweisen kann.

Im Bereich Hardware findet man alles, was man bereits aus dem Firefox Hardware Report kennt. Das sind Daten zum Prozessor, zur Grafikkarte, zum RAM, zum Betriebssystem, zur Architektur (32-Bit oder 64-Bit) und ob der Flash Player installiert ist.

Übrigens: Per Eingabe von about:telemetry in die Adressleiste lassen sich alle Daten einsehen, die bei aktivierter Telemetrie-Funktion anonym an Mozilla übertragen werden.

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August 28, 2018 03:36 PM

August 23, 2018

Sören Hentzschel

Deaktivierung von Legacy-Erweiterungen auf addons.mozilla.org steht bevor

Mit dem bevorstehenden Ende von Firefox ESR 52 in knapp zwei Wochen gibt es von Mozilla keine unterstützte Firefox-Version mehr, welche noch sogenannte Legacy-Erweiterungen unterstützt. Damit geht auch das Ende der Legacy-Erweiterungen auf Mozillas Erweiterungs-Plattform addons.mozilla.org einher.

Seit dem Erscheinen von Firefox 57 im November 2017 unterstützt Firefox nur noch sogenannte WebExtensions. Erweiterungen, die mit älterer Erweiterungs-Technologie entwickelt worden sind, unter dem Begriff Legacy-Erweiterungen zusammengefasst, werden von Mozillas Erweiterungs-Plattform addons.mozilla.org, kurz: AMO, nach wie vor unterstützt. Das heißt, entsprechende Erweiterungen können auf AMO nach wie vor gefunden und in älteren Firefox-Versionen installiert werden. Das schließt Firefox ESR ein, die Firefox-Version mit Langzeitunterstützung. Neben Firefox ESR 60, welcher nur noch WebExtensions unterstützt, gilt nämlich auch Firefox ESR 52 mit Unterstützung für Legacy-Erweiterungen noch als aktuell.

Am 5. September werden Firefox 62 und Firefox ESR 60.2 erscheinen. Damit ist auch das Ende von Firefox ESR 52 offiziell, weitere Updates für Firefox ESR 52 werden nicht mehr erscheinen. Ab dem 6. September können auf AMO keine Updates für bestehende Erweiterungen mehr hochgeladen werden, sofern es sich bei den Updates um keine WebExtensions handelt. Für komplett neue Erweiterung gilt diese Anforderung bereits seit mehreren Monaten.

Anfang Oktober werden Legacy-Erweiterungen auf AMO komplett deaktiviert, d.h. dass Legacy-Erweiterungen dann weder gefunden noch installiert werden können. Entwickler von Legacy-Erweiterungen können diese aber weiterhin in Form einer WebExtension aktualisieren. Sobald eine entsprechende Aktualisierung vorliegt, wird die Erweiterung wieder sichtbar und Nutzer erhalten wie gewohnt ein automatisches Update.

In verwandter News: Erweiterungen für Thunderbird und SeaMonkey können seit kurzem über addons.thunderbird.net gefunden werden.

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August 23, 2018 08:59 PM

August 19, 2018

Sören Hentzschel

Firefox 62: Verbesserungen der Suche auf Firefox-Startseite

Mit Firefox 62 nimmt Mozilla Verbesserungen auf der Firefox-Startseite vor, welche die Suche betreffen.

Die Firefox-Startseite, welche standardmäßig auch beim Öffnen eines neuen Tabs erscheint, besitzt verschiedene, vom Nutzer konfigurierbare Abschnitte, darunter ein Suchfeld und Kacheln mit den meistbesuchten Webseiten. Ein paar der Kacheln sind mit der Installation von Firefox bereits vorbelegt. Mit Firefox 62 kommt standardmäßig eine Kachel von Google dazu – Google ist bekanntermaßen auch die Standard-Suchmaschine von Firefox – und die bereits vorhandene Kachel von Amazon wird geändert. Beide Kacheln fallen dadurch auf, dass sie zusätzlich zum Seiten-Logo auch eine Lupe in der Kachel haben.

Per Klick auf eine dieser speziellen Kacheln öffnet nicht etwa die Webseite von Google oder Amazon. Stattdessen springt der Cursor in die Adressleiste, wo bereits @google respektive @amazon vorausgefüllt ist. Der Nutzer muss also nur noch den Suchbegriff eingeben und kann auf diese Weise direkt auf der gewählten Webseite suchen. Die speziellen Schlüsselwörter @google und @amazon sind in der Adressleiste besonders hervorgehoben und funktionieren auch unabhängig vom neuen Tab, indem sie direkt in die Adressleiste eingegeben werden, wenn auf der jeweiligen Webseite gesucht werden soll. Die speziellen Schlüsselwörter funktionieren zusätzlich zu den Schlüsselwörtern, die der Nutzer für jede installierte Suchmaschine in den Firefox-Einstellungen festlegen kann.

Firefox 62 Such-Kacheln

Wie alle anderen Kacheln kann der Nutzer selbstverständlich auch diese Kacheln ganz einfach entfernen. Auch ist es möglich, diese neuen Such-Kacheln zusätzlich für DuckDuckGo, Bing, Wikipedia sowie eBay zu aktivieren.

Firefox 62 Such-Kacheln

Firefox 62 Such-Kacheln

Eine weitere Neuerung betrifft das Suchfeld. Da das Suchfeld immer ganz oben auf der Firefox-Startseite ist, ist dieses bislang verschwunden, wenn es mehr Inhalt auf der Seite gab und man gescrollt hat. Ab Firefox 62 ist das Suchfeld, welches nun auch etwas höher ist, fix am oberen Fensterrand positioniert, wenn man auf der Firefox-Startseite scrollt.

Firefox 62 Suchfeld

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August 19, 2018 08:48 PM

August 15, 2018

Sören Hentzschel

Mozilla veröffentlicht Firefox Rocket 3.0 mit Privatem Modus

Mozilla hat Firefox Rocket 3.0 für Android veröffentlicht. Bei Firefox Rocket handelt es sich um einen spezialisierten Browser mit Funktionen zum Sparen von Daten, welcher offiziell nur in wenigen Märkten angeboten wird, aber auch überall sonst installiert werden kann. Die neue Version bringt einen Privaten Modus für mehr Privatsphäre, wie man ihn bereits aus anderen Firefox-Produkten kennt.

Im Oktober 2017 hat Mozilla die erste Version von Firefox Rocket für Android veröffentlicht. Ähnlich wie Firefox Klar ist auch Firefox Rocket ein sehr reduzierter Browser mit einem besonderen Fokus, der viele Funktionen des großen Firefox-Bruders nicht besitzt. Der Fokus bei Firefox Rocket liegt auf dem Sparen von Daten und damit gerade in Entwicklungsländern auch auf dem Sparen von Geld. So kann per Knopfdruck ein sogenannter Turbo-Modus aktiviert werden, welcher Werbung und Tracker blockiert, über eine weitere Schaltfläche können Bilder auf Webseiten deaktiviert werden und eine andere Schaltfläche erlaubt die Bildschirm-Aufnahme von Webseiten, welche über den sichtbaren Bereich hinausgehen und auch dann zur Verfügung stehen, wenn gerade keine Internetverbindung besteht.

Keinen Monat nach der Veröffentlichung von Firefox Rocket 2.3 mit Lesezeichen und farblich anpassbarem Startbildschirm hat Mozilla nun Firefox Rocket 3.0 veröffentlicht.

Firefox 3.0 bringt ein Privatsphäre-Feature, welches man bereits aus anderen Firefox-Produkten kennt: einen sogenannten Privaten Modus, welcher keine Surf-Spuren hinterlässt. Zwischen privaten und nicht privaten Tabs kann jederzeit gewechselt werden, wobei beliebig viele nicht private Tabs gleichzeitig geöffnet sein können, aber nicht mehr als ein privater Tab.

Private Browsing in Firefox Rocket 3.0

Offiziell angeboten wurde Firefox Rocket bislang nur in Indonesien. Ab sofort wird Firefox Rocket auch in Indien, Thailand und auf den Philippinen angeboten. Wer die Installation von Apps aus anderen Quellen als dem Google Play Store aktiviert hat, kann Firefox Rocket aber von überall in der Welt über GitHub installieren.

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August 15, 2018 12:53 PM

August 14, 2018

Sören Hentzschel

Firefox 63: Symantec-Zertifikate ab sofort nicht mehr gültig

Nutzer einer Nightly-Version von Firefox 63 werden unter Umständen feststellen, dass manche Webseite seit heute nicht mehr geladen werden kann. Der Grund dafür ist einfach: die jeweilige Webseite nutzt noch immer ein Sicherheits-Zertifikat der Symantec-Gruppe. Symantec-Zertifkate werden ab Firefox 63 nicht mehr unterstützt.

Bereits seit Firefox 60 unterstützt der Mozilla-Browser keine Symantec-Zertifikate mehr, welche vor dem 01.06.2016 ausgestellt worden sind. Ab Firefox 63 akzeptiert Firefox überhaupt keine Symantec-Zertifikate mehr. Das Hinzufügen einer Ausnahme ist jedoch möglich. Die finale Version von Firefox 63 wird voraussichtlich am 23. Oktober 2018 erscheinen.

Dies betrifft ebenfalls die zu Symantec gehörenden CAs Thawte, VeriSign, Equifax, GeoTrust sowie RapidSSL. Symantec hatte aufgrund verschiedener Vorfälle das Vertrauen der Browserhersteller verloren. Für Nutzer einer Nightly-Version von Firefox 63 ist die Änderung heute in Kraft getreten.

Firefox 63 Zertifikats-Fehler

Der Screenshot zeigt im Übrigen das neue Design für Zertifikats-Probleme, welches ebenfalls neu in der Nightly-Version von Firefox 63 ist. Durch die gelbe Umrandung sind die Fehler-Seiten auffälliger als bisher.

Betreiber einer Webseite mit Symantec-Zertifikat sollten ihr Zertifikat möglichst bald erneuern. Auch die Canary-Version von Google Chrome zeigt bereits nur noch eine Fehler-Seite an.

Symantec-Fehler in Google Chrome

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August 14, 2018 09:48 PM

August 13, 2018

Sören Hentzschel

Thunderbird bekommt weitere Entwickler

Kurz nach Veröffentlichung von Thunderbird 60 hält das Thunderbird-Projekt eine weitere Ankündigung bereit: man hat mehrere zusätzliche Mitarbeiter eingestellt, darunter drei weitere Entwickler.

Das Thunderbird-Projekt hat vor wenigen Tagen Thunderbird 60 veröffentlicht. Thunderbird 60 hat viele Neuerungen gebracht und auch für die Zukunft sind die Weichen gestellt, denn das Thunderbird Council hat nun bekannt gegeben, seit Mai mehrere neue Mitarbeiter eingestellt zu haben.

Der erste der neu eingestellten Entwickler ist Geoff Lankow, der bereits in der Vergangenheit zur Kalender-Erweiterung Lightning beigetragen hat. Er wird für die Zukunft der Thunderbird-Erweiterungen verantwortlich sein und außerdem dabei helfen, dass die Nightly-Versionen stabil laufen.

Auch Arshad Khan hat seinen Hintergrund in der Kalender-Erweiterung Lightning. Er hatte im Rahmen des Google Summer of Code-Projekts an einem Prototyp gearbeitet, die Kalender-Dialoge nach React zu portieren. Er wurde nun vom Thunderbird-Projekt übernommen, wo er sich um das Frontend kümmern wird. Seine Hauptaufgabe wird darin bestehen, die Verwendung von XUL und XBL in Thunderbird zu reduzieren und entsprechende Komponenten nach HTML und Web Components zu migrieren.

Ben Campbell ist gänzlich neu, was Mozilla-Anwendungen betrifft, kann aber Erfahrungen in C++ vorweisen. Er wird auf der Plattform-Seite für Thunderbird arbeiten, was beispielsweise die Behebung der letzten Fehler in der Maildir-Unterstützung einschließt.

Darüber hinaus wurde Rob Lemley als neuer Build Engineer eingestellt und die Position von Ryan Sipes, der als Community Manager tätig ist, wird auf Vollzeit aufgestockt. Magnus Melin, der dem Thunderbird-Projekt schon seit vielen Jahren treu ist, ist neuer Technical Manager von Thunderbird.

Jörg Knobloch steht nicht länger auf der Gehaltsliste des Thunderbird-Projekts und wurde von pEp Security eingestellt, welche in Zukunft seine Arbeit als Code Sheriff und Entwickler für Thunderbird sponsern.

Thunderbird ist ein Community-Projekt. Diese Einstellungen wären nicht ohne Spenden der Community möglich. Wer auch zur Zukunft von Thunderbird beitragen möchte, kann hier für Thunderbird spenden.

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August 13, 2018 07:30 PM

August 12, 2018

Sören Hentzschel

Thunderbird 60 mit neuem Logo, Photon-Design und Servo-Technologie veröffentlicht

Das Thunderbird-Projekt hat in dieser Woche Thunderbird 60 veröffentlicht. Die neue Version bringt viele Änderungen, darunter ein neues Logo, ein überarbeitetes Design, welches an das Photon-Design von Firefox angelehnt ist, und Technologie aus Mozillas Next-Generation-Engine Servo. Viele kleinere Verbesserungen machen Thunderbird 60 zu einem lohnenswerten Update.

Neue Version ab sofort verfügbar, Updates jedoch später

Thunderbird 60.0 steht seit dieser Woche zum Download bereit und kann ganz einfach über die bestehende Version drüber installiert werden. Ein automatisches Update von Thunderbird 52 oder älter steht jedoch nicht zur Verfügung. Ein Update wird das Thunderbird-Projekt erst mit Thunderbird 60.1 in ein paar Wochen bereitstellen.

Neues Thunderbird-Logo

Das erste, was bei der neuen Version auffällt, ist das neue Logo. Mit Firefox 57 aka Firefox Quantum hat Mozilla seinem Browser aufgrund der großen Unterschiede zur Vorgängerversion ein neues Logo spendiert. Der E-Mail-Client, der mit der neuen Version ebenfalls die Quantum-Ära betritt, hat nach neun Jahren ebenso ein überarbeitetes Logo erhalten, welches stilistisch an den Stil des neuen Firefox-Logos angelehnt ist.

Thunderbird Logo 2018

Neues Photon-Design

Das nächste, was nach dem neuen Logo-Design auffällt, ist das Design der Programm-Oberfläche. Auch dieses ist an Firefox Quantum angelehnt und bietet rechteckige Tabs, eine ein- und ausschaltbare Titelleiste sowie neue Icons.

Thunderbird 60

Dark Theme, Chat-Themes, WebExtension-Themes

Ebenfalls aus Firefox bekannt: zusätzlich zum Standard-Design wird Thunderbird mit einem zusätzlichen hellen sowie einem dunklen Theme ausgeliefert. Auch für die Chat-Nachrichten sind nun verschiedene Themes verfügbar und WebExtension-Themes können in Thunderbird ebenfalls aktiviert werden.

Thunderbird 60

Servo-Technologie in Thunderbird

Mit Quantum CSS, auch unter dem Namen Stylo bekannt, hat Mozilla die CSS-Engine von Firefox mit der in Rust entwickelten CSS-Engine aus Mozillas Next-Generation-Engine Servo ersetzt. Quantum CSS nutzt für die Verarbeitung von CSS mehrere Prozessorkerne – etwas, was bislang keine andere Browser-Engine auf dem Markt kann. Auch Thunderbird 60 nutzt nun Quantum CSS zur Darstellung von HTML-Mails. Auch der für die Anzeige und das Encoding von Nachrichten verantwortliche Part wurde ersetzt und ist nun in Rust geschrieben.

Auf Technologie-Seite sei noch erwähnt, auch wenn nicht aus Servo stammend, dass Thunderbird nun Mozillas neueste Proxy-Technologie nutzt, was ermöglicht, dass die Erweiterung FoxyProxy jetzt auch mit Thunderbird kompatibel ist.

Änderungen in Bezug auf Thunderbird-Erweiterungen

Damit bereits vorhandene Erweiterungen in Thunderbird 60 funktionieren, müssen diese von ihrem jeweiligen Entwickler explizit als kompatibel mit Thunderbird 60 markiert werden. Add-ons, welche von ihrem Entwickler nicht angepasst worden sind, werden von Thunderbird 60 nicht geladen. Knapp 160 Erweiterungen wurden bereits angepasst. Sollte ein Add-on eingesetzt werden, welches noch nicht angepasst worden ist, empfiehlt es sich, den Entwickler des Add-ons zu kontaktieren.

Die Erweiterungs-Plattform zum Finden neuer Erweiterungen ist von addons.mozilla.org auf addons.thunderbird.net umgezogen.

Die Einstellungen installierter Erweiterungen können nicht länger über den Add-on Manager aufgerufen werden und sind stattdessen über einen neuen Menü-Eintrag im Extras-Menü sowie über das Hamburger-Menü erreichbar.

Thunderbird 60

Neue Einstellung für Datums- und Zeitformat

Eine neue Einstellung erlaubt die Auswahl des Datums- und Zeitformats, welches von Thunderbird genutzt werden soll: wahlweise die Vorgabe des Betriebssystems oder die Sprache, in der Thunderbird genutzt wird. So kann beispielsweise die US-Version von Thunderbird mit deutschem Datums- und Zeitformat genutzt werden, wenn Deutsch die Sprache des Betriebssystems ist.

Thunderbird 60

E-Mail-Empfänger hinzufügen und entfernen

In den Empfänger-Zeilen konnten einmal eingetragene Empfänger bereits per Tastatur wieder entfernt werden. Nun erscheint bei Herüberfahren mit der Maus auch eine sichtbare und mit der Maus bedienbare Entfernen-Schaltfläche.

Thunderbird 60

Bei der Eingabe von Empfängern wird der Teil des Empfänger-Namens respektive der -Adresse in den Vorschlägen nun fett hervorgehoben, den man eingetippt hat.

Verbesserter Umgang mit Dateianhängen

Diverse Verbesserungen gab es hinsichtlich Dateianhänge. So können angehängte Dateien nun per Drag and Drop oder per Tastatur in ihrer Reihenfolge verändert werden. Auch eine alphabetische Sortierung ist möglich. Die Schaltfläche zum Anhängen von Dateien wurde auf die rechte Seite über die Anhangs-Liste verschoben, welche mittels Alt + M (macOS: Cmd + M) jetzt auch aus- und wieder eingeblendet werden kann. Außerdem ist es nicht länger möglich, die Anhangsliste komplett zu verbergen, wenn wenigstens ein Dateianhang zu einer E-Mail hinzugefügt worden ist. Stattdessen wird nun eine Platzhalter-Grafik angezeigt, so dass man weniger wahrscheinlich unabsichtlich eine E-Mail mit einer fälchlicherweise angehängten Datei versendet.

Thunderbird 60

Experimentelle Maildir-Konvertierung

Bislang speichert Mozilla Thunderbird alle E-Mails im sogenannten Berkeley-Mailbox-Format, einem Format aus der Mbox-Familie. Seit Thunderbird 12 ist es alternativ möglich, die E-Mails in einer Maildir-Struktur abzulegen. Thunderbird 60 besitzt ein experimentelles Werkzeug, um ein bestehendes Postfach vom Mbox nach Maildir oder umgekehrt zu konvertieren. Dazu muss über die erweiterte Konfiguration der Schalter preference mail.store_conversion_enabled auf true gesetzt werden. Die Konvertierung kann dann über die Server-Einstellungen des jeweiligen Postfachs in den Konten-Einstellungen von Thunderbird angestoßen werden.

Es sei darauf hingewiesen, dass experimentell bedeutet, dass es unbekannte Fehler geben kann, die zu Datenverlusten führen können. Dieses Werkzeug sollte also nur benutzt werden, wenn man weiß, was man tut, und eine Sicherung angelegt hat. Außerdem funktioniert dies nicht, wenn Windows respektive Spotlight auf Apple macOS erlaubt ist, die Nachrichten zu durchsuchen.

Thunderbird 60

Standard-Adressbuch

Per Auswahl eines Kontextmenü-Eintrags ist es nun möglich, ein Standard-Adressbuch auszuwählen, welches von Thunderbird automatisch ausgewählt wird, wenn die Adressbuch-Funktion aufgerufen wird.

Diverse Kalender-Verbesserungen

Die Kalender-Erweiterung Lightning ist standardmäßig in Thunderbird integriert. Wird Thunderbird auf Version 60 aktualisiert, wird automatisch auch das passende Lightning-Update installiert.

Zu den Verbesserungen des Kalenders zählt unter die Möglichkeit, ein ausgewähltes Vorkommen oder eine ausgewählte Serie wiederkommender Ereignisse zu kopieren, auszuschneiden oder zu löschen. Eine neue Option erlaubt die Anzeige des Ortes in der Tages- und in der Wochenansicht. Auch können Benachrichtungen nun direkt versendet werden statt ein Popup anzuzeigen. Die Unterstützung für Einladungen, welche mit Outlook 2002 kompatibel sind, wurde entfernt. Wird ein Ereignis oder eine Aufgabe kopiert, kann nun der Ziel-Kalender ausgewählt werden. Weiterhin ist nun eine Planung von E-Mails möglich, wenn ein CalDAV-Server mit entsprechender Unterstützung eingesetzt wird. Erscheint eine Erinnerung für ein Ereignis in einem Read-Only-Kalender, kann diese nun auch entfernt werden.

Noch viele weitere Verbesserungen und Bugfixes

Thunderbird 60 unterstützt nun auch die OAuth2-Authentifizierung von Yahoo und AOL sowie die Zwei-Faktor-Authentifizierung FIDO. Darüber hinaus gab es noch zahlreiche weitere kleinere Verbesserungen sowie Fehlerbehebungen, welche sich in den Release Notes (engl.) nachlesen lassen. Und natürlich wurden auch, wie in fast jedem Update, wieder diverse Sicherheitslücken geschlossen.

Nicht länger für alte Windows-Versionen

Thunderbird ist nicht länger mit den veralteten Betriebssystemen Windows XP, Windows Vista sowie Windows Server 2003 kompatibel. Mindestens Windows 7 respektive Windows Server 2008 R2 oder höher ist erforderlich. An den unterstützten Versionen von Apple macOS und Linux ändert sich nichts.

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August 12, 2018 07:36 PM

August 09, 2018

Sören Hentzschel

Mozilla veröffentlicht Firefox 13.0 für Apple iOS mit Dark Theme

Mozilla hat heute Firefox 13.0 für Apple iOS veröffentlicht. Der Browser für das iPhone, iPad und iPod touch erhält mehrere Verbesserungen, darunter ein dunkles Design.

Download Mozilla Firefox 13.0 für Apple iOS

Mit Firefox 13.0 für Apple iOS spendiert Mozilla seinem Browser für das iPhone, iPad und iPod touch einen Dark Mode. Das dunkle Theme kann wie das helle Theme entweder manuell aktiviert werden oder automatisch je nach Bildschirmhelligkeit. Dabei kann der Nutzer festlegen, bei welcher Helligkeit automatisch welches Theme ausgewählt werden soll.

Dark Theme in Firefox 13.0 für Apple iOS

Neu ist auch ein Suchfeld in der Tab-Übersicht, um die geöffneten Tabs zu durchsuchen. Außerdem wurden die Einstellungen für den neuen Tab auf einem Bildschirm zusammengefasst.

Dark Theme in Firefox 13.0 für Apple iOS

Dark Theme in Firefox 13.0 für Apple iOS

Dark Theme in Firefox 13.0 für Apple iOS

Dark Theme in Firefox 13.0 für Apple iOS

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August 09, 2018 08:48 PM

August 08, 2018

Sören Hentzschel

Bugfixes und eine Neuerung: Mozilla veröffentlicht Firefox 61.0.2

Mozilla hat ein Update außer der Reihe für Firefox 61 veröffentlicht. Firefox 61.0.2 behebt einige Probleme der Vorgängerversion und bringt für Windows-Nutzer sogar eine praktische Neuerung.

Praktische Neuerung für Windows-Nutzer

Wird Windows heruntergefahren, während Firefox noch offen ist, kann Firefox in Zukunft beim nächsten Start von Windows automatisch starten und die zuletzt geöffneten Tabs wiederherstellen. Bisher musste Firefox nach dem Start von Windows manuell gestartet werden.

Die Neuerung ist für den Großteil der Nutzer standardmäßig noch deaktiviert und wird im Laufe der kommenden Wochen für weitere Nutzer aktiviert werden. Wer die Neuerung früher erhalten will, kann über about:config den Schalter toolkit.winRegisterApplicationRestart per Doppelklick auf true setzen. Wer umgekehrt die Neuerung abschalten möchte, setzt den gleichen Schalter stattdessen auf false.

Fehlerbehebungen

Mit dem Update auf Firefox 61.0.2 behebt Mozilla ein Darstellungsproblem, das in Zusammenhang mit den in Firefox 61 eingeführten Retained Display Lists auftreten konnte, welche die Performance der Webseiten-Darstellung verbessern sollen.

Behoben wurde auch ein Absturz, der durch Drittanbieter-Software ausgelöst worden ist, welche die Accessibility-Schnittstellen von Firefox aktiviert, sowie eine Absturzursache, welche nur die veraltete Version 10.9 von Apple OS X betrifft.

Ein Problem mit der Drosselung von HTTP-Anfragen wurden behoben, welches verursachen konnte, dass parallele Downloads unter Umständen nur langsam fortschritten, oder Videos in Hintergrund-Tabs nicht ordnungsgemäß wiedergegeben worden sind.

Darüber hinaus wurde ein Problem in Zusammenhang mit der Aktivierung von Shield-Studien behoben und Telemetrie-Anpassungen vorgenommen.

Außerdem wurde ein Problem behoben, welches verursachte, dass WebExtensions, welche ein Panel in den Entwickler-Werkzeugen hinzufügen, nicht öffneten, wenn die ID des Add-ons bestimmte Begriffe beinhaltete. Ein weiteres behobenes Problem der Entwickler-Werkzeuge betrifft die Ausgabe von Fehlern mit einem Stacktrace von mehr als 10.000 Zeichen in der Konsole. Dort wurde nur „Error [Invalid Object]“ anstelle des Fehler-Objekts ausgegeben.

Firefox 61.0.2 für Android

Firefox 61.0.2 für Android behebt lediglich eine mögliche Absturzursache, welche die veraltete Version 4.4 und älter von Android betrifft.

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August 08, 2018 07:45 PM

August 07, 2018

Sören Hentzschel

Advance: Mozilla startet Experiment zur Content-Empfehlung

Unter dem Namen Test Pilot betreibt Mozilla eine Möglichkeit für Firefox-Nutzer, potentielle neue Funktionen vorab zu testen und Feedback zu geben. Nun hat Mozilla das neue Experiment Advance gestartet. Mit Advance soll der Nutzer neue Inhalte entdecken können.

Über testpilot.firefox.com können Firefox-Nutzer mögliche Neuerungen vorab testen, indem entsprechende Erweiterungen installiert werden. Im Juni erst hat Mozilla mit Color und Side View zwei neue Experimente für den Desktop-Firefox gestartet, im Juli erschien mit Notes das erste Experiment für Android und mit Lockbox das erste Experiment für Apple iOS.

In Zusammenarbeit mit Laserlike hat Mozilla nun das neue Experiment Advance gestartet. Advance fügt eine Sidebar zu Firefox hinzu, welche in Echtzeit und basierend auf dem aktuellen Browsing und der Chronik des Benutzers Vorschläge macht, welche Artikel auf anderen Webseiten den Nutzer interessieren könnte.

Download Advance für Firefox

Firefox Advance Content-Empfehlungen

Aus der offiziellen Presse-Ankündigung:

Mit Advance nehmen wir Sie mit zurück zu den Wurzeln von Firefox und zu der Erfahrung, die uns alle zum Surfen im Web gebracht hat. Damals, als das World Wide Web noch unerschlossenes Terrain war und wir neue Themen und Ideen frei im Web entdecken konnten. Das Internet war damals ein anderer Ort.

Wir haben uns gefragt: Ist es möglich, diese Momente glücklicher Zufallsfunde und den damals existierenden Entdeckergeist zurückzubringen, der die Menschen plötzlich das gesuchte Thema in einem ganz anderen Licht und in einem größeren Kontext sehen ließ? Also haben wir unsere Idee für einen „Vorwärts-Button“ umgesetzt und unsere Context-Graph-Initiative gestartet. Dadurch möchten wir die Art und Weise ändern, wie Sie Inhalte im Web entdecken.

Das Ergebnis war unser erstes Context-Graph-Feature Activity Stream, das zunächst in unserem Test-Pilot-Programm zur Verfügung gestellt und schließlich im November mit dem neuen Firefox Quantum Browser ausgeliefert wurde. Mit dem heutigen Experiment Advance erklimmen wir hoffentlich eine neue Stufe systematischer Web-Empfehlungen. Wir möchten an den Punkt gelangen, an dem Menschen sich nicht mehr in ihrer Suche rückwärts bewegen müssen, um vorwärts zu kommen und neue, relevante Inhalte zu entdecken.

So funktioniert es:

  • Advance ist eine Web Extension, die die Inhalte analysiert, die Sie sich gerade anschauen. Basierend darauf werden Ihnen in der Sidebar Ihres Browsers Empfehlungen angezeigt, wie Sie sich zu diesem Thema noch weiter informieren können.
  • Advance gibt Ihnen darüber hinaus Empfehlungen auf der Grundlage Ihrer jüngsten Browserchronik, die in der Sidebar unter dem Punkt “Für Sie” zu finden sind. Die Empfehlungen basieren auf den Webseiten, die Sie nach der Installation der Web Extension besucht haben.
  • Die Advance-Sidebar erlaubt Ihnen, neue Informationen zu entdecken, ohne Ihren  Workflow zu unterbrechen.
  • Die Empfehlungen werden ausschließlich auf Basis ihrer Relevanz ausgewählt. Das Experiment verfolgt den Zweck, Ihnen die besten und aktuellsten Empfehlungen anzubieten.

Ein Beispiel: Stellen Sie sich vor, Sie surfen ganz normal im Web und stoßen dabei auf eine Liste trendiger Restaurants. Advance empfiehlt Ihnen daraufhin ähnliche Inhalte rund um die beliebtesten Restaurants. So können Sie Angebote vergleichen, ohne auf eigene Faust recherchieren zu müssen. Die Empfehlungen basieren auf den vertrauenswürdigen Webseiten, die Sie bereits besucht haben; neue Webseiten werden Ihnen zur Entdeckung empfohlen. Wenn Ihnen eine Empfehlung nicht gefällt, können Sie diese als „Nicht interessant, themenfremd/Spam, Seiten blockieren“ kennzeichnen oder direktes Feedback geben. Alle Empfehlungen sind für Sie personalisiert.

Sie sind kein Foodie? Egal, ob Sie Sport-, Opernfan oder Nachrichtenjunkie sind – Advance bietet Ihnen aktuelle und relevante Empfehlungen, die es Ihnen wesentlich erleichtern, eigenständig das Web zu erkunden – und, um im zuvor gewählten Bild zu bleiben, die Wege der geführten Reisegruppe zu verlassen. Surfen Sie einfach wie immer im Web und öffnen Sie die Sidebar, wenn Sie Lust auf etwas Neues haben.

Das Advance-Experiment steht im Rahmen des Test-Pilot-Programms zum Download bereit. Umgesetzt wurde das Experiment von Laserlike, einem Startup für maschinelles Lernen, das eine Plattform für die Suche, Entdeckung und Personalisierung von Inhalten im Web entwickelt hat. Laserlike macht es möglich, Inhalte auf Grundlage von Web-Browsing-Aktivitäten zu finden und so verschiedene Perspektiven zu jedem Thema abzubilden.

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August 07, 2018 09:08 PM

August 06, 2018

Sören Hentzschel

Firefox Klar für Android: Entsperren per Fingerabdruck

Vor gut einem Monat hat Firefox Klar für Apple iOS eine Funktion erhalten, um die App mittels Fingerabdruck entsperren zu können. Nun rüstet Mozilla diese Funktion auch in Firefox Klar für Android nach.

Seit der vergangenen Monat veröffentlichten Version 6.0 von Firefox Klar für Apple iOS kann eine Funktion aktiviert werden, welche es erforderlich macht, die App per Touch ID oder Face ID zu entsperren, wenn Firefox Klar wieder in den Vordergrund geholt werden soll und von der vorherigen Benutzung noch eine Webseite geöffnet ist. Wer eine Nightly-Version von Firefox Klar für Android nutzt, kann das Entsperren per Fingerabdruck nun auch auf Android aktivieren.

Firefox Klar für Andorid: per Fingerabdruck entsperren

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August 06, 2018 08:33 PM

August 05, 2018

Sören Hentzschel

Enterprise Policy Generator 3.1 für Firefox veröffentlicht

Der Enterprise Policy Generator richtet sich an Administratoren von Unternehmen und Organisationen, welche Firefox konfigurieren wollen. Damit löst die Erweiterung den bekannten CCK2 Wizard in der Ära Firefox Quantum ab. Nun wurde der Enterprise Policy Generator 3.1 veröffentlicht.

Enterprise Policy Generator

Download Enterprise Policy Generator für Firefox

Mit Firefox 60 und Firefox ESR 60 hat Mozilla die sogenannte Enterprise Policy Engine eingeführt. Die Enterprise Policy Engine erlaubt es Administratoren, Firefox über eine Konfigurationsdatei zu konfigurieren. Der Vorteil dieser Konfigurationsdatei gegenüber Group Policy Objects (GPO) ist, dass diese Methode nicht nur auf Windows, sondern plattformübergreifend auf Windows, Apple macOS sowie Linux funktioniert.

Zwar steht diese Erweiterung in keiner direkten Verbindung zum bekannten CCK2 Wizard, teilt aber die grundlegende Idee vom CCK2 Wizard, welcher in Firefox Quantum nicht mehr funktioniert. Der Enterprise Policy Generator wurde als Nachfolger vom CCK2 Wizard konzipiert – nur eben für Firefox Quantum und Enterprise Policies. Die Firefox-Erweiterung hilft bei der Zusammenstellung der sogenannten Enterprise Policies, so dass kein tiefergehendes Studium der Dokumentation und aller möglichen Optionen notwendig ist und sich Administratoren die gewünschten Enterprise Policies einfach zusammenklicken können. Mehr Informationen gibt es in der Ankündigung zum Enterprise Policy Generator.

Neuerungen Enterprise Policy Generator 3.1.0

Nach den zwei großen Updates auf Version 2.0.0 respektive Version 3.0.0 folgt mit dem Enterprise Policy Generator 3.1.0 ein kleineres Update.

Mit dem Update wurden kleinere Optimierungen des Designs vorgenommen. Dazu gehört, dass in den Dialogen nicht länger unnötige Scrollbalken angezeigt werden. Rechts vom Scrollbalken im rechten Hauptfenster der Erweiterung wurde ein unnötiger Abstand entfernt und ganz unten im rechten Hauptfenster wurde ein kleiner Abstand hinzugefügt, so dass das letzte Icon nicht so sehr am Fensterrand klebt.

Mit Chinesich wurde eine weitere Übersetzung hinzugefügt (Danke, fang5566!).

Außerdem gab es interne Änderungen, welche die Code-Qualität verbessern, aber keine Auswirkungen für den Nutzer haben sollten. So wird nun der Flexbox-Standard anstelle von floats für die Darstellung des Zwei-Spalten-Layouts des Hauptfensters verwendet, außerdem kommen jetzt CSS-Variablen für den Großteil der Farbdefinitionen zum Einsatz.

Roadmap

Wer sich für die Pläne der kommenden Versionen interessiert, findet hier die aktuelle Roadmap. Auch können an dieser Stelle Vorschläge für Verbesserungen gemacht werden.

Entwicklung unterstützen

Wer die Entwicklung des Add-ons unterstützen möchte, kann dies tun, indem er der Welt vom Enterprise Policy Generator erzählt und die Erweiterung auf addons.mozilla.org bewertet. Auch würde ich mich sehr über eine kleine Spende freuen, welche es mir ermöglicht, weitere Zeit in die Entwicklung des Add-on zu investieren, um zusätzliche Features zu implementieren.

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August 05, 2018 07:14 AM

August 04, 2018

Sören Hentzschel

Firefox Screenshots bekommt weitere Bildbearbeitungs-Funktionen

Seit Firefox 56 wird der Mozilla-Browser mit einer eingebauten Screenshot-Funktion ausgeliefert. Seit Firefox 59 gibt es grundlegende Funktionen zur Bearbeitung der Bilder, weitere Funktionen stehen ab sofort bereit.

Firefox Screenshots ist ein seit Firefox 56 in Firefox integriertes Werkzeug zur Aufnahme von Bildschirmfotos, welches erlaubt, entweder nur den sichtbaren Bereich einer Webseite, die komplette Webseite oder einen beliebigen Ausschnitt abzubilden. Die Screenshots können entweder auf dem Computer gespeichert oder auf einen Mozilla-Server hochgeladen werden, seit Firefox 58 gibt es die dritte Option, Bilder stattdessen in die Zwischenablage zu kopieren.

Seit Firefox 59 gibt es erste Möglichkeiten zur Bildbearbeitung. Konkret gibt es seit dem ein Werkzeug, um das Bild nachträglich zu beschneiden, und mit einem Zeichen- sowie Textmarker-Werkzeug kann in das Bild gemalt werden. Dafür stehen insgesamt neun fest definierte Farben zur Verfügung. Schließlich gibt es noch eine Schaltfläche, um alle Änderungen zurückzunehmen.

Ab sofort – und hierfür ist kein Firefox-Update notwendig – können auch einzelne Schritte rückgängig und rückgängig gemachte Schritte wiederhergestellt werden. Außerdem wurde ein neues Text-Werkzeug hinzugefügt, so dass nun auch in die Bilder geschrieben werden kann, ohne dies handschriftlich tun zu müssen. Auch dafür stehen neun verschiedene Farben und außerdem drei verschiedene Text-Größen zur Verfügung.

Firefox Screenshots

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August 04, 2018 09:20 PM

August 02, 2018

Sören Hentzschel

Programmiersprache: Rust 1.28 steht bereit

Kurz notiert: Rust ist eine Programmiersprache, in welcher die ebenfalls sich in Entwicklung befindliche neue Rendering-Engine von Mozilla geschrieben wird, die auf den Namen Servo hört. Mittlerweile steht Rust 1.28 bereit.

Für die Programmiersprache Rust, in welcher auch Mozillas Servo-Engine entwickelt wird, ist ein Release-Zyklus von sechs Wochen vorgesehen. Seit kurzem steht Rust 1.28 bereit. Wer sich für alle Highlights der neuen Version interessiert, findet wie immer in der offiziellen Release-Ankündigung weitere Informationen.

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August 02, 2018 09:46 PM

August 01, 2018

Sören Hentzschel

Firefox 63: WebExtensions auf Linux in eigenem Prozess

WebExtensions laufen auf Windows seit Firefox 56 in einem eigenen Prozess und auf Apple macOS seit Firefox 61. Mit Firefox 63 zieht Linux nach.

Die Multiprozess-Architektur von Firefox verbessert Stabilität, Reaktionsfreudigkeit sowie Sicherheit von Firefox, indem Browser und Content in separaten Prozessen ausgeführt werden. Neben dem Browser- und mehreren Content-Prozessen gibt es auch noch eigene Prozesse unter anderem für den Zugriff auf lokale Dateien oder für die Grafikkarte.

Seit Firefox 56 werden auf Windows außerdem Firefox-Erweiterungen, sogenannte WebExtensions, in einem eigenen Prozess ausgeführt. Seit Firefox 61 gilt dies auch für Apple macOS. Ab Firefox 63 werden auch auf Linux und damit auf allen Desktop-Systemen WebExtensions in einem eigenen Prozess ausgeführt.

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August 01, 2018 09:21 PM

July 31, 2018

Sören Hentzschel

Design-System für neues Firefox-Logo: Mozilla bittet um Feedback

Mozilla ist auf der Suche nach einem neuen Logo für Firefox und meint damit nicht nur Firefox als Browser, sondern seine komplette Firefox-Produktfamilie, welche sich über mehrere Browser, Apps und Dienste erstreckt. Ein solch offener Entstehungsprozess ist im Logo-Design ungewöhnlich, aber nicht für Mozilla. Auch Mozillas aktuelles Logo entstand auf ähnliche Weise.

Mozilla hat sein aktuelles Firefox-Logo erst im November 2017 einem Facelift unterzogen. Und doch arbeitet man bereits an einer weiteren Überarbeitung des Firefox-Logos.

Firefox Logos 2017

Der Unterschied: Dieses Mal geht es um weit mehr als nur um eine Modernisierung des Browser-Logos. Viel mehr strebt Mozilla ein Design-System für das Firefox-Logo respektive die Firefox-Logos an. Denn der Name Firefox umfasst heute weit mehr als nur den Browser für den Desktop, Android und iOS. Es gibt spezialisierte Browser wie Firefox Klar, Firefox Rocket und Firefox Reality, es gibt Apps wie Firefox Lockbox und Firefox Notes, es gibt Dienste wie Firefox Screenshots und Firefox Send. Firefox steht mittlerweile für eine ganze Produktfamilie. Und natürlich braucht jedes dieser Produkte sein eigenes Logo. Ein Design-System kann dabei helfen, dass jedes dieser Produkte seine eigene Identität hat, aber doch als Firefox wiedererkennbar ist. Bei guter Umsetzung kann dies Firefox als Marke stärken.

Mozilla hat nun zwei konkurrierende Design-Systeme vorgestellt und bittet die Community um Feedback, was schließlich die Grundlage für weitere Iterationen bilden wird. Ein solch offener Prozess für ein Logo-Design ist höchst ungewöhnlich. Aber man erinnere sich, dass Mozilla bereits beim eigenen Firmen-Logo ähnlich vorgegangen ist.

Mozilla-Logo 2017

Die Idee ist in beiden Systemen die Gleiche: es gibt ein sogenanntes Masterbrand Icon, welches Firefox als Gesamt-Ökosystem repräsentiert. Alle einzelnen Produkt-Logos passen stilistisch zu eben jenem Masterbrand Icon.

Wichtig: Keines der gezeigten Logos stellt in dieser Form ein reales Logo eines Mozilla-Produkts dar. Die Produkte, welche diese Logos darstellen sollen, sind zwar echte Produkte von Mozilla, werden aber basierend auf dem Feedback noch mehrere Überarbeitungs-Runden erhalten. Die späteren Logos können ähnlich, aber auch komplett anders aussehen. In erster Linie geht es Mozilla in dieser Phase darum, Feedback für die Design-Systeme zu erhalten. Dabei stellt sich Mozilla Fragen wie, ob sich die Logos noch wie Firefox anfühlen, repräsentieren, wofür Firefox und auch Mozilla als Entwickler stehen, und ob die Konzepte auch für neue Produkte in der Zukunft funktionieren.

Dies sind die zwei vorgeschlagenen Masterbrand Icons:

Firefox Masterbrand Icon

Das Masterbrand Icon wird für diverse Marketing-Zwecke verwendet, für Co-Branding mit Partnern und an Stellen wie dem Google Play Store, wo Firefox-Produkte gefunden werden können.

Für Firefox als Browser ist natürlich in erster Linie das Browser-Logo relevant. Mozillas Vorschläge für den „großen Firefox“, basierend auf den zwei Design-Systemen, sehen dabei wie folgt aus:

Firefox-Logo

Firefox-Logo

Spezialiserte Browser wie Firefox Reality oder Firefox Rocket könnten basierend auf den Design-Systemen Logos wie die Folgenden erhalten:

Firefox-Logo

Firefox-Logo

Und schließlich braucht es natürlich auch noch Logos für Apps und Dienste:

Firefox-Logo

Firefox-Logo

Vorschläge für die Verwendung möglicher neuer Logos außerhalb von Produkten:

Firefox-Logo

Firefox-Logo

Mozilla wird in den kommenden Monaten weitere Fortschritte am neuen Design-System zeigen. In jedem Fall wird das, was Mozillla am Ende ausliefern wird, auch wenn es kein Voting in dem Sinne gibt, auf dem Feedback der Firefox-Nutzer basieren und damit auch ein Stück weit repräsentieren, wofür die eigenen Nutzer stehen. Diese Einbindung der Nutzer ist selbst in der Open Source-Welt ziemlich einmalig.

Wer seinen Teil zum Ergebnis beitragen möchte, kann dies ganz einfach tun, indem der von Mozilla veröffentlichte und hier verlinkte Artikel in englischer Sprache in konstruktiver Weise kommentiert wird.

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July 31, 2018 09:59 PM

July 30, 2018

Sören Hentzschel

Livemarks: WebExtension als Ersatz für Dynamische Lesezeichen

Vor wenigen Tagen wurde berichtet, dass Mozilla spätestens mit Firefox 64 die Unterstützung für Feeds aus Firefox entfernt. Wer an den sogenannten Dynamischen Lesezeichen hängt, muss sich aber nicht ärgern. Denn bereits jetzt gibt es Ersatz in Form einer Firefox-Erweiterung.

Die Feed-Funktionen von Firefox werden von 99,9 Prozent der Firefox-Nutzer nicht genutzt und spätestens mit Firefox 64 aus dem Mozilla-Browser entfernt werden. So wurde es bereits vor wenigen Tagen auf diesem Blog berichtet.

Eine der Feed-Funktionen sind die sogenannten Dynamischen Lesezeichen. Dabei handelt es sich um spezielle Lesezeichen-Ordner, die sich selbständig aktualisieren und die neuesten Artikel der jeweiligen Webseite in Form des Artikel-Titels beinhalten. Die Erweiterung Livemarks bringt genau diese Funktion zurück und das noch, bevor die Funktion aus Firefox entfernt worden ist. Nach der Installation der Erweiterung zeigt ein entsprechendes Symbol in der Adressleiste, wenn eine Webseite einen oder mehrere Feeds anbietet. Über dieses Symbol kann dann ein Dynamisches Lesezeichen mit der gewählten Feed-Adresse angelegt werden.

Livemarks

Livemarks

Livemarks

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July 30, 2018 09:16 PM

July 29, 2018

Sören Hentzschel

Firefox 63: Unterstützung für neuen Video-Codec AV1

AV1 ist die neue Hoffnung im Bereich der Video-Codecs. Firefox 63 unterstützt die finale Version 1.0 des offenen und lizenzgebühren-freien Video-Codecs AV1.

Der Kern von Audio- und Video-Dateien sind sogenannte Codecs. Unterschiedliche Codecs besitzen unterschiedliche qualitative Eigenschaften. Viele verschiedene Medienformate und -Codecs und dazu eine nicht einheitliche Browser-Unterstützung machen das ganze Thema der Medienwiedergabe zu einem komplizierten Thema. Dazu sind einige qualitativ hochwertige Codecs wie H.264 für die Video-Wiedergabe nicht lizenzgebühren-frei, wieso Open Source-Browser wie Firefox dabei auf die Unterstützung durch das jeweilige Betriebssystem angewiesen sind, um entsprechend kodierte Videos überhaupt abspielen zu können.

Die neue Hoffnung im Bereich der Video-Wiedergabe hört auf den Namen AOMedia Video 1, oder kurz: AV1. Entwickelt wird dieser Codec von der Alliance for Open Media (AOMedia). Gründer dieser Allianz sind neben Mozilla auch noch Google, Microsoft, Intel, ARM, Nvidia, IBM, Cisco, Amazon und Netflix. Seit dem haben sich zahlreiche weitere Unterstützer angeschlossen, darunter Namen wie AMD, VideoLAN, Vidyo, CCN, Realtek und noch weitere.

Eine der wichtigsten Eigenschaften von AV1 ist sicher die Tatsache, dass es sich dabei um einen Open Source Codec handelt, der frei von jeglichen Lizenzgebühr-Ansprüchen ist. Nach Angaben von Mozilla kommt in 80 Prozent aller Videos, die wir uns im Web ansehen, patentierte Technologie zum Einsatz. Was vielen nicht klar ist: die Wiedergabe von Videos kostet Geld. Selbst wenn wir für die Wiedergabe von Videos nichts zahlen: sobald patentierte Technologie zum Einsatz kommt, muss jemand bezahlen. Jedes Jahr werden von vielen Firmen viele Millionen nur dafür bezahlt, dass wir kostenlos Videos in hoher Qualität konsumieren können. So müsste auch Mozilla jährlich knapp zehn Millionen Dollar bezahlen, würde Firefox nicht Ciscos Implementierung des H.264-Codecs für WebRTC nutzen, welche Cisco großzügigerweise kostenlos anbietet. Ein patentfreier Codec, welcher qualitativ allen bisherigen Codecs auch noch überlegen ist, ist daher ein riesiger Schritt.

Die Gründungsmitglieder Google, Mozilla und Cisco haben bereits lange vor der Gründung der Allianz an Video-Codecs gearbeitet und so bilden deren Entwicklungen die Grundlage für AV1. Google hatte zunächst am VP9-Nachfolger VP10 gearbeitet, der zu Gunsten von AV1 zurückgestellt worden ist. Neben Technologie von VP10 fließen in AV1 ebenfalls Technologie von Daala ein, dem Codec, an welchem Mozilla gemeinsam mit der Xiph Foundation entwickelt hat, sowie von Ciscos Thor-Codec. Ebenfalls fließen in AV1 Elemente aus Opus ein, einem von Mozilla, der Xiph Foundation und Skype entwickelten Audio-Codec.

Die technische Überlegenheit von AV1 gegenüber H.264 lässt sich ganz gut in Zahlen ausdrücken, indem man sagt, dass mit AV1 die gleiche Qualität bei etwa der halben Dateigröße wie bei H.264 erreicht werden kann.

AV1 Kompression

Warum ist das wichtig? Kleinere Videos bedeuten weniger Daten, die der Nutzer herunterladen muss, und damit schnellere Streams und mehr Internet-Bandbreite für andere Dinge. Für Video-Portale und Streaming-Dienste bedeuten kleinere Videos erheblich geringere Kosten und damit mehr Profitabilität, womit selbst große Dienste Schwierigkeiten haben. Es ist gerade mal vier Jahre her, da hat selbst Google mit YouTube mit einem Jahres-Umsatz von sagenhaften vier Milliarden Dollar noch keinen Cent Gewinn erzielt, wie das Wall Street Journal berichtet. Auch wenn davon auszugehen ist, dass YouTube mittlerweile profitabel ist, veranschaulicht dies gut, wie teuer der Betrieb einer Video- und Streaming-Plattform ist und wie ein effizienter Codec dabei helfen kann, dass solche Dienste eine Zukunft haben ohne nur noch aus Werbung zu bestehen. Dies betrifft nicht nur Youtube, sondern einen großen Teil des Web. Nach Angaben von Mozilla gehen mehr als 70 Prozent des gesamten Web-Traffic auf Videos. Die Zahl soll in den nächsten Jahren sogar auf 80 Prozent steigen.

Die Freiheit von Patenten, die Überlegenheit gegenüber H.264 und die breite Unterstützung der Industrie (Browserhersteller, Chipsatz-Hersteller sowie Streaming-Dienstleister) bilden eine gute Voraussetzung dafür, dass sich AV1 zu heutigen Codecs durchsetzen kann. Zwar gibt es auch konkurrierende Codecs wie HEVC/H.265, HEVC/H.265 ist jedoch nicht frei von Patenten, was ein großer Nachteil gegenüber AV1 ist.

Die Nightly-Version von Firefox 63 unterstützt nun die finale Version 1.0 von AV1. Standardmäßig ist die AV1-Unterstützung noch deaktiviert und kann aktiviert werden, indem der Schalter media.av1.enabled auf true gesetzt wird. Was die Aktivierung in einer finalen Version von Firefox betrifft, ist Firefox 63 noch möglich, es kann aber sein, dass sich die Aktivierung wegen noch offener Sandboxing-Arbeiten auf Firefox 64 verschiebt. Firefox 63 erscheint aller Voraussicht nach am 23. Oktober 2018, Firefox 64 am 11. Dezember 2018.

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July 29, 2018 07:42 PM

July 28, 2018

Sören Hentzschel

Firefox bekommt neue Sprach-Einstellungen

Firefox kann in zahlreichen Sprachen heruntergeladen werden. Über Sprachpakete können aber auch bestehende Firefox-Installationen in andere Sprachen übersetzt werden. Bisher war der Wechsel der Sprache noch etwas kompliziert. Das wird Mozilla mit neuen Sprach-Einstellungen verbessern. Auch für die Wörterbücher sind Verbesserungen angedacht.

Wer Firefox in der falschen Sprache heruntergeladen hat, wird sich Firefox vermutlich einfach in der korrekten Sprache über die alte Installation rüber installieren. Wer jedoch Firefox in mehreren Sprachen betreiben und zwischen Sprachen wechseln möchte, hat mit den Sprachpaketen eine gute Option, welche über addons.mozilla.org heruntergeladen werden können.

Doch mit der Installation eines Sprachpaketes ist es nicht getan. Zum Wechseln der Sprache muss bislang über about:config der Wert des Schalters intl.locale.requested auf den passenden Sprachcode geändert werden, den man auch erst einmal kennen muss.

Mit den neuen Spracheinstellungen, an denen Mozilla derzeit arbeitet, kommt eine sichtbare Einstellung zum Ändern der Sprache dazu. Sprachcodes müssen nicht mehr gekannt werden, about:config nicht mehr aufgerufen werden. Aus den installierten Sprachen kann dann ganz einfach in den Firefox-Einstellungen gewählt werden.

Firefox Sprach-Einstellungen

Zunächst sollen hier nur die Sprachen angezeigt werden, die der Nutzer bereits installiert hat, plus eine Option, weitere Sprachen auf addons.mozilla.org zu suchen. Später soll Firefox an dieser Stelle direkt innerhalb von Firefox nach weiteren Sprachen suchen und diese installieren können.

Firefox Sprach-Einstellungen

Direkt unter der der Einstellung für die Sprache der Firefox-Oberfläche gibt es weiterhin die bereits vorhandene Einstellung zum Ändern der Sprache, in welcher Webseiten bevorzugt Inhalte ausliefern sollen, und darunter eine Checkbox zur Aktivierung der Rechtschreibprüfung in Textfeldern. Voraussetzung hierfür ist ein installiertes Wörterbuch, welches man ebenfalls über addons.mozilla.org herunterladen kann.

Auch für die Wörterbücher sind Änderungen geplant. Bislang gibt es in den Firefox-Einstellungen nur die Checkbox. In Zukunft sollen bei Aktivierung an dieser Stelle die installierten Wörterbücher angezeigt und aktiviert respektive deaktiviert werden können. Auch einen Link zum Download weiterer Wörterbücher soll es hier geben.

Firefox Sprach-Einstellungen

Geplant ist außerdem, dass Firefox die Wörterbücher der Sprachen automatisch herunterlädt und installiert, für welche der Anwender ein Sprachpaket installiert hat.

Erste Resultate an den neuen Sprach-Einstellungen sind in der Nightly-Version von Firefox 63 bereits sichtbar und werden hinter dem Schalter intl.multilingual.enabled in about:config implementiert.

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July 28, 2018 08:56 PM

July 27, 2018

SeaMonkey-Neuigkeiten

July 26, 2018

Sören Hentzschel

Mozilla entfernt Feed-Unterstützung aus Firefox

Was sich schon vor Monaten angedeutet hat, ist nun offiziell: Mozilla wird die Feed-Unterstützung aus Firefox entfernen. Geplant ist die Entfernung für Firefox 63 oder Firefox 64.

Firefox bietet seit vielen Jahren die Unterstützung von Feeds über den RSS- oder Atom-Standard. Seit fast genauso vielen Jahren wurde an dieser Unterstützung allerdings auch nichts mehr verbessert. Die von Mozilla geplante Entfernung der Feed-Unterstützung dürfte in dieser Form also kaum einen nennenswerten Verlust darstellen. Wer Feeds nutzt, nutzt vermutlich sowieso schon eine bessere Lösung dafür.

Worum geht es? Viele Webseiten stellen ihre News auch über einen sogenannten News-Feed bereit. Dieser kann von einer Software abonniert werden, so dass der Anwender keine Nachrichten seiner Lieblings-Webseiten mehr verpasst. Firefox war noch nie ein vollwertiger Feed-Reader. Zumindest erkennt Firefox aber, wenn eine Webseite einen oder mehrere Feeds bereitstellt, und signalisiert dies über einen entsprechenden Button, der standardmäßig allerdings nicht Teil der Firefox-Oberfläche ist, sondern vom Nutzer manuell hinzugefügt werden muss. Per Klick darauf gelangt der Anwender zu einer Oberfläche zum Abonnieren des Feeds. Dazu kann eine externe Anwendung ausgewählt werden oder man erstellt ein sogenanntes dynamisches Lesezeichen. Dabei handelt es sich um einen speziellen und sich selbst aktualisierenden Lesezeichen-Ordner, dessen Lesezeichen die neuesten Feed-Einträge sind. Keine Uhrzeit, keine Zusammenfassung, ausschließlich der Titel der News wird ausgegeben.

Die zu Grunde liegende Technologie RSS respektive Atom ist schon ziemlich in die Tage gekommen, was den praktischen Nutzen aber kein bisschen schmälert. Nichtsdestominder nimmt die Popularität von Feeds seit Jahren immer weiter ab. Dies bestätigt sich auch in den Telemetrie-Daten von Firefox. Demnach nutzen 99,9 Prozent der Firefox-Nutzer die Feed-Features von Firefox nicht.

Wieso lässt man die Funktionalität nicht einfach in Firefox? Das tut noch niemandem weh. Falsch! Die Feed-Komponente hat seit Jahren keine Pflege mehr erhalten. Alte und nicht mehr benötigte Plattform-Features, von denen die Feed-Implementierung abhängt, können nicht entfernt werden, solange diese noch genutzt werden. So nutzt der Feed-Reader beispielsweise einen ganz eigenen XML-Parser und nicht den, den Firefox sonst nutzt. Die technische Implementierung der Feed-Unterstützung in Firefox verkompliziert die allgemeine Lesezeichen-Implementierung außerdem nicht unerheblich – ein Bereich, in dem Mozilla derzeit sehr aktiv Verbesserungen vornimmt. Es gibt Probleme mit der Synchronisation der dynamischen Lesezeichen und auf Android sowie iOS existiert dieses Konzept überhaupt nicht.

Damit die Feed-Komponente eine Zukunft hätte, müsste diese komplett neu entwickelt werden. Und dies erfordert Ressourcen, die Mozilla nicht für Dinge aufbringen kann, welche gerade mal für 0,1 Prozent der Nutzer von Interesse sind. Und Hand auf’s Herz, eine Neuentwicklug der bisherigen Unterstützung wäre auch nicht lohnenswert. Feed-Reader, ob in Form einer Erweiterung oder eines Online-Dienstes, gibt es wie Sand am Meer und die meisten davon bieten mehr Nutzen als die bisherige Unterstützung in Firefox. Eine Neuimplementierung in Firefox hätte nur dann Sinn, wenn die Neuentwicklung irgendeinen Mehrwert bieten würde. Und das erhöht den notwendigen Aufwand, den Mozilla investieren müsste, noch einmal erheblich.

Was passiert mit bestehenden dynamischen Lesezeichen? Sobald Mozilla die Unterstützung für dynamische Lesezeichen entfernt, wird Mozilla die Details dieser in eine OPML-Datei exportieren, welche von anderen Feed-Readern, einschließlich WebExtensions für Firefox, importiert werden kann. Die dynamischen Lesezeichen selbst werden zu normalen Lesezeichen konvertiert, allerdings nicht zur Feed-Adresse, sondern nur regulären Adresse, sofern bekannt. Fehlt diese Information, wird das dynamische Lesezeichen gelöscht. Außerdem wird Firefox, wenn es soweit ist, die Änderung kommunizieren und Optionen vorschlagen, die Feeds weiterhin zu nutzen.

Auch wenn nicht viel für Firefox als Programm zur Feed-Nutzung spricht, so mag es natürlich auch hier wieder Nutzer geben, die unzufrieden sind. Und so doof man die Entfernung auch finden mag, so wenig kann man Mozilla für seine Migrations-Strategie kritisieren. Denn dass sich Mozilla trotz der feststehenden Entfernung so viele Gedanken darum macht, wie die Nutzer, obwohl es gerade mal 0,1 Prozent aller Nutzer überhaupt betrifft, weiterhin Feeds nutzen können, ist alles andere als selbstverständlich.

Die Entfernung der Feed-Unterstützung wird in Firefox 63 oder Firefox 64 erfolgen. Firefox 63 erscheint aller Voraussicht nach am 23. Oktober 2018, Firefox 64 am 11. Dezember 2018.

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July 26, 2018 07:28 PM

July 24, 2018

Sören Hentzschel

Enterprise Policy Generator 3.0 mit Import / Export is da

Der Enterprise Policy Generator richtet sich an Administratoren von Unternehmen und Organisationen, welche Firefox konfigurieren wollen. Damit löst die Erweiterung den bekannten CCK2 Wizard in der Ära Firefox Quantum ab. Die neue Version bringt eine Funktion für den Import und Export von Konfigurationen, womit Konfigurationen nun auch geräteübergreifend geteilt werden können.

Enterprise Policy Generator

Download Enterprise Policy Generator für Firefox

Mit Firefox 60 und Firefox ESR 60 hat Mozilla die sogenannte Enterprise Policy Engine eingeführt. Die Enterprise Policy Engine erlaubt es Administratoren, Firefox über eine Konfigurationsdatei zu konfigurieren. Der Vorteil dieser Konfigurationsdatei gegenüber Group Policy Objects (GPO) ist, dass diese Methode nicht nur auf Windows, sondern plattformübergreifend auf Windows, Apple macOS sowie Linux funktioniert.

Zwar steht diese Erweiterung in keiner direkten Verbindung zum bekannten CCK2 Wizard, teilt aber die grundlegende Idee vom CCK2 Wizard, welcher in Firefox Quantum nicht mehr funktioniert. Der Enterprise Policy Generator wurde als Nachfolger vom CCK2 Wizard konzipiert – nur eben für Firefox Quantum und Enterprise Policies. Die Firefox-Erweiterung hilft bei der Zusammenstellung der sogenannten Enterprise Policies, so dass kein tiefergehendes Studium der Dokumentation und aller möglichen Optionen notwendig ist und sich Administratoren die gewünschten Enterprise Policies einfach zusammenklicken können. Mehr Informationen gibt es in der Ankündigung zum Enterprise Policy Generator.

Neuerungen Enterprise Policy Generator 3.0.0

Konfigurationen exportieren und importieren

Nachdem die vor genau einem Monat erschienene Version 2.0.0 die Möglichkeit brachte, Konfigurationen speichern und wieder laden zu können, folgte mit Version 3.0.0 der nächste logische Schritt: ab sofort können Konfigurationen auch exportiert und wieder importiert werden. Damit werden mit dem Enterprise Policy Generator erstellte Konfigurationen portabel, denn eine erstellte Konfiguration kann so nicht mehr nur am gleichen Computer, sondern zu jedem Zeitpunkt und von jedem Computer aus weiter angepasst werden.

Enterprise Policy Generator 3.0

Enterprise Policy Generator 3.0

Validierung von URL-Feldern

Der Enterprise Policy Generator hat bereits eine Validierung von Pflichtfeldern besessen. Neu in Version 3.0.0 ist eine zusätzliche Validierung von URL-Feldern. Nach ausführlichen Tests mit verschiedenen Validierungs-Ansätzen wurde sich für den simpelsten aller Ansätze entschieden: es findet lediglich eine Validierung des Protokolls statt, das heißt, URLs müssen mit https:// oder http:// beginnen. Auf diese Weise soll sichergestellt werden, dass die Konfiguration bei speziellen, aber gültigen URLs nicht an einer Validierung scheitert, die es besonders genau zu nehmen versucht. Leider ist die Validierung aller möglichen URLs eine Wissenschaft für sich, weswegen sich für diese Erweiterung für die sichere Variante entschieden worden ist.

Enterprise Policy Generator 3.0

UX-Verbesserungen

Wird eine Policy-Checkbox aktiviert, wird nun automatisch das erste Text- oder Auswahlfeld fokussiert, so dass sofort mit der Eingabe gestartet werden kann, ohne erneut klicken zu müssen. Ähnliches gilt für Mehrfachfelder: nach Klick auf ein Plus-Symbol wird direkt das erste Textfeld fokussiert. Im umgekehrten Fall, bei Klick auf ein Minus-Symbol in einem Mehrfachfeld, wird das vorherige Text-Feld automatisch fokussiert.

Der Dialog, welcher die bereits gespeicherten Konfigurationen anzeigt, zeigt nun einen entsprechenden Hinweis anstelle einer leeren Tabelle an, wenn noch keine Konfigurationen gespeichert worden sind.

Enterprise Policy Generator 3.0

Außerdem wurde die französische Übersetzung überarbeitet.

Neue Enterprise Policies

Mit dem Update auf Version 3.0.0 gab es auch einige Anpassungen der unterstützen Enterprise Policies. Ganz neu dazu gekommen ist die Unterstützung für eine Enterprise Policy zur Konfiguration des Zugriffes auf den Standort, die Kamera, das Mikrofon sowie für Benachrichtungen (Firefox 62, Firefox ESR 60.2). Ebenfalls neu ist eine Policy zur Konfiguration des Update-Servers von Firefox (Firefox 63). Die Policy für die integrierte Authentifizierung wurde um zwei Optionen erweitert (Firefox 63), außerdem gab es diverse Versions-Anpassungen.

Die folgenden Policies sind nicht länger auf Firefox ESR beschränkt: Firefox-Updates deaktivieren (Firefox 62), Updates von System-Erweiterungen deaktvieren (Firefox 62), Telemetrie deaktivieren (Firefox 63), Startseite festlegen (Firefox 63), Anzeige der separaten Suchleiste (Firefox 63), Erweiterungen installieren oder deinstallieren (Firefox 63), Aufruf bestimmter Webseiten verhindern (Firefox 63), Integrierte Authentifizierung (Firefox 63), Überschreiben der Seite beim ersten Browser-Start (Firefox 63), Überschreiben der Seite nach einem Update (Firefox 63).

Die folgenden Policies sind nicht länger auf die Mainstream-Version von Firefox beschränkt: Hardwarebeschleunigung deaktivieren (Firefox ESR 60.2), Suchmaschinen entfernen (Firefox ESR 60.2).

Roadmap

Wer sich für die Pläne der kommenden Versionen interessiert, findet hier die aktuelle Roadmap. Auch können an dieser Stelle Vorschläge für Verbesserungen gemacht werden.

Entwicklung unterstützen

Wer die Entwicklung des Add-ons unterstützen möchte, kann dies tun, indem er der Welt vom Enterprise Policy Generator erzählt und die Erweiterung auf addons.mozilla.org bewertet. Auch würde ich mich sehr über eine kleine Spende freuen, welche es mir ermöglicht, weitere Zeit in die Entwicklung des Add-on zu investieren, um zusätzliche Features zu implementieren.

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July 24, 2018 09:21 PM

SeaMonkey-Neuigkeiten

Status-Meeting 2018-07-22

Mein Kurz-Extrakt aus der „offiziellen Berichterstattung“ (ich war nicht dabei):

Teilnehmer: frg, IanN, tonymec, therube, IanN, mmrxyz, rsx11m, ewong

Chat-log: mozilla.logbot.info (en)

Verschiedene Details:

  • Wir haben einen neuen Contributor:  mmrxyz
  • Weiterhin bedarf die Projekt-Seite der Aktualisierung
    • Bug 1356106 Drop inactive owners and peers
    • Dokumentation muss an aktuelle Builds angepasst werden
    • tote Links müssen beseitigt werden.
  • Support für comm-central und comm-esr60 wird allmählich aus den build-Files entfernt, das wird nicht länger unterstützt.
  • SeaMonkey aus anderen Quellen: Ein inoffizielles 2.57-Build gibt es auf WG9’s website. Bugreports für diese Builds werden akzeptiert, allerdings ist auch diese Version derzeit noch wenig brauchbar, nach bisheriger Erfahrung scheinen nur Bug-reports für den Browser sinnvoll, außer wenn einigermaßen zweifelsfrei feststeht, dass es sich tatsächlich um die Beobachtung eines neuen generellen SeaMonkey-Problems handelt.
  • Sonstiges:
    • Mail- und Newsgroup-Client funktionieren in 2.57 weiterhin nicht.
    • Build 2.49.4 ist fertig, Bug 1459132 (SM2494-RELNOTE) Create/Update 2.49.4 Release Notes ist in Arbeit
      • Veröffentlichung voraussichtlich im Laufe der Woche!
    • Da Version 2.57 noch nicht fertig ist besteht der Plan, Sicherheits-Fixes für zukünftige 2.49.x-Releases zurückzuportieren.
    • Soweit bekannt ist kein Thunderbid 52.10 Release geplant
    • Ein SeaMonkey 2.53 beta- Release ist geplant
    • ChatZilla-Kompatibilität mit SeaMonkey 2.57 bedarf der Überprüfung.
    • SeaMonkey– und Thunderbird– add-ons sind nun auf addons.thunderbird.net gehostet.
      • Redirects von AMO dorthin sind eingerichtet, SeaMonkey-Überarbeitung läuft:
        • Bug 1475799 Change add-ons location in SeaMonkey to addons.thunderbird.net and clean up references to mozilla.org
        • Bug 1402064 Remove use of legacy AMO api in Add-ons manager

Nächstes Meeting: Sonntag, 5. August 2018, 14:00 UTC (IRC)

 

July 24, 2018 08:12 AM

July 23, 2018

Sören Hentzschel

Lesezeichen und Anpassbare Farbe: Mozilla veröffentlicht Firefox Rocket 2.3 für Android

Mozilla hat Firefox Rocket 2.3 für Android veröffentlicht. Bei Firefox Rocket handelt es sich um einen spezialisierten Browser mit Funktionen zum Sparen von Daten, welcher offiziell nur in Indonesien angeboten wird, aber nicht nur dort installiert werden kann. Die neue Version bringt Lesezeichen und eine Möglichkeit zur visuellen Anpassung.

Im Oktober 2017 hat Mozilla die erste Version von Firefox Rocket für Android veröffentlicht. Ähnlich wie Firefox Klar ist auch Firefox Rocket ein sehr reduzierter WebView-basierter Browser mit einem besonderen Fokus, der viele Funktionen des großen Firefox-Bruders nicht besitzt. Der Fokus bei Firefox Rocket liegt auf dem Sparen von Daten und damit gerade in Entwicklungsländern auch auf dem Sparen von Geld. So kann per Knopfdruck ein sogenannter Turbo-Modus aktiviert werden, welcher Werbung und Tracker blockiert, über eine weitere Schaltfläche können Bilder auf Webseiten deaktiviert werden und eine andere Schaltfläche erlaubt die Bildschirm-Aufnahme von Webseiten, welche über den sichtbaren Bereich hinausgehen und auch dann zur Verfügung stehen, wenn gerade keine Internetverbindung besteht.

Firefox Rocket 2.3 bringt zwei nennenswerte Neuerungen. Die erste Neuerung fällt direkt beim Start auf, weil Firefox Rocket per Hinweis auf dem Startbildschirm die Neuerung bewirbt. Per Doppelklick auf den Startbildschirm kann die Farbe geändert werden. Dabei stehen mehrere Farben zur Auswahl.

Firefox Rocket 2.3

Während diese Neuerung nur etwas für das Auge ist, hat die zweite Neuerung schon mehr praktischen Nutzen: ab sofort ist es möglich, Webseiten als Lesezeichen zu speichern und diese über eine Lesezeichen-Liste zu einem späteren Zeitpunkt wieder abzurufen.

Firefox Rocket 2.3

Offiziell angeboten wird Firefox Rocket nur in Indonesien. Wer die Installation von Apps aus anderen Quellen als dem Google Play Store aktiviert hat, kann Firefox Rocket aber von überall in der Welt über GitHub installieren.

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July 23, 2018 06:48 PM

July 22, 2018

Sören Hentzschel

New Tab Override 14.1 (WebExtension) veröffentlicht

New Tab Override ist eine Erweiterung zum Ersetzen der Seite, welche beim Öffnen eines neuen Tabs in Firefox erscheint. Die beliebte Erweiterung mit mehr als 120.000 aktiven Nutzern ist nun in Version 14.1 erschienen.

Was ist New Tab Override?

Seit Firefox 41 ist es nicht länger möglich, die Seite anzupassen, welche beim Öffnen eines neuen Tabs erscheint, indem die Einstellung browser.newtab.url über about:config verändert wird. Da diese Einstellung – wie leider viele gute Dinge – in der Vergangenheit von Hijackern missbraucht worden ist, hatte sich Mozilla dazu entschieden, diese Einstellung aus dem Firefox-Core zu entfernen. Glücklicherweise hat Mozilla nicht einfach nur die Einstellung entfernt, sondern gleichzeitig auch eine neue API bereitgestellt, welche es Entwicklern von Add-ons erlaubt, diese Funktionalität in Form eines Add-ons zurück in Firefox zu bringen.

New Tab Override war das erste Add-on, welches diese Möglichkeit zurückgebracht hat, und ist damit das Original. Mittlerweile hat New Tab Override mehr als 120.000 aktive Nutzer, wurde im Dezember 2016 sogar auf dem offiziellen Mozilla-Blog vorgestellt und schon mehrfach im Add-on Manager von Firefox beworben.

Download New Tab Override (WebExtension) für Firefox

Die Neuerungen von New Tab Override 14.1

Bei Version 14.1 handelt es sich um ein kleineres Update. Wird in den Einstellungen der Erweiterung die Option „Benutzerdefinierte URL“ ausgewählt und keine URL in das entsprechende Feld eingetragen, so erscheint nun eine entsprechende Fehlermarkierung, welche erkennbar macht, dass hier noch etwas auszufüllen ist. Wird das Feld weiterhin leer gelassen, erscheint die Einstellungs-Seite von New Tab Override beim Öffnen eines neuen Tabs, so dass garantiert nicht mehr vergessen wird, die Konfiguration abzuschließen, und auch, um Probleme beim Öffnen eines neuen Tabs zu verhindern, da eine fehlerhafte Konfiguration eine Endlosschleife verursachen konnte.

New Tab Override 14.1

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July 22, 2018 05:06 PM

July 21, 2018

Sören Hentzschel

So können Browser-Updates ab Firefox 63 abgeschaltet werden

Browser-Updates sind alleine aus Gründen der Sicherheit absolut wichtig und sollten nicht deaktiviert werden. Dennoch bietet Mozilla in Firefox eine Einstellung an, um Browser-Updates zu deaktivieren. Ab Firefox 63 funktioniert dies anders als bisher. Dieser Artikel zeigt, wie sich Firefox-Updates in Zukunft konfigurieren lassen.

Sicherheit sollte bei einem Browser für wirklich jeden die oberste Priorität haben. Dazu gehört auch, seinen Browser aktuell zu halten, indem alle Updates eingespielt werden. Nicht jedem ist klar: Sicherheits-Software ist kein Ersatz für Browser-Updates. Sicherheitslücken im Browser müssen durch Browser-Updates geschlossen werden, das ist alternativlos.

Ob es nun einen speziellen Grund gibt, die Updates zumindest kurzzeitig zu deaktivieren, oder ob einem Sicherheit vollkommen egal ist und man Updates dauerhaft deaktivieren möchte: Mozilla gibt dem Nutzer die Freiheit, dies selbst zu bestimmen. Bislang gibt es dazu in den Firefox-Einstellungen im Reiter „Allgemein“ drei mögliche Optionen: 1) Updates automatisch installieren, 2) Nach Updates suchen, aber vor der Installation nachfragen, 3) Nicht nach Updates suchen.

Ab Firefox 63 gibt es an dieser Stelle nur noch die ersten beiden Optionen. Neben der Standard-Einstellung, Updates automatisch zu installieren, kann also auch in Zukunft über die sichtbaren Optionen eingestellt werden, dass Firefox zwar nach Updates sucht, aber diese nicht installiert, ohne vorher zu fragen. Die sichtbare Option, gar nicht erst nach Updates zu suchen, fehlt allerdings komplett.

Update-Einstellungen in Firefox 63

Auch in about:config muss nicht gesucht werden, denn der Schalter app.update.enabled , an welchen die sichtbare Option gekoppelt war, existiert ebenfalls nicht länger ab Firefox 63.

Ist ein vollständiges Deaktivieren der Firefox-Updates ab Firefox 63 nicht mehr möglich? Doch, ist es. Allerdings geschieht dies ab sofort über die Enterprise Policy Engine, genauer über die DisableAppUpdate-Policy. Dazu muss eine Datei mit dem Namen policies.json in einem Unterordner des Installationsverzeichnisses von Firefox abgelegt werden. Das ist nicht schwierig und mit dem Enterprise Policy Generator besonders einfach: einfach die Updates-Option auswählen, den Generieren-Button klicken und die generierte Datei in das Verzeichnis übernehmen, welches der Enterprise Policy Generator angibt.

Download Enterprise Policy Generator zum Deaktivieren von Firefox-Updates

Enterprise Policy Generator zum Deaktivieren von Firefox-Updates

Dieser Weg funktioniert übrigens bereits ab Firefox 62 sowie Firefox ESR 60.0.

Es gibt, was Firefox-Updates betrifft, also keinerlei funktionale Einschränkung in Firefox 63. Lediglich der Weg, um Updates vollständig zu deaktivieren, hat sich geändert und ist weniger offensichtlich als bisher. Wieso also diese Änderung?

Die Begründung ist denkbar simpel: es war bisher zu einfach, Updates zu deaktivieren. Nutzer, die das aus bestimmten Gründen mal gemacht haben, haben dies teilweise vergessen und sind daher unnötigerweise großen Gefahren ausgesetzt. Eine Einstellung, welche die Nutzer in Gefahr bringt, sollte nicht zu prominent angeboten werden. Dennoch ist hervorzuheben, dass Mozilla die Einstellung nicht einfach gestrichen hat, sondern bereits vor Entfernung einen neuen Weg bereitgestellt hat, um zum gleichen Ergebnis zu kommen. Und um vor der Installation von Updates gefragt zu werden, ändert sich sowieso überhaupt nichts, diese Einstellung bleibt weiterhin sichtbar. Der Nutzer behält also auch in Zukunft die volle Kontrolle über Firefox-Updates.

Abschließend sei aber noch ein weiteres Mal hervorgehoben, dass auch, wenn es weiterhin einfach ist, Firefox-Updates zu deaktivieren, es keinen guten Grund dafür gibt. Wie wichtig Sicherheit ist, wurde bereits mehrfach angesprochen. Gesagt sei auch, dass die Angst vor  inkompatiblen Erweiterungen seit Erscheinen von Firefox Quantum kein Thema mehr ist, da es Erweiterungs-Inkompatibilitäten durch Firefox-Updates nur noch in Ausnahmefällen gibt. Neue Versionen bringt jedoch jedes Mal wieder neue Möglichkeiten für noch mehr und noch bessere Firefox-Erweiterungen, also auch als Nutzer von Firefox-Erweiterungen möchte man in der Regel Updates. Von den ständigen Geschwindigkeitsverbesserungen profitiert jeder Nutzer und natürlich ist das das wichtigste Merkmal eines Browsers: Web-Kompatibilität. Sehr viele Webseiten machen Gebrauch von aktuellen Webstandards und wer seinen Browser nicht aktualisiert, wird mit zunehmender Dauer immer mehr Webseiten nicht mehr richtig nutzen können. Es gibt also viele Gründe, seinen Browser aktuell zu halten, und nur wenige Argumente, dies nicht zu tun.

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July 21, 2018 07:18 PM

July 19, 2018

Sören Hentzschel

Firefox 63: Content-Blocker ersetzt Tracking-Schutz

Zum Schutz der eigenen Privatsphäre können Firefox-Nutzer einen Tracking-Schutz im Mozilla-Browser aktivieren. Für Firefox 63 plant Mozilla eine Erweiterung seines Schutzes. Aus dem Tracking-Schutz wird dann ein Content-Blocker.

Der Tracking-Schutz von Firefox, in der deutschen Version „Schutz vor Aktivitätenverfolgung“ genannt, hilft dabei, die eigene Privatsphäre besser zu schützen, und sorgt gleichzeitig für ein schnellere Laden von Webseiten. Ab Firefox 63 ist an dieser Stelle von Content Blocking die Rede. Der bisherige Tracking-Schutz wird dann eine Option des Content-Blockers. Eine weitere Option, die mit Firefox 63 ganz neu dazu kommen soll, wird die Möglichkeit sein, sämtliche Drittanbieter-Scripts zu blockieren, welche länger als fünf Sekunden zum Laden brauchen. Für beide Optionen kann der Nutzer unabhängig voneinander einstellen, ob diese immer, nur in privaten Fenstern oder nie zum Einsatz kommen sollen. Natürlich können wie bisher auch weiterhin Ausnahmen hinzugefügt werden.

Content-Blocker Firefox 63

Dies ist nur eine von mehreren Privatsphäre-Verbesserungen, an denen Mozilla derzeit für Firefox arbeitet. Bereits in Firefox 62 macht Mozilla den Tracking-Schutz über das Hauptmenü zugänglich und erlaubt ein einfaches Löschen aller Cookies einer Domain über das Info-Panel in der Adressleiste. Weiterhin plant Mozilla, den Cookie-Zugriff für Tracker einzuschränken.

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July 19, 2018 08:07 PM

July 18, 2018

Sören Hentzschel

Firefox Nightly: Mozilla aktiviert WebRender für erste Nutzer

Der aus dem Servo-Projekt stammende WebRender soll die Grafikkarte stärker als bisher einbeziehen und so für eine deutlich verbesserte Firefox-Performance sorgen. Mozilla hat bei der Implementierung von WebRender einen wichtigen Meilenstein erreicht und WebRender nun für erste Nutzer der Nightly-Version von Firefox aktiviert.

WebRender stammt wie die mit Firefox 57 eingeführte CSS-Engine Stylo ebenfalls aus Mozillas Next-Generation-Engine Servo und ist in der Programmiersprache Rust geschrieben. Es handelt sich bei WebRender um einen Renderer für Webseiten-Inhalte, welcher unter stärkerer Einbeziehung der Grafikkarte als bisher im Grunde wie eine Spiele-Engine arbeitet, aber für das Rendering von Web-Content optimiert ist und dadurch große Performance-Vorteile liefern soll.

Bei der Entwicklung von WebRender hat Mozilla nun einen wichtigen Meilenstein erreicht: Per sogenannter Shield-Studie hat Mozilla WebRender für einen Teil der Firefox-Nutzer aktiviert, um entsprechende Messwerte zu sammeln, die Mozilla zeigen, wo man steht. Qualifiziert sind ausschließlich Nutzer von Firefox Nightly 63 auf einem Desktop-Computer mit Windows 10 und einer Grafikkarte von Nvidia.

Desktop-Computer mit Windows 10 und einer Grafikkarte von Nvidia machen ca. vier Prozent der Gesamt-Population aller Firefox-Nutzer aus. Dabei handelt es sich um exakt die Zielgruppe, für welche Mozilla eine standardmäßige Aktivierung von WebRender in einer Beta-Version von Firefox 64 anpeilt.

Unter den Nutzern, welche die Kriterien erfüllen, erfolgt im Rahmen dieser Studie eine Aufteilung von 50 Prozent mit aktiviertem WebRender zu 50 Prozent Kontrollgruppe ohne WebRender. Die Dauer der Studie beträgt zwei Wochen, dann wird Mozilla die Daten auswerten und die nächsten Schritte planen.

Wichtig: Performance-Wunder sind in dieser Phase der Webrender-Entwicklung nicht zu erwarten. In erster Linie geht es um Korrektheit bei der Darstellung von Webseiten und um Stabilität. Ein positiver Ausgang der aktuellen Studie besteht für Mozilla dann, wenn mit WebRender diverse Metriken um nicht mehr als fünf bis zehn Prozent schlechter als ohne WebRender sind. Seine großen Vorteile wird WebRender erst in den kommenden Monaten ausspielen können.

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July 18, 2018 09:45 PM

July 17, 2018

Sören Hentzschel

Neue Erweiterungs-Plattform für Thunderbird und SeaMonkey geht online

Bislang gab es eine gemeinsame Erweiterungs-Plattform für Firefox, Firefox für Android, Thunderbird und SeaMonkey. Nun ging die neue Erweiterungs-Plattform für Thunderbird und SeaMonkey online, während addons.mozilla.org weiterhin die Erweiterungs-Plattform für Firefox und Firefox für Android bleibt.

Während Firefox und Firefox für Android Produkte sind, die von Mozilla aktiv entwickelt werden, handelt es sich bei Thunderbird und SeaMonkey um Community-Projekte, welche auf dem gleichen Unterbau wie Firefox basieren. Erweiterungen für Thunderbird und SeaMonkey konnten bislang ebenfalls wie Erweiterungen für Firefox und Firefox für Android auf addons.mozilla.org heruntergeladen werden. In Zukunft wird es Erweiterungen für Thunderbird und SeaMonkey stattdessen auf addons.thunderbird.net geben.

Bei addons.thunderbird.net handelt es sich um einen sogenannten Fork der Mozilla-Plattform addons.mozilla.org. Die neue Erweiterungs-Plattform für Thunderbird und SeaMonkey wird vom Thunderbird Council verwaltet und weiterhin auf Mozillas Infrastruktur betrieben. Da Firefox nur noch WebExtensions unterstützt, Mozilla eine Entfernung aller Legacy-Features von addons.mozilla.org noch in diesem Jahr anstrebt und Thunderbird sowie SeaMonkey auf absehbare Zeit weiterhin Legacy-Erweiterungen unterstützen, erfolgte nun aus technischen Gründen die Aufteilung auf zwei unterschiedliche Plattformen.

Alle Erweiterungen, die bisher auf addons.mozilla.org für Thunderbird oder SeaMonkey vorhanden waren, wurden auf die neue Seite übertragen. Für Nutzer, die bereits Erweiterungen installiert haben, ist keine Aktion erforderlich: Mozilla leitet alle Update-URLs um, so dass es keine Unterbrechung der automatischen Updates gibt. Weiterhin hat Mozilla Weiterleitungen der Erweiterungs-Seiten für Thunderbird-Erweiterungen auf addons.thunderbird.net eingerichtet.

Hier noch einmal alle Links im Überblick:

 

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July 17, 2018 08:12 PM

July 16, 2018

Sören Hentzschel

Dank Mozilla: Noch mehr Sprachen für New Tab Override

New Tab Override ist eine Erweiterung zum Ersetzen der Seite, welche beim Öffnen eines neuen Tabs in Firefox erscheint. Die beliebte Erweiterung mit mehr als 120.000 aktiven Nutzern wurde von Mozilla als eine von nur neun Erweiterungen als Teilnehmer einer Übersetzungs-Kampagne ausgewählt und ist nun in Version 14.0 mit neuen und überarbeiteten Übersetzungen erschienen.

Was ist New Tab Override?

Seit Firefox 41 ist es nicht länger möglich, die Seite anzupassen, welche beim Öffnen eines neuen Tabs erscheint, indem die Einstellung browser.newtab.url über about:config verändert wird. Da diese Einstellung – wie leider viele gute Dinge – in der Vergangenheit von Hijackern missbraucht worden ist, hatte sich Mozilla dazu entschieden, diese Einstellung aus dem Firefox-Core zu entfernen. Glücklicherweise hat Mozilla nicht einfach nur die Einstellung entfernt, sondern gleichzeitig auch eine neue API bereitgestellt, welche es Entwicklern von Add-ons erlaubt, diese Funktionalität in Form eines Add-ons zurück in Firefox zu bringen.

New Tab Override war das erste Add-on, welches diese Möglichkeit zurückgebracht hat, und ist damit das Original. Mittlerweile hat New Tab Override mehr als 120.000 aktive Nutzer, wurde im Dezember 2016 sogar auf dem offiziellen Mozilla-Blog vorgestellt und schon mehrfach im Add-on Manager von Firefox beworben.

Download New Tab Override (WebExtension) für Firefox

Übersetzungs-Kampagne von Mozilla

Insgesamt neun Erweiterungen wurden im Rahmen einer Übersetzungs-Kampagne von Mozilla durch die freiwillige Übersetzer-Community in die Top-Sprachen übersetzt und bestehende Übersetzungen überarbeitet. Eine der Erweiterungen, die sich Mozilla dafür ausgesucht hat, ist New Tab Override. Außerdem gab es neue Übersetzungen für AdBlock für Firefox, 1-Click YouTube-Video-Downloader, Download Flash and Video, Greasemonkey, NoScript, „Merken“-Button von Pinterest, signTextJS plus sowie To Google Translate.

Während die Anzahl der Erweiterungen, welche auf diese Weise neue Übersetzungen erhalten konnten, sehr begrenzt war, hofft Mozilla, die Möglichkeit, Erweiterungen von der Community über eine Übersetzungs-Plattform übersetzen zu lassen, in naher Zukunft allen interessierten Entwicklern zur Verfügung stellen zu können.

Die Neuerungen von New Tab Override 14.0

Da New Tab Override bereits in einige Top-Sprachen übersetzt war, gibt es in diesem Update „nur“ zwei komplett neue Übersetzungen für New Tab Override. Die Erweiterung steht ab sofort auch in den Sprachen Italienisch und Brasilianisches Portugiesisch zur Verfügung. Weiterhin wurden die Französische, Chinesische sowie die Spanische Übersetzung aktualisiert. In Summe gibt es also fünf Übersetzungs-Updates. Neben der Erweiterung selbst wurde außerdem auch der Eintrag auf addons.mozilla.org übersetzt. Insgesamt steht New Tab Override derzeit in elf Sprachen zur Verfügung.

Abseits von Übersetzungen gab es auch noch eine Neuerung in New Tab Override 14.0: die beiden Optionen für die Standard-Startseite „about:home“ und die komplett leere Seite „about:blank“ wurden aus der Erweiterung entfernt. Zum einen sind diese Optionen seit Firefox 60/61 nicht mehr via WebExtension-API aufrufbar, zum anderen sind beide Optionen spätestens seit Firefox 61 nicht mehr notwendig, weil es für beides sichtbare Optionen in den Firefox-Einstellungen gibt und das sogar komplett ohne Erweiterung.

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July 16, 2018 08:49 PM

July 14, 2018

Sören Hentzschel

Vorschau auf das neue Design von Firefox Klar für Android

Firefox Klar ist ein spezialisierter Privatsphäre-Browser aus dem Hause Mozilla, der sowohl für iOS als auch für Android existiert. Dieser Artikel gibt als erste Webseite eine Vorschau auf das kommende Design von Firefox Klar für Android.

Während sich bei Firefox für Android derzeit mehr im Geheimen abspielt, tut sich bei Firefox Klar (internationaler Name: Firefox Focus) umso mehr Offensichtliches. Vor wenigen Tagen wurden neue Versionen für Android und iOS mit diversen Neuerungen veröffentlicht, kurz vorher wurden erste Test-Versionen von Firefox Klar für Android mit Gecko-Engine veröffentlicht und Mockups zeigen die neue Optik, an der Mozilla derzeit für die Android-Version von Firefox Klar arbeitet.

Die folgenden Bilder zeigen immer das alte Design (links) im direkten Vergleich mit dem neuen Design (rechts).

Firefox Klar Redesign 2018

Firefox Klar Redesign 2018

Firefox Klar Redesign 2018

Firefox Klar Redesign 2018

Firefox Klar Redesign 2018

Firefox Klar Redesign 2018

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July 14, 2018 08:36 PM

July 12, 2018

Sören Hentzschel

Mozilla veröffentlicht Firefox Rocket 2.2 für Android

Mozilla hat Firefox Rocket 2.2 für Android veröffentlicht. Bei Firefox Rocket handelt es sich um einen spezialisierten Browser mit Funktionen zum Sparen von Daten, welcher offiziell nur in Indonesien angeboten wird, aber nicht nur dort installiert werden kann.

Im Oktober 2017 hat Mozilla die erste Version von Firefox Rocket für Android veröffentlicht. Ähnlich wie Firefox Klar ist auch Firefox Rocket ein sehr reduzierter WebView-basierter Browser mit einem besonderen Fokus, der viele Funktionen des großen Firefox-Bruders nicht besitzt, darunter Lesezeichen, Synchronisation von Daten und Erweiterungen. Der Fokus bei Firefox Rocket liegt auf dem Sparen von Daten und damit gerade in Entwicklungsländern auch auf dem Sparen von Geld. So kann per Knopfdruck ein sogenannter Turbo-Modus aktiviert werden, welcher Werbung und Tracker blockiert, über eine weitere Schaltfläche können Bilder auf Webseiten deaktiviert werden und eine andere Schaltfläche erlaubt die Bildschirm-Aufnahme von Webseiten, welche über den sichtbaren Bereich hinausgehen und auch dann zur Verfügung stehen, wenn gerade keine Internetverbindung besteht.

In Firefox Rocket 2.2 hat Mozilla das Schließen von Tabs durch eine Schaltfläche zum Schließen aller Tabs sowie durch das Hinzufügen einer Wischgeste zum Schließen einzelner Tabs vereinfacht. Außerdem wurde das Blockieren von Werbung im Turbomodus verbessert.

Offiziell angeboten wird Firefox Rocket nur in Indonesien. Wer die Installation von Apps aus anderen Quellen als dem Google Play Store aktiviert hat, kann Firefox Rocket aber von überall in der Welt über GitHub installieren.

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July 12, 2018 07:44 PM

Mozilla veröffentlicht Firefox Klar 6.0 für Android und Apple iOS

Firefox Klar ist ein spezialisierter Privatsphäre-Browser aus dem Hause Mozilla, der sowohl für iOS als auch für Android neben dem regulären Firefox existiert. Mozilla hat nun Firefox Klar 6.0 für Android und Apple iOS mit mehreren Neuerungen veröffentlicht.

Download Mozilla Firefox Klar 6.0 für Google Android
Download Mozilla Firefox Klar 6.0 für Apple iOS

Für seinen Privatsphäre-Browser Firefox Klar (internationaler Name: Firefox Focus) hat Mozilla heute sowohl für Android als auch für Apple iOS ein Update auf Version 6.0 veröffentlicht und damit weitere Funktionen umgesetzt, welche sich die Nutzer von Firefox Klar gewünscht haben.

Die Neuerungen für Android und Apple iOS

Mit Firefox Klar 6.0 hat Mozilla sowohl der Android- als auch der iOS-Version eine Funktion spendiert, um bestimmte Begriffe auf Webseiten zu suchen. Nach Eingabe eines Suchbegriffes werden alle Vorkommen auf der Webseite markiert und auch die Anzahl der gefundenen Treffer wird ausgegeben.

Ebenfalls wurde in beiden Versionen die Funktion hinzugefügt, die Desktop-Version einer Webseite anzufordern. Dies kann vor allem dann praktisch sein, wenn eine Webseite für Mobilgeräte nur eine abgespeckte Version bereitstellt.

Firefox Klar 6.0

Sonstige Neuerungen für Android

Wird ein Link über eine andere App als sogenannter Custom Tab in Firefox Klar geöffnet, kann die URL durch ein langes Drücken auf die Adressleiste nun in die Zwischenablage kopiert werden. Diese Funktion steht derzeit nur auf Android zur Verfügung.

Sonstige Neuerungen für Apple iOS

Firefox Klar für Apple iOS kann ab sofort so konfiguriert werden, dass nach (temporärem) Schließen von Firefox Klar die App für mehr Sicherheit über Touch ID oder Face ID entsperrt werden muss. Diese Funktion ist Nutzern von Apple iOS vorbehalten.

Firefox Klar 6.0

Wo ist Firefox Klar 5.0 für Apple iOS?

Nutzer von Apple iOS werden sich vielleicht fragen, was mit Version 5.0 ist, nachdem die letzte Version die Versionsnummer 4.1 trug. Die Versionsnummer 5.0 wurde übersprungen, um wieder synchron mit der Android-Version zu sein.

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July 12, 2018 07:38 PM