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Planet Mozilla (de)

February 07, 2026

Sören Hentzschel

Mozilla VPN 2.33 veröffentlicht – jetzt auch für Windows auf ARM

Mozilla hat Version 2.33 seiner VPN-Clients für das Mozilla VPN veröffentlicht. Die neue Version ist erstmals auch mit Windows-Systemen mit ARM-Prozessor kompatibel.

Mit dem Mozilla VPN bietet Mozilla in Zusammenarbeit mit Mullvad sein eigenes Virtual Private Network an und verspricht neben einer sehr einfachen Bedienung eine durch das moderne und schlanke WireGuard-Protokoll schnelle Performance, Sicherheit sowie Privatsphäre: Weder werden Nutzungsdaten geloggt noch mit einer externen Analysefirma zusammengearbeitet, um Nutzungsprofile zu erstellen.

Jetzt Mozilla VPN nutzen

Die Neuerungen vom Mozilla VPN 2.33

Das Update auf das Mozilla VPN 2.33 bringt erstmalige Unterstützung für Windows-Systeme mit ARM-Prozessor. Außerdem wird mit der neuen Version auch das iPhone Air von Apple unterstützt. Das Zusammenspiel mit der VPN-Erweiterung für Firefox wurde verbessert. Die Abonnement-Verwaltung wurde aus der App entfernt und öffnet jetzt im Browser. Verbesserungen gab es auch in Zusammenhang mit den Benachrichtigungsberechtigungen unter iOS. Dazu gab es wie immer diverse Fehlerbehebungen und Verbesserungen unter der Haube.

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February 07, 2026 08:12 PM

February 06, 2026

Sören Hentzschel

February 05, 2026

Sören Hentzschel

Mozilla veröffentlicht Firefox 147.0.3

Mozilla hat Firefox 147.0.3 veröffentlicht und behebt damit mehrere Probleme der Vorgängerversion.

Download Mozilla Firefox 147.0.3

Mozilla hat Firefox 147.0.3 für Windows, macOS und Linux veröffentlicht und liefert damit zahlreiche Verbesserungen für eine gesteigerte Webkompatibilität aus. Dies betrifft vor allem das sogenannte Anchor Posititioning in CSS, aber auch die Sticky-Positionierung in CSS, CSS Flexbox, die Navigation-API, URLPattern-API sowie die Wiedergabe von HEVC-Videos.

Ein Problem wurde behoben, bei dem die Entwicklerwerkzeuge möglicherweise nicht mehr geöffnet werden konnten, nachdem ein Element im Inspektor ausgewählt und eine Seite mit Cross-Origin-iFrames neu geladen wurde.

Es wurde ein Problem behoben, bei dem der Abschnitt mit den Einstellungen für den DNS-over-HTTPS-Anbieter als leeres Feld angezeigt wurde, sodass Benutzer die aktuellen Einstellungen nicht sehen oder ändern konnten.

Ein Problem auf Windows-Systemen mit einer großen Anzahl installierter Schriftarten wurde behoben, bei dem Teile der Firefox-Benutzeroberfläche fehlerhafte Zeichen anstelle von lesbarem Text anzeigen konnten.

Ein Problem unter Linux wurde behoben, bei dem UI-Widgets unter Umständen an der falschen Position angezeigt werden konnten.

Wurde Firefox unter Windows mit einem dunklen Design genutzt, konnte es beim Start zu einem hellen Flackern der Titelleiste kommen.

Auf macOS konnte eine Erweiterung oder das Verändern einer bestimmten versteckten Option dafür sorgen, dass Firefox nicht mehr benutzbar war.

Mehrere potenzielle Absturzursachen wurden behoben.

Ein Problem wurde behoben, welches zu einer fehlgeschlagenen Kerberos-Authentifizierung führen konnte.

Es wurde zusätzliches Logging und Telemetrie zum Verstehen von Standortfehlern eingeführt, was in Zusammenhang damit steht, die Zuverlässigkeit der Geolocation-API durch Verwendung der aktuellen System-Schnittstellen zu verbessern.

Zur Unterstützung von Experimenten wurde die Möglichkeit geschaffen, innerhalb der ersten 48 Stunden der Firefox-Nutzung andere Standard-Verknüpfungen auf der Firefox-Startseite anzuzeigen, als danach.

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February 05, 2026 05:19 PM

January 30, 2026

Sören Hentzschel

Firefox 148 bekommt „Kill Switch” für KI-Funktionen

Bereits das kommende Feature-Update von Firefox wird eine eigene Einstellungs-Seite für KI-Funktionen erhalten. Über diese lassen sich zentral an einem Ort alle KI-Features einzeln oder auch generell – und damit einschließlich zukünftiger Funktionen – abschalten.

Künstliche Intelligenz (KI) ist ein Thema, welches mittlerweile omnipräsent ist. Die einen lieben es, andere möchten am liebsten gar nichts damit zu tun haben. Auch Firefox bietet bereits ein paar Funktionen mit KI-Unterstützung an, weitere werden in der Zukunft folgen. Dabei waren sämtliche KI-Funktionen in Firefox vom ersten Tag an optional. Außerdem setzt Mozilla für eine verbesserte Privatsphäre bevorzugt auf lokale KI anstelle von Cloud-basierten KI-Lösungen.

Um die Verwaltung von KI-Funktionen noch einfacher für die Nutzer von Firefox zu machen, erweitert Mozilla mit Firefox 148 die Einstellungen um einen zusätzlichen Bereich mit der Bezeichnung „KI-Einstellungen”. Dieser neue Bereich bietet einen Ort, um alle KI-Funktionen zentral zu steuern. Dabei kann der Nutzer zwischen drei Optionen wählen: „Aktiviert” bedeutet, das jeweilige Feature ist aktiv. „Verfügbar” bedeutet, dass das Feature noch nicht aktiv ist, dem Nutzer aber angeboten wird und von diesem aktiviert werden kann. Bei „Blockiert” wird die Funktion dem Nutzer gar nicht erst angeboten und entsprechende Optionen ausgeblendet. Wurden bereits lokale KI-Modelle heruntergeladen, werden diese bei Auswahl vom Gerät gelöscht.

Firefox 148 bietet Einstellungen für fünf KI-basierte Funktionen an: Übersetzungen von Websites in andere Sprachen, die Generierung von Alternativtexten beim Hinzufügen von Bildern in PDF-Dateien, um deren Barrierefreiheit zu verbessern, Vorschläge für andere Tabs sowie Beschriftungen für Tab-Gruppen, KI-Zusammenfassungen für die Link-Vorschau sowie diverse Chatbots in der Sidebar.

Drei dieser fünf KI-Funktionen stehen derzeit nur für Nutzer zur Verfügung, welche Firefox in englischer Sprache nutzen. Entsprechend sehen Nutzer anderer Sprachen weniger Optionen in Firefox 148, sodass keine irrelevanten Funktionen dargestellt werden. Zu jeder KI-Funktion gibt es einen kurzen Erklärungstext sowie einen Link mit detaillierten Informationen.

Darüber hinaus bietet Firefox 148 auch noch einen globalen Schalter zum Ein- und Ausschalten von KI-Funktionen an. Medien hatten in diesem Zusammenhang in den letzten Wochen häufig von einem sogenannten „Kill Switch” gesprochen, weswegen diese Wortwahl hier aufgegriffen werden soll.

Hierüber können alle KI-Funktionen mit einem Mal deaktiviert werden – und damit auch sämtliche KI-Funktionen, die es noch gar nicht gibt und erst irgendwann in der Zukunft dazu kommen werden. Wird die globale Einstellung genutzt, wird darüber hinaus auch die Erweiterungs-Schnittstelle für KI-Funktionen abgeschaltet.

AI Kill Switch in Firefox 148

Firefox 148 wird nach aktueller Planung am 24. Februar 2026 erscheinen. Nutzer einer Beta-Version von Firefox 148 können bereits jetzt die Option browser.preferences.aiControls in about:config per Doppelklick auf true schalten, um die neuen KI-Einstellungen zu aktivieren.

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January 30, 2026 08:22 PM

January 29, 2026

Sören Hentzschel

Enterprise Policy Generator 7.3 für Firefox veröffentlicht

Der Enterprise Policy Generator richtet sich an Administratoren von Unternehmen und Organisationen, welche Firefox konfigurieren wollen. Mit dem Enterprise Policy Generator 7.3 ist nun ein Update erschienen.

Enterprise Policy Generator

Download Enterprise Policy Generator für Firefox

Die Enterprise Policy Engine erlaubt es Administratoren, Firefox über eine Konfigurationsdatei zu konfigurieren. Der Vorteil dieser Konfigurationsdatei gegenüber Group Policy Objects (GPO) ist, dass diese Methode nicht nur auf Windows, sondern plattformübergreifend auf Windows, Apple macOS sowie Linux funktioniert.

Der Enterprise Policy Generator hilft bei der Zusammenstellung der sogenannten Enterprise Policies, sodass kein tiefergehendes Studium der Dokumentation und aller möglichen Optionen notwendig ist und sich Administratoren die gewünschten Enterprise Policies einfach zusammenklicken können.

Neuerungen vom Enterprise Policy Generator 7.3

Der Enterprise Policy Generator 7.3 bringt Unterstützung für die DisableRemoteImprovements-Richtlinie in Firefox 148 und höher, um Firefox daran zu hindern, Funktionen, Leistung und Stabilität zwischen den Updates zu verbessern. Dazu kommt die Unterstützung für die HarmfulAddon-Option in der EnableTrackingProtection-Richtlinie zur Blockierung schädlicher Add-ons in Firefox 147 und höher. Darüber hinaus gab es diverse kleinere Verbesserungen für bereits länger bestehende Richtlinien.

Abseits von Unternehmensrichtlinien wurde die Jahreszahl im Footer von 2025 auf 2026 geändert und eine nicht mehr notwendige Eigenschaft aus dem Erweiterungs-Manifest entfernt.

Der Enterprise Policy Generator 7.3 ist die letzte Version mit Unterstützung von Firefox ESR 128. Der Enterprise Policy Generator 8.0 wird Firefox 140 oder höher voraussetzen.

Entwicklung unterstützen

Wer die Entwicklung des Add-ons unterstützen möchte, kann dies tun, indem er der Welt vom Enterprise Policy Generator erzählt und die Erweiterung auf addons.mozilla.org bewertet. Auch würde ich mich sehr über eine kleine Spende freuen, welche es mir ermöglicht, weitere Zeit in die Entwicklung des Add-on zu investieren, um zusätzliche Features zu implementieren.

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January 29, 2026 07:00 PM

January 28, 2026

Sören Hentzschel

Sicherheits-Update Thunderbird 147.0.1 veröffentlicht

Die MZLA Technologies Corporation hat mit Thunderbird 147.0.1 ein Sicherheits-Update für seinen Open Source E-Mail-Client veröffentlicht.

Neuerungen von Thunderbird 147.0.1

Mit Thunderbird 147.0.1 hat die MZLA Technologies Corporation ein Update für seinen Open Source E-Mail-Client veröffentlicht und behebt damit eine Sicherheitslücke. Außerdem wurde eine potenzielle Absturzursache behoben.

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January 28, 2026 08:33 PM

January 27, 2026

Sören Hentzschel

Mozilla veröffentlicht Sicherheits-Update Firefox 147.0.2

Mozilla hat Firefox 147.0.2 veröffentlicht und behebt damit mehrere Probleme der Vorgängerversion. Auch Sicherheitslücken wurden behoben.

Download Mozilla Firefox 147.0.2

Mozilla hat Firefox 147.0.2 für Windows, macOS und Linux veröffentlicht und behebt damit mehrere Sicherheitslücken, diverse potenzielle Absturzursachen sowie mehrere Webkompatibilitätsprobleme, darunter eines, welches unerwartete WebAuthn-Anfragen verursachen konnte.

Websites konnten vom Safe Browsing-Schutz unter Umständen fälschlicherweise als schädlich erkannt werden.

Mehrere Probleme wurden auch in Zusammenhang mit der Unterstützung für die XDG Base Directory-Spezifikation unter Linux behoben.

Außerdem zeigten Zertifikats-Fehlerseiten in manchen Fällen den Port doppelt an.

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January 27, 2026 08:22 PM

January 26, 2026

Sören Hentzschel

Firefox: Release-Termine 2026

Dieser Artikel fasst die Veröffentlichungstermine für Firefox und Firefox ESR im Jahr 2026 übersichtlich zusammen.

Neue Major-Releases von Firefox erscheinen in der Regel alle vier Wochen. Auf diese Weise erreichen Neuerungen schneller den Endnutzer und man muss nicht viele Monate auf bereits implementierte Funktionen warten. Dies sind die Veröffentlichungstermine von Firefox für das Jahr 2026.

Das sind die Firefox Release-Termine 2026

Firefox 147, Firefox ESR 140.7, Firefox ESR 115.32
13. Januar 2026 (5 Wochen nach Firefox 146)

Firefox 148, Firefox ESR 140.8, Firefox ESR 115.33
24. Februar 2026 (6 Wochen nach Firefox 147)

Firefox 149, Firefox ESR 140.9
24. März 2026 (4 Wochen nach Firefox 148)

Firefox 150, Firefox ESR 140.10
21. April 2026 (4 Wochen nach Firefox 149)

Firefox 151, Firefox ESR 140.11
19. Mai 2026 (4 Wochen nach Firefox 150)

Firefox 152, Firefox ESR 140.12
16. Juni 2026 (4 Wochen nach Firefox 151)

Firefox 153, Firefox ESR 153.0, Firefox ESR 140.13
21. Juli 2026 (5 Wochen nach Firefox 152)

Firefox 154, Firefox ESR 153.1, Firefox ESR 140.14
18. August 2026 (4 Wochen nach Firefox 153)

Firefox 155, Firefox ESR 153.2, Firefox ESR 140.15
15. September 2026 (4 Wochen nach Firefox 154)

Firefox 156, Firefox ESR 153.3
13. Oktober 2026 (4 Wochen nach Firefox 155)

Firefox 157, Firefox ESR 153.4
10. November 2026 (4 Wochen nach Firefox 156)

Firefox 158, Firefox ESR 153.5
8. Dezember 2026 (4 Wochen nach Firefox 157)

Firefox 159, Firefox ESR 153.6
19. Januar 2027 (6 Wochen nach Firefox 158)

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January 26, 2026 08:20 PM

January 21, 2026

Sören Hentzschel

Firefox Nightly als .rpm-Paket für Linux verfügbar

Mozilla stellt Firefox Nightly ab sofort auch als .rpm-Paket für Linux zur Verfügung.

Wer Firefox auf Linux nutzen möchte, hat dazu verschiedene Möglichkeiten: Neben Archiven von Mozilla und möglicherweise der Paketverwaltung der genutzten Distribution gibt es auch noch Snap, Flatpak sowie .deb-Pakete für Debian-basierte Distributionen. In Zukunft kommt noch eine weitere Option dazu.

Die Nightly-Version von Firefox liegt ab sofort auch als .rpm-Paket vor. RPM steht für Red Hat Package Manager. Linux-Distributionen, welche RPM nutzen, sind unter anderem Fedora, openSUSE, CentOS oder RHEL. Die .rpm-Pakete bieten die gleichen Vorteile wie die .tar.xz-Archive, die man via mozilla.org herunterladen kann und damit im Vergleich zum Firefox aus einer traditionellen Paketverwaltung unter Linux dank Mozillas Compiler-Optimierungen eine bessere Performance und Sicherheit bieten und außerdem Updates, die den Nutzer schneller erreichen.

Nach einer Testphase sollen die .rpm-Pakete natürlich auch für Firefox Beta sowie die finalen Firefox-Veröffentlichungen und Firefox ESR zur Verfügung stehen.

Informationen zur Installation der .deb-Pakete von Firefox hat Mozilla in seinem Blog (engl.) zusammengefasst.

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January 21, 2026 07:54 PM

January 20, 2026

Sören Hentzschel

Exklusiv: Mozilla macht auch im Jahr 2024 wieder Rekordumsatz

Ich berichte weltweit als erstes über Mozillas Finanzbericht für das Jahr 2024. Erneut konnte Mozilla seinen Umsatz auf ein neues Rekordhoch steigern. Gleichzeitig hat Mozilla auch so viel investiert wie noch nie.

Mozilla macht über 680 Millionen Dollar Umsatz

Mozilla konnte im Jahr 2024 Einnahmen in Höhe von über 680 Millionen USD erzielen. Dies entspricht einem Plus von mehr als 27 Millionen USD gegenüber dem Vorjahr. Klammert man das Jahr 2019 aus, welches in Folge eines Rechtsstreits mit Yahoo eine Vergleichszahlung von annähernd 340 Millionen USD beinhaltete, handelt es sich dabei um die höchsten Einnahmen, die Mozilla je erzielt hat.

Dabei sind Mozillas Einnahmen durch Suchmaschinen von knapp 495 Millionen USD im Vorjahr auf über 498 Millionen USD gestiegen. Während diese Einnahmen nicht zu 100 Prozent von Google stammen, sei an dieser Stelle erwähnt, dass Mozilla seinen Suchmaschinen-Vertrag mit Google Ende 2023 erneut verlängert hatte. Googles Anteils an Mozillas Gesamtumsatz ist damit wieder von 85 Prozent auf 86 Prozent leicht gestiegen.

Ebenfalls leicht steigern konnte Mozilla seine Abo- und Werbeeinnahmen. Hier ging es von knapp 65 Millionen USD auf über 66 Millionen USD. Der größte positive Sprung fällt in die Kategorie Zinsen und Dividendenerträge. Hier verzeichnete Mozilla einen Gewinn von über 95 Millionen USD im Vergleich zu etwas über 47 Millionen USD im Jahr zuvor. Diese Zahl stellte bereits einen erheblichen Sprung gegenüber lediglich neun Millionen USD noch ein Jahr zuvor dar. Den größten Gewinn-Rückgang gab es bei den Kapitalanlagen, die im Vergleich zu den über 24 Millionen USD Gewinn im Vorjahr nur noch 274.000 USD brachten – aber damit immerhin ein positives Ergebnis. Hier gab es im Jahr 2022 noch einen Verlust in Höhe von 19 Millionen USD. Ende 2022 leitete Mozilla eine Abkehr von der bis dahin sehr defensiven Strategie zur Verwaltung finanzieller Reserven ein.

Ausgaben auf knapp 590 Millionen USD gestiegen

Auch bei den Ausgaben hat Mozilla noch einmal deutlich zugelegt. Nach Ausgaben in Höhe von über 496 Millionen USD im Jahr 2023, waren es 2024 über 589 Millionen USD – wie beim Umsatz so viel wie noch nie.

Dies schließt eine Steigerung von über 30 Millionen USD bei den Entwicklungskosten auf nun über 290 Millionen USD ein. Die Ausgaben für Branding und Marketing sind von über 68 Millionen USD auf über 86 Millionen USD gestiegen, die Ausgaben für Allgemeines und Verwaltung von knappp 124 Millionen USD auf über 163 Millionen USD.

Neben anderen Investitionen hat Mozilla im Juni 2024 für einen Kaufpreis von 31 Millionen USD 100 Prozent des Unternehmens Anonym übernommen.

Mozillas Vermögenswert wächst auf 1,4 Milliarden USD

Während Mozllas Barvermögen von 264 Millionen USD auf knapp 242 Millionen USD gesunken ist, konnte Mozilla seinen Netto-Vermögenswert von knapp 1,34 Milliarden USD auf über 1,4 Milliarden USD steigern.

Entwicklung von 2005 bis heute

Wie gehabt gibt es auf soeren-hentzschel.at eine Spezial-Seite, welche die Einnahmen, die Ausgaben sowie das Vermögen von Mozilla seit dem Jahr 2005 bis heute visualisiert und die Entwicklung anschaulich gestaltet. Die Seite steht auch in englischer Sprache zur Verfügung.

Mozilla Umsatz 2024
Bildquelle: soeren-hentzschel.at/mozilla-umsatz

Ausblick

Der Finanzbericht für das Jahr 2025 wird voraussichtlich Mitte November bis Mitte Dezember 2026 veröffentlicht werden.

Ende 2024 war Mozilla mit dem Mozilla VPN in zahlreiche neue Länder expandiert. Der Effekt daraus wird sich erstmals mit dem Finanzbericht für das Jahr 2025 richtig zeigen. Außerdem wurde im Sommer mit dem Privacy Protection Plan ein Kombinations-Angebot aus dem Mozilla VPN, Mozilla Monitor Plus sowie Firefox Relay Premium gestartet, allerdings nur in den USA. Der Start von Solo Pro erfolgte erst Ende 2025.

Deutlich weniger Einnahmen sind durch Pocket und Fakespot zu erwarten. Beide Dienste wurden im Laufe des Jahres 2025 eingestellt, Ende November 2025 erfolgte schließlich die Einstellung von Mozilla Monitor Plus.

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January 20, 2026 07:27 PM

February 23, 2023

SeaMonkey-Neuigkeiten

September 24, 2021

SeaMonkey-Neuigkeiten

August 12, 2021

SeaMonkey-Neuigkeiten

June 16, 2021

SeaMonkey-Neuigkeiten

IRC Support ist nach libera.chat umgezogen

Der SeaMonkey-IRC-Support-Kanal ist auf libera.chat umgezogen

Umzugswagen-Grafik von clipartmax.comIm letzten Monat wurde freenode zu einem Schlachtfeld zwischen ehemaligen Admins und dem Management. Das Internet weiß mehr darüber, hier ein Beitrag bei Heise.

Aus diesem Grund plante das SeaMonkey schon  seit einiger Zeit, die SeaMonkey-IRC-Präsenz mittelfristig auf libera.chat zu verlagern. Leider hat freenode dann das Team am 15.6. kurzfristig dazu gezwungen, die IRC-Platform zu wechseln. Alle registrierten Nicknames wurden entfernt und Kanäle mehr oder weniger ohne Betreiber und Eigentümer zurückgelassen. Dies ist inakzeptabel und führte zum Bruch.

Der SeaMonkey-Support auf freenode wurde eingestellt. Neuer Ort:  libera.Chat. Für ChatZilla-Nutzer empfiehlt sich die Verwendung von 2.53.8b1. Unterstützung für Libera.chat wurde für den integrierten chatZilla-Client ergänzt, das libera.chat-Netzwerk muss nicht manuell eingerichtet werden. Es wurden keine Probleme mit dem Beta gemeldet, und die endgültige Version 2.53.8 wird in Kürze veröffentlicht.

Über den folgenden Link kann man auf den SeaMonkey IRC-Kanal zugreifen:

ircs://libera.chat:6697/SeaMonkey

Bis demnächst dort am neuen Ort. Derzeit fehlt noch ein Logging-Service zum „Mitschneiden“ der Unterhaltungen, ist in Arbeit!

Achtung: Nach nicht nur meiner Erfahrung funktioniert das nur über Port 6697 (s.o.)! Mit dem Chatzilla-Default-Port 9999 für IRC over SSL/TLS funktioniert der Zugang nicht. Deshalb funktionierte (bei mir jedenfalls) der Zugang einfach durch Wahl von „libera.chat“ in ChatZilla nicht. Siehe auch Newsgroup alt.comp.software.seamonkey Subj. „IRC presense“ Anmerkung 2021-06-16 10:45 von Nuno Silva!

June 16, 2021 09:57 AM

February 24, 2021

SeaMonkey-Neuigkeiten

Inoffizielles SeaMonkey 2.53.8 Beta1 Pre

Neuerdings gibt es auch Inoffizielle SeaMonkey 2.53.8 – Builds von Nutzer/Entwickler wg9s, und zwar auch mit deutscher Benutzeroberfläche für Linux und WINDOWS.

Wer mag kann diese inoffizielle Software eifrig, aber vorsichtig testen! Benutzung für Testzwecke auf eigene Gefahr und ohne jede Gewährleistung!

Erfahrungsberichte sind willkommen!

Ich benutze diese Version seit heute, bisher alles gut, keine auffälligen Veränderungen gegenüber 2.53.7, das ich im Alltag benutze!

February 24, 2021 08:54 PM

November 16, 2020

SeaMonkey-Neuigkeiten

Probleme nach Update auf macOs 11.0.1 Big Sur: UI-Inhalte unsichtbar!

Mehrere User berichteten von unsichtbaren Elementen im SeaMonkey-User-Interface nach dem Update auf macOs 11.0.1 Big Sur:

  • Bug 1677273 – Accounts and folders invisible in folder pane after upgrade to [macOs 11.0. big sur]
  • Bug 1677316 – [macOs 11.0 big sur] blank popup menus

Ein

Workaround von User Thomas Hallgren auf NG mozilla.support.seamonkey scheint zu funktionieren:

Wechsel  „SeaMonkey Modern“ theme:
(Ansicht -> Theme Anwenden -> SeaMonkey Modern)

Evtl. nicht ganz einfach, da Bestätigungs-Popup wohl auch betroffen und leer, halt etwas unterhalb der Mitte etwas links von der Mitte draufklicken. Nach Neustart ist dann das „Classic-Theme“ gewählt.

 

November 16, 2020 08:31 PM

November 14, 2020

SeaMonkey-Neuigkeiten

SeaMonkey 2.53.5 has been released!

Offizielles SeaMonkey 2.53.5 steht zum Download bereit

Diese Version führt Änderungen an Deinem User-Profil durch, die eine Rückkehr zu SeaMonkey 2.4x unmöglich machen. Deshalb bitte unbedingt vor der Installation ein vollständiges Backup des User-Profils durchführen.

Quelle und Download: SeaMonkey 2.53.5

Release Notes

Was ist neu bei SeaMonkey 2.53.5?

(Übersetzung der Original-Release-Notes)

SeaMonkey 2.53.5 enthält (neben anderen) die folgenden wesentlichen Änderungen gegenüber SeaMonkey 2.53.4:

  • Bereitstellung von WebP-Unterstützung: bug 1653869.
  • startpage.com als Suchmaschine, die für alle Gebietsschemata verfügbar ist: bug 1655283.
  • Unterstützung für av1 Videokompression.
  • Die neueste Version von freetype2 wurde hinzugefügt.
  • Unterstützung für die resizeObserver-Web-API
  • Unterstützung für rust 1.47.0 auf Linux- und MacOS-Plattformen.
  • Unterstützung für die Verwendung von System-Sqlite wurde entfernt.
  • Verschiedene Sicherheits- und allgemeine Plattform-Fixes.

SeaMonkey 2.53.5 enthält (neben anderen) die folgenden wichtigen Änderungen im Vergleich zu SeaMonkey 2.49.5:

  • Der Bookmarks Manager hat seinen Namen in Library geändert und enthält nun auch die History-Liste. Beim Aufruf von History wird die Library mit der ausgewählten History-Liste angezeigt. Die umfangreichen Änderungen waren aufgrund von Änderungen an der API der Mozilla-Gecko-Plattform erforderlich.
  • Der Download Manager wurde auf eine neue API migriert. Obwohl er so ziemlich genauso aussieht wie vorher, fehlt die Suchoption und einige andere kleinere Details funktionieren anders. Die frühere Download-Historie wird während des Upgrades entfernt.
  • Das Layout-Panel wurde zu den CSS-Grid-Tools hinzugefügt.
  • TLS 1.3 ist jetzt die Standard-SSL-Version.
  • Das einzige NPAPI-Plugin, das mit SeaMonkey 2.53.5 funktioniert, ist Flash. Die Unterstützung für andere NPAPI-Plugins wie Java und Silverlight wurde entfernt. Zur Anzeige von PDF-Dateien im Browser können Sie pdf.js-seamonkey von Isaac Schemm verwenden.
  • SeaMonkey verwendet nun eine neue API für die Formatierung regionaler Daten wie Zeit und Datum. Standardmäßig wird das Applikationsgebietsschema des aktuellen SeaMonkey-Builds verwendet. Wenn Sie ein Sprachpaket oder eine andere OS-Formatierung verwenden, ist dies normalerweise nicht erwünscht. Sie können die Formatierung vom Gebietsschema der Anwendung auf das Gebietsschema der regionalen Einstellungen (OS) im Dialogfeld „Einstellungen“ unter „Aussehen“ ändern.

SeaMonkey 2.53.5 verwendet das gleiche Backend wie Firefox und enthält die relevanten Sicherheitskorrekturen für Firefox 60.8.

SeaMonkey 2.53.5 teilt die meisten Teile des Mail- und News-Codes mit Thunderbird. Bitte lesen Sie die Thunderbird 60.0 release notes

Weitere wichtige Sicherheitskorrekturen bis zum aktuellen Firefox 78.4 ESR und einige Verbesserungen wurden zurückportiert. Wir werden die Sicherheit von SeaMonkey in den nachfolgenden Beta- und Release-Versionen 2.53.x so schnell wie möglich weiter verbessern.

SeaMonkey-spezifische Änderungen:
  • SeaMonkey verwendet jetzt gtk3 unter Linux. Wenn Sie deswegen auf ein Problem stoßen, melden Sie bitte einen Fehler und verlinken Sie ihn mit bug 1367257. Bitte versuchen Sie zuerst ein anderes OS-Theme. Einige von ihnen sind fehlerhaft und verursachen Probleme mit SeaMonkey, Thunderbird und Firefox.

Weitere wichtige Informationen (Systemvoraussetzungen, …) auf der englischsprachigen Release-Notes-Seite!


November 14, 2020 04:43 PM

September 22, 2020

SeaMonkey-Neuigkeiten

August 19, 2020

SeaMonkey-Neuigkeiten

July 08, 2020

SeaMonkey-Neuigkeiten

April 27, 2016

André Jaenisch

Gerücht: Acadine stellt H5OS ein

Heute habe ich in der Mozillians-Telegram-Gruppe erfahren, dass lokalen Nachrichten zufolge Acadine Mitarbeiter entlassen solle. Wer war doch gleich Acadine? Und was sucht das auf einem Blog zu Firefox OS?

Acadine Technologies Logo.png
Wikimedia:
Acadine Technologies Official Website
von Changyu Hu (Public Domain)

Nachdem Mozilla letzten Jahres angekündigt hatte, Firefox OS auf den Connected Devices-Markt (aka IoT, d.h. Internet of Things) auszurichten, waren viele Nutzer sauer. Mich eingeschlossen. Nicht nur sauer, sondern auch frustriert.

Kurze Zeit späterEinige Zeit davor verkündete die chinesische Firma Acadine, den Boot2Gecko-Code zu übernehmen und darauf ein web-basiertes Betriebssystem aufzubauen: H5OS (“HTML 5 OS”). Das Vorhaben wurde mit 100 Millionen USD Wagniskapital finanziert.

Die Idee: Web-Entwickler nicht noch-eine-Sprache aufzuzwingen, wenn sie Apps für das Betriebssystem schreiben wollen.

Zurück zu den Nachrichten.

Peter Chen und Irvin Chen von der Mozilla Taiwan Community waren so freundlich, den Text in’s Englische zu übersetzen.

Demnach käme die Information aus dem oberen Management. Acadine liege im Zwist mit seinem Wagniskapitalgeber Tsinghua Unigroup. Dieser hätte versichert, sich nicht in’s Tagesgeschäft (engl. daily operations) einzumischen und keine Mitglieder in den Vorstand (engl. board) zu entsenden. Kürzlich jedoch habe er verlangt, dass Acadine sich auf den Chinesischen Markt fokussieren solle, während diese dabei waren, sich aus diesem Markt zurückzuziehen. In Folge dessen habe Tsinghua Unigroup die Finanzierung gestoppt und dränge auf Neuverhandlung.

Laut Wikipedia ist Tsinghua Unigroup Teil der Tsinghua Holdings – ein Unternehmen in chinesischer Staatshand mit beschränkter Haftung. Spreadtrum (ein Hersteller von Halbleiter-Bauteilen) ist beispielsweise von ihnen einverleibt worden.

Ich bin gespannt, wie das ausgeht. Ich würde mir schon mehr Konkurrenz auf dem Markt wünschen. Allein schon, damit es nicht wie im Smartphone-Segment nur zwei Player gibt. IoT wird noch genug Probleme bereiten, so dass wir da einen gesunden Wettbewerb benötigen.

April 27, 2016 09:03 PM

January 28, 2016

André Jaenisch

Firefox OS auf IoT – eine Fehlentwicklung?

Es ist jetzt nun schon keine Neuigkeit mehr – Firefox OS für Smartphones wurde eingestellt. Persönlich demotiviert mich das ziemlich.

Stattdessen soll jetzt auf Connected Devices (auch bekannt als Internet of Things, kurz IoT) umgeschwenkt werden. Sicher, da wird sich einiges tun. Allerdings kann es für Mozilla auch eine Fehlinvestition werden.

Untitled
Flickr: Untitled von Kris Krüg (CC BY-NC-ND)

Wir Entwickler sind meistens gerne für technische Spielereien zu haben. Von daher verstehe ich auch den Reiz an IoT. Ich finde Sphero ja auch eine nette Idee.
Bei Mozilla fing das schon mit dem Port auf Raspberry Pi 2 an.

Daneben wird schon eine ganze Weile für Firefox OS auf Panasonic Smart TVs gearbeitet. Sören berichtete vor zwei Tagen von einer neuen Version.

Allerdings ist die breite Masse ausschlaggebender für den Erfolg einer Maßnahme. Und wenn ich mir jetzt da einmal Feldforschungen zu Smart TVs anschaue, stelle ich fest, dass die Leute keinen Rechner auf ihrem Fernseher wollen. Sie wollen Filme schauen, vielleicht welche streamen. Aber die Eingabemöglichkeiten (lies: Fernbedienung, Sprachsteuerung etc.) sind dermaßen ein Graus, dass es keinen Spaß macht, großartig mit seinem Fernseher zu interagieren. Da helfen dann auch auf Smart TV portierte Spiele wenig, fürchte ich.

Bei Smart TVs ist Mozilla auch wieder spät dran. Wenn man einen Blick auf Google und Apple wirft, erkennt man, dass sie auf ihren für TV portierten Betriebssystemen keinen Webbrowser (mehr) ausliefern. Ich gehe davon aus, dass sie auch zu obigen Schlüssen gekommen sind.

Aber kommen wir weg von SmartTVs. Was gibt es sonst noch an vernetzten Geräten?

Viele werden wohl internetfähige Geräte über einen Rapsberry Pi/Arduino oder Vergleichbares betreiben. (Ich selber hab eines zum Geburtstag bekommen diesen Jahres :-)).

Jetzt ist es natürlich cool, von unterwegs nach Hause telefonieren zu können. Zumindest solange, wie nur wir es können.

Zeit Digital hat diese Woche über Shodan berichtet. Das ist eine Suchmaschine für das Internet der Dinge, die in regelmäßigen Abständen das Internet nach angeschlossenen Geräten abgrast und diese anpingt, um nach weiteren Informationen über sie zu fragen. Im Idealfall sollte das Gerät keine herausgeben. Tun aber erschreckend viele. Weil sie nicht korrekt konfiguriert wurden.

Soll heißen, mit dem Betreiben von internetfähigen Geräten ist auch Know-How verbunden. Hier kann Mozilla punkten.
Aber schaut euch einmal im Freundeskreis um, wie viele nicht einmal ihr Betriebssystem auf dem aktuellsten Stand gehalten bekommen …

Noch schlimmer wird es dann, wenn der Anbieter den Support einstellt (oder per Firmware-Upgrade für Elektro-Schrott sorgt …).

January 28, 2016 09:15 PM

January 14, 2016

André Jaenisch

Unsignierte Firefox OS-Simulatoren in WebIDE

Nach der Aktualisierung auf Firefox 43 bekam ich die Meldung, dass die Simulatoren-AddOns nicht genutzt werden können, weil sie nicht verifizierbar seien. Da hab ich einmal einen Maintainer drauf angeschrieben. Hier ist die Antwort:

Firefox Developer Edition
Mozilla: Firefox Developer Edition (CC BY-SA)

Die WebIDE sollte die Simulatoren weiterhin laden können. Das Problem sei bekannt und liegt darin begründet, dass der Simulator mit dem Gaia-Profil herumspielt und diese unter dem Extensions-Ordner liegt (und damit die Signatur zerstört).
Momentan (Stand 04. Januar) gibt es aber niemanden, der sich des Problemes annehmen könne. Es tritt auf allen Betriebssystemen auf.

Ansprechpartner ist übrigens nicht mehr Myk Melez (GitHub-Autor des Simulator-Repos), sondern J. Ryan Stinnett (falls ihr eine E-Mail-Adresse suchen wollt). Fand ich jetzt auch nicht auf Anhieb …

Happy hacking. Hoffentlich überlebt das Firefox OS-Projekt noch eine Weile

January 14, 2016 10:17 PM

January 11, 2015

André Jaenisch

Willkommen in 2015

Ich weiß, ich bin spät dran. Aber seit 07.01. bin ich jetzt in Erwerbsarbeit und muss mich erst an den neuen Tagesrhythmus gewöhnen.

Aktuellen Hochrechnungen nach sieht es mau aus mit freier Zeit. Vor allem, wenn ich auch noch daheim an einigen Code-Projekten basteln möchte. Meine derzeitige Planung sieht von daher so aus, dass ich Monday Sparks einstellen werde (die Vorbereitung kostet mich ~5h!) und wahrscheinlich wieder mehr auf die Mailingliste fokussiere (weniger frequentiert). Vielleicht kann ich die Planeten noch einbeziehen.

In jedem Fall wird die Frequenz hier heruntergefahren. Ich bemühe mich, ab Februar einmal am Wochenende einen Artikel zu verfassen. WordPress erlaubt mir eine geplante Veröffentlichung, so dass ich damit auch herumspielen kann.

Für Anfragen per E-Mail bin ich weiterhin offen! Allein verschlüsselte Nachrichten könnten dauern (der aktuelle Schlüssel wurde heute in der Über mich-Seite eingetragen). Grund: Ich hab noch nicht ganz den Dreh heraus, wie ich mutt auf GnuPG einschieße. Herunterladen und entschlüsseln geht. Ist halt nur doof, auf verschlüsselte Mitteilungen unverschlüsselt zu antworten :-/ Für Tipps bin ich dankbar!

In Bezug auf Firefox OS ist geplant, zumindest das Tablet endlich einmal von Firefox OS 1.4 auf die aktuellste Version zu flashen. Immerhin gab ich seinerzeit ja an, bei der Lokalisierung (= Übersetzung) mithelfen zu wollen … Daneben möchte ich mir gerne einmal ein Matchstick zulegen, welches dieses Jahr ja erscheinen soll. Und laut CES ist das kommende Ziel Wearables. Wer’s braucht … ich versteh noch nicht ganz den Einsatzbereich dafür …

Wie sehen eure Pläne für das neue Jahr aus?

January 11, 2015 10:47 AM

December 08, 2014

André Jaenisch

Auszeit

Bis auf weiteres werde ich wohl nichts bloggen.
Ich häng mit meiner Thesis hinter’m Zeitplan und muss ranklotzen.

Für den Fall, dass wir uns nicht mehr sehen: Frohes Fest (sei es Weihnachten oder 31C3) und guten Rutsch in’s Neue Jahr!

December 08, 2014 04:13 PM

November 28, 2014

Carsten Book

November 24, 2014

André Jaenisch

Monday Sparks: Vortragsfolien, BitCoin, Let’s Encrypt

Ich freu mich auf das Jahr 2015!
Warum? Weil mit Let’s Encrypt dann eine Möglichkeit besteht, kostenlos an ein TLS-Zertifikat zu kommen und damit den Datenverkehr der Besucher zur eigenen Website abzusichern. Das wird toll \o/

Daneben wurden in der vergangenen Woche viele Vorträge online gestellt und in einem Blog angepriesen. Klickt einfach einmal durch 😉

Nutzt einer von euch BitCoin? Falls ja, Mozilla akzeptiert diese Währung jetzt 🙂
Falls nein, lest bei BasicThinking mehr darüber!

Sparks.
Flickr: Sparks. von Sadie Hernandez (CC-BY)

https://twitter.com/RobDabell/status/535692493585911809

https://twitter.com/ttBitcoinNOW/status/535048251570143233

Kompatibilitätstabelle für Mobile Endgeräte

November 24, 2014 08:55 PM

November 17, 2014

André Jaenisch

Monday Sparks: AfricaCom, Phillipinen, Firefox Developer Edition

Firefox OS zieht weiter seine Runden. Jetzt geht es auch nach Afrika (in 2015) und Philippinen (jetzt). Neuland 🙂

Daneben wird eine spezielle Entwickler-Version vom Firefox herausgegeben. Finde ich gut, denn der Durchschnitts-Nutzer wird wohl kaum die ganzen Extra-Features brauchen.

Ich hab euch dann auch noch einige Artikel zu den Tiles herausgesucht. Werbung ist ja immer so ein leidiges Thema :-S

Sparks.
Flickr: Sparks. von Sadie Hernandez (CC-BY)

O’Reilly Webcast: Mobile First, responsives Redesign einer LIVE-Website von Jonathan Stark (englisch) – 11.12.2014 einschalten. Dauer: ca. 60 Minuten bei freiem Eintritt.
Firefox OS App Day Frankfurt am Main am 22.11.2014
Folien zur ApacheConEU2014 über Cordova (englisch)
Images für Alcatel OneTouch Fire (englisch) – Flashen auf eigenes Risiko!

November 17, 2014 06:16 PM

November 11, 2014

Thomas Schwecherl

10 Jahre Firefox

10 Jahre Firefox, 25 Jahre Berliner Mauerfall. Was für eine Zeit. Das Erscheinen von Firefox 1.0 war auf seine Art ein Teil des digitalen Mauerfalls zu Zeiten der absoluten Herrschaft von Microsoft über die Zugangswege ins weltweite Netz. Zumindest war es ein markanter und werbewirksamer Meilenstein. Der Weg dorthin war lang beginnend mit der Open-Source-Werdung von Netscape und der Weg seither war auch kein Zuckerschlecken.

Aber die Mühen haben sich gelohnt. Es war ein gemeinsames Werk von Tausenden gegen multinationale Großkonzerne. Leider war ich damals noch nicht aktiv dabei. Wenn man davon absieht, dass ich mein gesamtes Umfeld mit dem neuen Browser beglückte, ob sie es nun wollten oder nicht.

Heute sind die Ziele von Mozilla und Firefox viel diffiziler, vielschichtiger, komplexer. Der Wert der Arbeit daran wird von Außenstehenden nicht mehr so geschätzt wie noch vor ein paar Jahren. Der Ruf leidet, die Marktanteile sinken, die Freiwilligen-Gemeinde wird unterstützt/überdeckt durch ein Heer von Angestellten. Die Zeiten ändern sich. Nichtsdestotrotz ist die Basis von Mozilla und Firefox immer noch die selbe. Die Wahrung eines wahrhaft offenen Internets. Allein dafür sind Mozilla und Firefox wichtig, dafür brauchen wir alle sie. Egal welchen Browser man gerade verwendet.

Auf die nächsten 10 Jahre!

www.firefox10.org

November 11, 2014 12:17 AM

November 10, 2014

André Jaenisch

Monday Sparks: Afrika, Fx10, Firebug

Junge, Junge, wie die Zeit vergeht!

Heute wird Firefox zehn Jahre alt. Für Mozilla ein Anlass zum Feiern! Auf Thunderclap kann man noch bis ca. 20 Uhr seine Unterstützung für den Browser aussprechen. Auf Twitter werden die Hashtags #Fx10 und #ChooseIndependent entsprechend befeuert. Ich würd mich freuen, wenn ihr mitmacht. Und falls ihr gerade in Berlin seid, schaut doch einmal auf dem Alexanderplatz vorbei. Vielleicht erwischt ihr noch einige Mozillians und könnt euch mit Firefox ablichten lassen 🙂

Sparks.
Flickr: Sparks. von Sadie Hernandez (CC-BY)

November 10, 2014 04:11 PM

November 06, 2014

André Jaenisch

Ideen für eine Notifications API

Ich hab damit noch nicht so viel Erfahrung und deswegen frage ich euch 🙂

Auf der Mailingliste wird gerade über eine Notification API zur Steuerung von Benachrichtigungen diskutiert. Wie hättet ihr das gerne?

Buzzword Bingo: Notification = the act of giving notice
Buzzword Bingo: Notification = the act of giving notice
von Ron Mader (CC BY-SA)

Derzeit ist es wohl so, dass die einzige Möglichkeit in den Benachrichtigung bestehen, die auf dem Sperr-Bildschirm auch auftauchen.

Daneben wären aber Toasts, Vibrationen oder Zugriff auf die LED für verschiedene Szenarien wünschenswert.

So könnte man anhand des Vibrationsrhythmus erkennen, welche App gerade um Aufmerksamkeit bettelt.

Ein anderes Szenario ist das Mitteilen eines verpassten Anrufs/SMS. Ich hab das mehrfach schon erlebt …

Das coole daran ist, dass besagte API auch gerade beim WHATWG in der Standardisierung liegt. Ihr könnt also helfen, den Standard zu verbessern.

Interessierte können sich auch auf CC bei den Bugs #912645 und #1066385 (gibt sicher noch mehr) setzen.

Jetzt zu euch! Hinterlasst mir doch einen Kommentar mit euren Gedanken, und ich werde ihn in die Diskussion einbringen 🙂

November 06, 2014 01:11 PM

November 04, 2014

André Jaenisch

SMS werden nicht mehr gespeichert!

sms
sms von failafo0sa (CC BY-NC-ND)

Ja, ich gehöre noch zu der Sorte Mensch, die SMS einer WhatsApp-Nachricht bevorzugt. Hat ja nicht jeder ein Smartphone …

Umso überraschter war ich, als ich bemerkte, dass ich zwar SMS in den Benachrichtigungen sehen konnte, diese aber nicht mehr im Verlauf dargestellt wurden.

Senden geht auch nicht mehr.

Bug-Reporte #1092838 und #1092840 vertrösten mich und empfiehlt ein Flashen des Geräts.

Ich setz mich dann einmal mit Alcatel in Verbindung …

Kann von euch jemand das Verhalten bestätigen?

November 04, 2014 02:08 PM

April 22, 2014

Thomas Schwecherl

SUMO: die meistgelesenen 50 Artikel aktuell

Nach den 20 meistgelesenen sind nun auch die 50 meistgelesenen Artikel der Mozilla-Wissensdatenbank (support.mozilla.org oder kurz SUMO) aktualisiert und fertig ins Deutsche übersetzt.

Übersetzt heißt in diesem Fall: von mehreren Helfern überarbeitet und korrekturgelesen, mit lokalisierten Bildschirmfotos bestückt und freigeschaltet.

Ein paar Bildschirmfotos fehlen noch, vor allem für Mac OS X. Wenn sich jemand am Vervollständigen beteiligen möchte, findet er hier eine Übersicht und bei Andy den richtigen Ansprechpartner für Tipps usw.

Ich möchte mich auch diesmal wieder ganz herzlich bei allen bedanken, die mitgeholfen haben! Damit helfen wir schätzungsweise 80% aller deutschsprachigen Hilfesuchenden und versorgen sie mit aktuellen Inhalten. Wie viele hundertausend Nutzer jeden Monat das sind, kann ich nicht genau sagen. Es sind jedenfalls eine Menge.

Wenn jemand mithelfen möchte: der Leitfaden Wie du Artikel der SUMO-Wissensdatenbank richtig übersetzt gibt viele Tipps für den Einstieg. Man braucht dazu nichts weiter als einen Browser, ein paar Englischkenntnisse und Geduld. Technisches Vorwissen oder Spezialprogramme sind nicht nötig.

Unser nächster Schritt: die wichtigsten 100 Artikel. Dazu fehlen uns nur noch 32, von denen viele nur noch korrekturgelesen und mit Bildschirmfotos bestückt werden müssen …

April 22, 2014 10:06 PM

April 14, 2014

Thomas Schwecherl

SUMO: die 20 meistgelesenen Artikel aktuell

Mehrere Jahre ist es nun her, dass wir das zuletzt geschafft haben: Die 20 meistgelesenen Artikel der Mozilla-Wissensdatenbank (support.mozilla.org oder kurz SUMO) sind alle ins Deutsche übersetzt.

Übersetzt heißt in diesem Fall: von mehreren Helfer überarbeitet und korrekturgelesen, mit lokalisierten Bildschirmfotos bestückt und freigeschaltet.

Ich möchte mich deswegen bei allen SUMO-Mitarbeitern bedanken, die an den deutschsprachigen Artikeln mitgearbeitet haben! Besonders hervorheben möchte ich die in den letzten Wochen aktivsten Mozillianer pollti, Artist, gk0moz, graba und Wawuschel.

Was an diesen 20 von den insgesamt ca. 250 Artikeln so toll ist? Sie decken rund 50% aller Seitenaufrufe auf SUMO ab. Damit helfen wir mit relativ wenig Aufwand vielen hunderttausend Nutzern von Mozilla-Produkten. Die ehrenamtliche Arbeit schafft also mit relativ wenigen Worten viel positive Wirkung.

April 14, 2014 08:41 PM

April 09, 2014

Thomas Schwecherl

DocSprint in Berlin

Beim letzten Treffen der deutschsprachigen Mozilla-Gemeinde in Berlin Anfang Februar hatte die Lokalisierungsgruppe die Idee, kurzfristig einen DocSprint zu veranstalten.

Der DocSprint sollte kurz vor Veröffentlichung von Firefox 29 stattfinden, um rechtzeitig wichtige Hilfe-Artikel für diese Version zu übersetzen oder zu aktualisieren. Neben SUMO sollte diese 2-tägige Veranstaltung auch die Themengebiete „Übersetzung für MDN beginnen“, „offene Bugs zur deutschsprachigen Lokalisierung abarbeiten“ und „eine Einführung in die Übersetzungsarbeit für Firefox“ selbst umfassen.

Diese Veranstaltung haben wir tatsächlich letztes Wochenende in Berlin abgehalten. Wir waren knapp ein Dutzend Personen und haben uns im Berliner Mozilla-Büro getroffen.

Hier ein paar Impressionen von Hagen auf Flickr sowie das Gruppenfoto von Jan (das wird leider erst spät am Sonntag aufgenommen haben, weshalb Leute von Samstag wie Frankie fehlen).

Das Wochenende war sehr produktiv ausgefüllt und wir haben viel Arbeit gemeinsam geschafft, für die Einzelne eine Menge Abende hätten aufwenden müssen. Nebenher haben einige Leute das erste Mal Einblick in die Übersetzungsarbeit bei SUMO, MDN und der Produktübersetzung erhalten. Außerdem wurden erste Audioaufnahmen für die Entwicklerdokumentation auf MDN aufgenommen.

Die Arbeitsdokumente zum DocSprint sind im Mozilla-Etherpad zu finden: mzl.la/1hqRC1n. Am Ende dieses Dokuments sind die Ergebnisse des Wochenendes aufgelistet.

In dem Sinn wurden die Ziele erreicht, die wir uns gesetzt hatten. Nur die Beteiligung von neuen Leuten war nicht so groß wie erhofft. Trotz dass der DocSprint in Berlin abgehalten wurde, wo potenziell viele Freiwillige verfügbar wären, kam kein neuer Berliner. Zugegeben, die Veranstaltung wurde kurzfristig geplant und nur auf Meetup und im Mozilla-Universum selbst. Am Rühren der Werbetrommel müssen wir noch arbeiten.

Ich werde versuchen, zusammen mit den Mozilla Reps eine ähnliche Veranstaltung im Herbst in München zu organisieren. Einige bereits aktive Neue kommen eher aus dem süddeutschen Raum. Vielleicht sehen wir dann ein paar neue Gesichter aus dieser Gegend.

Wir beißen nicht und nehmen jeden auf, egal welche Tätigkeit er oder sie machen möchte. Es gibt viele verschiedene Betätigungsfelder, vom Korrekturlesen bis zum Firefox-Übersetzer mit Schreibrechten auf den Mozilla-Servern. Und neben dem Übersetzen gibt es ja auch noch unzählige Mitarbeitsmöglichkeiten. Davon abgesehen ist so ein Treffen ja nicht nur für die „Arbeit“ da, sondern auch zum Kennenlernen von anderen Mozillianern und des gesamten Projekts. Oder einfach zum Hallo-Sagen.

Ich danke allen sehr herzlich, die mitgemacht haben, besonders für den Organisator Michael, den MDN-Guru Florian und Kadir, der sich trotz anderweitiger Beschäftigung immer noch mit Firefox-Übersetzungen auskennt. ;-)

Es war der erste und sicher nicht der letzte DocSprint dieser Art im deutschsprachigen Raum.

Wenn es Wünsche zum nächsten Ort oder Schwerpunktthema für so was gibt, lasst es mich wissen.

April 09, 2014 08:50 PM

September 16, 2013

Thomas Schwecherl

Supergrundrecht

Aus privaten Gründen habe ich dieses Blog und meine gesamten Internetaktivitäten nun schon lange vernachlässigt, aber aufgrund der anstehenden Wahlen in Österreich und Deutschland muss ich ein paar Sätze loswerden. Später soll keiner behaupten, ich wäre auch Teil der schweigenden Mehrheit gewesen, die alles teilnahmslos hinnimmt.

Das Thema: die Berichte, die Edward Snowden veröffentlicht(e)

Österreich

In Deutschland gibt es zumindest eine Debatte in einigen gesellschaftlichen Schichten (computer-affinen Bürgern, Bürgerrechtlern usw.), in Österreich habe ich das Gefühl, dass die ganze Angelegenheit eine Fußnote auf Seite 5 in der Zeitung ist. Denken die Leute in Österreich, dass die Informationen eines kleinen Staates unwichtiger seien als die größerer Staaten? Kleinere Staaten kann man leichter manipulieren (z. B. bei EU- oder UNO-Entscheidungen), also sind auch hierzulande öffentliche Stellen potenziell von Spionage betroffen. Die Wirtschaft Österreichs beheimatet viele z. T. Weltmarktführer in ihren Nischen. Wir haben keine Weltkonzerne, aber viele erfolgreiche Mittelbetriebe, deren Ausspionieren sich auszahlen würde, also sind auch hierzulande Firmen potenziell von Spionage betroffen. Ich wüsste außerdem nicht, dass der Datenschutz von Bürgern kleinerer Staaten weniger wichtig wäre als der großer und mächtiger Staaten. Auch in Österreich gibt es sicherlich von den USA titulierte Terroristen, Aufrührer, Urheberrechtssünder oder oder sonstige Scharlatane, also sind auch hierzulande Privatpersonen potenziell von Spionage betroffen. Österreich könnte gegen die USA oder China nicht die Faust erheben, um ihnen Angst zu machen. Aber wir könnten unsere Faust erheben, um unsere Würde zu behalten.

Parteien

Parteien wie die Grünen, von denen man normalerweise dächte, sie stünden für Bürgerrechte (und nicht nur für die Aufdeckung von Korruption – dafür muss man in Österreich nicht tief graben, wie die parlamentarischen Untersuchungsausschüsse und Zeitungsberichte in den letzten Jahren bezeugen) greifen das Thema auch nicht auf. Die Piraten sind in Österreich so schwach, dass die Medien nicht einmal über parteiinterne Streitereien berichten würden (wenn es welche gäbe), wie es in Deutschland der Fall war.

Deutschland

Apropos Deutschland. Die Politiker in Deutschland sind auf ihre Art auch nicht besser als in Österreich. Personen wie Profalla, Schäuble oder Friedrich sind ein Schlag ins Gesicht der Verfasser des Grundgesetzes. Schutz der eigenen Bürger? Post- und Fernmeldegeheimnis? Kontrolle über die eigenen Geheimdienste? Der Staat mit all seinen Behörden und Diensten arbeitet ausschließlich und gleichermaßen für alle seine Bürger? Damit scheint es nicht weit her zu sein. Im Namen der Sicherheit wird alles gerechtfertigt. Herr Friedrich redet ja gar von einem Supergrundrecht namens Sicherheit, das über allen anderen Grundrechten (wie Meinungs- und Pressefreiheit) stehen solle. Man muss sich das einmal ganz in Ruhe vor Augen führen: Sicherheit über alles. Das hört sich toll an. Nur: Sicherheit für wen und gegen wen? Sicherheit für die Bürger gegen Terroristen und das organisierte Verbrechen? Was ist mit der Sicherheit, nicht von einem Auto überfahren zu werden? Wieviele Menschen sind in Deutschland und Österreich in den letzten Jahrzehnten von Terroristen getötet worden? Und wie viele sind im Straßenverkehr gestorben? Wo ist hier die Rationalität? Wo ist hier die logische Rechtfertigung abseits der Hysterie?

Ängste

Ich persönlich habe keine Angst, von Terroristen entführt oder umgebracht zu werden. Genausogut könnte ich Angst vor einem Blitzschlag haben oder von einem schlafenden LKW-Fahrer übersehen und überrollt zu werden. Aber wer dauernd Angst hat, verliert den Blick für die wahren Dinge im Leben.

Stattdessen könnte man sagen, dass die dauerhafte Überwachung aller Bürger eine Angst erzeugt. Sie mag nicht als solche interpretiert werden, aber immer wenn sich jemand überlegt: Sage ich das jetzt im Internet-Forum oder lasse ich es lieber? Gehe ich zur Demonstration X oder bleibe ich besser zuhause, um nicht von der Polizei fotografiert und als potenzieller Störenfried registriert zu werden? Immer dann ist da Angst, und zwar Angst vor (staatlicher) Benachteiligung jeglicher Art. Solche Angst gab es in der McCarhty-Ära in den USA, solche Angst gab und gibt es in totalitären Staaten.

Jetzt könnte man sagen: Hysterie! Übertreib doch nicht. Du hast nichts zu verbergen. Dass das kein Hirngespinst ist, zeigen Beispiele wie der aus Jux angekündigte Spaziergang eines Deutschen, der dann Besuch vom Staatsschutz bekam, oder die Festsetzung des Partners eines Journalisten für mehrere Stunden ohne Anwalt und ohne Recht auf Aussageverweigerung.

Recht

Alleine dieser Fall in England zeigt, wie gefährliche dieser alles durchringende Sicherheitsgedanke sein kann. Die Recht auf Aussageverweigerung und das Recht auf einen Anwalt ist aufgehoben. Damit sind fundamentale Prinzipien des Rechtsstaats aufgehoben. Man stelle sich vor, aufgrund unbewiesener aber behaupteter Terrorismusgründe (oder aus allen erdenklichen anderen Gründen, die man später per Gesetz hinzufügt – etwa politische, sexuelle oder rassische) wird man festgehalten und verhört und hat keine Chance auf rechtlichen Beistand (was darf die Polizei und was darf sie nicht; mache ich mich wirklich strafbar, wenn es das oder jenes sage oder nicht sage usw.). Damit ist man der staatlichen Gewalt ausgeliefert. So etwas ist kein Rechtsstaat.

Geld

Abgesehen von all diesen Ängsten und Gefühlen werden hier viele Milliarden Euro an Steuergeldern in die Sicherheitsindustrie gepumpt. Dieses Geld könnte viel bewirken, z. B. um Heilmittel gegen alle möglichen Krankheiten zu entwickeln. Damit würden viel mehr Menschen gerettet als mit neuen Kameras, Körperscannern, unbenannten Drohnen oder Filtersoftware. Leider haben kranke Menschen keine starke Lobbyvertretung. Die Sicherheitsindustrie ist da besser aufgestellt.

Unschuld

Wer kann eigentlich beweisen, dass er unschuldig ist, wenn alle Beweise nur digital vorliegen? Digitale Daten kann man manipulieren. Das müsste die Mehrheit der Bürger spätestens seit den Desastern mit den Wahlcomputern wissen. Oder seitdem die Medienindustrie Urheberrechts- und Verwertungsverletzungen drakonisch im Internet ahndet und im Staat einen willfähigen Partner gefunden hat. Denn die ganze Vorratsdatenspeicherung der Telekommunikationsunternehmen ist ja nur ein Schritt in Richtung Totalüberwachung, wie es Friedrich mit dem Supergrundrecht Sicherheit möchte.

Auch die staatlich eingerichteten (Großbritannien) oder erwünschten (Deutschland) Internet-Filter bzw. Firewalls sind ein Schritt in diese Richtung. Denn damit so ein System funktioniert, müssen Inhalte durchsucht werden. Der Weg zum Speichern und Mitlesen ist da nicht weit. Begründet werden diese Filter natürlich mit dem Argument des Schutzes der Kinder (Kinderpornografie, Sex, Gewalt). In Deutschland konnte dieses staatlich verordnete Kontrollsystem bislang verhindert werden, in Großbritannien ist es seit kurzem bittere Realität. Eltern ohne Zeit für die Obsorge ihrer Kinder sind froh darüber, aber mündige Bürger eines demokratischen Rechtsstaates müssten aufschreien wegen dieser Bevormundung des Staates.

Aber um wieder zu Snowden zu zurückzukommen …

Die letzten Wochen und Monate haben zwei Sachverhalte aufgezeigt, die für Demokratie und Rechtsstaatlichkeit gefährlich sind:

  1. Sogenannte Anti-Terrorgesetze höhlen den Rechtsstaat aus. Sie schützen vielleicht vor ein paar Terroranschlägen, aber verkehren die Natur dieser Gesetze gleichzeitig ins Gegenteil, wie ich oben schon angeschnitten habe. Zudem stärken sie die Sicherheitsindustrie, die mit mehr Geld immer mehr Einfluss erhält und so strengere Gesetze fordert, die ihr wieder mehr Geld bringen. Dass Otto Schily im Aufsichtsrat einer Biometrie-Firma sitzt und er den Deutschen die Fingerabdrücke im Reisepass verpassen wollte, ist nur ein Beispiel von vielen.
  2. Es gibt keine Überwachung der Geheimdienste.
    • im Großen: Früher waren Geheimdienste nationale Einheiten, die gegen alle anderen Nationen und deren Geheimdienste gearbeitet haben. Heute schaut es so aus, als seien Geheimdienste Informationsbeschaffer, die mit anderen Geheimdiensten in einer supranationalen Zusammenarbeit Informationen tauschen. (1) (2) Jeder bekommt die Informationen vom anderen, die er selbst nicht erheben darf (kein westlicher Auslandsgeheimdienst darf seine eigenen Staatsbürger systematisch ausspionieren). Die Briten schnüffeln in den USA und geben Daten an die USA weiter und umgekehrt. Wenn bei so einem Datentausch auch noch eigene Staatsbürger zu Schaden oder zu Tode kommen wie in mindestens einem Fall mit dem deutschen BND, dann müssten auch die letzten Alarmglocken läuten. (3) Trotzdem gibt es keine Kontrolle über die Geheimdienste. Sie scheinen so geheim zu sein, dass nicht einmal die Parlamente Genaueres wissen oder die Befugnisse der Geheimdienste reglementieren können. Die Geheimdienste sind zum Staat im Staat geworden, außerhalb jeglicher demokratischer Strukturen.
    • im Kleinen: Wenn jemand wie Edward Snowden, der als externer Mitarbeiter nur für die NSA gearbeitet hat, so viele Daten entwenden kann, was wurde und wird dann noch alles entwendet, von dem wir aber nie etwas erfahren werden? Manipulation, Wirtschaftsspionage, private Fehden. Alles ist möglich. Je mächtiger die Organisation, desto mächtiger werden auch deren Mitarbeiter. Wenn die Kontrolle der Organisation und deren Zielen fehlt (wie oben gesagt), dann fehlt sie auf Daten- und Korruptionsschutzebene innerhalb der Organisation ebenfalls.

Jeder Bürger muss nun selbst überlegen, was diese Entwicklung für ihn bedeutet. Oder für seine Kinder. Oder seinen Freund. Und danach sollte man handeln.

September 16, 2013 11:26 PM

January 30, 2013

Thomas Schwecherl

Ubuntu für Smartphones

Der letzte Beitrag ist schon lang her und ich weiß, dass ich auch mit diesem Beitrag spät dran bin. Denn die Meldung ist schon fast einen Monat alt.

Canonical wird eine Ubuntu-Version für Mobiltelefone veröffentlichen, die ohne Hardware-Tasten und ausschließlich über Wischgesten gesteuert wird: Ubuntu now fits your phone.

Das Bedienkonzept gefällt mir auf den ersten Blick. Nur bin ich mir noch nicht ganz im Klaren, wie das ganze mit Ubuntu für Android zusammenpassen soll. Wird die auf Android aufsetzende Variante aufgegeben werden? Für 2 Varianten von Ubuntu für Smartphones hat Canonical sicherlich nicht die Kapazitäten.

Am Verlockendsten finde ich bei den Ubuntu-Telefonen den Gedanken, es an einen Fernseher oder Bildschirm anstöpseln zu können und ein quasi vollwertiges Gerät auch mit höherer Auflösung zu haben. Also ein Ubuntu Linux in der Hosentasche. Am Sofa noch kurz Nachrichten gelesen, dann im Büro an den großen Bildschirm und eine Tastatur angehängt und schon geht’s los mit E-Mails schreiben und anderen Tätigkeiten im gewohnten Desktop-Format.

Von Engadget gibt es ein sechsminütiges Video, bei dem das Konzept von Mark Shuttleworth vorgestellt wird:
Ubuntu for smartphones hands-on video
.

Wer ganz viel Zeit hat, kann sich auch das fast zweistündige Hangout-Video von Google+ ansehen, was ich über OMG!Ubuntu gefunden habe: Ubuntu Product Launch OMG! Google+ Hangout.

January 30, 2013 10:53 PM

September 08, 2012

Thomas Schwecherl

Web-Echtzeitkommunikation notwendig

Viele Leute treffen sich im Internet in Gruppen und verwenden dafür bevorzugt ein textbasiertes Chat-System wie IRC. Dieses System ist alt, bewährt und relativ einfach über alle möglichen Betriebssysteme, Programme und technischen Geräte zu erreichen. Für Android gibt es unzählige Apps dafür. Sogar über Browser kann man sich via Webchat wie z. B. Mibbit einklinken.

IRC hat für manche viele Vorteile: Man kann nebenher an dem weiterarbeiten, was man vor dem Chat bereits begonnen hat. Man kann im Log nachlesen, was besprochen worden ist. Man kann dieses Log als Besprechungsprotokoll weiterschicken oder online veröffentlichen. Für andere hat es den Nachteil, dass IRC-Besprechungen oft lange dauern, weil man immer auf die Antwort des nächsten warten muss, der ja erst einmal eine gewisse Zeit zum Lesen und Tippen benötigt.

Auch die deutschsprachige Mozilla-Gemeinde hält ihre wöchentlichen Treffen im IRC ab. (Die Treffen sind auch im Kalender von mozilla.de aufgelistet.) Als Protokoll nutzen wir aber nicht das Log, sondern Etherpad, wo jeder Teilnehmer die wichtigsten Eckpunkte und Neuheiten der letzten Woche aufzählen kann.

Insbesondere von Mozilla-Angestellten kommt die Forderung, das textbasierte durch ein videobasiertes System zu ersetzen. Die letzten Wochen gab es dahingehend schon erste Versuche, die aus meiner Sicht mehr oder weniger scheiterten. Bisher hat es nicht funktioniert, dass zumindest so viele Leute am Videochat teilnehmen konnten wie vorher am IRC-Chat.

Bei mir war es besonders extrem und es scheiterte irgendwie an allem. Bisher ging es weder am Desktop-Ubuntu noch auf meinem Android-Smartphone weder mit Skype noch mit Vidyo. Entweder der Ton funktionierte nicht oder die Verbindung konnte nicht aufgebaut werden oder das Programm wollte einfach nicht tun, wofür es vorgesehen war.

Das Problem ist für Leute, die wenig technikerfahren sind oder wenig Zeit haben, dasselbe: Programme müssen eigens für den Videochat installiert und konfiguriert werden. Damit schlage ich endlich den Bogen zum Titel: Wir benötigen endlich die Web-Echtzeitkommunikation im Browser – sprich: WebRTC und alles, was dazu gehört. Denn nur, wenn Webtelefonie oder Videokonferenzen über den Browser funktionieren, ohne etwas einzustellen oder ein Programm oder Plugin installieren zu müssen, ist die maximale Erreichbarkeit auf Desktop- und Mobilgeräten möglich. Mozilla, Google und Opera arbeiten ja schon eine Weile daran. Ich hoffe auf baldige Einsatzfähigkeit.

September 08, 2012 09:59 AM

July 17, 2012

Carsten Book

Emailadresse fuer Fragen zur Thunderbird Zukunft

Hi,

nachdem wir letzte Woche die Uebersetzung des Interviews von JB online gestellt haben, haben wir auch eine Emailadresse eingerichtet an die Ihr Fragen/Sorgen/Anregungen zur Thunderbird Weiterentwicklung  oder wie man bei Thunderbird mitmachen kann stellen koennt.

Die Emailadresse lautet:

thunderbird-de@mozilla.org

Was ueber diese Adresse nicht beantwortet wird sind Supportanfragen.

Es sei auch erwaehnt das es noch dazu die englischsprachige Mailinglist Thunderbird Planning gibt – https://wiki.mozilla.org/Thunderbird/tb-planning gibt, dort koennen natuerlich auch Thunderbird Fragen diskutiert werden.

Viele Gruesse

Carsten

July 17, 2012 08:04 AM

July 13, 2012

Carsten Book

Interview zur Zukunft von Thunderbird

Hi,

Tristan Nitot hatte Gelegenheit mit JB Piacentino ein Interview zur Zukunft von Mozilla Thunderbird zu führen, siehe
http://blog.mozilla.org/beyond-the-code … underbird/
Hier eine Übersetzung dieses Gespräches:

Tristan: Hi Jb, ich habe im Internet gelesen, dass Thunderbird Tot sei. Ist das wahr oder ist das Ende von Thunderbird übertrieben?

Jb: Nein, Thunderbird ist nicht am Ende. Wir ändern die Art und Weise, wie wir neue Funktionen für Thunderbird entwicklen. Nichts wird sich für den einzelnen Privatanwender oder Nutzer in Unternehmen/Organisationen ändern. Mozilla wird Thunderbird weiter unterstützen.

Tristan: Es wird also Thunderbird 14 geben?

Jb: Ja, natürlich! Wir haben einen soliden Plan, um Thunderbird bis Ende 2013 zu unterstützen und sind ebenso in der Planungsphase, was die anschließende Unterstützung angeht.

Tristan: Und was passiert bis dahin?

Jb: Thunderbird 15, 16 und 17 werden demnächst herausgebracht. Für Thunderbird 15 gibt es bereits eine Alpha-Version und auch nach Version 17 werden weiterhin neue Versionen herausgebracht. Wir werden coole, neue Innovationen sehen, wie zum Beispiel Thunderbird Chat (Instant Messaging), weitere Anbieter zum Anmelden neuer E-Mail-Adressen und für Thunderbird Filelink, sowie neue Funktionen, die vollständlig von der Community beigesteuert wurden. Zusätzlich wird Mozilla auch weiterhin die Beiträge aus der Community beachten und mit in das Produkt einfließen lassen.

Tristan: Weisst du, wer die Thunderbird-Benutzer sind und was sie wollen?

Jb: Wir haben eine Mischung aus Privatanwendern und Firmenkunden. Unter den über 20 Millionen Benutzern gibt es viele, die Thunderbird großflächig einsetzen, wie zum Beispiel Firmen, Regierungs- und Bildungseinrichtungen. Wir müssen dabei das Gleichgewicht wahren, um sowohl Privatanwender als auch Firmenkunden zufriedenzustellen.

Eine Gemeinsamkeit unter allen Benutzern ist zu aller erst die Forderung nach einem sehr stabilen und sicheren E-Mail-Produkt. Beispielsweise können in sehr großen Firmen Veränderungen an den vorhandenen Funktionen alle möglichen Probleme hervorrufen, angefangen mit Problemen bei der Zertifizierung, der Verteilung auf allen Systemen bis hin zur Schulung der Benutzer. Ebenso haben unsere Privatanwender kein großes Verlangen nach neuen Innovationen.
Dennoch glauben wir, dass das Erlebnis für den Benutzer verbessert werden kann, zum Beispiel durch die Einbindung zusätzlicher Web-Dienste ähnlich wie wir es für Thunderbird Filelink gemacht haben. Es ist schwer das richtige Gleichgewicht zu finden, aber im Moment glauben wir, dass unsere Benutzer mit den aktuellen Funktionen zufrieden sind und viel mehr Wert auf ein stabiles Produkt legen.

Tristan: Ich sehe eine große Kluft zwischen den Erwartungen der Thunderbird-Benutzer und Mozillas Schwerpunktsetzung auf das Internet und die Mobilgeräte-Sparte mit Firefox für Android und Firefox OS (aka Boot to Gecko). Gibt es einen Zusammenhang mit dieser Entscheidung über Thunderbird?

Jb: Mozilla setzt seinen Schwerpunkt sicherlich auf das Internet als Platform, da wir an dieser Stelle als Gemeinschaft mit der Community einen Unterschied machen können. Mobile Umgebungen sind weitgehend geschlossen. Wir glauben, wenn wir die Werte und Technologien hinter dem Internet auf die mobilen Geräte bringen können, dass wir dadurch einen Mehrwert für die Benutzer mobiler Geräte schaffen können. Thunderbird bleibt ein sehr gutes E-Mail-Programm für den Desktop-Bereich, was sich aber nicht wirklich mit der Strategie von Mozilla vereinbaren lässt.

Tristan: Lass mich einmal den Teufel an die Wand malen: Warum stellt Mozilla die Unterstützung für Thunderbird nicht vollständig ein?

Jb: Ich glaube, dass der Plan, den wir vorschlagen, zeigt, dass Mozilla trotz dieser verzwickten Lage zu seinem Wort steht: Wir werden Thunderbird nicht einstellen. Im Gegenteil, wir schmieden die Vorraussetzungen, damit das Produkt weiterhin sicher und stabil ist und Beiträge aus der Community integriert werden können. Um genau zu sein, ermutigt uns die frühe Resonanz aus der Community und ich bin mir sicher, es werden interessante Entwicklungen von freiwilligen Mitwirkenden und auch Firmen kommen.

Weiterhin gibt es eine Reihe von Open-Source-Beratungsfirmen, die ihre Firmenkunden beim Einsatz von Thunderbird unterstützen, und ich bin mir sicher, sie werden mithelfen, um den Wünschen ihrer Kunden nachzukommen und somit Thunderbird zu verbessern.

Tristan: Werden auch in Zukunft Mitarbeiter von Mozilla an Thunderbird arbeiten? Wie lange wird das noch der Fall sein?

Jb: Ja, Mozilla wird auch weiterhin Thunderbird mit bezahlten Mitarbeitern unterstützen, obwohl diese möglicherweise nur Teilzeit am Projekt arbeiten werden.

Tristan: Wenn du einen Aufruf an unsere Leser richten könntest, was würdest du ihnen mitgeben?

Jb: Das kommt wirklich auf deine Interessen und Fähigkeiten an:

Hast du Interesse, über die Zukunft der Verwaltung von Thunderbird als Projekt zu disktuieren, solltest du vielleicht die [Wikiseite zur Verwaltung von Thunderbird]( https://wiki.mozilla.org/Thunderbird/Pr … ance_Model) besuchen und dort den Anweisungen folgen. Wir planen, im Laufe des Sommers Fortschritte zu machen und das neue Verwaltungsmodell anfang September fertigzustellen.

Möchtest du hingegen an der Entwickelung von Thunderbird teilnehmen, schau doch einfach mal auf der [Entwickerseite](https://developer.mozilla.org/en/Thunderbird/ ) vorbei. Ein paar Interessante Vorschläge für Innovationen findest du auf der Seite [UpForGrabs](https://wiki.mozilla.org/Thunderbird/UpForGrabs). Zusätzlich braucht die [Thunderbird-Hilfe](https://wiki.mozilla.org/Thunderbird/Support ) immer neue Mitarbeiter, so wie die [Qualitätssicherung](https://wiki.mozilla.org/Thunderbird:Testing).

Tristan: Jb, vielen Dank für deine Zeit. Da ich selbst auch Thunderbird-Benutzer bin, freue ich mich sehr, diese Information aus erster Hand zu bekommen. Ich freue mich sehr zu sehen, wie sich Thunderbird in Zukunft entwickelt.

Jb: Danke!

—-

Hoffe das klaert Eure Fragen zur Zukunft von Thunderbird und wie jedes andere OpenSource Project (auch Firefox!) lebtThunderbird von der Mitarbeit im Project, Community Member sind also gerne jederzeit willkommen!

 
Viele Gruesse

Carsten – Tomcat
Team Mozilla

July 13, 2012 12:53 PM

June 28, 2012

Thomas Schwecherl

Formulierungen und Sprachlogik

Ich lese sehr gerne die Artikel, die auf der deutschen Tekom-Website veröffentlicht werden. Die Tekom ist der deutsche Fachverband für Technische Kommunikation und Informationsentwicklung, dort wird also alles rund um technische Redaktion, Übersetzungen usw. behandelt. In Österreich gibt es nichts Vergleichbares, darum sind österreichische Personen und Firmen dort auch Mitglied.

Letztens habe ich zwei Artikel gelesen, die auch für Mozilla-Übersetzungen gelten:

Wählen, aktivieren oder klicken?

Der erste Artikel behandelt Stile und Formulierungen, wie man Software-Hilfen möglichst einfach und verständlich schreibt. Falls jemand den Artikel liest: Bei der Firefox-Hilfe (kurz: SUMO) folgen wir dem diversifizierten Stil mit unterschiedlichen Begriffen („wählen, klicken, aktivieren, gehen …“) und vermeiden die Anhäufung von „klicken Sie …, klicken Sie …, klicken Sie …“).

Dagegen gibt es von der englischen Vorlage für die Firefox-Hilfeartikel her keine eindeutige Tendenz zur verkürzten oder ausführlichen Form. Hier wird gern gemischt. Oft wird aber die verlängerte Form verwendet und das Bedienelement beschrieben („klicken Sie auf die Schaltfläche Ausnahmen“ anstelle von „klicken Sie auf Ausnahmen“). In den Mozilla-Produkten gibt es einfach zu viele Elemente (Schaltflächen, Kontrollkästchen, Menü, Tastenkürzel …). Das Weglassen ihrer Namen würde die Anleitungen in weiten Teilen weniger selbsterklärend erscheinen lassen und der Nutzer müsste manchmal erst nach dem richtigen Element suchen, das gemeint ist.

Beim Korrekturlesen bereits selbst aufgefallen ist mir, dass eine falsche Reihenfolge der Satzteile eine Anleitung extrem schwer verständlich macht. Man soll immer in derselben Reihenfolge schreiben, in der der Nutzer die Schritte ausführen muss.

  • Nicht gut: Klicken Sie auf Öffnen im Menü Datei.
  • Gut: Klicken Sie im Menü Datei auf Öffnen.
  • Nicht gut: Klicken Sie auf die Drucken-Schaltfläche.
  • Gut: Klicken Sie auf die Schaltfläche Drucken.

Auch die Beschreibung der Unterschiede von „Löschen/Entfernen“ und „Speichern/Sichern“ sind zutreffend und deren Unterscheidung ist wichtig. Eine durchgängig einheitliche Schreibweise setzt also nicht nur dieselben Begriffe für dieselben Aktionen/Elemente voraus, sondern auch die Definition dieser Begriffe.

Unlogische Sprachlogik

Der andere Artikel beschreibt die Unlogik in Teilen der deutschen Sprache, die einem Muttersprachler nur selten auffällt. An Beispielen wie „Zahnrad“ statt „Zähnerad“, „einhundertdreiundvierzig“ statt „einhundertvierzigunddrei“, einem falschen grammatikalischem Geschlecht wie in „die Feile“ und „das Weib“ verdeutlicht die Autorin ihren Standpunkt.

Ausführlicher werden Verneinungen behandelt. Die Vorsilbe „un-“ kann beispielsweise nicht nur 1) eine verneinende Wirkung haben, sondern auch 2) eine verstärkende (negative) Wirkung oder 3) gar keine verneinende Wirkung. Beispiele dafür sind „ungenau“ (für „nicht genau“), „Untiefe“ (für „sehr tiefe Stelle“) und „Unmut“ (für „Unzufriedenheit“, was wiederum unter Punkt 1) fällt).

Kniffliger wird der Teil mit den mehrfachen Verneinungen. Im Hochdeutschen heben sich solche Verneinungen gegenseitig auf, in vielen Dialekten dienen sie bloß der Verstärkung der verneinenden Aussage. Zuletzt wird noch angesprochen, dass bevorzugt positive Begriffe verwendet werden sollen: „sicher“ statt „gefahrlos“ oder „bekommen“ statt „kriegen“.

Als Übersetzer oder Autor sollte man sich der sprachlichen Vielfalt und Möglichkeiten bewusst sein, um dem Leser von Texten das Lesen so einfach, effizient und verständlich wie möglich zu gestalten. Denn je besser verständlich, desto besser die helfende Wirkung.

June 28, 2012 11:38 PM

June 12, 2012

Thomas Schwecherl

Ubuntu 12.04

Ende Mai habe ich auf meinem Desktop-Rechner den Sprung gemacht von Ubuntu 10.10 (Maverick Meerkat) auf 12.04 (Precise Pangolin).

Der größte Unterschied zu Ubuntu vor 2 Jahren ist sichtlich die Oberfläche mit Unity (siehe das untenstehende Bildschirmfoto von der Live-CD). Es weist zwar grundsätzliche Ähnlichkeiten zu GNOME 3 auf, kommt mir persönlich aber ausgereifter und optisch ansprechender als das neue GNOME vor. Nichtsdestotrotz steckt ein waschechtes GNOME 3 unter der Unity-Oberfläche und die GNOME 3-Oberfläche kann nach Bedarf nachinstalliert werden.

Beispiel für Unity auf der Live-CD von Ubuntu 12.04

Unity-Startmenü

Zuallererst: Ich finde es nützlich, dass die Leiste mit wichtigen Programmen sowie die Anzeige, welche Programme gerade offen sind, jetzt am linken Bildschirmrand angeordnet ist (=Unity-Startmenü). Das spart den Platz ein, der früher unten für die Status- und Fensterleiste gebraucht wurde. Statt früher wichtige Programme in die obere Menüleiste oder auf dem Desktop abzulegen, befinden sie sich nun immer sichtbar links, was bei den heutigen breiten Bildschirmen vom Platzverbrauch her sinnvoll ist.

Die Umstellung auf diese Art der Darstellung war gar nicht schwierig. Nur die Wahl eines Fensters aus den offenen Programmen empfinde ich umständlicher als früher, da nur noch gezeigt wird, welches Programm offen ist, jedoch nicht die diversen Fenster eines Programms. Das benötigt oft 2 Klicks auf das Symbol im Unity-Startmenü oder die Verwendung des Tastenkürzels Alt+Tab.

Übersicht/Dash

Schwierig gestaltet sich die ganze Startmenü-Sache für Leute, die vieles anpassen möchten. Ich hatte mein Hauptmenü immer gut geordnet und mit allen Programmen eingerichtet, die ich installiert hatte. Mit Unity gibt es kein Hauptmenü mehr, sondern nur noch die Dash mit einer alphabetischen Liste von installierten Programmen und sonstigem, das eine Benutzeroberfläche besitzt (wie z.B. Systemeinstellungen). Eine Ordnung ist hier nicht mehr möglich.

Zugute kommt mir, dass man Programme schnell nach einem Tastendruck auf Windows/Super und dem Eintippen des Programmnamens öffnen kann. Aber Leute, die keine Programmnamen kennen und nur nach dem Aussehen von Symbolen gehen, können damit nichts anfangen – sie müssen jedes Mal die Liste der installierten Programme durchstöbern.

Weiters werden die getätigten Anpassungen in der Dash nicht gespeichert und beim nächsten Öffnen wieder zurückgesetzt. So kann man zwar die Anzeige von Programmen aus dem Software-Center oder von Online-Videos abstellen, beim nächsten Aufrufen der Dash ist aber alles wieder wie vorher. Ich habe im dconf-Editor keine Einstellung gefunden, um dieses Verhalten zu ändern oder ein bestimmtes Anzeigeverhalten zu speichern.

Quicklists

Eine gute Idee sind Quicklists: Bei bestimmten Programmen öffnet sich nach einem Klick mit der rechten Maustaste (bei Linkshändern: mit der linken Maustaste) auf ein Symbol im Startmenü ein Menü mit Schnellzugriff auf bestimmte Funktionen. Damit kann man z.B. das Terminal-Symbol damit erweitern, dass man auf Wunsch eine Shell mit Root-Rechten öffnet. Oder beim Thunderbird kann man darüber rasch das Adressbuch öffnen, ohne zuerst Thunderbird in den Vordergrund holen zu müssen.

Der Nachteil dieser Quicklists ist, dass man sie überhaupt nicht vernünftig einrichten kann. Dafür muss man entweder etwas Fertiges kopieren wie von der Seite What Custom Launchers and Unity Quicklists are available? oder den Quelltext der Symbolverknüpfungen verstehen und selbst etwas basteln und in einem der Verzeichnisse für die Symbolverknüpfungen (vom Dateityp „Desktop-Dateien“) ablegen. Eine einfache Benutzeroberfläche zum Einrichten von Quicklists würde viel Zeit sparen und die unnötige Beschäftigung mit dem Quelltext vermeiden. Leider wird die Hauptzielgruppe der „Normalanwender“ solche Änderungen nicht vornehmen, weshalb für Canonical kein Grund besteht, in diesem Bereich Zeit zu investieren.

Panel

Die von GNOME 2 verbliebene Leiste ist das obere Panel. Es dient jetzt bei den meisten Programmen als Menüleiste. Zusätzlich werden dort wie früher die Indikatoren genannten Elemente für die Sitzungsanzeige, Uhr, Lautstärkeregelung, Batterieladestand, Wetter usw. angezeigt sowie die Applets für Dropbox, Skype und andere Programme oder Hilfsmittel wie die Zwischenablageverwaltung ClipIt.

Die Voreinstellung ist, dass im Panel zusätzlich zu den Anzeigeelementen von Canonical nur das Java-Applet sowie Wine und die Update-Verwaltung angezeigt werden dürfen. Will man andere Programme freischalten, muss man sie händisch in die systray-whitelist getaufte Konfigurationseinstellung nachtragen oder einfach alle Einträge durch ‚all‘ ersetzen. Das scheint nicht im Sinn des Erfinders zu sein, aber solange Programme noch Applets benötigen, ist das die beste Lösung – die leider wieder nicht sehr kundenfreundlich daher kommt. Optimal wäre, wenn sich Applets von neu installierten Programmen selbständig dort eintragen würden.

HUD

Das händische Aufrufen von Programmen habe ich bei der Dash schon erwähnt. Eine andere Aufwertung der Tastaturbedienung erfährt Ubuntu 12.04 erstmals mit HUD. Diese Funktion ist noch experimentell und ich nutze sie aufgrund der eingeschränkten Verfügbarkeit noch nicht wirklich, z.B. arbeitet es mit Mozilla-Produkten noch nicht reibungslos zusammen.

Der große Vorteil von HUD ist, dass man nicht mehr die Menüs mit der Maus nach bestimmten Befehlen durchstöbern muss, sondern den gesuchten Befehl mit Druck auf Alt und dem Eintippen des Befehlsnamens schnell finden und aktivieren kann. Anstatt in GIMP also nach „Bild skalieren“ zu suchen, tippt man einfach auf Alt und dann „skal“ ein, klickt auf den zutreffenden Befehl und fertig.

Ich bin sehr gespannt, wohin sich HUD in den nächsten Ubuntu-Versionen entwickelt. Es scheint besonders in Hinblick auf die TV-Ambitionen von Ubuntu entwickelt worden zu sein, wo man für TV-Bildschirme keine Maus zur Verfügung hat und trotzdem Menübefehle ausführen können muss.

Unity-Tweak

Etwas Hilfe beim Anpassen von Unity bietet Unity Tweak. Das muss zwar als externe Paketquelle (PPA) eingebunden werden, aber das habe ich in Kauf genommen und ich finde, es zahlt sich aus.

Nautilus-Aktionen

Abschließend möchte ich noch kurz Nautilus Actions Extra erwähnen. Dieses externe Paket bringt mehrere sinnvolle Erweiterungen für das Kontextmenü im Dateimanager Nautilus. Früher habe ich das immer händisch von einer Website heruntergeladen und mit einem Actions-Editor eingepflegt. Aber diese Actions haben noch keinen Ubuntu-Versionssprung überlebt, weshalb ich nun Nautilus Actions Extra probiert habe. Das ist wenig Aufwand und bringt viele nützliche Zusatzfunktionen. Nachteil: Es ist bisher nur auf Englisch verfügbar. In der offiziellen Paketquelle von Ubuntu gibt es noch weitere Nautilus-Actions wie nautilus-open-terminal-here und nautilus-compare.

Fazit

Ich mag Unity prinzipiell und würde nicht mehr zurückkehren zur alten Oberfläche. Es sieht modern aus und ist benutzbar. Aber für jemanden wie mich, der gerne die Kontrolle über sein Betriebssystem hat, ist es schwierig, sich mit manchen Dingen abzufinden, außer man investiert Zeit, um sich in diverse Themen einzuarbeiten. Hmm. Eine Unity-Entsprechung für GNOME 3-Erweiterungen wäre toll, um auf einfache Weise wie bei Mozilla Funktionalitäten nachzurüsten.

June 12, 2012 10:17 PM

June 11, 2012

Thomas Schwecherl

Atemnot in der Kellerbühne Puchheim

Heute Abend waren wir wieder bei einer Aufführung der Kellerbühne Puchheim: „Atemnot – Ein starkes Stück über Leben und Tod“.

Der Vorsitzende eines Tabakkonzerns setzt die Idee seiner Marketingleiterin um: Zwei Extrembergsteigerinnen werden engagiert, einen unbestiegenen Berg im Himalaya zu bezwingen. Am Gipfel sollen die beiden Sportlerinnen Werbung für eine neue Zigarette machen. Die Controllerin des Konzerns ist dagegen, das Unterfangen ist sehr gefährlich. Außerdem birgt der Berg ein Rätsel:

Der Onkel des Vorsitzenden hat die Besteigung bereits vor über 60 Jahren versucht und ist mit seinem Kameraden verschollen. Die beiden Sportlerinnen sollen dieses Rätsel nun lösen.

In dem Stück geht es darum, Erster zu sein oder doch nur Zweiter. Um Sieg und Niederlage, um Leistung und dünne Luft in hohen Etagen, um Atemnot. Jede der acht Figuren im Stück kämpft auf ihre Weise mit ihren Werten und Wertvorstellungen und jedem wird dabei die Luft knapp.

Das Stück von Michael Snelgrove spielt in London im Jahr 1999 und am Himalaya 1931. Das Bühnenbild und die Ausstattung sind sehr minimalistisch gehalten, was aber das Können der Schauspieler noch mehr zur Geltung bringt. Denn die sind es, die mich echt begeistert haben. Allen voran die Rollen der strengen Blaise und des dauerhustenden Sir Byron wurden eindringlich in Szene gesetzt! Aber auch die anderen Rollen wie die des Sherpas Ang und des Bergsteigers Cecil haben überzeugt mit ihrer Darbietung.

Es ist immer wieder schön zu sehen, welche tollen Leistungen bei einem sogenannten Laientheater gezeigt werden. Die 2 Stunden haben sich auf alle Fälle gelohnt und ich kann das Stück nur jedem empfehlen, der irgendwie in die Nähe von Puchheim kommt. Leider wird nur bis Anfang Juli gespielt.

Logo des Theaterstücks: Abbild einer großen blauen Lunge, die gleichzeitig eine eisige Bergwelt darstellen soll, in der 3 schwarze Bergsteiger klettern

June 11, 2012 09:29 PM

June 06, 2012

Thomas Schwecherl

Falschsprech

Ich liebe die Zwiebelfisch-Kolumne und der Artikel Werbung mit Spliss zeigt schöne Beispiele für die Unfähigkeit vieler Werbeschreiberlinge, deren grausame Werke man tagtäglich lesen oder hören muss.

Dass die Unfähigkeit zum richtigen Umgang mit der deutschen Sprache auch schon in die eher höherwertigen Gefilde der Werbeindustrie vorgedrungen ist, ist ein Zeichen für den schlechten Allgemeinzustand unserer Bildung.

Man kann es selbstverständlich mit natürlicher Evolution der Sprache erklären. Sprache ist ja schließlich etwas Lebendiges. Aber dieser arge Ignoranz jeglicher Regeln in den letzten Jahren ist für mich schon erstaunlich. (Ich sage das aus der Sicht von jemandem, der auf so etwas achtet und der noch relativ jung ist. Jemand, der 5 Jahrzehnte hinter sich hat, wird vielleicht sagen, dass das jetzt gar nichts Außergewöhnliches ist und immer schon so war …)

Neben der Werbeindustrie gibt es noch ein zweites Feld, an dem man verzweifeln kann: der österreichische Rundfunk, kurz ORF, und die meisten anderen Nachrichtenmedien. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk hat eigentlich einen Bildungsauftrag, den es aber nach Meinung vieler schon lange nicht mehr erfüllt. Sei’s drum. Allein schon danach, wie dort etwas vermittelt wird, muss ich mir manchmal die Haare raufen.

Da wird von „kids“ gesprochen und von „voten“ statt „abstimmen“, von „sale“ statt „(Schluss-/Ab-)Verkauf“ und was weiß ich allem. Hauptsache es klingt cool. Außerdem heißt es da, ohne dass jemand rot wird, „Die Telefone sind nun freigeschalten“ oder „Ihm ist scheinbar schlecht“, aber eigentlich ist „Ihm ist anscheinend schlecht“ gemeint. Und „in 2012“ geschehen viele Dinge anstatt einfach „2012“ oder „im Jahr 2012“. Auch wird die praktische Aneinanderreihung von Wörtern zu einem neuen Wort über Bord geworfen für wilde Bindestrichkonstruktionen oder gar englischer Schreibweise mit Leer Zeichen dazwischen. Ach, diese Feinheiten sind ja nicht wichtig! Oder wenn sich Moderatoren in einem Wiener Studio anhören wie frisch aus Norddeutschland importiert und „frei Schnauze“ reden anstatt „wie ihnen die Goschn gewachsen ist“, dann frage ich mich nach dem Sinn dahinter.

Nicht die Tatsache, dass jeder mit dem Internet öffentlich seinen Senf zu allem schreiben kann – und das in je nach Bildungsgrad unterschiedlicher Qualität oder dass durch SMS und IM die Leute immer kürzer und unpräziser schreiben, fördert diesen Regelverfall, sondern dass von Berufswegen her (vermeintlich) professionell Ausgebildete schon nicht mehr wissen, in welcher Form sie etwas richtig vermitteln sollen. Wer schon in Zeitungen und im Fernsehen alles falsch hört und sieht, den kann man „Oma’s Würstel Stand“ (ein Firmenname) und „no limit’s“ (Name einer Musikgruppe) nicht mehr vorwerfen.

 
 

Um die Nacht zum Feiertag nicht ganz so trist abzuschließen, mache ich noch einen Schwenk zur Schreibarbeit (was hauptsächlich Übersetzungsarbeit meint) bei Projekten freier Software:

Gerade die offene Kultur bei freien Software-Projekten verhilft manchmal zu außerordentlicher Qualität bei Übersetzungen, wie mir manchmal auffällt (selbstverständlich nicht immer und überall). Als Mozilla- und Ubuntu-Nutzer fallen mir spontan Teile dieser Projekte ein. Es ist natürlich nicht alles super, aber manchmal ist der Anreiz einer guten Reputation oder einer guten Verständlichkeit für alle Nutzer/Leser mehr Wert als die Standardbezahlung für Hinterzimmerwerbefritzen oder Bezahlübersetzer, die Arbeiten von der Stange abliefern. Auch wenn diese Leute nicht professionelle Redakteure oder Übersetzer sind.

June 06, 2012 10:55 PM

June 04, 2012

Thomas Schwecherl

Firefox für Android mit neuer Oberfläche

Ich teste seit einer Weile die Beta-Version von Firefox aus dem Play-Store (vormals Android-Market) und mir gefällt sie sehr gut. Die Startgeschwindigkeit hat sich wesentlich verbessert und Firefox reagiert jetzt viel flotter und ohne Ruckler auf Befehlseingaben wie das Öffnen von Webseiten oder Scrollen.

Wenn ich mehr Zeit hätte, würde ich ein paar Bildschirmfotos zeigen, aber bei Google gibt es eh ein paar Bilder anzuschauen (auf die Bilder unterhalb von „App-Screenshots“ klicken).

Die Synchronisierungsfunktion Firefox-Sync habe ich noch nicht probiert. Bei Beta-Versionen bin ich immer vorsichtig und ich möchte im Zweifel nicht mehr Desktop-Daten zerstören. Aber ich habe noch nichts Negatives davon gehört. Außerdem funktioniert Sync wie in der alten Firefox-Version auch mit eigenen Mozilla-Mitteln und nicht über Android. Das heißt: Google liest nicht mit und alle persönlichen Daten werden lokal verschlüsselt und dann erst auf die Mozilla-Server übertragen.

Das Aussehen der Firefox-Oberfläche hat sich mehr dem von Android 4 angepasst (einziger Ausreißer: beim Getippthalten auf einen Hyperlink erscheint ein Auswahlmenü, dessen Schriftgröße und Form überhaupt nicht zu Android passt) und es sieht wesentlich ausgereifter aus. Die Formen sind geschwungener, was besonders in der Tablet-Version von Firefox gut zur Geltung kommt.

Die Bedienung hat sich auch sehr verändert. War man es bisher gewohnt, während des Surfens nach links und rechts zu wischen, um andere Tabs oder Funktionen aufzurufen wie Lesezeichen oder Einstellungen, so ist nun alles hinter der Menü-Schaltfläche verborgen und rechts von der Adressleiste. Dort steht nun die Zahl mit der Anzahl der geöffneten Tabs. Tippt man darauf, erhält man eine Android-4-typische Auswahlvorschau mit den offenen Tabs. Leider kann man die Tabs nicht mit einem Wisch auf die Seite schließen. In dieser Liste kann man auf andere Tabs wechseln oder einen neuen Tab erstellen.

Der Vorteil zu früher ist, dass die Vorschaubilder nun größer sind und man besser sieht, welcher Tab welche Seite beinhaltet. Das Scrollen nach oben und unten funktioniert auch ohne Ruckler. Nur eine Wiederherstellungsfunktion habe ich noch nicht gefunden. Es wäre schön, wie in der Desktop-Version versehentlich geschlossene Tabs wieder zurückholen zu können – und zwar mehr als nur den letzten Tab (mehr war in der bisherigen „alten“ Firefox-Version für Android nicht möglich).

Negativ ist mir aufgefallen, dass man nun umständlicher als früher zu den anderen Tabs wechselt. Ein Wisch nach rechts geht schneller von der Hand als mit dem Daumen ganz an den oberen Seitenrand zu tippen und dann einen Tab auszuwählen. Das Gute daran ist aber, dass man nun beim Surfen nicht mehr versehentlich die linken oder rechten Firefox-Bedienfelder öffnen kann. Das hat zumindest bei mir öfters den Lesefluss gestört, weil auf einmal die Tabvorschau da war, da der Daumen ein bisschen zu viel nach rechts gerutscht ist beim Hinunterscrollen.

Ein weiterer Negativpunkt für mich ist, dass das Plus zum Öffnen eines neuen Tabs in der Tabvorschau ganz links angeordnet ist und es umständlich ist, dies mit dem Daumen der rechten Hand zu tun. Eine breitere Schaltfläche würde dieses Manko entschärfen.

Zum Positiven gewandelt hat sich auch die Startseite. Sie zeigt nun übersichtlich die vier meistbesuchten Websites, eine Schaltfläche zum Einrichten von Firefox-Sync sowie die geöffneten Tabs der letzten Sitzung (falls Firefox zwischenzeitlich aus dem Speicher gefallen ist und die Tabs nicht mehr automatisch geöffnet sind).

Fazit

Im Vergleich zum bisherigen Firefox für Android ist die Beta-Version ein Quantensprung. Möglicherweise gibt es schon am Dienstag, wenn Firefox 14 veröffentlicht wird, auch gleich die neue Android-Version für alle. Das würde den Nutzern und der Reputation für Mozilla gut tun. Die bisherige Firefox-Version ist zurecht nicht gut weggekommen in den Kommentaren.

Ein paar Kleinigkeiten und Funktiönchen fehlen noch, aber im Großen und Ganzen ist es endlich ein würdiger Browser für Android, der für mich den Standardbrowser und den alten Android-Firefox abgelöst hat.

Weitere Infos über die neue Oberfläche und die Entwicklungsarbeit erhält man überall bei Mozilla und z. B. bei Lucas Rocha.

June 04, 2012 07:45 PM

June 03, 2012

Thomas Schwecherl

Werbung

Ich lese gern die Artikel auf derstandard.at und insbesondere den WebStandard (natürlich). Aber manchmal beschleicht mich das Gefühl, dass Microsoft besonders oft indirekte „Werbeeinschaltungen“ macht. Es kommen oft sinnfreie Interviews mit oder Artikel über österreichische Microsoft-Manager, in denen die üblichen Marketing-Sprüche wiedergegeben werden. Über einige seltsame Kommentare habe ich schon mal geschrieben. Prominent am Seitenanfang platziert sticht aber die Stichwortwolke hervor:

WebStandard-Bildschirmfoto von der Stichwortwolke am 3. Juni 2012

Da steht nichts von „iPhone“ (gut, da steht „Apple“, aber kennt jeder den iPhone-Hersteller beim Namen?), „Google“ oder „Android“, dem verbreitetsten Smartphone-Betriebssystem überhaupt. Dafür steht da „Microsoft“ und „Windows Phone 7“, das unbedeutendste aller größeren Smartphone-Betriebssysteme. derStandard.at hat laut dieser Stichworte also mehr über WP7 zu berichten als über Android …

June 03, 2012 09:36 PM

March 20, 2012

Carsten Book

Deutsche Firefox ESR Seiten und Mailinglisten online

Hallo,

seit gestern sind die deutschsprachigen Seiten zum Firefox ESR online.

Firefox ESR richtet sich an Gruppen, die die Desktop-Umgebung in großen Organisationen wie Universitäten und anderen Lehreinrichtungen, Kreistagen oder Stadträten und Betrieben flächendeckend installieren und warten.

Neben der Webseite gibt es nun auch eine deutschsprachige Enterprise Mailinglist. Die EWG-Liste ist ein hervorragender Ort, um die flächendeckende Installation von Firefox mit anderen Mitgliedern der Gemeinschaft zu diskutieren und wird auch die einzige Möglichkeit sein, regelmäßige Mitteilungen zu Produkt-Updates und Hilfestellung zu erhalten.

Bisher gab und gibt es eine englischsprachige Liste und die deutsche Liste soll dazu beitragen, Fragen und Anregungen rund um Anwendung/Verteilung der Firefox ESR Version zu diskutieren und Erfahrungen auszutauschen.

Das Anmeldeformular fuer die Mailingliste ist hier.

Vielen Dank an alle die beim Uebersetzen geholfen haben.

Viele Gruesse

Carsten / Tomcat

March 20, 2012 09:32 AM

March 11, 2012

Thomas Schwecherl

Anonymer suchen

Wer Google nutzen, jedoch anonym(er) bleiben und nicht zu Werbezwecken oder zwecks Profilbildung verfolgt werden wollte, der nutzte bisher z.B. Scroogle. Da dieser Dienst nicht mehr verfügbar ist, muss eine Alternative her. Die gibt es zum Glück in Form von DuckDuckGo. Dieser Dienst greift zwar nicht auf Google zurück, liefert aber auch viele brauchbare Ergebnisse und ist vielseitig konfigurierbar.

Chris Ilias hat in seinem Blog auf Englisch beschrieben, wie DuckDuckGo eingestellt wird, um über die Adressleiste damit zu suchen statt mit der Standardsuchmaschine Google.

In der Firefox-Hilfe ist der betreffende Abschnitt bereits vor einer Weile aktualisiert worden: Suche über die Adressleiste: Suchdienst ändern (der 2. Listenpunkt).

Andere Suchmöglichkeiten in Firefox betrifft dies nicht! Weder die Startseite noch die Suchleiste rechts von der Adressleiste werden von der Änderung beeinflusst. Beide suchen in Firefox per Voreinstellung über Google und können ebenfalls jederzeit geändert werden: Suchleiste einstellen, Startseite festlegen.

Noch ein Tipp zum Abschluss: Nutzt Suchdienste wenn möglich mit https:// anstatt mit http:// in der Adresse. Damit wird die Datenübertragung zwischen eurem Rechner und dem Suchdienst verschlüsselt übertragen.

March 11, 2012 11:46 PM

February 27, 2012

Thomas Schwecherl

Ubuntu am Telefon

Schluss mit der Synchronisation verschiedenster Geräte, sei es über Kabel oder über das Internet. Mit Ubuntu für Android gibt es nur noch ein Gerät, das man überall anstecken kann. Der Desktop-Rechner ist gleich das Telefon ist gleich Ubuntu-TV für die Hosentasche.

Natürlich ist das nichts für Spiele, Videobearbeitung und andere rechenintensive Aufgaben. Aber zum Internetsurfen, Musikhören, Nachrichten- und Briefeschreiben reicht das vollkommen. Ich bin schon sehr gespannt und hoffe ebenso wie bei Ubuntu-TV auf einen Erfolg dieses offenen Systems, denn Apple und Microsoft verschließen ihre Systeme immer mehr und der Welt muss gezeigt werden, dass es auch anders funktioniert.

February 27, 2012 03:31 AM

February 26, 2012

Thomas Schwecherl

Abkürzunggesetze

ACTA, SOPA, PIPA, IPRED … viele Abkürzungen für komplexe und komplizierte Themen, die die Weltöffentlichkeit betreffen. Leider gibt die übliche Berichterstattung in den Medien nicht viel her. Auf den Massenkanälen bei Radio und Fernsehen findet das alles nur beiläufig Erwähnung. Und mit diesen Standardtexten in den Online-Medien, die meist 1:1 von APA, DPA oder Reuters kopiert werden, wird man auch nicht schlauer.

Beiträge wie Die Köpfe hinter ACTA in der EU-Kommission bei FM4 (ein Programm des ORF) beleuchten einige Hintergründe, aber man weiß nie, wo Wahrheit drin steckt und wo die Verschwörungstheorien von der einen Seite oder die Falschinformationen von der gegnerischen Seite beginnen.

Beim Thema SOPA/PIPA, ein geplantes US-Gesetz, hatte sich Mozilla an der Diskussion beteiligt, da es die Freiheit des Internets und die Freiheit im Internet bedroht sah. Beim Thema ACTA ist das schon schwieriger, da es nichts Konkretes gibt, das sich als Aufmacher für die Masse richtig eignet. So gesehen haben die Verfasser der letztgültigen Fassung von ACTA alles richtig gemacht. Die konkreten Bedrohungen wurden zum Bedauern der Unterhaltungsindustrie von den liberalen Kräften herausgestrichen, der Rest ist schwammiges Kauderwelsch, was der Unterhaltungsindustrie entgegen kommt. Aber was ändert sich wirklich? Und was haben die Künstler selbst (und nicht die Verwertungsgesellschaften) davon?

Welchen Aussagen kann man trauen? Auf jeden Fall ist die Freiheit in jeglicher Hinsicht wichtiger als die Profite einiger Weniger oder vermeintlich mehr Sicherheit für den Staat und sein Volk. Im Zweifel also für den Angeklagten – und der (von vornherein) Angeklagte bzw. Verdächtige ist bei all diesen Gesetzesvorhaben immer der Bürger.

Mozilla steht für die Freiheit. Auch in Europa.

Wer Fragen hat, soll sie seinen Abgeordneten stellen. Wer Ahnung hat, soll sein Wissen an andere weitergeben und aufklären. Wem das alles nicht gefällt, soll online und offline etwas tun. In Österreich läuft die Bürgerinitiative gegen die Vorratsdatenspeicherung noch. Es gibt viele Puzzleteile im Widerstand gegen die Abschaffung jener Rechte, die von unseren Vorfahren erkämpft wurden.

February 26, 2012 09:30 PM

February 23, 2012

Thomas Schwecherl

Zeit und Musik

Vorab: Entschuldigung für den persönlicheren Inhalt dieses Beitrags. Ich mag es normalerweise auch nicht, technikaffine Blogs mit so etwas zuzupflastern, weil das meist eh keinen interessiert …

Es ist still geworden in diesem Blog und bei meinen Online-Aktivitäten. Aber da die Abnahme der Online-Tätigkeiten meist in diametralem Gegensatz zur Zunahme an Offline-Arbeiten steht, war mir nicht fad. Im Gegenteil. Private Veränderungen bahnen sich an, die genaue Planung erfordern. Online hat vor allem SUMO/SUMOMO darunter gelitten und diverse E-Mails sind liegen geblieben.

Außerdem habe ich in den späten Abendstunden meine Musiksammlung neu geordnet und mit vollständigen ID3-Tags versehen. Das verschlingt Zeit. Der Musikstreaming-Dienst von Ubuntu One (U1) hat mich dazu „genötigt“, nachdem ich das Chaos gut ein Jahrzehnt lang ignoriert habe. U1 organisiert sich nur nach ID3-Tags und nicht (wirklich) nach Dateinamen. Noch dazu werde ich meine CD-Sammlung stetig aber doch neu rippen müssen – diesmal in besserer Qualität. Ich will ja gerüstet sein für die mobile Zukunft. Ich träume schon von kleinen streaming-fähigen Abspielgeräten in Räumen ohne Rechner, mit deren Hilfe ich immer meine Musik hören kann. Auswärts erledigt das ja nun das Smartphone.

Ich hoffe, diese Privatkopien sind in Zukunft noch erlaubt. Ich sehe nicht ein, für einen Tonträger und eine digitale Version 2 Mal zahlen zu müssen. Noch dazu bin ich altmodisch in diesen Dingen und kaufe mir lieber etwas Handfestes mit Booklet als bloß irgendwelche Dateien, die leicht(er) verloren gehen können. Dann müsste man sich für sein privates Rechenzentrum (neudeutsch: Cloud) alles nochmals anschaffen. Aber dieses Thema ist einen eigenen Beitrag wert.

February 23, 2012 12:22 AM

January 15, 2012

Thomas Schwecherl

Ubuntu One

Bis vor kurzem nutzte ich als Speicher „in der Wolke“ Dropbox. Die Zugangssoftware ist für verschiedene Plattformen wie Linux, Android und Windows verfügbar und machte es mir bei kleinen Datenmengen einfach, Dateien zwischen verschiedenen Mobilgeräten und meinem Standrechner hin- und herzuschieben oder für den E-Mail-Verkehr zu große Dateien an andere zum Herunterladen anzubieten.

USA

Da aber fast alle privaten Cloud-Anbieter ihren Sitz oder ihre Server in den USA betreiben, lagen immer Bedenken wegen des Datenschutzes in der Luft. Als Nicht-US-Bürger hat man in den USA keine Auskunfts- oder Klagerechte bezüglich der Verarbeitung seiner persönlichen Daten. Also was tun?

Diese Überlegungen nahm ich zum Anlass, Ubuntu One auszuprobieren.

Ubuntu One

Mit U1 sind nicht alle/viele Datenschutzbedenken ausgeräumt, aber der Firmensitz ist zumindest in der EU (naja, besser gesagt: in Großbritannien). Zuallererste ist der kostenlose Speicherplatz mit 5 GB wesentlich größer als bei Dropbox. Zusätzlich bietet U1 mir als Ubuntu-Nutzer noch weitere Vorteile wie die automatische Synchronisation ausgewählter Verzeichnisse meines persönlichen Ordners; alles andere, das ich synchronisiert haben will, schiebe ich in den „Ubuntu One“-Ordner.

Musikdienst

Dann habe ich auch gleich den Musikstreaming-Service ausprobiert. Dieser verschafft einem 20 GB mehr Speicherplatz und die Möglichkeit, mit dem Android-Musikstreaming-App von U1 deine eigene Musik zu hören, ohne alle Dateien aufs Mobilgerät übertragen zu müssen. Für 30 Tage ist es kostenlos zum Testen und kostet dann jährlich 40 US-Dollar, was derzeit bezahlbaren 32 Euro entspricht.

Das Abspielen der Musikdaten funktioniert neuerdings übrigens auch über den Browser.

Sicherungen

Mit 25 GB Speicherplatz und da ich bei weitem nicht so viele Musikdaten besitze, schwirrte dem Sicherheitsmenschen in mir der Gedanke herum, den Rest doch für die Sicherung von Programmeinstellungen und anderen Dokumenten zu nutzen. Ein RAID-Festplattensystem und externe USB-Festplatten können bei einem Brand schließlich alle verloren gehen. Die Chance, dass alle lokalen Platten den Geist aufgeben UND die Wolke noch dazu fortgeblasen wird, ist wirklich gering. Gesagt, getan. Aber Obacht! Der Datenschutz …

Verschlüsselung

Die Datenverschlüsselung mit z.B. TrueCrypt ist zwar sicher, aber irgendwie kompliziert. Und ich weiß nie, ob man den Tresor vor dem Entschlüsseln und Hinzufügen neuer Daten an einen anderen Ort verschieben und nach abgeschlossener Arbeit und Wiederverschlüsselung wieder in den Sync-Ordner schieben muss, um auch ja keinen Datenverlust oder Sync-Konflikt hervorzurufen.

Um mir das zu ersparen, habe ich eine Variante mit encfs ausprobiert. Damit erhalte ich einen neuen Ordner, in den ich alle zu verschlüsselnden Daten hineinschiebe. Die dort befindlichen Daten werden dann in einem verschlüsselten Ordner abgelegt und schließlich synchronisiert. Wichtig ist ja funktionierende lokale Verschlüsselung. Das scheint zu funktionieren.

Nachteile

Natürlich gibt es bei U1 auch Nachteile z.B. im Vergleich zu Dropbox. Als erstes ist alles rein auf Englisch gehalten. Für mich mag das Wurst sein, für meinen Vater wäre das ein gravierender Unterschied.

Als zweites empfinde ich den Synchronisationsverlauf undurchsichtig und langsam. Man sieht nicht, welche Daten gerade wie schnell hochgeladen werden. Man muss einfach so lange online bleiben, bis irgendwann alle Daten oben sind (was bei Datenmengen in GB-Größenordnungen schon mehrere Stunden dauern kann).

Den für mich derzeit größten Nachteil habe ich derweil in der Speicherung der Musikdaten bemerkt: Die Übernahme der Metadaten (ID3) klappt manchmal nicht und trotz hinterlegtem Interpreten oder Album fehlt die Angabe über den Android-Streamingdienst, was die Suche sehr erschwert.

Und schlussendlich ist die Benutzeroberfläche im Browser sehr dürftig. Bei Dropbox wird man mit vielen Funktionalitäten verwöhnt, die bei U1 (noch) fehlen.

Fazit

Ich habe Dropbox selten genutzt. Es lag wahrscheinlich hauptsächlich an der Datenschutzfrage und der Verschlüsselungsproblematik. U1 hat da technisch gesehen bessere Karten und derweil nutze ich es ausgiebig. Als Nicht-Nutzer von iTunes oder Google-Music empfinde ich den Musikstreaming-Dienst mehr als ausreichend. Und ich kann endlich Unterlagen dort ablegen, die ich unverschlüsselt (oder auch verschlüsselt) anderen Anbietern nicht so leichtfertig auf ihre Server übertragen würde.

Ich hoffe nur, die Weiterentwicklung von Ubuntu One schreitet rasch voran.

January 15, 2012 04:07 PM

January 10, 2012

Thomas Schwecherl

Über mein HTC Desire Z: Teil 4

Weiter geht es mit Teil 4 meiner Beurteilung.

HTC Desire Z: Tiefenanalyse

Nun folgt der Teil, den ich ursprünglich im Sommer 2011 geschrieben habe und der voll des Lobes über HTC hätte sein sollen.

Wenn mich jemand fragt, ob das HTC Desire Z empfehlenswert sei, muss ich mit einer genauen Analyse antworten. Da mich jemand gefragt hat, schreibe ich das gleich auf, um es nicht zu vergessen.

Aufgrund meiner Pingeligkeit werde ich den Anschein erwecken, als wäre das Telefon keine gute Wahl. Aber im Detail fallen einem eben immer die Schwächen auf, die man nach einer Weile kennen lernt. Die existieren bei jedem Telefon, und bei z.B. einem Samsung Galaxy S2 würde die Liste keinesfalls kürzer ausfallen.

Gutes

  • Die Hardware-Tastatur ist einfach zu bedienen, da die Tasten weit auseinander liegen und man sich nicht vertippen kann.
  • HTC bringt regelmäßig Updates für Android und die hauseigene Sense-Oberfläche. In den letzten 6 Monaten gab es 3 solcher Updates bis hin zu Android 2.3.3. Zugegeben – die Informationspolitik von HTC ist eine Frechheit, weil keine existiert (welche Funktionen ändern sich bei welchem Update; und beim alten Desire hat sich HTC wegen seines zu sparsamen Umgangs mit internem Speicher in seinen Telefonen bei dem Update auf Android 2.3.3 sowieso blamiert). Aber zumindest gibt es Updates, die im Vergleich zur Android-eigenen Konkurrenz relativ schnell erscheinen. (Nachtrag: Dieser Pluspunkt wird längerfristig gesehen auch obsolet, da nur 8 Monate Unterstützung für ein Smartphone doch etwas wenig sind.)
  • Ein Windows-Zwang samt Software-Installation wie bei Samsung oder Motorola entfällt bei HTC. Die Updates werden über das Mobilfunknetz (engl. over the air, kurz: OTA) verteilt und die Meldung zum Update kommt automatisch. Ein PC ist bei HTC-Telefonen also nicht erfolderlich.
  • Die allgemeine Verarbeitung der Hülle ist gut und vergleichbar mit meinem letzten Nicht-Smartphone. Die Rückseite aus gebürstetem Aluminium ist ansprechend, wenn auch schwer.
  • Die Fotokamera macht akzeptable Bilder. Als Ersatz für eine normale Digitalkamera kann Sie aber bei weitem nicht dienen. Besonders bei schlechten Lichtverhältnissen oder kleinsten Bewegungen werden die Bilder unscharf und die Auflösung ist nicht die Beste. Aber für Schnappschüsse reicht es normalerweise.
  • Die Scharniere für die Tastatur sind sehr filigran ausgearbeitet, aber Sie halten allem stand. Das Telefon ist mir schon einige Male auf Steinböden und Beton gefallen. Außer leichten Kratzern und dem Aufspringen der Akkurückseite ist noch nichts passiert. Auch das Glas an der Vorderseite für den Touchscreen hält tadellos allem stand.

Schlechtes

  • Die Tonausgabe klingt verhalten und metallisch. Das billige ZTE Bade hat eine bessere Wiedergabe von Tönen und Musik. Die Kopfhörer habe ich noch nicht ausprobiert, dürften aber besser klingen, da das Gehäuse die Töne nicht verzerren kann.
  • Das Telefon ist schwer und kann ohne sich abzustützen nicht lange in anstrengenden Positionen gehalten werden. Andere Smartphones mit der gleichen Ausstattung sind um einiges leichter. Dafür muss man sich z.B. bei Samsung mit billig wirkendem Plastik begnügen.
  • Das Trackpad unter dem Bildschirm ist für mich ein großer Schwachpunkt bei den früheren HTCs, so auch beim Desire Z. Es nimmt bloß Platz weg und ich habe noch keine praktische Verwendung gefunden, die ich nicht auch anderweitig (besser) gelöst werden konnte. Neuere HTCs haben das Trackpad zum Glück nicht mehr.
  • Sense-Oberfläche Teil 1: Bei Wind und Kälte macht sich der Auswahlcursor selbständig und kann unkontrolliert umher springen, was die Bedienung sehr erschwert bis unmöglich macht.
  • Sense-Oberfläche Teil 2: Eisiger Wind und klirrende Kälte können dazu führen, dass die gesamte Oberfläche einfriert. Das ist mir einmal beim Spaziergang auf der Wiener Mariahilferstraße Mitte Dezember passiert. Nach minutenlangem Telefonieren wollte ich die Google-Maps-Anwendung öffnen – aber es ging gar nichts mehr. Erst nachdem ich das Telefon mit meinen Händen in der Jackentasche aufwärmte, funktionierte wieder alles (ohne Neustart).
  • Sense-Oberfläche Teil 3: Seit Sommer 2011, in dem auch das letzte HTC-Sense-Update erschien, lädt sich Sense nach der Beendigung einer großen oder lang verwendeten Anwendung (App) regelmäßig neu. Das dauert in der Regel mehrere Sekunden und nervt gewaltig. Ein Hardware-Reset Ende des Sommers brachte keine Besserung. Ich vermute, der RAM-Speicher ist einfach zu klein bemessen und durch den Speicherhunger einer gerade verwendeten Anwendung (App) wird Sense von Android aus dem Speicher geschmissen und muss deshalb nach Beendigung der Anwendung wieder neu geladen werden. Aus diesem Grund gibt es von HTC wahrscheinlich auch kein Update mehr auf Android 4. Sense ist einfach zu ressourcenhungrig. Die Sparsamkeit oder den Geiz von HTC beim Bemessen des RAM-Speichers habe ich bereits in Teil 2 dieser Mini-Artikelserie kritisiert.
  • Die Kalender-Terminauswahl wurde im Vergleich zum Standardaussehen von Android nicht verbessert. Tag, Monat und Jahr werden durch eine virtuelle Drehscheibe dargestellt, deren Drehbewegung man per Fingertipp anstoßen kann. Das dreht sich so lange, bis es stehen bleibt und man hat keine Möglichkeit, schneller an sein Ziel zu kommen, als bis zur richtigen Zahl und drehen.
  • HTC-Mail fehlt eine Schlagwörter-Funktion, mit der man E-Mails z.B. als „wichtig“ oder „später abarbeiten“ kategorisieren kann. Ansonsten ist die Anwendung sehr gelungen.
  • Die Bedienung des HTC-Browsers ist für mich schlechter als die des Standardoberfläche des Browsers von Android. Es ist beim HTC-Browser zu mühsam, zwischen den Tabs zu wechseln und ein neues Tab zu öffnen oder eines zu schließen.
  • Der HTC-Browser verliert jedes Mal die offenen Tabs der letzten Sitzung. Speichern kann man ein Tab nur über die Lesezeichen-Funktion. Aus diesem Grund verwende ich für Sachen, die ich längerfristig benötige, lieber Firefox.
  • Die Schutzhüllen mit Innenverkleidung aus Stoff färben auf der Rückseite des Mobiltelefons ab und die hellgrauen Gummiteile am Rand werden dunkelgrau-lila.

Soweit die wichtigsten Dinge, die ich jedem potentiellen HTC-Käufer vermitteln möchte.

Kollegen

Ich habe 2 Arbeitskollegen, die ebenfalls ein HTC Desire Z haben (noch nicht so lange wie ich), und die klagen z.B. nicht über den Absturz von Sense. Vielleicht habe ich ja ein Montagsmodell erwischt. Genauere Analysen erfrage ich von ihnen nicht, da sie mehr zur Gruppe der Normalanwender gehören, die ihr Smartphone einfach benutzen und hinnehmen, so wie es ist.

Ende und aus

Damit beende ich meinen viertägigen Ausflug in die Welt von HTC und des Desire Z.

Schlusssatz: Viel Potential, viel Gutes, schwerwiegendes Versagen von HTC auf der Softwareseite. (Selbiges bescheinige ich softwareseitig übrigens auch Samsung, da ich mich mit Samsung Galaxy S-Geplagten ausgiebig ausgetauscht habe.)

January 10, 2012 08:48 PM

January 09, 2012

Thomas Schwecherl

Über mein HTC Desire Z: Teil 3

Weiter geht es mit Teil 3 meiner Beurteilung.

Schlussfolgerung 1: Hersteller

Bei meiner Freundin habe ich es angefangen und irgendwann werde ich auch nachziehen: Bei Android-Smartphones kommen mir in Zukunft bevorzugt jene aus der Nexus-Reihe von Google ins Haus.

Es wird wahrscheinlich kein Nexus-Smartphone mit Hardware-Tastatur geben, aber das werde ich in Kauf nehmen müssen. Die Hardware-Tastatur nutze ich erstaunlicherweise weniger oft als gedacht. Nur bei Vieltipperei-Orgien wie IRC- und Messenger-Sitzungen ist es ein Segen. Ansonsten ist ein Smartphone eh relativ ungeeignet, um (Blog-)Romane und ähnliches zu schreiben.

Die aktuellen 2 Nexus-Telefone stammen zwar aus dem Hause Samsung und sind dementsprechend Plastikbomber. Ich setze meine Hoffnungen aber auf die nächste oder übernächste Nexus-Version, die hoffentlich nicht von Samsung kommen wird.

Schlussfolgerung 2: Oberfläche

Bis Android 2.x fand ich es nachvollziehbar und gerechtfertigt, dass die Hersteller ihre eigenen Oberflächen über die pure Android-Oberfläche stülpen. Das pure Android war doch etwas spröde und es fehlten viele Kleinigkeiten. HTC-Sense und Samsung-Touchwiz mochten da eine Lücke füllen, ob man deren Aussehen nun mochte oder nicht.

Seit Android 4.x sehe ich dazu fast keinen Anlass mehr. Das spricht noch mehr für die Nexus-Geräte. Es würde reichen, das Aussehen an sich so zu belassen, wie es Google liefert, und nur an den Startbildschirmen und den zusätzlichen Anwendungen (Apps) zu feilen und so einen Mehrwert gegenüber purem Android zu schaffen. Leider befürchte ich, dass das die Hersteller anders sehen und den Kunden ihr „Glück“ weiterhin aufzwingen möchten.

Ein Lichtblick könnte der Kauf von Motorola Mobility sein, sofern Google die Motoblur-Oberfläche einstampft und nur noch Motorola-Smartphones mit purem Android anbietet. Auch habe ich gelesen, dass andere Anbieter anfangen (nicht die, deren Telefone es bei uns zu kaufen gibt ;-), die Auswahl dem Kunden zu überlassen, ob sie das pure Android oder die „verbesserte“ Oberfläche nutzen wollen. Zugegeben – das würde noch nicht dagegen helfen, dass die Hersteller nur kurze Zeit lang Updates liefern. Wer mindestens anderthalb Jahre Updates haben möchte, kommt derzeit an den Nexus-Geräten nicht vorbei.

Morgen geht es weiter mit der ursprünglichen Fassung des Berichts …

January 09, 2012 08:44 PM

January 08, 2012

Thomas Schwecherl

Über mein HTC Desire Z: Teil 2

Weiter geht es mit Teil 2 meiner Beurteilung.

HTC und Hardware (aah?)

Bei HTC schlummern quasi in jedem Telefon hardwareseitige Schwächen. Meist ist das der zu knapp bemessene RAM-Speicher, der ebenfalls zu knapp bemessene interne Speicher für das Betriebssystem und die Anwendungen (Apps) sowie die Kamera.

Davon abgesehen sind HTC-Telefone ein Traum, sei es von den verwendeten Materialien (die qualitativ hochwertiger sind als die Plasikteile von Samsung beispielsweise) oder der Verarbeitung (die seitlichen Tasten stören nicht und es ist schön und rutschfest in der Hand zu halten). Wenn HTC bei den oben genannten Punkten nicht so sparen würde, gäbe es gar nichts zu bemängeln an deren Hardware. Ich nörgle hier eh auf hohem Niveau, denn andere Hersteller haben ganz andere Probleme wie fehlerhafte GPS-Chips oder ein klappriges Plastikgehäuse.

HTC und Software (iih!)

Die groben Probleme sind bei HTC aber softwareseitig zu suchen und wie bei so vielen oder den meisten anderen Hardware-Herstellern zeigt sich, dass sie von Software keine Ahnung haben und dem Kunden „bloss Hardware“ verkaufen, ohne auf das Gesamtpaket zu achten.

Das macht sich in den Geschäftszahlen ganz gut in Boomzeiten wie den letzten beiden Jahren, aber langfristig schafft man sich so keine treuen Kunden und schon gar keine wohlgesonnene Technikgemeinde. (Noch etwas Positives zwischendurch: Zumindest die Bootloader-Problematik für Entwickler und Leute, die andere Software auf HTC-Telefone aufspielen möchten, wurde von HTC bei den neueren Modellen endlich aus dem Weg geräumt.)

Morgen geht es weiter mit meiner Schlussfolgerung aus den Erfahrungen der letzten 12 Monate …

January 08, 2012 08:37 PM

January 07, 2012

Thomas Schwecherl

Über mein HTC Desire Z: Teil 1

Seit über einem halben Jahr schlummert die Beurteilung meines HTC Desire Z (ein Smartphone mit ausschiebbarer Hardware-Tastatur) und wartet auf seine Veröffentlichung. Ursprünglich war es als Lobhudelei gedacht, da ich von November 2010 bis August 2011 äußerst zufrieden war mit meinem HTC-Mobiltelefon. Es hatte viele positive Eigenschaften (mehr weiter unten) und bekam in regelmäßigen Abständen 3 Software-Updates auf neuere Android-Versionen.

Hundertachtzig Grad

Seit dem Sommer 2011 habe ich, abgesehen von der Verarbeitung der Hardware, keine positive Meinung mehr von HTC. Die 3 Hauptgründe:

  1. Die Sense-Oberfläche spinnt und stürzt regelmäßig wegen des zu kleinen RAM-Speichers ab, was mir jedes Mal gefühlt eine halbe Minute Wartezeit beschert, bis es wieder geladen ist (ohne Sense funktionieren die Startbildschirme und Widgets nicht).
  2. Es gibt keine Updates von HTC mehr – und für ein Telefon, das nicht einmal anderthalb Jahre alt ist und für den HTC auch noch keinen Nachfolger herausgebracht hat, ist das sehr schwach. Das letzte Update kam ein dreiviertel Jahr nach dem Verkaufsstart in den USA.
  3. Außerdem funktioniert die Website www.htcsense.com nach einem Jahr Hinhaltetaktik immer noch nicht (dort sollte möglich sein, seine Kontaktdaten zu pflegen und zu sichern, was bis heute nicht möglich ist). Die Support-Mitarbeiter vertrösten einen immer nur auf später.

Morgen geht es weiter …

January 07, 2012 08:40 PM

January 05, 2012

Thomas Schwecherl

Die nächste moderne Religion wurde gegründet

Seit 2005 gibt es die parodistische Religion des Pastafarianismus, deren Anhänger das Fliegende Spaghettimonster anbeten und damit gegen die Anhänger der Pseudowissenschaft des „Intelligenten Designs“ antreten.

Nun gibt es seit ein paar Tagen eine neue Religion – zwar nur in Schweden aber immerhin. Sie nennt sich Kopimismus. Deren Anhänger, die Kopimisten, sehen das Kopieren von Informationen als eine heilige Tugend an und treten gegen die Radikalisierung der Gesellschaft und der staatlichen Gesetze durch die einflussreiche „Inhalteindustrie“ (engl. content industry), also der Medienunternehmen, an.

January 05, 2012 04:24 PM

January 04, 2012

Carsten Book

BYOB Website aktualisiert!

Hallo und Frohes Neues Jahr Euch allen!

Wir haben in den letzten Wochen die BYOB Website https://byob.mozilla.com (BYOB steht fuer Build your own Browser und mehr zum BYOB Projekt gibt es hier) aktualisiert und die Seite steht nach einigen Wartungsarbeiten nun wieder zur Verfuegung.

BYOB Main Page

 

Einige Neuerungen in der aktuellen Version von BYOB sind:

Verbesserte/Vereinfachte Erstellung von Lesezeichen Ordnern und Lesezeichen (nun auch mit Unter-Ordnern)

  • Version der erstellen Firefox Versionen auf Firefox 9 aktualisiert
  • BYOB enthaelt nun 63 Locale Version von Firefox von denen bis zu 10 Sprachversionen (z.b. Deutsch, Englisch, Indonesisch etc) ausgewaehlt werden koennen
  • Addon Verwaltung und Auswahl der Search Engines wurde aktualisiert.

Die BYOB-Seite ist allerdings nocht nicht localisiert, steht also derzeit nur in English zur Verfuegung.

Am BYOB Projekt wird staendig weiterentwicklet und deshalb ist Eurer Feedback auch sehr wichtig fuer uns z.b. was Euch gefaellt/nicht so gefaellt, was wir verbessern koennen, und was Ihr noch gerne auf der BYOB Seite sehen wuerdet. Ihr erreicht uns ueber den Contact Us Button auf der BYOB Webseite

Vielen Dank geht an meinen Kollegen Kev Needham fuer die Entwicklung und Unterstuetzung vom BYOB Projekt!

Viele Gruesse

– Carsten/Tomcat

January 04, 2012 12:47 PM

December 22, 2011

Thomas Schwecherl

MozCamp 2011: Nachruf

Mozilla hat ein kurzes Video zu den 2 vergangenen MozCamps 2011 veröffentlicht: Many voices, One Mozilla!

Dann nutze ich gleich noch die Gelegenheit, ein paar Zeilen zu veröffentlichen, die seit Wochen im Dornröschenschlaf auf ihre Veröffentlichung warteten …

Es geht um ein Thema, das beim MozCamp ganz groß geschrieben wurde: Die Welt ändert sich, das Internet ändert sich, auch Mozilla ändert sich dauernd. Darum sollten sich auch die Mozillianer ändern und sich aufmachen, neue Wege zu beschreiten und neuen Ideen nachzugehen. Um zu ermöglichen, dass man sich neuen Aufgaben zuwendet, müssen natürlich neue Leute gefunden werden, die in die freiwerdenden Fußstapfen treten.

Deshalb mein allgemeiner Aufruf an alle Noch-nicht-Mozillianer:

Mozilla braucht dich!

Mozilla hat die erste Runde gewonnen und Microsoft gezeigt, dass man mit einem Monopol alleine noch keine Zukunft schaffen kann – und Mozilla hat gezeigt, dass Monopole brechen können. Aber wer nun glaubt, dass sich alle, die für ein freies Internet einstehen, nun ausruhen könnten oder dass Microsoft nun zu den Guten gehören würde oder Googles Chrom(ium)e doch ach so freie Software wäre und Mozilla nicht mehr benötigt werden würde, sollten sich vorsehen. Ein Internet, das von Apple, Microsoft, Google und den Inhaltskonzernen (Disney, Warner, Murdoch, Amazon …) dominiert wird, kann das Interesse von keinem sein.

Der „Kampf für ein freie(re)s Internet“ wird nie zu Ende gehen. Manche, die sich jahrelang dafür engagiert haben, werden unterwegs aufhören oder aufgeben. Darum brauchen wir immer neue Unterstützung und neue Menschen, die für die Interessen der Allgemeinheit einstehen. Mozilla und auch die ganze Freie-Software-Bewegung muss wachsen, um mit den sich verändernden und wachsenden Marktverhältnissen klarzukommen. Wer also denkt, dass er nicht gebraucht werden würde, irrt! Jeder wird gebraucht. Auch bei den relativ hohen Marktanteilen, die Mozilla heute in Europa aufweisen kann. Denn gerade in diesen „erfolgreichen“ Zeiten ist es schwer, motiviert zu bleiben und neue Grenzen zu suchen.

Es gibt in (fast) allen Ecken des Mozilla-Universums engagierte, ehrenamtliche Mitarbeiter. Es gibt aber keinen einzigen Bereich, in dem nicht noch Hilfe benötigt wird. Seien es Forenmoderatoren, Chat-Helfer, Software-Spezialisten, Programmierer, Übersetzer (z.B. für SUMO oder SUMOMO), Webentwickler (z.B. für MDN), Fehleraufspürer (bei Bugzilla und der Qualitätssicherung), Designer oder Marketing-Fachleute.

Darum: Jeder kann auf irgend eine Weise helfen. Mischt euch ein, mischt mit, tut einfach was (freie Arbeiten müssen bei Mozilla von niemandem „genehmigt“ werden) und kontaktiert bei Fragen bestehende Mozillianer: KaiRo, Kadir, mich oder andere!

December 22, 2011 09:47 PM

November 30, 2011

Thomas Schwecherl

MozCamp 2011: Quantität der Übersetzungen

Vito von der slowenischen Übersetzertruppe hat beim MozCamp einen kurzen, aber interessanten Vortrag über den Stand der Arbeiten auf Verbatim (localize.mozilla.org) gehalten. Die Folien dieses Vortrags hat er online zur Verfügung gestellt: Thar she blows – Quantitative Look at Localize.Mozilla.org.

Er hat gezeigt, dass die große Anzahl an Übersetzungen (85) leider viel höher ist als die quantitative Arbeit an diesen Übersetzungen.

Es mag an der schier unschaffbaren Anzahl an aktiven Projekten (335) liegen, die jede Übersetzungstruppe bewältigen muss. Ein anderes Problem besteht in der Anzahl der zu übersetzenden Wörter je Projekt, die bis zu 23.517 Stück bei AMO hinaufreichen.

Ein anderer Vortrag von Vito betraf die Wiederverwendbarkeit von bereits bestehenden Übersetzungen. Mit entsprechenden Programmen ist es so möglich, schneller zu übersetzen. Und Neulinge würden Vorschläge von bestehenden Übersetzungen erhalten und so schneller lernen, wie bisherige Übersetzungen aussehen und sich anpassen. Leider sieht es nicht so aus, als würde Mozilla so ein Werkzeug für Übersetzer zur Verfügung stellen, wobei dann alle Projekte (SUMO, Webseiten, Firefox und Co.) davon profitieren würden. Wenn jemand so ein Webtool kennt oder programmieren kann, sollte er mit Mozillianern in Verbindung treten.

November 30, 2011 10:28 PM

November 24, 2011

Thomas Schwecherl

Neues von Firefox für Android

Von Firefox für Android, das sich in einer vollständigen Umbauphase befindet, gibt es neue Vorschaubilder. Die Oberfläche des bisherigen Android-Firefox wird komplett verworfen und in der Android-Programmiersprache neu entwickelt. Das wird bessere Start- und Reaktionsgeschwindigkeit bringen. Außerdem wird die Firefox-Oberfläche entschlackt und besser für die Bedienung auf Smartphones und Tablets optimiert.

Auf madhava.com/egotism gibt es Bilder, wie Firefox in Zukunft aussehen wird/kann. Außerdem wird am Seitenende auf Design-Entwürfe für die Add-ons-Verwaltung und die Sync-Einrichtung verwiesen.

Aufgrund der Umbauarbeiten wird Firefox in den nächsten Versionen viel weniger Funktionen enthalten als bisher. Leider. Hoffentlich werden diese schnell nach und nach wieder eingebaut. Die Umbauarbeiten lassen keine Zeit, um alles gleichzeitig fertigzustellen.

Meine persönliche Hoffnung ist, dass Firefox seinen großen Vorzug vor den Google-Browsern behält: Die Synchronisation lokal verschlüsselter und bei Mozilla abgelegter Browser-Daten unabhängig von Android- und Google-Diensten.

November 24, 2011 10:21 PM

November 23, 2011

Thomas Schwecherl

Mozilla-Treffen in Köln 2011: Fotos

Nach bald 2 Monaten stelle ich endlich ein paar Fotos vom Köln-Treffen online. Seltsamerweise hat sonst niemand über das Wochenende vom 1. und 2. Oktober 2011 gebloggt.

Es sind nicht viele Fotos, aber wir haben uns ja wegen der Arbeit getroffen und nicht um zu posieren. :)

Große Werbeleuchtreklame von 4711 im Inneren des Bahnsteiggeländes im Kölner Hauptbahnhof.
Der Kölner Hauptbahnhof bei Nacht. Farbenprächtig.
Großes Werbebanner mit dem Mozilla-Schriftzug
Das von Hagen zum Treffen mitgenommene Mozilla-Werbebanner. Er hat übrigens alle Mozilla-Utensilien (T-Shirts, Aufkleber usw.) mitgeschleppt.
Vorderteil des Hilton-Konferenzraums namens Apollo mit dem Beamer und den Teilnehmerplätzen
Der für das Treffen bereite Konferenzraum von der einen …
Hinterteil des Hilton-Konferenzraums namens Apollo mit dem großen Werbeplakat und den Teilnehmerplätzen
… und der anderen Seite. Genug Platz für alle samt unserem Gast.
Foto einiger Teilnehmer im Konferenzraum am Beginn des Treffens
Pünktlich begannen wir unsere Tagungspunkte am Samstag. Unser Gast Chris Hofmann (Bildmitte) war von Anfang an dabei.
Foto von einem der zwischenzeitlichen Imbisse
Während des Treffens wurden wir bestens mit Zwischenmahlzeiten und Getränken versorgt. Im Gegensatz zum letzten Jahr.
Das urige Brauhaus Sünner im Walfisch
Das Abendessen fand im zünftigen Brauhaus Sünner im Walfisch statt. Damit schlossen wir einen langen ersten Tag ab.
Möwen jagen nachts im Lichtkegel des Kölner Doms
Beim Weg zurück zum Hotel bemerkten wir die unzähligen Möwen, die im Lichtkegel des Kölner Doms nach Futter jagten. Das war ein wirklich beeindruckendes Schauspiel.
Konferenztisch mit Getränken und dem großen Mozilla-Banner im Hintergrund
Am nächsten Morgen ging es wieder früh weiter.
Die Leute stehen beim Mittagsimbiss vor dem Konferenzraum
Ein leerer Magen studiert nicht gern.
Die Leute beim Auschecken im Foyer des Hotels
Nach einem ebenso langen wie produktiven zweiten Tag begann die Heimreise.
Samsung-Tablet mit darauf optimierter Firefox-Vorversion
Kadir zeigte uns den Prototypen des Tablet-Firefox auf einem Samsung-Tablet. Es lief ohne Stocken und nutzte den Bildschirm gut aus.
Leute im Café vor dem Kölner Hauptbahnhof
Die letzten Teilnehmer genießen am Sonntagabend das schöne, äußerst warme Wetter im herbstlichen Köln. Damit ließen wir das Treffen ausklingen.

Das war der kurze Bilderrundgang zum Kölner Treffen der deutschsprachigen Übersetzer- und Helfer-Gemeinschaft von Mozilla 2011. Den Teilnehmern kann ich die unzensierten Fotos zuschicken. Es sind nicht viele. Hagen hat das Gruppenfoto gemacht. Dieses bitte bei ihm abholen.

November 23, 2011 08:30 PM

November 20, 2011

Thomas Schwecherl

MozCamp 2011

Das diesjährige MozCamp in Berlin für Europa, den nahen Osten und Afrika ging letzten Sonntag Abend zu Ende. Es waren über 2 Tage voller Menschen und Ideen, die sich für das (offene) Internet stark machen. „We love the Web“ war ein zentraler Spruch.

Da Mozilla die einzige gemeinnützige und weltweit tätige Organisation zwischen den großen Konzernen wie Apple, Google und Microsoft ist, die Einfluss darauf nehmen kann, wohin sich das Web entwickelt, ist eine große, aktive Gemeinschaft die wichtigste Grundlage für Mozilla. Europa ist wiederum ein wichtiger Standpfeiler dieser Gemeinschaft und hat zentrale Aspekte wie Lokalisierung oder die Notwendigkeit des Aufbaus lokaler Gemeinschaften in das Herz der US-amerikanischen Mozilla-Stiftung getragen. Aus diesem Grund wird mozilla-europe.org (wie auch mozilla.com) in Zukunft in mozilla.org aufgehen. Dies entspricht auch dem Motto des diesjährigen MozCamps: „Many voices, one Mozilla!

Im Nachhinein betrachtet war das Wochenende wieder viel zu kurz für so viele Vorträge und Leute, es war anstrengend und es war toll. Ich hoffe, dass die Tradition der MozCamps fortgesetzt wird und mehr Leute die Möglichkeit haben werden, dabei zu sein und mitzumachen.

Fotos

Hier nun ein paar Impressionen mit meiner Telefonkamera (deshalb die schlechte Qualität). Ich wollte den Kopf und die Hand freihaben für die Vorträge des MozCamps. :) Am Seitenende folgt noch ein Kurzvideos.

Blick aus dem Flugzeug mit Blick auf einen Flügel und die Wälder vor Berlin
Anflug auf Berlin am strahlend blauen 11.11.2011.
Demonstration auf der Straße Unter den Linden mit Polizeibegleitung
Kaum in Berlin angekommen, trifft man schon auf Proteste gegen die Bankenmisswirtschaft.
Brandenburger Tor
Die übliche Touristenroute darf natürlich nicht fehlen.
Blick auf den Park in Richtung Brandenburger Tor, Regierungsviertel und Fernsehturm
Toller Blick von der kalt umwehten Siegessäule in Richtung Osten.
Foto vom Verlauf der ehematligen Berliner Mauer an der Spree zwischen Regierungsviertel und Hauptbahnhof
Auf dem Weg zum Hotel trifft man auf die Spuren der Vergangenheit.
Foto von der Außenfassade der Kalkscheune am Freitagabend
Freitagabend: erstes Eintreffen am MozCamp-Veranstaltungsort.
Bild von der Garderobe und dem Anmelderaum für das MozCamp
Perfekte Organisation plus Garderobe für das kalte Berlin – ohne Mozilla-Ausweis gab es Samstag und Sonntag keinen Zutritt zum MozCamp.
Many Voices, one Mozilla (Plakat in blau)
Das MozCamp-Motto …
Many Voices, one Mozilla (Plakat in rot)
… in vielen Variationen entsprechend den vielen Nationen.
Speisesaal und Bar der Kalkscheune
Der Empfangs- und Gemeinschaftsraum am Freitag Abend. Zeit zum Kennenlernen und Wiedersehen.
Innenhof der Kalkscheune mit der Essensausgabe
In der Eiseskälte im Innenhof gab es Currywurst (traditionell oder vegetarisch).
Gemütlicher hinterer Bereich des Speisesaals mit großen Liegepolstern
Aus Gemütlichkeit oder später Erschöpfung – die Polster waren bequem.
Firefox-Maskottchen vor der Tür des Hotels Samstag in der Früh
Samstagmorgen: der knuddelige Rotfuchs, der in der Kälte stand.
Die selben Polstersitze wie am Vorabend, Leute mit Laptop oder Smartphone darin sitzend und arbeitend
… in aller Frühe schon wieder fleißig.
Die Hauptbühne im oberen Stock im großen Versammlungsraum
Die Keynotes sind der Beginn jedes MozCamps. William hat ein paar organisatorische, einführende Worte.
Voller Versammlungsraum, alle Sitzplätze sind belegt und einige Leute stehen im vorderen Eingangsbereich
Während der Keynotes erläutern die Mozilla-Oberen Ihre Vorstellungen für die Pläne der Zukunft. Da bleibt kein Platz frei.
Kadir bei seinem Vortrag über SUMO und die neue Strategie beim Übersetzen mit dem schnellen Veröffentlichungszyklus von Firefox seit Version 5
Nach den Keynotes folgen die parallel abgehaltenen Vorträge bis in den Abend hinein.
Foto von der Mozilla-Spesekarte, einem Weihenstephaner-Weizenbier und der Vorspeise
Abendessen im Weihenstephaner nach einem langen Tag am Samstagabend.
Kellergeschoss des Restaurants, vollgestopft mit Mozillianern
Das Restaurant war voller Mozillianer, vom Keller …
Obergeschoss des Restaurants, vollgestopft mit Mozillianern
… bis zum Obergeschoss. Es war zwar kein typisches Berliner Essen, aber bei so vielen Gästen aus vielen Teilen der Welt zählt nur das Gesamterlebnis „Deutschland“. Da dürfen ein paar Klischees nicht fehlen.

Weitere Quellen

Dieses Wochenende fand dann noch das AsiaCamp 2011 in Kuala Lumpur (Malaysia) statt. Fotos von beiden MozCamps gibt es auf Flickr haufenweise wie hier von Mitchell Baker beim AsiaCamp oder das MozCamp Berlin-Gruppenfoto.

Flickr-Fotos nur vom Berliner MozCamp gibt es z.B. von mozillaeu, Filip42, GeekShadow, comzeradd, ioana_cis, mmkmou. Gioxx und Tristan Nitot (Chef von Mozilla Europe).

Hier außerdem das Bild zur Datenschutz-Thematik, die beim MozCamp ebenfalls angesprochen wurde: Facebook and You (oder: Schweine im Stadel).

Kurzvideo

Und zu guter Letzt noch ein Kurzvideo, nur um die Impressionen abzurunden (ca. 13MB, 53 Sekunden). Es zeigt (1) Tristan Nitos Anfangsrede bei den Keynotes am Samstag, (2) eine Pause zwischen den Keynotes und (3) den Gang aller Mozillianer von der Kalkscheune zum Weihenstephaner in Begleitung einer (bayerischen) Blasmusikkapette, die für Aufsehen bei den Passanten sorgte:

Weitere Informationen

Auf der Wiki-Seite von Mozilla finden sich alle logistischen und inhaltlichen Daten zum Treffen sowie die Liste der Teilnehmer: EU MozCamp 2011.

Alle Lokalisierungen stellen sich nach den Keynotes kurz vor und erstellen einen Online-Quilt: EU-MozCamp-Quilt (und der Asia-MozCamp-Quilt).

Außerdem gibt es eine Karte mit allen Örtlichkeiten des Berliner MozCamps: MozCamp Europe 2011, find all the venues important for the event

November 20, 2011 06:18 PM

November 10, 2011

Thomas Schwecherl

October 22, 2011

Thomas Schwecherl

Ende der „mobilen“ Spekulationen

Nun ist es endlich vorbei. Das ganze Jahr über gab es so viele Gerüchte und Spekulationen über das neue iPhone im Jahr 2011 und über Android 4 + das neue Nexus-Mobiltelefon, dass man die Online-Nachrichten gar nicht mehr lesen konnte, ohne auf einen der unzähligen Artikel über die beiden Telefone und mobilen Betriebssysteme zu stoßen – so inhaltslos sie auch waren, mitsamt den Anfeindungen der jeweiligen Anhänger in den Kommentaren.

iPhone 4S

Vom iPhone 4S hört man ja überschwänglich Gutes wie enttäuschtes Schlechtes. Hat sich die Krankheit Seve Jobs‘ 2011 schlecht auf das neueste iPhone ausgewirkt? Hat er bereits einen Masterplan für die nächsten Jahre vorgezeichnet, mit dem sich seine Apple-Untergebenen leiten lassen können, damit Apple seinen Höhenflug an der Börse und an den Börserl der Käufer fortsetzen kann? Wird Siri wieder einmal die Art verändern, wie wir Telefone nutzen? Man weiß es nicht. Ich weiß es schon gar nicht. Darum genug vom iPhone, das ich nicht in Händen gehalten habe, und weiter zu Android.

19. Oktober 2011, Hong Kong

Die gemeinsame Präsentation von Google und Samsung empfand ich als spröde und ein bisschen amateurhaft. An den hohen Maßstäben von Großkonzernen gemessen, die diese beiden Unternehmen sind. Vielleicht lag es daran, dass es nicht in Kalifornien, sondern in Asien stattfand. Auch gab es kein Wort zu großen Themen wie „Google Music“. Aber es ging ja eigentlich um das Nexus-Telefon und Android 4 und weniger um Google und seine (anderen) Projekte selbst.

Samsung Galaxy Nexus

Samsung-Telefone mag ich normalerweise nicht sonderlich. Für mich sind das Plastikbomber, die oft nicht einmal hübsch aussehen. Wie das vorgestellte Galaxy Nexus in der Hand liegt und sich anfühlt, muss sich erst zeigen. Zumindest die eingebaute Kameratechnik hat schon ihr Fett wegbekommen. Trotz all dem spricht eines für das Galaxy Nexus: Es enthält das reine Android 4 (Spitzname „Ice Cream Sandwich“, dt. „Eiswaffel“) ohne Veränderungen der Telefonhersteller oder Mobilfunkbetreiber!

Android 4

Android 4 ist endlich das Android, worauf viele gewartet haben. Auch ich, denn ich fand bisher, dass Firmen wie Samsung und HTC gute Arbeit geleistet haben, um das reine Android noch benutzerfreundlicher und peppiger zu machen. (Egal ob man deren Aussehen und Funktionalitäten mag oder nicht.) Mit Android 4 hat sich das meiner Meinung nach großteils erledigt. Ich bin gespannt, wie die Telefonhersteller Android 4 verbiegen werden, um deren Smartphones einen eigenen, von den Kunden erkennbaren Stempel aufzudrücken.

Wer Android 4 genauer ansehen will und mehr über die vielen Neuerungen wissen will, dem empfehle ich die folgenden Seiten:

October 22, 2011 01:53 PM

October 16, 2011

Thomas Schwecherl

Meine Android-Anwendungen

Im Frühjahr habe ich diese Liste zuletzt gewartet. Nach fast einem Jahr Android-Nutzung ist es für mich wieder an der Zeit, ein Resümee zu ziehen. Schön langsam hat sich herausgebildet, welche Anwendungen ich wirklich verwende und welche nur auf der Festplatte rumlungern.

Hier nun eine Liste meiner derzeit installierten Anwendungen. Ich habe im Internet diverse andere Blogs mit solchen Listen gesehen. Manchmal findet man durch sie etwas, das man von selbst noch nicht entdeckt hat.

Die Wichtigen:

  • Webbrowser Firefox: mit Sync die perfekte Ergänzung zu Firefox am Desktop, wenn auch noch etwas langsam
  • Smart Battery Monitor: zeigt detailliert die Akkuleistung und -laufzeit
  • 3G Watchdog: Übersicht über den Datenverbrauch
  • Profiles: rüstet Lautstärkenprofil-Funktionalität nach, die ich von alten Handys gewohnt war
  • EboBirthday: erspart das Eintragen der Geburtstage in einen Kalender
  • Note Everything: tolles und umfangreiches Notziprogramm, das in der Bezahlversion noch viel mehr kann
  • Pulse News: Nachrichten-Feeds schön aufbereitet
  • imo instant messenger: bietet mir Zugang zu meinen ICQ- und Jabber-Konten
  • AndroIRC: das IRC ist natürlich auch noch nicht ausgestorben
  • Out of Milk: für den Einkauf und zur Übersicht in der Küche – leider ohne Backup-Funktion relativ sinnlos

Die kleinen Helferlein:

Spielereien:

Spiele:

Daneben habe ich noch über den Market aktuelle Versionen von Google Maps, Google Street View, Google Mail, Youtube und Google Search installiert.

So gesehen ist das nicht wenig, was ich da installiert habe. Aber wenn man vom Speicherplatz her kein Problem hat, viele Anwendungen zu installieren, stört es ja auch nicht. Gibt es etwas, das sonst noch empfehlenswert ist?

October 16, 2011 09:25 AM

October 14, 2011

Thomas Schwecherl

Waffe vor Friedensskulptur

Nach 2 Monaten komme ich endlich dazu, ein Bild zu zeigen, das mich während unseres Stockholm-Aufenthalts schockierte.

Teil 1 der Geschichte: In einer Straße der Fußgängerzone in der Innenstadt von Stockholm (Schweden) steht eine Nachbildung der Skulptur auf dem Visitor’s Plaza vor dem UN-Gebäude in New York. Diese Skulptur stellt das Ziel der Friedenssicherung durch die Darstellung eines Revolvers mit zugeknotetem Lauf dar und trägt den Namen „Non-Violence“ (Gewaltlosigkeit).

Teil 2 der Geschichte: Eine unbekannte Familie unbekannter Herkunft steht vor dieser Skulptur in Stockholm und der kleine Junge trägt stolz im Anschlag seine Handfeuerwaffe, als wäre er im Kriegseinsatz.

Und nun das Bild dazu:
Familie mit einem Jungen vor der Friedensskulptur, wie sie auch vor dem UNO-Gebäude in New York steht. Der Junge hält eine Handfeuerwaffe im Anschlag.

Keine weiteren Worte …

October 14, 2011 08:25 PM

October 10, 2011

Thomas Schwecherl

Lesen mit Mobilgeräten

Mit dem Smartphone Nachrichten zu lesen ist so einfach wie praktisch. Darum tue ich das ausgiebig. Leider sind die wenigsten Seiten im Web auf kleine Bildschirmgrößen ausgelegt.

Entweder man muss zoomen wegen zu kleiner Schrift oder die Seite ist zu breit für den kleinen Bildschirm und man muss zoomen und seitwärts scrollen. Andere Probleme entstehen durch für Desktop-Rechner optimierte Werbeeinblendungen oder durch umständliche Seitennavigation. Außerdem lese ich gerne die Leserkommentare bei Online-Artikeln, was z.B. bei Golem.de und Heise.de mit viel Klicken und Zoomgesten verbunden ist.

Vorbildlich dagegen finde ich derStandard.at. Dort macht es mir Spaß, Artikel und Kommentare zu lesen (besonders jene mit dem Österreich-typischen, sarkastischen Humor), Rubriken zu durchstöbern und das Seitenlayout (Desktop-Ansicht, mobile Ansicht oder Nurtext-Ansicht) zu ändern. Abgesehen davon, dass die Linux-Artikel vom Stil und dem Wissen des Autors her positiv aus der Masse im deutschsprachigen Web hervorstechen. Das sind oft nicht bloß von der deutschen oder österreichischen Presseagentur kopierte Textblöcke.

Eine andere gut zu lesende Seite ist Androidnews.de. Das mache ich über die Anwendung Pulse. So bleibt mir ein händisches Abklappern der Websites über den Browser erspart. Leider hat die Attraktivität der geschriebenen Artikel stark nachgelassen, seit die Autoren gewechselt haben und die Seite zu Giga.de gewandert ist.

Das klingt jetzt nach plumper Werbung. Mag es auch sein (auch wenn ich dafür nicht bezahlt werde), aber ich wollte ein paar gut und schlecht mit Mobilgeräten zu lesende Seiten im Netz erwähnen. Falls jemand Tipps für weitere gut les- und navigierbare Seiten hat, nur her damit!

October 10, 2011 07:28 PM

October 09, 2011

Thomas Schwecherl

Dachstein

Am letzten sommerlich-schönen Wochenende dieses Jahres machten wir einen Ausflug zum Krippenstein (ca. 2100 m ü. A., Lage), einem vorgelagerten Berg des Dachsteinmassivs. Das Dachsteinmassiv ist das höchste Gebirge des Salzkammerguts (Wikipedia-Beschreibung) und Oberösterreichs.

Genau wie der Ausflug zum Feuerkogel und bei meinem Bericht über die Schönheit des Salzkammerguts war auch diesmal das Wetter wieder spitze und die Aussicht atemberaubend.

Zum Glück gibt es eine Seilbahn hinauf und der Spaziergang zur 5-Finger-Aussichtsplattform ist sogar für Wanderungeübte ein Klacks. Aber genug der Vorrede, hier ein paar Beweisfotos.

Blick hinauf vom Parkplatz der Talstation.
Mit der zweigeteilten Seilbahn geht es hinauf zum Krippenstein. Der Blick hinunter zeigt den Ort Obertraun am südöstlichen Ende des Hallstätter Sees.
Blick auf das Tal flussaufwärts nach Bad Aussee.
Blick nach Osten. Die Stützpfeiler der oberen Seilbahnstrecke liegen weit auseinander.
Das Willkommensschild der oberen Bergstation auf 2100 Meter. Ja, die Dachsteinregion gehört zusammen mit dem inneren Salzkammergut und Teilen des Ausseerlands zum Welterbe Hallstatt-Dachstein Salzkammergut.
Blick vom Hohen Krippenstein nach Richtung Süden zum Gletscher des Dachsteinmassivs. Wie auch sonst überall in den Alpen zeigt sich hier der drastische Rückgang der Gletschermassen in den letzten 100 Jahren.
Der wunderschöne Tag lud viele Sportler zum Paragleiten ein. Dieses Bild zeigt einen Paragleiter kurz nach dem Start in Richtung Nordwesten zum Hallstätter See.
Die neue Aussichtsplattform 5fingers am nördlichen, extrem steilen Felshang des Hohen Krippensteins.
Blick von der Plattform nach Nordwesten zum Hallstätter See und dem inneren Salzkammergut.
Blick 400 Meter den Felshang hinunter und weiter nach Nordosten.
Atemberaubender Fotoszene mit vorbereitetem Bilderrahmen.

October 09, 2011 07:58 PM

October 02, 2011

Thomas Schwecherl

Nach dem Köln-Treffen 2011

Das war ein langes, erfolgreiches Wochenende. Nach etwas über einem Jahr haben sich einige der engagiertesten Mitglieder der deutschsprachigen Mozilla-Gemeinde wieder in Köln getroffen. Wir haben viel geredet, diskutiert, zugehört, gegessen, abends das schöne Wetter genossen und den Möwen beim nächtlichen Umkreisen des Kölner Doms zugesehen.

Damit ging heute Abend ein arbeitsames Wochenende vorüber, ausgeklungen bei auch am Abend noch sommerlichen Temperaturen in einem Café beim Dom. Ich danke allen, die sich die Zeit genommen haben zu kommen, und hoffe, dass ihr Spaß daran hattet. Die Umfragebögen habe ich noch nicht ausgewertet (Internetzugang steht natürlich ganz groß auf der Tagesordnung im nächsten Jahr – das is ja leider nicht so einfach in Mitteleuropa, auch in guten Hotels), aber die Notizen werde ich noch vervollständigen, solange sie „frisch“ sind.

Meinen Extradank spreche ich neben dem Mitorganisator Hagen an Chris Hofmann aus, der für uns einen Abstecher nach Köln gemacht und dem Treffen beigewohnt hat.

Alle Infos: wiki.mozilla.org/De:Meeting:2011

Nachtrag 3.10.2011, 1 Uhr:
Die Notizen sind fertig und öffentlich zugänglich.
Bei Mozilla ist schließlich alles Open-Source!

October 02, 2011 09:51 PM

September 27, 2011

Carsten Book

Mozilla Meetup in Berlin, Mittwoch 28.9.2011

Hallo,

morgen, Mittwoch 28.9.2011 findet ab 19:30 ein Mozilla Community Meetup mit Chris Hofman sowie Mark Surman und einige Leute rund um das Knight-Mozilla Projekt statt.

Wir treffen uns am Mittwoch um 19:30 Uhr im St. Oberholtz am Rosenthaler Platz.

Bis dann!

Viele Gruesse

Tomcat

September 27, 2011 02:00 PM

August 30, 2011

Thomas Schwecherl

Firefox für Tablets

In Zeiten, in denen die Nutzer (angeblich/anscheinend) mehr Richtung Smartphones und Tablets tendieren anstatt zu Desktop-Rechnern, ist es für Mozilla wichtig, auf den aufstrebenden Plattformen vertreten zu sein, um am Browser-Markt weiterhin eine Rolle zu spielen und weiter für ein freies und offenes Internet eintreten zu können.

Ian Barlow hat in seinem Onlinetagebuch über das Aussehen für Firefox auf Tablets berichtet. Grundlage ist Firefox auf Smartphones, erweitert mit neuen Schaltflächen, die auf den größeren Tablet-Bildschirmen Platz haben und den Umgang mit Firefox erleichtern sollen.

Die offenen Tabs werden wie bei Smartphones am linken Bildschirmrand aufgelistet. Dieses Konzept hat sich meiner Meinung nach auf Smartphones bewährt. Die Awesomebar und Firefox-Sync sind ebenfalls zentrale Funktionen, die ihren prominenten Platz in der Oberfläche finden.

Im oben genannten Blog und auf Ians Flickr-Seite gibt es Bildschirmfotos von Firefox auf Tablets.

Da das alles noch relativ neu ist, wäre das der perfekte Zeitpunkt, um auf Bugzilla oder bei Ian Verbesserungsvorschläge zu äußern und auf die Entwicklung Einfluss zu nehmen.

August 30, 2011 09:04 PM

August 23, 2011

Thomas Schwecherl

Ergebnisse der Umfrage zum Kölner Mozilla-Treffen 2010

Nach langer Verzögerung präsentiere ich hiermit das Ergebnis der Umfrage zum Kölner Mozilla-Treffen, das im September 2010(!) stattfand. Insgesamt waren es 11 Fragen, die an die Teilnehmer des Treffens gerichtet waren. Ich danke allen, die die Umfrage ausgefüllt haben.

1. Wie gut hat das Köln-Treffen deine Erwartungen erfüllt?

Ergebnis zur Frage: Wie gut hat das Köln-Treffen deine Erwartungen erfüllt?

Richtige Treffen außerhalb des Internets scheinen gut anzukommen. Es war das erste dieser Art im deutschsprachigen Raum und wahrscheinlich nicht das letzte.

2. Würdest du wieder teilnehmen wollen?

Ergebnis zur Frage: Würdest du wieder teilnehmen wollen?

Dieses Ergebnis spiegelt die rege Teilnahme an den Diskussionen wider. :)

3. Was war für dich das Wichtigste an diesem Treffen?

Zusammenfassend meinten die Umfrageteilnehmer, dass es gut war

  • auch andere dt. Mozillianer kennnezulernen,
  • Leute von anderen Projekten als den eigenen kennenzulernen,
  • über wichtige Themen wie Mozilla.de zu diskutieren,
  • Einblick in die Arbeit der anderen zu erhalten,
  • auch mehr über die Ziele in der nächsten Zeit zu erfahren,
  • dass nicht nur Firefox-Leute dabei waren,
  • dass das Treffen auf 2 Tage ausgelegt war,
  • dass uns die gemeinsame Arbeit an produktübergreifenden Themen zu einem Team macht, anstatt immer nur Einzelkämpfer zu sein.

Positiv sei auch gewesen, dass sich alle in den Diskussionen so viel eingebracht haben.

4. Was hat dir nicht so gut gefallen?

Zusammenfassend meinten die Umfrageteilnehmer,

  • dass zu wenig Zeit für die Diskussionen eingeplant und der Zeitplan zu straff organisiert war,
  • dass zu wenig Getränke auf den Konferenztischen standen,
  • dass wir zwischen Konferenz- und Übernachtungshotel wechseln mussten,
  • dass Fotos von Teilnehmern des Treffens ungefragt im Internet veröffentlicht wurden,
  • dass das Abendprogramm zu schnell vorbei war.

5. Wofür soll beim nächsten Treffen mehr Zeit eingeplant werden und welche Themen haben gefehlt oder kamen zu kurz?

Hierzu meinten die Umfrageteilnehmer,

  • dass für die Diskussionen und Präsentationen mehr Zeit eingeplant werden sollte,
  • dass der Beamer vor der Veranstaltung mit einem Laptop getestet werden sollte, der dann für alle Präsentationen verwendet werden kann,
  • dass eine Vorstellungsrunde gefehlt habe,
  • dass mehr Zeit für einzelne Gespräche untereinander eingeplant werden sollte,
  • dass es ein interessantes Thema wäre, ob es hier lokal im deutschsprachigen Bereich Punkte gibt, von denen wir denken, was Mozilla oder die Anwendungen anders/besser machen sollten.

6. Sollten wir das nächste Treffen wieder im Hotel Cristall abhalten?

Ergebnis zur Frage: Sollten wir das nächste Treffen wieder im Hotel Cristall abhalten?

Grundsätzlich war die Örtlichkeit wohl in Ordnung, sofern das nächste Mal die Betten nicht 3 Kilometer weit weg stehen und genug Getränke zur Verfügung gestellt werden. ;-)

7. War das Abendessen eine gute Idee oder wären Aktivitäten wie Bowling besser?

Ergebnis zur Frage: War das Abendessen eine gute Idee oder wären Aktivitäten wie Bowling besser? Hast du Vorschläge für ein alternatives Abendprogramm?

Vorschläge für ein alternatives Abendprogramm gab es keine, aber aufgrund des dichten Programms in den 2 Tagen war das Abendessen ohne zusätzliche Aktivitäten wohl die beste Entscheidung.

8. Welche Zeit wäre der optimale Beginn am Samstag und das optimale Ende am Sonntag deiner Ansicht nach beim nächsten Treffen-Wochenende?

Ergebnis zur Frage: Welche Zeit wäre der optimale Beginn am Samstag und das optimale Ende am Sonntag deiner Ansicht nach beim nächsten Treffen-Wochenende?

Mit 14 Uhr haben wir am Sonntag anscheinend die richtige Zeit für das Ende des Treffens gefunden. Je weiter die Teilnehmer weg wohnen, desto früher werden sie wahrscheinlich wollen, dass das Treffen endet, um nicht zu spät heimzukommen. Tendenziell könnte das nächste Treffen mit den Teilnehmern vom September länger dauern als 14 Uhr – laut Umfrageergebnis.

9. Hattest du Zeit, dich mit anderen Teilnehmern auszutauschen?

Ergebnis zur Frage: Hattest du Zeit, dich mit anderen Teilnehmern auszutauschen?

Aus den anderen Umfragen war schon herauszulesen, dass das Programm zu straff organisiert war. Wir dachten nicht, dass es so viel zum Reden geben würde. ;-) Die knappe Zeit trifft laut Umfrage auch auf die Gesprächsmöglichkeiten mit den anderen Teilnehmern zu. Längere Pausen wären eine Möglichkeit für mehr Gespräche.

10. Würdest du am Treffen gern mehr von „offiziellen“ Mozilla-Mitarbeitern sehen und hören und dich mit ihnen unterhalten können?

Ergebnis zur Frage: Würdest du am Treffen gern mehr von

Mozillianer wollen natürlich auch mal Entscheidungsträger kennen lernen. Bei diesem Treffen war wegen des Programms und von der Zeit her außer William kein Mozilla-Angestellter vorgesehen. Mal sehen, ob sich für künftige Treffen eine Gelegenheit dazu bietet.

11. Hast du sonst noch Kommentare oder Vorschläge, die du loswerden möchtest?

  • Konferenz- und Übernachtungshotel sollten das selbe sein.
  • Diskussionen auf Englisch, wenn Mozilla-Mitarbeiter dabei sind, wären schwierig für manche.
  • In einem Lokal eine Kleinigkeit zu essen wäre samstags vor dem Treffen sinnvoll.
  • Wegen der langen Anreise aus weiter entfernten DACH-Gebieten sollte überlegt werden, das Treffen an einem verlängerten Wochenende stattfinden zu lassen.

August 23, 2011 07:10 PM

July 29, 2011

Thomas Schwecherl

Mark Up und Mozillas Engagement für das freie Internet

Die Übersetzung von Mark Up ist schon eine Weile her, aber ich bin erst vor ein paar Tagen über die Firefox-eigene Google-Startseite auf die dazugehörige Website gestoßen: markup.mozilla.org

Die Idee dahinter ist interessant und es ist leider so wie bei fast allen Mozilla-Aktionen, dass es im Nicht-US-Raum bzw. im deutschsprachigen Raum kaum bis gar nicht beworben wird und kaum öffentliche Resonanz erhält.

Die Idee ist, einen persönlichen digitalen Stempel auf künstlerische Weise zu hinterlassen. Damit soll die Freiheit und öffentliche Zugänglichkeit des Internets betont und ins Bewusstsein gerufen werden. Denn es ist nicht selbstverständlich, dass das Internet so frei und öffentlich ist, wie wir es kennen, und diese Freiheiten sind ständig bedroht durch staatliche Regulierungen, Zensurmaßnahmen und durch Firmen aus der Privatwirtschaft – z.B. wollen Internet-Provider die Netzneutalität aufgeben und Medien-Unternehmen Inhalte und Menschen (aus-)sperren oder blockieren.

Das Internet ist mehr als nur eine Werbe- und Verkaufsplattform für Firmen oder eine Nachrichtenbeschaffungsplattform über Online-Zeitungen: Es wird von Menschen auf der ganzen Welt ständig mit neuen Inhalten versorgt und dient u.a. der persönlichen und künstlerischen Präsentation, der Wissensvermehrung und der Kommunikation.

Weshalb soll ich bei Mark Up mitmachen? Ist das zu irgendwas gut?

Das muss jeder für sich selbst entscheiden. Wichtig ist die Tatsache, dass sich Mozilla auf unzählige Arten und über unterschiedliche Wege für die freie Zugänglichkeit des Internets einsetzt. Der Browser Firefox ist dazu nur eines von mehreren Mitteln. Das sollten wir nicht vergessen, wenn wir über Mozilla sprechen …

July 29, 2011 10:08 PM

July 21, 2011

Carsten Book

Managing Director von Thunderbird am 27.7 zu Gast in München!

Hallo !

Am 27.7 koennen wir im Cafe-Netzwerk mit JB Piacentino einen ganz besonderen Gast begruessen.

JB Piacentino ist der neue Managing Director von Thunderbird und wird einen Ausblick auf die Zukunft von Thunderbird geben und steht ausserdem fuer Fragen rund um Thunderbird zur Verfügung. Wenn Ihr also schon immer Eure Ideen, Feedback und Anregungen rund um Mozilla Thunderbird uns mitteilen wolltet, dann ist am 27. die perfekte Gelegenheit!
Die Veranstaltung findet am  27.Juli ab 18 Uhr  in München im Cafe Netzwerk, Luisenstr. 11 statt (siehe auch http://www.cafe-netzwerk.de/)

Damit wir die Veranstaltung etwas planen können, bitten wir Euch uns direkt unter tomcat@mozilla.com bescheid zu geben ob und mit wie vielen Personen ihr kommen wollt ! Die Anmeldung ist natuerlich kostenlos und unverbindlich !

Viele Gruesse und wir freuen uns auf Euch !

– Carsten

Team Mozilla

July 21, 2011 12:17 PM