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June 27, 2016

Sören Hentzschel

Die Community soll bei Neugestaltung der Mozilla-Marke helfen

Mozilla ist anders als andere Softwarehersteller. Ganz im Sinne des Open Source-Gedankens soll die Community nun bei der Neugestaltung der Mozilla-Marke helfen statt dass diese Aufgabe komplett und von Anfang an an eine Agentur abgegeben wird. Mozilla spricht hier von Open Design.

Mozilla ist auf der Suche nach einer neuen visuellen Identität und bestreitet dabei ungewöhnliche Wege. Die Community soll bei der Neugestaltung mit einbezogen werden.

Der Prozess gliedert sich in vier Phasen, deren erste bereits läuft, nämlich die der Ideenbildung. Hier geht es darum, verschiedene Richtungen zu erkunden. In dieser Phase ist man noch entsprechend offen für alle möglichen Ideen. Im Juli sollen eine Hand voll dieser Ideen ausgearbeitet werden. Immer wieder wird man Zwischenergebnisse veröffentlichen und bittet sowohl Designer als auch Nicht-Designer um Feedback, was diese davon halten. Im September kommt dann die Phase der Verfeinerung. Dabei geht es darum, herauszufinden, welches der Konzepte in verschiedenen Situationen am besten funktioniert, seien es Mozilla-Webseiten oder externe Werbekampagnen. Am Ende dieser Phase soll die finale Auswahl getroffen werden. Im November soll dann die letzte Phase starten, in welcher Style Guides erschaffen werden und die neue visuelle Identität vorgestellt wird.

Mozilla Open Design-Webseite besuchen

Mozilla Open Design

Video auf YouTube ansehen

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June 27, 2016 08:12 AM

June 24, 2016

Sören Hentzschel

HTTPS-Entwicklung im ersten Halbjahr 2016

Let’s Encrypt hat keine geringere Ambition, als eine hundertprozentige Verschlüsselung des Webs voranzutreiben. Deren kostenlose Zertifkate tragen einen maßgeblichen Teil zur weiteren Verbreitung von HTTPS bei. Nun hat man Zahlen zur Entwicklung des letzten halben Jahres von HTTPS gegenüber HTTP bekannt gegeben.

Let’s Encrypt ist eine von unter anderem Mozilla, der Electronic Frontier Foundation (EFF), Cisco, Akamai und IdenTrust gegründete Certificate Authority (CA). Notwendig für die verschlüsselte Übertragung von Inhalten sind Zertifikate, welche Let’s Encrypt kostenlos ausstellt.

Wie Let’s Encrypt nun bekannt gegeben hat, wurden seit dem offiziellen Beta-Start im Dezember 2015 mehr als fünf Millionen kostenlose Zertifikate ausgestellt, von denen etwa 3,8 Millionen aktiv sind. Die aktiven Zertifikate decken über sieben Millionen unterschiedliche Domains ab.

Let's Encrypt Juni 2016

Interessanter ist allerdings eine andere Statistik, nämlich über die allgemeine Verbreitung von HTTPS. Dabei bezieht man sich auf Zahlen, welche über die Telemetrie-Funktion von Firefox gemessen worden sind. Demnach wurden zum Zeitpunkt des  Beta-Starts von Let’s Encrypt im Dezember 2015 39,5 Prozent aller Seiten über HTTPS geladen, Mitte April lag diese Zahl bereits bei 42 Prozent und Stand Juni 2016 sind es sogar 45 Prozent.

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June 24, 2016 04:09 PM

June 22, 2016

Sören Hentzschel

Mozilla: 385.000 Dollar für acht Open Source-Projekte, u.a. Tor

Im Dezember erst hatte Mozilla insgesamt 503.000 Dollar in sieben Open Source-Projekte investiert, nun kommen weitere 385.000 Dollar für acht weitere Projekte dazu. Die Förderung ist Teil von Mozillas Support-Programm für Open Source-Projekte, kurz: MOSS.

Ende Oktober 2015 hatte Mozilla MOSS angekündigt. MOSS steht für Mozilla Open Source Support. Über dieses Programm möchte Mozilla Open Source-Projekte durch finanzielle Zuschüsse fördern. In einer ersten Runde wurden sieben „Foundational Technology“-Projekte von Mozilla mit einem Gesamtvolumen von 503.000 Dollar gefördert. Gemeinsam ist all diesen Projekten, dass sie von Mozilla selbst eingesetzt werden. Anfang des Monats wurde die SOS-Stiftung als Teil des MOSS-Programms mit einem Starkapital von 500.000 Dollar ins Leben gerufen, um Open Source-Software sicherer zu machen. Nun folgt die Unterstützung der ersten acht „Mission Partners“-Projekte, also Projekte, welche von Mozilla zwar nicht selbst eingesetzt werden, aber im Einklang mit der Mozilla-Mission stehen. Dabei werden insgesamt 385.000 Dollar wie folgt aufgeteilt:

Über viele Jahre hinweg mussten Menschen mit Sehbeeinträchtigungen und vollständig Erblindete hohe Kosten in Kauf in nehmen, wenn sie mit Windows-basierten Computern online gehen wollten. Die marktführende Software für sogenannte Bildschirmleser kostet weit über 1.000 USD – dieser hohe Preis stellt zweifellos ein erhebliches Hindernis für ein offenes Web dar, das für alle zugänglich sein soll. Aus diesem Grund hat das NVDA Project einen Bildschirmleser auf Open-Source-Basis entwickelt, der kostenlos zum Download verfügbar und somit für jeden nutzbar ist. Auch mit Firefox funktioniert der Reader sehr gut. Damit steht die Arbeit von NVDA in Übereinstimmung mit einem der im Mozilla-Manifest verankerten Prinzipien: „Das Internet ist eine globale und öffentliche Ressource, die offen und zugänglich bleiben muss.“

Aus genau diesem Grund hat Mozilla beschlossen, das Projekt zur Einführung unseres neuen Mozilla Open Source Secure Support (MOSS) „Mission Partners“-Awards mit 15.000 USD zu unterstützen. Hierdurch helfen wir NVDA dabei, auch in Zukunft die Kompatibilität mit Firefox zu gewährleisten. Zudem stärken wir damit eine langfristige Partnerschaft zwischen unseren beiden Organisationen. NVDA ist einer von acht Begünstigten aus den unterschiedlichsten Fach- und Technologie-Bereichen, die wir unterstützen werden. Dazu gehören außerdem:

  • Tor (ein System zur Nutzung eines dezentralen Netzwerks, mit dessen Hilfe anonym und ohne Tracking kommuniziert werden kann): 152.500 USD. Das Preisgeld wird darauf verwendet, die metrics-Infrastruktur des Tor-Netzwerks maßgeblich zu verbessern, sodass Performance und Stabilität des Netzwerks kontrolliert und Verbesserungen vorgenommen werden können, wenn es erforderlich ist.
  • Tails (ein standardmäßig sicheres Live-Betriebssystem, das dabei hilft, die Privatsphäre der Nutzer zu wahren): 77.000 USD. Das Preisgeld wird genutzt, um Reproducible Builds zu implementieren, sodass Dritte unabhängig sicherstellen können, dass eine Tails-ISO-Datei tatsächlich auf Basis des zugehörigen Quellcodes erstellt wurde.
  • Caddy (ein HTTP/2 Web-Server): 50.000 USD. Mithilfe der Prämie werden eine REST-API, Web UI und eine neue Softwaredokumentation hinzugefügt. Server, die verschlüsselte Verbindungen unterstützen, können mit Caddy dadurch leichter mit dem Web verbunden werden.
  • Mio (eine asynchrone I/O-Bibliothek, die in Rust geschrieben wurde): 30.000 USD. Mithilfe dieser finanziellen Unterstützung wird die API-Ergonomie verbessert, was es leichter macht, mit Mio Hochleistungs-Anwendungen in Rust zu erstellen.
  • DNSSEC/DANE Chain Stapling (Standardisierung und Implementierung einer neuen TLS-Erweiterung für den Transport eines serialisierten DNSSEC-Datensatzes): 25.000 USD. Das Preisgeld wird genutzt, um den IETF-Standard fertigzustellen und diesen sowohl nutzer- als auch serverseitig umzusetzen.
  • Godot Engine (eine Hochleistungs-Spiele-Engine für verschiedene Plattformen, die Entwicklungen auch als HTML5-Webanwendung exportieren kann): 20.000 USD. Der Preis wird verwendet, um Unterstützung für WebSocket, WebAssembly und WebGL 2.0 hinzuzufügen.
  • PeARS (ein Peer-to-Peer-Agent für die sogenannte „Reciprocated Search”): 15.500 USD. Die Prämie soll helfen, den derzeit dezentral arbeitenden Teammitglieder öfter persönliche Zusammenarbeit zu ermöglichen und die Software ins Beta-Stadium zu heben.

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June 22, 2016 09:49 PM

June 21, 2016

Sören Hentzschel

Firefox 49 mit erster TLS 1.3-Unterstützung

Firefox 49 wird einen ersten Entwurf des Verschlüsselungsprotokolls TLS 1.3 unterstützen. Dieser ist standardmäßig noch deaktiviert, steht aber zum Testen zur Verfügung.

Transport Layer Security (TLS), vielen besser bekannt unter dem alten Namen Secure Sockets Layer (SSL), bezeichnet ein Verschlüsselungsprotokoll für sichere Datenübertragung im Internet. Mozilla hat einen ersten Entwurf von TLS 1.3 in Firefox 49 implementiert. Dieser ist allerdings standardmäßig noch deaktiviert und kann zum Testen aktiviert werden, indem über about:config der Schalter security.tls.version.max von 3 (für TLS 1.2) auf 4 geändert wird.

Firefox 49 TLS 1.3

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June 21, 2016 09:44 PM

SeaMonkey-Neuigkeiten

Neue inoffizielle lokalisierte SeaMonkey-Builds verfügbar

Innoffizielle BuildsBlogpost in englischer SpracheEs gibt wieder inoffizielle lokalisierte Builds von Adrian Kalla, beispielsweise SeaMonkey 2.47 für Windows.
.Bitte diese inoffizielle Builds eifrig, aber vorsichtig testen! Meistens funktionieren auch diese Builds trotz ihres experimentellen Entwicklungsstadiums sehr gut, aber man kann nicht wissen … . Also lieber immer erst mal ein Backup des Benutzerprofils anlegen!

Benutzung für Testzwecke auf eigene Gefahr und ohne jede Gewährleistung!

June 21, 2016 03:02 PM

June 20, 2016

Sören Hentzschel

Firefox 50 wird mit Emoji-Schrift für Nutzer von Windows XP-7 und Linux ausgeliefert

Sogenannte Emojis finden nicht nur in Messenger-Apps wie WhatsApp Anwendung, auch im Web werden diese immer häufiger verwendet. Die Unterstützung hierfür sieht bei alten Windows-Versionen und auf Linux allerdings mager aus. Darum wird Firefox 50 mit EmojiOne als Emoji-Schriftart für diese Betriebssysteme ausgeliefert.

Um sogenannte Emojis auf Webseiten darstellen zu können, ist eine entsprechende Schriftart auf dem System des Anwenders notwendig. Auf Apple OS X sowie auf Windows ab Version 8 ist es um die Emoji-Unterstützung auch hervorragend bestellt, nicht aber auf Windows XP (keine Unterstützung) bis Windows 7 (nur teilweise Unterstützung) und auch die bekannten Linux-Distributionen unterstützen nicht alle Emojis. Damit Firefox aber dennoch unabhängig vom Betriebssystem Emojis darstellen kann, wird Firefox ab Version 50 mit der bekannten Emoji-Schriftart EmojiOne ausgeliefert, auf welche Firefox auf diesen Systemen zurückgreifen kann.

Firefox 50 Emoji

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June 20, 2016 09:47 PM

SeaMonkey-Neuigkeiten

seamonkey.at down?

Blogpost in englischer SpracheGegenwärtig kann ich seamonkey.at nicht erreichen — Ursache unklar. Hoffentlich nur ein vorübergehender Ausfall!

Meldung:

Die aufgerufene Website hat auf den Verbindungsversuch zu lange nicht 
reagiert, daher wird nun nicht mehr länger auf eine Reaktion gewartet.

June 20, 2016 11:50 AM

June 17, 2016

SeaMonkey-Neuigkeiten

Unter welchen Bedingungen könnten offizielle SeaMonkey 64bit Releases angeboten werden?

Blogpost in englischer SpracheNatürlich ist mir klar, dass wir momentan schon ganz froh wären, wenn wenigstens die 32-bit-Builds für Windows zuverlässig funktionieren würden, und dass die Vorteilhaftigkeit der 64-Big-Builds durchaus nicht ganz erwiesen ist. Andererseits wäre es auch nicht falsch, endlich mal einen Fix für Uralt- Bug 482143 – Provide 64-bit Windows distribution anbieten zu können, 64-Bit-Betriebssysteme gibt es ja nicht erst seit gestern.

Dafür spricht:

  • Einige Berichte sprechen von Geschwindigkeitsvorteilen bei bestimmten Operationen, allerdings sind nach meiner Erinnerung die meisten dieser Schilderungen schlecht belegt, und es ist unklar, für wie viele User das einen tatsächlichen Vorteil bedeuten würde
  • Insgesamt laufen die inoffiziellen X64-Test Builds nicht auffällig schlechter als die 32Bit Builds

Dagegen spricht:

Daher sollten wir erst einmal nachvollziehbare Vorteile der 64-bit-builds sammeln und dann weiter sehen. Vielleicht finden sich ein paar freiwillige, die einen X64-RC mal auf Herz und Nieren testen?

Ich hake beim nächsten SeaMonkey Status Meeting mal zu mehr Informationen zum Thema nach.

June 17, 2016 05:39 AM

June 16, 2016

Sören Hentzschel

Firefox 49 kann Leseansicht zur Optimierung der Druckansicht nutzen

Mozilla hat Firefox 49 eine neue Einstellung spendiert, welche es erlaubt, die Architektur der Leseansicht zu verwenden, um die Druckansicht von Webseiten zu optimieren. Dies ist vor allem deshalb praktisch, weil sehr viele Webseiten nicht für den Ausdruck optimiert sind.

Firefox 49 hat eine neue versteckte Einstellung erhalten: über about:config kann der Schalter print.use_simplify_page aktiviert werden, dann erscheint in der Druckvorschau von Webseiten eine neue Checkbox mit der Beschriftung „Vereinfache Seite“. Wird diese Checkbox ausgewählt, entfernt Firefox überflüssige Elemente und stellt den Inhalt in den Vordergrund. Nutzern der Leseansicht dürfte das Prinzip bekannt vorkommen und auch intern steckt nichts anderes dahinter als eben jene Leseansicht. Da die Druckansicht auf den wohl meisten Webseiten nur stiefmütterlich behandelt wird, steckt in dieser Funktion ein echter Mehrwert für jene Nutzer, welche die Druckfunktion innerhalb ihres Browsers nutzen.

Interessante Randnotiz: diese Neuerung wurde von Hewlett Packard beigetragen, welche neben vielen anderen Dingen auch ein Hersteller von Druckern sind.

Der erste Screenshot zeigt die normale Druckansicht am Beispiel eines Artikels von camp-firefox.de, der zweite Screenshot die gleiche Seite mit vereinfachter Ansicht, wie es ab Firefox 49 auswählbar ist:

Firefox 49 Druckansicht Normal

Firefox 49 Druckansicht Vereinfacht

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June 16, 2016 09:26 PM

June 15, 2016

Sören Hentzschel

Container-Tabs: Mozilla aktiviert neues Privatsphäre-Feature in Firefox

Mozilla hat in der Nightly-Version von Firefox 50 ein neues Privatsphäre-Feature standardmäßig aktiviert: Container-Tabs. Diese erweitern das bisherige Profil-Konzept um einen Kontext. Sogenannte Container erlauben beispielsweise, auf einer Webseite gleichzeitig mit unterschiedlichen Benutzerkonten angemeldet zu sein, oder Webseiten privat zu besuchen, ohne aufgrund von Tracking entsprechende Werbung im Arbeits-Kontext zu sehen.

Das Konzept der Container-Tabs wurde bereits im Oktober 2015 auf diesem Blog vorgestellt. Die sogenannten Container stellen getrennte Umgebungen für Cookies, Local Storage, IndexedDB, den HTTP- und den Bilder-Cache dar. Chronik, Lesezeichen, gespeicherte Passwörter sowie Formulardaten hingegen teilen sich alle Container.

Ein möglicher Anwendungsfall, der sich daraus ergibt, ist beispielsweise das Anmelden mit sowohl einer privaten als auch mit einer geschäftlichen E-Mail-Adresse beim gleichen Anbieter – gleichzeitig, ohne einen anderen Browser hinzuziehen zu müssen oder ein privates Fenster dazu zweckzuentfremden. Als weiteres Beispiel wäre denkbar, auf Facebook angemeldet zu sein, ohne dass Facebook einen über die Facebook-Buttons auf Webseiten tracken kann. Wenn es um Tracking geht, ist es natürlich auch bis zur Werbung nicht so weit und so ist ein weiteres denkbares Szenario, dass man Webseiten privat besuchen möchte, ohne entsprechende Werbeanzeigen zu sehen, wenn man Firefox für die Arbeit benutzt.

Mozilla hat die Container-Tabs nun in der Nightly-Version von Firefox 50 standardmäßig aktiviert. Die Betonung liegt dabei auf Nightly-Version, da codeseitig die standardmäßige Aktivierung auf Nightly-Versionen beschränkt ist. Mit anderen Worten: mit einer Aktivierung in der finalen Version von Firefox 50 ist nicht zu rechnen, das wird vermutlich noch etwas länger dauern. Der dazugehörige Schalter in about:config heißt privacy.userContext.enabled.

Ein neuer Container-Tab kann entweder über Datei → Neuer Container-Tab geöffnet werden oder über eine Schaltfläche, welche in das Firefox-Menü, die Symbol- oder Tableiste geschoben werden kann. Das Kontextmenü von Links wurde ebenfalls um einen entsprechenden Punkt erweitert, um Seiten in einem Container zu laden.

Firefox 50 Container-Tabs

Derzeit stehen die folgenden vier Container zur Verfügung: Persönlich, Arbeit, Shopping und Banking. Dass ein Container aktiv ist, erkennt man sowohl an der Beschriftung innerhalb der Adressleiste als auch an der farbigen Markierung oberhalb der Tabs.

Firefox 50 Container-Tabs

Die Arbeiten an dem Feature sind noch nicht abgeschlossen, so sollte man beispielsweise noch nicht erwarten, dass der Kontext bereits an allen Stellen korrekt berücksichtigt wird, doch sind die Arbeiten mittlerweile so weit vorangeschritten, dass Mozilla dieses Feature durch die standardmäßige Aktivierung mehr Testern zugänglich machen möchte.

Wer den Fortschritt verfolgen möchte, kann dies im entsprechenden Meta-Ticket auf Bugzilla tun.

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June 15, 2016 09:43 PM

June 14, 2016

Sören Hentzschel

Firefox 50: Indikator in Adressleiste für erteilte Berechtigungen

Über ein Symbol in der Adressleite gewährt Firefox einen schnellen Zugriff auf Berechtigungen, welche einer Webseite erteilt wurden. Ab Firefox 50 wird direkt anhand des Symbols klar, ob der aufgerufenen Webseite spezielle Berechtigungen erteilt worden sind oder nicht.

Über das Symbol mit dem Buchstaben „i“ in einem Kreis sieht der Nutzer nicht nur Informationen zur Verschlüsselung der Übertragung, auch spezielle Berechtigungen, welche einer Webseite erteilt worden sind, können hierüber gesehen und ggfs. geändert werden. Direkt auf den ersten Blick sehen konnte man bisher nicht, dass einer Webseite spezielle Berechtigungen erteilt worden sind, dazu war zumindest ein Klick auf eben jenes Symbol notwendig.

Ab Firefox 50 deutet ein Punkt auf diesem Symbol an, dass eine Webseite spezielle Berechtigungen besitzt. Dies rückt vom Standard abweichende Berechtigungen mehr in den Vordergrund des Nutzers und gibt dem Nutzer durch die stärkere Wahrnehmbarkeit letztlich mehr Kontrolle.

Firefox 50 Berechtigungen

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June 14, 2016 09:45 PM

June 13, 2016

Sören Hentzschel

About Sync – Add-on für Firefox zeigt synchronisierte Daten an

Wer einen Blick auf die Daten werfen möchte, die Firefox bei Aktivierung der entsprechenden Option zwischen verschiedenen Geräten synchronisiert, kann dies mit dem Add-on About Sync tun.

Das Add-on About Sync von Mozilla-Entwickler Mark Hammond gibt Einblicke in die synchronisierten Firefox-Daten. Während die meisten Nutzer vermutlich keine Verwendung für diese Erweiterung haben, kann es für erfahrenere Anwender durchaus interessante Erkenntnise liefern, insbesondere die Validierung der Lesezeichen-Einträge, welche Abweichungen zwischen Client und Server auflistet. Auf Wunsch können die Daten auch als JSON exportiert oder umgekehrt JSON-Dateien für die Ansicht geladen werden. Auch auf die Sync-Logs gibt es von hier einen schnellen Zugriff, zudem kann konfiguriert werden, welche Art von Log-Nachrichten geschrieben werden sollen.

Firefox About Sync

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June 13, 2016 09:23 PM

June 12, 2016

SeaMonkey-Neuigkeiten

Neue inoffizielle lokalisierte Builds

Blogpost in englischer SpracheDownloadSchon seit ein paar Tagen gib es wieder inoffizielle lokalisierte Builds von Adrian Kalla.  Ich hatte neulich irgendwo das Ergebnis, dass die Datei-Datumsangaben nicht überall korrekt waren, kann mich aber nicht erinnern, wo das war — einfach mal ausprobieren. Für mich besonders erfreulich: es gibt auch mal wieder ein Windows-Build „seamonkey-2.44.de.win64.installer.exe„.

seamonkey-2.47a1.en-US.linux-x86_64.tar.bz2 lief bei mir auf der VirtualBox leider nicht (ein 2.46er tut’s problemlos).

Bitte ausgiebig testen, aber:
Benutzung auf eigene Gefahr! Es ist nie verkehrt, vor den Tests ein Backup des Benutzerprofils zu erstellen.


Clker-GrafkDas SeaMonkey-Projekt lebt dank der Beiträge der Community, auch in Form von finanzieller Unterstützung, jeder noch so kleine Beitrag ist willkommen (Vorschlag: 5 €/Jahr oder Flattr). Möglichkeiten der finanziellen Unterstützung: entweder über den Verein oder über meine private Initiative. Zu den Hintergründen, warum ich diese Initiative ergriffen habe, und warum ich von Spenden an den Verein derzeit abrate, findet ihr hier mehr. Und per Klick auf den Geldhaufen rechts geht es zu meiner Spendeninitiative (nicht in Verantwortung des SeaMonkey-Projekts oder von mozilla). Also spende bitte ein paar Euro. Eine erste Planung und eine Diskussion zur Verwendung des gespendeten Geldes werde ich hier anleiern, wenn das Spendenaufkommen 50,– € überschritten hat.

June 12, 2016 11:46 AM

June 11, 2016

Sören Hentzschel

Firefox 50 bekommt Suche im Opera 12-Stil

Mozilla hat die Suchfunktion von Firefox 50 verbessert. Wie seinerzeit Opera 12 wird beim Suchen der Webseiten-Inhalt gedimmt und standardmäßig alle Vorkommen hervorgehoben. Neue Optionen erlauben dem Nutzer mehr Anpassung als bislang.

Wem die Suchfunktion im alten Opera 12 gefallen hat, darf sich darüber freuen, dass Mozilla die Suchfunktion in der aktuellen Nightly-Version von Firefox 50 geändert hat, welche nun ebenfalls den Inhaltsbereich der Webseite dimmt. Standardmäßig werden jetzt außerdem direkt alle Suchtreffer hervorgehoben. Für die sogenannte Find-As-You-Type-Suche (Einstellungen → Erweitert → Allgemein → Suche bereits beim Eintippen starten) hat Mozilla das Limit der maximalen Suchtrefffer von 100 auf 1.000 Suchergebnisse erhöht. Neue Optionen in about:config ermöglichen die Anpassung an persönliche Vorlieben:

findbar.modalHighlight: Wird diese Option auf false geschaltet, wird das Dimmen des Hintergrunds, welches es bislang nicht gab, wieder deaktiviert. Standard: true.
findbar.highlightAll: Diese Option entspricht der Standard-Einstellung für den Button „Hervorheben“ in der Suchleiste. Wird diese Option auf false geschaltet, werden nicht mehr automatisch alle Suchtreffer hervorgehoben. Vor Firefox 50 war es nicht möglich, das Standard-Verhalten festzulegen.

Mit den neuen Einstellungen profitieren also auch Nutzer von dieser Neuerung, welche die offensichtliche Neuerung des Dimmens nicht mögen, da wenigstens eine praktische neue Einstellung dazu gekommen ist. Ein paar Probleme mit der aktuellen Implementierung sind noch bekannt, werden im Laufe der kommenden Wochen aber sicher gelöst werden.

Firefox 50 Suchleiste

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June 11, 2016 03:57 PM

SeaMonkey-Neuigkeiten

June 09, 2016

Sören Hentzschel

Multiprozess-Architektur soll in Firefox 48 kommen – für erste Nutzer

Läuft alles nach Plan, dann wird Firefox 48 die erste Version mit aktivierter Multiprozess-Architektur sein, welche Mozilla nun schon seit mehreren Jahren entwickelt – zumindest für einen ersten Teil der Nutzer.

Firefox zu einem Multiprozess-Browser umzubauen dürfte einer der größten Umbauten, wenn nicht gar der größte Umbau von Firefox sein, seit es Firefox gibt. Entsprechend lange arbeitet Mozilla bereits an der Multiprozess-Architektur, welche intern auch Electrolysis, oder kurz: e10s, genannt wird.

Wenn Mozilla am 2. August (also acht Wochen nach Veröffentlichung von Firefox 47) Firefox 48 veröffentlichen wird, soll Electrolysis erstmals in einer finalen Version von Firefox standardmäßig aktiviert sein – für einen ersten Teil der Nutzer. Genauer gesagt für schätzungsweise einen Prozent der Firefox-Nutzer. Wer sich in eine der folgenden Gruppen einordnen lässt, ist automatisch für e10s in Firefox 48 disqualifiziert, wird e10s also auf gar keinen Fall bereits in Firefox 48 erhalten: Nutzer von Windows XP, von OS X 10.6 bis 10.8, von Screenreadern oder anderen a11y-Werkzeugen, von Firefox in einer Sprache, in welcher von rechts nach links geschrieben wird, sowie Nutzer mit installierten Add-ons. Diese Gruppen machen zusammen über die Hälfte der Release-Population von Firefox aus.

Ungefähr zehn Tage nach der ersten Ausrollung von e10s an etwa ein Prozent der Firefox-Nutzer sollen genug Daten zur Verfügung stehen, die Mozilla analysieren und zwischen Nutzern mit sowie ohne aktiviertem e10s vergleichen kann. Je nach Ergebnis wird Mozilla die Multiprozess-Architektur dann für weitere Nutzer aktivieren, welche die Anforderungen für e10s in Firefox 48 erfüllen – oder nicht. Auch für den Fall, dass e10s für bestehende Nutzer wieder deaktiviert werden muss, ist Mozilla gewappnet.

Auf Dauer sollen natürlich alle Nutzer Firefox mit aktivierter Multiprozess-Architektur nutzen. Wichtig ist außerdem, dass in dieser ersten Phase lediglich eine Separation zwischen Content- und Browser-Prozess stattfindet, das heißt, dass alle Webseiten noch in einem gemeinsamen Content-Prozess laufen. Die Unterstützung mehrerer Content-Prozesse ist der nächste Schritt, Sandboxing für mehr Sicherheit sowie die Isolierung in eigene Prozesse von Add-ons sind weitere langfristige Ziele.

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June 09, 2016 11:40 PM

Mozilla ruft SOS-Stiftung („Secure Open Source“) ins Leben

Mozilla hat die SOS-Stiftung („Secure Open Source“) ins Leben gerufen, um Open Source-Software sicherer zu machen. SOS ist Teil von Mozillas MOSS-Programm („Mozilla Open Source Support“) und wurde mit einem Startkapital von 500.000 Dollar ausgestattet. Mit PCRE, libjpeg-turbo und phpMyAdmin haben drei bekannte Open Source-Anwendungen bereits eine Sicherheitsprüfung erhalten, welche insgesamt 43 Sicherheitslücken offenlegte.

Im Oktober 2015 hat Mozilla das Mozilla Open Source Support-Programm, kurz: MOSS, gestartet. Ziel von MOSS ist es, Open Source-Projekte finanziell zu unterstützen. Die geförderten Projekte werden teilweise von Mozilla selbst eingesetzt, teilweise werden sie aber auch deswegen gefördert, weil sie mit der Mozilla-Mission konform gehen. Die aktuelle Bewerbungsrunde für eine Ausschüttung von insgesamt 1,25 Millionen Dollar endete vor wenigen Tagen.

Nun hat Mozilla als Teil von MOSS die SOS-Stiftung ins Leben gerufen. SOS steht für Secure Open Source und hat das Ziel, die Sicherheit von Open Source-Software zu verbessern und gravierende Sicherheitsprobleme wie Heartbleed und Shellshock in der Zukunft zu vermeiden.

Mozilla hat SOS zu Beginn mit 500.000 Dollar ausgestattet und hofft darauf, dass sich weitere Unternehmen anschließen und sich finanziell einbringen. Die finanziellen Mittel werden unter anderem dafür genutzt, mit professionellen Sicherheitsfirmen zusammenzuarbeiten, welche häufig genutzte Open Source-Bibliotheken und -Anwendungen hinsichtlich ihrer Sicherheit überprüfen, Projekte beim Implementieren von Sicherheits-Fixes zu unterstützen und sicherzustellen, dass entdeckte Fehler behoben worden sind.

Mozilla hat den Prozess bereits anhand dreier Open Source-Anwendungen getestet, namentlich PCRE, libjpeg-turbo und phpMyAdmin. Insgesamt 43 Sicherheitslücken konnten dabei offen gelegt werden, welche größtenteils bereits behoben worden sind.

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June 09, 2016 07:37 PM

June 08, 2016

Sören Hentzschel

Die Neuerungen von Firefox 47 (Desktop)

Mozilla hat am gestrigen Tag Firefox 47 veröffentlicht. Dieser Artikel fasst die wichtigsten Verbesserungen der neusten Version von Firefox für den Desktop zusammen.

Download Mozilla Firefox 47.0 für Windows, OS X und Linux

Mehr Sicherheit für Firefox-Nutzer

Insgesamt 13 Sicherheitslücken hat Mozilla in Firefox 47 geschlossen, von denen Mozilla zwei als besonders kritisch einstuft. Alleine aus Gründen der Sicherheit ist daher ein Update auf Version 47 für alle Firefox-Nutzer empfohlen.

Über HTTPS aufgerufene Webseiten, für welche eine Sicherheits-Ausnahme hinzugefügt worden ist, werden nicht länger als sicher dargestellt, sondern mit einem Ausrufezeichen in der Adressleiste. Außerdem kann über das Kontrollzentrum bei Klick darauf die Ausnahme nun widerrufen werden.

Firefox 47 HTTPS-Ausnahme

Amazon-Videos ohne Silverlight und weitere Video-Verbesserungen

Firefox-Nutzer auf Windows Vista und höher sowie Apple OS X können ab sofort Amazon-Videos ohne Zuhilfenahme des NPAPI-Plugins Microsoft Silverlight ansehen. Das zur Entschlüsselung der Inhalte benötigte Content Decryption Module (CDM) Google Widevine wird nach dem Start von Firefox heruntergeladen und ermöglicht damit die HTML5-Wiedergabe auf Streaming-Diensten wie Amazon, welche auf Widevine als CDM setzen.

Eingebettete YouTube-Videos findet man auf unzähligen Webseiten. Wird hierfür noch der alte Embedding-Code aus der Zeit vor dem HTML5-Player verwendet, können die Videos nicht ohne das NPAPI-Plugin Adobe Flash Player abgespielt werden. Ab Firefox 47 schreibt Firefox solchen Embedding-Code intern automatisch um, um den HTML5-Player nutzen zu können, sofern der Adobe Flash Player beim Nutzer nicht installiert ist.

Außerdem hat Mozilla den VP9-Codec für die Wiedergabe von Videos auf Systemen aktiviert, welche leistungstechnisch dazu in der Lage sind, VP9 in Echtzeit zu dekodieren. Bislang war VP9 lediglich für Nutzer mit Systemen ohne H.264-Unterstützung aktiviert.

Aktivierungs-Whitelist für NPAPI-Plugins entfernt

Seit Firefox 30 sind NPAPI-Plugins standardmäßig auf Click-to-Play geschaltet, was bedeutet, dass die Plugins zunächst deaktiviert sind und bei Bedarf vom Nutzer für die jeweilige Webseite aktiviert werden können. Ausnahme waren bislang einige Plugins, welche auf einer Whitelist standen; diese waren standardmäßig immer aktiviert. Die Whitelist wurde nun weitestgehend entfernt. Weitestgehend bedeutet, dass der Adobe Flash Player weiterhin eine Ausnahme bleibt und damit das einzige verbliebene NPAPI-Plugin ist, welches, sofern auf dem System des Nutzers vorhanden, standardmäßig aktiviert ist.

Verbessertes Speichern von Lesezeichen

Bei Klick auf den Stern in der Symbolleiste fügt Firefox die aktuelle Webseite zu den Lesezeichen hinzu, genauer zu den unsortierten Lesezeichen oder zu den sonstigen Lesezeichen, wie sie ab Firefox 48 heißen werden. Um ein Lesezeichen woanders zu speichern, war bisher ein zweiter Klick auf den Stern und dann die Wahl eines anderen Verzeichnisses im nun geöffneten Panel notwendig. Ab Version 47 öffnet Firefox direkt das entsprechende Panel und gibt so dem Anwender nicht nur ein direkteres Feedback, sondern verlangt damit auch einen Klick weniger, um das Lesezeichen woanders zu speichern.

Firefox 47 Lesezeichen

Sidebar für synchronisierte Tabs

In Firefox 45 hat Mozilla bereits einen neuen Button implementiert, welcher Nutzern von Firefox Sync einen schnellen Zugriff auf die Tabs von anderen Geräten gewährt. Für Firefox 47 hat Mozilla nun einen weiteren Zugriffspunkt für Tabs von anderen Geräten implementiert. Damit es möglich, die synchronisierten Tabs in einer Sidebar darzustellen und von dort aus aufzurufen.

Firefox 47 Synchronisierte Tabs

Firefox Hello 1.3

Die für Nutzer von Firefox 46 seit Ende Mai ausgerollte Version 1.3 von Firefox Hello wird mit Firefox 47 direkt ausgeliefert. Firefox Hello 1.3 bringt kleinere Verbesserungen wie eine verbesserte Wortwahl in Bezug auf das Teilen von Bildschirminhalten, den Vorschlag am Ende einer Sitzung, diese zu benennen, um sie ggfs. später fortzusetzen, sowie eine experimentelle Neuerung, welche nur für einen Teil der Nutzer aktiviert ist und den Nutzer beim Kopieren einer URL aus der Adressleiste (maximal drei Mal) fragt, ob die URL mit jemandem per Firefox Hello geteilt werden soll.

Firefox Hello 1.3

Firefox Hello 1.3

Tabs erst laden, wenn sie angewählt werden

Sofern Firefox so konfiguriert ist, dass beim Start die Tabs der letzten Sitzung geladen werden sollen, lädt Firefox diese erst dann, wenn der jeweilige Tab aktiviert wird. Um dieses Verhalten zu deaktivieren und direkt alle geöffneten Tabs zu laden, gab es in den Einstellungen eine Option mit der Beschriftung „Tabs erst laden, wenn sie angewählt werden“, welche standardmäßig aktiviert war. Die sichtbare Einstellung wurde in Firefox 47 entfernt und für alle Nutzer mit abweichender Einstellung zurück auf den Standard gesetzt. Grund hierfür sind Performance-Probleme in Zusammenhang mit der kommenden Multiprozess-Architektur Electrolysis, kurz: e10s, welche in Firefox 48 erstmals für einen kleinen Teil der Nutzer den Weg in eine finale Firefox-Version finden soll. Wem das nicht gefällt, kann das Verhalten nach wie vor über about:config konfigurieren. Der entsprechende Schalter trägt die Bezeichnung browser.sessionstore.restore_on_demand.

Performance-Monitor

Unter about:performance findet man einen Performance-Monitor. Dieser gibt Hinweise in Echtzeit zur aktuellen Leistung von Add-ons und Tabs. Performance-Bremsen können hierüber direkt im Falle von Add-ons deaktiviert oder deinstalliert werden, im Falle von Tabs geschlossen oder neu geladen werden.

Firefox 47 Performance-Monitor

Temporäre User-Agent-Emulation auf Tab-Basis

Für Entwickler kann es mitunter praktisch sein, den User-Agent zu manipulieren, um das Verhalten einer Webseite je nach User-Agent zu simulieren. Der Responsive Design-Modus von Firefox 47 hat eine neue Funktion erhalten, um den User-Agent zu Testzwecken für den jeweiligen Tab zu verändern, ohne diesen global und dauerhaft verändern zu müssen. Zu finden ist dieser Modus im Menü unter Entwickler-Werkzeuge → Bildschirmgrößen testen.

Weitere Neuerungen für Webentwickler

Das helle Theme der Entwickler-Werkzeuge wurde modernisiert.

Firefox 47 Entwickler-Werkzeuge Theme

Über about:debugging ist es ab sofort möglich, Push-Benachrichtigungen für Service Workers zu testen.

Firefox 47 Push-Simulation

Die Entwickler-Symbolleieste (Shift + F2) wurde um ein mdn-Kommando erweitert, um CSS-Eigenschaften im Mozilla Developer Network nachzuschlagen. Der Speicher-Inspektor wurde um eine Suchfunktion erweitert.

Das Schriftarten-Panel im Inspektor wurde standardmäßig deaktiviert (about:config-Schalter: devtools.fontinspector.enabled) und Tilt, die 3D-Visualisierung von Webseiten, wurde aufgrund von Inkompatibilität mit der kommenden Multiprozessarchitektur sowie nur sehr geringer Nutzung aus Firefox entfernt. Tilt ist weiterhin, wie es das bereits vor der Integration in Firefox war, als Add-on verfügbar.

Verbesserungen der Webplattform

Auch die Unterstützung von Webstandards wurde in Firefox 47 wieder verbessert. So wurde unter anderem die WebCrypto-API um SHA-2-Algorithmen für PBKDF2 und RSA-PSS-Signaturen erweitert. Weitere Informationen zu Verbesserungen der Webplattform finden sich hier.

Sonstige Neuerungen von Firefox 47

Für Erweiterungs-Entwickler relevant ist die Entfernung der Firefox User Extension Library (FUEL). Add-os, welche davon Gebrauch machen, funktionieren seit Firefox 47 nicht mehr. Weitere Kompatibilitäts-Hinweise für Erweiterungs-Entwickler lassen sich hier nachlesen. Die Seite about:webrtc besitzt nun Schaltflächen zum Löschen der Sitzungsstatistiken respektive des Verbindungsprotokolls. Ein „\“ in der URL behandelt Firefox ab sofort gleich wie ein „/“. Außerdem unterstützt Firefox auf Windows 8 und höher nun unterschiedliche DPI-Einstellungen pro Bildschirm.

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June 08, 2016 09:57 PM

June 07, 2016

Sören Hentzschel

Die Neuerungen von Firefox 47 (Android)

Mozilla hat Firefox 47 für Android veröffentlicht. Dieser Artikel beschreibt die Neuerungen der aktuellen Version des Browsers für das Google-Betriebssystem.

Download Mozilla Firefox 47.0 für Android

Letzte Firefox-Version für Android 2.3

Mozilla stellt die Unterstützung für Android 2.3 (Gingerbread) ein. Firefox 47 ist die letzte Version für diese System, ab Firefox 48 wird mindestens Android 4.0.3 vorausgesetzt. Zur Erinnerung: Android 3.0 bis Android 4.0.2 werden bereits seit Firefox 46 nicht mehr unterstützt.

Mehr Kontrolle über Datenverbrauch

Unter Menü → Einstellungen → Erweitert gibt es eine neue Option, um die Verwendung von Web-Schriftarten zu deaktivieren. Dies kann den Datenverbrauch reduzieren, da zur einfachen Darstellung von Text dann keine außergewöhnlichen Schriftarten mehr heruntergeladen werden.

Außerdem lädt Firefox nicht länger Seiten neu, wenn diese ein Meta-Refresh implementiert haben, Firefox sich aber im Hintergrund befindet.

Unterstützung für WebRuntime (WebRT) entfernt

WebRT, namentlich nicht zu verwechseln mit der Kommunikationstechnologie WebRTC, steht für WebRuntime und ermöglicht die Ausführung von Web-Apps auf Windows, OS X, Linux und Android. Einmal über Firefox installiert, integrieren sich diese in die entsprechende Plattform als wären es native Apps. Nachdem sich dieses Konzept nicht durchsetzen konnte, hat Mozilla die WebRT-Unterstützung in Firefox 47 für Android entfernt.

Sonstige Neuerungen

Um die Sicherheit zu verbessern und sogenanntes HTTPS-Spoofing, also das Vortäuschen einer verschlüsselten Verbindung, zu verhindern, zeigt Firefox für Android wie sein Desktop-Pendant nicht länger das Favicon der entsprechenden Webseite in der Adressleiste an.

Dazu kommen diverse Plattform-Verbesserungen wie eine verbesserte Unterstützung von Webstandards, geschlossene Sicherheitslücken und Bugfixes.

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June 07, 2016 08:14 PM

June 04, 2016

Sören Hentzschel

Firefox 49 bekommt Einstellung für Standard-Lautstärke von Videos

Firefox spielt HTML5-Videos standardmäßig mit einer Lautstärke von 100 Prozent ab. Mozilla hat Firefox 49 nun eine Einstellung spendiert, über welche die standardmäßige Lautstärke konfiguriert werden kann.

Wenn Firefox HTML5-Videos abspielt, dann ist die Lautstärke standardmäßig auf volle Lautstärke, also 100 Prozent eingestellt. Mozilla hat nun eine Einstellung in die Nightly-Version von Firefox 49 integriert, welche es erlaubt, die Standard-Lautstärke einzustellen.

Zum Ändern muss über about:config die Option media.default_volume gesucht werden, welche standardmäßig auf 1.0 für 100 Prozent steht. Wer beispielsweise lieber 50 Prozent hätte, würde hier 0.5 einstellen. Wichtig ist der Punkt statt Komma als Dezimaltrennzeichen.

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June 04, 2016 02:48 PM

June 01, 2016

Sören Hentzschel

Firefox 49: Einfacheres Aktualisieren auf Apple OS X Multi-Nutzer-Systemen

Nutzer vom Apple-Betriebssystem OS X mit mehreren Benutzerkonten können sich darüber freuen, dass ab Firefox 49 das Aktualisieren von Firefox auf diesen Systemen einfacher werden wird.

Bislang war es für Nutzer von Firefox auf Apple OS X nicht möglich, den Mozilla-Browser zu aktualisieren, wenn es sich beim Update ausführenden Nutzer nicht um die Person handelte, welche Firefox ursprünglich installiert hatte. Dies ändert sich ab Firefox 49: dann können auch Nutzer, welche nicht Firefox ursprünglich auf dem System installiert hatten, Firefox aktualisieren – die Zugangsdaten eines Administrators vorausgesetzt.

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June 01, 2016 09:32 PM

SeaMonkey-Neuigkeiten

Kaffee-Pott-Wettbewerb für neue SeaMonkey-Entwickler

Blogpost in englischer SpracheWir machen mal wieder einen Kaffee-Pott-Wettbewerb. Es handelt sich dabei um eine Privatinitiative, nicht um eine „offizielle“ SeaMonkey- oder Mozilla-Aktion.

Als Belohnung für den ersten neuen Entwickler, der 10 Bugfixes erstellt, die es auch in den Code schaffen, gibt es als Belohnung wieder einen SeaMonkeyKaffee-Pott. Ziel der Aktion ist es, einen (winzig-) kleinen Anreiz für Freiwillige zu bieten, die zur Weiterentwicklung von SeaMonkey beitragen wollen;  nicht  teilnahmeberechtigt sind deshalb bekannte Leistungsträger wie Entwickler mit bereits mehr als 4 Bugfixes für SeaMonkey erstellt haben (und schon vor Juli 2015 begonnen haben, zu SeaMonkey beizutragen), gelistete Supporter auf SeaMonkey:Supporters, Council-Mitglieder, sonstig Gelistete auf dev/project-areas, /Modules/All#SeaMonkey (Alle: Stand 2016-05-31 18:00 UTC) oder User mit mehr als 50 „angefassten“ Mozilla-Bugzilla-Bugs seit 1.1.2015. Den Pott stifte ich mehr oder weniger, indem ich den fehlenden Betrag für den Kauf beisteuere, deshalb entscheide ich auch letztlich, wer der Preisträger wird. Vorschläge, Anmerkungen etc. sind natürlich willkommen. Der Wettbewerb läuft, bis der erste neue Entwickler 10 „gepushte“ Bugfixe erstellt hat, längstens aber bis 31.8.2016 24:00 UTC. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen!

Und da das nur ein Spaß ist finde ich, es sollte ein zweiter Pott für den besten wirklich anspruchsvollen Fix (der es tatsächlich in den Code schafft)  aus demselben Teilnehmerkreis gestiftet werden, sofern das Geld dafür zusammen kommt — siehe unten! Der preiswürdigste Bugfix wird von interessierten Experten per Abstimmung (Status-Meeting, …) festgelegt.

Für Teilnahme oder Verfolgung der Aktivitäten auf Mozilla sind sind Grundkenntnisse der Englischen Sprache notwendig, deshalb verweise ich für alles weitere auf den Englischsprachigen Blogpost.

Anmerkungen, Vorschläge, sonst etwas? Kommentieren könnt ihr weiter unten!


Clker-GrafkDas SeaMonkey-Projekt lebt dank der Beiträge der Community, auch in Form von finanzieller Unterstützung, jeder noch so kleine Beitrag ist willkommen (Vorschlag: 5 €/Jahr oder Flattr). Möglichkeiten der finanziellen Unterstützung: entweder über den Verein oder über meine private Initiative. Zu den Hintergründen, warum ich diese Initiative ergriffen habe, und warum ich von Spenden an den Verein derzeit abrate, findet ihr hier mehr. Und per Klick auf den Geldhaufen rechts geht es zu meiner Spendeninitiative (nicht in Verantwortung des SeaMonkey-Projekts oder von mozilla). Also spende bitte ein paar Euro. Eine erste Planung und eine Diskussion zur Verwendung des gespendeten Geldes werde ich hier anleiern, wenn das Spendenaufkommen 50,– € überschritten hat — bei Fortschreibung der bisherigen Entwicklung also etwa im Jahr 2020:-/

June 01, 2016 04:54 AM

May 31, 2016

Sören Hentzschel

Mozilla Thunderbird 45.1.1 veröffentlicht

Die Thunderbird-Community hat Thunderbird 45.1.1 veröffentlicht und gibt dem freien E-Mail-Client damit weiteren Feinschliff nach der Veröffentlichung des großen Funktions-Updates auf Version 45.

Nach den Veröffentlichungen von Thunderbird 45.0 mit zahlreichen Neuerungen im vergangenen Monat und Thunderbird 45.1 Anfang dieses Monats steht nun ein weiteres Update für Mozilla Thunderbird bereit. Die neue Version 45.1.1 bringt keine neuen Funktionen, sondern behebt mehrere Probleme.

So konnte es dazu kommen, dass E-Mails ohne HTML-Elemente als HTML gesendet worden sind, auch wenn das Auslieferungsformat auf automatisch gestellt war. Änderungen an Vorlagen gingen unter Umständen verloren, wenn eine Vorlage in Benutzung war. Kontakte, welche über die Suche gefunden wurden,  konnten nicht gelöscht werden. Über die globale Suche geöffnete Ergebnisse berücksichtigten die Einstellung „mail.threadpane.use_correspondents“ nicht. Des Weiteren gab es bei der Verwendung von Mailinglisten ein Problem mit der Eingabe von Mitgliedern, welches dafür sorgte, dass die Eingabetaste nicht wie gewünscht funktionierte.

Download Mozilla Thunderbird 45.1.1

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May 31, 2016 08:50 PM

May 27, 2016

Sören Hentzschel

Programmiersprache: Rust 1.9 steht bereit

Rust ist eine neue Programmiersprache, in welcher die ebenfalls sich in Entwicklung befindliche neue Rendering-Engine von Mozilla geschrieben wird, die auf den Namen Servo hört. Ab sofort steht Rust 1.9 bereit.

Für die neue Programmiersprache Rust, in welcher auch Mozillas kommende Engine Servo entwickelt wird, ist ein Release-Zyklus vorgesehen, den man ähnlich auch von Firefox kennt: alle sechs Wochen erscheint eine neue Version und gleichzeitig eine erste Betaversion des Nachfolgers der neuen Version. Nachdem vor sechs Wochen Rust 1.8 erschienen ist, steht nun, wenige Tage nach dem ersten Geburtstag von Rust, erwartungsgemäß Rust 1.9 bereit. Wieder einmal sind über 1.000 Patches im aktuellen Release gelandet. Wer sich für die Highlights der neuen Version interessiert, findet in der offiziellen Release-Ankündigung weitere Informationen.

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May 27, 2016 12:35 AM

May 26, 2016

Sören Hentzschel

Mozilla veröffentlicht Transparenz-Bericht für 2015

Mozilla hat einen Transparenz-Bericht für das vergangene Jahr veröffentlicht. In diesem geht Mozilla auf Fragen wie die Häufigkeit von Regierungsanfragen ein, Nutzerdaten auszuhändigen, Inhalte zu entfernen oder gemeldete Urheber- und Markenrechtsverstöße. Solche Transparenz-Berichte sollen in Zukunft zweimal pro Jahr veröffentlicht werden.

Da Transparenz ein wichtiger Teil dessen ist, wofür Mozilla steht und wie Mozilla arbeitet, möchte sich Mozilla in diesem Bereich weiter verbessern und hat in diesem Sinne einen Transparenz-Bericht für das vergangene Jahr veröffentlicht und plant, einen solchen in Zukunft zweimal pro Jahr zu veröffentlichen. Sollte es beispielsweise Regierungsanfragen nach der Aushändigung von Nutzerdaten oder dem Entfernen von Inhalten geben, würde man dies dort erfahren. Spoiler: dem Bericht nach gab es in diesem Zeitraum keine einzige Anfrage dieser Art.

Auch gemeldete Urheber- und Markenrechtsverletzungen von Firefox Add-ons inklusive Themes, Apps aus dem Firefox Marketplace sowie im Mozilla Developer Network werden hier gezählt. Die Anfrage-Nachrichten für gemeldete Verletzungen seit November 2009 werden im Mozilla Wiki aufgelistet.

Der Bericht erhält außerdem einen FAQ-Bereich, in welchem darauf eingegangen wird, wie Mozilla mit solchen Anfragen umgeht und unter welchen Bedingungen Daten entweder, weil das Gesetz es verlangt, oder freiwillig herausgegeben werden können. Ein Beispiel für die freiweillige Herausgabe von Daten findet sich auch in dem Report. So wurden in Zusammenhang mit einer Sicherheitslücke im Bugtracking-System Bugzilla, welche ausgenutzt worden war, um sicherheitsrelevante Informationen zur Ausnutzung einer Firefox-Schwachstelle zu stehlen, beteiligte IP-Adressen mit dem FBI geteilt. Darüber hinaus wird in dem Bericht ein Vorfall genannt, bei dem Mozilla freiwillig Informationen über einen Nutzer an das CyberTipline-System des National Center for Missing & Exploited Children (NCMEC) mitgeteilt hat, weil ein auf addons.mozilla.org hochgeladenes (aber nicht veröffentlichtes) Theme eine sexuelle Ausbeutung von Kindern implizierte.

Mozilla Transparenz-Bericht aufrufen

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May 26, 2016 03:53 PM

SeaMonkey-Neuigkeiten

May 25, 2016

Sören Hentzschel

Firefox OS: Panasonic-Fernseher erhalten Funktionserweiterung per Update

Panasonic hat sowohl für die 2015 als auch für die 2016 veröffentlichten SmartTVs mit Firefox OS Updates veröffentlicht, welche den Funktionsumfang erweitern.

Panasonic erweitert den Funktionsumfang sowohl seines 2015er als auch seines 2016er 4K-Line-ups per Update. Die Geräte beider Line-ups erhalten jeweils eine neue Funktion.

Die Modelle aus dem vergangenen Jahr wurden um eine Timeshift-Funktion erweitert. Diese kann über „MENU ➜ Setup ➜ Setup-Aufzeichnung ➜ Permanente Aufnahme ➜ Auto“ aktiviert werden und erlaubt die Pausierung des Live-Programms, welches innerhalb von 90 Minuten fortgesetzt werden kann.

Für die in diesem Jahr veröffentlichten Geräte mit HDR-Unterstützung gibt es ein Update, von dem Netflix-Nutzer mit Premium-Abo profitieren, denn das Update ermöglicht die Wiedergabe von Netflix-Inhalten in HDR-Qualität. Inhalte von Amazon Instant Prime werden bereits in HDR-Qualität unterstützt.

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May 25, 2016 01:31 AM

May 24, 2016

Sören Hentzschel

Firefox 49 kann (einige) Webkit-Eigenschaften emulieren

Firefox wird ab Version 49 in der Lage sein, einige CSS Webkit-Eigenschaften zu emulieren. Damit verbessert Mozilla die Webseiten-Kompatibilität von Firefox.

Sogenannte CSS Vendor-Präfixe sind, auch wenn die Idee dahinter gut sein mag, oftmals ein Problem. Nämlich dann, wenn Webentwickler die Browser, welche logischerweise die herstellerspezifischen Präfixe der anderen Browser nicht kennen, vergessen oder gar bewusst ignorieren. Die Folge sind Webseiten, welche in den einen Browsern gut aussehen, in anderen Browser aber nicht, obwohl es überhaupt keinen technischen Grund dafür gibt und diese Browser sehr wohl in der Lage wären, die entsprechende Webseite korrekt darzustellen.

Gerade auf Smartphones und Tablets zeigt sich das Ausmaß des Problems, denn dieser Markt wird ganz klar von Webkit-basierten Browsern dominiert, was dazu führt, dass hier besonders gerne andere Browserengines vergessen werden, so dass Firefox sehr viele Webseiten nicht korrekt darstellt, obwohl Firefox von einem technischen Standpunkt aus gesehen wunderbar dazu in der Lage wäre. Letzten Endes interessiert es den Anwender nicht, dass es sich in einem solchen Fall um einen Webseitenfehler handelt, für den Nutzer stellt Firefox entsprechende Webseiten falsch dar, während andere Browser funktionieren.

Für Browser wie Chrome, Opera und Safari ist das überhaupt kein Problem, denn dabei handelt es sich um Webkit-basierte Browser (Googles Blink-Engine unterstützt als Webkit-Fork naheliegenderweise auch die Webkit-Präfixe). Und auch Microsofts neuer Browser Edge unterstützt Webkit-Präfixe.

Firefox besitzt bereits seit Version 39 die Möglichkeit, Webkit-Präfixe zu emulieren. Diese Emulation findet allerdings nur auf ganz bestimmten Webseiten statt, dazu ist eine Whitelist fest in Firefox einprogrammiert, welche überwiegend aus japanischen Webseiten besteht. Nun möchte Mozilla die Webkit-Emulation für wichtige CSS-Eigenschaften flächendeckend verfügbar machen, so dass Firefox-Nutzer weniger kaputte Webseiten sehen.

Einige Webseiten hatten fälschlicherweise berichtet, Firefox 46 würde grundsätzlich Webkit-Eigenschaften emulieren, was allerdings nicht den Tatsachen entspricht. Tatsächlich ist die Nightly-Version von Firefox seit Version 46 dazu in der Lage, nicht aber die finale Version von Firefox 46. Mozilla hat in den letzten Monaten die Unterstützung weiter verbessert und plant die Auslieferung dieser Neuerung in der finalen Version von Firefox 49. Zuvor ist ein zeitweiser Test in der Beta-Phase von Firefox 48 geplant, nicht aber über die volle Länge der Beta-Phase, entsprechend wird es auch keine Auslieferung in der finalen Version von Firefox 48 geben.

Dieser Artikel ist eine aktualisierte Neuauflage des Artikels „Firefox bekommt teilweise Unterstützung für CSS Webkit-Eigenschaften“.

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May 24, 2016 09:45 PM

May 23, 2016

Sören Hentzschel

Firefox 46: Mozilla verteilt Firefox Hello 1.3

Seit Firefox 45 ist Firefox Hello als System-Add-on implementiert. Die Entkoppelung vom Firefox-Core ermöglicht es, einzelne Komponenten von Firefox unabhängig vom Rest des Browsers zu aktualisieren. Mozilla verteilt mit Firefox Hello 1.3 nun zum zweiten Mal ein Feature-Update von Firefox Hello unabhängig von einem Firefox-Update.

Firefox Hello ist Bestandteil von Firefox seit Version 34.0.5. Seit Firefox 45 ist Firefox Hello vom Firefox-Core entkoppelt und wird als sogenanntes System-Add-on ausgeliefert und eigens versioniert. Zwei Wochen nach der Veröffentlichung von Firefox 45 mit Firefox Hello 1.0 hat Mozilla erstmals ein Feature-Update für Firefox-Hello auf Version 1.1.14 veröffentlicht, ohne dass dies abhängig von einem Firefox-Update gewesen wäre. Mit dem Update auf Firefox 46 wurde Firefox Hello schließlich auf Version 1.2.6 aktualisiert und nun, knapp einen Monat später, gibt es wieder ein Update für Firefox Hello. Die neue Version 1.3.2 wird ab sofort an 10 Prozent der Nutzer ausgerollt.

Der Fokus von Firefox Hello liegt auf dem sogenannten Co-Browsing, also dem Teilen von besuchten Webseiten mit anderen. Der Hinweis, dass jemand anderes die aktiven Tabs sehen kann, hatte zuvor impliziert, dass dies bereits der Fall wäre, noch bevor jemand die Einladung angenommen hat. Nun ist die Meldung klarer und unterscheidet sich je nachdem, ob der Gesprächspartner die Einladung bereits angenommen hat oder nicht.

Nach dem Beenden einer Sitzung wird dem einladenden Nutzer nun vorgeschlagen, die Sitzung zu benennen bzw. umzubenennen, um diese zu einem späteren Zeitpunkt wiederzufinden, wenn diese fortgeführt werden soll. Standardmäßig werden Sitzungen mit dem Titel der Seite benannt.

Firefox Hello 1.3

Außerdem fragt Firefox beim Kopieren einer URL aus der Adressleiste unter Umständen nun nach, ob die Seite per Firefox Hello mit jemandem geteilt werden soll. Dabei handelt es sich um ein experimentelles Feature, welches nur für einen Teil der Nutzer von Firefox Hello aktiv ist, auch das Auftreten ist limiert und zwar auf insgesamt drei Mal.

Firefox Hello 1.3

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May 23, 2016 09:49 PM

SeaMonkey-Neuigkeiten

NoScript Security Suite verursacht Zertifikats-Störmeldung

SeaMonkey-Nutzer Norbert S. machte in Bug 1272909 – NoScript Security Suite causes „Invalid Certificate“ Error Message for SeaMonkey download darauf aufmerksam, dass bei installiertem Add-On NoScript Security Suite beim Versuch, die jeweils aktuelle SeaMonkey-Version über die Homepage herunter zu laden, eine Zertifikats-Fehlermeldung wie die rechts abgebildete angezeigt wird, ein Download ist nicht möglich. Bei älteren Versionen und Sprachpaketen tritt das Problem nicht auf, da diese von einer anderen Quelle herunter geladen werden.

Dieses Problem tritt, wie ich jetzt festgestellt habe, auch beim Versuch auf, mit installierter NoScript Security Suite SeaMonkey von der deutschsprachigen Hompage eine SeaMonkey-Version herunterzuladen. Auf der Download-Seite für SeaMonkey 2.39 tritt das Problem bei den ersten 3 Donload-Links (über http://download.mozilla.org/…) auf. Downloads über https://archive.mozilla.org/pub sind nicht betroffen. Auf der deutschen Website ist das Problem nicht auf neuere Versionen beschränkt, Stichproben zeigten das Problem auch für 2.35 und 2.30.

ProblemursacheNoScript veranlasst eine Weiterleitung von der ursprünglichen http://-Adresse auf eine ansonsten gleichlautende https://-Adresse — das geht schief.

Workaround: Hinzufügen von „download.cdn.mozilla.net“ im Menu ‚Extras → Add-on-manager → NoScript – Optionen → HTTPS – Behavior-TAB – „Never force …“ behebt das Problem.

Weiteres Vorgehen: Eine Änderung für die englischsprachige Website habe ich mit dem Verbesserungsvorschlag Bug 1274632 – For SeaMonkey download use https://download-installer.cdn.mozilla.net/ in die Wege geleitet, ob und wann es einen Fix für die deutsche Website geben wird kann ich nicht sagen.

Ich weiß auch nicht, ob andere lokalisierte SeaMonkey-Websites betroffen sind.

May 23, 2016 05:49 PM

May 21, 2016

SeaMonkey-Neuigkeiten

PIA-Sponsor-Link auf der Projekt-Homepage

Blogpost in englischer SpracheSeit ca. 1 Woche findet sich auf der (englischsprachigen) Homepage ein Werbelink zu unserem Sponsor  PIA.  Auf mozilla.dev.apps.seamonkey las ich einen Aufschrei von Al Berk (nie vorher von ihm gehört), der Open-Source-Geist bei SeaMonkey sei in Gefahr — ich teile diese Sorge nicht. Das SeaMonkey-Projekt kann nicht nur von der Arbeit von 20 Arbeitspferden und gelegentlichem Applaus von 100.000 Zuschauer mit zugeknöpften Hosentaschen existieren — gelegentlich wird auch  etwas Geld benötigt. Wer wie Al Berk Sponsoring vermeiden möchte muss halt selbst spenden, und da hapert es leider wohl. Meine Privat-Spendensammlung brachte übrigens seit diesem Zwischenbericht 1,36 € ein, überwiegend meine Test-Flattrs:-/

Im oben genannten Thread versicherte Philip Chee, dass PIAs Eignung als Sponsor vorher sorgfältig überprüft wurde, das sollte ausreichen. Eine Randnotiz im Projekt-Blog wäre natürlich schön, es ist nie zu spät.


Clker-GrafkDas SeaMonkey-Projekt lebt dank der Beiträge der Community, auch in Form von finanzieller Unterstützung, jeder noch so kleine Beitrag ist willkommen (Vorschlag: 5 €/Jahr oder Flattr). Möglichkeiten der finanziellen Unterstützung: entweder über den Verein oder über meine private Initiative. Zu den Hintergründen, warum ich diese Initiative ergriffen habe, und warum ich von Spenden an den Verein derzeit abrate, findet ihr hier mehr. Und per Klick auf den Geldhaufen rechts geht es zu meiner Spendeninitiative (nicht in Verantwortung des SeaMonkey-Projekts oder von mozilla). Also spende bitte ein paar Euro. Eine erste Planung und eine Diskussion zur Verwendung des gespendeten Geldes werde ich hier anleiern, wenn das Spendenaufkommen 50,– € überschritten hat.

May 21, 2016 05:31 PM

Sören Hentzschel

Kennst du schon…? Interessante, aber weniger bekannte Mozilla-Projekte #3

Die meisten kennen Mozilla durch Firefox, einige vielleicht auch noch durch Thunderbird und Firefox OS. Dann aber hört es oft schon auf. Dabei macht Mozilla so viel mehr, was vielen gar nicht bewusst ist. In dieser Artikel-Serie sollen andere Mozilla-Projekte kurz vorgestellt werden, welche nicht so populär wie Firefox, aber nicht minder spannend sind. In der heutigen Ausgabe werden vorgestellt: Heka, MozVR, A-Frame.

Teil 1: Knight-Mozilla OpenNews, Coral-Projekt, Hive Learning Networks
Teil 2: Mozilla Science Lab, Mozilla Advocacy

Mozilla Heka

Heka ist der Name eines in Go entwickelten Werkzeugs von Mozilla zur High-Performance-Datenerfassung, Analyse, Monitoring sowie Reporting, welches vor gut drei Jahren bereits auf diesem Blog vorgestellt worden ist. Heka sammelt Daten durch das Lesen von Log-Dateien, überwacht den Serverstatus und wandelt die gesammelten Daten in ein standardisiertes Format um.

Repository aufrufen: github.com
Dokumentation aufrufen:
hekad.readthedocs.org

MozVR

MozVR ist das VR-Projekt von Mozilla. VR steht für Virtuelle Realität. Wikipedia beschreibt Virtuelle Realität mit den folgenden Worten:

„Als virtuelle Realität, kurz VR, wird die Darstellung und gleichzeitige Wahrnehmung der Wirklichkeit und ihrer physikalischen Eigenschaften in einer in Echtzeit computergenerierten, interaktiven virtuellen Umgebung bezeichnet.“

Virtuelle Realität wird ohne jeden Zweifel eine wichtige Rolle in der Zukunft spielen und selbstverständlich ist auch Mozilla in diesem Bereich vertreten.

Webseite besuchen: mozvr.com
Offizieller Twitter-Kanal: @mozillavr

MozVR

A-Frame

A-Frame ist ein Open Source-Framework für Virtuelle Realität, entwickelt von Mozillas MozVR-Team. Damit ist es möglich, VR-Experiences über HTML-Markup zu erschaffen, ohne dass wie bisher WebGL-Kenntnisse notwendig wären. Man kann sich A-Frame als eine Sammlung sogenannter HTML Custom Elements vorstellen. Diese Elemente sollen plattformübergreifend im Desktop-Browser, mit Okulus Rift-Brille, auf iOS und bald auch auf Android funktionieren. Die Mozilla-Technologie findet bereits unter anderem bei Amnesty International und Washington Post Anwendung.

Webseite besuchen: aframe.io
Offizieller Twitter-Kanal: @aframevr

A-Frame

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May 21, 2016 02:10 PM

May 20, 2016

Sören Hentzschel

Firefox-Tipp: Verhalten der Zurück-Taste konfigurieren

Google hat in Chrome 52 eine Änderung durchgeführt, welche nicht nur auf Begeisterung stößt: die Zurück-Taste der Tastatur kann nicht länger benutzt werden, um eine Seite zurück zu navigieren. In Firefox ist dieses Verhalten traditionell konfigurierbar. Dieser Artikel erklärt, wie.

Die Zurück-Taste der Tastatur kann in den meisten Browsern benutzt werden, um eine Seite zurück zu navigieren. Dies ist standardmäßig auch bei Firefox auf Windows und Apple OS X der Fall, genauso wie bislang auch in Google Chrome. Ab Chrome 52 ist dies nicht länger möglich.

Wer Firefox nutzt, kann sich das Verhalten aussuchen. Dafür muss über about:config der Wert des Schalters browser.backspace_action geändert werden. Standardmäßig steht dieser für Nutzer von Windows und Apple OS X auf 0, was bedeutet, dass die Zurück-Taste benutzt werden soll, um die zuvor besuchte Seite zu öffnen. Auf Linux ist der Standard-Wert 2, was dem neuen Chrome-Verhalten entspricht, bei Druck dieser Taste gar nichts zu tun. Übrigens gibt es einen aktuellen Patch für Firefox, welcher den Standard-Wert auch für Linux auf 0 setzen soll. Aufmerksamen Lesern wird auffallen, dass es zwischen 0 und 2 noch eine weitere Zahl gibt. Firefox bietet tatsächlich noch eine dritte Option an: wird der Schalter auf 1 gesetzt, dann verhält sich die Zurück-Taste identisch zur Bild auf-Taste, um auf der aktuellen Seite ein Stück weit nach oben zu scrollen.

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May 20, 2016 07:01 PM

May 19, 2016

Sören Hentzschel

Programmiersprache Rust feiert einjährigen Geburtstag

Rust ist eine neue Programmiersprache, in welcher die ebenfalls sich in Entwicklung befindliche neue Rendering-Engine von Mozilla geschrieben wird, die auf den Namen Servo hört. Aber Rust findet auch anderswo Verwendung, zum Beispiel bei Dropbox. In dieser Woche hat Rust seinen ersten Geburtstag gefeiert und kann auf beeindruckende Zahlen zurückblicken.

Am 15. Mai 2016 ist es exakt ein Jahr seit der Veröffentlichung von Rust 1.0 her. Seit dem ist vieles passiert. Insgesamt 11.894 Commits, beigetragen durch 702 unterschiedliche Contributors kann das Core-Repository von Rust nachweisen, pro Woche im Durchschnitt 59 Crates, wie Pakete in der Rust-Welt heißen, kein Tag ohne neue Rust-Bibliothek und die beliebteste Programmiersprache nach einer jährlich stattfindenden Umfrage von Stack Overflow mit 56.033 Teilnehmern.

Rust findet nicht nur bei der Entwicklung der kommenden Mozilla-Engine Servo Verwendung. Rust ist bereits seit Firefox 45 Teil des Mozilla-Browsers. Genauer gesagt ist der Code, um MP4-Metadaten zu parsen, für Nutzer von Apple OS X und Linux in Rust geschrieben. Für Windows-Nutzer ist Firefox 48 die erste Version mit Rust-Code. Einiger weiterer Rust-Code wird folgen. Aber auch außerhalb von Mozilla findet Rust Zuspruch. Mit Dropbox setzt beispielsweise ein sehr namhaftes Unternehmen auf Rust.

Wer sich für weitere Fakten des vergangenen Jahres sowie die nächsten Planungen interessiert, sollte den offiziellen Geburtstags-Artikel der Rust-Gemeinschaft (engl.) lesen.

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May 19, 2016 09:54 PM

May 17, 2016

Sören Hentzschel

Für Thunderbird-Entwicklung kann ab sofort gespendet werden

Wer die Entwicklung von Thunderbird unterstützen möchte, kann ab sofort direkt für Thunderbird spenden. Bislang war es nur möglich, allgemein für Mozilla zu spenden und nicht Thunderbird als Ziel der Spende auszuwählen.

Dass für die Entwicklung von Mozilla-Anwendungen gespendet werden kann, ist nicht neu. Allerdings gab es bisher nur ein allgemeines Spendenformular, deren Zweck man nicht näher bestimmen konnte. Nun gibt es eine eigene Spenden-Seite auf der Mozilla-Webseite, welche sich direkt an Thunderbird richtet.

Für Thunderbird spenden

Thunderbird Spende

Thunderbird wird von ehrenamtlichen Mitgliedern der Community und nicht von bezahlten und dafür abgestellten Mozilla-Mitarbeitern entwickelt. Kürzlich wurde Thunderbird 45 mit zahlreichen Neuerungen veröffentlicht. Im Hintergrund werden derzeit die organisatorischen sowie technischen Weichen für die weitere Zukunft von Thunderbird gestellt.

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May 17, 2016 08:25 PM

May 16, 2016

Sören Hentzschel

Mozilla sucht Thunderbird-Architekten und neue organisatorische Heimat

Damit Thunderbird in Zukunft auf eigenen Beinen stehen kann und weniger abhängig von Mozilla und Firefox ist, sucht Mozilla per Stellenausschreibung nach einem Software-Architekten, welcher die technische Situation analysiert und Empfehlungen für die technische Weiterentwicklung ausspricht. Außerdem hat man den Open Source-Advokat Simon Phipps beauftragt, mögliche Kandidaten für eine neue organisatorische Heimat für Thunderbird zu finden.

Mozilla sucht Thunderbird-Architekt

Thunderbird und Firefox sind technisch eng verzahnt, was einen nicht geringen Mehraufwand für die Entwicklung sowohl von Firefox als auch von Thunderbird verursacht. Damit sich Thunderbird und Firefox in Zukunft nicht mehr gegenseitig auf den Beinen stehen, sollen beide Projekte voneinander entkoppelt werden, so dass Mozilla noch mehr Konzentration auf Firefox legen kann und die Thunderbird-Community auf die Weiterentwicklung von Thunderbird statt einen Großteil der ohnehin schon geringen Ressourcen dafür aufzuwenden, mit Mozillas Änderungen für Firefox Schritt zu halten, welche sich mehr oder weniger direkt auch auf Thunderbird auswirken. Gerade in Anbetracht großer bevorstehender Änderungen für Firefox (e10s, XUL- und XPCOM-Deprecation, Servo) dürfte es ansonsten immer schwieriger werden.

Wie bereits Ende des vergangenen Jahres angekündigt, erhält die Thunderbird-Community für diese wichtige Phase Unterstützung durch die Mozilla Foundation. Dies nimmt nun konkrete Formen an. So hat Mozilla die Stelle eines Thunderbird-Architekten für eine Dauer von vier Monaten ausgeschrieben. Die Aufgabe wird es sein, die technische Situation zu analysieren sowie zu dokumentieren und schließlich darauf basierend Optionen mit ihren Vor- und Nachteilen aufzuzeigen sowie schließlich eine Empfehlung auszusprechen, wie es technisch mit Thunderbird weitergehen kann.

Neue organisatorische Heimat

Darüber hinaus geht es darum, die beste organisatorische Heimat für Thunderbird zu finden. Zu diesem Zweck wurde Simon Phipps beauftragt, welcher einen zehnseitigen Report mit Vor- und Nachteilen verschiedener Optionen verfasst hat. Dabei finden verschiedene Faktoren Berücksichtigung wie das Hosting, Finanzierung, personelle Fragen und mehr.

Phipps sieht dabei die Software Freedom Conservancy, die Document Foundation sowie die Mozilla Foundation als lukrativste Optionen, wobei er keine Option als eindeutig beste Option sieht. Als weitere Alternativen, die seiner Ansicht nach weniger geeignet sind, werden die GNOME Foundation, Software in the Public Interest sowie die Apache Software Foundation genannt. Langfristig könnte auch die Gründung einer eigenen Thunderbird Foundation interessant sein, Phipps empfiehlt dies aber nicht als nächsten Schritt.

Die in den USA beheimatete Software Freedom Conservancy hat bereits zugesagt, Thunderbird übernehmen zu wollen, und unterstützt die Idee, Thunderbird langfristig in eine eigene, unabhängige Foundation auszugliedern. Die aus Deutschland kommende Document Foundation hat bereits Erfahrungen mit einem großen Projekt, denn diese steht auch hinter LibreOffice. Deutschland ist auch insofern ein interessanter Standort, als dass Thunderbird in Deutschland die meisten Nutzer hat. Und schließlich gibt es noch die naheliegende Option der Mozilla Foundation, denen Thunderbird bereits sehr gut bekannt ist. Diese Option bedeutet nicht die Beibehaltung des Status Quo, sondern die Aushandlung einer vollkommen neuen Vereinbarung. Allerdings hat die Mozilla Foundation derzeit andere Schwerpunkte wie Internet Advocacy und Leadership Development, nicht größere Software-Projekte (Entwicklerin von Firefox ist die Mozilla Corporation, nicht die Mozilla Foundation).

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May 16, 2016 01:11 AM

May 15, 2016

Sören Hentzschel

Die Neuerungen von Thunderbird 45.0 und Thunderbird 45.1

Der kostenfreie E-Mail-Client Mozilla Thunderbird ist vergangenen Monat in Version 45 erschienen, gefolgt von Thunderbird 45.1 vor wenigen Tagen. Zahlreiche Neuerungen haben es im vergangenen Jahr in die neue Version geschafft. Dieser Artikel fasst die wichtigsten Neuerungen zusammen.

Download Mozilla Thunderbird 45.1

Mehr Sicherheit für Thunderbird-Nutzer

Thunderbird 45.0 schließt zwölf Sicherheitslücken, von denen sechs als besonders kritisch eingestuft werden. Eine weitere kritische Sicherheitslücke wurde in Thunderbird 45.1 geschlossen.

Betrachten von Nachrichten

Die Optionen zum Erlauben externer Inhalte in E-Mails wurden verbessert und sind zum einen nun übersichtlicher gruppiert und wurden zum anderen um eine Option erweitert, um mit einem Klick die externen Inhalte aller aufgeführten Quellen zu erlauben. Zuvor getroffenene Einstellungen basierend auf der Absender-Adresse konnten allerdings nicht migriert werden und müssen ggfs. neu eingestellt werden. Außerdem werden eingebundene Grafiken aus externen Quellen, sofern in der ursprünglichen Nachricht angezeigt, nun auch beim Antworten auf die jeweilige Nachricht angezeigt.

Thunderbird 45

Das Kontextmenü des Mail-Absenders in Nachrichten hat eine neue Option erhalten, um sowohl den Namen als auch die E-Mail-Adresse in die Zwischenablage zu kopieren.

Thunderbird 45

Verfassen von Nachrichten

Der Absender kann ab sofort beim Verfassen einer Nachricht frei bearbeitet werden, sofern dies vom Mail-Server unterstützt wird. Ist mehr als ein Wörterbuch installiert, kann dieses nun auch gewechselt werden, wenn die Betreffszeile fokussiert ist. Die Symbolleiste hat eine Schaltfläche zur direkten Veränderung der Schriftgröße erhalten, so dass nicht länger die Schaltflächen zur Verkleinerung respektive Vergrößerung genutzt werden müssen. Diese vergrößern die Schrift nicht mehr bis ins nahezu Unendliche bei häufigem Klicken. Die Schriftauswahl zeigt nun außerdem auch Schriftarten von eingehenden Nachrichten an, auch wenn diese lokal nicht installiert sind.

Thunderbird 45

Weiterhin wurde ein neues Verhalten bezüglich Zeilenumbrüchen und Absätzen eingeführt, wie man es auch aus Microsoft Office und diversen WYSIWYG-Editoren im Web kennt: durch Eingabe von Enter wird nicht länger eine neue Zeile, sondern ein neuer Absatz erzeugt. Um eine neue Zeile zu erzeugen, muss nun Shift + Enter gedrückt werden. Wer das alte Verhalten wiederherstellen will, kann dies über Einstellungen → Verfassen → Allgemein konfigurieren.

Thunderbird 45

In eben jenen Einstellungen findet sich hinter der Schaltfläche Sende-Optionen eine weitere neue Option. Wie auch schon bisher sendet Thunderbird E-Mails als Reintext, wenn keine Formatierungen gefunden werden und der Empfänger im Adressbuch nicht als „HTML-bevorzugend“ konfiguriert ist. Dieses Verhalten lässt sich an dieser Stelle nun deaktivieren.

Thunderbird 45

Bei Verwendung von chinesischen, japanischen oder koreanischen Schriftzeichen werden nicht weiter unerwünschte Extra-Leerzeichen eingefügt. Die Rechtschreibprüfung überprüft nicht länger unsichtbare HTML-Teile der Nachricht. Das Kopieren und Einfügen von einem Reintext-Editor konnte zu einem Fehlen von Leerzeichen führen, was behoben worden ist. Auch wird die Formatierung in Antworten nun korrekt beibehalten. Darüber hinaus wurde ein Problem behoben, welches dazu führen konnte, dass Original-Entwürfe überschrieben worden sind, wenn gespeicherte Entwürfe als neue Nachricht editiert worden sind. Ebenfalls wurde die Zeichenkodierung der Entwürfe korrigiert.

Adressbücher

Es ist nun sowohl möglich, alle Adressbücher auf einmal zu exportieren als auch Adressbücher mit UTF-8 als Zeichensatz zu exportieren. Der Wohnort der Kontakte kann alternativ zu Google Maps nun auch auf einer OpenStreetMap-Karte angezeigt werden.

Sonstige Verbesserungen

Zu den sonstigen Verbesserungen gehören eine bessere Unterstützung von XMPP-Chaträumen und -Kommandos, die Behebung von XMPP-Verbindungsproblemen, die Behebung möglicher Abstürze beim Parsen von IMAP-Nachrichten sowie fehlgeschlagene Uploads von Anhängen zu box.com und ein mögliches Fehlschlagen des Verschiebens von mehreren Dateianhängen per Drag and Drop.

Die Authentifikation zu Mail.ru ist ab sofort per OAuth möglich. Außerdem wurden Probleme bei der Sortierung von E-Mails behoben.

Gegenseite-Spalte

Mit dem Update auf Thunderbird 45.0 wurde eine neue Spalte für die Nachrichtenliste mit der Bezeichnung Gegenseite eingeführt, welche die Spalten „Von“ und „Empfänger“ kombiniert und standardmäßig angezeigt worden ist. Mit Thunderbird 45.1 hat man dies nach einigem negativen Feedback aus der Community wieder rückgängig gemacht. Über Einstellungen → Erweitert → Konfiguration bearbeiten kann man diese Änderung wieder aktivieren, indem der Schalter mail.threadpane.use_correspondents gesucht und per Doppelklick auf true gestellt wird.

Thunderbird 45.1

Thunderbird 45.1 bringt neben der bereits angesprochenen Änderung bezüglich der Gegenseite-Spalte und einer behobenen Sicherheitslücke noch weitere Fehler-Korrekturen.

So wurde das Verfassen von Nachrichten im Absatz-Modus verbessert und das Drag and Drop-Verhalten von Kontakten im Adressbuch zum Verfassen-Fenster wurde repariert. Elemente der Benutzeroberfläche konnten unter Apple OS X bei Verwendung eines Retina-Displays größer werden, wenn die Maus darüber gefahren wurde, außerdem hatte das Drucken im Verfassen-Fenster nicht mehr funktioniert. Die DIGEST-MD5-Authentifizierung in XMPP war für manche Nutzer fehlgeschlagen und wurde darum deaktiviert. Außerdem wurde das Problem behoben, dass beim Verfassen von Nachrichten fälschlicherweise bei manchen Schriften angemerkt worden war, dass diese nicht installiert wären.

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May 15, 2016 07:56 PM

May 14, 2016

Sören Hentzschel

Firefox 49 wird CPU mit SSE2-Erweiterung voraussetzen

Neben den Betriebssystemen Apple OS X 10.6 bis 10.8 wird Mozilla mit Firefox 49 auch die Unterstützung für Systeme mit CPU ohne SSE2-Befehlssatzerweiterung einstellen.

Mozilla wird ab Firefox 49 nicht mehr auf Systemen mit CPU ohne SSE2-Befehlssatzerweiterung funktionieren. Bislang hatte Firefox nicht einmal SSE vorausgesetzt. Obwohl SSE2 bereits seit vielen Jahren Standard in Prozessoren ist, betrifft dies immerhin nach wie vor rund 0,4 Prozent der Firefox-Nutzer, welche damit ab Version 49 nicht länger Firefox nutzen können.

Zum Vergleich: Google Chrome unterstützt bereits seit der Mitte 2014 erschienenen Version 35 entsprechende Systeme nicht mehr. Nutzer einer 64-Bit-Version ihres Betriebssystems sind von der Änderung auf keinen Fall betroffen, da 64-Bit-Systeme zwingend SSE2 voraussetzen.

Ausschlaggebend für die gehobenen Systemvoraussetzungen ist der geplante Umstieg von Microsoft Visual Studio 2013 auf das aktuelle Visual Studio 2015 zur Kompilierung von Firefox für Windows. Visual Studio 2015 besitzt einen Compiler-Bug, der auf Systemen ohne SSE-Unterstützung zum Absturz von Firefox führt, wenn Firefox mit Visual Studio 2015 kompiliert wird.

Das Voraussetzen von SSE2 bringt aber auch andere Vorteile. So kann Firefox in Zukunft mit SSE2-Optimierungen kompiliert werden, was Verbesserungen der Performance bringen kann. Da IonMonkey, der optimierende JiT-Compiler von Firefox, ebenfalls SSE2 voraussetzt und der Baseline-Compiler nicht einmal annähernd ähnlich performant ist, haben Nutzer ohne entsprechende Hardware-Voraussetzung sowieso schon eine bereits deutlich schlechtere Performance. Außerdem kann Mozilla dann Adobe Primetime zur Dekodierung von Videos auf Systemen benutzen, auf denen kein H.264-Codec vorhanden ist.

Nach aktueller Planung wird Firefox 49 am 13. September erscheinen. Genauso wie bei der Einstellung der Unterstützung von Apple OS X 10.6 bis 10.8 wird Firefox für diese Systeme nicht nur keine Updates mehr erhalten, sondern ab Version 49 nicht einmal mehr installiert werden können.

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May 14, 2016 07:43 PM

Mozilla schüttet 1,25 Millionen Dollar für Open Source-Projekte aus

Im Dezember 2015 hatte Mozilla im Rahmen des Mozilla Open Source Supports bereits eine halbe Million Dollar für Open Source-Projekte ausgeschüttet, welche von Mozilla selbst eingesetzt werden. Nun startet eine neue Finanzierungs-Runde, für die auch andere Open Source-Projekte in Frage kommen. 1,25 Millionen Dollar stehen hierfür zur Verfügung.

Im Oktober 2015 hatte Mozilla erstmals MOSS angekündigt. MOSS steht für Mozilla Open Source Support. Als Organisation, welche als Teil der Open Source-Bewegung entstanden ist, möchte Mozilla damit der Open Source-Welt etwas zurückgeben und Projekte damit unterstützen. In einer ersten Runde wurden Projekte gefördert, welche von Mozilla selbst eingesetzt werden. Sieben solcher Projekte wurden im Dezember 2015 dafür von Mozilla ausgewählt, welche insgesamt 503.000 Dollar erhalten sollten. Für die sogenannte „Foundational Technology“-Unterstützungen kann sich weiterhin beworben werden.

Parallel dazu kann sich ab sofort für „Mission Partners“-Unterstützungen beworben werden. Insgesamt 1,25 Millionen Dollar möchte Mozilla hierfür ausschütten. Der Unterschied zur anderen Ausschüttung ist, dass sich hierfür nicht nur Projekte qualifizieren, welche von Mozilla selbst eingesetzt werden, sondern grundsätzlich alle Open Source-Projekte, welche in Einklang mit der Mozilla-Mission stehen. Bewerbungsschluss für den ersten Teil der „Mission Partners“-Ausschüttung ist der 31. Mai. Die ersten Projekte sollen bereits Mitte Juni angekündigt werden. Bewerbungen werden auch darüber hinaus möglich sein und für zukünftige Ausschüttungen berücksichtigt.

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May 14, 2016 11:02 AM

May 13, 2016

Sören Hentzschel

Mozilla verlangt Offenlegung einer Sicherheitslücke vom FBI

Mozilla hat sich in ein Gerichtsverfahren in den USA eingeschaltet und verlangt die Offenlegung einer Sicherheitslücke durch das FBI. Dieses hatte eine Schwachstelle im Tor-Browser ausgenutzt. Mozilla sieht seine Firefox-Nutzer gefährdet, weil nicht einmal Mozilla die Sicherheitslücke kennt.

Das FBI hatte im Rahmen seiner Ermittlungen gegen eine Kinderpornografie-Börse eine Schwachstelle im Tor-Browser ausgenutzt und Spionage-Software installiert, um Verdächtige so schließlich zu überführen (das so erlangte Beweismaterial wurde mangels korrektem Durchsuchungsbeschluss übrigens abgelehnt). Mozilla versucht nun per Gericht eine Offenlegung der Sicherheitslücke zu erlangen, wie Denelle Dixon-Thayer, Chief Legal and Business Officer bei Mozilla, bekannt gegeben hat. Ein entsprechender 54-seitiger Antrag wurde eingereicht.

Der Tor-Browser basiert auf Firefox von Mozilla. Nicht einmal Mozilla weiß, ob die ausgenutzte Sicherheitslücke im Mozilla-Code steckt und damit, ob auch die knapp 500 Millionen Firefox-Nutzer von der Schwachstelle betroffen sind. Eben jenes bereitet Mozilla Sorge: Sollte der Exploit in die falschen Hände geraten, könnten Millionen von Anwendern mit sogenannter Ransomware infiziert werden. Nach Ansicht von Mozilla sollte Mozilla als Hersteller des Browsers von der Sicherheitslücke erfahren, um diese letztlich schließen zu können, falls sie sich im Mozilla-Code befindet. Derzeit handelt es sich dabei aber um ein Wissen, welches die US-Behörde exklusiv für sich beansprucht.

Update 19.05.2016
Reuters: Mozilla bid to intervene in U.S. child porn case rejected

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May 13, 2016 07:51 PM

May 12, 2016

Sören Hentzschel

Firefox 49: Mozilla verbessert Anpassbarkeit der Lese-Ansicht

Seit Version 38.0.5 besitzt Firefox eine Lese-Ansicht für störungsfreies Lesen von Artikeln. Nachdem diese kürzlich um die Möglichkeit erweitert worden ist, sich Artikel vorlesen zu lassen, wurden nun weitere Möglichkeiten hinzugefügt, die Lese-Ansicht an die individuellen Vorlieben anzupassen.

Mit Firefox 38.0.5 hat Mozilla eine Lese-Ansicht eingeführt. Per Klick auf das Buch-Symbol in der Adressleiste erscheinen Artikel im Web so aufbereitet, dass sie störungsfrei gelesen werden können. Konkret bedeutet dies eine angenehme Farbgebung und Schriftgestaltung sowie keine störenden Elemente wie Werbung. Im Vordergrund steht der Inhalt des Artikels. Der Nutzer kann durch Anpassungen die Lese-Ansicht konfigurieren und hat dabei die Wahl zwischen einer serifen sowie einer serifenlosen Schriftart, kann das Farbschema ändern (Hell, Dunkel, Sepia) und die Schriftgröße anpassen.

Kürzlich hatte Mozilla in die Nightly-Version von Firefox 47 die Möglichkeit integriert, sich Artikel vorlesen zu lassen. Diese Funktion wird leider noch nicht Bestandteil der finalen Version von Firefox 47 sein, weil die dafür notwendige API noch auf Vorab-Versionen von Firefox beschränkt ist, was sich mit einer der nächsten Versionen aber ändern dürfte.

Ab Firefox 48 lädt Firefox die Seite aus dem Cache, wenn die Lese-Ansicht verlassen wird. Bislang hatte Firefox die Seite in dem Fall komplett neu geladen, was in unnötig langen Ladezeiten resultierte.

In Firefox 49 kommen zwei neue Möglichkeiten zur Anpassung der Lese-Ansicht dazu. Zum einen ist es nun möglich, die Textbreite in mehreren Stufen zu verringern oder zu vergrößern, zum anderen kann die Zeilenhöhe nun mehrstufig in beide Richtungen angepasst werden.

Firefox 49 Lese-Ansicht

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May 12, 2016 12:39 AM

May 11, 2016

Sören Hentzschel

Mozilla veröffentlicht Firefox 4.0 für Apple iOS

Mozilla hat Firefox 4.0 für Apple iOS veröffentlicht. Die neue Version bringt unter anderem eine intelligentere Adressleiste, Unterstützung für das Heute-Widget sowie die Möglichkeit, Zertifikatsfehler zu ignorieren, und steht ab sofort zum Download für das iPhone, iPad sowie iPod touch bereit.

Download Mozilla Firefox 4.0 für Apple iOS

Firefox 4.0 für iOS steht ab sofort wie geplant im App Store von Apple zum Download bereit.

Intelligentere Adressleiste

Die Adressleiste von Firefox für iOS durchsucht ab sofort nicht länger nur noch die Chronik mit den bereits besuchten Webseiten, sondern wie man es auch sowohl von Firefox für Desktop-Betriebssysteme als auch von Firefox für Android kennt, die Lesezeichen.

Firefox 4.0 für iOS: Adressleiste

Heute-Widget

Firefox für iOS integriert sich in der neuen Version in das Heute-Widget von iOS, worüber sich schnell ein neuer regulärer Tab, ein neuer privater Tab oder eine zuvor kopierte URL in Firefox öffnen lässt.

Firefox 4.0 für iOS: Heute-Widget

Zertifikatsfehler ignorieren

Wenn das Zertifikat einer über HTTPS aufgerufenen Webseite nicht gültig ist oder als nicht sicher eingestuft wird, dann wird der Besuch üblicherweise durch den Browser unterbunden und eine Fehlerseite angezeigt. Firefox 4.0 für iOS erlaubt es, in einem solchen Fall die Webseite dennoch zu besuchen.

Firefox 4.0 für iOS: Zertifikatsfehler ignorieren

Sonstige Neuerungen

Auch ist es ab sofort möglich, Webseiten per WLAN über die AirPrint-Funktion von iOS auszudrucken. Außerdem kann Firefox nun im Hintergrund Daten synchronisieren, nachdem die App beendet worden ist.

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May 11, 2016 08:13 PM

May 10, 2016

Sören Hentzschel

Firefox: Verbesserungen bei den Lesezeichen

Mozilla hat in den letzten Monaten mehrere kleine Änderungen in Zusammenhang mit den Lesezeichen in Firefox vorgenommen. Dieser Artikel gibt einen Überblick.

Mozilla hat in den letzten Monaten mehrere kleinere Veränderungen bei den Lesezeichen vorgenommen. So werden beim Öffnen der Lesezeichen-Ansicht seit Firefox 46 direkt die unsortierten Lesezeichen angezeigt anstelle des Eltern-Elements „Alle Lesezeichen“.

Zu eben jenen unsortierten Lesezeichen fügt Firefox neue Lesezeichen hinzu, nachdem man auf den Stern in der Symbolleiste geklickt hat. Um ein Lesezeichen woanders zu speichern, war bisher ein zweiter Klick auf den Stern und dann die Wahl eines anderen Verzeichnisses im nun geöffneten Panel notwendig. Ab Version 47 öffnet Firefox direkt das entsprechende Panel und gibt so dem Anwender nicht nur ein direkteres Feedback, sondern verlangt damit auch einen Klick weniger, um das Lesezeichen woanders zu speichern.

Ab Firefox 48 heißen die unsortierten Lesezeichen nicht länger „Unsortierte Lesezeichen“, sondern „Sonstige Lesezeichen“.

In Firefox 49 hat Mozilla eine Neuerung implementiert, welche die fünf zuletzt hinzugefügten Lesezeichen zu Beginn des Lesezeichen-Menüs anzeigt, womit ein schnellerer Zugriff auf die neusten Lesezeichen besteht.

Firefox 49 Lesezeichen-Menü

Wer sich daran stört, braucht nur an einer beliebigen Stelle des Lesezeichen-Menüs die rechte Maustaste zu drücken und kann über das Kontextmenü diese Neuerung ganz einfach deaktivieren. Umgekehrt kann die Neuerung auf die gleiche Weise auch jederzeit wieder aktiviert werden.

Bisher gab es bereits die zuletzt hinzugefügten Lesezeichen als sogenanntes dynamisches Lesezeichen, was durch diese Neuerung obsolet wird. In bestehenden Profilen entfernt Mozilla dieses dynamische Lesezeichen zwar nicht, in neuen Profilen wird es allerdings nicht länger ausgeliefert.

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May 10, 2016 09:52 PM

May 09, 2016

Sören Hentzschel

Firefox: Das ist das neue Test Pilot-Programm

Unter dem Namen Test Pilot wird Mozilla in Kürze ein neues Programm starten, welches es Firefox-Nutzern ermöglicht, potentielle neue Funktionen vorab zu testen und Feedback zu geben. Die zu testenden Funktionen können jederzeit per Klick aktiviert respektive deaktiviert werden.

Wer Firefox schon länger kennt, dem wird der Name Test Pilot vielleicht bekannt vorkommen. Test Pilot war bereits der Name einer Erweiterung der ehemaligen Mozilla Labs. Darüber konnten Nutzer an Umfragen und Nutzungs-Studien teilnehmen. Nun kehrt der Name Test Pilot zurück – für eine neue Initiative, welche Firefox-Nutzern die Möglichkeit gibt, mögliche neue Funktionen per Knopfdruck zu installieren, um diese zu testen und schließlich Mozilla Feedback zu geben.

Test Pilot

Test Pilot

In Kürze wird Mozilla unter testpilot.firefox.com den Zugang zum neuen Test Pilot-Programm aktivieren. Alles, was für die Teilnahme notwendig ist, ist ein sogenannter Firefox Account, welcher unter anderem auch für die Sync-Funktion von Firefox benötigt wird. Nach dem Login installiert der Nutzer das dazugehörige Add-on und sieht anschließend eine Übersicht über die derzeit testbaren Experimente.

Test Pilot

Test Pilot

Das Test Pilot-Programm wird mit drei Experimenten starten: Activity Stream, Tab Center und Universal Search. Zu jedem Experiment gibt es eine Detail-Seite mit weiteren Informationen, worüber ein Experiment aktiviert oder auch deaktiviert werden kann. Firefox selbst zeigt im Browser selbst per Schaltfläche an, welche Experimente derzeit aktiv sind und welche nicht.

Test Pilot

Der Activity Stream wurde bereits auf diesem Blog vorgestellt. Dabei handelt es sich um eine verbesserte Visualisierung der Chronik und Lesezeichen sowie der Seite, die beim Öffnen eines neuen Tabs erscheint.

Activity Stream

Activity Stream

Activity Stream

Tab-Center ersetzt die horizontale Tab-Leiste, wie man sie aus jedem Browser kennt, durch eine vertikale Leiste mit Tabs.

Tab Center

Tab Center

Universal Search erweitert die Adressleisten-Vorschläge um Empfehlungen.

Universal Search

Update 10.05.2016
Test Pilot ist ab sofort online: testpilot.firefox.com.

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May 09, 2016 09:58 PM

May 05, 2016

Sören Hentzschel

Mozilla, Microsoft und Opera wollen Add-on-APIs standardisieren

Die browserübergreifende Entwicklung von Add-ons könnte einen weiteren Schritt nach vorne machen: Mitglieder von Mozilla, Microsoft und Opera wollen Core-APIs für Browser-Erweiterungen standardisieren.

Mozilla, Microsoft und Opera haben einen Vorschlag auf der Mailingliste der Browser Extension Community Group des World Wide Web Consortium (W3C) veröffentlicht. Die Idee ist es, grundlegende Schnittstellen und deren genaues Verhalten zu definieren, um die browserübergreifende Entwicklung von Add-ons zu vereinfachen. Neben den Schnittstellen selbst sollen auch das Manifest-Format sowie das Paket-Format spezifiziert werden.

Eine Standardisierung von Core-APIs bedeutet nicht, dass Browser nicht weiterhin ihre eigenen Schnittstellen haben könnten, welche andere Browser nicht anbieten, und dadurch auf einen bestimmten Funktionsumfang reduziert wären. Dies wird es natürlich auch in der Zukunft geben. Eine Standardisierung würde allerdings die Tür für sogenannte Progressive Verbesserung ebnen, wie man es aus der Entwicklung von Webseiten kennt: statt für alle Browser unterschiedliche Erweiterungen zu veröffentlichen, müsste nur noch eine gemeinsame Erweiterung für alle Browser veröffentlicht werden, welche wiederum erkennt, ob der Browser bestimmte APIs unterstützt, und je nachdem bestimmte Funktionen anbietet oder nicht.

Weitere Informationen
public-browserext@w3.org: Core API Proposal
Dev.Opera: For a Better Extensions Ecosystem
Browser Extension Community Group Charter

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May 05, 2016 10:08 AM

May 04, 2016

Sören Hentzschel

Firefox: Mozilla macht große Fortschritte mit WebExtensions

Während Firefox bereits einige WebExtensions-APIs unterstützt, soll Firefox 48 den offiziellen Start für die neue Add-on-Schnittstelle markieren. In den letzten Monaten hat sich diesbezüglich einiges getan, darunter mehr unterstützte APIs, Vorteile gegenüber klassischen Firefox-Erweiterungen, verbesserte Portabilität von Chrome, Verbesserungen für Erweiterungs-Entwickler und die Unterstützung von WebExtensions in Firefox für Android.

Am 2. August soll Firefox 48 erscheinen. Firefox 48 wird die Firefox-Version sein, in welcher die WebExtensions den Beta-Status verlassen. Mit Firefox 48 erscheint also die erste stabile Version der neuen Schnittstelle für Add-ons. Wie bereits zu den vorherigen Versionen hat Mozilla auch zum Status der WebExtensions in Firefox 48 einen Statusbericht veröffentlicht.

Neue APIs implementiert

Alleine gegenüber Firefox 47 wurden 81 Tickets bezüglich WebExtensions in Mozillas Bugtracker geschlossen. Die folgenden APIs wurden verbessert: alarms, bookmarks, downloads, notifications, webNavigation, webRequest, windows sowie tabs. Außerdem wird die options v2-API zur Umsetzung von Einstellungen nun unterstützt.

Besonders die webRequest-API war ein Fokus für Firefox 48, welche für Privatsphäre- und Sicherheits-Add-ons wie Ghostery, RequestPolicy und NoScript interessant ist und es mittlerweile ermöglichte, Ghostery als WebExtension für Firefox zu umzusetzen.

Mit dem Hinzufügen der request origin-Eigenschaft zeigt Mozilla, dass, obwohl die WebExtensions stark am Erweiterungssystem von Chrome angelehnt sind, Chrome nicht vorgibt, was Erweiterungen in Firefox tun können und was nicht, denn es handelt sich dabei um die erste Erweiterung über das hinaus, was Chrome anbietet.

Weiteres Highlight: die Unterstützung von requestBody in onBeforeRequest. Diese Zugabe erlaubt es dem XSS-Filter der populären NoScript-Erweiterung in bestimmten Situationen mehr als 20 mal so schnell zu sein wie in der XUL-Erweiterung.

Verbesserte Portabilität von Chrome

Dank einer Änderung in Firefox 48 können Add-ons ohne angegebene Add-on-ID im Manifest ausgeführt werden, was bedeutet, dass Chrome-Erweiterungen vollkommen ohne Manifest-Änderung in Firefox genutzt werden können (natürlich vorausgesetzt, dass Firefox die genutzten APIs unterstützt), was die Portierung von Chrome-Erweiterungen noch einfacher macht.

WebExtensions in Firefox für Android

Mit Firefox 48 für Android unterstützt erstmals auch die Android-Version von Firefox WebExtensions. Was Interaktionen mit der Benutzeroberfläche einschließt, wird bislang allerdings nicht unterstützt.

Verbesserungen für Entwickler

In Firefox 45 wurde about:debugging zum temporären Laden von Add-ons eingeführt, was das Testen während der Entwicklung vereinfacht. In Firefox 48 gab es diverse Verbesserungen. So wird hier nun eine Fehlermeldung angezeigt, wenn es Probleme beim Laden einer Erweiterung gibt. Außerdem ist nun auch das Debugging von Background- und Content-Scripts möglich.

Darüber hinaus ist es nicht länger notwendig, das Add-on nach jeder Änderung neu hinzuzufügen. Stattdessen gibt es nun eine Schaltfläche zum Neuladen. Das kürzlich vorgestellte Kommandozeilen-Werkzeug web-ext  wird in Kürze die Möglichkeit erhalten, das Add-on automatisch bei jeder Dateiänderung neu zu laden.

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May 04, 2016 09:32 PM

May 03, 2016

Sören Hentzschel

Mozilla veröffentlicht Firefox 46.0.1

Mozilla hat mit Firefox 46.0.1 ein außerplanmäßiges Update für seinen Browser veröffentlicht und behebt damit mehrere Probleme der Vorgängerversion.

Einige Nutzer hatten nach dem Update auf Firefox 46 von einem Problem berichtet, nach welchem Firefox nicht mehr in der Lage war, Webseiten zu laden. Ursächlich hierfür war einmal mehr sogenannte „Sicherheits“-Software. Mit dem Update löst Mozilla den Konflikt.

Des Weiteren behebt Mozilla mit dem Update das Problem, dass Add-ons mit älteren Signaturen bereits oder bald plötzlich aufhören könnten, zu funktionieren. Dieses Problem war auch der Grund, wieso es vor wenigen Tagen eine automatische Neu-Signierung zahlreicher Add-ons durch Mozilla gab.

Korrigiert wurde auch, dass Firefox bei jedem Aufruf der Sync-Einstellungen eine Anfrage an den Sync-Server geschickt hat, um den Gerätenamen zu aktualisieren, auch wenn dieser gar nicht aktualisiert worden ist.

Außerdem wurde ein Build-Fehler behoben, welcher verhinderte, dass Firefox mit deaktiviertem Just-in-Time-Compiler kompiliert werden konnte, was in erster Linie Linux-Distributionen betroffen hat. Darüber hinaus wurde ein Fehler in der Service Workers-Implementierung korrigiert. Schließlich wurde noch ein Problem mit dem Google-Suchplugin in der japanischen Version von Firefox aus der Welt geschafft.

Firefox ESR 45.1.1 behebt das oben genannte Signierungs- sowie das Build-Problem sowie eine mögliche Absturzursache, Firefox 46.0.1 für Android behebt das Signierungs- sowie das Service Workers-Problem, welches die Android-Version mit der Desktop-Version gemeinsam hat.

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May 03, 2016 09:15 PM

SeaMonkey-Neuigkeiten

Deutschsprachige DMOZ-Einträge für SeaMonkey-Themen

Ich streife gerade auf DMOZ etwas durch die SeaMonkey-bezogenen Einträge, Einzelheiten dazu hier. Das meiste ist grauenvoll veraltet, manches trotzdem noch interessant oder sogar Wert, anderenorts aktualisiert wieder veröffentlicht zu werden. Vielleicht mag mir der eine oder andere hilfreich zur Seite stehen und seine Anmerkungen zu Einträgen hier als Kommentar posten?

Mich würde beispielsweise interessieren, ob der in dem Eintrag „Mozilla Profil auf Windows und Linux Franz Graf beschreibt, wie die selben Profileinstellungen auf einem Rechner von beiden Betriebssystemen gleichzeitig und gemeinsam verwendet werden können“ verlinkte Artikel (oder wohl besser die „neue“ Ausführung?) noch verwertbar und von Interesse ist. Kann jemand etwas beitragen?

May 03, 2016 03:08 PM

May 02, 2016

Sören Hentzschel

Übersicht über System-Add-ons in Firefox

Als Teil des Go Faster-Programms entkoppelt Mozilla einzelne Funktionen vom Firefox-Core und integriert diese als gebündelte Add-ons. Nachdem es in der Nightly-Version von Firefox 49 bereits vier solcher System-Add-ons gibt, soll dieser Artikel einen Überblick verschaffen.

Im Juli 2015 hatte Mozilla angekündigt, Features als Add-ons auszuliefern, nämlich als sogenannte System-Add-ons. Diese lassen sich zwar nicht über den Add-on Manager deinstallieren, bieten durch ihre Form der Integration als Add-on aber andere Vorteile. Durch die Entkoppelung vom Firefox-Core können Verbesserungen unabhängig von regulären Firefox-Updates und damit schneller ausgeliefert werden. Kritische Bugfixes könnten den Nutzer innerhalb von Minuten statt von Tagen erreichen wie Dave Camp, seines Zeichens Director of Engineerings von Firefox, erklärte. Auch macht es diese neue Infrastruktur einfacher, Features zum Testen nur an einen Teil der Nutzer auszuliefern. Denkbar ist außerdem, auch wenn es nicht explizit genannt worden ist, dass es das für Firefox-Derivate vereinfacht, den Browser nur mit den gewünschten Funktionen auszuliefern.

Firefox 49 System-Add-ons

Firefox Hello

In Firefox seit: Firefox 45
Add-on-ID: loop@mozilla.org

Firefox Hello ist seit Firefox 34.0.5 Bestandteil des Mozilla-Browsers und wird seit Firefox 45 als System-Add-on ausgeliefert. Ursprünglich als reine Lösung zur Videotelefonie mittels WebRTC implementiert, liegt der Fokus heute auf dem Co-Browsing, sprich dem Teilen von Bildschirminhalten mit Bekannten. Videotelefonie und Text-Chat unterstützen dies. Firefox Hello hat zwischen der Veröffentlichung von Firefox 45 und Firefox 46 sogar bereits ein Update erhalten, ohne dass Firefox hierfür aktualisiert werden musste.

Pocket

In Firefox seit: Firefox 46
Add-on-ID: firefox@getpocket.com

Seit Firefox 38.0.5 gibt es eine Integration des populären Dienstes Pocket, früher bekannt als Read it Later, im Mozilla-Browser. Per Schaltfläche in der Leseansicht, Schaltfläche in der Hauptsymbolleiste oder Kontextmenüeintrag kann ein Artikel zur Leseliste auf Pocket hinzugefügt werden und steht damit zum späteren Lesen, ebenso von anderen Geräten, zur Verfügung. Auch in Pocket kann die Darstellung konfiguriert werden, die Optionen in der Leseansicht von Firefox sind an die von Pocket angelehnt. Pocket wurde in Firefox 46 zum System-Add-on gemacht.

Multi-process staged rollout

In Firefox seit: Firefox 46
Add-on-ID: e10srollout@mozilla.org

Unter dem Namen Electrolysis, oder kurz: e10s, entwickelt Mozilla seit mehreren Jahren eine Multiprozessarchitektur für Firefox. In eine finale Version von Firefox hat es e10s noch nicht geschafft, aber zumindest die Betaphase hat e10s schon in Form mehrerer Tests erreicht, ursprünglich als Telemetrie-Experimente und zuletzt bereits als System-Add-on. Auch für die finale Version von Firefox sieht Mozilla zunächst eine schrittweise Auslieferung vor. Für die Aktivierung ist dieses System-Add-on zuständig.

Web Compat

In Firefox seit: Firefox 49
Add-on-ID: webcompat@mozilla.org

Mittels Web Compat möchte Mozilla Änderungen unabhängig von Firefox-Updates ausliefern, welche die Kompatibilität mit Webseiten betreffen. So kann es immer wieder vorkommen, dass ein Firefox-Update ungeplante Auswirkungen auf die Funktionalität von Webseiten hat, was mit diesem System-Add-on adressiert werden soll.

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May 02, 2016 09:46 PM

May 01, 2016

Sören Hentzschel

Firefox: Unterstützung für Apple OS X 10.6 bis 10.8 wird im August eingestellt

Firefox läuft auf dem Apple-Betriebssystem OS X von Version 10.6 bis zur aktuellen Version. Die Unterstützung für die Versionen 10.6 bis 10.8 wird im August eingestellt werden.

Wie bereits Anfang März berichtet, plant Mozilla die Einstellung der Unterstützung für alte Versionen von Apple OS X, ehemals Apple Mac OS X. Genauer soll die Unterstützung für Snow Leopard (10.6), Lion (10.7) sowie Mountain Lion (10.8) eingestellt werden. Apple OS X 10.8 hat sein letztes Update von Apple im September 2013 erhalten und war die letzte kostenpflichtige Version des Betriebssystems aus dem Hause Apple. Seit OS X 10.9 sind Upgrades des Betriebssystems kostenlos. Aktuell ist OS X in Version 10.11. Während für einen Teil der Nutzer ein Upgrade kein Problem darstellen sollte, können Nutzer älterer Geräte unter Umständen auf Grund der verwendeten Hardware (wie PowerPCs) nicht aktualisieren.

Mozilla hat den Zeitplan nun konkretisiert. Demnach soll die Unterstützung für die Versionen 10.6 bis 10.8 im August eingestellt werden. Dies würde mit der Veröffentlichung von Firefox 48 korrespondieren. Nutzer von Firefox ESR können noch bis zum Ende des Supports von Version 45 (voraussichtlich Mitte 2017) Firefox auf diesen alten Versionen von Apples Betriebssystem nutzen.

Betroffen von der Plattform-Einstellung wären nach Stand März 2016 etwa 1,2 Prozent der Firefox-Nutzer auf dem Release-Kanal (OS X 10.6: 0,66 %, OS X 10.7: 0,38 %, OS X 10.8: 0,18 %).

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May 01, 2016 11:00 AM

April 30, 2016

Sören Hentzschel

Die Neuerungen von Firefox 46 (Desktop)

Mozilla hat in dieser Woche Firefox 46 veröffentlicht. Dieser Artikel fasst die wichtigsten Verbesserungen der neusten Version von Firefox für den Desktop zusammen.

Download Mozilla Firefox 46.0 für Windows, OS X und Linux

Mehr Sicherheit für Firefox-Nutzer

Insgesamt zehn Sicherheitslücken hat Mozilla in Firefox 46 geschlossen, von denen Mozilla eine als besonders kritisch einstuft. Alleine aus Sicherheitsgründen ist daher ein Update auf Version 46 für alle Firefox-Nutzer empfohlen.

Außerdem hat Mozilla mit W^X (Write XOR Execute) eine aus OpenBSD bekannte Änderung der Speicherverwaltung der JavaScript-Engine in Firefox 46 aktiviert, welche Firefox sicherer machen soll. Mit W^X sind Speicherbereiche immer nur entweder beschreibbar oder ausführbar, aber nie beides gleichzeitig.

Neuerungen für Webentwickler

Das Speicher-Werkzeug der Entwickler-Werkzeuge wurde um eine Dominator-Ansicht erweitert, das Performance-Werkzeug zeigt nun auch Speicherallokationen sowie Informationen zur Garbage Collection an. Die @media-Sidebar des Stilbearbeitungs-Werkzeugs erlaubt nun per Klick auf einen Media Query die Anzeige im Responsive Design Modus direkt in der entsprechenden Größe.

Verbesserungen der Webplattform

Mozilla hat die Performance und Stabilität der WebRTC-Implementierung verbessert. Die Web Crypto API unterstützt ab sofort HKDF. Außerdem wurde Unterstützung für document.elementsFromPoint() hinzugefügt. Das Rendering von skalierten SVG-Dateien, welche die clip- und mask-Eigenschaft nutzen, wurde korrigiert, ebenso wie das Verhalten von Screenreadern mit Leerzeichen in Google Docs-Dokumenten.

Firefox Hello 1.2

Mozilla hat Firefox Hello von Version 1.1.14 auf Version 1.2.6 aktualisiert, womit die Interaktion noch einmal optimiert worden ist. Der Maus-Cursor des Gesprächspartners ist bereits seit Version 1.1 sichtbar, nun werden auch Mausklicks entsprechend visualisiert. Außerdem ist Firefox Hello nun grundsätzlich kompatibel mit der kommenden Multiprozess-Architektur Electrolysis, oder kurz: e10s.

Pocket ist ein System-Add-on

Als Teil des Go Faster-Programms entkoppelt Mozilla einzelne Funktionen vom Firefox-Core und integriert diese als gebündelte Add-ons. Firefox Hello wurde in Firefox 45 zum System-Add-on gemacht. Ab Firefox 46 handelt sich auch bei der Pocket-Integration um ein System-Add-on.

Pocket als Firefox System-Add-on

Sonstige Neuerungen von Firefox 46

Linux-Nutzer dürfen sich freuen, dass Firefox ab sofort GTK+3 anstelle von GTK+2 verwendet. Der Info-Dialog erhält ab sofort einen Link zu den Release Notes der aktuellen Version. Die Lesezeichen-Verwaltung zeigt standardmäßig nun die unsortierten Lesezeichen an. Unter about:profiles kann eine noch als experimentell zu sehende neue Oberfläche zur Profilverwaltung aufgerufen werden. Das Design von about:networking wurde verbessert.

Firefox 46 emuliert KEINE Webkit-Eigenschaften

Normalerweise sollte ein Artikel über Neuerungen nur Dinge beinhalten müssen, welche die neue Version tatsächlich bereitstellt. Da allerdings zahlreiche Webseiten fälschlicherweise berichten, Firefox 46 würde Webkit-Eigenschaften emulieren, soll an dieser Stelle noch richtiggestellt werden, dass diese Aussage falsch ist. Tatsächlich besitzt Firefox 46 eine solche Emulation, diese ist allerdings nur in Nightly- und Aurora-Versionen aktiviert und nicht in der nun veröffentlichten stabilen Version von Firefox 46. Von Hand aktiviert werden kann die Emulation über about:config, indem der Schalter layout.css.prefixes.webkit per Doppelklick auf true gesetzt wird.

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April 30, 2016 09:38 PM

April 29, 2016

SeaMonkey-Neuigkeiten

Rettungsgasse

Ich stolperte im Internet über dieses Filmchen – unglaublich: das soll nicht gestellt sein? Ich glaube eher, die Straße war 3 Tage gesperrt, und dann hat die Film-Crew  die Autos so als “Rettungsgassenbegrenzung” drapiert.

Ich kenne das eigentlich eher so:

Nee doch nicht, die Rettungsgassen, die ich so erlebe, wären zu eng und verstopft gewesen, als dass ein Geisterfahrer eine Chance gehabt hätte.

April 29, 2016 09:04 AM

April 27, 2016

André Jaenisch

Gerücht: Acadine stellt H5OS ein

Heute habe ich in der Mozillians-Telegram-Gruppe erfahren, dass lokalen Nachrichten zufolge Acadine Mitarbeiter entlassen solle. Wer war doch gleich Acadine? Und was sucht das auf einem Blog zu Firefox OS?

Acadine Technologies Logo.png

Wikimedia:
Acadine Technologies Official Website
von Changyu Hu (Public Domain)

Nachdem Mozilla letzten Jahres angekündigt hatte, Firefox OS auf den Connected Devices-Markt (aka IoT, d.h. Internet of Things) auszurichten, waren viele Nutzer sauer. Mich eingeschlossen. Nicht nur sauer, sondern auch frustriert.

Kurze Zeit späterEinige Zeit davor verkündete die chinesische Firma Acadine, den Boot2Gecko-Code zu übernehmen und darauf ein web-basiertes Betriebssystem aufzubauen: H5OS (“HTML 5 OS”). Das Vorhaben wurde mit 100 Millionen USD Wagniskapital finanziert.

Die Idee: Web-Entwickler nicht noch-eine-Sprache aufzuzwingen, wenn sie Apps für das Betriebssystem schreiben wollen.

Zurück zu den Nachrichten.

Peter Chen und Irvin Chen von der Mozilla Taiwan Community waren so freundlich, den Text in’s Englische zu übersetzen.

Demnach käme die Information aus dem oberen Management. Acadine liege im Zwist mit seinem Wagniskapitalgeber Tsinghua Unigroup. Dieser hätte versichert, sich nicht in’s Tagesgeschäft (engl. daily operations) einzumischen und keine Mitglieder in den Vorstand (engl. board) zu entsenden. Kürzlich jedoch habe er verlangt, dass Acadine sich auf den Chinesischen Markt fokussieren solle, während diese dabei waren, sich aus diesem Markt zurückzuziehen. In Folge dessen habe Tsinghua Unigroup die Finanzierung gestoppt und dränge auf Neuverhandlung.

Laut Wikipedia ist Tsinghua Unigroup Teil der Tsinghua Holdings – ein Unternehmen in chinesischer Staatshand mit beschränkter Haftung. Spreadtrum (ein Hersteller von Halbleiter-Bauteilen) ist beispielsweise von ihnen einverleibt worden.

Ich bin gespannt, wie das ausgeht. Ich würde mir schon mehr Konkurrenz auf dem Markt wünschen. Allein schon, damit es nicht wie im Smartphone-Segment nur zwei Player gibt. IoT wird noch genug Probleme bereiten, so dass wir da einen gesunden Wettbewerb benötigen.


April 27, 2016 09:03 PM

SeaMonkey-Neuigkeiten

Frühjahrsputz für die SeaMonkey-Hilfe

Blogpost in englischer SpracheSachstand: 2016-04-27 19:15

Ich habe mal angefangen, systematisch Bugzilla Bug Reports für alle Probleme mit der SeaMonkeyHilfe, die mir auffallen, zu erstellen. Ich möchte erst mal eine Weile sammeln (bis etwa Mitte Mai). Wenn wir dann einen ersten Überblick über Fehler und Möglichkeiten zu deren Behebung haben müssen wir/ich, Freiwillige finden, die Patches für den Quellcode erstellen – meine Kenntnisse sind da sehr begrenzt. Es wird aber sicherlich interessierte Neu-Entwickler (beispielsweise von Openhatch) geben, die sich damit befassen können. Natürlich brauchen wir auch Entwickler, die die Patches in den Quellcode einpflegen und auch weitere Helfer, die diese  Änderungen in die lokalisierten Builds übernehmen.

Jede Hilfe ist willkommen! Bitte ergänzt Eure Ideen in den Bug-Reports oder notfalls auch hier im Blog.

Meta-bug für dise Arbeit: Bug 1268037 (meta) Help cleanup 2016

April 27, 2016 05:48 AM

April 26, 2016

Sören Hentzschel

Die Neuerungen von Firefox 46 (Android)

Mozilla hat Firefox 46 für Android veröffentlicht. Dieser Artikel beschreibt die Neuerungen der aktuellen Version des Browsers für das Google-Betriebssystem.

Download Mozilla Firefox 46.0 für Android

Unterstützung von Laufzeit-Berechtigungen unter Android 6.0+

Wenn Firefox auf einem Smartphone oder Tablet mit Android installiert wird, muss Firefox hierfür eine ganze Reihe von Berechtigungen gewährt werden, damit der Mozilla-Browser alle Funktionen anbieten kann, die möglicherweise irgendwann einmal benötigt werden. Mit Android 6.0 hat Google ein praktisches, neues Feature eingeführt, welches es Anwendungen erlaubt, einzelne Berechtigungen erst dann anzufragen, wenn sie wirklich benötigt werden. Mozilla unterstützt die Laufzeit-Berechtigungen erstmals ab Firefox 46. Links im Screenshot: Installation bis Firefox 45, rechts: ab Firefox 46.

Android Laufzeit-Berechtigungen

Android Laufzeit-Berechtigungen

Firefox schlägt populäre Webseiten vor

Firefox 46 für Android erhält neue vordefinierte Vorschaukacheln für den Startbildschirm. Dabei handelt es sich um die fünf weltweit am häufigsten besuchten Webseiten gemäß Alexa. Die Kacheln werden bei Nutzung von Firefox durch besuchte Webseiten ersetzt, so dass wirklich nur neue Nutzer die vordefinierten Kacheln überhaupt zu Gesicht bekommen. Diese können aber auch direkt gelöscht oder durch andere Webseiten ersetzt werden, indem die entsprechende Option nach einem langen Druck auf eine Kachel ausgewählt wird.

Firefox 46 für Android Kacheln

Natürlich schlägt auch die Adressleiste von Firefox bei der Eingabe bereits besuchte Webseiten vor. Neue Nutzer haben noch keine Webseiten besucht, können dementsprechend also keine Webseiten vorgeschlagen bekommen. Auch hier liefert Firefox ab Version 46 populäre Webseiten gemäß Alexa als Vorschläge und kann dabei auf eine Liste von 455 Webseiten zurückgreifen.

Unterstützung von Apple Touch-Icons

Durch das Festlegen eines Apple Touch-Icons kann der Entwickler einer Webseite festlegen, wie die Seite auf dem Startbildschirm des iPhones oder iPads dargestellt wird, wenn der Nutzer dort eine Verknüpfung zur Seite ablegt. Auch Firefox für Android bietet die Möglichkeit, Verknüpfungen zu Webseiten auf dem Startbildschirm des Smartphones oder Tablets abzulegen. Ab Firefox 46 verwendet der Mozilla-Browser hierfür das Apple Touch-Icon, sofern eines vorhanden ist.

Signierung von Add-ons erforderlich

Zum Schutz seiner Nutzer hat Mozilla eine Signaturpflicht für Add-ons in Firefox eingeführt. Für Add-ons, welche auf Mozillas Add-on-Webseite AMO (addons.mozilla.org) gehostet werden, ändert sich dadurch nichts, da die Signierung automatisch im Zuge des Reviews erfolgt. Wer sein Add-on auf einer anderen Webseite hostet oder ein fremdes Add-on zu privaten Zwecken selbst angepasst hat, kann dies auch weiterhin tun, muss dafür aber sein Add-on signieren lassen. Seit Version 43 erfordert die Desktop-Version von Firefox eine Signierung für Add-ons, mit Version 46 zieht die Android-Version nach.

Nicht länger für Android 3.0 verfügbar

Firefox 45 war die letzte Version für Android 3.0 bis 4.0.2. Ab sofort erfordert Firefox für Android mindestens Android 4.0.3 – oder das alte Android 2.3. Allerdings wird ab Firefox 48 auch Android 2.3 nicht mehr unterstützt werden.

Keine Unterstützung von Sync 1.1 mehr

Ebenfalls nicht mehr unterstützt wird Sync 1.1. Mozilla hatte die Sync 1.1-Server bereits im Oktober 2015 zugunsten des mit Firefox 29 eingeführten Sync 1.5 abgeschaltet. Nun wurde die Unterstützung des alten Sync-Protokolls auch aus Firefox für Android entfernt. Wer einen eigenen Sync-Server betreibt, konnte weiterhin Sync 1.1 nutzen, muss spätestens nun aber auf Sync 1.5 migrieren.

Sonstige Neuerungen

Firefox 46 für Android zeigt nach erfolgreichem Herunterladen einer Datei nun eine Snackbar mit einem entsprechenden Hinweis an. Bei Benachrichtigungen über Tabs, welche im Hintergrund geladen werden, werden ab sofort auch die URLs angezeigt. Das Menü wurde um Einträge für die Chronik sowie die Lesezeichen erweitert.

Dazu kommen diverse Plattform-Verbesserungen wie eine verbesserte Unterstützung von Webstandards, geschlossene Sicherheitslücken und Bugfixes.

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April 26, 2016 09:39 PM

SeaMonkey-Neuigkeiten

AMO Browsing for SeaMonkey 0.9.12 auf der AMO-Plattform

Blogpost in englischer SpracheDer Review-Prozess für die Aufnahme des tollen Tools auf der AMO-Platform läuft. Könnten wir bitte noch ein paar Test-Resultate (hier als Kommentare) mit Erfahrungen mit dem Add-On AMO Browsing for SeaMonkey 0.9.12  auf anderen Betriebssystemen (MAC, Linux) bekommen?

Außerdem wäre mehr Feedback bezüglich der Kompatibilität von konvertierten Add-Ons hilfreich, bitte schickt mir Emails entsprechend dem Vorschlag auf der Download-Seite.

April 26, 2016 05:52 AM

April 25, 2016

Sören Hentzschel

Firefox 48 bekommt DOM-Panel aus Firebug

Die Entwickler-Werkzeuge von Firefox haben sich in den letzten Jahren prächtig entwickelt und machen eine Erweiterung wie Firebug immer weniger notwendig. Nun hat Mozilla auch ein DOM-Panel integriert, wie man es aus Firebug kennt.

Mozilla arbeitet weiterhin mit den Firebug-Machern zusammen, um die direkt in Firefox integrierten Entwickler-Werkzeuge so mächtig zu machen, dass kein Firebug mehr notwendig ist. Seit wenigen Tagen ist sogar das Firebug-Theme direkt in Firefox integriert.

Firefox 48 DOM-Panel

Firebug gehört zu den populärsten Erweiterungen für Firefox und ist bei Webentwicklern sehr beliebt. Da es nur wenig Sinn ergibt, zahlreiche Funktionen zu duplizieren, die Firefox mittlerweile selbst hat, und der Aufwand enorm wäre, Firebug kompatibel mit der kommenden Multiprozessarchitektur von Firefox (Electrolysis / e10s) zu machen, arbeitet man daran, bestimmte Dinge, welche Firebug den in Firefox integrierten Werkzeugen noch voraus hat, direkt in Firefox zu implementieren.

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April 25, 2016 09:59 PM

April 24, 2016

Sören Hentzschel

Firefox 47: Amazon-Videos können ohne Silverlight abgespielt werden

Nutzer von Firefox 47 können auf Amazon ab sofort Videos ohne Zuhilfenahme des Silverlight-Plugins von Microsoft ansehen. Möglich ist dies durch HTML5 und den Webstandard Encrypted Media Extensions.

Bereits vor zwei Wochen wurde auf diesem Blog berichtet, dass Mozilla das Widevine-CDM von Google in die Nightly-Version von Firefox 48 integriert hat. CDM steht für Content Decryption Module und wird zur Entschlüsselung DRM-geschützter Videoinhalte in HTML5 benötigt. Zu diesem Zweck wird Firefox bereits seit Version 38 mit dem von Netflix verwendeten Adobe Primetime ausgeliefert.

Adobe Primetime ermöglicht allerdings keine Wiedergabe von Amazon-Videos, da Amazon Widevine von Google verwendet. Mozilla hat die notwendigen Änderungen nun direkt in die Developer Edition von Firefox 47 integriert, was bedeutet, dass Widevine bereits die finale Version von Firefox 47 erreicht, welche nach aktuellem Plan am 7. Juni erscheinen soll.

Nutzer der Developer Edition von Firefox 47 können bereits jetzt Videos auf Amazon ganz ohne Microsoft Silverlight ansehen. War vor zwei Wochen zusätzlich zur Verwendung einer Nightly-Version von Firefox 48 auch noch eine Manipulation des User-Agents auf den von Chrome notwendig, funktioniert dies nun auch mit dem originalen User-Agent von Firefox.

Dies ist ein wichtiger Schritt für eine NPAPI-freie Zukunft. NPAPI-Plugins wie Microsoft Silverlight sind eine häufige Quelle für Instabilitäten, Performance-Probleme sowie Sicherheitslücken. Google Chrome und Microsoft Edge unterstützen bereits keine NPAPI-Plugins mehr. Primetime und Widevine laufen in einer speziellen CDM-Sandbox, welche mehr Sicherheit verspricht als Lösungen über NPAPI-Plugins.

Widevine steht derzeit nur für Nutzer von Windows Vista und höher sowie Apple OS X zur Verfügung.

Firefox 47 Google Widevine

Firefox 47 - Amazon Video ohne Silverlight

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April 24, 2016 04:14 PM

April 22, 2016

SeaMonkey-Neuigkeiten

April 21, 2016

Sören Hentzschel

Firefox: Mozilla und Canonical verlängern Ubuntu-Partnerschaft

Mozilla und Canonical haben heute die Verlängerung ihrer Partnerschaft angekündigt. Damit wird Firefox auch in Zukunft der Standard-Browser von Ubuntu sein. Außerdem wird Mozilla ab diesem Jahr Firefox-Versionen im neuen Snap-Format ausliefern.

Canonical hat Ubuntu 16.04 LTS Xenial Xerus veröffentlicht. Firefox bleibt auch nach über zehn Jahren weiterhin der Standard-Browser der beliebten Linux-Distribution. Dies haben Mozilla und Canonical heute bekannt gegeben.

Mozilla möchte außerdem in diesem Jahr damit beginnen, Firefox im neuen Paketformat Snap für Nutzer von Ubuntu auszuliefern.

„Ubuntu version 16.04 will include the introduction of the snap infrastructure. With the snap format, we will be able to continually optimize Firefox on Ubuntu. Like our rapid engineering release cycle, snap format will allow us to provide Linux users the most up-to-date features, in particular security patches, even after major Operating System ship dates.

Previously, a static version of Firefox would ship with each new Operating System version for the lifecycle of that OS. With the snap format, new features can be released to users of older OS versions too. Later this year, we will offer Firefox in snap format making it easier to push the browser directly to users rather than relying on an intermediary to accept updates before they reach users.“

 

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April 21, 2016 09:07 PM

April 20, 2016

Sören Hentzschel

Firefox 48 mit Firebug-Theme für Entwickler-Werkzeuge

Firefox-Nutzer haben die Auswahl zwischen einem dunklen und einem hellen Theme für die Entwickler-Werkzeuge. Um bisherigen Firebug-Nutzern den Umstieg zu erleichtern, werden die direkt in Firefox integrierten Entwickler-Werkzeuge ab Firefox 48 zusätzlich noch mit einem dritten Theme ausgeliefert, welches an die beliebte Erweiterung Firebug angelehnt ist.

Firebug gehört zu den populärsten Erweiterungen für Firefox und ist bei Webentwicklern sehr beliebt. Da es nur wenig Sinn ergibt, zahlreiche Funktionen zu duplizieren, die Firefox mittlerweile selbst hat, und der Aufwand enorm wäre, Firebug kompatibel mit der kommenden Multiprozessarchitektur von Firefox (Electrolysis / e10s) zu machen, arbeiten Mozilla und die Firebug-Macher bereits seit einiger Zeit zusammen, um die letzten Dinge, welche Firebug den in Firefox integrierten Werkzeugen voraus hat, direkt in Firefox zu implementieren.

Damit sich bisherige Firebug-Nutzer direkt wohl fühlen, wenn es in Zukunft kein Firebug mehr geben wird, wurde nun das Firebug-Theme für die Entwickler-Werkzeuge von Firefox in die aktuelle Nightly-Version von Firefox 48 integriert. Diese erste Integration ist noch nicht perfekt, weitere Verbesserungen können im entsprechenden Meta-Ticket in Mozillas Bugtracker verfolgt werden.

Bereits in Firefox 47 wurde das standardmäßig aktivierte helle Theme der Entwickler-Werkzeuge überarbeitet und die Icons für sowohl das helle als auch das dunkle Theme in Firefox 48 ausgetauscht, womit die Entwickler-Werkzeuge nun wesentlich moderner wirken als zuvor.

Firefox 48 Entwickler-Werkzeuge Themes

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April 20, 2016 09:52 PM

April 19, 2016

Sören Hentzschel

Wieso Nutzer von Google Chrome auf Windows XP/Vista jetzt den Browser wechseln sollten

Google hat seinen Browser Chrome in Version 50 veröffentlicht. Diesen gibt es allerdings nicht länger für Nutzer von Windows XP und Windows Vista. Entsprechende Nutzer sollten möglichst schnell den Browser wechseln, um nicht anfällig gegenüber Sicherheitslücken des Browsers zu sein. Eine Option ist Firefox. Seitens Mozilla ist bislang keine Einstellung der Unterstützung von Windows XP und Windows Vista geplant. Ähnliches gilt auch für Nutzer älterer Versionen von Apple OS X.

Mit dem Update auf Google Chrome 50 schauen, wie bereits Ende des vergangenen Jahres berichtet, Nutzer von Windows XP, Windows Vista sowie Apple OS X 10.6 bis 10.8 in die Röhre, denn für diese Plattformen gibt es den Google-Browser nicht länger. Dies bedeutet, dass die Verwendung von Chrome auf diesen Plattformen ein hohes Sicherheitsrisiko darstellt, welches mit der Zeit immer größer und nicht mehr kleiner werden wird.

Um weiterhin mit notwendigen Sicherheits-Updates versorgt zu werden, ist ein Wechsel des Browsers notwendig. Hierbei gibt es natürlich verschiedene Optionen. Eine Option sowohl für Nutzer älterer Windows-Versionen als auch für Nutzer älterer OS X-Versionen ist Firefox. Mozilla plant weiterhin mit Windows XP, welches von nach wie vor zwölf Prozent aller Firefox-Nutzer genutzt wird, und mit Windows Vista sowieso.

Im Unterschied dazu wird die Einstellung der Unterstützung von OS X 10.6 bis 10.8 auch bei Mozilla diskutiert. Eine Entscheidung steht hier nach wie vor aus, für den Moment gilt aber auch für diese Plattformen Firefox weiterhin als sicher.

Aber auch andere Browser sind eine Option, solange sie weiterhin Sicherheits-Updates erhalten. Für Nutzer von OS X könnte dies beispielsweise Apple Safari sein, für Nutzer von Windows Vista könnte es der Internet Explorer von Microsoft sein, allerdings nur die alte Version 9, denn neuere Versionen existieren nicht für Windows Vista. Achtung: Windows XP wird von Microsoft schon länger nicht mehr unterstützt, damit auch nicht mehr der Internet Explorer. Auch Windows Vista erreicht bereits in weniger als einem Jahr sein Lebensende. Ein Upgrade des Betriebssystems sollte von entsprechenden Nutzern also dringend erwogen werden, denn Sicherheitslücken existieren nicht nur in veralteten Browsern, sondern natürlich auch in veralteten Betriebssystemen. Und mit einem aktuellen Betriebssystem kommt auch wieder die Freiheit zurück, jeden Browser nutzen zu können.

Sollte sich die Situation bezüglich Firefox für Windows XP, Windows Vista und / oder Apple OS X 10.6 bis 10.8 ändern, wird man es auf diesem Blog selbstverständlich umgehend lesen können.

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April 19, 2016 09:29 PM

April 18, 2016

Sören Hentzschel

Firefox: Apple Quicktime-Plugin für Windows blockiert

Mozilla blockiert ab sofort das Quicktime-Plugin für Windows. Dieses besitzt kritische Sicherheitslücken und wird seitens Apple keine weiteren Updates mehr erhalten.

Apple Quicktime für Windows wird nicht mehr weiterentwickelt, besitzt aber mehrere kritische Sicherheitslücken. Aus diesem Grund blockiert Mozilla ab sofort das Quicktime-Plugin für Firefox auf Windows-Systemen, was bedeutet, dass das Plugin bei entsprechenden Nutzern automatisch deaktiviert wird und nicht mehr länger nutzbar ist. Nutzer von OS X sind von dieser Maßnahme nicht betroffen, da Quicktime für das Apple-eigene Betriebssystem weiterhin Aktualisierungen erhalten wird.

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April 18, 2016 09:22 PM

April 17, 2016

Sören Hentzschel

web-ext: Mozilla-Werkzeug zur Entwicklung von WebExtensions

Mit web-ext hat Mozilla ein neues Kommandozeilen-Werkzeug vorgestellt, welches hilfreich für die Entwicklung der sogenannten WebExtensions ist, dem neuen Standard für Firefox-Add-ons.

Im August 2015 hatte Mozilla die WebExtensions erstmals offiziell angekündigt. WebExtensions sind kompatibel mit der kommenden Multiprozessarchitektur von Firefox und bieten viele API-Übereinstimmungen mit dem Erweiterungssystem von Google Chrome, was die browserübergreifende Entwicklung von Add-ons für Chrome, Opera, Firefox und möglicherweise in Zukunft auch Microsoft Edge deutlich vereinfachen soll.

Mit web-ext gibt es nun ein neues Kommandozeilen-Werkzeug, welches bei der Entwicklung von WebExtensions hilfreich sein kann. Installiert wird dieses über npm, node.js ist also Voraussetzung. Zur Installation einfach folgende Zeile in die Kommandozeile eingeben:

npm install –global web-ext

Nach der Installation stehen praktische Kommandos zur Verfügung, welche im Verzeichnis mit den Dateien der Erweiterung ausgeführt werden können.

Mittels web-ext run wird der aktuelle Code als Erweiterung in einer Firefox-Instanz ausgeführt. Das Kommando web-ext build erstellt eine in Firefox installierbare xpi-Datei. Und schließlich gibt es noch web-ext sign, um nicht nur eine installierbare xpi-Datei zu generieren, sondern diese gleichzeitig über die Signierungs-API von addons.mozilla.org signieren zu lassen.

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April 17, 2016 08:23 PM

SeaMonkey-Neuigkeiten

Neu: AMO-Browsing-for-SeaMonkey 0.9.11

Blogpost in englischer SpracheDie neue Version dieses Add-Ons  dient hauptsächlich der Erfüllung von Voraussetzungen, um es auch auf der AMO-Plattform veröffentlichen zu können (Bug 1224520 Upload „AMO Browsing for SeaMonkey“ to AMO). Das Aussehen des ergänzenden Textes für die AMO-Add-On-Downloadseiten wurde etwas gefälliger gestaltet, ein zusätzliches Style-Sheet sollte zukünftige Änderungen erleichtern.

Die eigentliche Funktion blieb unverändert, so dass es für Nutzer keinen zwingenden Grund für ein Update von Version 0.9.10 to 0.9.11 gibt.

Um über neue Versionen auf dem Laufenden zu bleiben kann einfach ein Feed abonniert werden.

Subscribe_AMO-Browsing_Feed

April 17, 2016 06:53 AM

April 16, 2016

Sören Hentzschel

Firefox 48 Entwickler-Werkzeuge: Leichteres Bewegen von positionierten Elementen

Die Entwickler-Werkzeuge von Firefox 48 haben eine neue Funktion erhalten, um absolut, relativ oder fest positionierte Elemente per Drag and Drop direkt auf der Webseite zu verschieben.

Mozilla hat den Entwickler-Werkzeugen in der Nightly-Version von Firefox 48 eine kleine, aber feine Neuerung spendiert. So erscheint im Box-Modell-Panel bei Elementen, welche die CSS-Eigenschaft position auf absolute, relative oder fixed gesetzt haben, eine neue Schaltfläche, welche die Möglichkeit zum Verschieben des entsprechenden Elements per Drag and Drop direkt „am lebenden Objekt“ aktiviert.

Firefox 48 Position-Tool

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April 16, 2016 09:13 PM

April 14, 2016

Sören Hentzschel

Programmiersprache: Rust 1.8 steht bereit

Rust ist eine neue Programmiersprache, in welcher die ebenfalls sich in Entwicklung befindliche neue Rendering-Engine von Mozilla geschrieben wird, die auf den Namen Servo hört. Ab sofort steht Rust 1.8 bereit.

Für die neue Programmiersprache Rust, in welcher auch Mozillas kommende Engine Servo entwickelt wird, ist ein Release-Zyklus vorgesehen, den man ähnlich auch von Firefox kennt: alle sechs Wochen erscheint eine neue Version und gleichzeitig eine erste Betaversion des Nachfolgers der neuen Version. Nachdem vor sechs Wochen Rust 1.7 erschienen ist, steht nun erwartungsgemäß Rust 1.8 bereit.

About 1400 patches were landed in this release. […] There are two new features in Rust 1.8, as well as good news for Windows users! Additionally, work is underway to replace our make-based build system with one based on Cargo.

Vollständige Release-Ankündigung zu Rust 1.8

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April 14, 2016 09:01 PM

April 13, 2016

Sören Hentzschel

Firefox 47: Mozilla entfernt Aktivierungs-Whitelist für NPAPI-Plugins

Seit Firefox 30 sind NPAPI-Plugins standardmäßig auf Click-to-Play geschaltet – mit Ausnahme einiger Plugins, welche auf einer Whitelist stehen. Diese sind standardmäßig immer aktiviert. In Firefox 47 entfernt Mozilla diese Whitelist.

NPAPI-Plugins können signifikante Auswirkungen auf die Performance, Stabilität und vor allem die Sicherheit haben. Aus diesem Grund sind NPAPI-Plugins seit Firefox 30 standardmäßig auf Click-to-Play geschaltet, was so viel bedeutet, dass die Plugins zunächst deaktiviert sind und bei Bedarf vom Nutzer für die jeweilige Webseite aktiviert werden können.

Um den Übergang zu erleichtern, konnten Pluginhersteller die Aufnahme in eine Whitelist beantragen. In diesem Fall wurde das jeweilige Plugin für einen gewissen Zeitraum auf eine Whitelist gesetzt und in dieser Zeit standardmäßig aktiviert, sofern der Nutzer das jeweilige Plugin installiert hatte.

Die Aufnahme in die Whitelist war dabei an eine nicht unerhebliche Bedingung geknüpft: So mussten die Pluginhersteller hierfür einen glaubhaften Plan beschreiben, wie sie weg von NPAPI-basierenden Plugins zu einer auf Webstandards basierenden Lösung migrieren möchten. Anders gesagt: Den Vorzug, noch etwas länger standardmäßig nicht nur erst durch Nutzerinteraktion aktiviert zu werden, haben nur Plugins erhalten, welche sowieso ersetzt werden sollten.

Derzeit stehen noch die folgenden Pugins auf der Whitelist: Adobe Flash Player, Box Edit, Cisco Jabber Client, Cisco Jabber SDK, Cisco VGConnect for directv.com, Cisco WebEx, Coupons Inc. Coupon Printer, Estonian ID-card Plugin, F5 Networks SSLVPN Plugin, Facebook Video Calling, Gradecam, McAfee Security Scanner Detection Plugin, McAfee SiteAdvisor Enterprise, McAfee Virtual Technician, MS Office Lync Plugin, Nexus Personal, Nexus Personal BankID, Novell iPrint Client, Roblox Launcher Plugin, Skype, Smart Card Plugin, Unity Player, Verimatrix ViewRightWeb, VidyoWeb.

Diese Whitelist wurde nun in der Nightly-Version von Firefox 48 weitestgehend entfernt. Weitestgehend bedeutet, dass der Adobe Flash Player weiterhin eine Ausnahme bleibt und damit das einzige verbliebene NPAPI-Plugin ist, welches, sofern auf dem System des Nutzers vorhanden, standardmäßig aktiviert ist. Die Änderung soll in den nächsten Tagen in Firefox 47 integriert werden.

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April 13, 2016 09:14 PM

April 12, 2016

Sören Hentzschel

Kostenlose Zertifikate: Let’s Encrypt verlässt Beta-Phase

Let’s Encrypt ist eine von unter anderem Mozilla, der Electronic Frontier Foundation (EFF), Cisco, Akamai und IdenTrust gegründete Certificate Authority (CA). Nun hat man offiziell die Betaphase verlassen.

Let’s Encrypt hat heute offiziell die Beta-Phase verlassen. Seit dem Beta-Start im September 2015 wurden mehr als 1,7 Millionen kostenlose Zertifikate für über 3,8 Millionen Webseiten ausgestellt. Derzeit werden mehr als 20.000 Zertifikate pro Tag ausgestellt. Gut 90 Prozent der ausgestellten Zertifikate werden für Webseiten ausgestellt, welche zuvor nicht über HTTPS erreichbar waren. Laut Telemetrie-Funktion von Firefox finden 43,38 Prozent aller Seitenaufrufe der Nutzer von Firefox 45 über HTTPS statt – eine Zahl, welche das Let’s Encrypt-Projekt gerne bei möglichst 100 Prozent sehen würde.

Let's Encrypt Zertifikate

Außerdem hat Let’s Encrypt angekündigt, dass die Gründer Cisco und Akamai ihr Platinum-Sponsoring jeweils um weitere drei Jahre verlängert haben, dazu wurden noch einige ganz neue Sponsoren bekannt gegeben. Die Sponsoren-Seite umfasst mittlerweile sechs Platinum-, vier Gold sowie 22 Silber-Sponsoren.

Vor wenigen Tagen teilten die WordPress-Macher mit, dass alle bei wordpress.com gehosteten WordPress-Instanzen automatisch auf HTTPS mit Zertifikaten von Let’s Encrypt umgestellt werden.

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April 12, 2016 08:57 PM

April 11, 2016

SeaMonkey-Neuigkeiten

Einträge mit SeaMonkey-Bezug auf DMOZ

Blogpost in englischer SpracheAuf DMOZ gibt es jede Menge Einträge mit SeaMonkey-Bezug, leider großenteils furchtbar veraltet. Ich habe mal angefangen, Einträge zu kontrollieren und Anpassungen zu veranlassen (siehe englische Seite), je nach Erfolg mache ich weiter oder lasse es bleiben.

Ich brauche Hilfe dabei!

hand-792920_640Es wäre toll, wenn sich der eine oder andere mal der Deutschen Einträge annehmen könnte. Dafür bitte einfach auf die „Warnschilder“ rechts von jedem DMOZ Eintrag klicken und im Feedbackformular auf eventuelle Fehler hinweisen, es ist kein DMOZ-Account erforderlich.

Bitte hinterlasst hier in Kommentaren jeweils eine kurze Notiz zu den vorgetragenen Änderungswünschen, damit wir die Übersicht behalten.

April 11, 2016 01:45 PM

April 10, 2016

Sören Hentzschel

Positron & SpiderNode: Electron mit Gecko und node.js mit SpiderMonkey geplant

Mozilla gibt dem Thema Embedding neue Priorität und plant ein Electron mit Gecko anstelle von Chromium als Plattform sowie ein node.js mit Mozillas SpiderMonkey-Engine. Die beiden Projekte laufen unter den Namen Positron respektive SpiderNode.

Browser-Engines sind heute längst nicht mehr nur Bestandteil von Browsern, das Embedding von Engines wird ein immer wichtigeres Thema. Das Framework Electron von GitHub ist derzeit in aller Munde, weil es die plattformübergreifende Erstellung von Desktop-Anwendungen mit Webtechnologien besonders einfach macht. Auch Mozilla nutzt Electron für das Tofino-Projekt.

Electron verwendet die Browser-Engine von Chromium sowie die JavaScript-Engine v8 von Google. Unter dem Namen Positron arbeitet Mozilla nun an einem Projekt, die Electron-API mit der Browser-Engine Gecko sowie der eigenen JavaScript-Engine SpiderMonkey zu kombinieren.

Ebenfalls unter Entwicklern beliebt ist die JavaScript-Runtime node.js, welche auf v8 von Google basiert. Das Projekt SpiderNode bringt SpiderMonkey in node.js.

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April 10, 2016 10:17 PM

Firefox bekommt Unterstützung für Google Widevine CDM

Firefox wird seit Version 38 mit Adobe Primetime ausgeliefert, einem Content Decryption Module (CDM) zur Wiedergabe DRM-geschützter Videoinhalte, zum Beispiel auf Netflix. Zusätzlich wird Firefox in Zukunft das Widevine-CDM von Google unterstützen.

Content-Anbieter haben natürlich auch in der HTML5-Welt ein berechtigtes Interesse daran, ihre Inhalte zu schützen. War dies bislang nur durch Plugins wie Microsoft Silverlight möglich, steht einer NPAPI-pluginfreien Zukunft dank HTML5 und Encrypted Media Extensions (EME) mittlerweile nichts mehr im Wege. Um das Bildmaterial entschlüsseln zu können, benötigt es allerdings noch etwas: ein sogenanntes Content Decryption Module (CDM). Mozilla setzt bislang hierfür auf Adobe Primetime. Das CDM wird nach dem Start von Firefox automatisch heruntergeladen. Natürlich kann das CDM auch deaktiviert werden. Außerdem stellt Mozilla separate Builds („EME-free“) zur Verfügung, welche sich nur dadurch von der regulären Firefox-Version unterscheiden, dass EME hier standardmäßig deaktiviert ist und das CDM entsprechend nicht automatisch heruntergeladen wird.

Mozilla wird in Kürze damit beginnen, ein weiteres CDM für Nutzer von Windows sowie OS X in der Nightly-Version von Firefox zu testen, nämlich Google Widevine. Firefox wird das CDM nach dem Start von Firefox heruntergeladen und aktivieren, sobald der Nutzer zum ersten Mal mit einer Webseite interagiert, welche Widevine nutzt. Für Linux-Nutzer gibt es weiterhin keine CDMs in Firefox.

Mozilla bezeichnet dies als wichtigen Schritt, um die Unterstützung für NPAPI-Plugins aus Firefox entfernen zu können. Dies ist derzeit für Firefox 53 geplant, welcher im April 2017 erscheinen soll. Da es sich bei Firefox 52 um eine ESR-Version handelt, wird die Nutzung von NPAPI-Plugins mit einer von Mozilla gepflegten Firefox-Version bis voraussichtlich Mai 2018 möglich sein. NPAPI-Plugins sind eine häufige Quelle für Instabilitäten, Performance-Probleme sowie Sicherheitslücken. Google Chrome und Microsoft Edge unterstützen bereits keine NPAPI-Plugins mehr. Primetime und Widevine laufen in einer speziellen CDM-Sandbox, welche mehr Sicherheit verspricht als Lösungen über NPAPI-Plugins.

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April 10, 2016 12:13 PM

Sicherheitswarnung für Nutzer von Firefox Accounts / Sync

Mozilla hat eine Sicherheitswarnung für Nutzer von Firefox Accounts herausgegeben. Demnach haben Angreifer versucht, Zugang zu Firefox Accounts mit Zugangsdaten zu erlangen, welche auf anderen Seiten gestohlen worden sind. Für Nutzer, welche für alles die gleichen Zugangsdaten verwenden, waren diese Versuche erfolgreich.

Wie Mozilla bekannt gegeben hat, wurden verdächtigte Login-Aktivitäten in die Firefox Accounts festgestellt. Die Firefox Accounts werden unter anderem zur Authentifizierung in Firefox Sync oder für die Add-on-Webseite addons.mozilla.org verwendet.

Es wurde nicht etwa auf Mozillas Servern eingebrochen, stattdessen ist es umgekehrt so, dass versucht wurde, sich Zugang mit Logindaten zu verschaffen, welche von anderen Webseiten gestohlen worden sind. Wenn nun ein Nutzer auf einer Seite, von welcher Daten gestohlen worden sind, und für den Firefox Account die gleichen Zugangsdaten verwendet, konnte sich erfolgreich Zugang verschafft werden.

Dies unterstreicht noch einmal, wie wichtig es ist, überall unterschiedliche Zugangsdaten zu verwenden. Ein gemeinsames Passwort für alle Webseiten bietet keinen ausreichenden Schutz.

Wird der Firefox Account auch zur Synchronisation der Passwörter verwendet, besteht bei erfolgreichem Eindringen natürlich auch Zugang zu allen gespeicherten Zugangsdaten.

Mozilla hat bereits die Passwörter für alle Nutzer zurückgesetzt, bei denen ein Einbruch festgestellt worden ist, und diese informiert. Die Untersuchung dauert noch an, so dass es sein kann, dass Mozilla von weiteren Nutzern die Passwörter zurücksetzen wird.

Auf einer eigenen Support-Seite gibt Mozilla Tipps zur Erstellung sicherer Passwörter.

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April 10, 2016 10:05 AM

April 09, 2016

SeaMonkey-Neuigkeiten

Neuer Style für’s AMO

Testversion des neuen Styles

Ältere Testversion des neuen Styles

Blogpost in englischer SpracheWie angekündigt wurde ein neuer Style für’s AMO aktiviert. Der Kontrast im oberen blauen Feld ist jetzt etwas besser als bei meinen früheren Tests, und im damaligen fast unbenutzbaren blauen Footer wurde der blaue Hintergrund glücklicher Weise nicht realisiert. Wer’s mag wird’s mögen😉 —  was ist Eure Meinung?

Leider hat der neue Style für uns SeaMonkeyaner(innen) einen gravierenden Nachteil: Hat man  AMO-Browsing-for-SeaMonkey installiert, um mit wenigen Klicks Firefox– oder Thunderbird-Addons direkt aus dem AMO heraus konvertieren und installieren zu können, wird man sich über die merkwürdigen Lücken im Text wundern — die Hyperlinks sind nun eher noch schlechter zu sehen als damals bei meinen ersten Tests.

HyperlinkInvisible

Wo sind die Hyperlinks?

Ich habe dafür schon mal den Verbesserungsvorschlag Bug 1263375 AMO Browsing for SeaMonkey: Hyperlink to Converter needs more eye-catching color with new AMO Style eröffnet. Vielleicht schaut mal jemand in den Bug-Report, bestätigt ihn und ergänzt vielleicht noch ein paar eigene Gedanken?

Und weiß jemand, wo man den alten Style her bekommt, um ihn mit dem Add-on Stylish weiter nutzen zu können (oder nur um bsser vergleichen zu können)?

<noscript><a href="http://polldaddy.com/poll/9380056">Take Our Poll</a></noscript> Das SeaMonkey-Projekt lebt dank der Beiträge der Community, auch in Form von finanzieller Unterstützung, jeder noch so kleine Beitrag ist willkommen (Vorschlag: 5 €/Jahr oder Flattr). Möglichkeiten der finanziellen Unterstützung: entweder über den Verein oder über meine private Initiative. Zu den Hintergründen, warum ich diese Initiative ergriffen habe, und warum ich von Spenden an den Verein derzeit abrate, findet ihr hier mehr. Und per Klick auf den Geldhaufen rechts geht es zu meiner Spendeninitiative (nicht in Verantwortung des SeaMonkey-Projekts oder von mozilla). Also spende bitte ein paar Euro. Eine erste Planung für die Verwendung des gespendeten Geldes wird es in den nächsten Tagen hier Blog geben.

 

April 09, 2016 03:16 PM

Sören Hentzschel

Projekt Tofino – Mozilla erfindet den Webbrowser neu

Wie würden Browser heute aussehen, würden diese heute erfunden werden und nicht nach wie vor auf zwanzig Jahre alten Paradigmen basieren? Mit solchen Fragen beschäftigt sich das Tofino-Projekt, in dessen Rahmen Mozilla experimenten und Dinge bewusst anders machen möchte.

Die grundlegenden Konzepte von Webbrowsern haben sich in den letzten 20 Jahren nicht nennenswert verändert. Doch sind diese Konzepte, die aus einer Zeit stammen, in welcher die primäre Aufgabe eines Webbrowsers das Betrachten von Texten war, überhaupt noch zeitgemäß?

„When you think of a browser today, you’re probably thinking of tabs, a location bar and perhaps a bookmarking system. But are those still the best tools for the jobs we are aiming to accomplish on the web? Maybe they are. Maybe they are not. We want to find out.“

Das Projekt Tofino beschreibt eine Serie von Experimenten, macht sich dabei frei von bestehenden Paradigmen und soll frische Ansätze liefern.

Tofino

Der Tofino-Browser basiert nicht etwa auf Gecko und XUL, sondern auf Electron und React, ist damit de facto also ein Chromium-basierter Browser, was sich aber ganz einfach damit erklären lässt, dass Electron hervorragend für Prototyping geeignet ist und es beim Tofino-Projekt genau darum geht. Bei Tofino dreht es um UX-Fragen, nicht etwa um eine technologische Plattform, welche idealerweise eines Tages Servo sein wird.

„What is it going to look like? We don’t know yet! That’s why we see Project Tofino not as a single product, but rather as a series of experiments. We will use it as a platform to explore radical new ideas that go beyond any existing browser.“

Weitere Informationen:

Tofino-Blog: Browsers, Innovators Dilemma, and Project Tofino
Tofino-Blog: Designing a Browser that isn’t a Browser
GitHub: mozilla/tofino

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April 09, 2016 12:57 AM