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January 16, 2019

Sören Hentzschel

Tastatur-Kommandos von Erweiterungen können ab Firefox 66 geändert werden

Ab Firefox 66 können Tastatur-Kommandos von Firefox-Erweiterungen vom Benutzer geändert werden, unabhängig davon, was der Entwickler der jeweiligen Erweiterung festgelegt hat.

Entwickler von Firefox-Erweiterungen können den Anwender diverse Aktionen auch per Tastatur ausführen lassen. Nicht immer ist die Wahl eines Tastatur-Kommandos für jeden Nutzer optimal. Abhilfe schafft eine neue Funktion von Firefox 66.

Ab Firefox 66 erreichen Nutzer über den Add-on Manager von Firefox eine Oberfläche, über welche sämtliche Tastatur-Kommandos der installierten Erweiterungen angepasst werden können.

Erweiterungen konnten bisher eine eigene Oberfläche implementieren, damit Nutzer die Tastatur-Kommandos ändern können. Davon hatten allerdings die wenigsten Erweiterungen Gebrauch gemacht. Mit Firefox 66 ist dies obsolet und steht automatisch allen Erweiterungen zur Verfügung, welche Tastatur-Kommandos implementiert haben.

WebExtension Tastatur-Kommanndos

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January 16, 2019 10:30 PM

January 15, 2019

Sören Hentzschel

Mozilla schaltet Test Pilot und Firefox Screenshots ab

Überraschende Nachricht: Mozilla wird Firefox Test Pilot sowie Firefox Screenshots abschalten.

Unter dem Namen Test Pilot betreibt Mozilla eine Möglichkeit für Firefox-Nutzer, potentielle neue Funktionen vorab zu testen. Manche der Experimente haben ihren Weg in Firefox gefunden, andere haben dies nicht. Firefox Screenshots bezeichnet einen Online-Speicher für Screenshots. Beide Dienste sollen abgeschaltet werden.

Test Pilot wird bereits kommende Woche, am 22. Januar 2019 abgeschaltet werden. Bestehende Experimente werden weiterhin funktionieren und über addons.mozilla.org weiterhin zur Verfügung stehen. Die Test Pilot-Erweiterung wird bei Besuch der Webseite deinstalliert werden. Experimente, welche nicht in Form einer Firefox-Erweiterung kommen, wie Firefox Send und Lockbox, werden weiterhin aktiv entwickelt und erwarten signifikante Verbesserungen in der nahen Zukunft.

Die Screenshot-Funktion wird weiterhin Teil von Firefox bleiben, allerdings wird die Möglichkeit entfernt, Bilder online hochzuladen. Anfang der zweiten Jahreshälfte 2019 soll der Screenshot-Server dann komplett abgeschaltet werden.

Update 16.01.2019

Der Grund für die Einstellung von Test Pilot ist nicht etwa mangelnder Erfolg. Ganz im Gegenteil: So sagt Mozilla, dass Test Pilot sogar besser funktioniert hat, als man es sich je vorgestellt hätte. Vor der Gründung von Test Pilot hätte man keine gute Möglichkeit gehabt, schnell Features auf den Markt zu bekommen oder zeitnah Feedback von den Nutzern zu erhalten, um so schließlich Ideen zu evaluieren, bevor viele Ressourcen in etwas investiert werden, was von den Nutzern so überhaupt nicht angenommen wird. Prototyping dieser Art sei damals innerhalb von Mozilla ein fremder Ansatz gewesen. Mozilla als ganze Organisation habe sich aber weiterentwickelt und viel gelernt und so sei man nun nicht mehr auf ein einzelnes Team angewiesen, welches mit neuen Ideen experientiert. Auch 2019 darf man also mit neuen Produkt-Ideen rechnen, die man als Nutzer testen kann. Tatsächlich soll es 2019 sogar noch mehr und nicht weniger Experimente geben. Nur dann eben nicht unter dem Test Pilot-Label.

Erfolg ist letztlich auch der Grund für die Einstellung von Firefox Screenshots als Service. Firefox Screenshots läuft für Mozilla sehr erfolgreich und wird mittlerweile 20 Millionen mal pro Monat genutzt. Und das hat einen Preis: Firefox Screenshots bindet einige Mitarbeiter, welche für den erfolgreichen Wachstum benötigt werden.

Verglichen mit anderen Browserherstellern ist Mozilla sehr klein und hat nun eine begrenzte Anzahl an Ressourcen zur Verfügung. Einfach neue Leute in ein solches Projekt zu werfen, würde vielleicht in einer perfekten Welt funktionieren, und so schreibt Mozilla, dass das Einstellen von geeignetem Personal schwierig sei.

Gleichzeitig bereitet man den Launch einer großen neuen Version von Firefox Send vor – mit Android-App, Firefox Account-Integration und viel größerem Dateigrößen-Limit. Um in dieses Produkt investieren zu können, welches Mozilla wichtig erscheint, mussten Ressourcen abgezogen werden.

Firefox Send ist nämlich unabhängig von Firefox. De facto wird Firefox Send nach Angaben von Mozilla sogar häufiger mit Chrome als mit Firefox genutzt. Das Team, welches sich für Test Pilot verantwortlich zeigte, hat den Fokus nun mehr darauf gelegt, an Diensten zu arbeiten, die über Firefox hinausgehen, um so auch neuen Zielgruppen Mozillas Prinzipien hinsichtlich Datenschutz, Sicherheit und Nutzerkontrolle mitzugeben.

Ähnlich verhält es sich mit Lockbox, was zwar einerseits den Passwort-Manager von Firefox ergänzen soll, andererseits aber auch als Mobile App zur Verfügung steht und wovon nicht nur Firefox-Nutzer profitieren.

Während Test Pilot ursprünglich dazu gedacht war, Firefox-Features zu testen, hätten diese Produkte begonnen, den Horizont von Mozilla zu erweitern. Und so ist dann auch Firefox Monitor als Experiment außerhalb von Test Pilot entstanden, was für Mozilla ein großer Erfolg im Jahr 2018 war. Mozilla sieht mit diesen Produkten eine gute Möglichkeit, als Marke zu wachsen. Eine Plattform zu betreiben, welche sich auf Experimente für den Firefox-Browser beschränkt, sei vom Ressourcen-Bedarf her schwieriger zu rechtfertigen.

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January 15, 2019 08:36 PM

January 14, 2019

Sören Hentzschel

Firefox Klar erhält Werbeblocker-Funktion

Firefox Klar ist ein spezialisierter Privatsphäre-Browser aus dem Hause Mozilla für Android und Apple iOS. Nun bekommt die Android-Version von Firefox Klar zusätzlich noch eine Werbeblocker-Funktion, welche mit verschiedenen Filterlisten arbeitet.

Firefox Klar (internationaler Name: Firefox Focus) kann bereits Dinge wie Tracking-Elemente, JavaScript, Schriftarten und Cookies blockieren. Für die Android-Version von Firefox Klar 9.0 plant Mozilla eine weitere Kategorie: Das Blockieren von Werbung.

Durch den Tracking-Schutz blockiert Firefox Klar bereits viel Werbung, da ein großer Teil der Werbung im Web Tracking-Praktiken anwendet. Werbung, welche den Nutzer nicht trackt, wird damit also erwartungsgemäß nicht blockiert.

Das soll sich mit der neuen Werbeblocker-Funktion von Firefox Klar 9.0 ändern. Diese kombiniert vier Filterlisten: Easylist, EasyPrivacy, Fanboy’s Annoyance List sowie AdGuard Mobile Ad Filter.

Firefox Klar Werbeblocker

Standardmäßig ist der Werbeblocker zwar deaktiviert, bestehende Nutzer sollen mit dem Update aber auf das neue Feature aufmerksam gemacht werden.

Firefox Klar Werbeblocker

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January 14, 2019 10:21 PM

January 13, 2019

Sören Hentzschel

Firefox 67 bekommt dedizierte Profile pro Installation

Wer mehrere Firefox-Installationen auf seinem System nutzt, hat bisher standardmäßig ein gemeinsames Firefox-Profil für alle Installationen verwendet. Dies ändert sich mit Firefox 67.

Lesezeichen, Chronik, Erweiterungen, Passwörter, Einstellungen – diese und noch weitere Dinge werden in einem sogenannten Profil gespeichert. Verschiedene Firefox-Installationen nutzen standardmäßig immer das gleiche Profil. Was im ersten Moment praktisch erscheint, bringt mehrere Probleme mit sich.

Das größte Problem ist die Möglichkeit eines Datenverlustes durch Downgrades. Technisch liegt ein Downgrade nicht nur dann vor, wenn man eine Firefox-Installation durch Neuinstallation einer älteren Version ersetzt. Wer beispielsweise sowohl die aktuelle Release- als auch eine aktuelle Nightly-Version von Firefox installiert hat, führt aus technischer Sicht ebenso ein Downgrade durch, wenn zunächst Firefox Nightly und anschließend die Release-Version von Firefox mit dem gleichen Profil gestartet wird, da auch hier eine ältere Version der neueren Version folgt. Downgrades wurden von Firefox noch nie offiziell unterstützt und Hinweise in den Release Notes, dass ein Downgrade von einer bestimmten Version Probleme verursacht, gab es bereits häufiger.

Ein weiterer Nachteil ist die Tatsache, dass bei Nutzung eines gemeinsamen Profils nicht ohne Weiteres zwei Firefox-Installationen parallel genutzt werden können.

Ab Firefox 67 nutzt der Mozilla-Browser dedizierte Profile pro Installation. Das heißt, dass wenn ein Nutzer mehrere Firefox-Installation hat, jede dieser Installationen ein eigenes Profil verwendet und damit standardmäßig nicht länger in allen Installationen automatisch die gleichen Lesezeichen, die gleiche Chronik etc. zur Verfügung stehen. Wer seine Daten profilübergreifend synchron halten möchte, nutzt dafür idealerweise Firefox Sync, was genau für diesen Zweck ausgelegt ist. Die zuvor genannten Probleme gehören mit dieser Änderung der Vergangenheit an.

Dedizierte Firefox-Profile pro Installation

Wer bereits unterschiedliche Profile für unterschiedliche Installationen nutzt, was de facto schon vorher empfohlen war, ist von der Änderung nicht betroffen. Wer bisher ein gemeinsames Profil für unterschiedliche Installationen verwendet, ist in der folgenden Weise betroffen: Die Firefox-Installation, welche als erstes gestartet wird, erhält alle bisherigen Daten und Anpassungen. Jede weitere Installation erhält ein ganz frisches Profil. Über den Profilmanager kann die Zuordnung von Firefox-Installationen und -Profilen jederzeit angepasst werden.

Die Änderung wird aller Voraussicht nach am 28. Januar in Firefox Nightly in Kraft treten. Nutzer von Firefox Nightly werden nach dem morgigen Update, am 14. Januar, vorab über die Änderung informiert.

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January 13, 2019 09:19 PM

January 12, 2019

Sören Hentzschel

Flash-Unterstützung wird in Firefox 69 standardmäßig deaktiviert

Mozilla wird noch in diesem Jahr, nämlich mit Firefox 69, die Unterstützung für den Adobe Flash Player standardmäßig deaktivieren.

Der Adobe Flash Player ist das letzte verbliebene NPAPI-Plugin, welches von Firefox noch unterstützt wird, nachdem andere NPAPI-Plugins wie Oracle Java oder Microsoft Silverlight bereits seit Firefox 52 nicht mehr unterstützt werden. NPAPI-Plugins waren für viele Jahre ein wichtiger Teil der Webplattform. In den letzten Jahren hat deren Bedeutung aber immer stärker abgenommen. Praktisch alles, was früher ausschließlich mittels NPAPI-Plugin umsetzbar war, wird heute, dank entsprechender Weiterentwicklung von Webstandards, nativ durch die Browser unterstützt. Heute gelten NPAPI-Plugins vor allem aus einer Sicherheits-Perspektive als problematisch.

Bereits im Juli 2017 hatte Adobe angekündigt, den Adobe Flash Player mit Ende 2020 zu beerdigen. Zeitgleich hatte Mozilla angekündigt, die Unterstützung für den Adobe Flash Player in Firefox Anfang 2020 für Privatanwender sowie Ende 2020 für Enterprise-Nutzer einzustellen. Nun steht ein konkreter Zeitpunkt für den nächsten Schritt fest.

Mozilla plant schon für Firefox 69 die standardmäßige Deaktivierung der Flash-Unterstützung. Firefox 69 wird nach aktueller Planung am 3. September dieses Jahres erscheinen.

Während es zu diesem Zeitpunkt für den Nutzer noch möglich sein wird, die Flash-Unterstützung per Browser-Einstellung zu aktivieren, sollten sich vor allem Webseitenbetreiber darauf einstellen, dass die Nutzer ab diesem Zeitpunkt ohne Änderung seitens Nutzer keine Flash-Inhalte mehr konsumieren können. Nutzer werden auch seitens Firefox nicht dazu aufgefordert werden, den Flash Player zu aktivieren.

Gemäß Roadmap wird die Unterstützung für den Adobe Flash Player dann Anfang 2020 komplett aus Firefox entfernt werden. Da die nächste Enterprise-Version von Firefox auf Firefox 68 basieren wird, sind Nutzer von Firefox ESR von diesem Datum nicht betroffen. Dort wird es erst Ende 2020 soweit sein, vermutlich in Firefox 76, sofern der aktuelle Abstand von acht Major-Releases zwischen ESR-Upgrades eingehalten wird.

Firefox für Android unterstützt bereits seit Oktober 2017 und Firefox 56 keinen Adobe Flash Player mehr.

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January 12, 2019 04:48 PM

January 11, 2019

Sören Hentzschel

Die ersten Bilder von Mozillas neuem Fenix-Browser

Unter dem internen Namen Fenix arbeitet Mozilla an einem neuen Browser für Android. Dieser Artikel liefert die erste Informationen sowie Bilder von Fenix.

Der neue Android-Browser Fenix ist der Grund, wieso es um Firefox für Android derzeit ruhiger ist. Unter diesem Projektnamen arbeitet Mozilla an einem komplett neuen Browser auf Basis der von Mozilla entwickelten Android Components und GeckoView. Bei den Android Components handelt es sich um wiederverwendbare Komponenten, aus denen sich Browser-Produkte bauen lassen. GeckoView ist Mozillas Pendant zu Googles Chromium WebView, aber nicht mit dem Fokus, Webinhalte in Apps einzubetten, sondern Browser mit Mozillas Gecko-Engine bauen zu können.

Während sich Mozilla offiziell noch bedeckt hält, was die Pläne für Fenix betrifft, gibt es nach und nach mehr Informationen zu finden, nachdem die aktive Entwicklung nun gestartet ist. Wurde gestern erst das vermutlich neue Logo entdeckt, gibt es jetzt erste Mockups der Benutzeroberfläche von Fenix.

Wie immer ist bei Mockups der obligatorische Hinweis zu bringen, dass diese nicht zwangsläufig das finale Produkt repräsentieren müssen – weder, was das Design betrifft, noch funktional. In jedem Fall geben die Mockups einen ersten Eindruck von Fenix und zeigen, in welche Richtung sich das Produkt entwickeln soll.

Eine erste Auffälligkeit ist, dass sich die Browser-Toolbar mit Adressleiste und Menü-Symbol bei Fenix am unteren und nicht länger am oberen Fensterrand befindet. Auch bei Firefox Lite, wo die Adressleiste allerdings oben ist, befindet sich die Menü-Schaltfläche unten. Aber anders als bei Firefox Lite ist das Menü in Fenix eher klassisch aufgebaut und wirkt wesentlich aufgeräumter, dabei aber nicht so altbacken wie das Menü von Firefox für Android, sondern erfrischend modern.

Mozilla Fenix für Android

Das Menü beinhaltet Einträge für die Hilfe, die Einstellungen, eine Bibliothek (den Begriff nutzt Mozilla bereits im Desktop-Firefox für Lesezeichen, Chronik etc.), eine Textsuch-Funktion, das Anfordern der Desktop-Version einer Webseite, das Öffnen eines regulären sowie eines privaten neuen Tabs und die Möglichkeit, die Seite neu zu laden oder eine Seite zurück respektive vorwärts zu navigieren.

Was diese Mockups nur andeuten, bei genauerer Betrachtung aber oberhalb der Browser-Toolbar entdeckt werden kann, ist eine Schnell-Aktions-Leiste, welche verschiedene Funktionen bereitstellt, wenn man dieses mit der Maus nach oben zieht. Die halb abgeschnittenen Formen zeigen unter anderem einen Stern an. Den Stern verwendet Mozilla in seinen üblicherweise als Symbol für Lesezeichen, wobei hier wohl zunächst eine etwas abspecktere Favoriten-Funktion auf dem Plan steht.

Auf dem Startbildschirm kann das Menü über ein Symbol in der oberen rechten Ecke erreicht werden. Dort gibt es auch ein Symbol für die Aktivierung eines privaten Modus, wie man ihn aus sämtlichen Firefox-Produkten kennt.

Der Startbildschirm zeigt außerdem ein kombiniertes Such- und Adressfeld sowie eine Übersicht über die Tabs der aktuellen Browser-Sitzung respektive eine Auflistung vorheriger Browser-Sitzungen.

Die Idee hinter dem Sitzungs-Konzept ist, dass wenn Fenix geschlossen wird, die Tabs nach einer kurzen Zeit automatisch zu einer Sitzung zusammengefasst werden, auf die der Nutzer später wieder zugreifen kann.

Mozilla Fenix für Android

Ein Klick auf das kombinierte Such- und Adressfeld soll den Nutzer in eine Vollbildansicht bringen, wo dann auch Einträge aus der Chronik und Suchvorschläge angezeigt werden können. Dort gibt es außerdem die Option, eine URL aus der Zwischenablage einzufügen sowie eine Schaltfläche für einen QR-Code-Reader sowie für Such-Shortcuts.

Mozilla Fenix für Android

Die in den Mockups gezeigten Funktionen stellen natürlich nicht den gesamten Funktionsumfang dar. So gibt es im Issues Tracker weitere Tickets unter anderem für Funktionen wie einen Tracking-Schutz, einen Werbeblocker sowie die Möglichkeit, Webseiten zur Offline-Nutzung zu speichern.

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January 11, 2019 10:41 PM

January 10, 2019

Sören Hentzschel

Exklusiv: Sehen wir hier das neue Firefox-Logo?

Es ist kein Geheimnis, dass Mozilla an einem neuen Logo für Firefox arbeitet. Wie dieses aussehen wird, ist allerdings noch nicht bekannt – zumindest nicht offiziell. Nun könnte sich das neue Firefox-Logo erstmals gezeigt haben.

Mozilla hat sein aktuelles Firefox-Logo erst im November 2017 einem Facelift unterzogen. Und doch wurde bereits im Juli 2018 ganz offiziell angekündigt, dass eine weitere Überarbeitung geplant ist.

Allerdings geht es für Mozilla dieses Mal nicht nur um eine Modernisierung des Browser-Logos. Viel mehr strebt Mozilla ein Design-System für das Firefox-Logo respektive die Firefox-Logos an. Denn der Name Firefox umfasst heute weit mehr als nur den Browser für den Desktop, Android und iOS. Es gibt spezialisierte Browser wie Firefox Klar, Firefox Lite und Firefox Reality, es gibt Apps wie Firefox Lockbox und Firefox Notes, es gibt Dienste wie Firefox Screenshots und Firefox Send. Firefox steht mittlerweile für eine ganze Produktfamilie. Und natürlich braucht jedes dieser Produkte sein eigenes Logo. Ein Design-System kann dabei helfen, dass jedes dieser Produkte seine eigene Identität hat, aber doch als Firefox wiedererkennbar ist. Bei guter Umsetzung kann dies Firefox als Marke stärken.

Das Besondere: Wie schon beim neuen Mozilla-Logo, welches 2017 eingeführt wurde, gibt es auch hier einen semi-öffentlichen Entstehungs-Prozess, bei welchem die Community einbezogen wurde und bei frühen Entwürfen Feedback geben konnte. Im Logo-Design ist dieses Vorgehen vollkommen unüblich – unterstreicht aber den offenen Ansatz, den Mozilla mit seinen Produkten verfolgt.

Nun könnte es sein, dass sich das neue Browser-Logo erstmals gezeigt hat. Mozilla arbeitet an einem neuen Android-Browser, welcher unter dem Projektnamen Fenix entwickelt wird. Dort sind heute die ersten Patches entstanden. Einer davon beinhaltete auch ein App-Logo für Fenix.

Mozilla Fenix (Android) Logo

Nun ist natürlich wichtig hervorzuheben, dass dies nicht zwangsläufig bedeuten muss, dass es sich dabei tatsächlich um das neue Firefox-Logo handelt. Genauso könnte es sich um ein Platzhalter-Logo handeln. Festzuhalten ist allerdings der hohe Detailgrad, der wohl eher dagegen spricht, dass dieses Logo nur schnell zur temporären Verwendung erstellt worden ist, und dass es bei ganz genauer Betrachtung fast so wirkt, als würde dieses Logo Ansätze sowohl aus System 1 als auch System 2 der im Juli 2018 vorgestellten Ideen für ein neues Firefox-Logo beinhalten.

Eine weitere Möglichkeit ist, dass es sich bei diesem Logo durchaus um die aktuelle Iteration für das kommende Browser-Logo handelt, aber noch weitere Überarbeitungen folgen werden und das finale Logo am Ende anders aussehen wird.

Da Mozilla an einem ganzen Design-System arbeitet, wäre es ebenso denkbar, dass dieses Logo zwar das Icon für Fenix zeigt, aber für andere Produkte andere Varianten verwendet werden.

Was auch immer nun zutreffend ist, werden wir im Laufe der kommenden Monate erfahren.

Zur besseren Vergleichbarkeit gibt es hier noch einmal einen Vergleich aller bisherigen Firefox-Logos, einschließ des möglicherweise neuen Firefox-Logos:

Firefox-Logo 2019

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January 10, 2019 09:51 PM

January 09, 2019

Sören Hentzschel

Mozilla veröffentlicht Firefox 64.0.2 für Android

Mozilla hat Firefox 64.0.2 für Android veröffentlicht und behebt mit dem Update mehrere Probleme der Vorgängerversion.

Download Mozilla Firefox 64.0.2 für Android

Mit dem Update auf Firefox 64.0.2 für Android behebt Mozilla zwei mögliche Absturzursachen. Ein Absturz konnte auftreten, wenn eine private Browsersitzung mit vielen Sitzungsdaten aktiv war und Firefox im Hintergrund ausgeführt wurde. Ein anderer Absturz konnte bei Verwendung der Web Speech-API auf Webseiten auftreten.

Auch Firefox 64.0.2 für den Desktop wurde heute veröffentlicht.

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January 09, 2019 09:31 PM

Mozilla veröffentlicht Firefox 64.0.2 für Windows, macOS und Linux

Mozilla hat Firefox 64.0.2 für Windows, Apple macOS sowie Linux veröffentlicht und behebt mit dem Update mehrere Probleme der Vorgängerversion.

Download Mozilla Firefox 64.0.2

Mit dem Update auf Firefox 64.0.2 hat Mozilla ein erstes außerplanmäßiges Update für die Desktop-Version von Firefox 64 veröffentlicht, nachdem Firefox 64.0.1 ausschließlich für Android verfügbar war. Sicherheitslücken waren mit diesem Update keine zu schließen.

Mit dem Update auf Firefox 64.0.2 nutzt Firefox eine neuere FFmpeg Decoding-API, was die Performance-Probleme behebt, welche manche Nutzer beim Betrachten von YouTube-Videos feststellten.

Die mit Firefox standardmäßig empfohlenen Lightweight Themes, welche über Menü → Anpassen ausgewählt werden können, haben eine Update-URL erhalten, so dass es keine Probleme mit der anstehenden Konvertierung aller Lightweight Themes zu WebExtensions Themes geben wird. Ohne diesen Fix hätten Nutzer, welches eines der empfohlenen Lightweight Themes aktiviert haben, dieses doppelt gehabt, sobald die Konvertierung seitens addons.mozilla.org durchgeführt wird.

Beim Inspektor der Webentwickler-Werkzeuge wurde ein Fehler behoben, welcher verursachte, dass sich Firefox nicht mehr die vom Nutzer eingestellte Größe der drei Inspektor-Spalten merkte.

Nur Nutzer von Apple macOS betrifft die Behebung einer möglichen Absturzursache beim Schließen von Popups.

Außerdem wurden ein paar fehlende japanische Übersetzungen nachgeliefert.

Auch Firefox 64.0.2 für Android wurde heute veröffentlicht.

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January 09, 2019 09:23 PM

SeaMonkey-Neuigkeiten

Classic Add-ons Archive

Möglicherweise haben wir eine Lösung für das „Viele Firefox Add-Ons nicht mehr verfügbar!“ — Problem?! Das

Classic Add-ons Archive

Nachdem ich mich zunächst etwas dusselig angestellt hatte, bekam ich es aus dem Releases Ordnerheruntergeladen, ca-archive-1.2.2.xpi ließ sich sofort problemlos installieren, und ta-daaa:

Ein allererstes Testergebnis für die angebotenen Add-Ons gibt es hier im englischen Blog. Es wäre toll, wenn einige Leute mit helfen könnten, die angebotenen Add-ons zu testen und hier die Ergebnisse sinngemäß wie dort zu sehen hier als Kommentare hinterlassen könnten. Ich würde die Ergebnisse dann  einarbeiten, je nach Anzahl der Tests ggf. auch eine Kompatibilitäts-Datenbank anlegen, oder das in die Vorhandene Tabelle einarbeiten, mal sehen. Ich habe auch auf de.comm.software.mozilla.misc eine solche Bitte auf Hilfe hinterlassen. Schau’n wir mal.

January 09, 2019 08:31 PM

January 08, 2019

Sören Hentzschel

Kooperation mit HTC: Firefox Reality wird Standard-Browser auf HTC VIVE

Firefox Reality ist der erste plattformübergreifenden Browser speziell für Virtual, Augemented und Mixed Reality. Im Rahmen der CES 2019 in Las Vegas haben HTC und Mozilla angekündigt, dass Firefox Reality der neue Standard-Browser der kompletten HTC VIVE-Serie sein wird.

Wenn es um Themen wie Virtual Reality, Augemented Reality und Mixed Reality geht, war Mozilla von Anfang an vorderster Front dabei: Firefox 55 war der erste Desktop-Browser mit Unterstützung für Virtuelle Realität, mit A-Frame bietet Mozilla ein beliebtes Framework für Virtuelle Realität an, welches über zehn Millionen Mal pro Monat genutzt wird, Hubs by Mozilla ist eine soziale Plattform für Virtuelle Realität und mit dem WebXR Viewer gibt es von Mozilla eine App für Apple iOS zum Betrachten von Mixed Reality-Inhalten. Seit September 2018 gibt es Firefox Reality, den ersten plattformübergreifenden Browser speziell für Virtual, Augemented und Mixed Reality.

Mit HTC hat Mozilla nun einen am VR-Markt relevanten Hardware-Partner gewonnen, welcher Firefox Reality zum Standard-Browser seiner kompletten HTC VIVE-Serie machen wird, einschließlich HTC VIVE Pro und dem kommenden HTC VIVE Cosmo. Dies haben HTC und Mozilla gemeinsam im Rahmen der Consumer Electronics Show (CES) 2019 bekannt gegeben, welche derzeit in Las Vegas stattfindet.

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January 08, 2019 10:22 PM

January 06, 2019

SeaMonkey-Neuigkeiten

January 05, 2019

SeaMonkey-Neuigkeiten

Addon-Konvertierung schlägt fehl, Fehlermeldung „Falsches Dateiformat“ 🐛

Blogpost in englischer SpracheBei einem Test mit dem unzipped installer of unofficial (by wg9s) en-US SeaMonkey 2.53 (Windows NT 6.1; WOW64; rv:56.0) Gecko/20100101 Firefox/56.0 Build 20181125130004 (Default Classic Theme, AMO Browsing for SeaMonkey 0.10.0 installed) on German WIN7 64bit beobachtete ich das Problem folgendermaßen:

  1. Ich öffnete  https://addons.thunderbird.net/de/seamonkey/ im  Browser
  2. Durchsuchte die Addon-Sammlung nach „User Agent Switcher“, fand https://addons.thunderbird.net/de/seamonkey/search/?q=User+Agent+Switcher&appver=&platform=windows
    ‚Wählte „User Agent Switcher 0.7.3.1-signed.1-signed“‚
    ‚Folgte Aufforderung „click here“‚
  3. Converter versucht Konvertierung von https://addons.thunderbird.net/de/seamonkey/addon/user-agent-switcher/?src=search
    Bug: ‚[Convert and install]‘  schlägt fehl, Fehlermeldung „Incorrect file format“.
    Weitere Add-Ons noch nicht getestet.

Workaround: Download des Addons (Rechtsklick, …)  und Konvertierung nach Upload von der Festplatte!

Bug ist gemeldet.

 

January 05, 2019 08:17 PM

January 04, 2019

SeaMonkey-Neuigkeiten

Viele Firefox Add-Ons nicht mehr verfügbar!

Blogpost in englischer Sprache„Houston, wir haben ein Problem“ — AMO Browsing for SeaMonkey und addon converter sind mehr oder weniger nutzlos geworden 😡

Details auf Englisch: Bug 1517828 Firefox add-ons no longer available for SeaMonkey.

Da FF-Add-Ons ohne Webextensions-Nachfolger auf addons.mozilla.org offenbar vollständig gelöscht wurden, ohne auf addons.thunderbird.net übertragen worden zu sein, sind sie derzeit nicht nutzbar. Das heißt, dass eine große Zahl Add-Ons, die nach Durchlauf durch den Konverter mit SeaMonkey kompatibel waren, nun gar nicht mehr verfügbar sind.

Wir brauchen die alten Versionen von Webextensions-Add-Ons und alte FF-Add-Ons ohne Webextensions-Nachfolger auf dem neuen  Add-on Repository!

January 04, 2019 08:35 PM

January 03, 2019

SeaMonkey-Neuigkeiten

Einen Fehlerbericht an eine deutsche Mozilla-Newsgroup schicken

Zur Mozilla-Bugzilla Homepage(… oder im Deutschen Blog als Kommentar anhängen)

Falls Du aufgrund fehlender Englischkenntnisse nicht magst oder falls es Dir zu aufwendig ist, einen englischen Fehlerbericht zu schreiben in Bugzilla zu schreiben, kannst Du einen Fehlerbericht an eine deutsche Mozilla-Newsgroup (oder Mailingliste, oder das Forum) senden.

Vorbemerkung

  • ACHTUNG: Alles, was Du in Mails an Newsgroups schreibst, ist unwiderruflich öffentlich zugänglich. Auch Deine E-Mail-Adresse selbst gehört dazu.
  • WICHTIG: Falls jemand auf Deinen Bericht antwortet, wird sie/er diese Mail in der Regel an die NG schicken und nicht an Dich selbst. Damit Du bei Bedarf antworten kannst, musst Du Dich entweder zumindest temporär bei der NG anmelden oder in den Tagen nachdem Du deinen Fehlerbericht geschickt hast, in den Mail-Archiven nachschauen, ob es Antworten zu Deinem Bericht gibt.

Inhalt einer Fehlermeldung

Grundsatz:Schreibe keinen Erlebnisbericht, sondern eine Anleitung, wie jemand anderes Dein Problem (den Fehler)  reproduzieren kann.

Eine allgemeine Übersicht, was ein Fehlerbericht enthalten sollte, findet sich hier – der ist zwar auf die Nutzung von Bugzilla gemünzt, bietet aber immerhin eine gute Zusammenstellung, welche Informationen wichtig sind. Ideal wäre es, wenn in Deinem Fehlerbericht folgende Informationen enthalten sind. Aber auch wenn in einem halbwegs aussagekräftigen Bericht etwas fehlt ist es oftmals möglich, Dein Problem zu reproduzieren:

  • Komponente: Browser — Email — Chatzilla — HTML-Composer — Adressbücher
  • Dein Betriebssystem (Version, Sprache, gegebenenfalls Distribution, 32 oder 64 bit?)
  • Deine genaue SeaMonkey-Version: Einfach aus ˋHilfe ▸Über SeaMonkeyˊ den User Agent String kopieren, beispielsweise User agent: Mozilla/5.0 (Windows NT 6.1; WOW64; rv:47.0) Gecko/20100101 Firefox/47.0 SeaMonkey/2.44a1 Build identifier: 20160205232941
  • Letzte Version ohne Fehler: Falls Dir bekannt ist, dass der Fehler in einer früheren Version nicht vorhanden war, gib hier bitte die Version(en) an, in der der Fehler noch nicht auftrat.
  • Gewählte Sprache der Benutzeroberfläche
  • Problem: 1-Zeilige stichwortartige, aussagekräftige Beschreibung des Problems
  • Schritt-für-Schritt-Anleitung: Für die Reproduzierbarkeit eignet sich am besten eine Schritt-für-Schritt-Beschreibung als fortlaufend  nummerierte Liste. Manchmal kann es notwendig sein, dabei wirklich jeder Tastendruck und jeden Mausklick aufzuführen.
  • Beobachtetes Verhalten: Beschreibe hier das fehlerhafte Verhalten möglichst genau und detailliert, so dass ein Leser es auch nachvollziehen kann.
  • Erwartetes korrektes Verhalten: Bitte beschreibe hier möglichst genau und konkret, was Du als korrektes Verhalten erwartest.
  • URL-Adresse/n für Anhang/Anhänge (optional): Eine Beispieldatei oder ein Screenshot erklären manchmal mehr als tausend Worte. Anhänge von Mails an die Mailing-Listen werden nicht weitergeleitet. Wenn Du Deiner Fehlermeldung also eine Datei hinzufügen möchtest, musst Du sie an eine öffentliche Stelle im Internet hochladen und den Link in Deinem Bericht angeben. Du kannst auch mehrere Anhänge hinzufügen.
  • Dateiinhalt/e (optional): Gib hier kurz an, was die beigefügte/n Datei/en enthält/enthalten.
  • Ergänzungen (optional): Du bist hier frei, weitere Angaben zu machen, z.B. zu bestimmten Randbedingungen oder auch warum der Fehler für Dich besonders ärgerlich. Verzichte hier aber bitte auf all zu weitschweifende Erläuterungen. Gegebenenfalls kann ja noch mal nachgefragt werden.

Sonstige Hinweise:

Wenn irgendetwas mit SeaMonkey nicht funktioniert, bitte immer den Test mit einem neu erstellten User-Profil (ˋExtras …ˊ) wiederholen!

Ein Beispiel:

Bug 1251345 nntp:// link in different applications opens Browser start page instead of Email Client

Einfach Deutsche Übersetzung im Browser anzeigen lassen, sinngemäß wie die „Beschreibung“ dort sollte ein Bericht an die NG aussehen.

January 03, 2019 09:12 PM

Inoffizielles Deutsches Sprachpaket für aktuelle SeaMonkey 2.53

Innoffizielle BuildsHeute erhielt ich von Entwickler frg ein experimentelles Sprachpaket zu den Inoffiziellen SeaMonkey 2.53 – Builds von Nutzer wg9s. Ältere Sprachpakete für 2.53 funktionieren mit diesen Builds nicht.

Bitte diese inoffizielle Software eifrig, aber vorsichtig testen! Benutzung für Testzwecke auf eigene Gefahr und ohne jede Gewährleistung!

Ein erster Kurztest war bei mir mit Testprofil erfolgreich, bitte trotzdem vor Tests unbedingt User-Profil sichern!

Erfahrungsberichte sind willkommen!

Innoffizielle BuildsAußerdem von frg verfügbar: Sprachpaket für Lightning 5.8 (WINDOWS).

Ob und wann das auch bei wg9s gehostet werden wird weiß ich nicht.

January 03, 2019 01:25 PM

January 02, 2019

Sören Hentzschel

14 Vollzeit-Mitarbeiter, Multi-Prozess & mehr: Thunderbird 2019

Das Thunderbird-Projekt hat einen Ausblick auf das Jahr 2019 gegeben. Demnach steht für Anfang 2019 eine Aufstockung von acht auf 14 Vollzeit-Mitarbeiter an. Außerdem wird man in diesem Jahr an einer Multi-Prozess-Architektur, einer besseren Unterstützung für Google Mail und mehr arbeiten.

Nachdem das Thunderbird-Team im Jahr 2018 auf acht Vollzeit-Mitarbeiter gewachsen ist, wird das Thunderbird-Team noch Anfang dieses Jahres um sechs weitere Mitarbeiter auf 14 Vollzeit-Mitarbeiter erweitert werden. Der größte Teil der Mitarbeiter ist in der Entwicklung tätig. Unter den neuen Mitarbeitern wird auch ein dedizierter UX-Designer sein, ebenso wie ein Mitarbeiter, der sich voll auf Privatsphäre und Sicherheit konzentriert. Möglich ist dieses Wachstum durch gesteigerte Spendeneinnahmen.

Was Verbesserungen betrifft, wird Performance ein großer Schwerpunkt in diesem Jahr sein. Neben der Lösung allgemeiner Performance-Probleme sollen Teile von Thunderbird mit neuer und performanterer Technologie neu geschrieben werden. Schließlich möchte man, ähnlich wie in Firefox, auf eine Multi-Prozess-Architektur hinarbeiten.

Aber nicht nur unter der Haube soll sich einiges tun. Auch Verbesserungen der User Experience und des Designs sollen in diesem Jahr ein Fokus sein.

Darunter fallen auch verbesserte Integrationen. So ist es geplant, Google Mail als einen der meistgenutzten E-Mail-Provider besser als bisher zu unterstützen. Dies schließt unter unterem Unterstützung der Google Mail Labels ein.

Ein anderer Aspekt verbesserter Integrationen sind die Benachrichtigungen. Thunderbird soll besser die Benachrichtigungs-Architekturen des jeweiligen Betriebssystems nutzen.

Ebenfalls soll die User Experience und das Design rund um die Verschlüsselung und Einstellungen verbessert werden. Ob alle Verbesserungen in diesem Bereich bereits Teil von Thunderbird 68 sein werden, kann zu diesem Zeitpunkt zwar noch nicht gesagt werden, aber der Plan ist, in diesem Bereich zu arbeiten und die Verschlüsselung von E-Mails in den nächsten Versionen einfacher als bisher zu gestalten.

Wer auch zur Zukunft von Thunderbird beitragen möchte, kann hier für Thunderbird spenden.

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January 02, 2019 08:01 PM

January 01, 2019

SeaMonkey-Neuigkeiten

December 31, 2018

SeaMonkey-Neuigkeiten

December 30, 2018

Sören Hentzschel

Firefox WebExtension Bookmarks Organizer 3.0 veröffentlicht

Neun Monate sind seit dem letzten Update für die Firefox WebExtension Bookmarks Organizer vergangen. Nun steht mit dem Bookmarks Organizer 3.0 ein Update bereit, welches die Erweiterung um eine Whitelist-Funktion ergänzt, die Zuverlässigkeit der Lesezeichen-Überprüfung verbessert und diverse Fehler behebt. Außerdem ist der Bookmarks Organizer in mittlerweile 14 Sprachen übersetzt.

Download Bookmarks Organizer 3.0 für Mozilla Firefox

Der Bookmarks Organizer soll dabei helfen, wieder Ordnung in die Lesezeichen zu bringen, indem nicht mehr funktionierende sowie doppelte Lesezeichen gefunden und Weiterleitungen korrigiert werden. Ein ausführlicher Überblick über alle Funktionen kann hier gefunden werden. Bookmarks Organizer 3.0 erfordert mindestens Firefox 60 und ist damit auch mit Firefox ESR 60 kompatibel.

Jetzt endlich mit Whitelist

Im Bookmarks Organizer 3.0 wurde eine der meistgewünschten Funktionen umgesetzt: eine Whitelist.

Nicht immer ist es möglich, die Erreichbarkeit eines Lesezeichens korrekt zu validieren, beispielsweise weil der Inhalt nur für auf der Webseite angemeldete Benutzer verfügbar ist. Entsprechende Lesezeichen können ab sofort auf eine Whitelist gesetzt werden, womit diese Lesezeichen bei der nächsten Überprüfung nicht mehr berücksichtigt werden.

Bookmarks Organizer 3.0: Whitelist

Über die Einstellungsoberfläche der Erweiterung ist es möglich, die Whitelist vollständig zurückzusetzen. Ein Entfernen einzelner Lesezeichen von der Whitelist ist für das kommende Feature-Update geplant.

Bookmarks Organizer 3.0: Whitelist

Verbesserungen der Zuverlässigkeit

Nachdem es im Bookmarks Organizer 2.0 bereits signifikante Verbesserungen bezüglich der Zuverlässigkeit gab, folgten im Bookmarks Organizer 3.0 weitere Verbesserungen, welche die Wahrscheinlichkeit für falsche Resultate bei der Überprüfung auf defekte Lesezeichen verringern.

Neben einer weiteren Optimierung des Codes zur Erreichbarkeits-Prüfung wurden diverse Mozilla-Domains auf die interne Skip-Liste gesetzt, welche festlegt, welche Domains bei der Überprüfung auf defekte Lesezeichen ausgelassen werden, weil von diesen bekannt ist, dass sie nicht korrekt validiert werden können. Aus Sicherheitsgründen können seit Firefox 60 nämlich diverse Mozilla-Domains von Firefox-Erweiterungen nicht mehr überprüft werden, weswegen entsprechende Lesezeichen vom Bookmarks Organizer grundsätzlich als defekt markiert worden sind, obwohl die Lesezeichen einwandfrei funktionierten.

Erkennung neu hinzugefügter Lesezeichen

Ist die Oberfläche vom Bookmarks Organizer geöffnet, erkennt dieser zur Laufzeit, wenn Lesezeichen geändert oder gelöscht werden, und berücksichtigt dies, ohne dass die Oberfläche neu geladen werden muss. Ursprünglich erkannte der Bookmarks Organizer auch, wenn neue Lesezeichen hinzugefügt worden sind. In Version 1.0.4 des Bookmarks Organizers wurde diese Funktion deaktiviert, da dies aufgrund eines Fehlers in Firefox nicht korrekt funktionierte.

In Firefox 61 hat Mozilla den Fehler behoben, weswegen die Funktion im Bookmarks Organizer 3.0 für Nutzer von Firefox 61 und höher wieder aktiviert worden ist. Für Nutzer von Firefox ESR 60 bleibt die Funktion weiterhin deaktiviert.

Diverse Fehlerbehebungen

Die Schaltflächen zum automatischen Korrigieren aller Weiterleitungen respektive Löschen aller defekten Lesezeichen wurden unter manchen Umständen nicht angezeigt. Dies wurde behoben. Außerdem wird die Schaltfläche zum Korrigieren der Weiterleitungen nicht mehr angezeigt, wenn es keine gefundenen Weiterleitungen gibt, und die Schaltfläche zum Löschen aller defekten Lesezeichen wird nur noch angezeigt, wenn es defekte Lesezeichen gibt.

Via Eingabe von Kommandos wie bookmarks errors, bookmarks redirects oder bookmarks duplicates in die Adressleiste können Funktionen des Bookmarks Organizers ausgeführt werden, ohne die Oberfläche zunächst öffnen und eine Schaltfläche betätigen zu müssen. Manche dieser Kommandos hatten nicht mehr funktioniert.

Außerdem wurde die Fehlermeldung „Unknown localization message omnibox_command_check_organizer“ behoben, welche bei Verwendung der Adressleisten-Kommandos in der Browser-Konsole geloggt worden ist.

Jetzt in 14 Sprachen verfügbar

Dank Community-Mitglied zhtw2013 ist der Bookmarks Organizer nun auch in traditionelles Chinesisch übersetzt. Damit steht der Bookmarks Organizer bereits in 14 Sprachen zur Verfügung: Deutsch, Englisch, Französisch, Russisch, Chinesisch (vereinfacht), Chinesisch (traditionell), Spanisch, Niederländisch, Polnisch, Tschechisch, Schwedisch, Ukrainisch, Obersorbisch sowie Niedersorbisch.

Sonstige Verbesserungen

Die Version des verwendeten web-ext-Tools wurde von Version 2.4.0 auf Version 2.9.3 angehoben. Dazu kommen weitere kleinere Verbesserungen unter der Haube.

Gefällt? Unterstützung gerne gesehen!

Wer die Entwicklung des Add-ons unterstützen möchte, kann dies tun, indem er der Welt von Bookmarks Organizer erzählt und die Erweiterung auf addons.mozilla.org bewertet. Auch würde ich mich sehr über eine kleine Spende freuen, welche es mir ermöglicht, weitere Zeit in die Entwicklung des Add-on zu investieren, um zusätzliche Features zu implementieren.

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December 30, 2018 10:21 PM

December 28, 2018

Sören Hentzschel

Programmiersprache: Rust 2018 ist da

Rust ist eine Programmiersprache, in der auch die Rendering-Engine Servo geschrieben wird, aus welcher Firefox-Innovationen wie Quantum CSS und WebRender stammen. Neben der Veröffentlichung von Rust 1.31 wurde auch die Rust 2018 Edition angekündigt.

Für die Programmiersprache Rust ist ein Release-Zyklus von sechs Wochen vorgesehen. Planmäßig wurde nun Rust 1.31 veröffentlicht. Wer sich für alle Highlights der neuen Version interessiert, findet wie immer in der offiziellen Release-Ankündigung weitere Informationen.

Rust 1.31 markiert gleichzeitig den Start der Rust 2018 Edition. Was genau das ist, bedarf einer Erklärung, denn dabei handelt es sich um keine Versionsnummer im traditionellen Sinn.

In den meisten Programmiersprachen bedeutet eine neue Version einer Sprache, dass neue Features nur zur neuen Version hinzugefügt werden und ältere Versionen keine neuen Features erhalten. Rust-Editionen sind anders. Da beinahe alle neuen Features zu 100 Prozent kompatibel mit bisherigen Rust-Versionen sind und keine Kompatibilitäts-Änderungen notwendig sind, gibt es keinen Grund, neue Features auf Rust 2018 zu beschränken. Darum laufen neue Versionen des Rust-Compiler standardmäßig in einem Rust 2015-Modus, welcher erst seit Rust 2018 diesen Namen besitzt. Wenn es Änderungen an der Sprache gibt, welche mit der Kompatibilität brechen, werden diese auf Rust 2018 limitiert. Rust 1.31 hat dafür bereits alle Schlüsselwörter reserviert, welche für die Kompatibilität brechende Änderungen in den nächsten drei Jahren benötigt werden, auch wenn die Sprach-Features teilweise noch gar nicht implementiert sind.

Soll in einem Projekt von Rust 2018-Features Gebrauch gemacht werden, muss in die Datei cargo.toml die Zeile „edition=2018“ hinzugefügt werden. Dieses Konzept erlaubt die Verwendung aktueller Versionen des Rust-Compilers und neuer Sprach-Features, ohne dass ggfs. Kompatibilitäts-Anpassungen notwendig sind, denn die meisten kommenden Rust-Features werden nicht nur in Rust 2018, sondern auch in Rust 2015 zur Verfügung stehen. Auf hacks.mozilla.org gibt es diesbezüglich tiefergehende Informationen.

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December 28, 2018 10:34 PM

December 27, 2018

Sören Hentzschel

Die Mozilla Labs sind wieder da

Mit den Mozilla Labs hatte Mozilla einst eine Abteilung, welche es sich zur Aufgabe machte, Innovationen zu erschaffen. Nachdem die Mozilla Labs vor ein paar Jahren geschlossen wurden, ist der Name Mozilla Labs nun wieder offiziell in Verwendung.

Viele Innovationen von Mozilla sind einst als Projekt der Mozilla Labs gestartet. Bekannte Beispiele sind Firefox Sync, der in Firefox integrierte PDF-Betrachter pdf.js, das Add-on SDK, welches quasi der Vorgänger der WebExtensions war, die frühere Social API von Firefox, das dezentrale Authentifizierungssystem Persona, der Kollaborations-Service TogetherJS, auf welchem heute noch das Kollaborations-Feature von JSFiddle basiert, oder das Lernabzeichen-Programm Open Badges. Natürlich gab es im Rahmen der Mozilla Labs noch viele weitere Experimente, von denen längst nicht jedes in etwas Fruchtbarem resultierte.

Im Dezember 2013 gab es die letzte öffentliche Mitteilung der Mozilla Labs, das Projekt wurde im Rahmen von Umstrukturierungen stillgelegt. Nun, fünf Jahre später, haucht Mozilla dem Namen Mozilla Labs neues Leben ein.

Ab sofort ist die neue Webseite der Mozilla Labs unter labs.mozilla.org erreichbar. Einige der Projekte, welche Mozilla listet, dürften Lesern dieses Blogs bereits vertraut vorkommen, andere vielleicht noch nicht. In jedem Fall werden bei Betrachtung der Projekte schnell die drei Fokusbereiche klar, in welchen Mozilla Innovation schaffen möchte: Mixed Reality, Sprache sowie Internet of Things.

Aktuelle Projekte der Mozilla Labs

Firefox Reality

Firefox Reality ist der erste plattformübergreifende Browser speziell für Virtual, Augemented und Mixed Reality.

Firefox Reality

Eintrag auf labs.mozilla.org

Firefox Listen

Das Projekt Firefox Listen entwickelt Technologie für ein sprachgesteuertes Internet. Eine solche Technologie ist bereits Teil der offiziellen Pocket-App für Android und iOS, welche gespeicherte Artikel dem Nutzer vorlesen kann.

Firefox Listen

Eintrag auf labs.mozilla.org

Common Voice

Alexa, Siri, Google, Cortana – Spracherkennung ist in aller Munde. Und in den festen Händen kommerzieller Anbieter. Dies macht Mozillas Common Voice-Projekt so wichtig. Im Rahmen von Common Voice erstellt Mozilla mit Hilfe der weltweiten Community eine hochwertige Sprachdatenbank, welche kostenlos und für jeden nutzbar ist.

Common Voice

Eintrag auf labs.mozilla.org

Hubs by Mozilla

Mit Hubs by Mozilla hat Mozilla eine soziale Plattform für Virtuelle Realität gestartet. Das Besondere an Hubs: es spielt sich komplett im Web ab – keine geschlossene Plattform, keine Installation einer Anwendung, keine Abhängigkeit von einem bestimmten Gerät. Einfach eine URL teilen und miteinander treffen.

Common Voice

Eintrag auf labs.mozilla.org

Project Things

Das Project Things ist ein Framework für die Kommunikation zwischen vernetzten Geräten und damit ein Projekt, welches im Bereich des Internet of Things (IoT) angesiedelt ist.

Project Things

Project Things

Project Things

Eintrag auf labs.mozilla.org

WebXR Viewer

Der WebXR Viewer ist eine App für Apple iOS zum Betrachten von Augmented Reality-Inhalten, welche mit Webtechnologie und Apples ARKit erstellt worden sind.

WebXR Viewer

Eintrag auf labs.mozilla.org

Spoke by Mozilla

Spoke by Mozilla soll die Erstellung virtueller Szenen so einfach machen wie die Erstellung der ersten eigenen Webseite.

Spoke by Mozilla

Eintrag auf labs.mozilla.org

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December 27, 2018 05:55 PM

December 24, 2018

Sören Hentzschel

Mozilla veröffentlicht Firefox Klar 8.0 für Android und Apple iOS

Firefox Klar ist ein spezialisierter Privatsphäre-Browser aus dem Hause Mozilla, der sowohl für Android als auch für iOS neben dem regulären Firefox existiert. Mozilla hat mit Firefox Klar 8.0 nun ein Update für beide Plattformen veröffentlicht.

Download Mozilla Firefox Klar für Google Android
Download Mozilla Firefox Klar für Apple iOS

Für seinen Privatsphäre-Browser Firefox Klar (internationaler Name: Firefox Focus) hat Mozilla sowohl für Android als auch für Apple iOS ein Update auf Version 8.0 veröffentlicht. Dabei erhält die Android-Version neue Privatsphäre- und Sicherheits-Funktionen, welche erst durch Mozillas eigene Rendering-Engine GeckoView möglich sind.

Android: Verbesserte Cookie-Konfiguration

Auf Android gibt es bei der Einstellung, alle Cookies zuzulassen, alle Cookies zu blockieren oder nur Drittanbieter-Cookies zu blockieren, ab sofort die zusätzliche Option, nur Tracking-Cookies von Drittanbietern zu blockieren. Dies ist erst durch die Verwendung von Mozillas eigener GeckoView-Engine möglich.

Bisher wurden in Firefox Klar standardmäßig überhaupt keine Cookies blockiert. Die Option, Tracking-Cookies von Drittanbietern zu blockieren, ist die neue Standard-Einstellung von Firefox Klar. Damit soll sogenanntes Cross-Site-Tracking unterbunden werden, welches dazu genutzt wird, Nutzer über Webseiten hinweg identifizieren zu können, während beispielsweise Login-Cookies weiterhin funktionieren.

Sollte eine Webseite mit blockierten Cookies nicht funktionieren, ist dies auch kein Problem: Denn ab sofort können für einzelne Webseiten auch Ausnahmen angelegt werden, welche für den aktuellen Besuch gelten. Navigiert der Benutzer auf eine andere Webseite wird die Einstellung zurückgesetzt, denn Firefox Klar basiert für maximale Privatsphäre auf dem Prinzip des automatischen Vergessens.

Android: SafeBrowsing für mehr Sicherheit

Die Android-Version von Firefox Klar mit Mozillas GeckoView-Engine wurde außerdem um eine SafeBrowsing-Integration erweitert. Besucht der Anwender eine betrügerische Webseite, zeigt Firefox Klar eine Sicherheitswarnung an. Diese Warnung kann vom Nutzer natürlich ignoriert werden.

Apple iOS: Suchvorschläge

Die Android-Version hat diese Funktion bereits mit Firefox Klar 7.0 erhalten, nun zieht Firefox Klar für Apple iOS nach. Der Browser kann ab sofort direkt während der Eingabe von Begriffen in die Adressleiste Such-Vorschläge machen, welche von der eingestellten Standard-Suchmaschine kommen. Das ist ein praktisches Feature, da man Zeit sparen kann. Allerdings muss dafür für jede Eingabe der Anbieter der eingestellten Standard-Suchmaschine kontaktiert werden. Aus diesem Grund und weil Firefox Klar ein Browser mit Fokus auf Privatsphäre ist, ist diese Funktion zwar vorhanden, aber standardmäßig nicht aktiviert. Der Nutzer wird zum einen direkt bei der Eingabe in die Adressleiste gefragt, ob die Such-Vorschläge aktiviert werden sollen – was natürlich auch dauerhaft verneint werden kann -, kann diese ansonsten aber auch jederzeit über die Einstellungen der App aktivieren respektive wieder deaktivieren.

Domain zur Autovervollständigung hinzufügen

Firefox Klar besitzt eine Liste von populären Domains, um diese automatisch in der Adressleiste zu vervollständigen. Der Nutzer kann über die Einstellungen auch selbst Domains hinzufügen. Dies kann praktisch sein, da Firefox Klar keine Chronik speichert und häufig besuchte Webseiten ansonsten häufig komplett von Hand eingegeben werden müssten.

Hat der Anwender eine Webseite geöffnet, kann die entsprechende Domain nun auch per langem Klick auf die Adressleiste zur Autovervollständigung hinzugefügt werden. Der Umweg über die Einstellungen entfällt damit. Diese Verbesserung steht sowohl für Android als auch für iOS zur Verfügung.

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December 24, 2018 10:04 PM

December 14, 2018

Sören Hentzschel

Mozilla veröffentlicht Firefox 64.0.1 für Android

Nachdem Mozilla Firefox 64.0 für Android aufgrund eines Problems zurückgehalten hatte, hat nun die Auslieferung von Firefox 64.0.1 für Android begonnen.

Download Mozilla Firefox 64.0.1 für Android

Eigentlich hätte seit Dienstag Firefox 64.0 für Android ausgerollt werden sollen, doch hat sich Mozilla aufgrund eines Absturzproblems dazu entschieden, Firefox 64.0 nicht zu veröffentlichen. Stattdessen steht nun die fehlerbereinigte Version Firefox 64.0.1 zum Download bereit. Die Ausrollung erfolgt zunächst für nur zehn Prozent der Nutzer. Im Laufe der kommenden Tage sollten dann alle das Update erhalten.

Gegenüber Firefox 63 bringt Firefox 64 ein performanteres Scrolling. Ebenfalls in die Leistungs-Kategorie fällt die Behebung eines Problems, welches dafür sorgte, dass die Anzeige des Lade-Status zu viel CPU-Leistung und damit Strom konsumiert hat. Dateien, welche nach diesem Update heruntergeladen werden, werden nach einer Deinstallation von Firefox nicht mehr gelöscht. Schließlich wurden noch Probleme in Zusammenhang mit Passwort-Managern behoben.

Dazu kommen wie immer diverse Plattform-Verbesserungen, d.h. vor allem die Unterstützung weiterer Webstandards und Sicherheits-Anpassungen. So unterstützt Firefox 64 für Android nicht länger Symantec-Zertifikate. Symantec hatte aufgrund verschiedener Vorfälle das Vertrauen der Browserhersteller verloren. Dies betrifft ebenfalls die zu Symantec gehörenden CAs Thawte, VeriSign, Equifax, GeoTrust sowie RapidSSL. Außerdem wurden diverse Sicherheitslücken geschlossen.

Die Ruhe vor dem Sturm

Wer sich über die geringe Anzahl an sichtbaren Neuerungen wundert: Firefox für Android befindet sich derzeit in einer einer ruhigeren Entwicklungs-Phase, während Mozilla im Hintergrund an einem großen Neustart seines Android-Browsers arbeitet. Nichtsdestominder ist natürlich auch dieses Update wieder aus Gründen der Sicherheit und Web-Kompatibilität wichtig.

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December 14, 2018 10:12 PM

December 11, 2018

Sören Hentzschel

Firefox 64.0 für Android fällt aus

Eigentlich hätte am Dienstag nicht nur Firefox 64.0 für den Desktop erscheinen sollen. Auch die Ausrollung von Firefox 64.0 für Android hätte beginnen sollen. Doch Mozilla hat die Version gestrichen.

Mozilla hat am Dienstag Firefox 64 für Windows, macOS und Linux veröffentlicht. Die Ausrollung der Android-Version geht naturgemäß etwas langsamer vonstatten, hätte aber ursprünglich auch am Dienstag beginnen sollen.

Aufgrund eines Absturzproblems wird Mozilla Firefox 64.0 für Android nun aber nicht wie geplant veröffentlichen. Stattdessen soll, wenn alles gut geht, noch in dieser Woche eine neue Version 64.0.1 gebaut werden, welche das Problem nicht mehr hat. Die Ausrollung von Firefox 64.0.1 wird dabei bewusst langsam erfolgen, während die Stabilität der neuen Version weiter beobachtet wird.

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December 11, 2018 11:15 PM

Mozilla veröffentlicht Firefox 64 – die Neuerungen

Mozilla hat Firefox 64 veröffentlicht. Auch Firefox 64 ist wieder randvoll gefüllt mit Neuerungen. Dieser Artikel fast die wichtigsten Neuerungen zusammen.

Download Mozilla Firefox für Microsoft Windows, Apple macOS und Linux

Mehr Sicherheit für Firefox-Nutzer

Geschlossene Sicherheitslücken

Auch in Firefox 64 hat Mozilla wieder zahlreiche Sicherheitslücken geschlossen, worunter auch einige sind, welche von Mozilla als besonders schwerwiegend eingestuft werden. Alleine aus Gründen der Sicherheit ist ein Update auf Firefox 64 daher für alle Nutzer dringend empfohlen.

Entzug des Vertrauens für Symantec-Zertifikate

Symantec hatte aufgrund verschiedener Vorfälle das Vertrauen der Browserhersteller verloren. Aus diesem Grund unterstützt Firefox nicht länger Zertifikate von Symantec. Dies betrifft ebenfalls die zu Symantec gehörenden CAs Thawte, VeriSign, Equifax, GeoTrust sowie RapidSSL. Webseiten, welche noch immer ein Zertifikat der Symantec-Gruppe nutzen, können also nicht länger aufgerufen werden.

Verbesserte Performance auf macOS & Linux

Mozilla hat die Performance von Firefox auf Apple macOS und Linux durch Aktivierung von Compiler-Optimierungen (Clang LTO) verbessert. Auf Windows wurde die entsprechende Optimierung bereits in Firefox 63 aktiviert.

Mit mehreren Tabs gleichzeitig interagieren

Bisher konnte immer nur maximal ein Tab gleichzeitig verschoben oder geschlossen werden. Ab sofort können mehrere Tabs mit gedrückter Strg-Taste (macOS: Cmd) markiert und per Kontextmenü gleichzeitig zum Beispiel geschlossen, verschoben, angepinnt oder stumm geschaltet werden. Mit gedrückter Shift-Taste lässt sich dabei eine ganze Reihe von Tabs markieren, um mit diesen zu interagieren.

Task-Manager zeigt Energie-Verbrauch an

Wer sich dafür interessiert, welche Webseiten und Erweiterungen den Browser besonders beanspruchen, findet ab Firefox 64 einen integrierten Task-Manager im Mozilla-Browser. Dieser kann über das Firefox-Menü (unter Sonstiges) oder per Eingabe von about:performance in die Adressleiste erreicht werden.

Der Task-Manager zeigt den Energieverbrauch von Webseiten und Erweiterungen an. Neben einem Zahlenwert vereinfacht eine Kategorisierung wie beispielsweise „Niedrig“, „Mittel“ oder „Hoch“ die Einordnung dieses Wertes in einer Weise, wie sie für jeden Nutzer verständlich ist. In Firefox 65 kommt eine weitere Spalte dazu, welche den Speicherverbrauch der jeweiligen Webseite respektive Erweiterung anzeigt.

Firefox 64

USA: Empfehlungen von Funktionen und Erweiterungen

Mit dem Contextual Feature Recommender (CFR) hat Mozilla ein System implementiert, welches dem Nutzer kontextbasierte Empfehlungen machen kann. Werden beispielsweise mehrere Tabs geöffnet und diese wiederholt verwendet, schlägt Firefox unter Umständen die Verwendung der Funktion angepinnter Tabs vor. Firefox kann aber auch Erweiterungen vorschlagen. In Firefox 64 sind Empfehlungen für die Erweiterungen Facebook Container (von Mozilla selbst), Enhancer for YouTube sowie To Google Translate implementiert.

Die Empfehlungen erfolgen dabei auf einer lokalen Basis, es werden bei diesem Vorgang also keine Daten an Mozilla übertragen. Die Neuerung steht zunächst nur für Nutzer in den USA zur Verfügung und kann in den Firefox-Einstellungen jederzeit deaktiviert werden.

Design des Add-on Managers überarbeitet

Mozilla plant für das kommende Jahr eine größere Neugestaltung des Add-on Managers von Firefox, über welchen Nutzer Erweiterungen und Themes verwalten können. Vorher dürfen sich Nutzer aber über ein kleineres Facelift in Firefox 64 freuen, welches die Benutzbarkeit verbessern soll.

Was als erstes auffällt, ist die Verwendung eines sogenannten „Card Designs“, das heißt, dass jede Erweiterung und jedes Theme in der Auflistung in einer eigenen Box dargestellt wird. Dabei ist jede dieser Boxen über die gesamte Fläche klickbar, um in die Detailansicht zu gelangen. Ein Doppelklick ist hierfür also nicht länger notwendig.

Firefox 64

Praktisch ist eine Neuerung für die Verwaltung von Themes. So wird für vom Nutzer installierte Themes nun direkt in der Auflistung ein Vorschaubild angezeigt. Es ist also nicht länger notwendig, in die Detailansicht zu gehen oder ein Theme gar zu aktivieren, um zu sehen, was für Themes installiert sind.

Firefox 64

Links unten im Add-on Manager befinden sich in Zukunft außerdem jeweils ein Link zur entsprechenden Hilfe-Seite von Mozilla, wie man es aus den Firefox-Einstellungen bereits kennt, sowie ein Direktlink zu den Firefox-Einstellungen. Umgekehrt gibt es in den Firefox-Einstellungen an dieser Stelle jetzt auch einen Link, um den Add-on Manager zu öffnen. So wird dieser einfacher zugänglich für Nutzer, welche in den Firefox-Einstellungen nach Add-ons suchen.

Design von about:crashes überarbeitet

Auch das Design der Seite about:crashes wurde überarbeitet. Dabei wurde deutlicher gemacht, wenn ein Absturzbericht an Mozilla übermittelt wird, sowie dass ein lokales Entfernen des Absturzberichtes bereits übermittelte Absturzberichte nicht von crash-stats.mozilla.com entfernt.

Firefox 64

Keine Feed-Vorschau und dynamische Lesezeichen mehr

Mozilla hat die Unterstützung von RSS- und Atom-Feeds aus Firefox entfernt. Konkret bedeutet dies, dass es bei Aufruf einer Feed-URL keine Vorschau in Firefox mehr gibt. Auch die sogenannten dynamischen Lesezeichen existieren nicht länger in Firefox. Für bereits vorhandene dynamische Lesezeichen hat Firefox automatisch eine Sicherung in Form einer OPML-Datei auf dem Desktop angelegt, welche von anderen Feed-Readern verstanden wird. Die dynamischen Lesezeichen selbst hat Firefox automatisch in normale Lesezeichen umgewandelt.

Die Gründe für die Entfernung wurden in einem gesonderten Artikel ausführlich behandelt. Mozilla hat eine Sammlung von Erweiterungen angelegt, welche als Ersatz dienen können.

Native Sharing-Option auf Windows 10

Per Klick auf das Symbol mit den drei Punkten in der Adressleiste erhalten Nutzer von Windows 10 Zugriff auf die native Sharing-Option des Betriebssystens, um die aktuelle Webseite mit anderen zu teilen. Für Nutzer älterer Windows-Versionen steht diese Funktion nicht zur Verfügung. Für Nutzer von Apple macOS wurde eine native Sharing-Integration bereits in Firefox 61 implementiert.

Verbesserungen für Firefox-Erweiterungen (WebExtensions)

Per Rechtsklick auf das Symbol einer Erweiterung lässt sich nicht mehr nur schnell die Detailseite der Erweiterung im Add-on Manager von Firefox aufrufen, auch eine Deinstallation der Erweiterung ist hierüber nun ohne Umwege möglich.

Firefox 64

Der Dialog, welcher nach Installation einer Erweiterung erscheint, verschwindet nicht länger sofort, wenn die Erweiterung bei Installation automatisch eine Webseite öffnet.

Hat eine Erweiterung Kontrolle über die Web-Benachrichtigungen, wird dies nun in den Firefox-Einstellungen angezeigt, vergleichbar zu anderen wichtigen Firefox-Einstellungen.

Auch für Entwickler von WebExtensions gibt es wieder einige neue APIs und Verbesserungen bestehender APIs. So gab es, nachdem es bereits in Firefox 63 eine Vielzahl an Verbesserungen der Kontextmenü-API gab, für eben jene noch einen Haufen weiterer Verbesserungen.

Für PageActions kann nun festgelegt werden, ob das Erweiterungs-Symbol standardmäßig in der Adressleiste erscheinen soll oder in dem Menü hinter der Schaltfläche mit den drei Punkten.

Alle Neuerungen an der WebExtension-Front werden hier beschrieben.

Verbesserungen der Webplattform

Unterstützung von WebVR auf Apple macOS

In Firefox für Windows ist die Unterstützung für Virtuelle Realität bereits seit Firefox 55 aktiviert. Für Apple macOS wurde die Unterstützung ursprünglich in Firefox 60 aktiviert, dann auf Grund von Problemen zum damaligen Zeitpunkt in Firefox 60.0.1 wieder deaktiviert. Die Probleme sind gelöst und Mozilla hat die Unterstützung für WebVR auf Apple macOS nun für Firefox 64 aktiviert.

Sonstige Verbesserungen der Webplattform

Firefox 64 hat eine Unterstützung für die CSS scrollbar-Spezifikation erhalten. In CSS Gradients wird nun auch die kürzere Syntax in der Form „yellow 25% 50%“ anstelle der Syntax „yellow 25, yellow 50%“ unterstützt. Außerdem unterstützt Firefox nun die CSS-Eigenschaft -webkit-appearance. Die Wert list-item für die CSS-Eigenschaft display wird jetzt auch beim legend-Element unterstützt. Die Fullscreen-API funktioniert in Zukunft ohne -moz-Präfix. Außerdem unterstützt Firefox jetzt die Referrer Policy für CSS.

Weitere Informationen zu Verbesserungen der Webplattform in Firefox 64 finden sich in den MDN web docs.

Neuerungen für Webentwickler

Kontrastverhältnis auf Webseiten prüfen

Barrierefreiheit ist ein Aspekt auf Webseiten, welcher von Entwicklern leider viel zu häufig vernachlässigt wird. Darunter fällt auch die Lesbarkeit von Schrift, die sich aus dem Kontrastverhältnis zwischen Hintergrund- und Textfarbe ergibt.

Ab Firefox 64 gibt es im Entwicklerwerkzeug für Barrierefreiheit in diesem Zusammenhang eine praktische Neuerung: wird mit der Maus über einen Textknoten herübergefahren, zeigt Firefox das Kontrastverhältnis an der entsprechenden Stelle an. Gibt es an dieser Stelle unterschiedliche Kontrastverhältnisse, weil der Text auf einem Farbverlauf oder Bild platziert ist, zeigt Firefox den Minimal- sowie den Maximalwert an. Da die meisten mit dem Kontrastverhältnis als Zahl vermutlich wenig anfangen können, zeigt Firefox außerdem in Form eines Icons an, ob das Kontastverhältnis gut oder schlecht ist.

Firefox 64

Sonstige Neuerungen für Webentwickler

Der Responsive Design Modus (RDM) merkt sich die Einstellungen nun, wenn das Tool geschlossen und wieder geöffnet wird. Außerdem kann im RDM optional jetzt auch der User-Agent angezeigt werden.

Die Kommandozeile der Webkonsole unterstützt jetzt auch Syntax-Highlighting für JavaScript. Der CSS Grid-Inspektor unterstützt ab sofort bis zu drei CSS-Grids gleichzeitig. Die Zeit, welche der Inspektor zum Öffnen benötigt, wurde verbessert. Im Netzwerkanalyse-Panel zeigt ein Icon in der Spalte für den Dateinamen den Typ der Ressource an.

Weitere Informationen zu Änderungen für Webentwickler in Firefox 64 finden sich in den MDN web docs.

Enterprise Features

macOS: Unterstützung von Konfigurationsprofilen

Mit Firefox 60 hat Mozilla die sogenannte Enterprise Policy Engine eingeführt, welche vor allem Unternehmen eine einfache Anpassung von Firefox via GPO (Windows) oder eine policies.json-Datei (alle Betriebssysteme) erlaubt. Ähnlich zu GPO auf Windows unterstützt Firefox jetzt auch Konfigurationsprofile via .plist-Datei unter Apple macOS.

Neue Enterprise Policies

Firefox 65 unterstützt eine neue Policy, um die Oberflächen-Sprache von Firefox festzulegen. Die Policy für die Startseite wurde um eine Option erweitert, das Verhalten für den Start von Firefox festzulegen, nämlich ob Firefox mit der eingestellten Startseite, einer leeren Seite oder der letzten Browser-Sitzung starten soll. Darüber hinaus wurde die Policy für die Konfiguration der Zertifikate um eine Option erweitert, eigene Zertifikate zu laden. Außerdem erlaubt eine neue Policy das Hinzufügen von PKCS#11 Sicherheits-Modulen.

Tipp: Mit dem Enterprise Policy Generator wird die Konfiguration von Firefox zum Kinderspiel. Die aktuelle Version 4.2 ist bereits für Firefox 64 sowie Firefox ESR 60.4 angepasst.

Optionale Features

Zusätzliche Sprachen direkt über Firefox installieren

Die Installation zusätzlicher Sprachen für Firefox ist bislang etwas komplizierter, da dies die Installation eines Sprachpaketes über addons.mozilla.org plus das Setzen des korrekten Sprachcodes per about:config und einen manuellen Browser-Neustart erfordert. Wird über about:config der Schalter intl.multilingual.enabled auf true gesetzt, wird die neue Sprachverwaltung in den Firefox-Einstellungen aktiviert. Diese war zwar bereits in Firefox 63 optional vorhanden, ist allerdings erst mit Firefox 64 in der Lage, andere Sprachen direkt aus Firefox heraus herunterzuladen und anzuwenden. Außerdem lädt Firefox dabei auch automatisch auch die Rechtschreibkorrektur in der passenden Sprache herunter.

Firefox 64
Firefox 64

Windows 10: Benachrichtigungs-Integration in Windows Action Center

Für die Darstellung von Web-Benachrichtigungen kann Firefox ab Version 64 die nativen Benachrichtigungen von Windows 10 nutzen, welche außerdem im Windows Action Center angezeigt werden. Diese Neuerung ist derzeit noch deaktiviert und kann aktiviert werden, indem über about:config der Schalter alerts.useSystemBackend auf true gesetzt wird.

Suche nach vorherigen Konsolen-Eingaben

Wird per about:config der Schalter devtools.webconsole.jsterm.reverse-search auf true gesetzt, kann mittels F9 (Windows und Linux) respektive Ctrl + R (macOS) ein Suchmodus in der Webkonsole aktiviert werden, bei welchem während der Eingabe in die Kommandozeile vorherige Eingaben angezeigt werden, welche die eingegebene Zeichenkette beinhalten.

Neue Implementierung der Adressleiste

Mozilla arbeitet unter der Bezeichnung Quantum Bar an einer neuen Implementierung der Adressleiste, welche auch Awesome Bar genannt wird. Dazu muss über about:config der Schaltername browser.urlbar.quantumbar auf true gesetzt und ein neues Browser-Fenster geöffnet werden. Doch Achtung: In Firefox steht die Quantum Bar noch ganz am Beginn der Entwicklung und ist in dieser Form nicht benutzbar. Dies wird erst in einer späteren Firefox-Version relevant werden.

Sonstige Neuerungen in Firefox 64

Bei Verwendung des dunklen Themes sind nun auch die Sidebars von Firefox dunkel. Die Suchfunktion des integrierten PDF-Betrachters wurde verbessert: So funktioniert dort nun auch die Option, nur ganze Wörter zu suchen, außerdem wird ab sofort auch die Anzahl der gefundenen Treffer angezeigt. Beides war bereits für Webseiten implementiert, aber noch nicht für PDF-Dateien.

Unter about:studies werden nicht länger nur sogenannte Shield-Studien angezeigt, welche aus einem Add-on bestehen, sondern auch solche, welche nur eine Einstellung verändern.

Die Adressleiste wurde um eine Autovervollständigung für about:-URIs erweitert. Gibt der Nutzer beispielsweise about:c ein, schlägt Firefox automatisch Einträge wie about:config oder about:cache vor.

Bei der maximalen Anzahl an Content-Prozessen in den Firefox-Einstellungen können nun bis zu acht statt bis zu sieben Prozesse ausgewählt werden.

Auf Apple macOS wurde der Shortcut, um sowohl „www.“ am Beginn als auch „.com“ am Ende einer URL automatisch hinzuzufügen von Cmd + Enter auf Ctrl + Enter geändert. Außerdem wurde die Berechtigungs-Logik für die Verwendung von Kamera und/oder Mikrofon auf macOS Mojave optimiert.

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December 11, 2018 10:07 PM

Firefox: Enterprise Policy Generator 4.2 veröffentlicht

Der Enterprise Policy Generator richtet sich an Administratoren von Unternehmen und Organisationen, welche Firefox konfigurieren wollen. Damit löst die Erweiterung den bekannten CCK2 Wizard in der Ära Firefox Quantum ab. Die neue Version 4.2 macht den Enterprise Policy Generator fit für Firefox 64 und Firefox ESR 60.4.

Enterprise Policy Generator

Download Enterprise Policy Generator für Firefox

Mit Firefox 60 und Firefox ESR 60 hat Mozilla die sogenannte Enterprise Policy Engine eingeführt. Die Enterprise Policy Engine erlaubt es Administratoren, Firefox über eine Konfigurationsdatei zu konfigurieren. Der Vorteil dieser Konfigurationsdatei gegenüber Group Policy Objects (GPO) ist, dass diese Methode nicht nur auf Windows, sondern plattformübergreifend auf Windows, Apple macOS sowie Linux funktioniert.

Zwar steht diese Erweiterung in keiner direkten Verbindung zum bekannten CCK2 Wizard, teilt aber die grundlegende Idee vom CCK2 Wizard, welcher in Firefox Quantum nicht mehr funktioniert. Der Enterprise Policy Generator wurde als Nachfolger vom CCK2 Wizard konzipiert – nur eben für Firefox Quantum und Enterprise Policies. Die Firefox-Erweiterung hilft bei der Zusammenstellung der sogenannten Enterprise Policies, so dass kein tiefergehendes Studium der Dokumentation und aller möglichen Optionen notwendig ist und sich Administratoren die gewünschten Enterprise Policies einfach zusammenklicken können. Mehr Informationen gibt es auf der Info-Seite zum Enterprise Policy Generator.

Neuerungen Enterprise Policy Generator 4.2.0

Der Enterprise Policy Generator zeigt nun einen Hinweis an, dass man sich ab Firefox 63 unter about:policies alle aktiven Policies sowie Fehler in der Datei „policies.json“ anzeigen lassen kann.

Eine neue Policy erlaubt die Festlegung der Oberflächen-Sprache von Firefox. Die Policy für die Startseite wurde um eine Option erweitert, das Verhalten für den Start von Firefox festzulegen, nämlich ob Firefox mit der eingestellten Startseite, einer leeren Seite oder der letzten Browser-Sitzung starten soll. Außerdem wurde die Policy für die Konfiguration der Zertifikate um eine Option erweitert, eigene Zertifikate zu laden.

Alle der genannten Policy-Erweiterungen funktionieren ab Firefox 64 respektive Firefox 60.3.1.

Roadmap

Wer sich für die Pläne der kommenden Versionen interessiert, findet hier die aktuelle Roadmap. Auch können an dieser Stelle Vorschläge für Verbesserungen gemacht werden.

Entwicklung unterstützen

Wer die Entwicklung des Add-ons unterstützen möchte, kann dies tun, indem er der Welt vom Enterprise Policy Generator erzählt und die Erweiterung auf addons.mozilla.org bewertet. Auch würde ich mich sehr über eine kleine Spende freuen, welche es mir ermöglicht, weitere Zeit in die Entwicklung des Add-on zu investieren, um zusätzliche Features zu implementieren.

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December 11, 2018 12:11 PM

December 09, 2018

Sören Hentzschel

Firefox 64: Kontrastverhältnis auf Webseiten prüfen

Die Entwicklerwerkzeuge von Firefox 64 haben eine neue Funktion erhalten, welche dabei hilft, Webseiten barrierefrei zu gestalten. Die neue Funktion erlaubt das Prüfen des Kontrastverhältnisses und damit der Lesbarkeit auf Webseiten.

Barrierefreiheit ist ein Aspekt auf Webseiten, welcher von Entwicklern leider viel zu häufig vernachlässigt wird. Darunter fällt auch die Lesbarkeit von Schrift, die sich aus dem Kontrastverhältnis zwischen Hintergrund- und Textfarbe ergibt.

Ab Firefox 64 gibt es im Entwicklerwerkzeug für Barrierefreiheit in diesem Zusammenhang eine praktische Neuerung: wird mit der Maus über einen Textknoten herübergefahren, zeigt Firefox das Kontrastverhältnis an der entsprechenden Stelle an. Gibt es an dieser Stelle unterschiedliche Kontrastverhältnisse, weil der Text auf einem Farbverlauf oder Bild platziert ist, zeigt Firefox den Minimal- sowie den Maximalwert an. Da die meisten mit dem Kontrastverhältnis als Zahl vermutlich wenig anfangen können, zeigt Firefox außerdem in Form eines Icons an, ob das Kontastverhältnis gut oder schlecht ist.

Kontrastverhältnis Firefox 65Kontrastverhältnis Firefox 65

Entwickler sollten unbedingt auf eine gute Lesbarkeit von Text auf ihren Webseiten achten. Selbst Nutzer mit guten Augen werden aus Designgründen oder weil dem Thema keine Aufmerksamkeit geschenkt wird, im Web immer wieder vor Probleme gestellt. Man sollte auch nicht unterschätzen, wie viele Menschen an einer Form eingeschränkten Sehens leiden, für die das noch einmal wichtiger ist. Dass man selbst einen Text noch gut erkennt, heißt nicht, dass die Lesbarkeit für jeden Menschen noch ausreichend gewährleistet ist. Und am Ende des Tages ist genau das ja die Idee des Webs: Inhalte möglichst jedem zugänglich zu machen.

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December 09, 2018 10:16 PM

December 07, 2018

Sören Hentzschel

Mozilla bringt native Version von Firefox für ARM64

Mozilla und Qualcomm haben angekündigt, gemeinsam an einer nativen Firefox-Version für die ARM64-Architektur zu arbeiten.

Firefox kann auf Geräten mit ARM64-Architektur zwar bereits installiert werden, doch läuft dieser als x86-Applikation bisher auf einer emulierten Ebene, was sich entsprechend negativ auf die Performance auswirkt.

Die native ARM64-Version von Firefox für Windows 10 soll die Fähigkeiten der Qualcomm Snapdragon SoCs optimal nutzen und so besonders performant sein.

Ein Veröffentlichungstermin der ARM64-Version von Firefox ist noch keiner bekannt. Wer den Fortschritt verfolgen möchte, findet hier das dazugehörige Meta-Ticket in Mozillas Bugtracking-System Bugzilla.

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December 07, 2018 10:40 PM

December 04, 2018

Sören Hentzschel

Developer Preview: Servo-Builds für Magic Leap One verfügbar

Servo ist der Name einer experimentellen Browser-Engine, welche in der Programmiersprache Rust geschrieben ist und aus der bereits einige technische Innovationen für die Gecko-Engine von Firefox adaptiert worden sind. Ab sofort gibt es experimentelle Nightly-Builds für das AR-Headset Magic Leap One.

Das Team hinter der in Rust entwickelten Browser-Engine Servo bietet bereits seit Juli 2016 Nightly-Builds einer Servo-Oberfläche für Apple macOS und Linux an, welche die Servo-Engine zur Darstellung von Webseiten nutzt. Seit April 2017 gibt es Nightly-Builds für Windows und seit einigen Wochen auch für Android. Ab sofort gibt es außerdem Nightly-Builds für das AR-Headset Magic Leap One.

Download Servo-Builds

Viele Features fehlen im Build für das Magic Leap One noch, so werden bislang nur einfache 2D-Webseiten unterstützt. Es handelt sich also um keinen kompletten Browser wie Firefox Reality. Es handelt sich um eine Developer Preview auf Basis der Servo-Engine und WebRender, welche als Testumgebung für zukünftige Produkte und zum Experimentieren mit dem UI-Design für einen Augmented Reality-Browser dienen soll.

Video auf YouTube ansehen

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December 04, 2018 10:48 PM

December 01, 2018

Sören Hentzschel

Mozilla veröffentlicht Firefox Reality 1.1, jetzt auch auf Deutsch

Mozilla hat Firefox Reality 1.1 veröffentlicht. Die neue Version des Reality-Browsers erhält viele Verbesserungen und ist nun auch auf Deutsch verfügbar.

Themen wie Virtual Reality, Augemented Reality und Mixed Reality werden uns in den nächsten Jahren noch viel beschäftigen. Längst handelt es sich dabei nicht mehr nur um einen technologischen Trend. Mozilla war bei diesem Thema von Anfang an vorderster Front dabei: Firefox 55 war der erste Desktop-Browser mit Unterstützung für Virtuelle Realität, mit A-Frame bietet Mozilla ein beliebtes Framework für Virtuelle Realität an, welches über zehn Millionen Mal pro Monat genutzt wird, und mit dem WebXR Viewer gibt es von Mozilla eine App für Apple iOS zum Betrachten von Mixed Reality-Inhalten. Schließlich hat Mozilla im September dieses Jahres Firefox Reality veröffentlicht, den ersten plattformübergreifenden Browser speziell für Virtual, Augemented und Mixed Reality.

Firefox Reality 1.1 bringt diverse Neuerungen und ist nun in insgesamt sieben Sprachen verfügbar, darunter auch Deutsch. Dabei ist nicht nur die Oberflächen-Sprache übersetzt, auch die sprachgestützte Suche unterstützt die deutsche Sprache. Der verbesserte Kinomodus unterstützt immersive 360°-Videos. Für die Adressleiste gibt es nun Suchvorschläge sowie Domainvorschläge. Außerdem besitzt Firefox Reality jetzt auch ein Lesezeichen-Feature. Außerdem wurde die Performance der Programmoberfläche verbessert und der Content Feed erweitert. Dazu kommen Verbesserungen des Vollbild-Video-Playbacks, ein neuer User-Agent für verbesserte Web-Kompatibilität sowie diverse Bugfixes und Stabilitätsverbesserungen.

Mozilla arbeitet bereits an weiteren Verbesserungen. So soll es bald, wie auch in anderen Firefox-Produkten, eine Synchronisation von Lesezeichen und anderen Inhalten geben. Auch die Unterstützung von mehren Tabs und Fenstern steht auf der Agenda.

Download Firefox Reality für Oculus
Download Firefox Reality für Daydream
Download für Viveport: im Viveport Store nach „Firefox Reality“ suchen

Firefox Reality 1.1
Firefox Reality 1.1

 

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December 01, 2018 10:24 PM

November 30, 2018

Sören Hentzschel

Firefox 65 bekommt implizites rel=noopener bei target=_blank

Die Verwendung von target=“_blank“ in Webseiten-Links ist nicht nur praktisch, um Seiten standardmäßig in einem neuen Tab öffnen zu lassen, es handelt sich dabei gleichzeitig auch um eine unterschätzte Sicherheitslücke. Eine Lösung dagegen ist die Verwendung von rel=“noopener“, was die meisten Webseitenbetreiber allerdings versäumen. In Zukunft soll Firefox diesen Zusatz automatisch annehmen, wenn target=“_blank“ verwendet wird.

Jeder Webentwickler kennt das target-Attribut mit seinem Wert _blank, um vom Benutzer geklickte Links auf Webseiten standardmäßig in einem neuen Tab statt im gleichen Tab aufrufen zu lassen. Was aber nur die Wenigsten wissen: es handelt sich dabei um eine Sicherheitslücke, welche Phishing ermöglicht. Die Lösung für Webseitenbetreiber ist einfach: wird target=“_blank“ verwendet, ist gleichzeitig auch noch rel=“noopener“ zu verwenden. Bonuspunkt: Die Verwendung von rel=“noopener“ liefert gleichzeitig auch noch einen Performance-Vorteil gegenüber dem Weglassen.

Zusammengefasst: Webseiten-Entwickler sollten statt

[pastacode lang=“markup“ manual=“%3Ca%20href%3D%22https%3A%2F%2Fwww.soeren-hentzschel.at%22%20target%3D%22_blank%22%3ELinktext%3C%2Fa%3E“ message=“HTML“ highlight=““ provider=“manual“/]

… folgenden Code verwenden:

[pastacode lang=“markup“ manual=“%3Ca%20href%3D%22https%3A%2F%2Fwww.soeren-hentzschel.at%22%20target%3D%22_blank%22%20rel%3D%22noopener%22%3ELinktext%3C%2Fa%3E“ message=“HTML“ highlight=““ provider=“manual“/]

Das offensichtliche Problem an der Geschichte ist, dass zwar jeder Webentwickler das target-Attribut kennt, aber nur die wenigsten um die Notwendigkeit von rel=“noopener“ wissen, was in der Konsequenz bedeutet, dass die meisten Seiten im Web das zusätzliche Attribut für Links in neuen Tabs nicht verwenden. Die Nightly-Version von Firefox 65 setzt nun implizit rel=“noopener“ bei Verwendung von target=“_blank“. Das bedeutet, dass wenn der Entwickler einer Webseite target=“_blank“ verwendet und das entsprechende rel-Attribut nicht setzt, Firefox dann automatisch annimmt, dass rel=“noopener“ gesetzt sein soll, womit die Sicherheitslücke auch ohne Aktion des Webentwicklers nicht mehr existiert. Soll das alte Verhalten in Kraft treten, muss der Webentwickler dieses in Zukunft explizit über rel=“opener“ aktivieren. Damit folgt Mozilla dem Beispiel von Apple, welche dieses Verhalten vor wenigen Wochen für Safari implementiert haben.

Mozilla hat das neue Verhalten derzeit noch auf Nightly- und frühe Beta-Versionen limitiert, um erst einmal Daten bezüglich möglicher Web-Kompatibilitätsprobleme zu erhalten. Je nachdem tritt die Änderung damit entweder in der finalen Version von Firefox 65 oder auch erst später in Kraft. Gesteuert wird dies über die Einstellung dom.targetBlankNoOpener.enable in about:config, wobei true das neue Verhalten und false das alte Verhalten aktiviert. Firefox 65 wird am 29. Januar 2019 erscheinen.

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November 30, 2018 11:50 AM

November 28, 2018

Sören Hentzschel

Firefox: MSI-Installer für Windows ab sofort verfügbar

Mozilla bietet mit einem anpassbaren MSI-Installer ab sofort ein neues Enterprise-Feature für Firefox an, zunächst für Nightly-Versionen und mit Erscheinen von Firefox 65 auch für stabile Firefox-Vesionen.

Um System-Administratoren im Unternehmen das Anpassen und Verteilen von Firefox einfacher zu machen, bietet Mozilla ab sofort anpassbare MSI-Installer für Firefox auf Windows 7 und höher an. Wie bei den konventionellen Installationspaketen gibt es auch hier unterschiedliche Installer pro Sprache, CPU-Architektur (32-Bit oder 64-Bit) und Release-Kanal. Derzeit stehen die MSI-Installer nur für Nightly-Versionen von Firefox 65 zur Verfügung und werden dann auch für Firefox Beta sowie stabile Firefox-Versionen verfügbar sein, sobald diese die Versionsnummer 65 erreichen.

MSI-Installer erlauben die Anpassung über eine MST-Datei und können über die auf Windows üblichen Deployment-Tools wie Active Directory oder Microsoft System Center Configuration Manager verteilt werden. Mozilla hat eine Dokumentation zu den MSI-Installern veröffentlicht.

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November 28, 2018 09:10 PM

November 27, 2018

Sören Hentzschel

Finanzbericht veröffentlicht: Mozillas Umsatz auch im Jahr 2017 wieder gestiegen

Mozilla hat seinen Finanzbericht für das Jahr 2017 veröffentlicht und konnte demnach seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahr erneut steigern. Mozillas Vermögen ist gegenüber 2016 um knapp 90 Millionen Dollar gewachsen.

Wie jedes Jahr am Jahresende hat Mozilla auch in diesem Jahr seinen Finanzbericht für das Vorjahr veröffentlicht, welcher offenlegt, in welcher Höhe Mozilla Einnahmen und Ausgaben hatte.

Mozilla konnte seinen Umsatz von etwas mehr als 520 Millionen im Vorjahr auf über 562 Millionen Dollar im Jahr 2017 steigern, was einer Steigerung von knapp über acht Prozent entspricht. Der Großteil kommt dabei von Partnerschaften mit Suchmaschinen. Pocket, von Mozilla letztes Jahr für 30 Millionen Dollar gekauft, hat Einnahmen in Höhe von drei Millionen Dollar gebracht.

Mozilla-Umsatz 2017
Bildquelle: soeren-hentzschel.at/mozilla-umsatz

Auf der Ausgaben-Seite stehen knapp 422 Millionen Dollar, verglichen mit etwas mehr als 360 Millionen Dollar im Vorjahr, was einer Steigerung von beinahe 17 Prozent entspricht. Knapp 253 Millionen Dollar davon sind Budget für die Produktentwicklung, unter anderem von Firefox (2016: knapp über 226 Millionen Dollar). Für Marketing wurden 66 Millionen Dollar ausgegeben, verglichen mit 47 Millionen Dollar im Jahr 2016. Mozillas Nettovermögen ist von etwas mehr als 426 Millionen auf über 514 Millionen Dollar gewachsen.

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November 27, 2018 09:03 PM

November 26, 2018

Sören Hentzschel

Firefox 65: Entkoppelung von Sitzungswiederherstellung und Warnung beim Schließen

Beim Schließen von Firefox per Tastatur fragt Firefox vor dem Schließen nach – sofern die automatische Sitzungswiederherstellung nicht aktiviert ist. Ab Firefox 65 fragt Firefox auch bei aktivierter Sitzungswiederherstellung nach.

Die Sitzungswiederherstellung von Firefox erlaubt es, Firefox zu beenden und zu einem späteren Zeitpunkt den Mozilla-Browser mit diesen Tabs wieder zu starten. Bei automatischer Sitzungswiederherstellung öffnen die zuletzt geöffneten Tabs nach dem Start von ganz alleine, bei nicht automatischer Sitzungswiederherstellung können die Tabs der letzten Sitzung über einen entsprechenden Eintrag im Firefox-Menü geöffnet werden.

Sitzungswiederherstellung Firefox 65

Nicht geschlossene Tabs gehen beim Beenden von Firefox also nicht verloren. Nichtsdestominder kann es ärgerlich sein, wenn man Firefox versehentlich schließt. Gerade am Mac, wo dies per Cmd + Q geschieht, was direkt neben Cmd + W zum Schließen eines einzelnen Tabs liegt, passiert dies Nutzern immer wieder unbeabsichtigt. Gleiches gilt auf Linux für Strg + Q.

Bisher hat diese Tastenkombination die Warnung nur dann ausgelöst, wenn die automatische Sitzungswiederherstellung nicht aktiviert war. In Firefox 65 hat Mozilla den neun Jahre alten Wunsch umgesetzt, die Warnung von der Sitzungswiederherstellung zu entkoppeln. In Zukunft erscheint die Warnung also auch, wenn die automatische Sitzungswiederherstellung aktiviert ist.

Schließen-Warnung Firefox 65

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November 26, 2018 10:26 PM

November 25, 2018

Sören Hentzschel

Firefox 64: Firefox erhält einen Task-Manager

Wer sich dafür interessiert, welche Webseiten und Erweiterungen den Browser besonders beanspruchen, findet ab Firefox 64 einen integrierten Task-Manager im Mozilla-Browser, welcher in Firefox 65 weitere Verbesserungen bereit hält.

Unter der Seite about:performance bietet Firefox bereits ein Tool, welches des Ressourcen-Verbrauch von Webseiten anzeigt. Dieses ist allerdings versteckt, nicht sehr ansprechend gestaltet und vor allem nicht einfach zu interpretieren. Zwar deuten farbliche Markierungen an, wie sehr die jeweilige Webseite Firefox belastet, die detaillierten Information dazu sind allerdings sehr technisch.

about:performance in Firefox 63

Mit Firefox 64 ersetzt Mozilla about:performance durch einen neuen Task-Manager, welcher dazu im Hauptmenü (unter „Sonstiges“) verlinkt und somit leichter zugänglich ist.

Task Manager in Firefox 64

Das neue Werkzeug in Firefox 64 ist mehr als nur ein neuer Anstrich für das bisherige Tool. So zeigt der Task-Manager auch den Ressourcen-Verbrauch von Erweiterungen an und die technischen Informationen sind einer leicht verständlichen Spalte für den Energieverbrauch gewichen. Neben einem Zahlenwert vereinfacht eine Kategorisierung wie beispielsweise „Niedrig“, „Mittel“ oder „Hoch“ die Einordnung dieses Wertes in einer Weise, wie sie für jeden Nutzer verständlich ist. In Firefox 65 kommt eine weitere Spalte dazu, welche den Speicherverbrauch der jeweiligen Webseite respektive Erweiterung anzeigt.

Task Manager in Firefox 65

Fährt man mit der Maus über eine Webseiten-Zeile, kann der jeweilige Tab per Klick auf ein dafür vorgesehenes Symbol geschlossen werden. Macht man Gleiches bei einer Erweiterungs-Zeile, gelangt man hierüber in die Detail-Ansicht der Erweiterung im Add-on Manager von Firefox, wo man die Erweiterung deaktivieren oder deinstallieren kann.

Weitere Verbesserungen sind bereits geplant. So soll der Energieverbrauch in der entsprechenden Spalte auch noch visuell dargestellt werden, indem die Spalte wenig bis vollständig ausgefüllt wird. Außerdem soll per Schaltfläche der Zugriff von Tabs auf die JavaScript-Engine pausiert werden können.

Task Manager in Firefox

Darüber hinaus plant Mozilla eine Integration der beiden Performance-Informationen Energie-Verbrauch sowie Speicherbedarf in das Panel, welches bei Klick auf das Info-Symbol in der Adressleiste erscheint und wo der Nutzer bereits Informationen zum HTTPS-Zertifikat, zum Content-Blocking sowie zu Webseiten-Berechtigungen erhält.

Task Manager in Firefox

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November 25, 2018 09:40 PM

November 18, 2018

Sören Hentzschel

Mozilla veröffentlicht Firefox 3 für Amazon Fire TV

Mozilla hat Firefox 3 für das Amazon Fire TV sowie den Amazon Fire TV Stick veröffentlicht.

Download Mozilla Firefox für Amazon Fire TV

Im Dezember 2017 hat Mozilla erstmals seinen Browser für das Amazon Fire TV sowie Amazon Fire TV Stick vorgestellt. Seit dem folgten mehrere Updates, zuletzt auf Version 2.2, welches eine Steuerung von Videos per Sprache hinzufügte. Zunächst wurde letzten Monat Firefox 3.0 für die Geräte Fire TV Cube and Fire TV 4K veröffentlicht, mit Firefox 3.0.2 und Firefox 3.1 steht Firefox 3 für das Amazon Fire TV sowie den Amazon Fire TV Stick nun für alle Geräte zur Verfügung.

Mit Firefox 3 hat Mozilla, zumindest für Nutzer einer englischsprachigen Version, einen Video-Feed hinzugefügt, welcher Videos von Mozillas Dienst Pocket vorschlägt, um so neue und interessante Inhalte zu entdecken. Verbesserungen der Navigation auf dem Startbildschirm erleichtern das Auffinden und den Zugriff auf die Lieblingsvideos. Auf dem Startbildschirm ist das Entfernen von Kacheln jetzt auch per langem Druck möglich. Auch ist es nun möglich, die Desktop-Version einer Webseite anzufordern. Darüber hinaus ist es nun möglich, einige DRM-geschützte Videos zu betrachten, die zuvor nicht abgespielt werden konnten. Außerdem wurde die Startgeschwindigkeit verbessert.

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November 18, 2018 10:25 PM

November 17, 2018

Sören Hentzschel

Firefox Monitor ab sofort auch auf Deutsch verfügbar, Firefox-Integration

Im September hat Mozilla seinen neuen Sicherheits-Dienst Firefox Monitor gestartet. Dabei handelt es sich um eine Webseite, welche Nutzer überprüfen lässt, ob diese in der Vergangenheit Opfer von einem Datendiebstahl waren. Ab sofort gibt es Firefox Monitor auch auf Deutsch, außerdem rollt Mozilla eine Integration in Firefox aus.

Firefox Monitor ist Ende September offiziell gestartet und unter der Domain monitor.firefox.com erreichbar. Seit dem Start von Firefox Monitor haben sich bereits hunderttausende Nutzer angemeldet, um über zukünftige Datendiebstähle informiert zu werden, wie Mozilla mitgeteilt hat. Aufgrund der positiven Resonanz ist Firefox Monitor nun in insgesamt 26 Sprachen verfügbar, um potentiell auch für mehr als 2,5 Milliarden nicht-englischsprachige Nutzer verfügbar zu sein. Unter den neu unterstützten Sprachen ist auch Deutsch.

Darüber hinaus startet Mozilla eine direkte Integration in Firefox, welche im Laufe der nächsten Wochen flächendeckend ausgerollt werden soll. Die Integration besteht darin, dass Firefox den Nutzer darauf hinweist, wenn eine besuchte Webseite in jüngster Vergangenheit Opfer eines Datendiebstahls geworden ist.

Firefox Monitor

Konkret bedeutet dies, dass Firefox eine Warnung anzeigt, wenn der Besucher eine Webseite besucht, über welche eine entsprechende Information in den letzten zwölf Monaten hinzugefügt worden ist. Dies trifft für Nutzer zu, welche noch nie eine solche Meldung von Firefox erhalten haben. Nutzer, für welche eine solche Warnung nicht mehr neu ist, erhalten entsprechende Warnungen dann nur noch bis maximal zwei Monate danach. Außerdem wird die Warnung nicht mehr als einmal pro Webseite angezeigt. Über diese Warnung kann direkt die Webseite von Firefox Monitor aufgerufen werden, die Funktionalität kann an dieser Stelle aber auch komplett abgeschaltet werden.

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November 17, 2018 10:08 PM

November 16, 2018

Sören Hentzschel

Mozilla veröffentlicht Firefox 63.0.3

Mozilla hat mit Firefox 63.0.3 ein weiteres außerplanmäßiges Update für Firefox 63 veröffentlicht und behebt damit mehrere Probleme der Vorgängerversion.

Download Mozilla Firefox für Microsoft Windows, Apple macOS und Linux

Nachdem Firefox 63.0.1 ausschließlich für Desktop-Betriebssysteme und Firefox 63.0.2 ausschließlich für Android zur Verfügung stand, gibt es von Mozilla mit Firefox 63.0.3 nun das zweite außerplanmäßige Update für Firefox 63 auf Windows, macOS und Linux. Behoben wurden mehrere Probleme, Sicherheitslücken gab es mit dem Update keine zu schließen.

Das Update behebt ein Problem, welches für Nutzer mit bestimmten Proxy-Konfigurationen ein nur langsames Laden von Webseiten verursachen konnte. Performance-Probleme konnte es ebenfalls bei Videos in Hintergrund-Tabs geben. Ein weiteres Problem betraf WebGL-Spiele, die nach kurzer Spielzeit nicht mehr liefen. Außerdem wurden zwei mögliche Absturzursachen sowie nicht funktionierende Magnet-Links behoben.

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November 16, 2018 09:54 PM

November 13, 2018

Sören Hentzschel

Firefox 64: Überarbeiteter Add-on Manager

Mozilla hat den Add-on Manager von Firefox 64 einem Facelift unterzogen. Dabei gab es auch eine praktische Neuerung für die Verwaltung von Themes.

Mozilla plant für das kommende Jahr eine größere Neugestaltung des Add-on Managers von Firefox, über welchen Nutzer Erweiterungen und Themes verwalten können. Vorher dürfen sich Nutzer aber über ein kleineres Facelift in Firefox 64 freuen, welches die Benutzbarkeit verbessern soll. Firefox 64 soll am 11. Dezember 2018 erscheinen.

Was als erstes auffällt, ist die Verwendung eines sogenannten „Card Designs“, das heißt, dass jede Erweiterung und jedes Theme in der Auflistung in einer eigenen Box dargestellt wird. Dabei ist jede dieser Boxen über die gesamte Fläche klickbar, um in die Detailansicht zu gelangen. Ein Doppelklick ist hierfür also nicht länger notwendig.

Add-on Manager Firefox 64

Praktisch ist eine Neuerung für die Verwaltung von Themes. So wird für vom Nutzer installierte Themes nun direkt in der Auflistung ein Vorschaubild angezeigt. Es ist also nicht länger notwendig, in die Detailansicht zu gehen oder ein Theme gar zu aktivieren, um zu sehen, was für Themes installiert sind.

Add-on Manager Firefox 64

Links unten im Add-on Manager befinden sich in Zukunft außerdem jeweils ein Link zur entsprechenden Hilfe-Seite von Mozilla, wie man es aus den Firefox-Einstellungen bereits kennt, sowie ein Direktlink zu den Firefox-Einstellungen. Umgekehrt gibt es in den Firefox-Einstellungen an dieser Stelle jetzt auch einen Link, um den Add-on Manager zu öffnen. So wird dieser einfacher zugänglich für Nutzer, welche in den Firefox-Einstellungen nach Add-ons suchen.

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November 13, 2018 10:54 PM

November 12, 2018

Sören Hentzschel

Price Wise und Email Tabs: Zwei neue Test Pilot-Experimente für Firefox

Unter dem Namen Test Pilot betreibt Mozilla eine Möglichkeit für Firefox-Nutzer, potentielle neue Funktionen vorab zu testen und Feedback zu geben. Mit Price Wise und Email Tabs hat Mozilla zwei neue Experimente gestartet.

Über testpilot.firefox.com können Firefox-Nutzer mögliche Neuerungen vorab testen, indem entsprechende Erweiterungen installiert werden. Im Juni erst hat Mozilla mit Color und Side View zwei neue Experimente für den Desktop-Firefox gestartet, im Juli erschien mit Notes das erste Experiment für Android und mit Lockbox das erste Experiment für Apple iOS. Im August folgte schließlich mit Advance ein Experiment zur Content-Empfehlung und nun stehen wieder zwei neue Experimente bereit.

Price Wise

Das erste Experiment hört auf den Namen Price Wise und richtet sich bisher primär an Nutzer in den USA. Es handelt sich dabei um eine Erweiterung, welche es erlaubt, den Preis von Produkten in Online-Shops zu beobachten und bei Änderungen benachrichtigt zu werden, was gerade jetzt in der Vorweihnachts-Zeit eine praktische Sache sein kann. Unterstützt werden nach aktuellem Stand Amazon, Best Buy, eBay, Home Depot sowie Walmart – jeweils in ihrer US-Version, internationale Versionen werden noch nicht unterstützt.

Mozilla Price Wise

Download Price Wise für Mozilla Firefox

Email Tabs

Email Tabs richtet sich an Nutzer aller Länder, setzt aber einen Mail-Account bei Google Mail voraus. In Zukunft sollen auch noch Yahoo Mail sowie Outlook unterstützt werden. Bei dieser Erweiterung kann der Nutzer per Schaltfläche einen oder mehrere der geöffneten Tabs auswählen und entweder die Links in die Zwischenablage kopieren oder per E-Mail versenden. Dabei stehen drei verschiedene E-Mail-Optionen zur Verfügung: Nur die verlinkten Titel der Tabs, Links mit Screenshots der jeweiligen Seite oder Links mit dem kompletten Artikel-Inhalt direkt in der E-Mail.

Mozilla Email Tabs

Download Email Tabs für Mozilla Firefox

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November 12, 2018 10:38 PM

November 10, 2018

Sören Hentzschel

Mozilla veröffentlicht Firefox 14.0 für Apple iOS

Mozilla hat Firefox 14.0 für Apple iOS veröffentlicht. Der Browser für das iPhone, iPad und iPod touch erhält mehrere Verbesserungen.

Download Mozilla Firefox 14.0 für Apple iOS

Mit Firefox 14.0 für Apple iOS spendiert Mozilla seinem Browser für das iPhone, iPad und iPod touch Siri Shortcuts. Damit können neue Tabs ganz einfach per Sprachsteuerung geöffnet werden. Voraussetzung hierfür ist iOS 12 sowie die Apple Shortcuts App. In den nächsten Monaten soll die Unterstützung für weitere Siri Shortcuts folgen.

Zusätzlich zur Möglichkeit, Webseiten-Daten für alle Webseiten zu löschen, gibt es nun auch die Möglichkeit, Daten für einzelne Webseiten zu löschen. Mit dem Update hat Mozilla auch die Performance bei der Suche in der Adressleiste und beim Chronik-Panel verbessert, wovon vor allem Nutzer älterer Geräte profitieren. Ebenfalls verbessert wurde das mit Firefox 13.0 eingeführte Dark Theme sowie die Synchronisation, speziell das Senden von Tabs an ein anderes Gerät sowie die Aktualisierung auf ein neues Gerät.

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November 10, 2018 10:12 PM

November 09, 2018

Sören Hentzschel

Updates von Thunderbird 52 auf Thunderbird 60 werden ausgerollt

Das Thunderbird-Projekt hat mit der Ausrollung der Updates von Thunderbird 52 auf Thunderbird 60 begonnen.

Vor gut drei Monaten ist Thunderbird 60 erschienen. Thunderbird 60 bringt gegenüber Thunderbird 52 zahlreiche Änderungen. Einen ausführlichen Überblick über die Neuerungen von Thunderbird 60 gibt es hier.

Updates von Thunderbird 52 auf Thunderbird 60 wurden bisher jedoch noch keine verteilt. Wer Thunderbird 60 nutzen wollte, musste also die neue Version von Hand über die alte Version installieren. Nach dem neuesten Bugfix-Update auf Thunderbird 60.3.0 wurden die Updates auf Thunderbird 60 nun aktiviert. Automatische Updates sind bislang für zehn Prozent der Nutzer aktiviert. Wer den Info-Dialog von Thunderbird aufruft, kann auf diese Weise aber unabhängig davon ein sofortiges Update anstoßen.

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November 09, 2018 10:00 PM

November 08, 2018

Sören Hentzschel

Mozilla veröffentlicht Firefox 63.0.2 für Android

Mozilla hat mit Firefox 63.0.2 ein außerplanmäßiges Update für seinen Android-Browser veröffentlicht.

Download Mozilla Firefox 63.0.2 für Android

Nachdem Firefox 63.0.1 ausschließlich für Desktop-Betriebssysteme erschienen war, steht mit Firefox 63.0.2 nun ein Update exklusiv für die Android-Version von Firefox zum Download bereit.

Mit dem Update behebt Mozilla mehrere potentielle Absturzursachen. Außerdem wurde ein Flickern behoben, welches beim Scrollen auf Webseiten auftreten konnte. Schließlich wurde noch ein Fehler behoben, der verursachte, dass die Tab-Chronik-Anzeige bei langem Druck auf die Zurück-Taste nur beim ersten Mal funktionierte.

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November 08, 2018 10:36 PM

November 07, 2018

Sören Hentzschel

Die Neuerungen von Firefox 63 für Android

Neben Firefox für Desktop-Betriebssysteme hat Mozilla vor kurzem auch Firefox 63 für Android veröffentlicht. Dieser Artikel fasst die wichtigsten Neuerungen von Firefox 63 für Android zusammen.

Download Mozilla Firefox 63.0 für Android

Neben der Desktop-Version von Firefox 63 hat Mozilla vor kurzem auch Firefox für Android auf Version 63 aktualisiert. Die automatische Aktualisierung über den Play Store erfolgt wie immer schrittweise.

Mit dem Update spendiert Mozilla seinem Browser Unterstützung für Bild-in-Bild-Videos. Außerdem wurde Firefox für Android Oreo optimiert, was sich neben notwendigen Kompatibilitäts-Anpassungen unter anderem in der Verwendung eines adaptiven Homescreen-Icons zeigt.

Die Ruhe vor dem Sturm

Wer sich über die geringe Anzahl an sichtbaren Neuerungen wundert: Firefox für Android befindet sich derzeit in einer einer ruhigeren Entwicklungs-Phase, während Mozilla im Hintergrund an einem großen Neustart seines Android-Browsers arbeitet. Nichtsdestominder ist natürlich auch dieses Update wieder aus Gründen der Sicherheit und Web-Kompatibilität wichtig.

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November 07, 2018 10:25 PM

November 06, 2018

Sören Hentzschel

Mozilla veröffentlicht Firefox 63.0.1

Mozilla hat Firefox 63.0.1 veröffentlicht und behebt mit dem Update mehrere Probleme der Vorgängerversion.

Download Mozilla Firefox für Microsoft Windows, Apple macOS und Linux

Mit dem Update auf Firefox 63.0.1 hat Mozilla ein kleineres Fehlerbehebungs-Update veröffentlicht. Sicherheitslücken waren mit diesem Update keine zu schließen.

Ein Problem in Firefox 63 bestand darin, dass auf der Firefox-Startseite keine Snippets angezeigt worden sind. Ein weiteres Problem betraf die Druck-Vorschau und eine fehlerhafte Skalierung bei der Option, den Druck auf die Seitengröße anzupassen. Außerdem zeigte der Dialog beim Schließen mehrerer Fenster in manchen Sprachen Platzhalter-Variablen statt der korrekten Lokalisierung.

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November 06, 2018 10:46 PM

November 05, 2018

Sören Hentzschel

Mozilla veröffentlicht Firefox 63 – die Neuerungen

Mozilla hat vor kurzem Firefox 63 veröffentlicht. Auch Firefox 63 ist wieder randvoll gefüllt mit Neuerungen. Dieser Artikel fast die wichtigsten Neuerungen zusammen.

Download Mozilla Firefox für Microsoft Windows, Apple macOS und Linux

Mehr Sicherheit für Firefox-Nutzer

Geschlossene Sicherheitslücken

Auch in Firefox 63 hat Mozilla wieder zahlreiche Sicherheitslücken geschlossen, worunter auch einige sind, welche von Mozilla als besonders kritisch eingestuft werden. Alleine aus Gründen der Sicherheit ist ein Update auf Firefox 63 daher für alle Nutzer dringend empfohlen.

Mehr Privatsphäre für Firefox-Nutzer

Erweiterung des Content-Blockings

Einen Schutz vor Tracking durch Webseiten besitzt Firefox bereits seit einiger Zeit. Mit Firefox 62 hat Mozilla damit begonnen, diesen noch mehr in den Vordergrund zu stellen. In Firefox 63 führt Mozilla seine Bestrebungen weiter.

So wurde der Bereich des Content-Blockings komplett überarbeitet und ganz an den Anfang der Datenschutz-Einstellungen in der Einstellungs-Oberfläche von Firefox gesetzt.

Neben der bisherigen Einstellung, alle erkannten Elemente zur Aktivitätenverfolgung zu blockieren, gibt es hier nun eine neue Einstellung, um Cookies von eingebundenen externen Inhalten zu blockieren. Diese Option ist standardmäßig in Firefox 63 noch nicht aktiviert und erlaubt wahlweise, nur Cookies zu blockieren, welche zum Tracking genutzt werden, oder alle Cookies von Drittanbietern zu blockieren. Diese strikte Einstellung kann allerdings zu funktionalen Einschränkungen auf Webseiten führen.

Firefox 63

In diesem Zusammenhang wurde auch der mit Firefox 62 erst eingeführte Schalter im Hauptmenü zum schnellen An- und Abschalten des Tracking-Schutzes in einen einfachen Link zu den Content-Blocking-Einstellungen geändert.

Dies ist nur der Anfang einer größer angelegten Initiative, die Nutzer vor Tracking zu schützen. Firefox-Nutzer können in den nächsten Monaten noch einiges mehr erwarten. So ist beispielsweise das standardmäßige Blockieren von Drittanbieter-Cookies derzeit für Firefox 65 geplant.

Sichtbare Einstellung zur Konfiguration von DNS over HTTPS

Wikipedia beschreibt DNS over HTTPS mit den folgenden Worten:

DNS over HTTPS (DoH) ist ein Protokoll zur Durchführung einer DNS-Auflösung über das HTTPS-Protokoll. Das Ziel ist es, die Privatsphäre und Sicherheit der Benutzer zu erhöhen, indem das Abhören und Manipulieren von DNS-Daten durch Man-in-the-Middle-Angriffe verhindert wird.

Während Mozilla seit ein paar Monaten mit dieser Technologie experimentiert, kann unabhängig davon von jedem selbst DNS over HTTPS aktiviert werden. Dazu hat Mozilla in den Proxy-Einstellungen eine sichtbare Option implementiert.

Firefox 63

Mehr Geschwindigkeit für Firefox-Nutzer

Bessere Performance für Windows-Nutzer durch Compiler-Wechsel

Die Geschwindigkeit einer Anwendung ist nicht nur vom programmierten Code abhängig, sondern auch vom verwendeten Compiler. Ein Wechsel des für die Windows-Builds verwendeten Compilers von Microsofts MSVC auf Clang bringt Windows-Nutzern eine nicht unerhebliche Verbesserung der Geschwindigkeit. Damit nutzt Mozilla nun Clang für alle Plattformen.

Performance-Verbesserungen für Apple macOS

Aber auch Nutzer von Apple macOS dürfen sich über eine verbesserte Geschwindigkeit freuen. Durch sogenanntes Tab Warming wurde die Geschwindigkeit des Tab-Wechsels bereits in Firefox 61 für Nutzer von Windows und Linux verbessert. Mit Firefox 63 zieht Apple macOS nach. Das „Aufwärmen“ verbessert durch Vorbereitungen die gefühlte Performance , wenn der Benutzer die Maus über einen Tab bewegt und damit ein wahrscheinliches Interesse signalisiert, diesen Tab öffnen zu wollen.

Auch die allgemeine Reaktionsfähigkeit und CPU-Auslastung wurde durch einen Umbau unter der Haube auf Apple macOS spürbar verbessert. Auf Systemen mit mehreren Grafikkarten können WebGL-Anwendungen außerdem jetzt die Energie-sparsamere GPU anfragen.

OMTP für Linux

Auch für Linux gab es im Performance-Bereich eine nennenswerte Verbesserung. Off-Main-Thread Painting (OMTP) ist eine Verbesserung, welche das Grafik-Rendering betrifft. Technische Details dazu lassen sich hier nachlesen. OMTP wurde bereits in Firefox 58 für Windows und in Firefox 59 für Apple macOS aktiviert. In Firefox 63 wurde OMTP auch für Linux aktiviert.

Um das Ruckeln zu reduzieren, haben wir in dieser aktualisierten Version von Firefox Quantum eine verbesserte Engine integriert, die Inhalte effektiver lädt – mithilfe eines speziell dafür vorgesehenen CPU Thread. Diese Verbesserung sorgt dafür, dass Firefox Quantum nun noch schneller ist und auf bestimmten Webseiten gleichmäßiger läuft. Woher wir das wissen? Unsere Ingenieure haben einen Test entwickelt, der die Durchführung von schwerem JavaScript simuliert. Während dieses Tests hat sich gezeigt, dass sich die Bildwiederholungsrate von Firefox um 30% verbessert hat (von 31 auf 40 Frames pro Sekunde). – Mozilla Presse

Eigener WebExtension-Prozess für Linux

Die Multiprozess-Architektur von Firefox verbessert Stabilität, Reaktionsfreudigkeit sowie Sicherheit von Firefox, indem Browser und Content in separaten Prozessen ausgeführt werden. Neben dem Browser- und mehreren Content-Prozessen gibt es auch noch eigene Prozesse unter anderem für den Zugriff auf lokale Dateien oder für die Grafikkarte.

Nachdem auf Windows bereits seit Firefox 56 auch WebExtensions in einem eigenen Prozess ausgeführt werden und seit Firefox 61 auch auf Apple macOS, trifft dies ab Firefox 63 auch auf Linux zu.

Windows 10: Berücksichtigung des Dunkelmodus

Firefox verwendet nun automatisch sein dunkles Theme, wenn Windows 10 genutzt wird und dabei so konfiguriert wurde, dass Windows dunkel erscheinen soll. Bereits in Firefox 62 war eine entsprechende Berücksichtigung für Apple macOS Mojave implementiert worden.

USA: Such-Kacheln auf Firefox-Startseite

Die Firefox-Startseite, welche standardmäßig auch beim Öffnen eines neuen Tabs erscheint, besitzt verschiedene, vom Nutzer konfigurierbare Abschnitte, darunter ein Suchfeld und Kacheln mit den meistbesuchten Webseiten. Ein paar der Kacheln sind mit der Installation von Firefox bereits vorbelegt. Eine Änderung diesbeszüglich wurde in Firefox 62 bereits für einen Teil der Nutzer in den USA und wird mit Firefox 63 für alle Nutzer in den USA ausgerollt.

Es kommt standardmäßig eine Kachel von Google dazu – Google ist bekanntermaßen auch die Standard-Suchmaschine von Firefox – und die bereits vorhandene Kachel von Amazon wird geändert. Beide Kacheln fallen dadurch auf, dass sie zusätzlich zum Seiten-Logo auch eine Lupe in der Kachel haben.

Per Klick auf eine dieser speziellen Kacheln öffnet nicht etwa die Webseite von Google oder Amazon. Stattdessen springt der Cursor in die Adressleiste, wo bereits @google respektive @amazon vorausgefüllt ist. Der Nutzer muss also nur noch den Suchbegriff eingeben und kann auf diese Weise direkt auf der gewählten Webseite suchen. Die speziellen Schlüsselwörter @google und @amazon sind in der Adressleiste besonders hervorgehoben und funktionieren auch unabhängig vom neuen Tab, indem sie direkt in die Adressleiste eingegeben werden, wenn auf der jeweiligen Webseite gesucht werden soll. Die speziellen Schlüsselwörter funktionieren zusätzlich zu den Schlüsselwörtern, die der Nutzer für jede installierte Suchmaschine in den Firefox-Einstellungen festlegen kann.

 

Firefox 62 Such-Kacheln

Firefox 62 Such-Kacheln

Änderungen beim Beenden von Firefox

Wurde über about:config der Schalter browser.showQuitWarning auf true gesetzt, hatte Firefox bisher beim Beenden gefragt, ob die Sitzung gespeichert werden soll oder nicht. Dieses versteckte Feature wurde entfernt. Stattdessen hält sich Firefox nun immer an die entsprechende Einstellung zur Sitzungswiederherstellung. Das heißt, Firefox öffnet nun automatisch immer die letzte Sitzung, falls so konfiguriert, oder startet mit der eingestellten Startseite und erlaubt ein Öffnen der vorherigen Sitzung über das Firefox-Menü.

Wird Firefox über das Menü beendet, warnt Firefox jetzt auch auf diesem Weg über offene Fenster und Tabs.

Verhalten von Strg + Tabulator geändert

Mittels Tastenkombination Strg + Tabulator (macOS: Ctrl + Tabulator) kann zwischen geöffneten Tabs gewechselt werden. Bisher ist Firefox dabei immer von links nach rechts einen Tab weiter gewechselt. Ab Firefox 63 und nur in neuen Profilen wechselt Firefox in der Reihenfolge die Tabs, in welcher diese zuletzt verwendet worden sind. Wer das alte Verhalten bevorzugt, findet in den Firefox-Einstellungen eine sichtbare Option, um das Verhalten zu konfigurieren.

Verbesserungen für Firefox-Erweiterungen (WebExtensions)

Auch für Entwickler von WebExtensions gibt es wieder einige neue APIs und Verbesserungen bestehender APIs. Und das nicht zu knapp: Firefox 63 ist an der WebExtension-Front mit 112 geschlossenen Bugzilla-Tickets der größte Release seit Veröffentlichung von Firefox Quantum. Alle Verbesserungen aufzuzählen, würde den Rahmen des Artikels sprengen, daher gibt es an dieser Stelle nur eine Auswahl.

So kann ab sofort anstelle von execCommand() die neue W3C Clipboard API genutzt werden, um auf die Zwischenablage zuzugreifen, womit wesentlich komfortabler zu arbeiten ist. In Zusammenhang mit dem kommenden Multi-Tab-Management (siehe unten), an welchem Mozilla arbeitet, wurde die Tabs-API erweitert, so dass diese auch mit mehreren Tabs gleichzeitig umgehen kann. Eine neue Search-API erlaubt den Zugriff auf installierte Suchmaschinen. Die Theme-API erlaubt einige weitere optische Anpassungen der Firefox-Oberfläche, inklusive Sidebars und Firefox-Startseite. Theme-Experimente, welche wie WebExtension-Experimente nur in Vorab-Versionen von Firefox funktionieren, erlauben die Veränderung von jedem Element der Firefox-Oberfläche, auch wenn dafür keine Theme-Eigenschaft in der Theme-API existiert. Auch die API für Kontextmenüs hat viele Verbesserungen erhalten und wird in Firefox 64 ein weiterer Fokus sein. Diese Änderungen im Detail und noch viele weitere Neuerungen werden hier beschrieben.

Bei Berechtigungs-Anfragen, welche durch WebExtensions ausgelöst werden, zum Beispiel für den Standort-Zugriff, wird außerdem jetzt der Name der Erweiterung statt der Erweiterungs-ID im Berechtigungs-Dialog verwendet.

Verbesserungen der Webplattform

Unterstützung für Einstellung des Betriebssystems, auf Animationen zu verzichten

Die Betriebssysteme Windows und Apple macOS besitzen eine Einstellung, um Bewegungen zu reduzieren. Webentwickler können auf den Wert dieser Einstellung zurückgreifen und so die Vorlieben des Nutzers respektieren. Hierfür gibt es den Media Query prefers-reduced-motion. So könnte auf verspielte Animationen, die sonst für alle Nutzer auf Webseiten implementiert werden, für Nutzer mit entsprechender Einstellung verzichtet werden. Nach Apple Safari ist Firefox der zweite Browser, der Unterstützung hierfür anbietet. Für Linux existiert keine Unterstützung.

Unterstützung für Web Components

Web Components sind ein mächtiges Werkzeug für Webentwickler, da Web Components die Definition eigener Elemente erlauben. Dies hat verschiedene Vorteile. Beispielsweise können so komplexe Komponenten erstellt werden, welche auf der Webseite mehrfach in einfacher verwendet werden können. Ein anderer Anwendungsfall ist das Verstecken von Implementierungs-Details. So könnte beispielsweise eine Karten-Komponente erstellt werden, welche intern Google Maps nutzt und irgendwann durch OpenStreetMap ersetzt wird, ohne dass an der Einbindung auf der Webseite etwas geändert werden muss, weil einfach die Implementierung der Komponente geändert wird.

Auch für Firefox selbst sind Web Components ein wichtiges Puzzle-Teil, um langfristig von den proprietären Technologien XUL und XBL wegzukommen, so dass die Oberfläche von Firefox in Zukunft komplett mit Webtechnologie gebaut sein wird.

Sonstige Verbesserungen der Web-Plattform

Weitere Informationen zu Verbesserungen der Web-Plattform in Firefox 62 finden sich in den MDN web docs.

Neuerungen für Webentwickler

Unterstützung für Web Components

Passend zur Unterstützung des Web Components-Standards haben auch die Entwicklerwerkzeuge von Firefox 63 Unterstützung für diese erhalten. Eine Übersicht über die entsprechenden Funktionen gibt es im Mozilla-Blog.

Verbesserter Font-Editor unterstützt auch variable Schriften

Mit dem Font Editor besitzt Firefox ein großartiges Werkzeug, welches in anderen Browsern schmerzlich vermisst wird. Webentwickler erhalten hiermit eine einfache und effektive Möglichkeit, die korrekte Einbindung von Schriftarten zu testen. Dieser wurde in Firefox 63 überarbeitet und bietet nun auch Unterstützung für variable Schriften.

Variable Schriften sind eine neue Technologie, welche große Vorteile bei der Verwendung von Schrift auf Webseiten bringt. Unterschiedliche Schriftbilder wie fette oder kursive Schrift benötigen bisher separate Schriftdateien, womit die Verwendung von Schriftarten immer ein Balance-Akt zwischen Darstellung und Webseiten-Performance war, da natürlich die Ladezeit der Webseite darunter leidet, je mehr Schriftarten geladen werden. Variable Schriften hingegen beinhalten zusätzliche Daten, welche die Generierung verschiedener Stile zur Laufzeit mit nur einer Schrift-Datei ermöglichen.

Firefox 63

Verbesserter Responsive Design Modus (RDM)

Verbessert hat Mozilla auch den Responsive Design Modus (RDM). Die Einstellungs-Leiste ist nun über die volle Breite ganz oben positioniert. Eine neue Einstellung erlaubt eine Ausrichtung des Viewports auf der linken Seite statt in der Mitte.

Firefox 63

Anzeige, ob Ressourcen von Tracking-Schutz betroffen sind

Unabhängig davon, ob der Tracking-Schutz von Firefox aktiviert ist und entsprechende Ressourcen blockiert oder nicht, zeigt das Netzwerk-Panel der Entwicklerwerkzeuge bei allen Ressourcen ein entsprechendes Symbol an, wenn ein aktivierter Tracking-Schutz diese Ressource blockiert respektive blockieren würde.

Firefox 63

Sonstige Neuerungen für Webentwickler

Mozilla hat die optische Gestaltung des Menüs der Entwickler-Werkzeuge überarbeitet, so dass dieses nun besser zum Photon-Design von Firefox passt. In Firefox 61 wurde ein neues Werkzeug für Barrierefreiheit eingeführt. Nach weiteren Verbesserungen zunächst in Firefox 62 und nun in Firefox 63 ist dieses ab sofort standardmäßig sichtbar. Weitere Details zu diesem Werkzeug gibt es hier.

Weitere Informationen zu Änderungen für Webentwickler in Firefox 63 finden sich in den MDN web docs.

Abschaltung von Browser-Updates geändert

Browser-Updates sind alleine aus Gründen der Sicherheit absolut wichtig und sollten nicht deaktiviert werden. Dennoch bietet Mozilla in Firefox eine Einstellung an, um Browser-Updates zu deaktivieren. Dies funktioniert natürlich auch in Firefox 63 noch, allerdings anders als bisher. Der neue Weg wurde in einem eigenen Artikel behandelt.

Enterprise Features

Mit Firefox 60 hat Mozilla die sogenannte Enterprise Policy Engine eingeführt, welche vor allem Unternehmen eine einfache Anpassung von Firefox via GPO (Windows) oder eine policies.json-Datei (alle Betriebssysteme) erlaubt.

about:policies – Dokumentation und Übersicht

Mit about:policies hat Mozilla eine Seite in Firefox implementiert, welche zum einen eine vollständige Dokumentation aller möglichen Enterprise Policies darstellt, zum anderen in einem Tab alle aktiven Policies und in einem weiteren Tab Fehler anzeigt, falls eine Policy fehlerhaft verwendet wird. An der Umsetzung des Designs von about:policies war auch ich beteiligt.

Firefox 63

Neue Enterprise Policies

Firefox 63 unterstützt eine neue Policy, um DNS over HTTPS zu konfigurieren. Die Policy, um Zertifikate aus dem System-Zertifikatsspeicher zu laden, funktioniert nicht mehr nur unter Windows, sondern jetzt auch unter Apple macOS.

Tipp: Mit dem Enterprise Policy Generator wird die Konfiguration von Firefox zum Kinderspiel. Die aktuelle Version 4.1 ist bereits für Firefox 63 sowie Firefox ESR 60.3 angepasst.

Optionale Features

Unterstützung für neuen Video-Codec AV1

AV1 ist die neue Hoffnung im Bereich der Video-Codecs. Entwickelt wird dieser Codec von der Alliance for Open Media (AOMedia). Gründer dieser Allianz sind neben Mozilla auch noch Google, Microsoft, Intel, ARM, Nvidia, IBM, Cisco, Amazon und Netflix. Seit dem haben sich zahlreiche weitere Unterstützer angeschlossen, darunter Namen wie AMD, VideoLAN, Vidyo, CCN, Realtek und noch weitere.

Firefox 63 unterstützt die finale Version 1.0 des offenen und lizenzgebühren-freien Video-Codecs AV1. Standardmäßig ist die Unterstützung noch deaktiviert. Geplant ist die Aktivierung für Firefox 65. Wer bereits testen möchte, kann über about:config den Schalter media.av1.enabled per Doppelklick auf true setzen.

Entzug des Vertrauens für Symantec-Zertifikate

Ursprünglich war es geplant, Sicherheits-Zertifikaten der Symantec-Gruppe ab Firefox 63 nicht mehr zu vertrauen. Dies betrifft ebenfalls die zu Symantec gehörenden CAs Thawte, VeriSign, Equifax, GeoTrust sowie RapidSSL. Symantec hatte aufgrund verschiedener Vorfälle das Vertrauen der Browserhersteller verloren. Browserhersteller wie Mozilla und Google haben die Frist noch einmal verschoben. Wer bereits jetzt Symantec-Zertifikaten nicht mehr vertrauen möchte, kann über about:config den Wert des Schalters security.pki.distrust_ca_policy von „1“ auf „2“ setzen.

Multi-Tab-Management

Bislang kann immer nur maximal ein Tab gleichzeitig verschoben oder geschlossen werden. Mozilla arbeitet an einer neuen Fähigkeit für Firefox, welche es erlaubt, mit mehreren Tabs gleichzeitig zu interagieren. Dieses ließ sich erstmals in Firefox 62 aktivieren und testen. Da es in Firefox 63 viele Verbesserungen an diesem Feature gab, sei es an dieser Stelle ein weiteres Mal erwähnt. Zur Aktivierung muss über about:config der Schalter browser.tabs.multiselect per Doppelklick auf true gesetzt werden. Dann können mehrere Tabs mit gedrückter Strg-Taste (macOS: Cmd) markiert und per Kontextmenü gleichzeitig zum Beispiel geschlossen oder stumm geschaltet werden. Eine standardmäßige Unterstützung ist derzeit für Firefox 64 geplant.

Autoplay-Blocker

Bereits seit ein paar Versionen mehr hat Firefox einen versteckten Autoplay-Blocker, welcher die automatische Wiedergabe von Videos und Ton auf Webseiten blockiert. Dazu musste bisher über about:config der Schalter media.autoplay.enabled auf true gesetzt werden. Dieser Schalter existiert nicht länger. Dafür gibt es nun einen neuen Schalter media.autoplay.default mit „0“ als Standart-Wert. Eine Änderung auf „1“ entspricht dem bisherigen media.autoplay.enabled. Wird der Schalter stattdessen auf „2“ gesetzt, fragt Firefox jedes Mal nach. Wird media.autoplay.enabled.user-gestures-needed per Doppelklick auf true gesetzt, wird die neue Autoplay v2-Logik sowie eine sichtbare Oberfläche in den Firefox-Einstellungen aktiviert. Dort können dann auch Ausnahmen verwaltet werden.

Firefox 63

Sonstige Neuerungen in Firefox 63

Ein Problem von Firefox 62, welches verursachen konnte, dass die Autovervollständigung von URLs in der Adressleiste unter Umständen bei Lesezeichen nicht korrekt funktionierte, wurde in Firefox 63 behoben. Die Funktion, Lesezeichen in der Sidebar zu öffnen, wurde aus Firefox entfernt. Ebenso werden in neuen Profilen nicht länger die zwei dynamischen Lesezeichen für meistbesuchte Webseiten sowie kürzlich verwendete Schlagwörter angelegt. Dafür kam ein anderes Lesezeichen-Feature neu dazu: Bei Klick auf den Stern in der Adressleiste erscheint im Lesezeichen-Dialog nun eine zusätzliche Checkbox. Wird diese deaktiviert, dann wird ab dem nächsten Mal bei einfachem Klick auf den Stern die Seite sofort als Lesezeichen gespeichert, ohne zunächst den Dialog zu öffnen. Bei weiterem Klick steht dieser Dialog natürlich trotzdem zur Verfügung und dort kann das Verhalten dann auch wieder geändert werden.

Firefox 63

Wurde über about:config der Schalter browser.search.openintab auf true gesetzt, um bei Eingaben in die separate Suchleiste Seiten in einem neuen Tab zu öffnen, wird jetzt der aktuelle Tab verwendet, wenn dieser leer ist. Im Dialog zum Löschen der Chronik werden jetzt direkt alle Optionen angezeigt, ohne dass diese erst aufgeklappt werden müssen. Die Seite about:debugging zeigt standardmäßig nicht länger System-Erweiterungen an. Das lässt sich über about:config rückgängig machen, indem der Schalter devtools.aboutdebugging.showSystemAddons per Doppelklick auf true gesetzt wird. Die @-moz-document-Syntax wurde erweitert und erlaubt nun auch die Anpassung von Standalone-Bildern und Videos via userContent.css. Außerdem wurde der Umgang mit dem Kamera- und Mikrofon-Zugriff in Zusammenhang mit den neuen Sicherheitseinstellungen von macOS Mojave optimiert.

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November 05, 2018 09:30 PM

November 04, 2018

Sören Hentzschel

Firefox: Enterprise Policy Generator 4.1 veröffentlicht

Der Enterprise Policy Generator richtet sich an Administratoren von Unternehmen und Organisationen, welche Firefox konfigurieren wollen. Damit löst die Erweiterung den bekannten CCK2 Wizard in der Ära Firefox Quantum ab. Die neue Version 4.1 macht den Enterprise Policy Generator fit für Firefox 63 und Firefox ESR 60.3. Außerdem wurde ein Fehler behoben.

Enterprise Policy Generator

Download Enterprise Policy Generator für Firefox

Mit Firefox 60 und Firefox ESR 60 hat Mozilla die sogenannte Enterprise Policy Engine eingeführt. Die Enterprise Policy Engine erlaubt es Administratoren, Firefox über eine Konfigurationsdatei zu konfigurieren. Der Vorteil dieser Konfigurationsdatei gegenüber Group Policy Objects (GPO) ist, dass diese Methode nicht nur auf Windows, sondern plattformübergreifend auf Windows, Apple macOS sowie Linux funktioniert.

Zwar steht diese Erweiterung in keiner direkten Verbindung zum bekannten CCK2 Wizard, teilt aber die grundlegende Idee vom CCK2 Wizard, welcher in Firefox Quantum nicht mehr funktioniert. Der Enterprise Policy Generator wurde als Nachfolger vom CCK2 Wizard konzipiert – nur eben für Firefox Quantum und Enterprise Policies. Die Firefox-Erweiterung hilft bei der Zusammenstellung der sogenannten Enterprise Policies, so dass kein tiefergehendes Studium der Dokumentation und aller möglichen Optionen notwendig ist und sich Administratoren die gewünschten Enterprise Policies einfach zusammenklicken können. Mehr Informationen gibt es auf der Info-Seite zum Enterprise Policy Generator.

Neuerungen Enterprise Policy Generator 4.1.0

Verbesserungen und Fehlerbehebungen

Der Enterprise Policy Generator konnte bereits einen Hinweis anzeigen, wenn eine Enterprise Policy nur in Firefox ESR verfügbar ist. Eine neue Möglichkeit wurde implementiert, welche es erlaubt, auch andere Hinweise anzuzeigen. So kann beispielsweise angezeigt werden, wenn eine Policy nur auf bestimmten Betriebssystemen verfügbar ist.

Ein Fehler wurde behoben, welcher verursachte, dass die Reihenfolge von Lesezeichen falsch war, wenn eine Konfiguration gespeichert und zu einem späteren Zeitpunkt neu geladen worden ist.

Neue Enterprise Policies

Es wurde die Unterstützung für eine neue Policy hinzugefügt, um DNS over HTTPS zu konfigurieren. Diese Policy steht ab Firefox 63 zur Verfügung.

Bei der Policy, die Menüleiste zu verstecken, wurde ein Hinweis ergänzt, dass diese nur auf Windows und Linux funktioniert. Bei der Policy, um Zertifikate aus dem System-Zertifikatsspeicher zu laden, wurde ein Hinweis ergänzt, dass diese ab Firefox 63 auch auf Apple macOS funktioniert. Außerdem wurde ein Hinweis ergänzt, dass die Option, Zertifikate nicht aus dem System-Zertifikatsspeicher zu laden, erst ab Firefox 64 funktioniert.

Die Policy zum Deaktivieren des Firefox Safe Modes wurde entfernt, weil diese ausschließlich via GPO unter Windows und nicht via policies.json funktioniert.

Roadmap

Wer sich für die Pläne der kommenden Versionen interessiert, findet hier die aktuelle Roadmap. Auch können an dieser Stelle Vorschläge für Verbesserungen gemacht werden.

Entwicklung unterstützen

Wer die Entwicklung des Add-ons unterstützen möchte, kann dies tun, indem er der Welt vom Enterprise Policy Generator erzählt und die Erweiterung auf addons.mozilla.org bewertet. Auch würde ich mich sehr über eine kleine Spende freuen, welche es mir ermöglicht, weitere Zeit in die Entwicklung des Add-on zu investieren, um zusätzliche Features zu implementieren.

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November 04, 2018 05:50 PM

November 03, 2018

Sören Hentzschel

Programmiersprache: Rust 1.30 steht bereit

Kurz notiert: Rust ist eine Programmiersprache, in welcher die ebenfalls sich in Entwicklung befindliche neue Rendering-Engine von Mozilla geschrieben wird, die auf den Namen Servo hört. Mittlerweile steht Rust 1.30 bereit.

Für die Programmiersprache Rust, in welcher auch Mozillas Servo-Engine entwickelt wird, ist ein Release-Zyklus von sechs Wochen vorgesehen. Seit kurzem steht Rust 1.30 bereit. Wer sich für alle Highlights der neuen Version interessiert, findet wie immer in der offiziellen Release-Ankündigung weitere Informationen.

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November 03, 2018 10:34 PM

November 02, 2018

Sören Hentzschel

Firefox 65 unterstützt Bildformat WebP

Keinen Monat nach der Ankündigung, WebP in Firefox zu unterstützen, hat Mozilla nun die Unterstützung für das Bildformat in Firefox 65 implementiert.

WebP ist ein Bildformat, welches bereits vor acht Jahren von Google vorgestellt worden ist. Das Bildformat verspricht geringere Dateigrößen als PNG und JPG sowie die Unterstützung von Transparenz und Animationen. Hinsichtlich Browser-Unterstützung sah es bislang allerdings mager aus. Naheliegenderweise wurde WebP natürlich von Google Chrome sowie anderen Browsern unterstützt, welche die Google-Engine verwenden. Alle anderen großen Browserhersteller – das heißt Mozilla, Microsoft und Apple – haben an dem Bildformat keinen Gefallen gefunden. Mozilla hatte sich beispielsweise vor fünf Jahren intensiv mit WebP befasst und kam zu dem Ergebnis, dass WebP hinsichtlich Kompression keinen signifikanten Vorteil gegenüber JPEG oder Konkurrenzformaten wie JPEG XR und HEVC-MSP bringt.

Nachdem Microsoft Edge seit dem Oktober 2018-Update WebP unterstützt, hat auch Mozilla vor knapp einem Monat seine Pläne bekannt gegeben, WebP zu unterstützen. Nun ist die Unterstützung in der Nightly-Version von Firefox 65 implementiert und kann getestet werden. Noch ist die Unterstützung allerdings standardmäßig deaktiviert, kann über about:config aber aktiviert werden, indem der Schalter image.webp.enabled per Doppelklick auf true geschaltet wird. Die standardmäßige Aktivierung der WebP-Unterstützung kann in diesem Ticket verfolgt werden. Ob die Unterstützung von WebP in der finalen Version von Firefox 65 standardmäßig aktiviert sein wird, kann zu diesem Zeitpunkt noch nicht gesagt werden.

Firefox 65 erscheint nach aktueller Planung am 29. Januar 2019.

WebP
Abbildung: Geringere Dateigröße von WebP am Beispiel dieser Webseite

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November 02, 2018 07:35 PM

November 01, 2018

Sören Hentzschel

Mozilla veröffentlicht Firefox Lite 1.0 für Android

Mozilla hat Firefox Lite 1.0 veröffentlicht. Dabei handelt es sich um einen schlanken Browser für Android, der besonderes Augenmerk auf Privatsphäre und das Sparen von Daten legt.

Mozilla Taiwan hat seinem Browser Firefox Rocket einen neuen Namen gegeben. Mit dem neuen Namen Firefox Lite, einem neuen Logo und einer auf Version 1.0 zurückgesetzten Versionsnummer startet der schlanke Browser für Android damit quasi neu.

Firefox Lite 1.0

Zwar steht Firefox Lite nach wie vor nur in den offiziellen Google Play Stores von Indonesien, Indien, Thailand und den Philippinen zum Download bereit, doch ist gut vorstellbar, dass Mozilla nach diesem Rebranding den Browser auch in anderen Ländern offiziell zur Verfügung stellen wird. Wer die Installation von Apps aus anderen Quellen als dem Google Play Store aktiviert hat, kann Firefox Lite bereits jetzt von überall in der Welt über GitHub installieren.

Firefox Lite 1.0

Was ist das Besondere an Firefox Lite?

Firefox Lite ein Browser, der auf wesentliche Funktionen reduziert, aber trotzdem funktional ist. Features wie eine Synchronisation von Daten oder ein QR-Scanner sollten also nicht erwartet werden, während Funktionen wie Lesezeichen, Tabs oder das Suchen von Text auf einer Webseite auch hier vorhanden sind.

Firefox Lite 1.0

Firefox Lite verwendet das auf dem System des Anwenders bereits vorhandene Chromium WebView und nicht Mozillas Gecko-Engine, was sich ähnlich wie bei Firefox Klar in Zukunft aber ändern könnte. Auf der anderen Seite wäre es aufgrund des Schwerpunktes auf dem Sparen von Daten aber auch möglich, dass man hier langfristig auf WebView setzt, da dies einen Unterschied von ca. 35 MB in der App-Größe ausmacht, was gerade in ärmeren Ländern signifikant sein kann.

Direkt nach dem ersten Start und der Einführungstour weist Firefox Lite darauf hin, dass per einfachem Doppelklick auf den Startbildschirm die Farbe dessen geändert werden kann – eine simple, aber effektive Form der Anpassung, insbesondere da keine Drittanbieter-Themes installiert werden können.

Firefox Lite 1.0

Gegenüber vorherigen Versionen von Firefox Rocket fällt auf dem Startbildschirm auch auf, dass die dort standardmäßig hinterlegten Kacheln nicht mehr speziell auf Indonesien angepasst sind, stattdessen finden sich dort mit YouTube, Facebook, Wikipedia, Amazon, Twitter, Instagram, Reddit und LinkedIn global bekannte Webseiten. Ein Indiz dafür, dass Firefox Lite in Zukunft auch in anderen Märkten offiziell verfügbar sein wird?

Möchte man den Fokus von Firefox Lite kurz und knapp beschreiben, dann ließe sich das damit tun, dass es sich bei Firefox Lite um einen Browser handelt, der seinen Schwerpunkt auf Privatsphäre und das Sparen von Daten legt. So blockiert der standardmäßig aktivierte Turbo-Modus Elemente von bekannten Trackern und damit auch einen Großteil der Werbung, Bilder können praktisch mit einem Knopfdruck blockiert werden und es können Screenshots von kompletten Webseiten angelegt werden, welche auch dann zur Verfügung stehen, wenn das Gerät nicht mit dem Internet verbunden ist.

Firefox Lite 1.0

Und wie andere Firefox-Produkte besitzt auch Firefox Lite einen privaten Modus, welcher keine Surf-Spuren auf dem Gerät hinterlässt.

Firefox Lite 1.0

Neu gegenüber der vorherigen Version von Firefox Rocket ist ein Nachtmodus. Wird dieser aktiviert, verdunkelt sich der Bildschirm. Den Grad der Verdunkelung kann der Nutzer einstellen. Nettes Detail: Auf dem Hintergrund des Startbildschirms erscheinen Sterne, passend zur Nacht.

Firefox Lite 1.0

Fazit: Firefox Lite

Firefox Lite ist ein schlanker Browser für Android und empfehlenswert für alle, welche Wert auf Privatsphäre sowie Datensparsamkeit legen und nicht alle Features des großen Firefox-Browsers benötigen, denen Mozillas dritter Browser Firefox Klar aber wieder zu speziell ist. Die weitere Entwicklung von Firefox Lite wird auch in Hinblick auf die komplette Neuentwicklung von Mozillas großem Firefox-Browser interessant sein, da auch dieser vermutlich zunächst einige Features nicht haben wird, die es aktuell gibt.

Übrigens: Von Mozilla Taiwan, dem Entwickler von Firefox Lite, ist vor zwei Wochen auch die öffentliche Beta-Phase von Firefox ScreenshotGo gestartet, einer neuen Screenshot-App für Android.

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November 01, 2018 02:36 PM

October 22, 2018

Sören Hentzschel

Firefox: Auslieferung von WebRender verzögert sich

Der aus dem Servo-Projekt stammende WebRender soll die Grafikkarte stärker als bisher einbeziehen und so für eine deutlich verbesserte Firefox-Performance sorgen. Was die standardmäßige Aktivierung für einen Teil der Nutzer der Beta-Version von Firefox 64 betrifft, ist Mozilla im Plan. Allerdings wird sich die Auslieferung in einer finalen Version von Firefox um ein paar Monate verzögern.

WebRender stammt wie die mit Firefox 57 eingeführte CSS-Engine Stylo ebenfalls aus Mozillas Next-Generation-Engine Servo und ist in der Programmiersprache Rust geschrieben. Es handelt sich bei WebRender um einen Renderer für Webseiten-Inhalte, welcher unter stärkerer Einbeziehung der Grafikkarte als bisher im Grunde wie eine Spiele-Engine arbeitet, aber für das Rendering von Web-Content optimiert ist und dadurch große Performance-Vorteile liefern soll.

In der Nightly-Version von Firefox ist WebRender bereits für einen Teil der Nutzer aktiviert. Die anfängliche Zielgruppe setzt sich aus Nutzern zusammen, welche Windows 10 als Betriebssystem sowie eine halbwegs moderne Grafikkarte von Nvidia einsetzen. Außerdem ist WebRender derzeit noch deaktiviert, wenn ein Gerät mit Akku eingesetzt wird.

Für eben jene Zielgruppe wird WebRender auch aktiviert sein, wenn Firefox 64 in ein paar Tagen als Beta-Version verfügbar ist. Ursprünglich war geplant, dass WebRender für die genannte Zielgruppe dann in der finalen Version von Firefox 65 standardmäßig aktiviert sein wird. Nachdem Mozilla erkannt hat, dass hierfür noch etwas mehr Arbeit erforderlich ist, wurde dieser Meilenstein nun auf Firefox 67 verschoben. Allerdings wird man in den finalen Versionen von Firefox 64, Firefox 65 und Firefox 66 jeweils Tests mit einem Teil der Nutzer mit einem qualifizierten System durchführen.

Firefox 67 erscheint nach aktueller Planung am 14. Mai 2019. In späteren Firefox-Versionen soll WebRender natürlich auch für weitere Betriebssysteme und weitere Grafikkarten aktiviert werden.

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October 22, 2018 09:15 PM

October 21, 2018

Sören Hentzschel

Mozilla startet Test von VPN-Dienst

Mozilla wird morgen den Test eines kostenpflichtigen VPN-Dienstes starten. Dieser bietet nicht nur eine sichere und geschützte Internet-Verbindung für den Nutzer, auch trägt die Nutzung von Mozillas VPN-Dienst zur Finanzierung von Firefox bei.

Mozilla wird morgen, am 22.10.2018, den Test eines Premium-Dienstes für einen Teil der Nutzer von Firefox 62 und höher in den USA beginnen. Dafür hat man eine Partnerschaft mit dem Schweizer VPN-Dienstleiter ProtonVPN geschlossen, dessen Unternehmen auch hinter dem beliebten E-Mail-Dienst ProtonMail steht, dem nach eigenen Angaben weltweit größten sicheren E-Mail-Provider.

Was ist ein VPN und brauche ich das überhaupt?

VPN steht für „Virtuelles Privates Netzwerk“. Eine ausführliche Beschreibung des Konzeptes lässt sich unter anderem auf Wikipedia nachlesen. Die vereinfachte Kurzfassung ist, dass mit einem VPN keine direkte Kommunikation über das Internet, sondern eine verschlüsselte Verbindung zwischen Anwender und VPN-Dienst besteht, welcher wiederum die Kommunikation mit dem Internet übernimmt. Die Frage, ob man ein VPN benötigt oder nicht, muss jeder für sich selbst beantworten. Anwendungsfälle sind unter anderem die sichere Nutzung öffentlicher WLAN-Netzwerke, welche häufig unverschlüsselt sind. Gerne werden VPNs auch im Unternehmensumfeld eingesetzt, beispielsweise um Home Office in einer sicheren Weise zu ermöglichen. Das VPN schützt davor, dass sensible Informationen von Unbefugten mitgelesen werden können. Ein weiteres Szenario ist die Umgehung von Geo-Sperren, also die Freischaltung von Inhalt, welcher nur in bestimmten Regionen zur Verfügung steht.

Gemeinsam von Mozilla und ProtonVPN

Da Mozilla selbst ein unbeschriebenes Blatt auf dem VPN-Markt ist, hat sich Mozilla hierfür einen starken Partner gesucht. Fündig wurde man in der Schweiz bei ProtonVPN. Mozilla hat sich nach eigenen Angaben den bestehenden VPN-Markt angesehen und sich dann vor allem aus drei Gründen für ProtonVPN entschieden.  Zum einen habe man deren Sicherheits-Praktiken analyisiert, um sicherzugehen, dass sie das höchste Maß an Schutz vor Hackerangriffen bieten. Außerdem protokolliert und speichert ProtonVPN keine Informationen über das Browsing-Verhalten der Nutzer. Schließlich hätte man eine gemeinsame Mission – beide setzen sich für Datenschutz und Sicherheit im Web ein.

Mozilla und ProtonVPN

Mozilla startet Test in den USA

Mozilla startet klein und beginnt den Test mit einem Teil der Nutzer in den USA. Dort weist Firefox in einer bestimmten Situation auf die Option der Nutzung von ProtonVPN hin. Diese Situation kann beispielsweise die Verbindung mit einem unverschlüsselten öffentlichen WLAN sein. Andere Auslöser können der Besuch einer Webseite sein, die in Zusammenhang mit dem Privatsphäre-Thema steht, zum Beispiel disconnect.me oder strongvpn.com, der Besuch einer Streaming-Webseite wie netflix.com oder hulu.com, oder ganz allgemein, nachdem Firefox eine Weile benutzt worden ist. Welcher Auslöser genutzt wird, hängt davon ab, in welcher Testgruppe man landet. Es werden nicht alle Auslöser gleichzeitig für alle Nutzer aktiviert.

Mozilla und ProtonVPN

Warum kostet der Dienst Geld? Warum nicht direkt ProtonVPN nutzen?

Die Bereitstellung einer VPN-Infrastruktur kostet nachvollziehbarerweise Geld, darum sind auch VPN-Dienste in der Regel nicht oder nur mit Einschränkungen kostenlos. Dementsprechend kostet auch der von Firefox beworbene VPN-Dienst Geld. Die Kosten belaufen sich dabei auf 10 Dollar pro Monat. Dazu gibt es eine 30-tägige Geld-Zurück-Garantie.

Mozilla und ProtonVPN

Natürlich ist die Frage berechtigt, wieso ein VPN-Abo über Mozilla und nicht direkt über ProtonVPN abgeschlossen werden sollte. Immerhin bietet ProtonVPN ja selbst verschiedene Preisstufen ein, darunter eine für ebenfalls 10 Dollar pro Monat.

Der Unterschied ist der, dass bei einer Nutzung von Mozillas Angebot auch Mozilla daran etwas verdient. Damit Mozilla Firefox entwickeln und seine Mission für das Web vorantreiben kann, braucht es sehr viel Geld. Derzeit ist Mozilla zum größten Teil von Suchmaschinen-Anbietern, allen voran Google, abhängig. Das Anbieten von kostenpflichtigen Premium-Diensten wie diesem ermöglicht es Mozilla, seine Abhängigkeit von Google zu reduzieren und damit auch einen Beitrag zur langfristigen Sicherung von Firefox zu leisten.

Tipp: Eine weitere Möglichkeit, Mozilla zu unterstützen, ist die Verwendung eines Premium-Accounts bei Pocket. Pocket kann aber auch kostenlos genutzt werden. Pocket ist seit 2017 Teil von Mozilla.

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October 21, 2018 12:39 PM

October 20, 2018

Sören Hentzschel

Firefox 64: Unterstützung für WebVR auf Apple macOS aktiviert

Nach einem ersten Anlauf in Firefox 60 wird Mozilla nun in Firefox 64 die Unterstützung für Virtuelle Realität (VR) im Web für das Betriebssystem Apple macOS aktivieren.

Wikipedia beschreibt Virtuelle Realität (VR) mit den folgenden Worten:

„Als virtuelle Realität, kurz VR, wird die Darstellung und gleichzeitige Wahrnehmung der Wirklichkeit und ihrer physikalischen Eigenschaften in einer in Echtzeit computergenerierten, interaktiven virtuellen Umgebung bezeichnet.“

In Firefox für Windows ist die Unterstützung für Virtuelle Realität bereits seit Firefox 55 aktiviert. Für Apple macOS wurde die Unterstützung ursprünglich in Firefox 60 aktiviert, dann auf Grund von Problemen zum damaligen Zeitpunkt in Firefox 60.0.1 wieder deaktiviert. Die Probleme sind gelöst und Mozilla hat die Unterstützung für WebVR auf Apple macOS nun für Firefox 64 aktiviert. Firefox 64 soll am 11. Dezember 2018 erscheinen.

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October 20, 2018 09:26 PM

October 18, 2018

Sören Hentzschel

Firefox Nightly ab sofort mit doppelter Anzahl an Content-Prozessen

Mozilla hat in der Nightly-Version von Firefox die Anzahl der standardmäßig aktivierten Content-Prozesse von vier auf acht verdoppelt. In Zukunft sollen es weit mehr werden.

Die Multiprozess-Architektur von Firefox trennt Browser- und Content-Prozesse voneinander, wobei sich mehrere Tabs in der Regel einen Content-Prozess teilen, da Firefox standardmäßig nur vier Content-Prozesse aktiviert hat. Eine Erhöhung der Content-Prozesse verbessert grundsätzlich die Sicherheit, Stabilität und Reaktionsfreudigkeit des Browsers, führt aber auch zu einem erhöhten Ressourcen-Verbrauch, da jeder Prozess einen gewissen Ressourcen-Overhead mit sich bringt.

Mozilla arbeitet hart daran, diesen Overhead zu reduzieren, denn das Ziel, an welchem Mozilla unter dem Projektnamen Fission arbeitet, ist eine Site Isolation, das heißt, dass für jeden sogenannten Origin ein eigener Prozess genutzt wird, was bei ein paar hundert Tabs auch entsprechend viele Prozesse bedeuten kann. Der Vorteil liegt auf der Hand: In den angeführten Punkten wie Stabilität und Sicherheit wird Firefox noch stärker.

Doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg, denn noch liegt der Overhead bei rund 40 MB pro Prozess. Das ist ein Wert, der noch um einiges fallen muss, wenn die Anzahl der Content-Prozesse deutlich höher ausfallen soll. Nachdem Mozilla bereits einige Optimierungen vorgenommen hat, ist mit der Erhöhung der standardmäßig aktivierten Content-Prozesse von vier auf acht nun ein erster Schritt in die gewünschte Richtung getan. Initiale Messungen von Mozilla haben gezeigt, dass Firefox mit acht Content-Prozessen noch immer einen geringeren Ressourcen-Verbrauch als Chrome hat.

Diese Erhöhung der standardmäßig aktivierten Content-Prozesse ist zunächst noch auf Nightly-Versionen von Firefox beschränkt, wird also nicht in der finalen Version von Firefox 64 ausgeliefert werden. Wer die Anzahl der Content-Prozesse reduzieren möchte, kann dies ganz einfach in den Firefox-Einstellungen unter Allgemein im Abschnitt Leistung machen.

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October 18, 2018 09:51 PM

October 17, 2018

Sören Hentzschel

Unterstützung für TLS 1.0 und TLS 1.1 wird Anfang 2020 eingestellt

Mozilla, Microsoft, Apple und Google haben zeitgleich bekanntgegeben, die Unterstützung für die veralteten Verschlüsselungs-Protokolle TLS 1.0 und TLS 1.1 Anfang 2020 einzustellen.

Alle großen Browserhersteller werden die Unterstützung für das Transport Layer Security-Protokoll (TLS), häufig umgangssprachlich auch wie das Vorgänger-Protokoll Secure Sockets Layer als SSL bezeichnet, in den Versionen 1.0 und 1.1 Anfang 2020 einstellen. Dies gaben Mozilla, Microsoft, Apple und Google gemeinsam bekannt. Im Falle von Firefox wird die Änderung demnach mit Firefox 66 im März 2019 erfolgen. Vorab-Versionen von Firefox werden natürlich schon zu einem früheren Zeitpunkt betroffen sein.

Bis dahin wird TLS 1.0 bereits über 21 Jahre alt sein. TLS 1.1 bot nur geringfügige Verbesserungen gegenüber TLS 1.0 und wird zeitgleich nicht mehr unterstützt werden. Aus Sicherheitsgründen sollte das mittlerweile auch schon einige Jahre alte TLS 1.2 oder das in diesem Jahr neu veröffentlichte TLS 1.3 genutzt werden. Telemetrie-Daten von Firefox sagen aus, dass TLS 1.0 und TLS 1.1 insgesamt noch etwa 1,2 Prozent aller Verbindungen ausmachen. Im Falle von Microsoft Edge sollen es noch 0,72 Prozent sein und bei Chrome 0,5 Prozent. Für Safari nennt Apple einen Wert von weniger als 0,36 Prozent.

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October 17, 2018 09:38 PM

October 16, 2018

Sören Hentzschel

Screenshot-App: Mozilla veröffentlicht Public Beta von Firefox ScreenshotGo für Android

Mozilla Taiwan hat die erste öffentliche Beta-Version einer neuen Screenshot-App für Android veröffentlicht. Die App hört auf den Namen Firefox ScreenshotGo.

Wie schon der ebenfalls von Mozilla Taiwan entwickelte Browser Firefox Rocket steht auch Firefox ScreenshotGo offiziell zunächst nur in Indonesien zur Verfügung. Wer die Installation von Apps aus anderen Quellen als dem Google Play Store aktiviert hat, kann Firefox ScreenshotGo allerdings von überall in der Welt ganz einfach über GitHub installieren.

Firefox ScreenshotGo

Firefox ScreenshotGo hilft bei der Verwaltung von Screenshots. Auf dem Gerät aufgenommene Bildschirmfotos können in sogenannten Kollektionen organisiert werden. Ein Löschen von Screenshots ist natürlich genauso über die App möglich wie das Teilen der Bilder über die Sharing-Funktion von Android. Optional kann eine Schaltfläche aktiviert werden, welche permanent auch über anderen Anwendungen erscheint und so eine bequeme Aufnahme von Screenshots erlaubt.

Firefox ScreenshotGo

Firefox ScreenshotGo

Firefox ScreenshotGo

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October 16, 2018 08:09 PM

October 15, 2018

Sören Hentzschel

Mozilla veröffentlicht Firefox Rocket 3.3

Mozilla hat Firefox Rocket 3.3 für Android veröffentlicht. Bei Firefox Rocket handelt es sich um einen spezialisierten Browser mit Funktionen zum Sparen von Daten, welcher offiziell nur in wenigen Märkten angeboten wird, aber auch überall sonst installiert werden kann.

Im Oktober 2017 hat Mozilla die erste Version von Firefox Rocket für Android veröffentlicht. Ähnlich wie Firefox Klar ist auch Firefox Rocket ein sehr reduzierter Browser mit einem besonderen Fokus, der viele Funktionen des großen Firefox-Bruders nicht besitzt. Der Fokus bei Firefox Rocket liegt auf dem Sparen von Daten und damit gerade in Entwicklungsländern auch auf dem Sparen von Geld. So kann per Knopfdruck ein sogenannter Turbo-Modus aktiviert werden, welcher Werbung und Tracker blockiert, über eine weitere Schaltfläche können Bilder auf Webseiten deaktiviert werden und eine andere Schaltfläche erlaubt die Bildschirm-Aufnahme von Webseiten, welche über den sichtbaren Bereich hinausgehen und auch dann zur Verfügung stehen, wenn gerade keine Internetverbindung besteht.

Kürzlich hat Mozilla Firefox Rocket in Version 3.3 veröffentlicht. Dabei handelt es sich um ein kleineres Update. Gegenüber der vorherigen Version ist eine sichtbare Neuerung hervorzuheben: die Möglichkeit, auf Webseiten nach Text zu suchen.

Firefox Rocket 3.3

Offiziell angeboten wird Firefox Rocket bislang nur in Indonesien, Indien, Thailand und auf den Philippinen. Wer die Installation von Apps aus anderen Quellen als dem Google Play Store aktiviert hat, kann Firefox Rocket aber von überall in der Welt über GitHub installieren.

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October 15, 2018 08:46 PM

October 14, 2018

Sören Hentzschel

Mozilla veröffentlicht Firefox für Amazon Echo Show, ist bereits vorinstalliert

Nach Firefox für das Amazon Fire TV gibt es nun auch Firefox für das Amazon Echo Show. Firefox ist auf dem Amazon Echo Show sogar bereits vorinstalliert – und per Software-Update auch auf Geräten der ersten Generation.

Für das Amazon Fire TV sowie den Amazon Fire TV Stick bietet Mozilla bereits einen Firefox-Browser an. Dieser kann ganz einfach aus dem Amazon-Store heruntergeladen werden. Für das Amazon Echo Show gibt es von Mozilla jetzt ebenfalls einen Firefox-Browser. Dieser ist auf den neuen Geräten der zweiten Generation neben Amazons eigenem Silk-Browser bereits vorinstalliert. Aber auch Nutzer eines Gerätes der ersten Generation dürfen sich freuen, denn per Software-Update wird Firefox auch auf diesen Geräten installiert.

Firefox für das Amazon Echo Show ist in der ersten Version noch ein sehr einfacher Browser ohne viele Funktionen. Die Kacheln auf der Startseite, um schnell auf seine Lieblings-Seiten zugreifen zu können, sind aber bereits anpassbar. Standardmäßig gibt es bereits Kacheln von Google, YouTube sowie Wikipedia. Ebenso lassen sich bereits Cookies und Websitedaten löschen und Telemetrie ist natürlich auch hier, wie in jedem Firefox-Produkt, optional. Außerdem sind die Sprach-Kommandos „Alexa, open Firefox“, „Alexa, open Youtube“, „Alexa, open Google“ und „Alexa, open Bing“ implementiert.

Firefox für Amazon Echo Show

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October 14, 2018 09:13 PM

October 08, 2018

Sören Hentzschel

Firefox bekommt Unterstützung für Bildformat WebP

Kurz nach der Unterstützung von WebP in Microsoft Edge zieht Mozilla nach und plant die Unterstützung von Googles Bildformat in Firefox für den Desktop sowie für Android.

WebP ist ein Bildformat, welches bereits vor acht Jahren von Google vorgestellt worden ist. Das Bildformat verspricht geringere Dateigrößen als PNG und JPG sowie die Unterstützung von Transparenz und Animationen. Hinsichtlich Browser-Unterstützung sah es bislang allerdings mager aus. Naheliegenderweise wurde WebP natürlich von Google Chrome sowie anderen Browsern unterstützt, welche die Google-Engine verwenden. Alle anderen großen Browserhersteller – das heißt Mozilla, Microsoft und Apple – haben an WebP keinen Gefallen gefunden. Mozilla hatte sich beispielsweise vor fünf Jahren intensiv mit WebP befasst und kam zu dem Ergebnis, dass WebP hinsichtlich Kompression keinen signifikanten Vorteil gegenüber JPEG oder Konkurrenzformaten wie JPEG XR und HEVC-MSP bringt.

Neben anderen Faktoren kommt vor allem auch mit der Unterstützung von WebP in Microsoft Edge nach dem Oktober 2018-Update für Windows 10 bei Mozilla wieder Bewegung in das Thema: Mozilla plant nun offiziell die Unterstützung von WebP in Firefox. In der ersten Jahreshälfte 2019 soll es soweit sein. Die Unterstützung ist sowohl in Firefox für den Desktop als auch in Firefox für Android geplant. Nutzer von Firefox für iOS müssen vermutlich weiterhin verzichten, denn von Apple gibt es nach wie vor keine Anzeichen dafür, dass WebP in Zukunft unterstützt werden könnte. Und da Browserhersteller im Falle von iOS auf Apple angewiesen sind, besteht hier schlicht keine Möglichkeit, WebP zu unterstützen.

Browserhersteller tun sich mit der Adaption neuer Medienformate schwer, da es viele konkurrierende Formate gibt und die Unterstützung neuer Formate eine Entscheidung ist, die sehr großen Einfluss auf das Web hat und zu einer Unterstützung für viele Jahre verpflichtet, weil die Unterstützung eines Medienformats aus Kompatibilitätsgründen nicht einfach wieder rückgängig gemacht werden kann.

Die Zusage, WebP in Firefox unterstützen zu wollen, ändert derweil nichts an Mozillas Plänen, das sich noch in Entwicklung befindliche Bildformat AVIF vorantreiben zu wollen. AVIF basiert auf dem neuen lizenzfreien Video-Codec AV1 der Alliance for Open Media.

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October 08, 2018 09:51 PM

October 03, 2018

Sören Hentzschel

Firefox Klar 7.0 mit Quantum-Engine und überarbeitetem Design ist da

Firefox Klar ist ein spezialisierter Privatsphäre-Browser aus dem Hause Mozilla, der sowohl für Android als auch für iOS neben dem regulären Firefox existiert. Mozilla hat mit Firefox Klar 7.0 nun ein großes Update für beide Plattformen veröffentlicht. Zu den Neuerungen gehören unter anderem optionale Suchvorschläge sowie ein überarbeites Design. Und die Android-Version läuft ab sofort mit der gleichen Engine wie Firefox Quantum.

Download Mozilla Firefox Klar für Google Android
Download Mozilla Firefox Klar für Apple iOS

Für seinen Privatsphäre-Browser Firefox Klar (internationaler Name: Firefox Focus) hat Mozilla sowohl für Android als auch für Apple iOS ein Update auf Version 7.0 veröffentlicht.

Überarbeitetes Design für Android und iOS

Passend zu den neuen Betriebssystem-Versionen Android Pie sowie iOS 12 hat Mozilla das Design von Firefox Klar überarbeitet, um optimal mit diesen zu harmonieren und moderner zu erscheinen. Bereits im Juli wurde auf diesem Blog eine exklusive Vorschau auf das neue Design für Android gegeben.

Zusätzlich werden auf dem Startbildschirm ab sofort Hinweise zu Funktionen von Firefox Klar gegeben. Wird eine Seite über das Papierkorb-Symbol geschlossen, erscheint ein anderer Hinweis auf dem Startbildschirm. Für Nutzer von iOS steht diese Funktion derzeit allerdings noch nur in englischer Sprache zur Verfügung.

Firefox Klar 7.0

Optionale Such-Vorschläge für Android und iOS

Firefox Klar kann nun auch direkt während der Eingabe von Begriffen in die Adressleiste Such-Vorschläge machen, welche von der eingestellten Standard-Suchmaschine kommen. Das ist ein praktisches Feature, da man Zeit sparen kann. Allerdings muss dafür für jede Eingabe der Anbieter der eingestellten Standard-Suchmaschine kontaktiert werden. Aus diesem Grund und weil Firefox Klar ein Browser mit Fokus auf Privatsphäre ist, ist diese Funktion standardmäßig zwar vorhanden, aber nicht aktiviert. Der Nutzer wird zum einen direkt bei der Eingabe in die Adressleiste gefragt, ob die Such-Vorschläge aktiviert werden sollen – was natürlich auch dauerhaft verneint werden kann -, kann diese ansonsten aber auch jederzeit über die Einstellungen der App aktivieren respektive wieder deaktivieren.

Firefox Klar 7.0

Firefox Klar für Android mit Quantum-Engine

Zur Darstellung der Webseiten wird bislang, wie bei den meisten anderen Android-Browsern auch, die Chromium-Engine verwendet, in Firefox Klar in Form von Chromium WebView, was bereits auf jedem Gerät vorinstalliert ist. Mit dem Update auf Firefox Klar 7.0 ändert sich das: ab sofort verwendet der Privatsphäre-Browser Mozillas eigene Gecko-Engine – zunächst für zehn Prozent der Nutzer, später für weitere Nutzer. Das ist die gleiche Engine wie in Firefox Quantum. Eine Folge davon ist, dass die Dateigröße der App deutlich angestiegen ist, da nun eine komplette Rendering-Engine mitgeliefert werden muss. Auf der anderen Seite ist dies nicht nur gut für die Vielfalt im Browsermarkt: Nutzer sollen davon vor allem in weiteren Updates profitieren. Denn der Umstieg auf Mozillas eigene Engine soll weitere Verbesserungen der Privatsphäre ermöglichen, wo Chromium WebView Grenzen setzt. Und: Mozillas Implementierung der Gecko-Engine in Form der neuen GeckoView-Bibliothek lädt bereits in dieser frühen Form Webseiten 20 Prozent schneller als die Gecko-Engine in Firefox für Android – zusätzlich zu den ganzen Zeit-Ersparnissen durch all die blockierten Tracking-Elemente. Übrigens arbeitet Mozilla auch an einer Neu-Entwicklung von Firefox für Android auf Basis von GeckoView. Darauf müssen Nutzer allerdings noch ein paar Monate warten.

Siri-Shortcuts für Apple iOS

Außerdem neu dabei: Siri-Shortcuts für Apple iOS, also anpassbare Sprach-Befehle, um beispielsweise die Lieblings-Seite zu öffnen oder die Browser-Sitzung zu löschen.

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October 03, 2018 09:25 PM

October 02, 2018

Sören Hentzschel

Mozilla veröffentlicht Firefox 62.0.3

Mozilla hat Firefox 62.0.3 veröffentlicht. Bei Firefox 62.0.3 handelt es sich um ein Sicherheits-Update, zusätzlich werden zwei Probleme für Nutzer von Apple macOS behoben.

Download Mozilla Firefox 62.0.3 für Microsoft Windows, Apple macOS und Linux

Mit dem Update auf Firefox 62.0.3 schließt Mozilla zwei als kritisch eingestufte Sicherheits-Schwachstellen, weswegen das Update für alle Nutzer empfohlen ist. Für Nutzer von Apple macOS kommen noch zwei weitere Korrekturen dazu. Zum einen wurde ein Problem mit der Flash-Sandbox korrigiert, welches die Wiedergabe von DRM-geschützten Flash-Streams verhindern konnte. Das andere korrigierte Problem betrifft ausschließlich Nutzer der ganz aktuell veröffentlichten Version macOS Mojave. Dort konnte es bei verschiedenen Dialog-Fenstern zu einem Einfrieren von Firefox kommen.

Bei Firefox 62.0.3 für Android handelt es sich um ein reines Sicherheits-Updates ohne weitere Bugfixes.

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October 02, 2018 08:55 PM

October 01, 2018

Sören Hentzschel

Mozilla führt Wiederherstellungsschlüssel für Firefox Account ein

Nutzer, welche das Passwort für ihren Firefox Account vergessen haben, konnten dieses bislang zurücksetzen, haben dabei aber serverseitig synchronisierte Daten wie Lesezeichen, Chronik und Passwörter verloren. Mit dem Wiederherstellungsschlüssel führt Mozilla nun eine Möglichkeit ein, bei welcher im Falle eines Passwort-Vergessens keine Daten verloren gehen.

Wer die Synchronisations-Funktion von Firefox nutzt, um von überall aus Zugriff auf Daten wie Lesezeichen, Chronik und Passwörter zu haben, muss sich um die Sicherheit seiner Daten wenig Sorgen machen. Da die Daten bereits clientseitig verschlüsselt werden und sich die Verschlüsselung auch aus dem Passwort des Nutzers ableitet, hat nicht einmal Mozilla Zugriff auf die Daten – und damit selbst bei entsprechender Anfrage auch keine Behörde. Was gut für die Sicherheit der Daten ist, hat aber auch einen Nachteil: Vergisst der Nutzer sein Passwort und muss daher ein neues Passwort festlegen, ändert sich dadurch auch der Schlüssel zum Lesen der Daten und es besteht auf dem Server kein Zugriff mehr auf die Daten. Kurz: Das Vergessen des Passworts bedeutete bisher unter Umständen auch einen Verlust von Daten.

Dass dies nicht optimal ist, liegt auf der Hand. Darum führt Mozilla sogenannte Wiederherstellungsschlüssel ein. Dabei handelt es sich um eine Zeichenkette, bestehend aus Buchstaben und Ziffern. Dieses optionale Feature erlaubt das Zurücksetzen des Passworts, ohne den Zugriff auf die sychronisierten Daten zu verlieren. Einzige Voraussetzung: Der Wiederherstellungsschlüssel muss aktiviert werden, bevor der Nutzer sein Passwort vergisst. Den Wiederherstellungsschlüssel sollte man sich dann notieren und an einem sicheren Ort aufbewahren, so dass man im Notfall darauf zugreifen kann. Jeder Wiederherstellungsschlüssel kann nur einmal genutzt werden. Sobald ein solcher also genutzt worden ist, um sein Passwort zurückzusetzen, muss für den nächsten Notfall ein neuer Wiederherstellungsschlüssel angelegt werden.

Der Wiederherstellungsschlüssel kann auf accounts.firefox.com eingerichtet werden. Die Neuerung wird schrittweise ausgerollt. Wer die entsprechende Option noch nicht sieht, kann ?showAccountRecovery an das Ende der URL hängen, um früher Zugriff auf diese Funktion zu erhalten.

Firefox Account Wiederherstellungsschlüssel

Tipp für noch mehr Sicherheit: Vor wenigen Monaten hat Mozilla eine Zwei-Schritt-Authentifizierung für den Firefox Account eingeführt.

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October 01, 2018 09:39 PM

September 26, 2018

Sören Hentzschel

Mozilla startet neuen Sicherheits-Dienst Firefox Monitor

Mozilla hat seinen neuen Sicherheits-Dienst Firefox Monitor gestartet. Dabei handelt es sich um eine Webseite, welche Nutzer überprüfen lässt, ob diese in der Vergangenheit Opfer von einem Datendiebstahl waren.

Firefox Monitor wurde erstmals im Juni dieses Jahres angekündigt und ist nun offiziell gestartet. Der Dienst ist unter der Domain monitor.firefox.com erreichbar, bislang allerdings nur in englischer Sprache.

Nutzer haben häufig Benutzerkonten auf zahlreichen Webseiten. Die Zahl der Daten-Diebstähle, das heißt, dass jemand Unbefugtes Zugriff auf persönliche Daten und Passwörter erlangt, nimmt dabei immer mehr zu. Mozilla hat eine Partnerschaft mit HaveIBeenPwned.com abgeschlossen, um Firefox Monitor anzubieten. Durch die Eingabe der E-Mail-Adresse kann jeder überprüfen, ob seine E-Mail-Adresse und damit verbunden meist auch andere Daten Teil eines bekannten Datendiebstahls in der Vergangenheit waren.

Firefox Monitor

Firefox Monitor listet Details zu den betroffenen Diensten auf und spricht außerdem Empfehlungen aus, was im Falle eines Datendiebstahls unternommen werden sollte.

Firefox Monitor

Mozilla gibt dem Nutzer außerdem die Möglichkeit, seine E-Mail-Adresse zu hinterlegen, um benachrichtigt zu werden, falls es in der Zukunft zu einem Daten-Diebstahl kommt, von welchem die hinterlegte E-Mail-Adresse betroffen ist.

Firefox Monitor

Zusätzlich soll bald die Ausrollung einer Integration in Firefox beginnen. Dadurch wird der Nutzer gewarnt, sobald er eine Webseite besucht, welche in der Vergangenheit von einem Daten-Diebstahl betroffen war.

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September 26, 2018 06:06 PM

September 25, 2018

Sören Hentzschel

Mozilla veröffentlicht Firefox 62.0.2 für Android

Mozilla hat mit Firefox 62.0.2 ein zweites außerplanmäßiges Update für seinen Android-Browser veröffentlicht.

Download Mozilla Firefox 62.0.2 für Android

Mozilla hat Firefox 62.0.2 für Android veröffentlicht. Genau wie das Update der Desktop-Version behebt auch das Android-Update eine potentielle Sicherheits-Schwachstelle, ein Verbindungs-Problem bei Webseiten mit veralteten TLS-Einstellungen sowie ein Performance-Problem beim Laden von Markern auf Google Maps. Außerdem wurde das Problem behoben, dass die Sharing-Icons im Hauptmenü auf Android 6.0 und neuer zu groß dargestellt werden konnten.

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September 25, 2018 08:28 PM

Mozilla veröffentlicht Firefox 62.0.2 und behebt diverse Probleme

Mozilla hat Firefox 62.0.2 veröffentlicht und behebt damit mehrere Probleme der Vorgängerversion, einschließlich einer Sicherheitslücke.

Download Mozilla Firefox 62.0.2 für Microsoft Windows, Apple macOS und Linux

Nachdem Firefox 62.0.1 ausschließlich für Android erschienen war, steht nun mit Firefox 62.0.2 ein erstes außerplanmäßiges Update für die Desktop-Version von Firefox 62 zum Download bereit. Mit dem Update behebt Mozilla eine potentielle Sicherheits-Schwachstelle. Diese Schwachstelle konnte gleichzeitig einen Absturz bei Programm-Start auslösen, wenn zwischen Release- und Nightly-Versionen gewechselt und dabei dasselbe Firefox-Profil verwendet worden ist.

Einige Nutzer der Sicherheits-Software Avast / AVG hatten das Problem, dass Firefox plötzlich nicht mehr startete und nur noch ein gelbes Fenster mit roter Schrift anzeigte. Grund hierfür war, dass Avast / AVG einfach die Sprachpakete der Nutzer entfernt hat. Normalerweise sollte Firefox in diesem Fall aber trotzdem starten und die englische Sprache nutzen. Allerdings gab es in Firefox 62 ein Problem in Zusammenhang mit der Fallback-Sprache, weswegen dies nicht funktionierte. Ein ähnliches Problem gab es mit den speziellen Firefox-Builds von Acer, bei denen die Aktualisierung der Sprachpakete nicht korrekt erfolgte und dieses Ergebnis hatte. Ein weiteres Problem mit Sprachpaketen: bei Verwendung von Sprachpaketen konnten entfernte Suchmaschinen nach einem Update plötzlich wieder erscheinen. Alle diese Probleme wurden mit dem Update auf Firefox 62.0.2 behoben.

Behoben wurde außerdem ein Problem, welches verursachte, dass die URLs unbesuchter Lesezeichen in der Adressleiste nicht vervollständigt wurden, sowie ein mögliches Darstellungsproblem bei Verwendung von WebGL. Auch wurde ein Performance-Problem behoben, welches das Laden von Markern auf Google Maps negativ beeinflussen konnte.

Wurde auf Windows-Systemen der Stub Installer genutzt, um bei einer Neuinstallation das Firefox-Profil zu erneuern, wurde Firefox nach der Neu-Installation nicht automatisch gestartet. Ein weiteres Problem, welches nur Windows-Nutzer betroffen hat, hat den Neustart von Firefox betroffen: Firefox hatte sich unter Umständen nicht die korrekte Größe und Position gemerkt.

Schließlich wurde noch ein Verbindungs-Problem (SSL_ERROR_NO_CYPHER_OVERLAP) auf manchen Webseiten behoben, deren Server eine veraltete TLS-Konfiguration einsetzt, sowie auf Apple macOS ein Problem mit dem Screensharing, wenn mehr als ein Bildschirm eingesetzt wird.

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September 25, 2018 08:00 PM

September 19, 2018

Sören Hentzschel

Avast / AVG macht Firefox-Installationen unbenutzbar

Sogenannte Sicherheits-Softwares sind höchst umstritten, da sie häufig Probleme verursachen. Ein aktuelles Beispiel ist Avast / AVG. Deren Sicherheits-Software legt aktuell Nutzern nicht nur die Entfernung einer offiziellen System-Erweiterung von Mozilla nahe, auch werden Sprachpakete gelöscht, wodurch Firefox-Installationen unbenutzbar werden.

Sicherheits-Software kommt mit einem Versprechen: Sie sollen die Sicherheit der Nutzer verbessern. Doch schießt diese Art von Software dabei immer häufiger über das Ziel hinaus. So bietet beispielsweise fast jeder Hersteller eine Funktion an, welche auf einen Namen wie HTTPS-Scanning oder ähnlich hört, und damit die sicheren HTTPS-Verbindungen des Browsers in Manier einer Schadsoftware (es handelt sich dabei de facto um Man-in-the-Middle-Angriffe!), unterbricht. Tatsächlich ist diese Funktion sogenannter „Sicherheits“-Software nicht nur schlecht für die Sicherheit, sondern sorgt viel zu häufig sogar dafür, dass Firefox-Nutzer überhaupt keine Seiten über HTTPS mehr aufrufen können. Browser-Foren sind voll mit Themen zu diesem Problem. Auch konnten im Rahmen von Googles Project Zero in der Vergangenheit immer wieder schwerwiegende Sicherheits-Defizite in den Softwares praktisch aller großen Namen nachgewiesen werden. Nicht zuletzt haben auch Firefox-Abstürze nicht selten ihre Ursache in dieser Art von Software.

Aktuell macht vor allem Avast / AVG Ärger, und das gleich in zweifacher Weise. Sogenannte System-Erweiterungen sind ein integraler Bestandteil von Firefox, welcher sich dadurch von Core-Funktionalität unterscheidet, dass die System-Erweiterungen unabhängig von Firefox ausgeliefert und aktualisiert werden können. Eine solche System-Erweiterung, die ganz offiziell von Mozilla kommt, hört auf den Namen Telemetry Coverage. Avast / AVG rät seinen Nutzern, diese wegen angeblich schlechter Reputation zu entfernen. Ein Wunder, dass Avast nicht empfiehlt, Firefox gleich komplett zu deinstallieren, könnte man meinen, wo doch Firefox als Ganzes ein Produkt von Mozilla ist und nicht nur diese System-Erweiterung. Bereits in der Vergangenheit ist Avast dadurch aufgefallen, Nutzern zur Entfernung offizieller System-Erweiterungen von Firefox zu raten. Dies hängt also nicht speziell mit dieser einen System-Erweiterung zusammen.

Während der Schaden in diesem Fall gering erscheint, ist der Schaden in einem anderen Fall umso größer. Avast / AVG löscht Sprachpakete von Firefox-Installationen. Die Folge ist in Kombination mit einem Fehler in Firefox 62, welcher die Verwendung der Fallback-Sprache betrifft, verheerend: Firefox zeigt nur noch ein gelbes Fenster mit <window id=“main-window“ in roter Schrift an und kann nicht länger benutzt werden. Wer von diesem Problem betroffen ist, sollte Firefox in der gewünschten Sprache neu installieren – und sich überlegen, ob Avast / AVG wirklich eine Daseinsberechtigung auf seinem System besitzt. Nutzer von Windows zum Beispiel haben mit dem Windows Defender eine deutlich bessere und dazu kostenlose Alternative, welche besser schützt und keine Probleme verursacht.

Avast / Firefox
Bildquelle. Bugzilla@Mozilla

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September 19, 2018 09:31 PM

Programmiersprache: Rust 1.29 steht bereit

Kurz notiert: Rust ist eine Programmiersprache, in welcher die ebenfalls sich in Entwicklung befindliche neue Rendering-Engine von Mozilla geschrieben wird, die auf den Namen Servo hört. Mittlerweile steht Rust 1.29 bereit.

Für die Programmiersprache Rust, in welcher auch Mozillas Servo-Engine entwickelt wird, ist ein Release-Zyklus von sechs Wochen vorgesehen. Seit kurzem steht Rust 1.29 bereit. Wer sich für alle Highlights der neuen Version interessiert, findet wie immer in der offiziellen Release-Ankündigung weitere Informationen.

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September 19, 2018 08:38 PM

September 18, 2018

Sören Hentzschel

Mozilla veröffentlicht neuen Browser Firefox Reality 1.0

Mozilla hat heute die erste Version von Firefox Reality veröffentlicht, dem ersten plattformübergreifenden Browser speziell für Virtual, Augemented und Mixed Reality.

Themen wie Virtual Reality, Augemented Reality und Mixed Reality werden uns in den nächsten Jahren noch viel beschäftigen. Längst handelt es sich dabei nicht mehr nur um einen technologischen Trend. Mozilla war bei diesem Thema von Anfang an vorderster Front dabei: Firefox 55 war der erste Desktop-Browser mit Unterstützung für Virtuelle Realität, mit A-Frame bietet Mozilla ein beliebtes Framework für Virtuelle Realität an, welches über zehn Millionen Mal pro Monat genutzt wird, und mit dem WebXR Viewer gibt es von Mozilla eine App für Apple iOS zum Betrachten von Mixed Reality-Inhalten.

Nach der initialen Ankündigung von Firefox Reality im April dieses Jahres steht nun Firefox Reality 1.0 für das HTC Vive, Oculus Rift sowie Google Daydream in den jeweiligen App-Stores zum Download bereit. Bei Firefox Reality handelt es sich um einen eigenen Browser speziell für Virtual, Augmented und Mixed Reality, der von Technologien aus Firefox Quantum und Mozillas Next-Generation-Engine Servo profitiert und natürlich dem gleichen Privatsphäre-Standard folgen soll, den man von Mozilla und Firefox kennt und erwartet.

Wie die bereits bekannten Firefox-Produkte bietet auch Firefox Reality einen privaten Modus an, welcher keine Daten zurücklässt. Da Text-Eingaben in der virtuellen Realität immer noch mühsam sind, ermöglicht Firefox Reality die Text-Eingabe optional auch per Sprache. Und beim Start begrüßt einen Firefox Reality mit einer Sammlung an Videos, Spielen und weiteren VR-Inhalten, welche es dem Anwender ermöglichen, neue VR-Inhalte kennenzulernen und direkt aufzurufen.

Das alles soll erst der Anfang sein. Man habe eine ständig wachsende Liste an Ideen und Funktionen und keinen geringeren Anspruch, als Firefox Reality zum besten Browser für Mixed Reality zu machen. Lesezeichen, 360°-Videos sowie Benutzerkonten werden als Funktionen genannt, welche Mozilla in den nächsten Monaten, neben weiteren Dingen, ergänzen möchte.

Firefox Reality

Firefox Reality

Firefox Reality

Original-Video aufrufen

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September 18, 2018 08:50 PM

September 13, 2018

Sören Hentzschel

Mozilla aktiviert WebRender standardmäßig in Firefox Nightly

Der aus dem Servo-Projekt stammende WebRender soll die Grafikkarte stärker als bisher einbeziehen und so für eine deutlich verbesserte Firefox-Performance sorgen. Bei der Entwicklung von WebRender hat Mozilla nun den nächsten wichtigen Meilenstein erreicht und WebRender für alle qualifizierten Nutzer standardmäßig in Firefox Nightly aktiviert.

WebRender stammt wie die mit Firefox 57 eingeführte CSS-Engine Stylo ebenfalls aus Mozillas Next-Generation-Engine Servo und ist in der Programmiersprache Rust geschrieben. Es handelt sich bei WebRender um einen Renderer für Webseiten-Inhalte, welcher unter stärkerer Einbeziehung der Grafikkarte als bisher im Grunde wie eine Spiele-Engine arbeitet, aber für das Rendering von Web-Content optimiert ist und dadurch große Performance-Vorteile liefern soll.

Vor knapp zwei Monaten hatte Mozilla bereits WebRender für einen Teil der qualifizierten Nutzer in der Nightly-Version von Firefox aktiviert. Das Ganze erfolgte als sogenannte Shield-Studie über einen festgelegten Zeitraum, wobei die Aktivierung nur auf 50 Prozent der qualifizierten Systeme erfolgte, während die anderen 50 Prozent als Kontrollgruppe dienten.

Nun hat Mozilla alle notwendigen Abhängigkeiten implementiert und WebRender standardmäßig sowie dauerhaft für alle Nutzer aktiviert, welche die Voraussetzungen erfüllen. Neben der Nutzung einer Nightly-Version von Firefox wird Windows 10 als Betriebssystem voraussgesetzt sowie die Verwendung einer halbwegs modernen Grafikkarte von Nvidia, ältere Nvidia-Grafikkarten werden bisher nicht unterstützt. Außerdem ist WebRender derzeit noch deaktiviert, wenn ein Notebook im Akku-Betrieb eingesetzt wird und nicht an der Steckdose angeschlossen ist.

Desktop-Computer mit Windows 10 und einer Grafikkarte von Nvidia machen ca. vier Prozent der Gesamt-Population aller Firefox-Nutzer aus. Dabei handelt es sich um exakt die Zielgruppe, für welche Mozilla eine standardmäßige Aktivierung von WebRender in einer Beta-Version von Firefox 64 anpeilt. Die Abhängigkeiten für eine Aktivierung in Firefox Beta lassen sich hier finden. In späteren Firefox-Versionen soll WebRender natürlich auch für weitere Betriebssysteme und weitere Grafikkarten aktiviert werden.

Es gilt weiterhin, dass WebRender erst in Nightly-Versionen von Firefox aktiviert ist und daher noch einen entsprechenden Weg vor sich hat. Stabilität sowie die korrekte Darstellung von Webseiten hatten bisher höchste Priorität. Es ist davon auszugehen, dass WebRender noch nicht sein volles Performance-Potential ausspielt.

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September 13, 2018 10:58 AM

September 11, 2018

Sören Hentzschel

Mozilla veröffentlicht Firefox 62.0.1 für Android

Mozilla hat mit Firefox 62.0.1 ein erstes außerplanmäßiges Update für seinen Android-Browser veröffentlicht. Dieses behebt ein Problem mit Firefox 62 für Android.

Download Mozilla Firefox 62.0.1 für Android

Nur kurz nach Veröffentlichung von Firefox 62 für Android hat Mozilla ein Bugfix-Update auf Firefox 62.0.1 nachgelegt. Dieses behebt eine mögliche Absturzursache in Zusammenhang mit WebGL-Inhalten auf Webseiten. Weitere Neuerungen beinhaltet das Update nicht. Für die Desktop-Version gibt es kein Update auf Firefox 62.0.1, dort wird in den nächsten Tagen ein Update auf Firefox 62.0.2 erscheinen.

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September 11, 2018 08:52 PM

September 07, 2018

Sören Hentzschel

Die Neuerungen von Firefox 62 für Android

Nicht nur für Windows, Apple macOS und Linux ist Firefox 62 in dieser Woche erschienen, auch hat Mozilla Firefox 62 für Android veröffentlicht. Dieser Artikel fasst die wichtigsten Neuerungen zusammen.

Download Mozilla Firefox 62.0 für Android

Neben der Desktop-Version von Firefox 62 hat Mozilla auch Firefox für Android auf Version 62 aktualisiert. Die automatische Aktualisierung über den Play Store erfolgt wie immer schrittweise.

Verbesserte Performance

Das Konzept Race Cache With Network (RCWN) beschleunigt die Ladezeiten von Webseiten, indem Firefox parallel eine Anfrage an das Netzwerk sendet, wenn Firefox merkt, dass der Zugriff auch den Cache langsam ist, und dann die Ressource aus der Quelle nutzt, welche zuerst ein Ergebnis liefert. Mozilla hat RCWN bereits in der Desktop-Version von Firefox 59 ausgeliefert, die Android-Version zieht jetzt mit Firefox 62 nach. Außerdem wurde die Scrolling-Performance verbessert.

Sonstige Neuerungen

In den Firefox-Einstellungen im Abschnitt „Benachrichtigungen“ gibt es eine neue Option „Tipps zu Produkten und Funktionen“. Bisher konnten solche Benachrichtigungen nur auf Android-Ebene deaktiviert werden, nun kann der Firefox-Nutzer dies auch innerhalb von Firefox.

Für eine verbesserte Web-Kompatibilität nutzt Firefox für Android ab sofort Roboto anstelle von Clear Sans als Schriftart, wenn im CSS einer Webseite sans-serif angegeben ist. Ein Problem mit WebRTC Video-Sitzungen zwischen der Android-Version von Firefox und Safari wurde behoben. Außerdem wurden diverse Sicherheitslücken geschlossen.

Die Ruhe vor dem Sturm

Wer sich über die geringe Anzahl an sichtbaren Neuerungen wundert: Firefox für Android befindet sich derzeit in einer einer ruhigeren Entwicklungs-Phase, während Mozilla im Hintergrund an einem großen Neustart seines Android-Browsers arbeitet. Nichtsdestominder ist natürlich auch dieses Update wieder aus Gründen der Sicherheit und Web-Kompatibilität wichtig.

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September 07, 2018 09:21 PM

September 05, 2018

SeaMonkey-Neuigkeiten

Inoffizielles SeaMonkey 2.53 von Nutzer wg9s

Blogpost in englischer SpracheNutzer sg9s bietet einige aktuelle SeaMonkey Builds auf seiner Internetseite zum Download an:  SeaMonkey 2.49  | SeaMonkey 2.53  | SeaMonkey 2.57 | SeaMonkey trunk, alle für WINDOWS und Linux.

Ich teste derzeit: unzipped installer of unofficial (by wg9s) en-US SeaMonkey 2.53 (NT 6.1; Win64; x64; rv:56.0) Gecko/20100101 Firefox/56.0 Build 20180902143701 (Default Classic Theme, German Language Pack active) on German WIN7 64bit.

Ergebnisse aus Gründen der Arbeitsersparnis nur auf Englisch!

September 05, 2018 07:08 AM

September 04, 2018

Sören Hentzschel

Mozilla veröffentlicht Firefox 62 – die Neuerungen

Mozilla wird heute Firefox 62 veröffentlichen. Auch Firefox 62 ist wieder randvoll gefüllt mit Neuerungen. Dieser Artikel fast die wichtigsten Neuerungen zusammen.

Download Mozilla Firefox für Microsoft Windows, Apple macOS und Linux

Mehr Sicherheit für Firefox-Nutzer

Geschlossene Sicherheitslücken

Auch in Firefox 62 hat Mozilla wieder zahlreiche Sicherheitslücken geschlossen, worunter auch einige sind, welche von Mozilla als besonders kritisch eingestuft werden. Alleine aus Gründen der Sicherheit ist ein Update auf Firefox 62 daher für alle Nutzer dringend empfohlen.

Schutz vor Tracking wird mehr in den Vordergrund gestellt

Einen Schutz vor Tracking durch Webseiten besitzt Firefox bereits seit einiger Zeit. Mit Firefox 62 stellt Mozilla diesen mehr in den Vordergrund, indem ein Schalter zum Aktivieren respektive Deaktivieren in das Hauptmenü integriert worden ist.

Bei deaktiviertem Tracking-Schutz wird außerdem nun auch bei Klick auf das Info-Symbol in der Adressleiste auf den vorhandenen Tracking-Schutz hingewiesen und auf die Einstellungs-Seite verlinkt. Bisher wurde bei deaktiviertem Tracking-Schutz an dieser Stelle der Tracking-Schutz nicht einmal erwähnt.

Ebenfalls neu an dieser Stelle: eine Schaltfläche, über welche ohne Umwege alle Cookies und Websitedaten gelöscht werden können, welche zur Domain des aktiven Tabs gehören.

Firefox 62

Dies ist nur der Anfang einer größer angelegten Initiative, die Nutzer vor Tracking zu schützen. Firefox-Nutzer können in den nächsten Monaten noch einiges mehr erwarten.

Noch mehr Anpassungsmöglichkeiten für die Firefox-Startseite

Die Firefox-Startseite, welche auch standardmäßig beim Öffnen eines neuen Tabs erscheint, zeichnet sich durch unzählige Anpassungsmöglichkeiten aus. Auch in Firefox 62 kamen wieder kleinere Verbesserungen. So konnte bisher bereits festgelegt werden, ob es eine oder zwei Zeilen im Abschnitt „Wichtige Seiten“ geben soll, hier können nun bis zu vier Zeilen eingestellt werden. Im Bereich „Überblick“ gab es bislang überhaupt keine Konfigurationsmöglichkeit bezüglich der Zeilen. Auch hier kann nun zwischen einer bis vier Zeilen gewählt werden. Gleiches gilt für die Pocket-Highlights.

Firefox 62

Verbesserungen der Suche auf Firefox-Startseite

Ein paar der Kacheln mit den meistbesuchten Webseiten sind auf der Firefox-Startseite bei Installation von Firefox bereits vorbelegt. Mit Firefox 62 kommt standardmäßig eine Kachel von Google dazu – Google ist bekanntermaßen auch die Standard-Suchmaschine von Firefox – und die bereits vorhandene Kachel von Amazon wird geändert. Beide Kacheln fallen dadurch auf, dass sie zusätzlich zum Seiten-Logo auch eine Lupe in der Kachel haben.

Per Klick auf eine dieser speziellen Kacheln öffnet nicht etwa die Webseite von Google oder Amazon. Stattdessen springt der Cursor in die Adressleiste, wo bereits @google respektive @amazon vorausgefüllt ist. Der Nutzer muss also nur noch den Suchbegriff eingeben und kann auf diese Weise direkt auf der gewählten Webseite suchen. Die speziellen Schlüsselwörter @google und @amazon sind in der Adressleiste besonders hervorgehoben und funktionieren auch unabhängig vom neuen Tab, indem sie direkt in die Adressleiste eingegeben werden, wenn auf der jeweiligen Webseite gesucht werden soll. Die speziellen Schlüsselwörter funktionieren zusätzlich zu den Schlüsselwörtern, die der Nutzer für jede installierte Suchmaschine in den Firefox-Einstellungen festlegen kann.

Firefox 62 Such-Kacheln

Wie alle anderen Kacheln kann der Nutzer selbstverständlich auch diese Kacheln ganz einfach entfernen. Auch ist es möglich, diese neuen Such-Kacheln zusätzlich für DuckDuckGo, Bing, Wikipedia sowie eBay zu aktivieren.

Firefox 62 Such-Kacheln

Firefox 62 Such-Kacheln

Diese Änderung wird schrittweise an die Nutzer ausgerollt.

Eine weitere Neuerung betrifft das Suchfeld. Da das Suchfeld immer  ganz oben auf der Firefox-Startseite ist, ist dieses bislang verschwunden, wenn es mehr Inhalt auf der Seite gab und man gescrollt hat. Ab Firefox 62 ist das Suchfeld, welches nun auch etwas höher ist, fix am oberen Fensterrand positioniert, wenn man auf der Firefox-Startseite scrollt.

Firefox 62 Suchfeld

Firefox bietet nach Abmeldung von Firefox Sync Löschen der Daten an

Dank Synchronisationsmöglichkeit können Firefox-Nutzer ihre Chronik, Lesezeichen und mehr auf verschiedenen Geräten gleichzeitig nutzen. Nach Angaben von Mozilla haben einige Firefox-Nutzer die Erwartung, dass eine Abmeldung von Firefox Sync gleichbedeutend damit ist, dass Daten wie Chronik und Lesezeichen anschließend auch aus Firefox gelöscht werden. Wer sich auf einem Gerät von Firefox Sync wieder abmeldet, wird daher ab Firefox 62 gefragt, ob die lokalen Daten gelöscht werden sollen.

Firefox 62

Von den Sync-Servern werden die Daten dabei nicht gelöscht, wie auch in dem neuen Abmelde-Dialog klar kommuniziert wird. Wer das tun will, kann dies über accounts.firefox.com machen. Von dort aus können übrigens sämtliche Geräte von Firefox Sync getrennt werden, die derzeit verbunden sind, ohne dass man das entsprechende Gerät dafür bei sich haben muss.

Tipp: für mehr Sicherheit lässt sich auch eine Zwei-Schritt-Authentifizierung für Firefox Sync aktivieren.

Dialog zum Speichern von Lesezeichen verbessert

Den Dialog zum Speichern von Lesezeichen hat Mozilla visuell verbessert. Hier wird nun zusätzlich ein Vorschaubild sowie das Favicon der Webseite angezeigt, welche als Lesezeichen gespeichert werden soll.

Firefox 62

Verbesserungen für Firefox-Erweiterungen (WebExtensions)

Auch für Entwickler von WebExtensions gibt es wieder einige neue APIs und Verbesserungen bestehender APIs. Zwar gibt es, an der Menge gemessen, dieses Mal etwas weniger Neuerungen an der WebExtension-Front, das bedeutet aber nicht den Anfang eines Trends. Ganz im Gegenteil: Die nächste Firefox-Version, Firefox 63, wird aus WebExtension-Sicht der größte Release seit Firefox Quantum (Version 57) werden.

Neu in Firefox 62: Die Einstellungen von Erweiterungen, welche ein Symbol in die Navigations-Symbolleiste oder Adressleiste hinzufügen, können nun auch per Kontextmenü erreicht werden (Rechtsklick → Erweiterung verwalten).

Versteckte Tabs, eine mit Firefox 61 für Erweiterungen neu eingeführte Möglichkeit, lassen sich nun auch über das Pfeil-Menü in der Tab-Leiste erreichen. Auch das Chronik-Menü wurde um einen Zugangspunkt für versteckte Tabs erweitert.

Für Sidebars gibt es eine neue Option, welche festlegt, ob die Sidebar nach Installation der Erweiterung automatisch aktiviert werden soll oder nicht, bisher war dies immer der Fall. Weiter können WebExtensions nun Details von TLS-Zertikaten auslesen, was neue Sicherheits-Erweiterungen ermöglicht. Eigenschaften von Symbolen in der Navigations-Symbolleiste, wie Titel, Badge oder Popup können jetzt auch auf einer Pro-Fenster-Basis festgelegt werden. WebExtension-Themes können ab sofort auch die Farbe der Tab-Separatoren festlegen. Außerdem wird nicht länger die „theme“-Berechtigung benötigt, um das aktuell verwendete Design auszulesen. Das bedeutet, dass Erweiterungen nicht länger eine Berechtigung benötigen, wenn sie nur ihr eigenes Design an das vom Nutzer verwendete Firefox-Design anpassen wollen. Dazu kommen noch diverse andere kleine Verbesserungen.

Verbesserungen der Webplattform

Unterstützung für variable Schriften

Variable Schriften sind eine neue Technologie, welche große Vorteile bei der Verwendung von Schrift auf Webseiten bringt. Unterschiedliche Schriftbilder wie fette oder kursive Schrift benötigen bisher separate Schriftdateien, womit die Verwendung von Schriftarten immer ein Balance-Akt zwischen Darstellung und Webseiten-Performance war, da natürlich die Ladezeit der Webseite darunter leidet, je mehr Schriftarten geladen werden. Variable Schriften hingegen beinhalten zusätzliche Daten, welche die Generierung verschiedener Stile zur Laufzeit mit nur einer Schrift-Datei ermöglichen.

Mit Firefox 62 bekommt Firefox die Unterstützung für variable Schriften. Mit Firefox 63 werden die Entwickler-Werkzeuge um Funktionen für variable Schriften erweitert werden.

Sonstige Verbesserungen der Web-Plattform

Das CSS-Pseudoelement ::selection ist jetzt auch ohne -moz-Präfix verfügbar. Array.prototype.flat() und Array.prototype.flatMap() sind nun standardmäßig aktiviert. Navigator.registerProtocolHandler() ist nur noch in einem sicheren Kontext (z.B. HTTPS) ausführbar, die Unterstützung für navigator.registerContentHandler() wurde deaktiviert. Die Einstellung media.autoplay.enabled in about:config kontrolliert nun auch Audio-Elemente und nicht länger nur Video-Elemente.

Weitere Informationen zu Verbesserungen der Web-Plattform in Firefox 62 finden sich in den MDN web docs.

Neuerungen für Webentwickler

Inspektor-Werkzeug nun dreispaltig

Das Inspektor-Werkzeug hat standardmäßig nun drei statt nur zwei Spalten. Konkret wurde das Regeln-Panel aus der zweiten Spalte in eine eigene Spalte ausgelagert, was das Leben von Entwicklern vereinfacht, da man die Regeln nun parallel zum Box-Modell, den berechneten Werten oder Schriftarten offen haben kann. Per Schaltfläche kann aber jederzeit wieder zur zweispaltigen Ansicht gewechselt werden.

Firefox 62

CSS Shape Editor

Ein neuer CSS Shape Editor erlaubt die visuelle Bearbeitung von Shapes für die Verwendung in clip-path und shape-outside. Eine ausführliche Beschreibung zur Verwendung dieses Tools gibt es in den MDN web docs.

Firefox 62

Graphical Command Line Interface entfernt

Mittels Shift + F2 konnte bisher das sogenannte Graphical Command Line Interface, kurz: GCLI, aktiviert werden. Dabei handelte es sich um eine Art Kommandozeile, über welche bestimmte Kommandos ausgeführt werden konnten. Dieses Werkzeug wurde jedoch kaum genutzt, manche Optionen haben außerdem schon gar nicht mehr funktioniert. Aber mit der Entfernung des GCLI sind nicht alle Optionen verschwunden. So wurde für den Neustart des Browsers stattdessen ein Shortcut implementiert, welcher über die Browserkonsole ausgeführt werden kann (Strg + Alt + R), das Screenshot-Kommando steht nun mit diversen Parametern als „:screenshot“ in der Webkonsole zur Verfügung.

Sonstige Neuerungen für Webentwickler

Zu den Optionen, die Entwicklerwerkzeuge unten (Standard), am rechten Fensterrand oder in einem eigenen Fenster anzuzeigen, gibt es nun auch die Möglichkeit, die Entwicklerwerkzeuge am linken Fensterrand anzuzeigen. Die Split-Konsole (welche bei aktivierten Entwicklerwerkzeugen durch Drücken von ESC geöffnet wird) besitzt nun eine Schließen-Schaltfläche, so dass sie auch dann geschlossen werden kann, wenn man diese versehentlich geöffnet hat und nicht weiß, wie man sie wieder schließt. Im Cookie-Tab des Netzwerk-Panels wird jetzt auch das samesite-Attribut angezeigt.

Verbesserungen gab es auch beim CSS Grid Editor und beim in Firefox 61 neu eingeführten Werkzeug für Barrierefreiheit. Außerdem funktioniert der Responsive Design Modus nun auch in Tab-Umgebungen.

Weitere Informationen zu Änderungen für Webentwickler in Firefox 62 finden sich in den MDN web docs.

Neue Enterprise Policies

Mit Firefox 60 hat Mozilla die sogenannte Enterprise Policy Engine eingeführt, welche vor allem Unternehmen eine einfache Anpassung von Firefox via GPO (Windows) oder eine policies.json-Datei (alle Betriebssysteme) erlaubt.

Die folgenden Möglichkeiten, welche bereits seit Firefox ESR 60.o unterstützt worden sind, werden nun auch in der Mainstream-Version von Firefox unterstützt: Startseite festlegen, Anzeige einer separaten Suchleiste, Erweiterungen installieren, deinstallieren oder sperren, Webseiten blockieren, integrierte Authentifizierung konfigurieren, Firefox-Updates deaktivieren, Installation und Updates von System-Erweiterungen deaktivieren, Telemetrie deaktivieren, Seite überschreiben, die beim ersten Start erscheint, Seite mit den Neuerungen überschreiben, die nach einem Update erscheinen kann.

Die folgenden Möglichkeiten sind ganz neu dazu gekommen und werden ab Firefox 62 sowie Firefox ESR 60.2 unterstützt: Berechtigungen für Standort, Kamera, Mikrofon und Benachrichtigungen konfigurieren, Abweichende Server-URL für Firefox-Aktualisierungen, Hardwarebeschleunigung deaktivieren.

Tipp: Mit dem Enterprise Policy Generator wird die Konfiguration von Firefox zum Kinderspiel. Die vor wenigen Tagen erschienene Version 4.0 ist bereits für Firefox 62 sowie Firefox ESR 60.2 angepasst und macht das Finden der gesuchten Optionen noch einfacher.

Sandboxing für AutoConfig

Eine weitere Option im Unternehmens-Umfeld hört auf die Bezeichnung AutoConfig. Darüber können sämtliche Einstellungen verändert werden, welche auch über about:config erreicht werden können. Bisher war hierüber auch Scripting möglich, weswegen AutoConfig auch die Grundlage für sogenannte User-Scripts war. Mit dem mit Firefox 62 eingeführten Sandboxing kann nur noch die dokumentierte API genutzt werden, User-Scripts sind damit nicht mehr möglich. Das AutoConfig-Sandboxing existiert nur in stabilen Firefox-Versionen, nicht in Firefox ESR und auch nicht in Vorab-Versionen von Firefox.

Feld für Lesezeichen-Beschreibungen entfernt

Das Feld für Lesezeichen-Beschreibungen in der Bibliothek wurde entfernt. Diese Funktion wurde in der Vergangenheit nur von einem Bruchteil der Nutzer genutzt, hatte aber negative Performance-Auswirkungen für alle Nutzer. Nutzer, welche diese Funktion genutzt haben, können die Beschreibungen immer noch über einen Export der Lesezeichen als HTML oder JSON sichern. In Firefox 62 wurde nur das sichtbare Feld zum Bearbeiten entfernt, um Nutzern eine Gelegenheit zur Sicherung zu geben. Die Beschreibungen selbst werden dann mit einem der kommenden Updates gelöscht werden.

Optionale Features

Multi-Tab-Management

Bislang kann immer nur maximal ein Tab gleichzeitig verschoben oder geschlossen werden. Mozilla arbeitet an einer neuen Fähigkeit für Firefox, welche es erlaubt, mit mehreren Tabs gleichzeitig zu interagieren. In Firefox 62 ist das Multi-Tab-Management noch nicht fertig, lässt sich aber bereits aktivieren und teilweise testen. Dazu muss über about:config der Schalter browser.tabs.multiselect per Doppelklick auf true gesetzt werden. Dann können mehrere Tabs mit gedrückter Strg-Taste (macOS: Cmd) markiert und per Kontextmenü gleichzeitig zum Beispiel geschlossen oder stumm geschaltet werden. Eine standardmäßige Unterstützung ist derzeit für Firefox 64 geplant.

Sonstige Neuerungen in Firefox 62

Mozilla hat die Algorithmen für Vorschläge in der Adressleiste verbessert. Updates von System-Erweiterungen sind nicht länger an Firefox-Updates gekoppelt und können unabhängig voneinander deaktiviert werden. Defekte favicons.sqlite-Datenbanken kann Firefox nun erkennen und ggfs. durch Neu-Generierung reparieren. Die Flash-Sandbox unter Windows wurde um ein Level verschärft. Für Apple macOS wurde eine erste Version der Flash-Sandbox implementiert. In den Firefox-Einstellungen bei den gespeicherten Webseiten-Daten werden in der Spalte für „zuletzt verwendet“ relative Zeitangaben (z.B. „vor 34 Minuten“) verwendet. Die Performance vom Verschieben und Kopieren von Lesezeichen wurde erheblich verbessert. Außerdem wurde ein Problem mit Animationen auf Webseiten behoben, welches zu einer erhöhten CPU-Auslastung führen konnte. Schließlich wurde die Voraussetzung geschaffen, um Lightweight Themes zu neuen WebExtension-Themes aktualisieren zu können.

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September 04, 2018 11:01 PM

September 01, 2018

Sören Hentzschel

Firefox: Enterprise Policy Generator 4.0 veröffentlicht

Der Enterprise Policy Generator richtet sich an Administratoren von Unternehmen und Organisationen, welche Firefox konfigurieren wollen. Damit löst die Erweiterung den bekannten CCK2 Wizard in der Ära Firefox Quantum ab. Die neue Version 4.0 macht es noch einfacher, die Einstellungen zu finden, die man sucht.

Enterprise Policy Generator

Download Enterprise Policy Generator für Firefox

Mit Firefox 60 und Firefox ESR 60 hat Mozilla die sogenannte Enterprise Policy Engine eingeführt. Die Enterprise Policy Engine erlaubt es Administratoren, Firefox über eine Konfigurationsdatei zu konfigurieren. Der Vorteil dieser Konfigurationsdatei gegenüber Group Policy Objects (GPO) ist, dass diese Methode nicht nur auf Windows, sondern plattformübergreifend auf Windows, Apple macOS sowie Linux funktioniert.

Zwar steht diese Erweiterung in keiner direkten Verbindung zum bekannten CCK2 Wizard, teilt aber die grundlegende Idee vom CCK2 Wizard, welcher in Firefox Quantum nicht mehr funktioniert. Der Enterprise Policy Generator wurde als Nachfolger vom CCK2 Wizard konzipiert – nur eben für Firefox Quantum und Enterprise Policies. Die Firefox-Erweiterung hilft bei der Zusammenstellung der sogenannten Enterprise Policies, so dass kein tiefergehendes Studium der Dokumentation und aller möglichen Optionen notwendig ist und sich Administratoren die gewünschten Enterprise Policies einfach zusammenklicken können. Mehr Informationen gibt es auf der Info-Seite zum Enterprise Policy Generator.

Neuerungen Enterprise Policy Generator 4.0.0

Filter-Funktion zum Finden der gesuchten Einstellungen

Der Enterprise Policy Generator unterstützt bereits zahlreiche Enterprise Policies und alle paar Wochen kommen weitere dazu. Entsprechend kann es mit der Zeit immer schwieriger werden, die gesuchten Einstellungen zu finden. Abhilfe schafft ein neues Filter-Feld im Kopfbereich der Erweiterungs-Oberfläche. Sämtliche Optionen, welche der Enterprise Policy Generator anbietet, werden während der Eingabe umgehend gefiltert, ohne dass die Eingabe durch Drücken der Enter-Taste bestätigt werden müsste. Kategorien, welche nach der Filterung leer sind, werden vollständig ausgeblendet. Es werden sowohl die Beschreibungen der Enterprise Policies durchsucht als auch der interne Policy-Name.

Beispiel: Um Enterprise Policies zu finden, die etwas blockieren, könnte ganz einfach „block“ in das Filter-Feld eingegeben werden. Gefunden werden die vier Enterprise Policies im Abschnitt „Zugang blockieren“, über welche der Zugriff auf diverse about:-Seiten blockiert werden kann, und im Abschnitt „Netzwerk“ die Option, bestimmte Webseiten zu blockieren. Es wird aber auch im Abschnitt „Sonstiges“ die Policy „Die Verwendung von Pop-ups erlauben oder verbieten“ gefunden, obwohl in der Beschreibung die Zeichenkette „block“ nicht vorkommt, weil der interne Name dieser Policy, wie er später in der Datei policies.json stehen wird, „PopupBlocking“ lautet.

Enterprise Policy Generator 4.0

Enterprise Policy Generator 4.0

Neue Enterprise Policies

Mit dem Update auf Version 4.0.0 gab es auch einige Anpassungen der unterstützen Enterprise Policies. Die Policy, um Webseiten das Setzen von Cookies zu erlauben oder zu verbieten, wurde um eine Option zum Blockieren von Tracking-Cookies erweitert. Die neue Option steht ab Firefox 63 zur Verfügung.

Die folgenden Policies stehen zusätzlich zu Firefox ESR 60.0 nun auch ab Firefox 62 und nicht erst ab Firefox 63 zur Verfügung: Telemetrie deaktivieren, Startseite festlegen, Anzeige der separaten Suchleiste, Erweiterungen installieren oder deinstallieren, Aufruf bestimmter Webseiten verhindern, Integrierte Authentifizierung, Überschreiben der Seite beim ersten Browser-Start sowie Überschreiben der Seite nach einem Update.

Die folgenden Policies, welche bislang nur in Firefox 63 und in Firefox ESR 60 überhaupt nicht verfügbar waren, stehen nun auch ab Firefox 62 und Firefox ESR 60.2 zur Verfügung: Abweichende Server-URL für Firefox-Aktualisierungen, Immer SPNEGO oder NTLM auf Nicht-FQDNs (vollqualifizierte Domainnamen) erlauben.

Roadmap

Wer sich für die Pläne der kommenden Versionen interessiert, findet hier die aktuelle Roadmap. Auch können an dieser Stelle Vorschläge für Verbesserungen gemacht werden.

Entwicklung unterstützen

Wer die Entwicklung des Add-ons unterstützen möchte, kann dies tun, indem er der Welt vom Enterprise Policy Generator erzählt und die Erweiterung auf addons.mozilla.org bewertet. Auch würde ich mich sehr über eine kleine Spende freuen, welche es mir ermöglicht, weitere Zeit in die Entwicklung des Add-on zu investieren, um zusätzliche Features zu implementieren.

Der Beitrag Firefox: Enterprise Policy Generator 4.0 veröffentlicht erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

September 01, 2018 11:55 AM