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Planet Mozilla (de)

June 30, 2015

Sören Hentzschel

Firefox 41: Mozilla optimiert Speicherverbrauch für Adblock Plus-Nutzer

Werbeblocker sind eine praktische Erfindung, kommen aber zu einem Preis: sie benötigen Ressourcen, teilweise nennenswert mehr als andere Add-ons. Nutzer von Adblock Plus können sich auf eine Optimierung in Firefox 41 freuen, welche besonders diesem Add-on zugute kommt.

Werbeblocker können teilweise signifikante Auswirkungen auf den Speicherverbrauch von Browsern haben. Auch wenn das ein Preis ist, den viele gerne bereit sind zu zahlen, ist das zumindest ein Punkt, den man im Hinterkopf behalten sollte, insbesondere wenn man Probleme mit dem Speicherverbrauch hat und der Browser an seine Leistungsgrenzen stößt. Gerade die populäre Erweiterung Adblock Plus hat mit der Zeit den Ruf erhalten, besonders speicherhungrig zu sein. Dies hängt zum einen mit Sicherheit damit zusammen, dass es sich hierbei schlicht um die mit Abstand populärste Erweiterung dieser Art handelt. Zum anderen hängt dies aber auch mit der Funktionsweise von Adblock Plus und von Firefox zusammen. Adblock Plus nutzt ein relativ großes Stylesheet, um Elemente zu verstecken, welche nicht blockiert werden können. Dieses wird von Adblock Plus nur einmal global eingebunden, Firefox erstellt davon intern allerdings für jeden Frame eine eigene Kopie und jede davon benötigt Speicher. So kann Adblock Plus in Extremfällen den Speicherverbrauch verdoppeln oder gar noch sehr viel höher ansteigen lassen. Das ist natürlich ein Extremfall, aber ein Fall, wie er vorkommt.

In der Nightly-Version von Firefox 41 ist nun eine entscheidende Änderung gelandet, welche es Firefox erlaubt, identische Stylesheets zwischen den Dokumenten zu teilen. Hiervon profitiert grundsätzlich jeder Firefox-Nutzer, da auch Firefox selbst ein Stylesheet mit Standard-Deklarationen in jedes Dokument einbindet. Während diese Neuerung ein Ersparnis von 120 KB pro Dokument bringt (abzüglich einmal 120 KB, da das Stylesheet einmal eingebunden werden muss), sind die Auswirkungen für Nutzer von Adblock Plus spürbar größer: hier werden über 2 MB pro Dokument eingespart, was sich zu einem deutlichen Speicherersparnis gegenüber Firefox 40 summieren kann. Gerade bei komplexen Webseiten mit vielen iFrames, die dadurch einen extremen Speicherverbrauch verursachen, dürfte der Unterschied entsprechend spürbar ausfallen. Wie viel das bringen kann, belegt ein Testcase eines Extremfalls, bei dem der Speicherverbrauch durch die Änderung um etwa 1,5 GB reduziert worden ist.

Nicht nur Speicher wird durch diese Neuerung gespart, sondern auch reale Zeit, wenn sich diese auch in einem kaum wahrnehmbaren Bereich befindet. Auf dem System des Patch-Erstellers (i7 2,6 GHz Macbook Pro von 2012) resultiert dies laut Bugzilla-Ticket in einem Ersparnis von 0,3ms für Firefox selbst respektive 13ms inklusive Adblock Plus-Stylesheet pro Seitenaufruf.

June 30, 2015 12:52 AM

June 27, 2015

Sören Hentzschel

Firefox 41+: Seite festlegen, welche beim Öffnen eines neuen Tabs erscheint

Die Seite, welche beim Öffnen eines neuen Tabs erscheint, konnte bislang in Firefox beliebig angepasst werden, indem ein Schalter über about:config angepasst wurde. Ab Firefox 41 wird dies aus Hijacking-Gründen nicht länger möglich sein. Bereits jetzt gibt es ein von mir entwickeltes Add-on, welches diese Funktion zurück in Firefox bringt. Das Add-on steht ab sofort auf Mozillas Add-on-Webseite zum Download bereit.

Mit Firefox 41 (und höher) ist es nicht länger möglich, die Seite anzupassen, welche beim Öffnen eines neuen Tabs erscheint, indem die Einstellung browser.newtab.url über about:config verändert wird. Da diese Einstellung – wie leider viele gute Dinge – in der Vergangenheit von Hijackern missbraucht worden ist, hat sich Mozilla dazu entschieden, diese Einstellung aus dem Firefox-Core zu entfernen (siehe Bug 1118285). Glücklicherweise hat Mozilla nicht einfach nur die Einstellung entfernt, sondern gleichzeitig auch eine neue API bereitgestellt, welche es Entwicklern von Add-ons erlaubt, diese Funktionalität in Form eines Add-ons zurück in Firefox zu bringen.

Betroffen ist Firefox ab der morgen erscheinenden Nightly-Version von Firefox 41. Und bereits jetzt gibt es Ersatz für diese verloren gegangene Funktion. Ich habe ein kleines Add-on geschrieben, welche genau diese Möglichkeit zurück in Firefox bringt. Das Add-on steht unter der MIT-Lizenz, der Quelltext ist öffentlich einsehbar, das Add- ist signiert und damit auch schon bereit für die Nutzung, wenn die Signierung von Add-ons verpflichtend wird.

Verwendungsweise
Einfach die gewünschte URL in den Einstellungen des Add-ons eintragen. Änderungen werden umgehend übernommen. Es ist kein Neustart oder dergleichen notwendig. Wird das Feld leer gelassen, wird automatisch die Standard-Seite about:newtab angenommen.

Quelltext
Quelltext auf git.agenedia.com

Download
Download auf addons.mozilla.org (deutsche Beschreibung)
Download auf addons.mozilla.org (englische Beschreibung)

Screenshot

Besonderes Danke an Mozilla

Wer Add-ons für Firefox entwickelt, weiß vermutlich, dass es teilweise mehrere Wochen dauern kann, bis ein Add-on ein Review erhält. Bei diesem Add-on hat es keine fünf Minuten (!) gedauert, bis ein vollständiges Review gewährt worden ist. Darüber hinaus möchte ich noch einmal die Tatsache positiv hervorheben, dass Mozilla eine extrem einfach zu verwendende Schnittstelle als Ersatz implementiert hat, um die Funktionalität wiederherzustellen. Diese Änderung geht also definitiv nicht gegen die Anpassbarkeit durch die Nutzer, das kann Mozilla beim besten (oder eher schlechtesten) Willen absolut nicht vorgeworfen werden, ansonsten hätte Mozilla diese Option einfach ersatzlos streichen können. Viel mehr ist es so, dass jede tolle Option in Firefox auch für schlechte Dinge genutzt werden kann und das Ändern solcher Einstellungen gegen den ausdrücklichen Willen des Nutzers zu einem ernsten Problem geworden ist. Für Mozilla muss es darum gehen, die Masse zu schützen und es sind nicht die Experten, die eine Einstellung über about:config verändern können, die besonders geschützt werden müssten, sondern die Nutzer, welche diese Art der Anpassung nicht kennen. Wer about:config zu so einem Zweck verändern kann, dem ist auch die Installation eines Add-ons zuzumuten – meiner persönlichen Ansicht nach.

June 27, 2015 04:46 PM

SeaMonkey-Neuigkeiten

Neu: Beta Build SeaMonkey-2.35.en-US.win32-20150626.zip

NewNightly35

 

 

 

 

Zukünftig (so lange wie wegen des WINDOWS-Build-Problems notwendig) werde ich versuchen, hier zeitnah über neu eingestellte Builds zu informieren. Die Benachrichtigung erfolgt stets mit dem oben sichtbaren Minimal-Inhalt.

Es gibt die 3 Kategorien New Trunk build, New Aurora build, New Beta build. Nach Aufruf der entsprechenden Artikel über die WORDPRESS-Kathegorienwolke kann ein RSS-Feed abonniert werden, der nur über neue Artikel aus der entsprechenden Kategorie informiert, so dass interessierte Nutzer zukünftig gezielt Informationen über sie interessierende neue Builds erhalten können und dann diese Builds frühzeitig ausprobieren können.

Oder wer mag kann auch auf Twitter dem Hashtag folgen.


Das SeaMonkey-Projekt lebt dank der Beiträge der Community, auch in Form von finanzieller Unterstützung, jeder noch so kleine Beitrag ist willkommen (Vorschlag: 5,– €). Möglichkeiten der finanziellen Unterstützung:
Überweisung einer Spende an SeaMonkey e.V., Volksbank Sprockhövel, (Kontonummer 210 285 200 BLZ 45261547) IBAN: DE57 4526 1547 0210 2852 00 BIC: GENODEM1SPO
oder
Paypal Transfer


June 27, 2015 02:28 PM

June 26, 2015

Sören Hentzschel

Programmiersprache: Rust 1.1 und Rust 1.2 Beta stehen bereit

Rust ist eine neue Programmiersprache, in welcher die ebenfalls sich in Entwicklung befindliche neue Rendering-Engine von Mozilla geschrieben wird, die auf den Namen Servo hört. Sechs Wochen nach der Fertigstellung von Rust 1.0 stehen nun Rust 1.1 und Rust 1.2 Beta bereit.

Für die neue Programmiersprache Rust, in welcher auch Mozillas neue Engine Servo entwickelt wird, wurde ein Release-Zyklus versprochen, den man ähnlich auch von Firefox kennt: alle sechs Wochen erscheint eine neue Version und gleichzeitig eine erste Betaversion des Nachfolgers der neuen Version. Erwartungsgemäß wurde nun also, sechs Wochen nach Erscheinen von Rust 1.0, die Verfügbarkeit von Rust 1.1 und Rust 1.2 Beta angekündigt.

Rust 1.1

Hervorgehoben in der Ankündigung werden die schnelleren Kompilierzeiten. So soll Rust 1.1 hierbei eine Verbesserung um 32 Prozent gegenüber Rust 1.0 vorweisen können. Ein weiterer Schwerpunkt lag bei der Ausgabe von Fehlermeldungen beim Kompilieren. Über das Flag –explain stehen für viele Fälle ausführlichere Informationen zur Verfügung. Neue std::fs-APIs erweitern die Schnittstellen für den Zugriff auf das Dateisystem, womit es nun beispielsweise möglich ist, den Rust Paketmanager Cargo mit Rust zu kompilieren. Weitere Neuerungen sind den Release Notes zu entnehmen.

Rust 1.2 Beta

Auch in Rust 1.2 wird wieder an der Performance-Schraube gedreht: Benchmarks zeigen eine weitere Verbesserung der Kompilierzeit um noch einmal 30 Prozent gegenüber Rust 1.1. Parallel Codegen, noch nicht standardmäßig aktiviert, kann außerdem die Erstellung großer Builds im Debugmodus beschleunigen, hier werden 33 Prozent als erste Zahl auf einem System mit Vier-Kern-CPU genannt. Cargo hat ebenfalls Performance-Verbesserungen erhalten. Außerdem erhält Rust 1.2 eine erste Unterstützung für Microsoft Visual C (MSVC).

June 26, 2015 09:54 PM

SeaMonkey-Neuigkeiten

Neuer WINDOWS 2.35 Nightly – Bitte testen!

Der Entwickler Philip Chee machte auf mozillaZine auf einen neuen SeaMonkey 2.35 Nightly (seamonkey-2.35.en-US.win32-20150626.zip) aufmerksam und bittet um intensive Tests mit Bug-Reports.

Benutzung für Testzwecke auf eigene Gefahr und ohne jede Gewährleistung!

Nach  meinem bisher halbstündigen Test läuft diese Version übrigens problemlos mit dem deutschen Sprachpaket von dieser Seite.

Wenn wir jetzt noch Versionshinweise hätten …

Einige Details zum Build:
Build Machine: lenovo-PC
Build platform target: i686-pc-mingw32
Compiler flags:
-TC -nologo -D_HAS_EXCEPTIONS=0 -W3 -Gy -arch:IA32 -FS -wd4244 -wd4267 -wd4819 -we4553
-TP -nologo -D_HAS_EXCEPTIONS=0 -W3 -Gy -arch:IA32 -FS -wd4251 -wd4244 -wd4267 -wd4345 -wd4351 -wd4482 -wd4800 -wd4819 -we4553 -GR- -DNDEBUG -DTRIMMED -Zi -UDEBUG -DNDEBUG -O1 -Oi -Oy-
Configure arguments:
–enable-application=suite –enable-optimize –disable-debug –enable-debug-symbols –enable-tests –enable-jemalloc –enable-calendar –with-windows-version=603 –enable-crashreporter –enable-release –enable-update-channel= –enable-update-packaging –enable-profiling –with-external-source-dir=c:/t1/hg/comm-release


Das SeaMonkey-Projekt lebt dank der Beiträge der Community, auch in Form von finanzieller Unterstützung, jeder noch so kleine Beitrag ist willkommen (Vorschlag: 5,– €). Möglichkeiten der finanziellen Unterstützung:
Überweisung einer Spende an SeaMonkey e.V., Volksbank Sprockhövel, (Kontonummer 210 285 200 BLZ 45261547) IBAN: DE57 4526 1547 0210 2852 00 BIC: GENODEM1SPO
oder
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June 26, 2015 05:57 PM

June 25, 2015

Sören Hentzschel

Firefox: Standard-Suchmaschine in Sekundenschnelle ändern & weitere Effizienz-Tipps

Mit Firefox 36 hat Mozilla die alte Suchleiste durch eine neue Suchleiste ersetzt, welche vor allem die häufige Verwendung verschiedener Suchmaschinen verbessern soll. Das Ändern der Standard-Suchmaschine ist auf den ersten Blick umständlicher geworden. Was vielen nicht bekannt ist: Tastatur-Befehle erlauben eine extrem effiziente Benutzung der neuen Suchleiste. Damit ist auch das Ändern der Standard-Suchmaschine kein großer Aufwand.

Wer die von Firefox verwendete Standard-Suchmaschine ändern möchte, kann dies über die Firefox-Einstellungen im Reiter Suche machen. Aber es geht auch einfacher; bei fokussierter Suchleiste kann ganz einfach bei gedrückter Strg-Taste (OS X: Cmd) mit den Pfeiltasten die Standard-Suchmaschine geändert werden.

Doch das ist nicht das einzige nützliche Tastatur-Kommando: wird stattdessen die Alt-Taste gedrückt gehalten, kann die Suchmaschine für die aktuelle Suche ohne Verwendung der Maus geändert werden. Dies hat dann keine Auswirkungen auf die Standard-Suchmaschine. Wird keine weitere Taste gedrückt, navigiert man mit den Pfeiltasten in den Suchvorschlägen respektive der Suchchronik. Und wer diese Tipps anwendet, will möglicherweise auch gleich die Suchleiste mit der Tastatur fokussieren, so dass die Maus überhaupt nicht mehr benötigt wird. Das geht über die Tastenkombination Strg + K (OS X: Cmd + K). Dies funktioniert sogar, wenn die Suchleiste im Firefox-Menü und nicht in der Navigationssymbolleiste ist. In dem Fall öffnet Firefox das Menü und fokussiert dann das Suchfeld.

Mit diesen Tipps sollte sich die Suchleiste von Firefox deutlich effizienter nutzen lassen.

Pro-Tipps: über die Einstellungen kann die Reihenfolge der Suchmaschinen, wie sie in der Suchleiste erscheinen, angepasst werden, dies geschieht ganz einfach per Drag and Drop. Wird der Haken bei einer Suchmaschine entfernt, erscheint diese nicht länger im Suchfeld. Suchmaschinen können hier aber auch komplett entfernt werden. Per Doppelklick in die entsprechende Spalte können für jede Suchmaschine Schlüsselwörter vergeben werden. Auf diese Weise können verschiedene Suchmaschinen auch in der Adressleiste benutzt werden. Beispielsweise führt bei „y“ als Schlüsselwort für Yahoo! die Eingabe von „y firefox“ zu einer „firefox“-Suche auf Yahoo!. Live-Suchvorschläge im Suchfeld können ebenfalls hier deaktiviert werden, falls nicht erwünscht.

June 25, 2015 09:59 PM

June 24, 2015

Sören Hentzschel

Mozilla möchte es einfacher machen, Chrome-Erweiterungen für Firefox zu portieren

Von den relevanten Browsern besitzt Firefox das wohl mächtigste Erweiterungssystem. Entwickler von Add-ons können nahezu jeden Aspekt von Firefox verändern. Doch heißt das nicht automatisch, dass jedes Add-on, welches für andere Browser existiert, auch für Firefox existiert. Um es Entwicklern von Add-ons einfacher zu machen, hat sich Mozilla die Chrome Extension API vorgenommen und erweitert Firefox um fehlende Schnittstellen.

Unter den Abhängigkeiten des Meta-Tickets mit dem Titel „Parity with Chrome extension API“ in Mozillas Bugtracker sind in den letzten Wochen mehrere Patches in Firefox gelandet, welche Entwicklern von Add-ons zugute kommen sollen. Die Idee ist einfach: Erweiterungen für Googles Browser Chrome sollen mit möglichst wenig Aufwand für Firefox portiert werden können. Hierfür ist es naheliegenderweise sinnvoll, möglichst ähnliche Schnittstellen zu besitzen.

Mozilla-Entwickler Erik Vold hat vor wenigen Wochen mit „Chrome Tailor“ außerdem ein experimentelles Tool auf GitHub veröffentlicht, welches aus Chrome-Erweiterungen Add-ons für Firefox machen soll. Welche Chrome-APIs unterstützt werden, kann der Information im Repository entnommen werden.

June 24, 2015 09:46 PM

June 22, 2015

Sören Hentzschel

Mozilla, Google & Microsoft arbeiten gemeinsam an Binärformat für das Web

Mozilla, Google und Microsoft kooperieren bei der Entwicklung eines Binärformats für das Web, welches deutliche Geschwindigkeitsvorteile gegenüber JavaScript verspricht. Noch steht WebAssembly, kurz: wasm, aber ganz am Anfang.

Mozilla, Google und Microsoft haben in den letzten Jahren enorme Fortschritte im Bereich der JavaScript-Performance gemacht. Doch schnell ist nicht schnell genug, vor allem wenn es um komplexere Anwendungen als einfache Webseiten geht. Aus diesem Grund haben sich Googles Experten für V8 und Portable Native Client (PNaCl), Entwickler von Microsoft sowie Mozillas Spezialisten für asm.js und Emscripten zusammengetan, um einen neuen Standard zu schaffen, der JavaScript ergänzen soll: WebAssembly, oder kurz wasm.

Ähnlich wie bei Mozillas asm.js oder Googles PNaCl ist WebAssembly das Resultat kompilierten Codes. Zunächst wird vorrangig auf C und C++ abgezielt, später sollen weitere Sprachen unterstützt werden. Das Projekt steckt noch relativ am Anfang und es ist noch unklar, wann mit einer nativen Unterstützung in den gängigen Browsern zu rechnen ist. Bis dahin soll eine Polyfill-Bibliothek WebAssembly kompatibel zu aktuellen Browsern machen, welche den wasm-Code in JavaScript konvertiert. Erste Experimente mit einem Polyfill-Prototyp zeigen eine Verbesserung der Performance um den Faktor 23 für das Dekodieren des Binärformats gegenüber dem Parsen der entprechenden asm.js-Quelle. Die Entwicklung kann von Interessierten über GitHub verfolgt werden, wo auch eine FAQ-Seite bereitsteht, welche wichtige Fragen zu diesem Thema ausführlich beantwortet. Unter anderem wird dort die Frage nach einer Quelltextansicht, die sich unweigerlich in Anbetracht der Tatsache stellt, dass es sich bei WebAssembly um ein Binärformat handelt, bejaht. Eine andere Wiki-Seite zeigt mögliche Anwendungsfälle für WebAssembly. Weitere Informationen gibt es in im Blog von Mozilla-Gründer und JavaScript-Erfinder Brendan Eich sowie im Blog von Mozilla-Entwickler Luke Wagner.

June 22, 2015 10:46 PM

Michael Speier

#Mozilla Projekte: Firefox ist nicht alleine!

(Edit: Ein Protokoll bei Instantbird vergessen, das habe ich nun hinzugefügt bzw. die Liste ausgebessert! XMMP ist auch bekannt als Jabber)

Werte Leserinnen und Leser,

Mozilla Logoes geht tatsächlich weiter hier! Nach mehreren Wochen Pause (ich war bei meiner Ex-Frau, da unser Sohn zu Besuch hier war) bin ich der Meinung, daß wieder mal ein neuer Artikel hier auf dem Castle erscheinen sollte. Ich habe ja doch einiges zum aufarbeiten, also fange ich mal an.

 

Wie der Titel schon andeutet geht es hier um Projekte, die wie der Firefox auf Gecko von Mozilla basieren. Davon gibt es mehr, wie die meisten Leute vermuten. Auch ein paar Add-ons werde ich vorstellen, von denen einige allerdings eher weniger für einen normalen Anwender gedacht sind! Einen ersten Eindruck über die Projekte gibt es hier:

Featured Mozilla-Based Applications

Wie bei Mozilla üblich werden diese Projekte auf der deutschen Website boykottiert, hier in Deutschland darf es wohl nur Firefox, Thunderbird und das Firefox OS geben! Juckt mich nicht, ich stell hier trotzdem nun ein paar dieser Projekte vor. Zu denen schreibe ich auch etwas, Firefox, Thunderbird, SeaMonkey, ChatZilla und Lightning brauche ich euch aber kaum erklären. ;-) Also los geht’s!

 

Instantbird

Instantbird ist ein plattformunabhängiger Multimessenger, welcher derzeit folgende Protokolle unterstützt:

  • AIM
  • Facebook Chat
  • Gadu-Gadu
  • Google Talk
  • GroupWise
  • ICQ
  • IRC
  • MSN
  • MyVZ
  • MySpaceIM
  • Netsoul
  • Odnoklassnike
  • QQ
  • Simple
  • Sametime
  • SchülerVZ
  • StudiVZ
  • Twitter
  • XMMP/Jabber
  • Yahoo
  • Yahoo JAPAN

Für einen kostenlosen Messenger ist das natürlich eine ganze Menge, die man so eher selten findet. Vor allem bei Facebook haben die meisten Messenger ziemliche Schwierigkeiten, mit Instantbird funktioniert das aber bis jetzt einwandfrei. Das Besondere daran finde ich allerdings, daß es wie z. B. für Firefox üblich auch Add-ons gibt! Wer also entsprechende Kenntnisse hat, der kann da noch viel mehr aus Instantbird holen.

Was mir bei Instantbird derzeit fehlt ist ein Zugang zu Skype, dann wäre das Teil wirklich perfekt. Dafür gibt es allerdings eine entsprechende Bug-Meldung, es wird also aktuell daran gearbeitet. Die letzte Testversion (1.6) für Linux ist sogar von heute, aktueller geht es wohl kaum! ;-) Natürlich hat diese Version noch gehörige Fehler und sie ist nur in englischer Sprache verfügbar, aber man kann doch irgendwie damit arbeiten.

 

KompoZer

Der KompoZer ist ein sehr umfangreiches Programm zum erstellen von Websites, wobei man zwischen WYSIWYG und HTML-Modus wechseln kann. Er hält sich dabei an die Vorgaben des W3C, so daß man die damit erstellten Sites eigentlich mit jedem Browser vernünftig betrachten kann. Meine eigene Site (also nicht das Castle hier) habe ich auch damit erstellt, wobei ich das eigentliche Grundgerüst jedoch mit einem reinen Texteditor erstellt habe. Der KompoZer hat nämlich von HTML5 und CSS3 wenig bis keine Ahnung, aber mit Hilfe eines Texteditors und etwas Verständnis in der Materie kann man ihm dabei auf die Sprünge helfen.

Auch der KompoZer kann durch verschiedene Add-ons erweitert werden, was auf jeden Fall zu empfehlen ist! Es gibt zwar nur ein paar davon, diese sind aber meistens sehr nützlich. Der KompoZer wird allerdings leider nicht mehr weiter entwickelt, was ich irgendwie nicht ganz verstehe. Stattdessen gibt es eine Art Nachfolger namens BlueGriffon, bei dem jedoch wichtige Funktionen nur über zum größten Teil kostenpflichtige Add-ons zu erreichen sind! Aus diesem Grund bekommt er auch keinen Link von mir, denn gerade der CCS-Editor ist eine der wichtigsten Funktionen eines HTML-Editors. Hierfür 14,37 €uro zu verlangen halte ich für eine ziemliche Unverschämtheit, deswegen boykottiere ich den BlueGriffon bei jeder Gelegenheit!

 

Nightingale

 Nightingale ist ein Fork des Mediaplayers Songbird. Nightingale wurde ursprünglich erschaffen, da von Songbird die Version für Linux aufgegeben wurde. Mitte 2013 wurde Songbird komplett eingestellt, so daß man Nightingale nun als dessen direkten Nachfolger betrachten darf.

Auch Nightingale kann über Add-ons erweitert werden, z. B. um die gerade laufenden Songs bei Last.fm bekannt zu geben. Auch das Aussehen läßt sich über Themes anpassen, wobei die Auswahl nicht besonders groß ist. Leider muß ich aber auch dazu sagen, daß viele Add-ons mit der aktuellen Version von Nightingale nicht kompatibel sind. Manche lassen sich zwar installieren, haben aber praktisch keine Funktion oder funktionieren nicht richtig!

Übrigens arbeiten Instantbird und Nightingale wohl zusammen, in Instantbird erscheint nämlich jedes Lied von Nightingale als Statusmeldung! ;-)

Auch an Nightingale wird weiter gearbeitet, es wird wohl im Laufe des Jahres Version 1.13 erscheinen. Die letzte Alpha-Version ist vom 16.03.2015, man darf also gespannt sein! Auch an einigen Add-ons wird gearbeitet, lassen wir uns also überraschen.

 

Add-ons

Einige von euch wissen ja, daß ich auch im Forum Camp Firefox bin. Dort findet man auch meine aktuelle Konfiguration von SeaMonkey, wozu natürlich auch die installierten Add-ons (ja, das sind bei mir eine ganze Menge!) gehören. Einige davon wie Adblock Plus sind ja sehr bekannt und weit verbreitet, andere wiederum sind eher unbekannt und werden auch selten von einem normalen Anwender benötigt. Genau von diesen werde ich hier aber nun ein paar vorstellen, da ich sie für sehr nützlich halte! Alle hier vorgestellten Add-ons funktionieren mit SeaMonkey, für Firefox und Thunderbird schreibe ich es extra zum entsprechenden Abschnitt hinzu!

 

BBCodeXtra

BBCodeXtra ermöglicht es den Anwendern, daß man in Foren oder auch auf dem Blog spezielle HTML-Codes einfügen kann. Das ist sehr praktisch, wenn diese nicht von vornherein verfügbar sind. Das klappt zwar nicht überall, da manche Codes aus mir nicht ersichtlichen Gründen nicht immer erlaubt sind. Meisten jedoch funktioniert es sehr gut, so daß ich dieses Add-on den geneigten Leserinnen und Lesern empfehlen möchte. Das Add-on funktioniert nicht mit Thunderbird oder dem Mail- und News-Client von SeaMonkey!

 

Calculator

Calculator ist wie der Name schon andeutet ein Taschenrechner, welcher sich als extra Fenster oder Tab öffnen läßt.  Sehr praktisch, wenn man ab und zu mal was berechnen will. Man muß dann nicht immer in der Startleiste des Betriebssystems oder so nach seinem eigenen Rechner suchen, man klickt einfach auf das Icon in der entsprechenden Menüleiste von Firefox bzw. in meinem Fall SeaMonkey. Leider steht dieses Add-on nicht für Thunderbird zur Verfügung, es funktioniert auch nicht im Mail-Client von SeaMonkey! Ist hierbei jedoch egal, wenn man es im jeweiligen Browser als Fenster öffnet.

Calculator ist ziemlich umfangreich, auch wenn man das auf den ersten Blick nicht wirklich sieht. Umrechnungen von Celsius auf Fahrenheit oder Kelvin und noch einiges mehr sind kein Problem, er hält sich auch an die Regel „Punkt vor Strich“, also „mal“ und „geteilt“ gehen vor „plus“ und „minus“. Auch Klammerrechnungen werden von Calculator beherrscht, es sind also auch relativ komplexe Berechnungen damit möglich!

 

clamdrib LIN

clamdrib LIN ist vielen von euch ja schon bekannt, es ist jetzt also auch ganz offiziell bei AMO erhältlich und hat angeblich bereits 120 Nutzer! :mrgreen: Da ich derzeit allerdings viel mit dem ebenfalls von mir übernommenem WP-Theme Calotropis beschäftigt bin geschieht dort nicht besonders viel, aber clamdrib LIN läuft soweit ganz gut. Es ist eben derzeit nur für Linux erhältlich, da es unter Windows Ärger macht bzw. gar nicht funktioniert. Für den Mac habe ich leider immer noch keine Rückmeldung bekommen, testen kann ich das ja nicht selbst.

clamdrib LIN arbeitet mit Thunderbird und dem Mail- und News-Client von SeaMonkey, nicht aber mit Firefox!

 

EPUBReader

EPUBReader ermöglicht es, daß man seine ePup-Dateien wie z. B. Bücher direkt im Browser lesen kann. Man benötigt also kein extra Programm dafür, so daß ich dieses Add-on wärmstens empfehlen kann!

Für die Nutzer von SeaMonkey:
Laßt euch nicht von Mozilla/AMO verarschen von wegen inkompatibel, daß Add-on funktioniert auch mit dem derzeit aktuellen SeaMonkey 2.33.1 ohne Probleme! Nutzer von Thunderbird bleiben jedoch außen vor, damit funktioniert das Add-on nicht.

 

FireFTP

FireFTP ist ein FTP-Client als Add-on, welcher den meisten Ansprüchen wohl genügen dürfte. Bei mir hat das Add-on bereits vor Jahren das Programm FileZilla ersetzt, da es auch relativ einfach zu bedienen ist.

Auch hier gilt für Nutzer von SeaMonkey das Gleiche wie bei EPUBReader, FireFTP läuft einwandfrei mit dem aktuellen SeaMonkey! Außerdem behauptet die Website des Herstellers, daß man Firefox hierfür herunter laden muß. Holt euch das Add-on stattdessen über den obigen Link bei AMO und gut ist, der Hersteller hat einfach nur den Knall noch nicht gehört! Sein anderes Add-on FireSSH ist übrigens in der neuen Version 0.94.7.1 nicht mehr kompatibel mit SeaMonkey, das muß mit dem „Extension Converter for SeaMonkey“ erst konvertiert werden! Aus dem Absatz geht es schon mehr oder weniger hervor: FireFTP funktioniert nicht mit Thunderbird!

 

Mnenhy

Mnenhy ist nun wirklich etwas besonderes, da es ursprünglich nur für die Mozilla Application Suite und derenn Nachfolger SeaMonkey entwickelt wurde. Inzwischen kann man Mnenhy auch mit Thunderbird und Firefox verwenden, welche dadurch ebenfalls ein paar neue Funktionen bekommen. Mehr schreibe ich dazu nicht, lest euch besser die (deutsche!) Anleitung durch!

 

PrefBar

Die PrefBar ist ein Add-on, welches verschiedene Buttons und andere Auswahlmöglichkeiten bietet. Dabei ist sie auch so flexibel, daß man sie auch mit weiteren Buttons erweitern kann. Außerdem besteht sogar die Möglichkeit, daß man sich eigene Buttons selbst erstellt! Man kann mit der PrefBar z. B. Flash, Java oder JavaScript deaktivieren, den Referer ändern und vieles mehr. Auch für PrefBar gilt wie schon für Mnenhy, daß ihr euch die entsprechende Dokumentation durchlesen solltet. Außerdem funktioniert PrefBar nicht mit Thunderbird!

 

QuickNote

QuickNote ist zumindest für mich eines der wichtigsten Add-ons, da ich damit meine Notizen und Links für meine Artikelrecherche verwalte! Es stehen hierfür bis zu 6 Notizzettel zur Verfügung, so daß man auch verschiedene andere Notizen hinterlassen kann. Die verschiedenen Notizen werden als einfache *.txt-Datei gespeichert, wobei man den Ort und den Namen der Dateien frei wählen kann.

Man kann QuickNote wahlweise in einem neuen Tab oder in einem neuen Fenster starten lassen, was für meine Zwecke äußerst praktisch ist. Da ich ja mit zwei Monitoren arbeite verschiebe ich das Fenster von QuickNote einfach auf den zweiten Bildschirm und habe es dadurch immer zur freien Verfügung, damit ich Links einfach nach einer kurzen Bewegung mit der Maus nach rechts einfügen kann.

QuickNote arbeitet mit SeaMonkey, Firefox und Thunderbird zusammen! Ich prüfe das demnächst, ob man das Add-on eventuell auch mit anderen Mozilla-Projekten (z. B. Instantbird) verwenden könnte.

 

Restartless Restart

Zwischendurch kann es ja mal vorkommen, daß man seinen SeaMonkey, Firefox oder Thunderbird neu starten muß. Hier kommt Restartless Restart in’s Spiel, denn es stellt hierfür einen Button für die Symbolleiste und eine entsprechende Funktion im Datei-Menü zur Verfügung. Im Add-on-Manager kann man noch ein paar Einstellungen vornehmen, das war es auch schon. Dieses Add-on funktioniert ebenfalls mit SeaMonkey, Firefox und Thunderbird. Auch dieses Add-on wäre für andere Mozilla-Projekte von Nutzen, schau mer mal! ;-)

 

Torrent Tornado

Torrent Tornado ist ein Torrent-Client, welcher in einem Tab im Browser läuft. Sehr praktisch, wenn man mal nebenher etwas herunterladen will und hierfür kein extra Programm starten möchte. Ich zum Beispiel teste gerne mal ein anderes Linux in einer VM (VirtualBox) und diese werden sehr oft nur per Torrent angeboten, hier ist das Add-on gerade gut genug.  Wenn man allerdings öfter über Torrent etwas holt, dann ist ein vernünftiger Torrent-Client jedoch die bessere Wahl.

Torrent Tornado funktioniert mit SeaMonkey und Firefox, nicht aber mit Thunderbird!

 

Web Developer

Den Hammer habe ich mir nun für den Schluß aufgehoben, nämlich den Web Developer! Firefox und SeaMonkey bieten ja schon einige Tools für Web-Entwickler, doch dieses Add-on ist nicht mehr zu überbieten. Viele Leute schwören ja auf Firebug und den HTML Validator, aber gegen den Web Developer sind das Spielereien. Außerdem haben Firebug und der HTML Validator einzeln schon meinen SeaMonkey ziemlich ausgebremst, mit beiden Add-ons zusammen konnte man fast nicht mehr arbeiten!

Klar ist der Firebug ein mächtiges Werkzeug, auch der HTML Validator ist nicht zu verachten. Aber Chris Pederick hat hier ein Tool erschaffen, von dem sich die anderen beiden Add-ons ein ziemlich großes Stück abschneiden sollten. Vor allem bremst der Web Developer nicht gleich den ganzen Browser aus, man bemerkt ihn praktisch gar nicht. Außerdem kann man die Toolbar ausschalten, denn sämtliche Funktionen sind auch über das Menü „Extras“ oder auch mit der rechten Maustaste (Kontextmenü) erreichbar.

Der Web Developer funktioniert nicht mit Thunderbird!

 

Mein Fazit:

Drei Projekte basierend auf Gecko und 11 Add-ons habe ich euch hier kurz vorgestellt, welche eher weniger weit verbreitet sind. Die Projekte Instantbird und Nightingale sind hierbei sehr interessant, da sie immer noch weiter entwickelt werden. Auch die vorgestellten Add-ons für SeaMonkey, Firefox und Thunderbird sind aktuell, sämtliche Links führen hierbei auf die Add-on-Seite für SeaMonkey! Alle vorgestellten Projekte und Add-ons sind bei mir in Verwendung, sie funktionieren also klaglos.

Ihr könnt euch gerne über die Projekte und Add-ons weiter informieren, ihr könnt euch aber auch die anderen Projekte bei Mozilla ansehen. Auch die Add-ons aus meinem verlinkten SeaMonkey-Profil könnt ihr testen, aber bitte holt euch diese soweit möglich immer direkt von AMO. Dort werden sie nämlich nochmal extra geprüft, ob auch wirklich alles damit in Ordnung ist!

 

Für heute verabschiede ich mich mal, die nächsten Artikel sind aber bereits in Planung!

Grüße nun aus TmoWizard’s Castle zu Augsburg

Y gwir yn erbyn Y byd!

Mike, TmoWizard Zaubersmilie

June 22, 2015 07:31 AM

June 20, 2015

SeaMonkey-Neuigkeiten

Allererste Erfahrungen SeaMonkey 64 bit (Windows 7)

WINDOWS 64Bit Builds …

… funktionieren übrigens weitgehend unauffällig (siehe aber auch Bug 1175598 64Bit: Impossible to make Mail/News default application for mailto:, send from WIN Explorer, … ), wenngleich die Nutzung nach meinen bisherigen Erfahrungen keine (Geschwindigkeits-) Vorteile bringt. Weder habe ich bei der normalen Arbeit mit SeaMonkey das Gefühl, dass das flotter geht, noch sprach ein kleiner Privat-Benchmark für die 64Bit-Builds.

Für den Test habe ich verglichen:

  • N-US SeaMonkey 2.35 (Windows NT 6.1; Win64; x64; rv:38.0) nightly by Philip Chee) Gecko/20100101 Build 20150612212216 (Classic Theme) on German WIN7 64bit

  • EN-US SeaMonkey 2.33.1 (German Language pack) Gecko/20100101 Build 20150321194901 (Classic Theme) on German WIN7 64bit

Na gut, besser hätte ich 2 Builds derselben Version verglichen, wie man sie hier und hier herunter laden kann, mache ich vielleicht auch noch.

Der Test

  1. Browser gestartet
  2. Cache mit dem PrefBar-Addon gelöscht
  3. Per Bookmark-TAB-Gruppe mit 41 ganz unterschiedlichen Webseiten geöffnet
  4. Zeit gestoppt, bis auch die letzte Seite vollständig geladen war

Ich habe einen 50MBit/10MBit VDSL-Anschluss, der zu keiner Zeit des Tests auch nur in die Nähe der Geschwindigkeitsgrenze kam, die CPU-Auslastung lag so im Bereich 20 % … 40%, während die Seiten geladen wurden (ich bilde mir ein bei der 64Bit-Version etwas höher). Speicherauslastung habe ich nicht kontrolliert.

Der Erste Test schien klar für die 64bit-Version zu sprechen 1,5 Minuten im Vergleich zu 2,25-Minuten für 2.33.1 32Bit. Bei 3 weiteren Vergleichstests, die ich direkt im Anschluss durchführte, lag die Ladezeit aber bei beiden Builds stets nach 1,5 Minuten, kein signifikanter Vorteil für 32Bit oder 64bit.

Das Fazit

Mein Schnelltest brachte nichts anderes als ein Test mit Waterfox, den ich vor längerer Zeit durchführte: Man muss lange suchen, um eine Anwendung zu finden, wo die 64-Bit tatsächlich schneller sind, in aller Regel bringt das nix. Auch andere Tests kommen zu diesem Ergebnis, hier eine kleine Auswahl, teils deutsch, teils englisch, oft werden aber einfach nur Waterfox-Homepage-Aussagen nachgeplappert:

  • Softpedia: Waterfox 28 Review – A 64-Bit Version of Firefox
  • pro.de: Waterfox 31.0

Mein kleiner Test erlaubt natürlich keine abschließende Bewertung.

Auf mozilla.support.seamonkey fand ich einen Bericht über deutlich sichtbaren Geschwindigkeitsvorteil.

Wie sind Eure Erfahrungen, auch mit 64-BitVersionen für andere Betriebssysteme?

Weitere Informationsquellen

June 20, 2015 06:03 AM

June 17, 2015

Sören Hentzschel

Let’s Encrypt: Kostenlose TLS-Zertifikate ab September

Let’s Encrypt ist eine von unter anderem Mozilla, der Electronic Frontier Foundation (EFF), Cisco, Akamai und IdenTrust gegründete Certificate Authority (CA), welche in Zukunft kostenlose TLS-Zertifikate anbieten wird. Im September fällt der offizielle Startschuss.

Sehr viele Webseiten übertragen ihre Daten über eine unverschlüsselte HTTP-Verbindung und nicht über eine verschlüsselte HTTPS-Verbindung.  Die zwei wichtigsten Gründe hierfür dürften eine oftmals komplizierte Einrichtung sein sowie die Tatsache, dass die notwendigen Zertifikate häufig Geld kosten. Mit StartSSL gibt es allerdings auch eine kommerzielle Firma, welche kostenlos TLS-Zertfikate bereitstellt.

Unter anderem Mozilla, die Electronic Frontier Foundation (EFF), Cisco, Akamai und IdenTrust haben im November 2014 die Gründung der Internet Security Research Group (ISRG) bekanntgegeben, die mit Let’s Encrypt diesen Sommer eine Certificate Authority (CA) bereitstellen will, welche kostenlos TLS-Zertfikate ausstellt. Mittlerweile zählen auch der wordpress.org-Betreiber Automattic sowie die Linux Foundation zu den Unterstützern des Projekts.

Nun hat man den inoffiziellen Startschuss für die Woche des 27. Juli sowie den offiziellen Startschuss für die Woche des 14. Septembers bekannt gegeben. Zunächst sollen ab Ende Juli erste Zertifikate für ausgewählte Webseiten ausgestellt werden. Browser und andere Clients müssen dabei noch das entsprechende Wurzelzertifikat installiert haben, denn ausgeliefert wird bislang kein Browser mit einem Wurzelzertifkat von Let’s Encrypt. Dies dient als Testphase, bevor Mitte September der offizelle Start für jeden sein soll. Die dann ausgestellten Zertifikate werden zudem von IdenTrust signiert sein, womit die Zertifikate von Let’s Encrypt direkt von jedem Browser akzeptiert werden.

Sollte der Zeitplan eingehalten werden können, dann haben die beteiligten Organisationen lediglich elf Monate benötigt, um eine komplette Certificate Authority aufzubauen.

June 17, 2015 09:37 PM

June 16, 2015

Sören Hentzschel

Firefox 41: Suchmaschinen-Vorschläge ergänzen Ergebnisliste in Adressleiste

Die Adressleiste von Firefox kann bereits seit vielen Jahren auch zur Suche über Suchmaschinen verwendet werden. Mozilla hat die Adressleiste in der aktuellen Nightly-Version von Firefox 41 nun optional um Live-Vorschläge der eingestellten Standard-Suchmaschine erweitert.

Die Adressleiste von Firefox ist ein mächtiges Werkzeug und schlägt nicht nur bereits besuchte Webseiten oder Webseiten aus der Chronik vor, sondern erlaubt auch die Suche über Suchmaschinen – entweder bei der eingstellten Standard-Suchmaschine oder bei Verwendung von Schlüsselwörtern auch bei allen anderen installierten Suchmaschinen.

Live-Vorschläge von der eingestellten Standard-Suchmaschine bietet Firefox ebenso bereits seit langem an, bislang aber ausschließlich über das Suchfeld. Die aktuelle Nightly-Version von Firefox 41 beherrscht nun auch Suchmaschinen-Vorschläge direkt in der Adressleiste. In der bisherigen Umsetzung werden die Vorschläge der Suchmaschine dabei aber nicht permanent angezeigt, sondern ergänzen die Ergebnisse im Adressleisten-Auswahlfeld, wenn es keine oder kaum andere Treffer, zum Beispiel aus der Chronik, gibt. Bis dieses Feature in einer finalen Version von Firefox landet, kann sich selbstverständlich noch viel an der Funktionsweise wie auch an der Darstellung ändern.

Natürlich möchte nicht jeder Suchmachinen-Vorschläge in der Adressleiste erhalten und darum lässt sich dieses Feature wie so ziemlich jedes andere Feature von Firefox auch deaktivieren. Dieser Neuerung wurde nicht nur ein Schalter in about:config, sondern eine sichtbare Einstellung im Reiter Datenschutz spendiert, nämlich dort, wo sich auch die Vorschläge aus der Chronik, den Lesezeichen sowie den bereits geöffneten Tabs aktivieren respektive deaktivieren lassen. Wer im Reiter Suche die Suchvorschläge deaktiviert, deaktiviert damit ebenfalls die Vorschläge in der Adressleiste (aber auch in der Suchleiste). Außerdem ist es wahrscheinlich, dass Firefox an noch prominenterer Stelle den Nutzer fragen wird, ob die Vorschläge in der Adressleiste aktiviert werden sollen oder nicht. Wie das aussehen kann, wissen Nutzer von Firefox für Android, denn dort fragt Firefox explizit nach: „Sollen Suchvorschläge angezeigt werden? [Ja] [Nein]“. Aber soweit ist die Implementierung in der Nightly-Version noch nicht.

June 16, 2015 09:59 PM

SeaMonkey-Neuigkeiten

Erster WINDOWS 2.35 Nightly

NewNightly35

Der sehnsüchtig erwartete erste SeaMonkey 2.35 Nightly (seamonkey-2.35.en-US.win64-20150612-212216.zip 13-Jun-2015 04:32 45M von Entwickler Philip Chee) kann hier heruntergeladen werden.

Benutzung für Testzwecke auf eigene Gefahr und ohne jede Gewährleistung!

Aber es wäre  natürlich toll, wenn möglichst viele erfahrene Nutzer von der Testmöglichkeit Gebrauch machen, auf eventuelle Bugs achten und die dann in Bugzilla veröffentlichen, oder auch Bug-Fixes für SeaMonkey 2.35 überprüfen würden.

Ich selbst benutze dieses Build seit ½ Stunde – sieht gut aus!

Nachtrag:

Ist der nun wirklich nur für WIN64?

about:buildconfig
Build Machine

RYAN-WIN7

Build platform
target
x86_64-pc-mingw32
Build tools
Compiler Version Compiler flags
cl 1800 -TC -nologo -D_HAS_EXCEPTIONS=0 -W3 -Gy -FS -wd4244 -wd4267 -wd4819 -we4553
cl 1800 -TP -nologo -D_HAS_EXCEPTIONS=0 -W3 -Gy -FS -wd4251 -wd4244 -wd4267 -wd4345 -wd4351 -wd4482 -wd4800 -wd4819 -we4553 -GR- -DNDEBUG -DTRIMMED -Zi -UDEBUG -DNDEBUG -O1 -Oi -Oy
Configure arguments

–enable-application=suite –enable-release –disable-debug –disable-tests –enable-optimize –target=x86_64-pc-mingw32 –host=x86_64-pc-mingw32 –with-external-source-dir=c:/projects/mozilla/comm-release


Das SeaMonkey-Projekt lebt dank der Beiträge der Community, auch in Form von finanzieller Unterstützung, jeder noch so kleine Beitrag ist willkommen (Vorschlag: 5,– €). Möglichkeiten der finanziellen Unterstützung:
Überweisung einer Spende an SeaMonkey e.V., Volksbank Sprockhövel, (Kontonummer 210 285 200 BLZ 45261547) IBAN: DE57 4526 1547 0210 2852 00 BIC: GENODEM1SPO
oder
Paypal Transfer


June 16, 2015 04:34 AM

June 13, 2015

Sören Hentzschel

Firefox 41: Webseitenübersetzung mit Yandex Translate API

Firefox besitzt ein verstecktes Feature zur maschinellen Übersetzung von Webseiten. Hierfür kommt im Hintergrund eine API von Microsoft zum Einsatz. In der Nightly-Version von Firefox 41 ist nun die Unterstützung einer alternativen Übersetzung-Engine dazugekommen, nämlich der von Yandex.

Wer über about:config den Schalter browser.translation.ui.show auf true setzt, erhält in den Einstellungen im Reiter Inhalt eine zusätzliche Checkbox, um ein Übersetzungs-Feature für Webseiten zu aktivieren. Die Übersetzungen liefert dabei Microsoft über seine Translator API. Damit die maschinelle Übersetzung funktioniert, muss allerdings zunächst noch ein API-Key in Firefox hinterlegt werden, wie bereits in einem Artikel vor fast genau einem Jahr beschrieben. Die Microsoft Translator API kann für bis zu zwei Millionen Zeichen pro Monat kostenlos verwendet werden.

In der Nightly-Version von Firefox 41 ist nun die Unterstützung für eine weitere Übersetzungs-Engine gelandet, nämlich für die Translate API vom russischen Suchmaschinenanbieter Yandex. Diese erlaubt in der kostenfreien Version sogar zehn Millionen Zeichen pro Monat (aber nicht mehr als eine Million Zeichen pro 24 Stunden).

Um die Webseitenübersetzung von Yandex anstelle von Microsoft antreiben zu lassen, muss zunächst der Schalter browser.translation.engine von „bing“ auf „yandex“ geändert werden. Anschließend muss auch hier ein API-Key in Firefox hinterlegt werden, und zwar über den neu als String anzulegenden Schalter browser.translation.yandex.apiKeyOverride. Der API-Key kann hier kostenfrei generiert werden. Kleiner Kosmetik-Fehler: In den Firefox-Einstellungen wird weiterhin das Microsoft-Logo angezeigt. Die Übersetzung funktioniert aber trotzdem.

June 13, 2015 09:30 PM

June 12, 2015

Sören Hentzschel

Firefox 41: Autoplay auf YouTube kann deaktiviert werden

Firefox bietet bereits seit langer Zeit eine Einstellung an, um das automatische Abspielen von HTML5-Videos zu unterbinden. Bislang hat diese nur funktioniert, wenn die Webseite das dafür vorgesehene autoplay-Attribut verwendet hat, nicht aber wenn das Abspielen per Script ausgelöst worden ist, wie es unter anderem YouTube macht. Das ändert sich, wenn nichts schief geht, ab Firefox 41.

Firefox besitzt eine recht praktische, aber vielen nicht bekannte Einstellung, um die automatische Wiedergabe von HTML5-Videos zu unterbinden. Mehr Nutzern bekannt wäre diese Einstellung vermutlich, würde sie auf YouTube funktionieren. Da YouTube aber nicht das dafür vorgesehene autoplay-Attribut verwendet, sondern die Videos scriptseitig startet, hatte diese Einstellung auf Googles Videoportal bislang keine Wirkung. Nutzer einer aktuellen Nightly-Version von Firefox 41 dürfen sich über eine Verbesserung diesbezüglich freuen: ab sofort verhindert diese Einstellung auch in diesem Fall das automatische Abspielen. Natürlich betrifft dies nicht nur YouTube, doch ist YouTube das mit Abstand prominenteste Beispiel, wo diese Neuerung relevant ist.

Das Wichtigste zum Schluss: der Name der Einstellung ist media.autoplay.enabled. Wer diese Möglichkeit nutzen will, sucht danach über about:config und stellt diesen Schalter per Doppelklick auf false. Dann spielen Videos erst ab, wenn der Play-Button geklickt wird.

June 12, 2015 09:33 PM

June 11, 2015

Sören Hentzschel

Knight-Mozilla-Fellow für CORRECT!V

Das Knight-Mozilla Fellowship bringt Entwickler, Datenjournalisten und Redaktionen zusammen. Im kommenden Jahr ist das gemeinnützige Recherchebüro CORRECT!V eine von sechs Redaktionen, die ein Jahr lang einen Entwickler beherbergen darf. Ab heute könnt Ihr Euch bewerben.

Es handelt sich hierbei um einen Gastbeitrag von CORRECT!V. Deren Webseite erreicht ihr unter correctiv.org.

Das Knight-Mozilla-OpenNews-Fellowship ist das wohl bekannteste Programm weltweit, um Entwickler und Journalisten zusammenzubringen. Seit 2011 fördert die Knight-Foundation das Projekt, Partner waren unter anderem die New York Times, der Guardian, die Washington Post oder ProPublica.

Im kommenden Jahr dabei sind das Fernsehformat Frontline, die Los Angeles Times, das National Public Radio, das Online-Medium Vox, das Coral Project sowie CORRECT!V, die einzigen Europäer im Programm.

Die Fellows des OpenNews-Programmes arbeiten in ihren jeweiligen Medien an konkreten Projekten. Dies können neue Werkzeuge für die datenjournalistische Recherchen sein, aber auch Visualisierungen oder die Impact-Analyse von investigativen Geschichten.

Dazu fördert das Fellowship den weltweiten Austausch unter den Fellows und Redaktionen. Die Stipendiaten werden sowohl in den Newsrooms, als auch zusammen auf internationalen Konferenzen an einer besseren Zukunft des Journalismus arbeiten.

Von heute bis zum 21. August können sich alle, die sich für Journalismus und Technologie begeistern, für das Fellowship bewerben. Die Knight Foundation finanziert Unterkunft und Lebenshaltungskosten für zehn Monate. CORRECT!V freut sich sehr auf das Fellowship, die neuen Kontakte – und ist schon gespannt auf den Fellow.

June 11, 2015 05:02 PM

June 10, 2015

Sören Hentzschel

Kommentar: Firefox 38.0.6-Update, Downloadportale und deren Seriosität

Diverse Webseiten berichten über ein vermeintliches Update auf Firefox 38.0.6 und führen damit Nutzer in die Irre, welche sich wundern, dass sie kein Update über die Updatefunktion von Firefox erhalten. Dieser Kommentar erklärt, was es damit auf sich hat.

Achtung: Dieser Artikel beschreibt die persönliche Meinung des Verfassers.

Auf einigen Webseiten konnte man in diesen Tagen etwas von einem vermeintlichen Update auf Firefox 38.0.6 lesen, selbstredend inklusive Downloadmöglichkeit. Hintergrund dürfte vermutlich sein, dass die Redakteure entsprechender Webseiten – einmal mehr – eine Version auf dem FTP-Verzeichnis von Mozilla entdeckt haben, bevor sie offiziell zum Download angeboten wird, und natürlich jede dieser Seiten unbedingt möglichst die erste Webseite sein muss, welche die „heiße Ware“ den Nutzern verkauft, bevor sie kalt wird.

Was es mit Firefox 38.0.6 auf sich hat

Tatsächlich hat Mozilla eine Version 38.0.6 von Firefox erstellt. Doch heißt das nicht automatisch, dass eine solche Version auch als Update vorgesehen ist. Genau dieser Fall liegt hier vor. Firefox 38.0.6 behebt ein Problem mit der Standard-Suchmaschine in den sogenannten Funnelcake-Builds. Im entsprechendem Bug-Ticket heißt es wörtlich:

„FYI, we won’t be doing a 38.0.6 releases, we will just publish 38.0.6 for some repacks.”

Liebe Redakteure in der großen, weiten Welt: wenn ihr über ein neues Firefox-Update berichten wollt, welches nicht über die offizielle Mozilla-Webseite zum Download angeboten wird und zu dem auch keine Release Notes bereitstehen, dann ist folgende Seite euer Freund:

https://hg.mozilla.org/releases/mozilla-release/

Konnte man nicht drauf kommen? Gut, aber das Mozilla Wiki hattet ihr alle irgendwann in der Vergangenheit schon mindestens einmal verlinkt:

https://wiki.mozilla.org/Firefox/Planning/2015-06-10

Dort heißt es wörtlich:

„38.0.6 shipped for funnelcake builds only to correct an issue with search providers.”

Auch darauf war nicht zu kommen? Nun gut, einverstanden. Einverstanden unter der Prämisse, dass wenn eine Recherche nicht gelingt und exakt null Informationen zu einer Version vorliegen, die auch nicht offiziell zum Download angeboten wird, es schlicht und ergreifend unseriös ist, diese Version überhaupt zu bewerben.

Das viel grundlegendere Problem

Das Problem ist gar nicht konkret die Tatsache, dass sich nun einige Nutzer wundern, wo ihr Update auf Firefox 38.0.6 bleibt, oder dass sich andere Nutzer vollkommen sinnlos Firefox neu heruntergeladen haben, obwohl die neue Version für diese Nutzer überhaupt nichts verbessert. Das Problem ist ein viel Grundlegenderes. Es ist ein Spiel, welches sich mit jedem Update wiederholt: ein neues Firefox-Update steht an und teilweise bereits mehrere Tage vor der offiziellen Veröffentlichung findet man dann auf diversen Webseiten – es sind immer die Gleichen – die vermeintlich finalen Versionen. Weil wir ja alle wissen, dass all die Millionen Firefox-Nutzer gar nicht schnell genug neue Firefox-Versionen erhalten können. Oh, Moment: Stimmt überhaupt nicht! Die meisten würden vermutlich sogar freiwillig ein paar Tage länger warten. Die Updates kommen schon, wenn sie kommen sollen. Das Tempo gibt Mozilla vor. Meinetwegen auch der Nutzer selbst. Aber nicht ihr, werte Redaktionen.

Häufig genug handelt es sich bei den vorzeitig angebotenen Versionen dann nicht einmal wirklich um die finalen Versionen, weil Mozilla noch einen zweiten oder gar dritten Build erstellt. Die Folge: Die Nutzer erhalten von diesen Webseiten unter Umständen fehlerhafte Firefox-Versionen. Selbst wenn diese Versionen kurz darauf auf eine offiziell freigegebene Version aktualisiert werden, stellt sich die Frage, wer dadurch nun irgendetwas gewonnen hat. Der Betreiber der Webseite, das ist die einzige Antwort auf diese Frage. Besucher und damit Werbeeinnahmen. Der Nutzer hat dadurch definitiv nichts gewonnen, um den Nutzer geht es erst an letzter Stelle.

Software lädt man sich beim Hersteller herunter. Immer.

Was sagt uns das? Software lädt man sich beim Hersteller herunter. Punkt. Downloadportale sind zu vermeiden wie die Pest. Zwei Ausnahmen gibt es natürlich: wenn der Hersteller selbst offiziell auf ein solches Downloadportal verlinkt oder die unter Linux üblichen Paketverwaltungen. Aber ansonsten gilt dies ausnahmslos. Positiver Nebeneffekt: ihr könnt euch sicher sein, dass ihr euch keine unerwünschten Dreingaben vom Downloadportal mitinstalliert. Ob ein Firefox-Update nun einen Tag früher oder später auf der Festplatte liegt, wen interessiert’s? Man sollte meinen, alle sechs Wochen ein neuer Major-Release, dazwischen immer wieder mal ein außerplanmäßiges Update sei bereits ein zügiges Tempo. Für viele offensichtlich nicht schnell genug. Denn diese Versionen werden ja tatsächlich relativ häufig heruntergeladen.

Wie lassen sich solche Missverständnisse in Zukunft vermeiden?

Wie sich solche Missverständnisse in Zukunft vermeiden lassen? Gar nicht. Nicht, solange es gewissen, häufig namhaften IT-Portalen nur um Besucher und damit verbunden Gewinnmaximierung geht und das Interesse, Nutzer seriös zu informieren, in den Hintergrund gestellt wird. Bitte nicht falsch verstehen: Gegen die kommerziellen Interessen solcher Portale ist absolut nichts einzuwenden, das respektiere ich zu einhundert Prozent. Ein gutes Geschäftsmodell gehört zu (fast) jeder größeren Webseite. Der entscheidende Punkt ist, dass dieses Interesse nicht der Seriosität der Webseite im Weg stehen darf. Die Besucher haben eine seriöse Berichterstattung verdient, denn ohne Besucher gibt es auch kein Geschäftsmodell, so einfach. Das ist ein Geben und Nehmen, es darf nicht nur ein Nehmen der Webseite sein, die dem Besucher irgendwas vorlegt, auch wenn es Quatsch ist.

Was kann ich als Nutzer tun?

Ganz einfach: Haltet euch an das was, was ich zu Downloadportalen schrieb, und was konkret neue Firefox-Versionen betrifft: wenn es eine neue Firefox-Version gibt, erfahrt ihr es hier als erstes:

https://www.mozilla.org/en-US/firefox/all/

Und noch ein Hinweis, der die Verteilung von Updates betrifft: Ja, es kann vorkommen, dass Firefox kurz nach der Veröffentlichung eines neuen Major-Releases kein Update findet. Dies kann beispielsweise dann vorkommen, wenn relativ schnell feststeht, dass ein außerplanmäßiges Update aufgrund eines schwerwiegenden Problems folgen wird. Wenn ihr unsicher seid: fragt hier auf dem Blog oder im Firefox-Forum nach!

Achtung: Dieser Artikel beschreibt die persönliche Meinung des Verfassers.

June 10, 2015 11:26 PM

Mozilla: Mehr Geld für das Finden von Sicherheitslücken

Wer eine Sicherheitslücke in Firefox, Firefox OS oder Thunderbird findet, kann hierfür in Zukunft mehr Geld erhalten als bisher. Mozilla hat die Prämien teilweise stark erhöht und belohnt außerdem nicht länger nur das Finden der kritischsten Sicherheitslücken.

Das Melden von Sicherheitslücken soll sich in Zukunft mehr lohnen als bisher. Nachdem Mozilla die Prämie im Jahr 2010 von 500 Dollar auf 3.000 Dollar erhöht hat, steht nun die nächste Erhöhung an. Seit es Mozillas Bug-Bounty-Programm gibt, hat Mozilla insgesamt 1,6 Millionen Dollar an Prämien ausgeschüttet.

Die minimale Belohnung für das Finden einer als hoch oder kritisch eingestuften Sicherheitslücke liegt nach wie vor bei 3.000 Dollar, je nach Schwere der Sicherheitslücke, Qualität der Meldung und Wahrscheinlichkeit der Ausnutzung sind aber auch Prämien in einer Höhe von 5.000 Dollar, 7.500 Dollar und in besonderen Fällen sogar über 10.000 Dollar möglich.

Das Finden einer nur als moderat eingestuften Sicherheitslücke hat bisher überhaupt kein Geld gebracht. Hier sind in Zukunft Prämien zwischen 500 und 2.000 Dollar möglich.  Allerdings wird nicht jede als moderat eingestufte Sicherheitslücke eine Belohnung bringen.

Voraussetzung ist, dass die Sicherheitslücke in einer aktuellen Version der jeweiligen Anwendung vorkommt – es gibt natürlich keine Belohnungen für veraltete Versionen. Auch darf die Sicherheitslücke nicht schon gemeldet worden sein. Belohnt wird das Finden von Sicherheitslücken in der Desktop-Version von Firefox, Firefox für Android, Firefox OS sowie Thunderbird. Mitarbeiter von Mozilla sowie Entwickler, die am entsprechenden Code beteiligt waren, sind nicht berechtigt, eine Prämie zu erhalten. Genauere Details gibt es auf Mozillas Webseite.

June 10, 2015 08:35 PM

SeaMonkey-Neuigkeiten

Nightly-User-Builds (4) – neuer Nightly

NewNightly2

Als vorläufigen Behelfsfix für  “Bug 1169140 Make available existing private WIN32 builds for testing” gibt es hier vom Entwickler Philip Chee einen neuen SeaMonkey WIN32 Nightly Trunk Build.

Benutzung für Testzwecke auf eigene Gefahr und ohne jede Gewährleistung!


Das SeaMonkey-Projekt lebt dank der Beiträge der Community, auch in Form von finanzieller Unterstützung, jeder noch so kleine Beitrag ist willkommen (Vorschlag: 5,– €). Möglichkeiten der finanziellen Unterstützung:
Überweisung einer Spende an SeaMonkey e.V., Volksbank Sprockhövel, (Kontonummer 210 285 200 BLZ 45261547) IBAN: DE57 4526 1547 0210 2852 00 BIC: GENODEM1SPO
oder
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June 10, 2015 05:19 AM

June 08, 2015

Sören Hentzschel

Firefox 40/41 bringt erste HiDPI-Unterstützung für Windows

Nachdem Firefox für OS X schon lange die sogenannten Retina-Displays unterstützt, hat Mozilla nun auch für Windows damit begonnen, Firefox für HiDPI-Bildschirme zu optimieren.

Wer Firefox für Windows auf einem hochauflösenden Bildschirm betrachtet oder die DPI-Zahl in den Windows-Anzeigeeinstellungen auf einen Wert höher als 100 Prozent eingestellt hat, weiß, dass die Symbole in Oberfläche von Firefox ein wenig verschwommen aussehen, weil die in dem Fall zu kleinen Grafiken hochskaliert werden müssen, was natürlich nicht gut aussieht. Mozilla hat in Firefox 40 und 41 jeweils einige der Grafiken um höherauflösende Versionen erweitert (siehe Bug-Abhängigkeiten). Auch wenn dies noch keine vollständige HiDPI-Unterstützung für Windows bedeutet, so sieht Firefox auf entsprechenden Systemen dadurch schon besser aus als die aktuelle Version 38.

June 08, 2015 09:55 PM

June 07, 2015

Sören Hentzschel

Firefox 41: Quelltext-Ansicht im Tab statt in neuem Fenster

Den Quelltext einer Webseite öffnet Firefox bisher immer in einem neuen Fenster. Ab Firefox 41 ändert sich dies und die Quelltext-Ansicht wird stattdessen in einem neuen Tab geöffnet.

Nachdem zuletzt in Firefox 38 die Einstellungen von einem Dialog in einen Tab gewandert sind, öffnet sich nun in der Nightly-Version von Firefox 41 auch die Quelltext-Ansicht einer Webseite in einem neuen Tab statt in einem neuen Fenster. Wer das alte Verhalten wiederherstellen möchte, kann über about:config den Schalter view_source.tab per Doppelklick auf false schalten.

Tipp: Auch in Versionen vor Firefox 41 ist es möglich, die Quelltext-Ansicht in einem Tab anzuzeigen. Dazu muss ganz einfach nur „view-source:“ vor die URL der Webseite in der Adressleiste gestellt werden.

June 07, 2015 09:49 PM

SeaMonkey-Neuigkeiten

Nightly-User-Builds (3)

Inzwischen gibt es einige Fortschritte: Mehrere Unser haben verschiedene Builds zum Download veröffentlicht oder zumindest tauschen sie mit wenigen interessierten anderen Usern Download-Links und Erfahrungen aus. Hier eine Liste verfügbarer Downloads.

Leider sind die Builds, die von Usern veröffentlicht werden, für eine systematische Nutzung in der SeaMonkey-Qualitätskontrolle noch nicht sinnvoll nutzbar, die Bereitstellung erfolgt zu unsystematisch.

Eigentlich soll das aber eine dauerhafte, gut (selbst-) organisierte Einrichtung parallel zum normal Build-Betrieb werden, derzeit als Ersatz für die ausbleibenden WINDOWS-Nightlys, später für den Test von “Spezial-Builds”, und Erfahrungsaustausch zwischen Usern. Bisher existieren aber nur wenige Fragmente einer Gesamtlösung.

Im Wiki (englisch) habe ich einige erste Überlegungen zusammengefasst, wie aus den Fragmenten eine besser nutzbare Gesamtlösung gemacht werden könnte, jeder fühle sich eingeladen, dort eigene Gedanken zu ergänzen. Zusammenfassung:

  • Zunächst müssen wir uns auf eine allgemein akzeptierte, praktikable Veröffentlichungsplattform einigen, zur Debatte stehen unter anderem sourceforge.net, privater Webpace bei Mozilla, Dropbox, ggf. andere, jede Plattform mit spezifischen Vor- und Nachteilen.
  • Neben der puren Bereitstellung der Builds selbst müssen für interessierte Nutzer mit einem halbwegs einheitlichen Formbmblatt Basisinformationen zum Build, im Wesentlichen die Build-Parameter mit Erläuterung der Konsequenzen, bereit gestellt werden.
  • Die Build-Ersteller sollten sich absprechen, damit mit möglichst wenig Aufwand für jeden Einzelnen ein möglichst vielfältiges Angebot an unterschiedlichen, einigermaßen aktuellen Builds (Trunk, Aurora, 3.35a, …) für Testzwecke bereit steht.
  • Wenn obige Punkte erledigt sind und erste Builds bereit stehen müssen wir für diesen Service intensives Marketing betreiben, damit interessierte Nutzer überhaupt davon erfahren, dass es diese Builds gibt. Das beste Angebot nutzt nix, wenn niemand davon weiß.

Ach ja, meine Einschätzung zur Gefährlichkeit des ersten Builds von Rüdiger Lahl war viel zu pessimistisch. Ich habe grob geschätzt 1 Stunde damit gearbeitet, ohne größere, über bekannte Bugs im Trunk hinaus gehende Probleme erlebt zu haben. Lediglich der (bei mir jedenfalls)  total kaputte Passwort-Manager, der sich weigert, gespeicherte Passwörter zuverlässig einzusetzen, hindert mich an einer regelmäßigen Nutzung; stattdessen arbeite ich jetzt mit EN-US SeaMonkey 2.37a2 build by User Herzel, Gecko/20100101 , Build 20150522012631 (Classic Theme) on German WIN7 64bit.


Das SeaMonkey-Projekt lebt dank der Beiträge der Community, auch in Form von finanzieller Unterstützung, jeder noch so kleine Beitrag ist willkommen (Vorschlag: 5,– €). Möglichkeiten der finanziellen Unterstützung:
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oder
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June 07, 2015 07:48 AM

June 05, 2015

Sören Hentzschel

Anleitung zum Signieren von Firefox Add-ons

Spätestens mit dem Erscheinen von Firefox 41 müssen Add-ons von Mozilla signiert sein, damit sie in Firefox installiert werden können. Auch weiterhin können Add-ons aus anderen Quellen als addons.mozilla.org installiert werden, ebenso ist weiterhin die Anpassung von Add-ons an die eigenen Bedürfnisse möglich. Allerdings erfordert dies eine Signierung. Dies ist nicht sehr schwer und schnell erledigt, wie diese Anleitung zeigt.

Aus Sicherheitsgründen müssen Add-ons für Firefox in Zukunft signiert sein, damit sie installiert werden können. Ab Firefox 40 werden nicht signierte Add-ons automatisch deaktiviert, können aber wieder aktiviert werden, ab Firefox 41 führt kein Weg mehr an signierten Add-ons vorbei. Mozilla hat vor wenigen Tagen die aktuellsten Versionen der Add-ons auf AMO (addons.mozilla.org) signiert und per Update an die Nutzer verteilt, so dass Nutzer normalerweise nicht auf ihr Lieblings-Add-on verzichten müssen sollten, wenn es soweit ist.

Wer eigene Add-ons installieren, diese aber nicht auf AMO bereitstellen möchte, oder aber wer ein bestehendes und selbst angepasstes Add-on installieren möchte, der kann sein Add-on ganz einfach automatisiert auf AMO signieren lassen, ohne dass dieses anschließend auf AMO für die Öffentlichkeit zum Download bereitgestellt wird.

Als erstes ist die Anmeldung auf AMO notwendig. Wer dort noch kein Benutzerkonto hat, kann sich hier eines anlegen. Nach dem Login führt der Web über „Werkzeuge“ im Header zum Menüeintrag „Ein neues Add-on hochladen.“

Im nächsten Schritt muss die Entwickler-Vereinbarung akzeptiert werden.

Dann kommt auch schon der entscheidende Schritt: wer sein Add-on nur signieren lassen will, ohne dass es auf der Mozilla-Webseite erscheint und den üblichen Review-Prozess durchläuft, muss an dieser Stelle den Haken bei „Ja, mein Add-on soll über diese Website verteilt werden“ entfernen. Nun wird das Add-on ausgewählt und hochgeladen.

Wichtig, wenn eine bereits bestehende Erweiterung angepasst wird: Jede ID darf nur einmal im System vorkommen. In dem Fall sollte die ID des Add-ons im Installations-Manifest angepasst werden. Im Prinzip ist es vollkommen egal, was da steht, eine solche ID besteht üblicherweise aus einer Bezeichnung im Format einer E-Mail-Adresse – es muss sich dabei nicht tatsächlich um eine E-Mail-Adresse handeln!

Wenn mit der ID alles in Ordnung ist, findet eine automatische Validierung des Add-ons statt, welche das Add-on bestehen muss.

Im nächsten Schritt können der aus dem Add-on ausgelesene Name sowie die Beschreibung geändert werden.

Und schon ist das Signierenlassen des Add-ons fertig und steht zum eigenen Download bereit – andere Nutzer haben keinen Zugriff auf die Datei. Per E-Mail erhält man eine Bestätigung.

Über die Versionsverwaltung kann die Sichtbarkeit des Add-ons auch nachträglich geändert werden.

Das Wichtigste ist aber der Test und die Bestätigung: nach der Installation sehen wir im Add-on Manager, dass das Add-on installiert werden konnte und signiert ist!

June 05, 2015 11:38 PM

SeaMonkey-Neuigkeiten

rrbd

Nachtrag 2015-06-05 07:00 UTC

Ich habe Bug 1171816 Input lines hight much too small, spinboxes missing, other UI problems für diese Probleme geöffnet.

Weitere Untersuchungen ergaben inzwischen, dass die Probleme möglicherweise durch ein fatales Zusammenwirken mit einem Add-on entstehen, jedenfalls verschwinden die Probleme im “SaveMode” mit inaktiven Add-ons

June 05, 2015 06:09 AM

Sören Hentzschel

Mozilla erweitert Firefox Hello um Kontext und Text-Chat

Mit Firefox Hello besitzt Firefox eine direkt in Firefox integrierte Möglichkeit zur Videotelefonie, seit Version 38.0.5 inklusive Möglichkeit zum Teilen von Bildschirminhalten. Dabei bleibt es nicht, Mozilla arbeitet bereits an der Erweiterung von Firefox Hello um weitere Features wie einen Text-Chat.

Firefox Hello erlaubt die Kommunikation mit anderen Menschen per Sprache und Bild, ohne dass hierfür eine Drittanbieteranwendung wie Skype oder ein zusätzliches Plugin notwendig wäre. Nicht einmal eine Anmeldung ist hierfür notwendig, wobei dies optional möglich ist, womit dann auch eine Kontaktliste zur Verfügung ansteht. Ansonsten wird als Gast einfach nur eine URL mit dem gewünschten Gesprächspartner geteilt. Seit der vor wenigen Tagen veröffentlichten Version 38.0.5 von Firefox kann außerdem der Bildschirminhalt freigegeben werden.

Wer die aktuelle Firefox Developer Edition 40 nutzt, dem fallen möglicherweise zwei neue Features auf: das eine ist eine Integration in das Share-Panel von Firefox. Statt die generierte URL für die Unterhaltung per Knopfdruck in die Zwischenablage zu kopieren oder per E-Mail zu teilen gibt es eine dritte Schaltfläche, über welche sich das Share-Panel öffnet, worüber der Link dann beispielsweise über Facebook, Twitter oder Google Plus geteilt werden kann – je nachdem, welche SocialAPI-Erweiterungen zum Teilen installiert worden sind.

Das zweite neue Feature bezeichnet Mozilla als Kontext. Gemeint ist damit das Thema der Unterhaltung. Während bereits in Firefox 38 eine Gesprächsbezeichnung vergeben werden kann, ist es nun darüber hinaus möglich, noch eine URL sowie einen Kommentar zu ergänzen. Beim Erstellen eines neuen Konversationsraums muss lediglich der entsprechende Haken gesetzt sein, damit die gerade geöffnete Webseite automatisch als Kontext hinzugefügt wird.

Die wohl für viele Nutzer spannendste Neuerung befindet sich noch in früher Entwicklung, kann in einer ersten prototypischen Umsetzung aber schon in einer Nightly-Version von Firefox 41 getestet werden: die Möglichkeit, sich schriftlich zu unterhalten. Hierzu muss über about:config zunächst der Schalter loop.textChat.enabled auf true gesetzt werden. Probiert man den Text-Chat aus, dann fällt schnell auf, dass die Darstellung nur provisorisch ist und noch kein richtiges Design existiert. Aber zumindest funktioniert der Text-Chat bereits.

Ein aktuelles Mockup zeigt, wie das Ganze später aussehen könnte:

Hinweis: Dieser Artikel beschreibt Neuerungen in der Firefox Developer Edition 40 und Firefox Nightly 41. Diese Neuerungen müssen nicht zwangsläufig Bestandteil der entsprechenden finalen Versionen von Firefox werden. Auch können sich Funktionalität und insbesondere die Optik bis zu einer möglichen finalen Version mit diesen Features ändern. Mockups sind nicht als verbindlich anzusehen.

June 05, 2015 12:22 AM

June 04, 2015

Sören Hentzschel

b2gdroid: Firefox OS als Launcher für Android

b2gdroid ist ein Experiment von Mozilla-Entwickler Fabrice Desré, welches die System-Apps und das Aussehen von Firefox OS auf Android bringt.

Auf den Namen b2gdroid hört ein experimenteller Launcher für Android von Mozilla-Entwickler Fabrice Desré, welcher das Gefühl von Firefox OS auf Android-Smartphones bringt. Die Betonung liegt hierbei auf experimentell, denn die Performance ist derzeit noch mehr schlecht als recht und es werden noch nicht alle APIs unterstützt. Auf jeden Fall ist es ein interessantes Experiment. Durch den Launcher ändert sich nicht nur das Aussehen des Sperrbildschirms und des Homescreens, es bringt auch die System-Apps von Firefox OS auf Android, wie die App zum Telefonieren oder die App zum Schreiben von SMS, oder auch den Browser aus Firefox OS. Natürlich funktionieren auch alle auf dem Gerät installierten Apps nach wie vor, schließlich handelt es sich um einen alternativen Launcher und es arbeitet nach wie vor Android und nicht Firefox OS auf dem Gerät.

Weitere Informationen

June 04, 2015 07:02 PM

June 03, 2015

Sören Hentzschel

Firefox: Wie man die Pocket-Integration – wirklich – deaktiviert

Gestern hat Mozilla Firefox 38.0.5 veröffentlicht. Mit dabei: eine Integration von Pocket. Wer Pocket nicht nutzt oder einfach nur keine Integration in Firefox wünscht, kann Pocket ganz einfach deaktivieren. Leider haben einige Webseiten einen Weg hierzu veröffentlicht, der nicht bei jedem funktioniert. Daher wird dem korrekten Deaktivieren von Pocket an dieser Stelle ein eigener Artikel gewidmet.

Eine der Neuerungen von Firefox 38.0.5 ist eine Integration von Pocket. Wie jedes neue Feature wird natürlich auch dieses Feature nicht von jedem benötigt. Und selbstverständlich findet man im Web bereits mehr als genug Hinweise, wie man die Pocket-Integration abschaltet.

Der häufig beschriebene – aber nicht immer funktionierende – Weg

Der dabei häufig beschriebene Weg ist es, über about:config den Schalter browser.pocket.enabled zu suchen und per Doppelklick auf false zu setzen. Ein Neustart von Firefox ist anschließend notwendig. Dieser Tipp funktioniert auch wunderbar – zumindest in ganz frischen Firefox-Profilen. Ansonsten kann es passieren, dass der Pocket-Button zwar verschwindet, alle anderen Stellen der Integration aber nach wie vor sichtbar und voll funktionsfähig sind.

Wie man Pocket wirklich deaktiviert

Der richtige Weg, um die Pocket-Integration zu deaktivieren, ist noch viel einfacher und wird auch in der Mozilla-Hilfe beschrieben. Dazu ist es nicht einmal notwendig, Kenntnis über einen about:config-Schalter zu besitzen. Einfach einen Rechtsklick auf das Pocket-Symbol in der Symbolleiste machen und „aus Symbolleiste entfernen“ klicken. Dies entfernt nicht nur die Schaltfläche aus der Symbolleiste, sondern deaktiviert gleichzeitig auch alle anderen Stellen der Pocket-Integration. Ein anschließener Neustart von Firefox ist bei dieser Methode auch nicht notwendig.

June 03, 2015 09:27 PM

SeaMonkey-Neuigkeiten

Nightly-User-Builds (Windows): Erste Erfahrungen

Gift!Nur gut, dass wir nun wieder nach langer Zeit  erste Builds haben, zumindest meine Erfahrungen zeigen dringenden Bugfixbedarf – oder vielleicht müssen auch nur die Build-Parameter angepasst werden. Oder ich bin ein Pechvogel, bei anderen ist alles paletti!?!

Ich habe bisher 2 Builds getestet:

  • EN-US SeaMonkey 2.38a1 build by Philip Chee, Gecko/20100101 , Build 20150601233926 (Classic Theme) on German WIN7 64bit

  • EN-US SeaMonkey 2.38a1 build by Ruediger Lahl, Gecko/20100101, Build 20150531140409 ( Classic Theme) on German WIN7 64bit

In Details gibt es Unterschiede, aber im Wesentlichen gleichen sich die Ergebnisse:

  1. Mit meinem Test-Userprofil funktionierten beide ganz passabel
  2. Mit meinem Standard-Userprofil sind beide unbenutzbar. Die Benutzeroberfläche ist völlig zerschossen, Bookmarks fehlen, alle E-Mail-Accounts sind abhanden gekommen

Zumindest eine wesentliche Ursache scheint mir zu sein, dass aus unerfindlichen Gründen anscheinend die Information über den Profilordner verloren geht – warum nicht auch bei dem zig Jahre alten Default-Profil , das ich ausschließlich für Testzwecke verwende (und auch nicht bei anderen Testprofilen) ist schwer zu verstehen. Grund für meine Vermutung: In den Erweiterten Einstellungen ist der Ordner-Eintrag für den Cache-Pfad leer, SeaMonkey weiß nicht, wo der Cache sein soll. Vermutlich fehlen auch andere Ordnerinformationen zum Profil.

Es wäre spannend zu wissen, ob andere User diese Probleme bestätigen können.

Oder aber das alles ist Blödsinn, weil es tatsächlich nur mein Normal-Profil betrifft. Ich habe noch andere existierende Profile getestet, da war alles in Ordnung.

Hier noch ein paar Screenshots von Problemen, die so nur in meinem gewohnten Standard-Profil sichtbar sind:

UI Problems 1 UI Problems 2 UI Problems 3 UI Problems 4
Immerhin verursachten die Builds anscheinend keine bleibenden Schäden im Profil, im “normalen” 2.33.1 ist wieder alles in Butter, wenn ich ihn aufrufe.

Ich mache mal ‘nen Bug dafür auf – morgen!

Weitere Erfahrungen? Wer selbst hier einen etwas ausführlicheren Bericht hinterlassen möchte, bekommt Editorenrechte von mir.

Nachträge

2015-06-03 17:50 UTC

Ein erster vager Verdacht, das Profil-Problem könne damit zusammenhängen, dass das problematische das einzige ist, dessen Ordnername mit einer Ziffer beginnt, hat sich nicht bestätigt; Eine Identische Kopie des Profils, nur mit geändertem Ordnernamen ohne Ziffer am Anfang, funktionierte nach Eintrag in profiles.ini mit 2.3.3.1, einwandfrei, zeigte aber mit SeaMonkey 2.38a1 wieder die oben aufgeführten Probleme. Also weiter suchen!

June 03, 2015 03:32 PM

June 02, 2015

Sören Hentzschel

Mozilla veröffentlicht Sonder-Ausgabe Firefox 38.0.5

Mozilla hat Firefox 38.0.5 veröffentlicht. Dabei handelt es sich nicht etwa um ein außerplanmäßiges Fehlerbehebungsupdate, sondern um eine geplante Sonderveröffentlichung zwischen Firefox 38 und Firefox 39, welche neue Funktionen (aber natürlich auch Fehlerbehebungen) bringt.

Download Mozilla Firefox 38.0.5 für Windows, OS X und Linux

Leseansicht für störungsfreies Lesen

Mozilla führt in Firefox 38.0.5 die sogenannte Leseansicht ein, welche Nutzer der Android-Version von Firefox schon einige Zeit kennen. Per Klick auf das Buch-Symbol in der Adressleiste erscheinen Artikel im Web so aufbereitet, dass sie störungsfrei gelesen werden können. Konkret bedeutet dies eine angenehme Farbgebung, Schriftgestaltung sowie keine störenden Elemente wie Werbung. Im Vordergrund steht der Inhalt des Artikels. Der Nutzer kann durch Anpassungen die Leseansicht konfigurieren und hat dabei die Wahl zwischen einer serifen sowie einer serifenlosen Schriftart, kann das Farbschema ändern (Hell, Dunkel, Sepia) und die Schriftgröße anpassen. Dieses Feature kann über about:config deaktiviert werden (Einstellungsname: reader.parse-on-load.enabled).

Artikel später lesen: Pocket-Integration

Mozilla hat den populären Dienst Pocket, früher bekannt als Read it Later, in Firefox integriert. Per Schaltfläche in der Leseansicht, Schaltfläche in der Hauptsymbolleiste oder Kontextmenüeintrag kann ein Artikel zur Leseliste auf Pocket hinzugefügt werden und steht damit zum späteren Lesen, ebenso von anderen Geräten, zur Verfügung. Auch in Pocket kann die Darstellung konfiguriert werden, die Optionen in der Leseansicht von Firefox sind an die von Pocket angelehnt. Die Anmeldung erfolgt bequem über den Firefox Account. Dieses Feature kann ganz einfach deaktiviert werden, wie in diesem Artikel beschrieben.

Firefox Hello um Teilen von Bildschirminhalten erweitert

Mit Firefox Hello bietet Mozilla eine Möglichkeit zur Videokommunikation in Echtzeit direkt in Firefox an. Mit Firefox 38.0.5 kann dem Gesprächspartner optional entweder die Sicht auf den aktiven Firefox-Tab gewährleistet werden oder eine beliebige andere, auf dem System geöffnete Anwendung. Dieses Feature kann über about:config deaktiviert werden (Einstellungsname: loop.screenshare.enabled).

Fehlerbehebungen

Nach dem Update auf Firefox 38.0 klagten einige Nutzer von Windows 7 mit dem Standard-VGA-Treiber über einen starken Performance-Einbruch. Dieses Problem wurde durch die Deaktiverung von WARP auf den entsprechenden Systemen behoben. Darüber hinaus wurde ein Problem beim Zeichnen der Oberfläche behoben, welches auf manchen Systemen beim Wechseln zwischen Tabs auftreten konnte.

June 02, 2015 01:29 PM

May 31, 2015

SeaMonkey-Neuigkeiten

Nightly-User-Builds

SeaMonkeyHeroRüdiger Lahl ist aus dem Holz, aus dem Helden geschnitzt werden :-)

Da wir ja leider immer noch”offiziellen” keine Nightlys für Windows bekommen und sich auch eine Projekt-offizielle Lösung für Bug 1169140 Make available existing private WIN32 builds for testing noch etwas hinzuziehen scheint, hat Rüdiger sich an die Arbeit gemacht und ein eigenes EN-US SeaMonkey 2.38a1 build by Ruediger Lahl, Gecko/20100101, Build 20150531140409 (Default Theme)  gebaut, das er mir freundlicher Weise zur Verfügung gestellt hat.

Ich habe:

  1. ein Backup von meinem SeaMonkey-Profil erstellt
  2. Sein Build entpackt
  3. Einen Start-Batch, der dieses Build über den Profilmanager mit einem vorher angelegten Testprofil startet, erstellt
  4. Das Build ausprobiert

Mir ist nichts um die Ohren geflogen, und ich konnte gleich noch etwas Senf zu 2 Bugs abgeben:

Bug 1169601 Not decoded b-encoded From: header if it’s in double quotes
Bug 1073713 Non-ascii characters shown incorrectly in email “From”-field

Rüdiger hat ungefähr 1 Tag Erfahrungen im Builds-Erstellen, so dass das Ding mit alleräußerster Vorsicht angefasst werden sollte, aber wer es doch mal auf eigene Gefahr und ohne jede Gewährleistung ausprobieren möchte, kann es hier herunterladen. Wie gesagt- das ist eigentlich mehr etwas für Leute mit Kampfmittelräumdienst-Erfahrung ;-)

Wenn es weiterhin keine Projekt-Nightlys gibt und sich auch der Fix für Bug 1169140 noch länger hin zieht (und User Builds bereit stellen) würde ich — auch aus Lizenzgründen — daraus eine halb-offizielle Angelegenheit machen und eine Möglichkeit, Builds (Samt Quelltext) bei sourceforge.net einzustellen, schaffen.

Vielleicht mag ja auch mal jemand anderes Builds erstellen, oder es besteht Interesse an Spezial-Builds für besondere Tests, oder was weiß ich. Dafür könnte man ja eine Plattform zusätzlich zu den “offiziellen” Projekt-Builds bieten.

Um die Gefahr etwas zu minimieren sollte so ein Build nicht mit dem Standard-Profil benutzt werden, das macht man meiner Meinung nach am einfachsten mit Hilfe eines kleinen Batches “launcher.bat” mit dem Inhalt (hier passen für das Dateisystem auf meine Festplatte, Pfad muss natürlich angepasst werden):

cd C:\Users\Public\Documents\Ressourcen\Internet\SeaMonkey\Privatbuilds\20150531140409seamonkey
seamonkey.exe -ProfileManager

Erst natürlich installierte SeaMonkey-Version schließen, dann auf eigne Gefahr und ohne jede Gewährleistung Doppelklick auf die Batch-Datei: Die startet diese SeaMonkey-Version  mit dem Profilmanager, wo man dann sein Testprofil für diese Sitzung wählt.

Also, Hals und Beinbruch für alle mutigen Tester und noch mal vielen Dank an Rüdiger, der gezeigt hat: die SeaMonkey-Community lebt!


Das SeaMonkey-Projekt lebt dank der Beiträge der Community, auch in Form von finanzieller Unterstützung, jeder noch so kleine Beitrag ist willkommen (Vorschlag: 5,– €). Möglichkeiten der finanziellen Unterstützung:
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May 31, 2015 04:44 PM

May 30, 2015

Sören Hentzschel

Pinning the Web: Design-Konzept für Firefox OS von Mozilla

Unter dem Titel „Pinning the Web“ hat Mozilla ein Design-Konzept und Prototyp für Firefox OS ausgearbeitet. Die Idee: jede beliebige Webseite und dank strukturierter Daten auch Fotos, Videos, Termine, Kontakte etc. lassen sich mit wenigen Klicks auf dem Homescreen anpinnen. Natürlich sind die angepinnten Inhalte auch darüber hinaus in das System integriert (Suche, Gruppierung im Taskmanager, Browser Startseite).

Da Bilder bekanntlich mehr als tausend Worte sagen, möchte ich an dieser Stelle gar nicht zu viele Worte über dieses Konzept verlieren. Erwähnt sei auf jeden Fall, dass es sich bei diesem Design-Konzept nicht nur um ein grafisches Konzept handelt, sondern ein echter Prototyp existiert. Der Quellcode ist selbstverständlich öffentlich einsehbar, Besitzer eines T2Mobile Flame können den Prototyp auf ihrem Gerät installieren, auf die gleiche Weise, wie die meisten Besitzer dieses Geräts vermutlich bereits in der Vergangenheit Firefox OS aktualisiert haben.

Neben den im Folgenden zu sehenden Bildern gibt es das Ganze auch noch in bewegten Bildern (Link zum YouTube-Video) zu berachten.

May 30, 2015 03:07 PM

SeaMonkey-Neuigkeiten

Tipp: Einloggen beim Mozilla-Add-ons-Forum

2015-05-30_MozillaAddOnsForumErstes Login mit AMO-Username und -Passwort im Mozilla-Add-on-Forum funktioniert nicht, statt erfolgreichen Loigins Fehlemeldung “You have specified an incorrect username …“?

Das könnte an “Bug 1169526 – Login will not work” liegen. Ich habe einen AMO-Usernamen in der Art “aBcdefG” mit etwas ungewöhnlicher Groß- und Kleinschreibung, für das Login beim Forum “mit AMO-Username und -Passwort” muss ich aber “abcdefg” verwenden.

Das ist nun weder ein spezifisches Deutschsprachen- noch ein spezielles SeaMonkey-Problem, aber vielleicht hilft der Tipp ja doch mal jemandem, der im Forum nach einer Problemlösung mit einem speziellen Add-On fragen will, sich aber wegen dieser Merkwürdigkeit nicht einloggen kann?

Attachment zum DruckerMein spezielles Problem, für das ich eine Lösung im Forum suche, ist übrigens das hier: Ich würde gern Email-Anhänge direkt drucken, ohne sie vorher öffnen zu müssen. Im WINDOWS-Datei-Explorer gibt es im Kontextmenü nach Rechtsklick auf eine Datei (mit bekanntem Format)  einen Menüpunkt “Drucken”, nach Klick darauf wird die Datei direkt gedruckt. So etwas wäre für mich auch als Druckfunktion für Email-Anhänge praktisch: ‘Rechtsklick auf die Anhang-Datei → Drucken‘ und fertig! Weiß jemand eine Lösung?


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May 30, 2015 07:03 AM

May 29, 2015

SeaMonkey-Neuigkeiten

Bestätigung Bug 1073713 – Nicht-ascii Zeichen werden nicht korrekt dargestellt

Im  Bug 1073713 Non-ascii characters shown incorrectly in email “From”-field  geht es darum, dass im “Von” – Feld einer empfangenen E-Mail “Nicht-ASCII-Zeichen” (wie beispielsweise ä,ä,ü) mit Fragezeichen-Raute oder als ganz andere Zeichen dargestellt werden.

Könnte bitte mal jemand mit Linux oder MAC OS und SeaMonkey 2.29 oder später ausprobieren, ob das Problem mit anderen Betriebssystemen auch auftaucht? Anschließend bitte hier oder im Bug kurz über Erfahrung berichten!

Verfahren:

  1. reporter’s sample document herunterladen (hier mit Rechtsklickauf den Link) und auf der Festplatte speichern
  2. SeaMonkey Mail starten, Menü Datei → öffnen → non-ascii-in-from-field.eml → [Öffnen]
  3. Kontrollieren, ob im “Von” – Feld des Mail-Headers æ, ø, å steht oder � – Rauten oder auch ganz etwas anderes.

Das Problem lässt sich auch beobachten, wenn man Planet Mozilla (de) als Newsfeed abonniert: Alle Beiträge von Sören Hentzschel zeigen in der Newsfeed-Darstellung die � – Raute statt des “ö” im Namen.

Danke schon mal für Eure Mitarbeit

Rainer Bielefeld


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May 29, 2015 04:09 PM

Sören Hentzschel

Mozilla beginnt Verteilung signierter Add-ons für Firefox

Mozilla hat damit begonnen, die auf der Mozilla-Seite gehosteten Add-ons für Firefox zu signieren und per Update an die Nutzer zu verteilen.

Mozilla hat gestern mit der Verteilung signierter Add-ons begonnen. Vor wenigen Monaten hatte Mozilla bereits angekündigt, dass Add-ons in Zukunft signiert sein müssen, damit sie in Firefox installiert werden können. Damit will Mozilla seine Nutzer besser schützen, da die Verbreitung schädlicher Add-ons immer mehr zunimmt. Eine ganze Reihe von Add-ons hat nun Updates erhalten, deren Versionsangabe jeweils um „.1-signed” ergänzt worden ist – dabei handelt es sich um die signierten Versionen der jeweiligen Add-ons.

Dass Add-ons in Zukunft signiert sein müssen, damit sie in Firefox installiert werden können, bedeutet nicht, dass die Add-ons nicht weiter auch auf anderen Plattformen als auf AMO (addons.mozilla.org) gehostet werden könnten. Ab dem 1. Juni sollen sich Add-ons auf AMO signieren lassen, ohne sie zwangsläufig auch auf AMO anbieten zu müssen. Das ist ein automatischer Vorgang, der nur wenige Sekunden dauert. Die signierten Add-ons können dann auch auf der eigenen Webseite angeboten werden. Auch für Nutzer, welche fremde Add-ons für den Eigenbedarf anpassen, sollte das kein zu großes Problem sein, da jeder Add-ons signieren lassen kann. Lediglich die ID des originalen Add-ons muss in dem Fall geändert werden, da jede Add-on ID nur einmal im System von Mozilla vorkommen kann. Für Add-ons, welche auf AMO gehostet werden, ändert sich überhaupt nichts. Diese werden im Zuge der gewöhnlichen Reviews automatisch signiert.

Ungefähr ab dem 15. Juni werden nicht signierte Add-ons in Firefox ab Version 40 (derzeit Nightly und Developer Edition) standardmäßig deaktiviert werden, die Add-ons können dann aber von Hand wieder aktiviert werden. Sobald Firefox 41 die Betaphase erreicht, was voraussichtlich am 11. August der Fall sein wird, wird dies nicht länger möglich sein; ab Version 41 ist die Signierung in finalen wie auch in Betaversionen von Firefox verpflichtend. In der Developer Edition sowie in der Nightly Version von Firefox kann die Signierung auch langfristig deakiviert werden, der relevante Schalter in about:config hört auf die Bezeichnung xpinstall.signatures.required. Außerdem wird Mozilla spezielle Firefox-Builds (sowohl final als auch Beta) bereitstellen, welche die Signierung ebenfalls nicht erfordern – diese allerdings ohne offizielles Firefox-Branding. Für die ESR-Version von Firefox ist noch keine Entscheidung bezüglich Signierung gefallen, in jedem Fall kann eine Signierung hierfür frühestens in Firefox ESR 45 eingeführt werden, welcher nach aktueller Planung am 8. März 2016 erscheinen wird.

Die neue Anforderung gilt nur für Add-ons für Firefox, nicht für Themes oder Wörterbücher. Auch andere Anwendungen wie Thunderbird und SeaMonkey sind nach derzeitigem Stand nicht betroffen, auch wenn es zumindest für Thunderbird derzeit diskutiert wird.

May 29, 2015 02:43 PM

May 24, 2015

Sören Hentzschel

Firefox 41 für Android: Einfacherer Zugriff auf Suchmaschinen

Mit Firefox 41 für Android vereinfacht Mozilla durch die Einführung einer Suchmaschinenleiste mit Ähnlichkeit zur neuen Suchleiste der Desktop-Version den Zugriff auf die installierten Suchmaschinen.

Wie die Desktop-Version von Firefox besitzt auch Firefox für Android Suchmaschinen und erlaubt so die schnelle Suche nach Begriffen über die Suchmaschine der Wahl. Bislang war ein schneller Zugriff auf die Standardsuchmaschine kein Problem, da diese inklusive Suchvorschläge ganz oben in der Ergebnisliste angezeigt wurde. Die restlichen Suchmaschinen tauchen erst am Ende der Ergebnisliste auf, was unter Umständen ein Scrollen notwendig machte.

Ab Firefox 41 gibt es eine Leiste mit den Logos der Suchmaschinen, welche fix am unteren Rand erscheint und nach Eingabe eines Suchbegriffes in die Adressleiste permanent sichtbar ist – ein Scrollen der Ergebnisliste nach unten ist damit nicht länger notwendig, um andere Suchmaschinen auszuwählen. Die Leiste bietet Platz für eine Reihe von Symbolen, bei mehr Suchmaschinen als Platz kann horizontal gescrollt werden, um so weitere Suchmaschinen-Logos zu sehen.

Dies erinnert von der Idee an die in Version 34 (englischsprachige Version) respektive Version 36 (deutschsprachige Version) in Firefox für Desktop-Systeme eingeführte neue Suchleiste, welche durch die kompakte Darstellung der Suchmaschinen-Logos ebenfalls einen schnelleren Zugriff auf die gewünschte Suchmaschine erlauben sollte und damit die Benutzung für jene Nutzer vereinfachte, welche regelmäßig unterschiedliche Suchmaschinen verwenden.

May 24, 2015 07:09 PM

May 22, 2015

SeaMonkey-Neuigkeiten

SeaMonkey gegen “Logjam” – Attacken absichern

Als Kommentar zum Artikel Warten auf SeaMonkey 2.34 and 2.35 kam von User chokito ein sehr wichtiger Hinweis zur Frage, wie SeaMonkey und Firefox gegen Bedrohungen durch “Logjam” (vermeintlich sichere Verbindungen können aufgrund von Schwachstellen in Browsern und auf Servern doch “abgehört” werden) abgesichert werden können. Der Hinweis stand ursprünglich auf spiegel.de, ich gebe ihn hier etwas ausführlicher wieder.

Zunächst ein Test vorweg: Auf dieser Testseite wird SeaMonkey ohne die folgenden Änderungen als unsicher eingestuft werden, unter der Überschrift erscheint ein roter Balken mit “Warning! Your web browser is vulnerable to Logjam and can be tricked into using weak encryption. You should update your browser.

beforechanges

Vorher

Mit wenigen Handgriffen lässt sich SeaMonkey gegen die Bedrohung absichern:

  1. In Browser in die URL-Eingabezeile “about:config” eingeben, <Enter>-Taste drücken und per Klick geloben,  vorsichtig zu sein
  2. In die “Suchen”-Eingabezeile unter den Browser-TABssecurity.ssl3.dhe” eingeben:
    » Auflistung wir im Bild rechts erscheint
  3. Zeile mit “security.ssl3.dhe_dss_aes_128_sha” doppelklicken:
    » Status wechselt auf “Vom Benutzer festgelegt“, Wert auf “false
  4. Zeile mit “security.ssl3.dhe_rsa_aes_128_sha” doppelklicken:
    » Status wechselt auf “Vom Benutzer festgelegt“, Wert auf “false
  5. Zeile mit “security.ssl3.dhe_rsa_aes_256_sha” doppelklicken:
    » Status wechselt auf “Vom Benutzer festgelegt“, Wert auf “false
afterchanges

Nachher

Das war schon alles. Nun noch mal Erfolgskontrolle auf der Testseite, und ta-daahh: Nun wird der Browser als sicher eingestuft.

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Clker-GrafkDas SeaMonkey-Projekt lebt dank der Beiträge der Community, auch in Form von finanzieller Unterstützung, jeder noch so kleine Beitrag ist willkommen (Vorschlag: 5€). Möglichkeiten der finanziellen Unterstützung:
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May 22, 2015 04:32 PM

Sören Hentzschel

Firefox 39: Mozilla stellt Suggested Tiles vor

Mozilla hat die Suggested Tiles angekündigt und erweitert damit die Seite, die standardmäßig beim Öffnen eines neuen leeren Tabs in Firefox erscheint, um Empfehlungen basierend auf bereits besuchten Webseiten – natürlich auf Wusch ganz einfach deaktivierbar.

Standardmäßig erscheint beim Öffnen eines neuen Tabs in Firefox eine Seite mit Vorschaubildern häufig besuchter Webseiten. Aber auch beliebige Seiten können vom Nutzer als Kachel festgelegt und angepinnt werden, so dass diese nicht überschrieben werden. Neue Nutzer, die noch keine Chronik besitzen, sehen hier die sogenannten Directory Tiles: das sind Vorschaubilder von Webseiten, die Mozilla vorschlägt, manche davon gesponsort, mehrheitlich aber Webseiten von Mozilla selbst. Mit den Suggested Tiles folgt nun die nächste Erweiterung. Basierend auf den vom Nutzer bereits besuchten Webseiten werden andere Webseiten vorgeschlagen, die den Nutzer interessieren könnten. So können beispielsweise Besucher einer Webseite über Smartphones eine Kachel angezeigt bekommen, welche auf Firefox für iOS aufmerksam macht.

Wie man es von Mozilla nicht anders erwarten würde, ist diese Neuerung optional. Um die Suggested Tiles zu deaktivieren, muss auch nicht erst in irgendwelchen Einstellungen gesucht werden oder ein Schaltername in about:config bekannt sein. Die Suggested Tiles können direkt auf der entsprechenden Seite mit nur zwei Klicks deaktiviert werden. Mit den überarbeiteten Kacheleinstellungen ist auch die Unterscheidung zwischen Klassisch und Erweitert weggefallen, was nur die allerwenigsten Nutzer verstanden haben dürften, da der Unterschied nicht offensichtlich war. Der Link zur Mozilla-Webseite, welche mehr Informationen bereithält, ist ebenfalls in das Einstellungsmenü gewandert und nicht länger permanent bei jedem Öffnen eines neuen Tabs im Blickfeld. Selbstverständlich ist es auch weiterhin möglich, einfach einen leeren Tab oder eine beliebige Webseite beim Öffnen eines neuen leeren Tabs anzuzeigen (beides wie gehabt: ersteres über die Kacheleinstellungen, letzteres über about:config, Schaltername: browser.newtab.url).

Die Suggested Tiles sind Mozillas Versuch, der Werbeindustrie zu zeigen, dass es möglich ist, relevante Empfehlungen anzuzeigen und gleichzeitig die Privatsphäre der Nutzer zu respektieren. Folgende Infografik gibt einen vereinfachten Überblick, wie das Ganze funktioniert:

Das Wichtigste aus Nutzersicht ist neben der Tatsache, dass das Feature kinderleicht deaktivierbar ist, dass zwar Metriken wie Klicks erfasst und in aggregierter Form berichtet werden, aber keinerlei persönlichen Daten gesendet werden.

Für Nutzer, welche den Do-not-Track-Header in den Privatsphäre-Einstellungen aktiviert haben, werden standardmäßig keine gesponsorten Kacheln angezeigt. Zwar kommt bei den Firefox-Kacheln sowieso keine Form von Tracking zum Einsatz, Mozilla geht aber davon aus, dass die meisten DNT Early Adopters grundsätzlich nichts dergleichen sehen wollen. Die Suggested Tiles können in dem Fall aber genauso einfach mit zwei Klicks aktiviert werden, wie sie umgekehrt deaktiviert werden können.

Die Suggested Tiles werden ab nächster Woche in der Firefox 39 Beta starten, zunächst nur für Nutzer der en-US-Version und anfangs auch nur für andere Mozilla-Seiten und noch ohne Partner-Empfehlungen. Im Laufe der Zeit wird dies dann ausgeweitet werden. Ein FAQ-Artikel beantwortet weitere Fragen aus Partnersicht zu diesem Thema.

Link zum YouTube-Video

Weitere Informationen (engl.):

May 22, 2015 12:17 AM

May 20, 2015

Sören Hentzschel

Firefox-Tipp: in Adressleiste nur nach bestimmter Art von Ergebnissen suchen

Die Adressleiste von Firefox ist ein mächtiges Werkzeug: man kann URLs zu Webseiten eingeben, Suchmaschinen durchsuchen, aber auch die Chronik oder die Lesezeichen durchsuchen. In diesem Praxisartikel gibt es Tipps, um nur nach einer bestimmten Art von Ergebnis über die Adressleiste zu suchen.

Nach dem Praxis-Tipp der vergangenen Woche zum Markieren von verlinkten Texten gibt es heute einen Tipp, um über die Adressleiste nur eine bestimmte Art von Ergebnissen zu durchsuchen. Dies kann unter anderem dann praktisch sein, wenn man weiß, dass die gesuchte Seite auf jeden Fall als Lesezeichen gesetzt ist. Dazu braucht es neben dem Suchbegriff nicht mehr als ein bestimmtes Zeichen, welches Firefox signalisiert, was man durchsuchen möchte. Diese Einschränkungen können auch beliebig miteinander kombiniert werden. Doch das ist nicht alles: jedes einzelne dieser Steuerzeichen kann über about:config konfiguriert werden, falls man lieber eine andere Belegung hätte.

Standardmäßig sind folgende Eingaben vorgesehen:

  • Alles durchsuchen, keine Einschränkung:
    Suchbegriff
  • Suchbegriff in den Lesezeichen suchen:
    Suchbegriff *
    about:config: browser.urlbar.restrict.bookmark
  • Suchbegriff in der Chronik suchen:
    Suchbegriff ^
    about:config: browser.urlbar.restrict.history
  • Suchbegriff in den geöffneten Tabs suchen:
    Suchbegriff  %
    about:config: browser.urlbar.restrict.openpage
  • Suchbegriff in den Schlagwörtern suchen:
    Suchbegriff +
    about:config: browser.urlbar.restrict.tag
  • Suchbegriff in Seiten suchen, die bereits früher eingetippt worden sind:
    Suchbegriff ~
    about:config: browser.urlbar.restrict.typed
  • Suchbegriff im Webseitentitel suchen:
    Suchbegriff #
    about:config: browser.urlbar.match.title
  • Suchbegriff in URL suchen:
    Suchbegriff @
    about:config: browser.urlbar.match.url

Beispiel für eine Kombination mehrer Einschränkungen:

  • Die gesuchte Seite ist ein Lesezeichen mit “hello” im Seitentitel oder URL, “mozilla” muss in der URL vorkommen:
    hello * mozilla @

Standard-Einschränkungen für die Adressleiste

Die gefundenen Resultate in der Adressleiste lassen sich auch standardmäßig einschränken, ohne dass ein weiteres Zeichen eingegeben werden muss. Dazu findet man in den Einstellungen im Reiter Datenschutz im Abschnitt Adressleiste drei Checkboxen: hier können Chronik, Lesezeichen sowie offene Tabs in jeder denkbaren Kombination aus- oder abgewählt werden.

May 20, 2015 09:18 PM

May 19, 2015

Sören Hentzschel

Mozilla veröffentlicht Thunderbird 31.7

Während Thunderbird 38 noch ein paar Tage auf sich warten lässt, hat Mozilla Thunderbird 31.7 veröffentlicht und behebt damit mehrere Sicherheitslücken.

Download Mozilla Thunderbird 31.7 für Windows, OS X und Linux

Thunderbird 38 ist nicht zeitgleich mit Firefox 38 erschienen, sondern wird sich etwas verzögern. Dennoch bekommen Thunderbird-Nutzer etwas zum Aktualisieren, nämlich Thunderbird 31.7. Die neue Version behebt sechs Sicherheitslücken, von denen vier als besonders kritisch eingestuft werden.

May 19, 2015 09:34 PM

May 18, 2015

Sören Hentzschel

Firefox für Android 41: Einfachere Passwort-Auswahl

Im Passwort-Management liegt in diesem Jahr eine von Mozillas Prioritäten in der Firefox-Entwicklung. Die Nightly-Version von Firefox für Android hat nun einen einfacheren Zugang zu den gespeicherten Passwörtern der gerade geöffneten Webseite erhalten.

Mozilla macht es in Firefox für Android 41 einfacher, an die für eine Webseite gespeicherten Passwörter heranzukommen. Nach Klick auf das Favicon in der Adressleiste kann per Knopfdruck das Passwort für den ausgewählten Benutzernamen in die Zwischenablage kopiert werden. Sollten für die jeweilige Webseite mehrere Passwörter gespeichert sein, kann aus einer Liste eines der anderen Passwörter ausgewählt werden.

Wie die Screenshots zeigen, erscheint bei Klick auf das Favicon auch eine Schaltfläche, um die Seiteneinstellungen zu bearbeiten. Eine solche Einstellung wäre beispielsweise die Erlaubnis für den Standortzugriff (HTML5 Geolocation API), aber auch die Speicherung von Passwörtern für die jeweilige Webseite. Dieser Zugang befindet sich bereits ab Version 40 an dieser Stelle. Hierhin gelangt man außerdem und auch in früheren Version über das Menü → Seite → Seiteneinstellungen bearbeiten.

Wer eine Nightly-Version nutzt, gelangt über das Menü → Extras → Login zu einem Passwort-Manager, der funktional vergleichbar mit dem der Desktop-Version ist. Dieses Feature wurde bereits Ende 2014 intial implementiert und seit dem verbessert, ist bislang aber nur in der Nightly-Version aktiviert.

May 18, 2015 07:59 PM

May 17, 2015

SeaMonkey-Neuigkeiten

Spenden für SeaMonkey

Hallo,

Seit Anfang des Jahres gibt es die “SeaMonkey Donation Page“, um neben Arbeitszeit auch Geld in das Projekt einbringen zu können.  Mich würde interessieren (siehe auch Bug 1165707 Publish information concerning SeaMonkey e.V.):

  • Bisheriger Erfolg beim Spendensammeln (vorher – nachher)
  • Mehr Informationen zum SeaMonkey e.V.: Mitglieder, Satzung, Vereinsziele?
  • Verwendung von Spenden (bisher …. zukünftig …)
  • Eure Meinung zu alternativen, zusätzlichen Spende-Möglichkeiten in der folgenden Umfrage:

<noscript><a href="http://polldaddy.com/poll/8872968">Take Our Poll</a></noscript>

Vielleicht habt Ihr auch allgemeinere Gedanken zum Thema, die Ihr in einem Kommentar veröffentlichen möchtet? Beispielsweise Vorschläge über die Verwendung von gespendetem Geld, dazu, wie aggressiv Geld eingeworben werden sollte (reicht das Vorhandensein einer Spenden-Seite oder sollte jeder Download über eine Spendenaufrufs-Seite gehen …) , und vieles andere mehr?


Clker-GrafkDas SeaMonkey-Projekt lebt dank der Beiträge der Community, auch in Form von finanzieller Unterstützung, jeder noch so kleine Beitrag ist willkommen (Vorschlag: 5 €). Möglichkeiten der finanziellen Unterstützung:
Überweisung einer Spende an SeaMonkey e.V., Volksbank  Sprockhövel, (Kontonummer 210 285 200 BLZ 45261547) IBAN:  DE57 4526 1547 0210 2852 00 BIC: GENODEM1SPO
Paypal Transfer

May 17, 2015 06:05 PM

Sören Hentzschel

Mozilla veröffentlicht Firefox 38.0.1 für Android

Mit einem Update auf Version 38.0.1 behebt Mozilla mehrere Probleme in Firefox für Android.

Download Mozilla Firefox Mobile 38.0.1 für Android

Mit dem Update auf Firefox 38.0.1 für Android behebt Mozilla eine mögliche Absturzursache bei Programmstart auf Geräten, bei denen Firefox keine Hardwarebeschleunigung unterstützt. Größere animierte Grafiken konnten unter Umständen nur unvollständig abgespielt werden. Außerdem behoben wurde ein Problem mit dem Mozilla Location Service Stumbler, aufgrund dessen möglicherweise nicht alle Daten gesendet worden sind.

May 17, 2015 10:14 AM

May 16, 2015

Sören Hentzschel

Afrika-Expansion geht weiter: Firefox OS in drei weiteren Ländern

Die Afrika-Expansion von Firefox OS geht weiter: ab sofort gibt es das Orange Klif in drei weiteren afrikanischen Ländern zu kaufen.

Nach Südafrika (MTN), Madagaskar und Senegal (beide Orange) geht die Afrika-Expansion von Firefox OS weiter: Orange bietet das von Alcatel One Touch gefertigte Smartphone Orange Klif nun auch in Guinea-Bissau, Mali und in Tunesien an. Beim Orange Klif handelt es sich um ein 3G-Smartphone mit Dual-SIM-Fähigkeit und 2-Megapixel-Kamera. Es handelt sich dabei außerdem um das erste Firefox OS-Smartphone mit einer MediaTek-CPU.

May 16, 2015 06:13 PM

Programmiersprache Rust 1.0 fertiggestellt

Rust ist eine neue Programmiersprache, in welcher die ebenfalls sich in Entwicklung befindliche neue Rendering-Engine von Mozilla geschrieben wird, die auf den Namen Servo hört. Nun wurde die Fertigstellung von Rust 1.0 bekannt gegeben.

Nach mehreren Jahren Entwicklung wurde die Fertigstellung der ersten stabilen Version von Rust bekannt gegeben. Von Mozilla-Mitarbeiter Graydon Hoare 2006 gestartet, ist Mozilla als Organisation seit 2009 an der Entwicklung von Rust beteiligt. Einer der Vorteile von Rust ist, dass es für die Unterstützung mehrerer Prozessorkerne prädestiniert ist. Außerdem ist Rust standardmäßig sicher, was einen Großteil von Speicherfehlern verhindert und die Engine weniger anfällig für Abstürze und Sicherheitsprobleme macht. Das derzeit wichtigste Rust-Projekt dürfte die von Mozilla Research entwickelte Rendering-Engine Servo sein, welche eines Tages möglicherweise Gecko in Firefox ersetzen könnte. Bis dahin ist es aber noch ein weiter Weg. Der Fokus liegt zunächst auf Mobile und Embedding. Servo wird derzeit für OS X (64-Bit), Linux (64-Bit), Android und Firefox OS entwickelt (es existiert noch keine Windows-Portierung!). An der Entwicklung von Rust und Servo ist auch Samsung beteiligt.

Passend zur Fertigstellung von Rust 1.0 arbeitet Mozilla derzeit auch am Rust Compiler-Support für das Firefox-Buildsystem, um einzelne Gecko-Komponenten experimentell in Rust neu zu implementieren. Erste Kandidaten sind der URL-Parser sowie der MP4-Parser.

Die Fertigstellung von Rust 1.0 bedeutet keineswegs die Fertigstellung von Rust. Wie bei Firefox wird es auch von Rust alle sechs Wochen neue Versionen geben, und ganz ähnlich gibt es auch bei Rust einen Beta- und einen Nightly-Kanal. So wurde nicht nur Rust 1.0 fertiggestellt, sondern auch schon die erste Beta-Version von Rust 1.1 veröffentlicht.

Tipp: Für Rust-Entwickler oder welche, die es werden wollen, existiert mit Visual Rust seit diesen Tagen eine Erweiterung für Visual Studio zur Programmierung in Rust. Mit RustDT gibt es ein Plugin für Eclipse.

Weiterführende Links

Rust Logo

May 16, 2015 12:22 PM

May 14, 2015

Sören Hentzschel

Mozilla veröffentlicht Bugfix-Release Firefox 38.0.1

Mozilla hat nur wenige Tage nach Erscheinen von Firefox 38 ein Update auf Firefox 38.0.1 veröffentlicht und behebt damit mehrere Probleme.

Download Mozilla Firefox 38.0.1 für Windows, OS X und Linux

Mit dem Update auf Firefox 38.0.1 behebt Mozilla eine mögliche Absturzursache bei Programmstart für Nutzer einer NVIDIA Optimus Grafikkarte der ersten Generation. Nutzer, welche Cookies aus Google Chrome importiert hatten, konnten Probleme auf manchen Webseiten haben, welche die Benutzung der jeweiligen Webseite unmöglich machten. Dieses Problem wurde in Firefox 38.0.1 behoben, ebenso wie ein Problem, welches bereits in Firefox 37 existierte und verursachte, dass größere animierte Grafiken nur unvollständig abgespielt werden konnten. In Firefox ESR 38.0.1 wird außerdem ein Dekodierungsproblem in Zusammenhang mit WebRTC H.264 Video-Streams von CiscoSpark-Clients behoben. Dieses Problem war in der Mainstream-Version von Firefox 38.0 bereits behoben.

May 14, 2015 11:22 PM

Spice Fire One Mi-FX 2: Neues Smartphone mit Firefox OS für Indien

Spice hat einen Nachfolger des Fire One Mi-FX 1 für den indischen Markt auf den Markt gebracht. Das neue Modell hört naheliegenderweise auf den Namen Fire One Mi-FX 2.

Wie auch schon beim Fire One Mi-FX 1 (Markteinführung: August 2014) handelt es sich beim Fire One Mi-FX 2 von Spice um ein absolutes Low End Gerät für den indischen Markt. Die Ausstattung ist erwartungsgemäß etwas besser als beim Vorgänger, der Preis auch etwas höher, aber immer noch Low Budget: für 2799 INR wechselt das Gerät über Saholic den Besitzer, das sind nach aktuellem Wechselkurs knapp 39 Euro. Im Vergleich: das Spice Fire One Mi-FX 1 kostete bei Markteinführung 2299 INR (damals etwas unter 30 Euro, heute knapp 32 Euro).

Leider sind keine Informationen zum verbauten Chipsatz bekannt, wie beim ersten Gerät von Spice kommt aber eine mit 1,0 GHz getaktete CPU zum Einsatz. Arbeitsspeicher und interner Speicher wurden jeweils verdoppelt, auf 256 MiB respektive 512 MiB. Die Hauptkamera mit 1,3 Megapixeln wurde durch eine 2,0 Megapixel-Kamera ersetzt, die 0,3 Megapixel-Kamera auf der Vorderseite wurde durch eine mit 1,3 Megapixeln auflösende Kamera ersetzt. Es handelt sich wieder um ein Smartphone mit Dual Sim-Unterstützung, wieder ohne Unterstützung von GPS, NFC und LTE. Ebenfalls gleich geblieben ist die Bildschirmdiagonale von 3,5 Zoll sowie die HVGA-Auflösung (320 × 480 Pixel). Die Akkukapazität wurde von 1400 mAh auf 1100 mAh reduziert. Kam beim Vorgänger noch Firefox OS 1.3T zum Einsatz, eine abgespeckte Version von Firefox OS 1.3 für Geräte mit nur 128 MiB RAM, ist beim Fire One Mi-FX 2 Firefox OS in Version 1.4 installiert.

Spice Fire One Mi-Fx 2

May 14, 2015 10:08 PM

Mozilla veröffentlicht Firefox 38 für Android

Nicht nur die Desktop-Version von Firefox hat Mozilla auf Version 38 aktualisiert, sondern auch Firefox für Android. Dieser Artikel fasst die nennenswertesten Neuerungen zusammen.

Download Mozilla Firefox Mobile 38 für Android

Verbesserungen der Benutzeroberfläche, u.a. Android “L” 5.0 Anpassungen

Mozilla hat verschiedene Verbesserungen der Benutzeroberfläche vorgenommen, worunter unter anderem die Vererbung des in Android “L” 5.0 eingeführten Material Designs fällt. Optisch verändert wurden auch die Steuerelemente des Lesemodus und für Tabletnutzer das Layout des Startseiten-Panels mit den synchronisierten Tabs. Der Willkommen-Bildschirm, welcher beim allerersten Start von Firefox erscheint, wurde auch erneuert, ebenso wie das Feature zum Teilen von Inhalten über Firefox, wenn man sich in einer anderen Anwendung befindet.

Seitenzoom immer erlauben

Webseiten können das Zoomen durch den Benutzer auf dem Smartphone / Tablet deaktivieren. In Firefox 38 hat Mozilla eine neue Einstellung in den Browser eingebaut, welche die Webseiteneinstellung überschreibt und immer das Zoomen erlaubt.

Sonstige Neuerungen

Das Teilen-Menü hat direkt an erster Stelle einen neuen Eintrag zum Senden eines Tabs an ein anderes Gerät erhalten und das Menü wurde um eine Schaltfläche zum Hinzufügen zur Leseliste erweitert. Damit macht Mozilla zwei bereits vorhandene Features leichter zugänglich.

Dazu kommen all die Plattform-Verbesserungen, welche auch in der Desktop-Version neu dazu gekommen sind. Dies schließt ein, dass der Passwort-Manager autocomplete=”off” in Passwortfeldern nun ignoriert, um diese vorauszufällen, genauso wie eine verbesserte Unterstützung von Webstandards. Dazu kommen wie immer Bugfixes sowie geschlossene Sicherheitslücken.

May 14, 2015 02:05 PM

ZTE Open C mit Firefox OS für 29 Euro und versandkostenfrei

Schnäppchenjäger aufgepasst: Das ZTE Open C mit Firefox OS gibt es derzeit versandkostenfrei für gerade mal 29 Euro. Wer ein kostengünstiges Smartphone sucht oder mal in Firefox OS reinschnuppern will, sollte zuschlagen.

Das vor einem Jahr eingeführte ZTE Open C mit Firefox OS 1.3 ist kein besonderes High End Smartphone, es besitzt beispielsweise gerade einmal 512 MiB RAM und eine 3-Megapixel-Kamera. Aber doch könnte das Gerät derzeit für einige interessant sein: Der Händer comebuy.com bietet das ZTE Open C derzeit für gerade einmal 29 Euro an, dazu versandkostenfrei. Bei diesem Preis dürfte die Ausstattung nur eine untergeordnete Rolle spielen, denn viel verkehrt kann man da nicht machen. Dazu muss bei der Bestellung der Gutscheincode “ZTEOPENC” eingegeben werden, wodurch sich der reguläre Preise von aktuell 72 Euro auf 29 Euro reduziert.

via mobiflip.de

May 14, 2015 11:47 AM

May 13, 2015

Sören Hentzschel

Mozilla veröffentlicht Firefox ESR 38 – Unterschiede zu Firefox 38

Mit Firefox ESR bietet Mozilla eine Version von Firefox mit Langzeitunterstützung an. Mit Firefox ESR 38 gibt es einen neuer Major-Release auf dem ESR-Kanal. Die Mainstream- und die ESR-Version von Firefox 38 sind zwar weitestgehend identisch, aber zwei Unterschiede gibt es doch.

Mozilla hat Firefox 38 und Firefox ESR 38 veröffentlicht. Nutzer von Firefox ESR 31 sollten im Laufe der kommenden zwölf Wochen auf Firefox ESR 38 aktualisieren. Mit dem Erscheinen von Firefox 40 und Firefox ESR 38.2 am 11. August erreicht Firefox ESR 31 sein endgültiges Ende und entsprechende Nutzer erhalten das Update auf Firefox ESR 38.2.

Firefox ESR 38 unterscheidet sich in zwei Punkten vom Mainstream-Release 38, zweimal in Form eines deaktivierten Features. Zum einen ist Firefox Hello in der ESR-Version standardmäßig deaktiviert. Grund hierfür ist, dass abwärtsinkompatible Änderungen in den kommenden Monaten erwartet werden. Ebenfalls standardmäßig deaktiviert sind die mit Firefox 38 neu eingeführten Encrypted Media Extensions zur Umsetzung von Digital Rights Management in HTML5.

Download Mozilla Firefox 38.0
Download Mozilla Firefox ESR 38.0

May 13, 2015 01:53 AM

Firefox 38: vier Wege zum DRM-freien Firefox

Mozilla hat Firefox 38 veröffentlicht. Eine der Neuerungen: Die Unterstützung von Encrypted Media Extensions, welche Digital Rights Management (DRM) im Web ermöglichen. Dies ist unter anderem Voraussetzung, um Inhalte auf Netflix ohne Silverlight-Plugin ansehen zu können. Da sich nicht jeder mit dem Gedanken von DRM im Web anfreunden kann, hat Mozilla gleich für mehrere Optionen eines DRM-freien Firefox gesorgt.

Digital Rights Management ist ein kompliziertes Thema. Während sich die einen darüber freuen werden, Firefox in Zukunft auch ohne Silverlight-Plugin nutzen zu können (NPAPI-Plugins sind generell ein auslaufendes Konzept), werden sich andere mit dem Gedanken überhaupt nicht anfreunden können, dass Firefox DRM in HTML5 unterstützt, vor allem in Anbetracht der Tatsache, dass das zur Entschlüsselung der Inhalte notwendige Content Decryption Module (CDM) anders als Firefox nicht Open Source ist. Auch deswegen wird das CDM abgeschottet von Firefox in einer Sandbox ausgeführt. Auch Mozilla war nie ein Befürworter von DRM, ganz nüchtern betrachtet hatte Mozilla aber kaum eine andere Wahl, wenn man nicht der einzige Browserhersteller sein will, welcher nicht das Bedürfnis seiner Nutzer nach Premium-Content erfüllt: in den USA soll Netflix bereits von beinahe jedem zweiten Haushalt genutzt werden und Netflix ist nicht der einzige Dienst, der Gebrauch von DRM macht. Bisher kamen zu diesem Zweck üblicherweise Microsoft Silverlight oder Adobe Flash zum Einsatz, der Trend im Bereich Medienwiedergabe geht aber ganz klar weg von Plugins in Richtung HTML5.

Nach der Installation lädt Firefox ab Version 38 das Primetime CDM von Adobe automatisch herunter. Wer kein DRM in Firefox möchte, hat nun folgende Optionen:

1. Das CDM kann ganz einfach über den Add-on Manager im Reiter Plugins deaktiviert werden. Das CDM bleibt weiter installiert, wird aber nicht ausgeführt und erhält auch keine Updates mehr.

2. In den Einstellungen unter Inhalt kann der Haken bei “Inhalte mit DRM-Kopierschutz wiedergeben” entfernt werden. Das bereits heruntergeladene CDM wird in der Folge vom System gelöscht und wird auch nicht neu heruntergeladen (solange der Haken nicht wieder aktiviert wird).

3. Mozilla stellt spezielle Firefox-Builds zur Verfügung, welche sich nur dadurch von der Mainstream-Version von Firefox unterscheiden, dass EME standardmäßig deaktiviert ist und das CDM nicht automatisch heruntergeladen wird.

4. Auch die ESR-Version von Firefox 38 kommt mit standardmäßig deaktiviertem EME. Achtung: die Tatsache, dass EME in Firefox ESR 38 deaktiviert ist, bedeutet nicht, dass dies eine grundsätzliche Entscheidung für Firefox ESR ist. Mit dem nächsten großen Versionssprung kann das grundsätzlich anders aussehen, das kann zu diesem Zeitpunkt noch nicht gesagt werden.

May 13, 2015 01:53 AM

Mozilla veröffentlicht Firefox 38

Mozilla hat Firefox 38 veröffentlicht. Die neue Version bringt wieder einige Neuerungen, ist aber auch für Nutzer der Firefox-Version mit Langzeitunterstützung relevant, denn Firefox ESR 38 beerbt Firefox ESR 31. Dieser Artikel fasst die nennenswertesten Neuerungen von Firefox 38 zusammen.

Download Mozilla Firefox 38.0 für Windows, OS X und Linux

Mehr Sicherheit für Firefox-Nutzer

Insgesamt 13 Sicherheitslücken hat Mozilla in Firefox 38 geschlossen, von denen Mozilla fünf als besonders kritisch einstuft.

Das Netzwerk-Panel der Entwicklerwerkzeuge hat in Firefox 37 einen Sicherheitsreiter erhalten, über welchen sich Informationen über die Verbindung jeder einzelnen Ressource ablesen lassen. In Firefox 38 wurde dieses um Warnungen ergänzt für den Fall, dass SSLv3 statt TLS oder RC4 als Chiffrierungsverfahren verwendet wird. Für WebRTC setzt Firefox ab sofort Perfect Forward Secrecy (PFS) voraus.

Einstellungen in neuer Optik und im Tab

Was lange währt, wird endlich gut. So muss man das sagen, bereits Firefox 15 hat eine allererste Implementierung der Einstellungen im Tab angeboten, vorausgesetzt man wusste, welchen Schalter man über about:config zu aktivieren hat. Seit dem hat sich sehr viel getan, optisch hat das mit den Einstellungen von damals nicht mehr viel zu tun. Mit Firefox 38 wurde die neue Einstellungsoberfläche nun standardmäßig aktiviert. Wem die neuen Einstellungen nicht gefallen, kann über about:config den alten Einstellungsdialog reaktivieren, indem der Schalter browser.preferences.inContent per Doppelklick auf false gesetzt wird.

Passend dazu hat auch die erweiterte Konfiguration about:config ein neues Design erhalten:

Passwortmanager ignoriert autocomplete=off

Bereits seit Firefox 30 bietet der Passwortmanager von Firefox auch das Speichern der Logindaten an, wenn auf der Webseite das autocomplete-Attribut genutzt wird, um die Autovervollständigung zu deaktivieren. Vorausgefüllt wurden gemerkte Felder aber nicht. Mit Firefox 38 wird diese Einschränkung aufgehoben.

Netflix ohne Silverlight-Plugin

Netflix ist aus vielen Haushalten nicht mehr wegzudenken. In den USA noch mehr als in Europa – dort soll Netflix in beinahe jedem zweiten Haushalt genutzt werden -, in Deutschland ist Netflix vor einem halben Jahr gestartet. Natürlich haben Content-Anbieter ein starkes Interesse daran, ihre Inhalte zu schützen. War dies bislang nur durch Plugins wie Microsoft Silverlight möglich, steht einer NPAPI-pluginfreien Zukunft dank HTML5 und Encrypted Media Extensions (EME) nichts mehr im Wege. Um das Bildmaterial entschlüsseln zu können, benötigt es allerdings noch etwas: ein sogenanntes Content Decryption Module (CDM). Mozilla setzt hierfür auf Adobe Primetime. Das CDM wird nach dem Start von Firefox automatisch heruntergeladen. Natürlich kann Primetime auch deaktiviert werden. Außerdem stellt Mozilla separate Builds zur Verfügung, welche sich nur dadurch von der regulären Firefox-Version unterscheiden, dass EME hier standardmäßig deaktiviert ist und das CDM entsprechend nicht automatisch heruntergeladen wird. Weitere Informationen dazu gibt es in einem gesonderten Artikel. EME steht bislang nur für Nutzer von Windows Vista und höher zur Verfügung. Die Unterstützung für OS X und Linux folgt in einer späteren Version. Das ist CDM ist außerdem bislang nur mit 32-Bit-Versionen von Firefox kompatibel.

Achtung: Mit der Unterstützung von EME und dem Download des CDM erfüllt Firefox die technische Voraussetzung, um Netflix-Inhalte ohne Silverlight-Plugin wiederzugeben. Dies bedeutet nicht, dass Firefox-Nutzer auf Netflix bereits den HTML5-Player erhalten, dies kann ggfs. noch dauern. Tatsächlich befindet sich HTML5 + EME für Firefox-Nutzer auf Netflix derzeit im Test, die Wiedergabe ohne Silverlight ist also nur eine Frage der Zeit.

YouTube-Videos ohne Flash-Plugin in allen Auflösungen – jetzt auch für OS X-Nutzer

In Firefox 37 wurden die Media Source Extensions (MSE) standardmäßig für Nutzer von Windows Vista und höher aktiviert. Mit Firefox 38 folgt die Unterstützung für Apple OS X, nach wie vor beschränkt auf YouTube.  Für YouTube bedeutet dies, dass auch im HTML5-Player alle Auflösungen zur Verfügung stehen, die einem angeboten werden, wenn man den Flash Player anstelle des HTML5 Players auf YouTube verwendet. Ebenfalls sind die Media Source Extensions auf Googles Videoportal Voraussetzung für 60fps-Videos. Die Beschränkung auf YouTube kann aufgehoben werden, indem über about:config der Schalter media.mediasource.youtubeonly per Doppelklick auf false gesetzt wird. Da die Media Source Extensions für andere Video-Plattformen standardmäßig noch deaktiviert sind, muss man allerdings noch damit rechnen, dass es Probleme geben kann. Die Unterstützung für Linux folgt in einer späteren Version.

Weitere Verbesserung der Unterstützung von Webstandards

Auch darüber hinaus wurde die Unterstützung von Webstandards verbessert. So werden nun Multistream und Renegotiation in WebRTC unterstützt. Die BroadcastChannel API ermöglicht es Webseiten tabübergreifend zu kommunizieren, d.h. dass eine Webseite, die in verschiedenen Tabs geöffnet ist, abhängig von einer Änderung in einem Tab auch in den anderen Tabs aktualisiert werden kann. Auch CSS Ruby wird seit Firefox 38 unterstützt, was vor allem für Nutzer des asiatischen Sprachraums interessant sein dürfte. Mit der Unterstützung des picture-Elements und des srcset-Attribut erhalten Webentwickler eine neue flexible Möglichkeit zur Einbindung von Bildern auf Webseiten. So können nun beispielsweise abhängig von der Pixeldichte oder Auflösung unterschiedliche Bilder direkt im HTML definiert werden. Zahlreiche Praxisbeispiele findet man im Entwicklerblog von Opera. WebSockets sind nun auch in Web Workern verfügbar und DOM3 Events KeyboardEvent.code wurde implementiert.

Verbesserungen für Webentwickler

Nicht nur die Unterstützung von Webstandards wurde verbesssert, sondern auch die Werkzeuge für Webentwickler, welche die Webstandards schließlich umsetzen. So werden nun unter anderem XMLHttpRequests in der Webkonsole visuell gekennzeichnet und können separat von regulären Netzerkanfragen gefiltert werden. Neu ist auch die Unterstützung des Konsolenkommandos copy(). Die Variablenansicht des Debuggers zeigt nun auch Variablen an, welche von der JavaScript-Engine wegoptimiert worden sind. Das Netzwerkpanel hat eine neue Spalte für die übertragene Dateigröße erhalten. Handelt es sich um eine komprimierte Ressource, dann ist hier ein niedrigerer Wert zu erwarten als in der Spalte für die Größe. Das Animationspanel im Inspektor hat eine Schaltfläche erhalten, um alle CSS Animationen abzuspielen respektive zu pausieren. Beim Bearbeiten von Attributen in der Markup-Ansicht des Inspektors kann mittels Tabulator-Taste jetzt zwischen Attributen gewechselt werden. Können Ressourcen aufgrund der Same Origin Policy nicht geladen werden, zeigt die Webkonsole nun genauere Fehlermeldungen an.

Sonstige Neuerungen

Ursprünglich bereits in Firefox 29 wurde ein DNS Prefetching und TCP Preconnecting eingeführt, welches die Zeit verkürzen sollte, die ein Nutzer auf die angeforderte Webseite warten muss. Allerdings führte dies bei einigen Nutzern dazu, dass Firefox nur noch langsam oder gar nicht mehr beendete. Darum wurde dieses Feature mit Firefox 29.0.1 wieder deaktiviert. Für Firefox 38 wurde dieses Feature nun umgeschrieben und neu eingeführt. Über about:config kann die Neuerung deaktiviert werden (network.predictor.enabled).

In der Bibliothek können Webseiten per Kontextmenüeintrag jetzt in einem neuen privaten Fenster geöffnet werden, in welchem keine Chronik gespeichert wird. Firefox auf Linux/Gtk3 unterstützt ab sofort auch HiDPI-Grafiken. Die Seite about:support besitzt nun eine Schaltfläche, um Firefox im abgesicherten Modus zu starten.

Windows-Nutzer können im Problemfall nun direkt im Addon Manager von Firefox den Protected Mode vom Adobe Flash Player deaktivieren. Der Protected Mode soll die Sicherheit verbessern, ist aber leider auch für seinen teilweise negativen Einfluss auf die Stabilität von Firefox bekannt.

Dazu kommen wie immer diverse Verbesserungen am Plattform-Verbesserungen sowie Bugfixes.

Neue Basis für Firefox ESR (Firefox mit Langzeitunterstützung)

Ein Jahr oder anders gesagt sieben Major Releases sind seit dem Erscheinen von Firefox ESR 31 vergangen, damit löst Firefox 38 die Version 31.x auf dem ESR-Zweig (“Extended Support Release”) ab. Wer Firefox ESR 31 nutzt, sollte bis in spätestens zwölf Wochen auf Firefox ESR 38 gewechselt haben – wie immer gibt es zwei Releases Überlappung. Mit der Veröffentlichung von Firefox 40 und Firefox ESR 38.2 erhalten die Nutzer von Firefox ESR 31.x das automatische Update auf Firefox ESR 38.x. Erwähnt seien an dieser Stelle auch die Unterschiede zwischen Firefox 38 und Firefox ESR 38.

May 13, 2015 01:52 AM

May 12, 2015

SeaMonkey-Neuigkeiten

Warten auf SeaMonkey 2.34 and 2.35

Viele werden schon etwas über die Gründe, warum die Wartezeit auf das 
nächste SeaMonkey-Update dieses Mal so lange dauert, gehört haben -- 
für alle anderen hier eine Kurzfassung des Artikels im englischsprachigen Blog:

Das Hauptproblem ist, dass die Projekt-Infrastruktur größtenteils auf sehr alten Maschinen läuft.

Seit letztem Dezember sind unsere Windows-Maschinen nicht mehr in der Lage, Builds zu erstellen, da unser Compiler (VS2010) nicht mehr unterstützt wird. Ein Update  auf  VS2013 wird von Windows 2003 (auf dem unsere Build-Maschinen laufen) nicht unterstützt, so dass für alle unsere Build-Maschinen ein Update auf Windows 2008R2 erforderlich wurde. Das ist keine triviale Aufgabe, sondern benötigt einige Zeit.

Auch bei Mac-builds gibt es derzeit einige Probleme, nur unsere Linux[32,64] .build-Maschinen arbeiten derzeit relativ problemlos.

Wenn wieder Windows-Builds möglich sind stellt sich die Frage nach dem weiteren Vorgehen:

  1. Wir könnten ein 2.33.2 Release (mit bugfixes  2.33 and 2.34) heraus bringen und dann  2.35 betas
  2. Wir könnten 2.34 veröffentlichen und dann an 2.35betas arbeiten
  3. Wir könnten 2.34 überspringen und es sofort mit 2.35betas versuchen.

Die Überlegungen hierzu sind noch nicht abgeschlossen.


Clker-GrafkDas SeaMonkey-Projekt lebt dank der Beiträge der Community, auch in Form von finanzieller Unterstützung, jeder noch so kleine Beitrag ist willkommen (Vorschlag: 5€). Möglichkeiten der finanziellen Unterstützung:
Überweisung einer Spende an SeaMonkey e.V., Volksbank  Sprockhövel, (Kontonummer 210 285 200 BLZ 45261547) IBAN:  DE57 4526 1547 0210 2852 00 BIC: GENODEM1SPO
Paypal Transfer

May 12, 2015 05:12 AM

May 11, 2015

Sören Hentzschel

Firefox Tipp: Verlinkten Text markieren

Heute gibt es auf diesem Blog einen Tipp zur Benutzung von Firefox. Wer schon einmal versucht hat, einen verlinkten Text zu markieren, und damit Probleme hatte, wird eben jene Aufgabe mit diesem kleinen Trick bewältigen können.

Dieser Tipp ist nicht neu, sondern funktioniert bereits seit vielen Jahren. Da ich dies beinahe täglich anwende, aber immer wieder feststelle, dass kaum jemand die hier vorgestellte Methode kennt, möchte ich diesen Tipp in Form eines Artikels teilen.

Das Markieren von Text auf Webseiten stellt normalerweise kein Problem dar. Außer, bei dem Text handelt es sich um einen verlinkten Text. Dann ist es nämlich nicht möglich, mitten im Text eine Markierung zu beginnen, nur vom Anfang oder vom Ende des Textes aus.

Abhilfe schafft das Gedrückthalten der Alt-Taste: Bei gedrückter Alt-Taste kann auch mitten im verlinkten Text die Markierung begonnen werden.

May 11, 2015 09:26 PM

May 08, 2015

Sören Hentzschel

Firefox 39+ mit Webkit-Emulation für bestimmte Webseiten

Firefox 39 besitzt ein neues Feature, um CSS-Eigenschaften mit dem -webkit-Präfix zu emulieren und somit korrekt darzustellen. Dies gilt allerdings nicht für jede beliebige Webseite, sondern nur für eine kleine Auswahl an Webseiten, welche fix in Firefox hinterlegt ist und auch nicht verändert werden kann. Webentwickler müssen also auch weiterhin darauf achten, nicht nur für Webkit-Browser Code zu schreiben.

Sogenannte CSS Vendor-Präfixe sind, auch wenn die Idee dahinter gut sein mag, oftmals ein Problem. Nämlich dann, wenn Webentwickler die Browser, welche logischerweise die herstellerspezifischen Präfixe der anderen Browser nicht kennen, vergessen oder gar bewusst ignorieren. Die Folge sind Webseiten, welche in den einen Browsern gut aussehen, in anderen Browser aber nicht, obwohl es überhaupt keinen technischen Grund dafür gibt und diese Browser sehr wohl in der Lage wären, die entsprechende Webseite korrekt darzustellen.

Mozilla hat sich diesem Problem angenommen und so kann Firefox ab Version 39 einige Webkit-Eigenschaften emulieren, als wären sie für das Web geschrieben worden. Allerdings dürfen Webentwickler nun nicht auf die Idee kommen, jetzt erst Recht nur noch für Webkit zu entwickeln, denn nun kommt das Aber: es handelt sich dabei um keine grundsätzliche Fähigkeit von Firefox, was für das Web auch eher schlecht als recht wäre. Stattdessen hat Firefox eine Liste von Webseiten fest implementiert bekommen, welche auch nicht durch den Nutzer verändert werden kann, und diese Liste beinhaltet auch nur wenige Webseiten, vor allem aus China und Japan. Die Idee dahinter dürfte sein, ein paar relevante Webseiten mit großen Darstellungsproblemen für Firefox-Nutzer benutzbar zu machen, wenn es nur an herstellerspezifischem CSS scheitert. In erster Linie geht es dabei um Firefox für Android, weil es besonders auf den mobilen Sektor zutrifft, dass häufig nur für Webkit entwickelt wird. Da dieses Feature allerdings auf Gecko-Ebene implementiert worden ist, ist dies auch uneingeschränkt für die Desktop-Version wirksam, was auch Sinn ergibt, da Gecko auf dem Desktop möglichst das Gleiche darstellen sollte wie Gecko auf dem Smartphone. Das Ziel ist außerdem eine Liste, die so klein, nicht so groß wie möglich ist, denn die beste Lösung für das Web ist ohne jede Frage das Entwickeln von Webseiten, die in jedem Browser funktionieren. Die Emulation für jede beliebige Webseite wäre kontraproduktiv und würde ein vollkommen falsches Signal an die Webentwickler-Community senden. Die Einstellung in about:config, um die Emulation zu deaktivieren, heißt layout.css.unprefixing-service.enabled.

May 08, 2015 10:17 PM

May 07, 2015

Sören Hentzschel

Das nächste Land: Orange bringt Firefox OS nach Senegal

Nachdem gestern der Start in Madagaskar angekündigt worden ist, erreicht Firefox OS bereits das nächste Land in Afrika: ab sofort ist das Orange Klif in Senegal zu erwerben.

Nach Südafrika (MTN) und Madagaskar (Orange) erreicht Firefox OS das dritte Land in Südafrika: Orange verkauft ab sofort das von Alcatel One Touch gefertigte Orange Klif in Senegal. Beim Orange Klif handelt es sich um ein 3G-Smartphone mit Dual-SIM-Fähigkeit und 2-Megapixel-Kamera. Es handelt sich dabei außerdem um das erste Firefox OS-Smartphone mit einer MediaTek-CPU.

May 07, 2015 05:21 PM

May 06, 2015

Sören Hentzschel

Firefox OS kommt nach Madagaskar – Orange bietet das Klif an

Nach Südafrika ist Madagaskar das zweite Land in Afrika, in welchem Smartphones mit Firefox OS zu haben sind. Ab sofort bietet dort Orange das von Alcatel One Touch exklusiv für Orange gefertigte Smartphone Klif an.

Auf dem Mobile World Congress Anfang März hatte Mozilla bereits Orange als weiteren Partner angekündigt, welcher Firefox OS in 13 weitere Länder bringen möchte. Den Anfang macht Orange nun in Madagaskar, wo man das unter dem Namen Orange Klif vermarktete Smartphone von Alcatel One Touch vertreiben wird. Beim Orange Klif handelt es sich um ein 3G-Smartphone mit Dual-SIM-Fähigkeit und 2-Megapixel-Kamera. Es handelt sich dabei außerdem um das erste Firefox OS-Smartphone mit einer MediaTek-CPU.

Vor einem Monat hat Firefox OS Premiere in Afrika gefeiert, genauer in Südafrika. Dort verkauft MTN das Alcatel One Touch Fire E.

May 06, 2015 11:25 PM

SeaMonkey-Neuigkeiten

Mozilla will HTTP ausrangieren? – 2

Das Java-Update, das ich auf diese Nachricht hin ausführte, brachte schon mal einen kleinen Vorgeschmack auf mögliche Probleme. Beruflich programmiere ich SPS-Geräte, setze dabei die iniNet-Visualisierung mit Webserver auf der SPS ein.

  1. Die Sicherheitsstufe “Mittel” ist gestrichen, bei Java gibt es nur noch Hoch oder mehr. Das führte bei meinen Anwendungen beim Verbindungsaufbau zu den SPS zu Zertifikatsproblemen, denen ich bei Gelegenheiten noch mal auf den Grund gehen muss – Verbindungsaufbau wurde verweigert
  2. Das Problem lässt sich durch Eintrag der URL des SPS-Webservers in eine Liste mit Ausnahmen beheben, aber das Java-Panel meckert, HTTP wäre ja eigentlich nicht schön, “eigentlich” sollten solche Ausnahmen ja nur bei HTTPS ….
  3. Das ist jetzt nicht so schlimm, aber die SPS, die ich heute in der Gebäudeautomation einsetze, werden  da (hoffentlich) in 15 Jahren immer noch werkeln, und irgendwann wird’s mal schwierig. Zwar bleibt die örtliche Bedienbarkeit gegeben, dafür kommen Touchpanels mit speziellem Micro-Browser zum Einsatz, der in 15 Jahren im alten Panel immer noch derselbe wie heute ist. Mit der Fernbedienung wird es dann aber schwierig, ich glaube nicht recht, das bei den Prozessorchens HTTPS einfach in eine neue Firmware integriert werden könnte. Muss das mal mit den Herstellern diskutieren.

Jedenfalls dürfte 2030 der Firefox 89.0.3 nicht der Browser der Wahl für die Fernvisualisierung sein ;-/

May 06, 2015 08:40 PM

May 05, 2015

Sören Hentzschel

Thunderbird 38 wird später erscheinen

Thunderbird 38 wird nicht wie Firefox 38 am 12. Mai erscheinen. Das Thunderbird-Team benötigt weitere Zeit zum Beheben von Fehlern.

Thunderbird 38 wird der nächste große Thunderbird-Release nach Thunderbird 31 sein, entsprechend wichtig ist die Sicherstellung der Qualität. Stellvertretend für das Thunderbird-Team hat Kent James nun angekündigt, dass man Thunderbird 38 um ein paar Wochen verschieben und die neue Version von Mozillas E-Mail-Client nicht gemeinsam mit Firefox 38 am 12. Mai erscheinen wird. Ein definitiver Termin wurde nicht genannt, man geht derzeit aber davon aus, dass Thunderbird 38 um den 26. Mai herum erscheinen wird, was eine Verschiebung von zwei Wochen bedeuten würde.

Derzeit gibt es noch ein paar Fehler, die man vor Veröffentlichung beheben möchte. Außerdem sei die letzte Woche veröffentlichte Betaversion die erste Beta mit dem vollen Funktionsumfang, daher benötige man noch weitere Zeit zum Testen. Bis zur Veröffentlichung der finalen Version von Thunderbird 38 sind weitere Betaversionen geplant.

May 05, 2015 11:38 PM

May 04, 2015

Sören Hentzschel

Mozilla will verschlüsseltes Web vorantreiben

Mozilla möchte dem unverschlüsselten Web ein Ende setzen und hat entsprechende – langfristige – Pläne angekündigt, neue Webfeatures nur Webseiten mit verschlüsselter Datenübertragung zugänglich zu machen, insbesondere wenn diese Features die Privatsphäre oder Sicherheit tangieren.

Im offiziellen Security Blog hat Mozilla in Person von Firefox Security Lead Richard Barnes angekündigt, die Verbreitung von HTTPS durch Maßnahmen aktiv voranzutreiben zu wollen. Konkret schwebt Mozilla ein Zwei-Phasen-Plan vor, der erstens daraus besteht, einen Zeitpunkt festzulegen, ab welchem neue Webfeatures nur für HTTPS nutzende Webseiten zur Verfügung stehen, und zweitens schrittweise den Zugriff auf bestimmte Browserfunktionen, welche für die Sicherheit oder Privatsphäre der Nutzer relevant sind, für nicht-sichere Webseiten nicht länger zu ermöglichen.

Natürlich sind diese Pläne als langfristige Pläne zu verstehen und nicht als etwas, was sich bereits in den nächsten Wochen bemerkbar machen wird. Mit der Ankündigung sendet Mozilla zumindest ein klares Signal an Webseitenbetreiber und gibt diesen durch die frühe Information Zeit, sich mit dem Thema HTTPS zu befassen. Wahrscheinlich wird es Jahre dauern, ehe bestimmte Dinge, welche heute für HTTP nutzende Webseiten funktionieren, nur noch für HTTPS nutzende Webseiten funktionieren werden. Vor allem geht es in der ersten Phase erst einmal darum, neue Funktionen einzuschränken. Auch ist überhaupt erst noch zu definieren, was neu in diesem Kontext überhaupt bedeutet. So dürfte das Einschränken neuer CSS-Features in der Regel wohl eher wenig Sinn ergeben, anders als die Einschränkung des Zugriffs auf die Hardware, ähnlich wie Webseiten heute bereits beispielsweise auf die Kamera zugreifen können.

Wenn es um die Einschränkung bereits bestehender Features geht, dann wird man vor allem neben dem Sicherheitsgewinn auf der einen Seite die Kompatibilität auf der anderen Seite sehen müssen, so dass sich ein konkreter Zeitplan noch nicht absehen lässt.

Neben dem kompletten Verbieten bestimmter Funktionen für HTTP-Webseiten sind auch kleinere Einschränkungen möglich und werden sogar bereits praktiziert: So erlaubt Firefox auch jetzt schon für nicht-sichere Webseiten keine dauerhafte Erlaubnis für Kamera und Mikrofon.

In einer FAQ-PDF beantwortet Mozilla einige Fragen zu diesem Thema.

Anmerkung: In diesem Artikel wurde der Einfachheit halber HTTPS teilweise stellvertretend für verschlüsselte Verbindungen verwendet. Genau genommen wird es durch HSTS und upgrade-insecure-requests auch bei Umsetzung der Pläne noch möglich sein, das HTTP-URI-Schema zu verwenden und damit Zugriff auf alle Funktionen zu erhalten. In den allermeisten Fällen dürften verschlüsselte Verbindungen allerdings HTTPS bedeuten.

May 04, 2015 10:31 PM

May 03, 2015

SeaMonkey-Neuigkeiten

Mozilla Plugin Check wieder für SeaMonkey verfügbar

Wohl seit Anfang April war der Plugin Check für SeaMonkey-Nutzer nicht mehr verfügbar, es kam nur eine Meldung ähnlich “Derzeit ist der Plugin-Test-Service nur für Firefox-User verfügbar”. Seit diesem Wochenende funktioniert der Test auch für uns wieder,  auch hier noch einmal vielen Dank an Philip Chee, Schalk Neethling und andere Helfer, die das wieder hingebogen haben.

Bitte an alle: nutzt den Service, bietet keine Angriffsmöglichkeiten durch die Verwendung veralteter Software.

Ich hab’s getan und bin gespannt, was für unschöne Überraschungen das Java-Update dieses mal bei Prozessvisualisierungs-Anwendungen für mich und meine Kunden bereit hält :-/

May 03, 2015 08:33 AM

May 02, 2015

SeaMonkey-Neuigkeiten

Mozilla will HTTP ausrangieren?

In einem Blog-Eintrag hat Mozilla angekündigt, unsicheres HTTP in Zukunft nicht mehr unterstützen zu wollen. Neue Firefox-Features sollen dann nur noch Seiten zugänglich gemacht werden, die per HTTPS verschlüsselt übertragen wurden.

(Weiter bei Heise)

Ich frage mich, ob die Änderungen an der Codebasis auch SeaMonkey  betreffen werden? Ich finde es natürlich im Prinzip eine gute Sache, Sicherheitslücken zu schließen, und wenn ich das alles richtig verstanden habe, werden ja auch nur bestimmte, eventuell sogar nur neue, Funktionen nicht mehr unterstützt. Aber ich mag es nicht, von Mozilla oder anderen vorgeschrieben zu bekommen, was ich tue. Klar, irgendwann per Voreinstellung nur noch HTTPS vollständig zu unterstützen und HTTP nur auf ausdrücklichen Wunsch für die laufende Sitzung akzeptieren, das geht in Ordnung. Und gibt es denn wirklich noch so viele “gefährliche” Anwendungen, die übe HTTP abgewickelt werden?

Andererseits: Wenn durch Nutzer-Leichtsinn Schaden entsteht, der womöglich Versicherungsprämien in die Höhe treibt? Oder gar dritten echter Schaden zugefügt wird? Sollte man vielleicht doch rigoros leichtsinnigem Surfen einen Riegel vorschieben? Meine Meinungsbildung ist da noch nicht abgeschlossen.

May 02, 2015 05:39 PM

Der englischsprachige SeaMonkey-Blog LEBT

Weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit (und mir) ist der englischsprachige Blog  nach 30 Monaten Koma wieder zum Leben erwacht   :-)

Neben der großen Freude darüber, dass dort wieder Informationen über Aktivitäten im SeaMonkey-Projekt berichtet wird und auch eine Plattform für Gedankenaustausch verfügbar ist, zeigt mir der Vorgang aber auch, dass in Sachen Marketing noch eine Menge zu tun ist. An vielen Stellen im SeaMonkey-Projekt leisten Freiwillige tolle Arbeit, die es verdient, von eine breiteren Öffentlichkeit bemerkt und gewürdigt zu werden — aber dafür muss die Öffentlichkeit auch davon erfahren. Der Blog ist ein Werkzeug dafür. Wer also ausreichende Englisch-Kenntnisse und etwas zu berichten hat sollte dort Schreibrechte Beantragen und etwas schreiben. Wer hier im deutschsprachigen Blog mehr als nur Kommentare beitragen möchte kann (sollte – bitte, bitte!) hier Schreibrechte anfordern!

May 02, 2015 07:13 AM

Sören Hentzschel

Firefox 40: Add-on Manager mit neuem Design

Mozilla hat dem Add-on Manager von Firefox einen neuen Anstrich verpasst, welcher optisch an die neuen Einstellungen im Tab angelehnt ist, die ab Firefox 38 standardmäßig aktiviert sind.

Ab Firefox 38 (Erscheinungstermin: 12. Mai) befinden sich die Einstellungen standardmäßig nicht länger in einem Dialogfenster, sondern in einem Tab. Optisch daran angelehnt erhält auch der Add-on Manager einen frischen Anstrich. Das neue Design wird ab heute in der Nightly-Version von Firefox 40 zu sehen sein. Natürlich sind bis zur Veröffentlichung in einer finalen Version noch weitere Änderungen möglich, die Screenshots zeigen den derzeitigen Stand der Dinge.

May 02, 2015 12:05 AM

April 30, 2015

Sören Hentzschel

SoftMaker veröffentlicht Office 2016 Beta mit Thunderbird

SoftMaker hat eine neue Betaversion von SoftMaker Office 2016 veröffentlicht, welche erstmals (einen angepassten) Thunderbird als E-Mail-Client enthält.

Vor kurzem hat SoftMaker eine erste Betaversion von SoftMaker Office 2016 für Windows veröffentlicht. Nachdem diese Version noch ohne Thunderbird veröffentlicht worden war, kommt die neue Betaversion inklusive Thunderbird in der aktuellen Version 31.6. Damit wird, wie im März angekündigt, eM Client als E-Mail-Programm abgelöst.

Die Thunderbird-Version von SoftMaker ist angepasst – praktischerweise durch Add-ons. So sind alle Änderungen gegenüber dem Original optional. Neben einem angepassten Theme liefert SoftMaker unter anderem Lightning mit (Hinweis: ab Version 38 wird Thunderbird sowieso inklusive Lightning ausgeliefert) und einen Daten-Importer für bisherige Nutzer von eM Client zur Übernahme von E-Mails, Konten, Adressbüchern, Aufgaben sowie Terminen.

Download SoftMaker Office 2016 Beta inklusive Thunderbird

April 30, 2015 11:55 PM

Mozilla bereitet standardmäßige Aktivierung der Multiprozessarchitektur für Firefox Developer Edition 40 vor

Unter dem Namen Electrolysis, kurz: e10s, arbeitet Mozilla an einer Multiprozessarchitektur für Firefox. Die standardmäßige Aktivierung in der Developer Edition soll bereits in zwei Wochen erfolgen.

Die Multiprozessarchitektur für Firefox ist schon einige Zeit in Entwicklung. Anfang November erfolgte die standardmäßige Aktivierung in der Nightly-Version, allerdings noch spürbar weit von einer Fertigstellung entfernt. Seit dem hat sich sehr viel getan, so dass Mozilla nun kurz vor dem nächsten wichtigen Meilenstein steht: wenn in etwas mehr als zwei Wochen die Developer Edition von Firefox 40 erscheint, soll die neue Multiprozessarchitektur standardmäßig aktiviert sein. Auf der Roadmap stehen derzeit noch 27 Tickets, die Mozilla bis zum nächsten Aurora-Merge am 11. Mai schließen möchte.

Auch optisch deuten sich die Fortschritte an: ab der morgen erscheinenden Nightly-Version werden die Tabs bei aktivierter Multiprozessarchitektur nicht mehr unterstrichen sein. Stattdessen wird beim Herüberfahren mit der Maus über einen Tab ein ” – e10s” an den Seitentitel im Tooltip drangehängt. Außerdem gibt es ab morgen bei deaktivierter Multiprozessarchitektur nicht länger die Schaltfläche zum Öffnen eines e10s-Fensters im Firefox-Menü. Umgekehrt zum Öffnen eines Nicht-e10s-Fensters bei aktivierter Multiprozessarchitektur wird es weiterhin eine Menü-Schaltfläche zum Testen geben.

Wichtig: eine standardmäßige Aktivierung in der Developer Edition 40 ist nicht gleichzusetzen mit einer geplanten Veröffentlichung in der finalen Version von Firefox 40. Derzeit plant man mit Firefox Beta 41 und Firefox Final 42, aber dies sind Zielsetzungen und keine fixen Termine. Gleiches gilt natürlich auch für e10s in der Developer Edition 40, auch hier kann grundsätzlich noch etwas dazwischen kommen.

Update 06.05.2014: Die standardmäßige Aktivierung in der Developer Edition wird Mozilla aller Voraussicht nach in Version 41 vornehmen, in Version 40 wird die Aktivierung als Opt-In-Option angeboten. Geplant ist weiterhin die Aktivierung in Firefox Beta 41 oder Beta 42.

April 30, 2015 09:00 PM

April 29, 2015

Sören Hentzschel

Thunderbird wird ab sofort mit Kalender ausgeliefert

Mozillas E-Mail-Client wird ab sofort mit der Kalender-Erweiterung Lightning gebündelt ausgeliefert. Anders als ursprünglich geplant wird das Add-on in Thunderbird 38 standardmäßig aktiviert sein.

Wer Thunderbird auf dem Daily-Kanal (derzeit Version 40) nutzt, hat seit heute einen Kalender inklusive. Ab sofort wird Thunderbird mit der populären Kalender-Erweiterung Lightning gebündelt ausgeliefert. Entsprechendes sollte ab der jeweils nächsten Version auch auf dem Earlybird-Kanal (derzeit Version 39) sowie auf dem Beta-Kanal (derzeit Version 38) der Fall sein, allerdings noch nicht in den Builds, die Stand 29. April verfügbar sind.

Die Integration von Lightning in Thunderbird wurde bereits letzten Oktober angekündigt. Damals war der Plan noch, Lightning zwar mitzuliefern, aber standardmäßig deaktiviert zu lassen. Die Pläne haben sich seit dem etwas geändert, stattdessen wird nun ein Opt-Out-Ansatz umgesetzt: nach der durch das Thunderbird-Update ausgelösten Installation des Add-ons kann der Nutzer entscheiden, ob er Lightning aktiviert lassen oder deaktivieren will.

April 29, 2015 08:00 PM

SeaMonkey-Neuigkeiten

April 28, 2015

Sören Hentzschel

Mozilla beginnt mit Anzeige von Upgrade-Hinweisen für Sync 1.1-Nutzer

Mozilla hat wie erwartet damit begonnen, Nutzer von Firefox 37, welche noch Sync 1.1 einsetzen, darauf hinzuweisen, dass diese auf das vor einem Jahr eingeführte Sync 1.5 upgraden müssen, um auch weiterhin die Daten synchronisieren zu können. Die Sync 1.1-Server sollen Ende des Jahres abgeschaltet werden.

Wer noch das alte Sync 1.1 aus Zeiten bis einschließlich Firefox 28 einsetzt, sollte so langsam auf Sync 1.5 und Firefox Accounts umsatteln. Mozilla hat nun, wie bereits Ende 2014 angekündigt, für die ersten fünf Prozent der Nutzer von Firefox 37 mit nur einem Gerät begonnen, einen entsprechenden Hinweis einzublenden, welcher das Upgrade nahelegt und per Knopfdruck den Migrationsprozess einleitet. Mit dem Erscheinen von Firefox 29 vor fast genau einem Jahr hat Mozilla ein neues Sync und damit verbunden die Firefox Accounts eingeführt. Zwar können keine Sync 1.1-Accounts mehr angelegt werden, doch können bereits angemeldete Nutzer nach wie vor Sync 1.1 nutzen. Nutzer, welche noch immer Sync 1.1 nutzen, sollen nun auf Sync 1.5 migriert werden, da Mozilla die Abschaltung der Sync 1.1-Server für die zweite Jahreshälfte geplant hat.

April 28, 2015 09:44 PM

Sunbird & Lightning DE

Zwei. Wochen. Lightning. 4.0. Testen.

Zwei Wochen. So lange dauert es noch, bis am 12. Mai mit dem neuen Thunderbird 38 auch die neue Version der Kalendererweiterung Lightning erscheinen wird. Lightning 4.0 steht in den Startlöchern!

Seit der letzten größeren Veröffentlichung hat sich einiges getan: Knapp 130 Bugs wurden nach Version 3.3 behoben. Die meisten Änderungen sieht man Lightning von außen nicht an, weil sie Funktionen ‘unter der Haube’ betreffen. Es wurden aber z.B. auch verschiedene Dialoge (Wiederholungen, Lightning-Einstellungen, …) optimiert oder erweitert, behutsame Anpassungen am Design vorgenommen sowie das Arbeiten mit Termineinladungen verbessert. Insgesamt sollte Lightning 4.0 sich noch stabiler und flüssiger nutzen lassen.

Das alles sollte noch einmal ordentlich getestet werden!

Lightning 4.0 wird für rund 42 Wochen aktuell sein, erst dann ist dem Release-Zyklus von Thunderbird folgend mit einer neuen Veröffentlichung zu rechnen.
Es ist daher wichtig, dass Lightning 4.0 inklusive der deutschen Übersetzung möglichst intensiv ausgetestet wird, bevor es dann engültig und quasi-perfekt veröffentlicht wird. Ohne Hilfe geht das nicht! Wer mitmachen möchte, benötigt hierfür Thunderbird 38 Beta und Lightning 4.0b3/b4 (Downloadlink ganz unten auf der Seite in der “Entwicklerecke”). War schon eine frühere Beta-Version von Lightning in einem passenden Thunderbird installiert, sollte ein automatisches Update angeboten werden.

Fehler gefunden? Dann bitte die Fehlerdatenbank  Bugzilla ansurfen, nachschauen, ob der Fehler dort vielleicht sogar schon registriert wurde, und ihn ggf. neu eintragen. Wem das zu kompliziert ist, der packt seine Funde eben hier in den Kommentarbereich – wir würden sie dann weiterleiten.

April 28, 2015 06:11 PM

April 25, 2015

Sören Hentzschel

Firefox OS: Kein HERE Maps mehr, dafür Karten-App von TomTom

Wer eine Karten-App für Firefox OS sucht, wird in Zukunft auf Nokia HERE verzichten müssen. Fast zeitgleich mit der Entfernung aus dem Firefox Marketplace hat TomTom eine entsprechende App für Firefox OS online gestellt.

Nokia HERE war als Karten-App für Firefox OS seit dem ersten Tag im Firefox Marketplace verfügbar (bereits Monate vor dem Verkauf des ersten Smartphones mit Firefox OS angekündigt). Nun wurde die App aus dem Firefox Marketplace entfernt. Die Gründe hierfür sind nicht bekannt. Eine Möglichkeit wären die internen Umstruktierungen, die derzeit innerhalb von Nokia stattfinden, welche auch einen möglichen Verkauf von  HERE einschließen – unter anderem Apple, Alibaba, Amazon, Facebook, Uber sowie eine Gruppe deutscher Autohersteller werden in diversen Medienberichten als mögliche Käufer genannt. Für Nokia war das Kartengeschäft trotz gutem Ruf ein finanzielles Verlustgeschäft, womit die Fokussierung auf weniger Plattformen ebenso ein möglicher Grund sein könnte. Aber dies sind nur Spekulationen.

Währenddessen hat der bekannte Hersteller von Navigationssystemen TomTom die Zusammenarbeit mit Mozilla sowie Telefónica angekündigt und mit Maps Online eine Karten-App im Firefox Marketplace verfügbar gemacht. Mit TomTom Nav Online in den Genuss einer sprachgeführten Turn-by-Turn-Navigation kommen zunächst Kunden von Telefónica in ausgewählten Märkten.

April 25, 2015 02:53 PM

April 20, 2015

Sören Hentzschel

Mozilla veröffentlicht Bugfix- und Sicherheitsupdate Firefox 37.0.2

Firefox 37.0.2 ist das zweite außerplanmäßige Update für Firefox 37. Damit behebt Mozilla Grafikprobleme und schließt eine Sicherheitslücke.

Download Mozilla Firefox 37.0.2 für Windows, OS X und Linux

Mit Firefox 37.0.2 verbessert Mozilla die Stabilität in Zusammenspiel mit bestimmten Grafikkarten durch Blockieren der Hardware oder einzelner Features, was sich zuvor in einem schwarzen Videobild auf YouTube, Grafikfehlern auf Google Maps oder durch Abstürze bei Programmstart äußern konnte. Darüber hinaus behebt Mozilla mit dem Update eine Sicherheitslücke.

April 20, 2015 07:52 PM

April 18, 2015

Sören Hentzschel

Neues aus der Mozilla Design-Schmiede #14 – Privatsphäre-Kontrollzentrum

Neues aus der Mozilla Design-Schmiede. Unter diesem Titel wird in regelmäßigen Abständen über aktuelle Mockups, Design-Experimente und Ähnliches berichtet. Manches davon wird in dieser oder ähnlicher Form sicher den Weg in ein Mozilla-Produkt finden, anderes wird vielleicht nie über den Status eines Entwurfes oder Experiments hinausgehen, viele Ideen entwickeln und verändern sich über die Zeit und diese Entwicklungen werden wir in dieser offenen Serie beobachten können. Heute geht es um das mögliche Design des kommenden Privatsphäre-Kontrollzentrums, welches das bisherige Identitätspanel ersetzen wird.

Bereits letzten Monat wurden auf diesem Blog Mozillas Pläne vorgestellt, das Identitätspanel von Firefox, welches Informationen zur Verschlüsselung und Identität der Webseite anzeigt, zu erweitern und dem Nutzer Optionen zur Steuerung der Privatsphäre in Zusammenhang mit der jeweiligen Webseite zu geben. Während die damals veröffentlichten Wireframes bereits eine Idee vom geplanten Funktionsumfang gegeben haben, gibt es nun erste echte Mockups, welche zeigen, wie das Ganze aussehen könnte. Wie immer gilt: kann, muss nicht. Anders gesagt: die Mockups zeigen die allerneusten Vorschläge von Firefox-Designer Stephen Horlander, bis zur Implementierung können sich Dinge auch noch ändern.

Kontrollzentrum v1:

Kontrollzentrum v2:

April 18, 2015 12:40 PM

April 17, 2015

SeaMonkey-Neuigkeiten

Webseiten in einem Sidebar-Panel anzeigen

Welche Möglichkeiten gibt es, eine Webseite in einem Sidebar-Panel zur Anzeige zu bringen? Mit etwas Glück (ich hatte bisher keins) gibt es ein Add-on dafür, es geht aber auch “zu Fuß”. 

Dafür müssen in die Datei panels.rdf im SeaMonkey-Profil (bei WINDOWS7 beispielsweise C:\Users\user\AppData\Roaming\Mozilla\SeaMonkey\Profiles\87654321.abcdefg\ die entsprechenden Informationen eingefügt werden. Vorgehen (als Beispiel wird dieser Blog in einem Seitenleisten-Panel dargestellt):

  1. Im Profil eine Sicherheits-Kopie von panels.rdf anlegen
  2. Das BeoLingus-Addon von hier installieren
  3. SeaMonkey schließen
  4. Im Profilordner panels.rdf zum Bearbeiten öffen: Es finden sich 2 Zeilen oder Absätze mit “dict.tu-chemnitz”, die jeweils für das neue Panel unter den entsprechenden “dict”-Inhalt kopiert und dann auf die URL der gewünschten Seite geändert werden:
    2015-04-17_Sidebar
  5. panels.rdf speichern und schließen
  6. SeaMonkey-Browser neu starten

Wenn alles glatt gegangen ist sollte in der Sidebar nun ein zusätzliches neues Panel “SeaMonkey Deutsch Blog” sichtbar sein.

Das Verfahren sollte auch für beliebige andere Webseiten anwendbar sein. Eleganter wäre natürlich ein Add-on, das die Informationen für die gewünschte Webseite automatisch bei panels.rdf einbaut, da verstehe ich die Zusammenhänge aber noch zu wenig.

April 17, 2015 04:40 AM

April 16, 2015

SeaMonkey-Neuigkeiten

Planet Mozilla (de)

Seit dieser Woche wird dieser Blog auch auf Planet Mozilla (de) zitiert, wo bisher SeaMonkey-Themen nur gelegentlich zu finden waren; hauptsächlich Release-Ankündigungen, aber auch mal  ausführliche Artikel wie diese Anmerkungen zu einer Sicherheits -Vergleichsstudie.

Mal sehen, ob das etwas mehr Aufmerksamkeit für SeaMonkey-Belange erzeugt. Wie sich das in Klicks für diesen Blog äußert zeige ich Anfang Mai.

April 16, 2015 04:52 PM

April 15, 2015

Sören Hentzschel

Mozilla veröffentlicht Firefox für Android 37.0.2

Mozilla hat das zweite außerplanmäßige Update für die Android-Version von Firefox veröffentlicht. Dieses behebt ein Problem mit dem Feature zum Anfordern der Desktop-Version einer Webseite.

Mit Firefox für Android 37.0.2 behebt Mozilla ein Problem mit dem Feature zum Anfordern der Desktop-Version einer Webseite. Dies ist die einzige Änderung, welche das Update bringt, eine sicherheitstechnische Relevanz besteht nicht.

April 15, 2015 08:25 AM