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Planet Mozilla (de)

April 18, 2014

Sören Hentzschel

Meilenstein für Servo: Mozillas neue Engine besteht ACID2-Test

Die Überschrift dieses Artikels könnte an eine Meldung aus dem Jahr 2008 erinnern. Mit dem im Jahr 2008 erschienenen Firefox 3 hat Mozillas Browser erstmals den ACID2-Test bestanden. Doch Mozilla arbeitet an einer von Grund auf neu entwickelten Browserengine, welche all diese Dinge, die heute für einen Browser selbstverständlich sind, erst ganz neu erlernen muss. Hinter dem ACID2-Test kann Mozilla nun einen Haken setzen.

Der ACID2-Test ist ein Test aus dem Jahr 2005, welcher Browser auf Konformität zu den Standards des World Wide Web Consortiums (W3C) prüft. Auch wenn sich das Web seit dem sehr stark weiterentwickelt hat, so sollte ein Browser heute nicht weniger diesen Test bestehen als vor fünf Jahren. Mit Servo arbeitet Mozilla Research nun schon seit geraumer Zeit an einer von Grund auf neu entwickelten Engine, welche möglicherweise irgendwann einmal Gecko beerben kann. Noch ist man mindestens zwei Jahre davon entfernt, eine in einem realen Produkt einsetzbare Servo-Engine zu haben, an deren Entwicklung sich auch Samsung beteiligt. Zumindest den ACID2-Test besteht man nun, was man als wichtigen Meilenstein für Servo bezeichnen kann. Den ACID1-Test besteht Servo seit August 2013.

Servo soll sich dadurch auszeichnen, moderne Hardware optimal zu nutzen und frei von Altlasten und Schwachstellen der aktuellen Gecko-Engine zu sein. Servo wird nicht etwa in C++, sondern in der ebenfalls von Mozilla Research entwickelten Sprache Rust geschrieben, welche bereits seit mehreren Jahren in Entwicklung ist und einige der Nachteile von C++ kompensieren soll. Einer der Vorteile von Rust ist, dass es optimalen Gebrauch aller zur Verfügung stehenden Prozessorkerne und Grafikeinheiten machen soll, ganz anders als alle aktuellen Browserengines, deren Architekturen bereits über zehn Jahre alt sind. Außerdem ist Rust standardmäßig sicher, was einen Großteil von Speicherfehlern verhindert und die Engine weniger anfällig für Abstürze und Sicherheitsprobleme macht. Einige Sicherheitsprobleme wie solche ähnlich Heartbleed zum Beispiel seien nach Angaben von Mozilla Research mit Rust gar nicht erst möglich, da der Rust Compiler dies automatisch zu verhindern weiß. Eigene Performance-Vergleiche würden zudem zeigen, dass viele Bereiche der Web-Plattform, welche noch nicht optimiert für Multithreading sind, bereits erheblich schneller als in tradtionellen Browsern sind – und die Multithreading-Performance sei noch besser.

Zwar ist es noch ein langer Weg bis zur Fertigstellung von Servo und damit Zukunftsmusik, doch wenn der Plan aufgeht und Servo eines Tages Gecko beerben kann, dann könnte dies Firefox einen großen Schub nach vorne verschaffen, während die Engines der anderen Browser, von denen bislang keine Pläne der Neuentwicklung bekannt sind, weiter auf ihre Architekturen aus der Anfangszeit der Webbrowser setzen.

April 18, 2014 10:59 PM

April 15, 2014

Sören Hentzschel

Chris Beard ist neuer Interims-CEO von Mozilla

Chris Beard ist neuer CEO von Mozilla – zumindest solange bis ein neuer CEO gefunden worden ist. Der ehemalige Marketing-Chef von Mozilla wird das Amt interimsweise übernehmen.

Der Kanadier Chris Beard war von 2004 bis 2013 Marketing-Chef von Mozilla. Nach dem Rücktritt von Brendan Eich wurde Beard nun in Mozillas Board of Directors neben Mitchell Baker, Reid Hoffmann und Katharina Borchert berufen und außerdem zum Interims-CEO ernannt. Wie lange die Suche nach einem dauerhaften CEO dauern wird, ist unklar. Die letzte Suche hat elf Monate gedauert.

Chris Beard
Bildquelle: greylock.com

April 15, 2014 12:13 AM

April 14, 2014

Thomas Schwecherl

SUMO: die 20 meistgelesenen Artikel aktuell

Mehrere Jahre ist es nun her, dass wir das zuletzt geschafft haben: Die 20 meistgelesenen Artikel der Mozilla-Wissensdatenbank (support.mozilla.org oder kurz SUMO) sind alle ins Deutsche übersetzt.

Übersetzt heißt in diesem Fall: von mehreren Helfer überarbeitet und korrekturgelesen, mit lokalisierten Bildschirmfotos bestückt und freigeschaltet.

Ich möchte mich deswegen bei allen SUMO-Mitarbeitern bedanken, die an den deutschsprachigen Artikeln mitgearbeitet haben! Besonders hervorheben möchte ich die in den letzten Wochen aktivsten Mozillianer pollti, Artist, gk0moz, graba und Wawuschel.

Was an diesen 20 von den insgesamt ca. 250 Artikeln so toll ist? Sie decken rund 50% aller Seitenaufrufe auf SUMO ab. Damit helfen wir mit relativ wenig Aufwand vielen hunderttausend Nutzern von Mozilla-Produkten. Die ehrenamtliche Arbeit schafft also mit relativ wenigen Worten viel positive Wirkung.

April 14, 2014 08:41 PM

André Jaenisch

Firefox OS Simulator nach Versionen

Wie meine Kollegen Andrzej Mazur und Sören Hentzschel bereits berichtet haben, gibt es den Firefox OS Simulator jetzt nach Versionen sortiert auf Mozillas FTP-Server. Eine Ankündigung findet sich auf der Mailingliste. Damit kann den API-Änderungen zwischen den Versionssprüngen besser Rechnung getragen werden.

Firefox on the riseFlickr: Firefox on the rise
von Christian Scholz (CC-BY-NC)

Eine Bedienungsanleitung findet sich im Mozilla Developer Network. Wie üblich dürfen wir in Deutschland noch warten, bis Alcatel OneTouch Fire die Version 1.3 ausrollt (gegen Ende des Monats), wenn wir Apps auf dem physischen Gerät testen wollen. Fehler werden auf Bugzilla für die Komponente Simulator gemeldet.

Quellen:


April 14, 2014 12:59 PM

Unzufriedenheit mit Firefox OS-Geräten

Okay, darauf haben jetzt sicher einige gewartet. Es gibt einige unzufriedene Stimmen aus der Firefox OS Community, die (derzeit noch?) von Mozilla ignoriert werden. Ich möchte euch nur auf diese aufmerksam machen.

Frustration - March 14th, 2011 (73/365)Flickr: Frustration – March 14th, 2011 (73/365)
von Phil Long (CC-BY)

Ernesto Acosta, Informatiker, System-Administrator und Geschäftsführer von DesdeLinux beschwerte sich auf der B2G-Mailingliste über den mangelnden Support von ZTE. Es geht primär darum, dass ZTE insbesondere auf Android-Geräte setzt und stillschweigend die ROM für Firefox OS v1.2 von der Seite genommen hat. Demnach sind Besitzer eines ZTE Open dazu gezwungen, auf Firefox OS v1.1 zu verbleiben (es sollen zwar Builds für v1.2 im Netz rumgeistern, diese sind aber nicht “offiziell”). Grund waren gescheiterte automatisierte Tests in den neuen Gonk-Layern (Gonk ist gewissermaßen die GNU/Linux-Distribution von Mozilla).

Im Gegensatz zu Alcatel OneTouch wird es nicht einmal Upgrades auf Firefox OS v1.3 oder gar v1.4 geben! Denn ein Wiederherstellen der Kompatibilität würde ZTE auf die OEMs abwälzen, denen dafür die Kapazitäten fehlen. Auf Nachfragen reagiert ZTE aber auch nicht im entsprechenden Bug. Insgesamt also eine ziemlich miese Kommunikationskultur.

Aber es geht noch schlimmer! Mal ehrlich, wieviel habt ihr von LG gehört? Diesen Umstand bemängelt Bruno Vilar. Von dort kommt nämlich: Null. Keine Ankündigung, keine Upgrades, nichts.

Adrian Custer will dem aber mit einem Schreiben an Mozilla begegnen. Wenn es etwas Neues gibt, informiere ich euch. Derzeit scheint man mit Alcatel OneTouch oder einem Geeksphone noch am besten bedient zu sein.

Was stört euch an eurem Firefox OS-Gerät?

Edit von 20:40 Uhr: Naoki Hirata von ZTE hat sich zu Wort gemeldet und den Fehler eingeräumt. Nightly updates für v1.4 oder v1.5 wird es aber auch weiterhin nicht geben, weil die Tests fehlschlagen.


April 14, 2014 10:46 AM

April 13, 2014

Sören Hentzschel

Mozillas neues Büro in Mountain View

Wer Mozilla ein bisschen besser kennt, der weiß, dass Mozilla nicht nur für hervorragende Open Source Software, sondern was die eigenen Büros betrifft auch für erfrischende Innenarchitektur steht. Nach Japan und Vancouver gebe ich heute einen Einblick in das neue Mozilla-Büro in Mountain View.

Nachdem ich bereits Bilder von den Mozilla-Büros in Japan und Vancouver gezeigt habe, gibt es heute Bilder von Mozillas neuem Büro an Mozillas Hauptstandort: Mountain View, im Herzen des Silicon Valley. Herzlichen Dank geht an Stephen Donner, Web QA Manager von Mozilla, welcher mir freundlicherweise die Bilder zum Teilen zur Verfügung gestellt hat.

April 13, 2014 11:38 PM

April 12, 2014

SeaMonkey (deutsch)

Sören Hentzschel

Neues aus der Mozilla Design-Schmiede #10 – Post-Australis-Edition

Neues aus der Mozilla Design-Schmiede. Unter diesem Titel wird in regelmäßigen Abständen über aktuelle Mockups, Design-Experimente und Ähnliches berichtet. Manches davon wird in dieser oder ähnlicher Form sicher den Weg in ein Mozilla-Produkt finden, anderes wird vielleicht nie über den Status eines Entwurfes oder Experiments hinausgehen, viele Ideen entwickeln und verändern sich über die Zeit und diese Entwicklungen werden wir in dieser offenen Serie beobachten können. Heute mit einer Spezial-Ausgabe zu brandaktuellen Mockups, deren Umsetzung nicht Bestandteil von Australis 1.0 ist, die Australis-Philosophie aber konsequent fortführt.

Bibliothek im Tab

Nach Australis ist vor Australis. Wenn Mozilla am 29. April 2014 Firefox 29 mit neuer Oberfläche veröffentlichen wird, allgemein bekannt unter dem Begriff Australis, dann werden dies nicht die letzten Veränderungen des Designs gewesen sein. Mit Firefox 31 beispielsweise erhalten die Einstellungen im Tab ein neues Design und diesem Trend folgen auch andere Teile von Firefox. So ist angedacht, auch die Bibliothek, welche unter anderem die Lesezeichen und Chronik beinhaltet, in einem Tab und nicht länger in einem eigenen Fenster anzuzeigen.

Neues Design für Fehlerseiten

Eine neue Optik sollen die Fehlerseiten unter anderem bei Netzwerkproblemen oder nicht gefundenen Webseiten erhalten. Das neue schlichte Design führt die Designrichtung der Einstellungen im Tab fort, so wird dieselbe Schriftart verwendet und auch das Design der Buttons kommt daher bekannt vor. Einige der Fehlerseiten sehen vor, dass ein Suchfeld erscheint, um direkt von der Fehlerseite aus eine Suche im Web starten zu können.

Verbessertes Design des Download-Panels mit Unterstützung des Australis-Menüs

Verbesserungen soll auch das Design des Download-Panels erhalten und wie von vielen gewünscht wie bereits im alten Downloadfenster die Downloadgeschwindigkeit anzeigen. Auch eine Unteransicht im neuen Australis-Menü ähnlich der Chronik und Lesezeichen könnte es bald für die Downloads geben.

Dunkles Theme für Privaten Modus

Mockups eines dunklen Themes für Private Fenster in Firefox existieren schon länger, wurden nun aber auf Grundlage des mit Firefox 29 ausgelieferten Designs aktualisiert. Firefox-Fenster, welche im Privaten Modus ausgeführt werden, sollen sich künftig optisch besonders stark hervorheben – durch eine schwarze Oberfläche mit violettem Menü-Button.

Kontextmenü 2.0 – durch den Benutzer anpassbar

Eine Komponente, welche sich in all den Jahren nicht verändert hat und in allen Browsern gleich aussieht, das sind die Kontextmenüs. Mozilla möchte hier als erster Browserhersteller ein wenig Innovation einbringen und das Kontextmenü zum einen in seiner Darstellung in einer Weise verändern, wie sie an Firefox Mobile für Android erinnert, und somit mehr Konsistenz in den Mozilla-Produkten schaffen. Ein konkretes Beispiel sind die vier Kontextmenüeinträge Zurück, Vor, Neu laden und Lesezeichen für diese Seite hinzufügen. Statt diese als normale Einträge untereinander anzuzeigen, könnten diese in Form von Symbolen in einer Reihe dargestellt werden. Auch Buttons zum Teilen auf Online-Diensten finden sich in diesem Konzept – beides erinnert optisch sehr stark an Mozillas Android-Browser. Größter Vorteil für den Nutzer dürfte es sein, dass dieser die Kontextmenüs visuell schneller erfassen kann.

Der besonders erwähnenswerte Teil des Konzeptes – und da kommen wir zum Zusammenhang zu “Post-Australis” – ist die Anpassbarkeit. So wird vorgeschlagen, die neuen Möglichkeiten, welche der Tab zum Anpassen der Benutzeroberfläche bringt, auch dafür zu nutzen, dass der Nutzer die Kontextmenüs an die eigenen Bedürfnisse anpassen kann.

April 12, 2014 03:55 AM

April 11, 2014

André Jaenisch

Ist Firefox OS auch vom Heartbleed-Bug betroffen?

HEARTBLEED: ECCO L'ELENCO DEI SITI PER I QUALI E' MEGLIO CAMBIARE PASSWORDFlickr: HEARTBLEED: ECCO L’ELENCO DEI SITI PER I QUALI E’ MEGLIO CAMBIARE PASSWORD von Filippo (CC-BY-NC-SA)

Die letzten Tage ging es rum: Eine Sicherheitslücke wurde in der beliebten OpenSSL-Bibliothek entdeckt und geschlossen. Diese blieb zwei Jahre lang unentdeckt. Stellt sich die Frage, ob Firefox OS-Nutzer jetzt auch betroffen sind. Die Antwort: Nein, sind sie nicht.

Gecko benutzt nämlich die NSS-Bibliotheken zur Umsetzung des TLS-Protokolls (früher bekannt als SSL). Wen’s interessiert: Den Quellcode gibt es auch auf GitHub. Nichtsdestotrotz möchte ich die Empfehlungen des Security-Blogs von Mozilla weitergeben:

  1. Passwort von Mozilla Persona wechseln.
  2. Passwort von Firefox Account (FxA) wechseln.
  3. Passwort generell wechseln, insbesondere bei Mehrfachnutzung.

Auf dass euer Passwort-Safe einen Frühjahrsputz erhalte! ;-)


April 11, 2014 07:56 AM

Sören Hentzschel

Mozilla veröffentlicht Simulator für Firefox OS 1.4 & 1.5

Wer Apps für Firefox OS entwickelt, für den stellt der in Firefox integrierte App Manager mit den dafür verfügbaren Firefox OS Simulator Add-ons eine praktische Sache dar. Mozilla hat nun die Simulatoren für Firefox OS 1.4 (Beta) und Firefox OS 1.5 (2.0, Alpha) veröffentlicht.

Mozilla hat die Simulator Add-ons für den in Firefox integrierten App Manager mit Firefox OS 1.4 (derzeit Beta) respektive Firefox OS 1.5 (derzeit in aktiver Entwicklung) veröffentlicht, wobei Version 1.5 wahrscheinlich zur Version 2.0 werden wird, dessen kommende Optik ich vor kurzem vorgestellt habe.

Nutzer, welche bereits ein Simulator Add-on für Firefox OS installiert haben, erhalten kein automatisches Update auf eine höhere Firefox OS Versionsnummer. Dies hat den ganz einfachen Grund, dass man alle verfügbaren Simulator Add-ons parallel installiert haben und je nach Bedarf zwischen den Versionen wechseln kann. Die Simulator Add-ons für Firefox OS 1.2 bis Firefox OS 1.5 können hier heruntergeladen werden.

April 11, 2014 04:05 AM

April 10, 2014

Sören Hentzschel

Heartbleed: Sicherheitswarnung von Mozilla bzgl. Persona und Firefox Accounts

In den letzten Tagen hat vor allem ein Thema die IT-Medien dominiert: Heartbleed. Auch Mozilla hat eine Sicherheitswarnung bezüglich seiner Dienste Persona und Firefox Accounts veröffentlicht. Zwar gebe es keine Anzeichen dafür, dass Nutzerdaten kompromittiert worden sind, Nutzer sind mit einer Änderung ihres Passwortes aber dennoch nicht schlecht beraten.

Bei Heartbleed handelt es sich um eine kritische Sicherheitslücke in OpenSSL und eines der gravierendsten Sicherheitsprobleme in der Geschichte des Internets, von welcher zahlreiche Webseiten im Web betroffen sind oder zumindest waren. Angreifern ist es aufgrund dieser Sicherheitslücke möglich, bis zu 64 KByte des Hauptspeichers auszulesen, worüber Zugriff auf Serverzertifikate und Passwörter erlangt werden kann. Besonders verheerend wird es, wenn es sich bewahrheitet, dass diese offensichtlich bereits seit zwei Jahren existierende Sicherheitslücke seit mindestens November 2013 aktiv ausgenutzt wird. Spätestens aber seit dem Bekanntwerden der Sicherheitslücke am vergangenen Montag muss davon ausgegangen werden.

Auch Mozilla hat eine Sicherheitswarnung bezüglich seiner Dienste Persona und Firefox Accounts veröffentlicht. Die meisten Server dieser beiden Mozilla-Dienste laufen über die Amazon Web Services (AWS) und deren Elastic Load Balancers (ELB) waren bis zur Schließung der Sicherheitslücke am 8. April anfällig gegen Heartbleed.

Mozilla schreibt in seinem Sicherheitsblog, dass es kein Anzeichen dafür gibt, dass einer der von Mozilla genutzten Server oder Nutzerdaten kompromittiert worden seien, aber da die Heartbleed-Attacke kaum Spuren hinterlässt, kann nicht mit Sicherheit gesagt werden, ob Heartbleed-Angriffe gegen Mozillas Infrastruktur getätigt worden sind oder nicht. Mozilla nehme die Sicherheitslücke aber sehr ernst und arbeite daran, dies schnell festzustellen.

Nachdem Amazon seine ELB-Instanzen aktualisiert hat, um die Schwachstelle zu schließen, hat Mozilla neue TLS-Schlüssel für alle Dienste generiert und alle möglicherweise offengelegte Schlüssel und Zertifikate für ungültig erklärt. Neue Sessions mit Persona oder Firefox Accounts sind damit nicht verwundbar gegenüber Heartbleed. Persona-Nutzer wurden im Rahmen der Sicherheitsmaßnahmen durch Mozilla automatisch abgemeldet und müssen sich erneut einloggen.

Als zusätzliche Sicherheitsmaßnahme empfiehlt Mozilla, die Passwörter für Persona und Firefox Accounts zu ändern. Sowohl für Persona als auch für Firefox Accounts führt eine Änderung des Passwortes dazu, dass man sich auf allen Geräten neu anmelden muss. Die Firefox-Synchronisation findet erst wieder nach einer erneuten Anmeldung statt. Nutzern, welche dasselbe Passwort für mehrere Dienste verwenden, wird nahegelegt, das Passwort auf allen diesen Diensten zu ändern.

April 10, 2014 11:17 PM

André Jaenisch

Bugs und Beiträge

Ich hatte ja vor einiger Zeit schon einmal über Bug-Reporting berichtet. Jetzt gibt’s einige neue Infos dazu.

Flickr: Firefox / Red Panda von Tristan Nitot

Flickr: Firefox / Red Panda von Tristan Nitot (CC-BY-NC-SA), Text von mir. Republiziert unter der selben Lizenz wie das Bild.

Angefangen hat das mit einer Anregung auf der dev-mail-Mailingliste, die Entstehungsgeschichten von Bugs transparenter zu gestalten (Google Groups!). Daraufhin entspann sich eine kleine Diskussion und die Idee, eine kleine Anzahl von Fragen zu beantworten, wurde von einigen Mitgliedern aufgenommen. Ähnliches kenne ich schon von der VIM-Dev Mailingliste (auch Google Groups) beim Ausfüllen von Bugs. Die Idee ist dabei, dass man beleuchtet, was für ein Problem aufgetaucht war, wie dem auf den Grund gegangen wurde und es schließlich gelöst wurde. Diese Informationen lassen sich aus den Commit-Messages, d.h. den Mitteilungen zu einzelnen Code-Beiträgen, oftmals nämlich nicht herauslesen. Chancen stehen gut, dass es nach einer Weile auch in das Mozilla Developer Network (kurz MDN) wandert. Relevant wird das auch beim Backout von Commits, weil diese etwas kaputt gemacht haben. Hier ist es hilfreich zu wissen, warum bestimmte Code-Zeilen so oder anders geändert wurden.

Wie beispielsweise zu Gaia System-Apps. (Nebenbei, es gibt noch einige Gutscheine für eine kostenlose Alpha-Version des Buchs Gaia From Above auf Leanpub).

Wenn wir schon von Bugs sprechen: Es gibt einen URL-Shortener, der in etwa so aussieht: https://bugzil.la/943251 kurz und bündig. Gefällt mir :)

Und wer jetzt voller Erregung seine Sporen mit Bugfixing verdienen will, findet bei Josh Matthews eine Liste einfacher Bugs. Ich gehe davon aus, dass die dynamisch aus Bugzilla generiert wurden.


April 10, 2014 10:33 AM

Sören Hentzschel

Geeksphone Revolution kann über Amazon zum Sonderpreis erworben werden

Das Multi OS-Smartphone Geeksphone Revolution kann seit Februar erworben werden. Nun wird es auch über das Versandhaus Amazon zu einem Sonderpreis zum Verkauf angeboten.

Für 269 Euro plus Versand wird das Geeksphone Revolution seit dem Verkaufsstart im Februar über den Onlineshop von Geeksphone vertrieben. Dabei handelt es sich sogar noch um einen Einführungspreis, die offizielle UVP beträgt nämlich gar 289 Euro. Nun bietet Geeksphone sein Multi OS-Smartphone mit Android und Firefox OS auch über Amazon an – und das bis zum 15. April zu einem Preis von nur 239 Euro. Wie beim Erwerb über den offiziellen Geeksphone-Shop kommen auch über Amazon noch Versandkosten dazu und zwar in Höhe von 18 Euro.

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Die größte Besonderheit des Geeksphone Revolution ist, dass dieses offiziell sowohl Android als auch Firefox OS unterstützt. Ausgeliefert wird es mit Android 4.2.2, ohne große Umstände kann auf Firefox OS 1.3 gewechselt werden. Umgekehrt funktioniert dies natürlich auch jederzeit. Allerdings kann immer nur ein System gleichzeitig installiert sein und der Wechsel des Betriebssystems ist natürlich gleichbedeutend mit dem Verlust der Daten, welche zuvor entsprechend gesichert werden sollten. Das Geeksphone Revolution ist nicht nur das erste Smartphone mit Firefox OS 1.3, es ist auch das von den Spezifikationen her beste Gerät mit Firefox OS auf dem Markt.

Im Geeksphone Revolution arbeitet der Intel Atom Dual Core Prozessor Z2560 mit 1.6 GHz Taktfrequenz. Damit handelt es sich um das erste Firefox OS-Smartphone mit x86-Befehlssatz, alle anderen bislang auf dem Markt erhältlichen Geräte mit Firefox OS besitzen eine ARM-CPU. Arbeitsspeicher sind 1 GB LPDDR2 RAM verbaut, interner Speicher sind es 4 GB EMMC. Dieser kann um bis zu 32 GB per MicroSD-Speicherkarte erweitert werden. Das IPS Multitouch LCD-Display hat eine Größe von 4.7 Zoll und bietet qHD-Auflösung. Die Kamera kann Videos bei einer Framerate von 30 fps mit 1080p-Auflösung aufnehmen, die Hauptkamera löst mit acht Megapixeln auf, die Frontkamera mit 1.3 Megapixeln. Außerdem besitzt die Hauptkamera einen LED-Blitz. Die Kapazität des Lithium-Polymer-Akkus beträgt 2.000 mAh. Der Akku wird austauschbar sein, Geeksphone wird Akkus als Zubehör verkaufen.

Das Smartphone besitzt einen 3.5φ Audio Jack- sowie einen MicroUSB-Anschluss, es gibt einen Beschleunigungs-, Licht- und Näherungssensor sowie einen Kompass und AGPS, es werden die WLAN-Standards 802.11 b/g/n unterstützt, außerdem Bluetooth 3.0.

Unterstützt werden die Frequenzen HSPA / WCDMA: 850 / 900 / 1900 / 2100 MHz und GSM / GPRS / EDGE: 850 / 900 / 1800 / 1900 MHz. Die HSDPA-Geschwindigkeit beträgt bis zu 21 Mbps, in die Gegenrichtung (HSUPA) geht es mit bis zu 5,76 Mbps. Das Gerät besitzt die GPRS- / EDGE-Klasse 12. Die Abmessungen des Gerätes betragen 135 x 68.4 x 9.8 mm, als Simkarten-Format kommt Mini-SIM (2FF) zum Einsatz (via).

*) Partner-Link

April 10, 2014 12:01 AM

April 09, 2014

Thomas Schwecherl

DocSprint in Berlin

Beim letzten Treffen der deutschsprachigen Mozilla-Gemeinde in Berlin Anfang Februar hatte die Lokalisierungsgruppe die Idee, kurzfristig einen DocSprint zu veranstalten.

Der DocSprint sollte kurz vor Veröffentlichung von Firefox 29 stattfinden, um rechtzeitig wichtige Hilfe-Artikel für diese Version zu übersetzen oder zu aktualisieren. Neben SUMO sollte diese 2-tägige Veranstaltung auch die Themengebiete „Übersetzung für MDN beginnen“, „offene Bugs zur deutschsprachigen Lokalisierung abarbeiten“ und „eine Einführung in die Übersetzungsarbeit für Firefox“ selbst umfassen.

Diese Veranstaltung haben wir tatsächlich letztes Wochenende in Berlin abgehalten. Wir waren knapp ein Dutzend Personen und haben uns im Berliner Mozilla-Büro getroffen.

Hier ein paar Impressionen von Hagen auf Flickr sowie das Gruppenfoto von Jan (das wird leider erst spät am Sonntag aufgenommen haben, weshalb Leute von Samstag wie Frankie fehlen).

Das Wochenende war sehr produktiv ausgefüllt und wir haben viel Arbeit gemeinsam geschafft, für die Einzelne eine Menge Abende hätten aufwenden müssen. Nebenher haben einige Leute das erste Mal Einblick in die Übersetzungsarbeit bei SUMO, MDN und der Produktübersetzung erhalten. Außerdem wurden erste Audioaufnahmen für die Entwicklerdokumentation auf MDN aufgenommen.

Die Arbeitsdokumente zum DocSprint sind im Mozilla-Etherpad zu finden: mzl.la/1hqRC1n. Am Ende dieses Dokuments sind die Ergebnisse des Wochenendes aufgelistet.

In dem Sinn wurden die Ziele erreicht, die wir uns gesetzt hatten. Nur die Beteiligung von neuen Leuten war nicht so groß wie erhofft. Trotz dass der DocSprint in Berlin abgehalten wurde, wo potenziell viele Freiwillige verfügbar wären, kam kein neuer Berliner. Zugegeben, die Veranstaltung wurde kurzfristig geplant und nur auf Meetup und im Mozilla-Universum selbst. Am Rühren der Werbetrommel müssen wir noch arbeiten.

Ich werde versuchen, zusammen mit den Mozilla Reps eine ähnliche Veranstaltung im Herbst in München zu organisieren. Einige bereits aktive Neue kommen eher aus dem süddeutschen Raum. Vielleicht sehen wir dann ein paar neue Gesichter aus dieser Gegend.

Wir beißen nicht und nehmen jeden auf, egal welche Tätigkeit er oder sie machen möchte. Es gibt viele verschiedene Betätigungsfelder, vom Korrekturlesen bis zum Firefox-Übersetzer mit Schreibrechten auf den Mozilla-Servern. Und neben dem Übersetzen gibt es ja auch noch unzählige Mitarbeitsmöglichkeiten. Davon abgesehen ist so ein Treffen ja nicht nur für die „Arbeit“ da, sondern auch zum Kennenlernen von anderen Mozillianern und des gesamten Projekts. Oder einfach zum Hallo-Sagen.

Ich danke allen sehr herzlich, die mitgemacht haben, besonders für den Organisator Michael, den MDN-Guru Florian und Kadir, der sich trotz anderweitiger Beschäftigung immer noch mit Firefox-Übersetzungen auskennt. ;-)

Es war der erste und sicher nicht der letzte DocSprint dieser Art im deutschsprachigen Raum.

Wenn es Wünsche zum nächsten Ort oder Schwerpunktthema für so was gibt, lasst es mich wissen.

April 09, 2014 08:50 PM

April 08, 2014

Sören Hentzschel

Mozilla startet Verzeichnis für Firefox SocialAPI-Erweiterungen

Mit der SocialAPI bietet Mozilla eine Sammlung praktischer Möglichkeiten für Drittanbieter, Firefox um Features wie beispielsweise Nachrichten-Feeds, Sharing oder Benachrichtigungen zu erweitern. Mozilla hat nun ein Online-Verzeichnis mit einer Übersicht bestehender SocialAPI-Erweiterungen gestartet, über welches diese auch aktiviert werden können.

SocialAPI-Erweiterungen werden anders als klassische Erweiterungen nicht in Form einer XPI-Datei installiert, aus diesem Grund findet man auch keine SocialAPI-Erweiterungen auf Mozillas Add-on-Webseite. Bislang haben Anbieter solcher Erweiterungen die Aktivierung immer über eine eigene Webseite angeboten. Für Nutzer macht es das schwierig, neue SocialAPI-Erweiterungen zu entdecken. Abhilfe kann hier das neue Mozilla-Verzeichnis für SocialAPI-Erweiterungen schaffen.

Aktuell finden sich dort SocialAPI-Erweiterungen von acht Anbietern: Facebook (Facebook hat die SocialAPI-Erweiterung Messenger für Firefox eingestellt, bietet aber weiterhin eine SocialAPI-Erweiterung für das Teilen von Webseiten an), Pocket, Delicious, Saavn, Sphere, Cliqz, Mixi und Weibo. Weitere sind im Kommen.

April 08, 2014 10:28 PM

April 07, 2014

Sören Hentzschel

Firefox OS: ZTE Open C kann vorbestellt werden

Im Februar hat ZTE im Rahmen des Mobile World Congress (MWC 2014) das ZTE Open C vorgestellt. Das Smartphone mit Mozillas Betriebssystem Firefox OS kann nun vorbestellt werden.

ZTE hat den Vorverkauf des Smartphones ZTE Open C gestartet. Über den britischen eBay-Shop von ZTE kann das Smartphone mit Firefox OS ab sofort zu einem Preis von £69.99 inklusive Versand vorbestellt werden. Als voraussichtlicher Liefertermin wird der 2. Mai genannt.

Beim ZTE Open C handelt es sich um ein Smartphone mit 4 Zoll Bildschirmdiagonale und WVGA-Auflösung (480 × 800 Pixel). Als Prozessor kommt eine Qualcomm Snapdragon 200 Dual Core CPU (Modell 8610) mit 1.2 GHz Taktfrequenz und Adreno 302 GPU zum Einsatz. Das Gerät besitzt 512 MB RAM, 4 GB internen Speicher und kann via MicroSD-Karte um bis zu 32 weitere GB Speicherkapazität erweitert werden. Die Auflösung der Kamera beträgt 2 Megapixel, die Kapazität des Akkus 1.400 mAh. Firefox OS ist in Version 1.3 installiert. Das Gerät wird über den eBay-Shop in der Farbe Schwarz verkauft.

Spar-Tipp: Wer auf der Suche nach einem günstigerem Gerät ist, erhält auch das leistungsschwächere Vorgängermodell ZTE Open über den eBay-Shop von ZTE.

(Danke an den Leser tuxor für den Hinweis)

April 07, 2014 01:32 AM

April 06, 2014

Sören Hentzschel

Das falsche Spiel von OkCupid um Medien-Aufmerksamkeit

Am 24. März hatte Mozilla JavaScript-Erfinder und Mozilla-Gründer Brendan Eich zum neuen CEO der Corporation ernannt. Aufgrund des öffentlichen Drucks war Eich bereits wenige Tage später wieder zurückgetreten. Einen nicht unwesentlichen Anteil an den Ereignissen hatte OkCupid – welche Eichs Spende von vor vielen Jahren benutzt haben, um selbst Aufmerksamkeit in den Medien zu erhalten.

Im Jahr 2008 hatte Brendan 1.000 Dollar zur Unterstützung von Proposition 8 (Prop 8) gespendet, einem Antrag auf Änderung der kalifornischen Verfassung um Ehen unter Gleichgeschlechtlichen zu verbieten. Damit hat Eich eine Einstellung vertreten, wie sie 52 Prozent seiner wahlberechtigten kalifornischen Mitbürger zu diesem Zeitpunkt (bei knapp 80 Prozent Wahlbeteiligung) vertreten haben. Diese Spende von vor sechs Jahren hat schließlich zu einer so heftigen öffentlichen Debatte geführt, dass sich Eich wenige Tage später gezwungen sah zurückzutreten, um weiteren Schaden von Mozilla abzuwenden.

Den Medien war es durch ihre sehr einseitige Berichterstattung gelungen so viele Missverständnisse zu schaffen und damit immer weiteres Öl ins Feuer zu gießen, dass ein riesiger Druck auf Brendan Eich und damit auch auf Mozilla aufgebaut worden war. So war vom Rücktritt dreier Verwaltungsratsmitglieder die Rede, wobei der Eindruck vermittelt worden war, als hätte dies in Zusammenhang mit Eichs damaliger Spende gestanden. Dabei standen der Abschied von Gary Kovacs und Ellen Siminoff bereits längst mit dem Zeitpunkt der Findung eines neuen CEO fest, John Lilly hatte den Verwaltungsrat zwar aufgrund von Zweifeln an Eichs Führungsqualitäten verlassen, nicht aber aufgrund besagter Spende und bereits bevor dies ein erneutes Thema in den Medien war – erneut, weil das Thema eigentlich schon im Jahr 2011 Thema in den Medien war. Auch hatten sich die Medien auf Tweets von Mozilla-Mitarbeitern gestürzt, welche um den Rücktritt Eichs gebeten hatten – weniger als zehn Mitarbeiter von insgesamt knapp 1.000 Mitarbeitern, welche Eich zudem nicht einmal persönlich kannten und für die Mozilla Foundation arbeiten, während Eich CEO der Mozilla Corporation sein sollte.

Viel Öl ins Feuer gegossen und damit Anteil an der ganzen Sache hatte dabei OkCupid. Mit den Worten Mozilla’s new CEO, Brendan Eich, is an opponent of equal rights for gay couples. We would therefore prefer that our users not use Mozilla software to access OkCupid hatte man Firefox-Nutzer nur aufgrund der Tatsache ausgeschlossen, dass Eich vor sechs Jahren diese Spende getätigt hatte und zum neuen CEO von Mozilla ernannt worden war. Eine Maßnahme, welche OkCupid sehr viel Medien-Aufmerksamkeit gebracht hat. Grundsätzlich stehen natürlich jeder Webseite aus beliebigen Gründen beliebige Maßnahmen zu, nur lohnt es sich in diesem Fall einen genaueren Blick darauf zu werfen.

Nochmal zusammengefasst: OkCupid boykottiert Firefox-Nutzer und schadet dem Ruf von Mozilla, weil der neu ernannte Mozilla-Chef die homosexuelle Ehe ablehnt. OkCupid, gegründet von Sam Yagan. Eben jenem Sam Yagan, der 2004 mit 500 Dollar einen ebenfalls nicht ganz kleinen Betrag zur Unterstützung von Chris Cannon gespendet hatte. Chris Cannon, welcher von der Human Rights Campaign eine 0%-Bewertung bezüglich der Unterstützung für Rechte der Homosexuellen erhalten hatte. Chris Cannon, welcher mit Nein zum Schutz vor Job-Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung abgestimmt hatte. Chris Cannon, welcher für den Verbot der Adoption für Homosexuelle abgestimmt hatte. Chris Cannon, welcher ganz genauso ausschließlich die Ehe zwischen Mann und Frau unterstützt.  Chris Cannon, der – auch wenn es jetzt ein anderes Thema ist – für alle denkbaren Einschränkungen bezüglich Abtreibung gestimmt hat.

Fassen wir also zusammen: Unterstützt der Gründer von OkCupid so jemanden finanziell, dann ist das also in Ordnung und kein Grund OkCupid zu boykottieren. Unterstützt hingegen der Gründer von Mozilla Proposition 8, wo es “nur” um die homosexuelle Ehe geht, dann ist das nach Ansicht von OkCpuid ein Grund um Mozilla zu boykottieren. An dieser Stelle braucht man nur noch 1 und 1 zusammenzuzählen um zu erkennen, was wirklich hinter dem Boykott von OkCupid steckte: eine intrigante Kampagne um Aufmerksamkeit in den Medien zu erhalten. OkCupid hatte in den letzten Tagen mit Sicherheit einen sehr starken Anstieg der Besucherzahlen. Davon ist auszugehen.

April 06, 2014 08:33 PM

Design-Vorschau auf Firefox OS 2.0

Während sich derzeit Firefox OS 1.4 mit Neuerungen wie Dual-SIM-Unterstützung, LTE und neuen Kamera-Features in Entwicklung befindet, arbeitet Mozilla auch schon an der Nachfolgeversion, welche die Versionsnummer 2.0 tragen wird. Ich gebe eine Vorschau auf das Design von Firefox OS 2.0.

Vor wenigen Tagen habe ich über die neuen Kamera-Features von Firefox OS 1.4 berichtet. Heute gebe ich einen Ausblick auf das Design der Version nach Firefox OS 1.4, nämlich von Firefox OS 2.0.

April 06, 2014 01:20 PM

April 04, 2014

André Jaenisch

Apps vorgestellt: File Manager

Der letzte Dateimanager in der Übersicht vom Firefox OS Guide und damit das Ende dieser Reviewreihe. Im übrigen die App in dem Segment mit den meisten Bewertungen.

Name: File Manager
Entwickler:
Jhon Klever
Version: beta-1.0
Kategorie: Werkzeuge
Größe: 769,4 KB
Sprache: Englisch
Letzte Rezension: 04. April 2014
Bewertungen: 4 von 5 Sternen (114 Bewertungen)
Berechtigungen: Zugriff auf SD-Karte
Lizenz: GPL v3
Quellcode: GitHub: elfoxero/file-manager
Preis: kostenlos (Freeware)
Art der App: Packaged App
Offline-App: Ja

Was funktioniert

Wo soll ich da anfangen?

Bildschirmphoto: File Manager

Screenshot vom File Manager

Alles.

Es macht richtig Spaß!

Visuelles Feedback auf Benutzereingaben, die Möglichkeiten, Dateien auf der SD-Card zu verwalten, kopieren, verschieben, löschen, teilen und Dateien und Ordner umzubenennen. Was will man mehr? PDFs sollen sich auch direkt betrachten lassen, Multimedia-Dateien abspielen und einfache Texte erstellen. Ein wahres Bonmot!

Was nicht funktioniert

Eine Fixierung auf eine Orientierung. Es macht keinen Sinn, Landscape zuzulassen. Ich muss noch mehr mit der App rumspielen, um weitere Probleme zu finden.

Was ich mir wünschen würde

Lokalisierung. Aber das sollte schnell erledigt sein.


April 04, 2014 02:51 PM

Apps vorgestellt: SL-Filemanager

Entschuldigung. Gestern habe ich es nicht geschafft, den nächsten Beitrag zu Dateimanager unter Firefox OS zu verfassen. Schaut doch in die Übersicht vom Firefox OS Guide nach, um einen groben Überblick zu erhalten. Oder aber lest weiter ;-)

Name: Firefox Marketplace: SL-Filemanager
Entwickler:
Version: 1.0
Kategorie: Werkzeuge
Größe: 2,25 MB
Sprache: Englisch, Spanisch, Portugiesisch, Deutsch, Holländisch
Letzte Rezension: 04. April 2014
Bewertungen: 2 von 5 Sternen (5 Bewertungen)
Berechtigungen: Zugriff auf SD-Karte
Lizenz: Apache v2
Quellcode: GitHub: janthiemen/SL-Filemanager
Preis: kostenlos (Freeware)
Art der App: Packaged App
Offline-App: Ja

Was funktioniert

Wo soll ich da anfangen?

Bildschirmphoto: SL-Filemanager

Screenshot vom SL-Filemanager

Wenn die App erst einmal manuell gestartet wurde (siehe unten), kann man sich Details einholen. Ordner lassen sich erstellen und löschen.

Was nicht funktioniert

Der Start. Kein Witz. Das Manifest ist aber nicht kaputt, aber index.html wird nicht automatisch geladen. Ein Klick darauf  führt zur App.

Detailansicht eines Ordners

Detailansicht eines Ordners

Diese ist ausgesprochen fett. Ich mein > 2 MB. Da muss etwas schief gelaufen sein.

Das Spielchen mit der Ladezeit kennt ihr ja. Laut eigenen Angaben ist die App in mehreren Sprachen verfügbar. Kann ich aber nur eingeschränkt bestätigen. Teilweise fehlen Übersetzungen.

Es lässt sich nicht in Ordner wechseln (!) und Dateien werden keine angezeigt. Die Detailansicht ist unvollständig. Die Ordnergröße wird nicht oder falsch berechnet.

Ich habe sogar die Vermutung, dass Directory Traversal Attacks möglich sein könnten … zumindest wird der Verzeichnisbaum nicht korrekt durchlaufen …

Was ich mir wünschen würde

Generalüberholung.

Ich hab Kontakt mit dem Entwickler über das Formular auf der Projektseite aufgenommen und ihn um einen Verweis auf den Quellcode gebeten. Wenn es etwas Neues gibt, aktualsiere ich diesen Beitrag.


April 04, 2014 02:28 PM

April 03, 2014

Sören Hentzschel

Brendan Eich tritt als CEO von Mozilla zurück (plus Kommentar)

Die Ernennung von Brendan Eich zum CEO von Mozilla war in den letzten Tagen ein großes Thema in den Medien. Nun ist Eich von seiner Rolle als CEO nach nicht einmal zwei Wochen wieder zurückgetreten.

Am 24. März wurde JavaScript-Erfinder und Mozilla-Gründer Brendan Eich zum neuen CEO von Mozilla ernannt. Dies hat heftige Debatten ausgelöst aufgrund der Tatsache, dass Eich im Jahr 2008 1.000 Dollar zur Unterstützung von Proposition 8 (Prop 8) gespendet hatte, einem Antrag auf Änderung der kalifornischen Verfassung um Ehen unter Gleichgeschlechtlichen zu verbieten.

Eich hat die Konsequenzen aus dieser öffentlichen Diskussion gezogen und seinen Rücktritt als CEO bekannt gegeben und dass er Mozilla verlassen wird. In einem offiziellen Blog-Eintrag bringt Mozilla Verständnis für die Kritiker der Ernennung zum CEO auf: Man wisse, wieso Menschen verärgert seien und sie hätten Recht: es sei, weil sich Mozilla selbst nicht treu geblieben sei und nicht agiert hätte, wie man es von Mozilla erwartete, dafür entschuldigte man sich. Eich habe schließlich entschieden von seiner Rolle als CEO zurückzutreten, für Mozilla und für die Community.

Mozilla stellt klar, dass man sowohl an Gleichberechtigung als auch an die Redefreiheit glaube, auch wenn es manchmal schwierig sein kann, für beides gleichzeitig zu stehen. Wie bereits mehrfach in den vergangenen zwei Wochen betont man, dass bei Mozilla jeder willkommen sei, ungeachtet seines Alters, Kultur, ethnischer Zugehörigkeit, Geschlecht, sexueller Orientierung, geographischer Herkunft sowie religiösen Ansichten; Mozilla unterstütze Gleichberechtigung für alle. In diesem Sinne habe Mozilla Angestellte mit einer sehr großen Vielfalt an unterschiedlichen Ansichten. Die letzten Ereignisse hätten aber deutlich gezeigt, wieso man das Web benötige: damit sich alle ungehindert an solchen Konversationen beteiligen können, welche notwendig seien, um die Welt besser zu machen. Man werde seinen Fokus nun wieder darauf legen, das (offene) Web zu schützen und das in einer Weise, welches die Anhänger von Mozilla stolz macht, Mozilla zu unterstützen.

Wie es mit der Mozilla-Leitung weitergeht, wird aktuell noch diskutiert. Mozilla erklärt, dass man offen bezüglich der Entscheidung über die Zukunft der Organisation sein möchte und verspricht weitere Informationen für die nächste Woche.

Kommentar

Dieser Protest erschien bei genauerer Betrachtung ziemlich eigenartig, war diese Spende doch schon lange bekannt und bereits vor zwei Jahren in den Medien, und Eich hatte bereits vor seiner Ernennung zum CEO eine der höchsten Positionen innerhalb Mozillas. Unterstützt wurde dieser Protest gewiss durch eine sehr einseitige Berichterstattung in den Medien: Beinahe überall war zu lesen, dass einige Mozilla-Mitarbeiter den Rücktritt Eichs forderten, wobei aber unterschlagen wurde, dass die in diesem Zusammenhang häufig zitierte Quelle selbst ausdrücklich klargestellt hatte, dass es sich dabei um eine Bitte und keinesfalls um eine Forderung handele. Unterschlagen wurde genauso, dass die meisten Mozilla-Mitarbeiter, welche sich öffentlich zu dem Thema äußerten, sich zwar ganz genauso von Eichs persönlicher Einstellung von vor sechs Jahren (seine aktuelle Einstellung dazu ist unbekannt) deutlich distanzierten, aber die Ernennung Eichs als CEO dennoch für die richtige Entscheidung hielten, was man allerdings nur sehen konnte, wenn man sich wirklich mit dem Thema befasste und die Blogs möglichst vieler Mozilla-Mitarbeiter im Auge behielt statt sich die zwei, drei besten Artikel herauszupicken, welche gerade am besten zu dem passen, was man schreiben möchte. Profi-Tipp für Redaktionen: Twitter ist hierfür ein sehr hilfreiches Werkzeug, ich habe auf diese Weise Artikel von mehr als 30 Leuten zu diesem Thema gelesen, die mit Mozilla in Verbindung stehen, und daraus hat sich ein vollkommen anderes Bild ergeben als das, welches durch die Medien suggeriert wurde.

Die Krone wurde der medialen Berichterstattung dann aufgesetzt als es hieß, dass die Homophobie-Vorwürfe gegen Eich zum Rücktritt dreier Verwaltungsratsmitglieder von Mozilla geführt hätte, was allerdings nicht den Tatsachen entspricht. Tatsache ist, dass wirklich drei Verwaltungsratsmitglieder zurückgetreten sind, allerdings aus unterschiedlichen Gründen, wie Mozilla kommunizierte. Dabei stand der eine Rücktritt bereits seit Januar fest und von der anderen Person war von Anfang an klar, dass die Teilnahme am Verwaltungsrat dann enden wird, wenn ein neuer CEO gefunden ist, ganz egal, wer dieser CEO sein wird. Dass John Lilly bereits eine Woche vor Bekanntgabe des neuen CEO und dem Beginn dieser Diskussion zurückgetreten war, hätte sich unter Verwendung von Google sogar in maximal einer halben Minute herausfinden lassen. Auch wurde in den Medien darüber berichtet, wie die Webseite OKCupid aufgrund dieser Ernennung alle Firefox-Nutzer ausgeschlossen hatte, aber mit keiner Silbe erwähnt, dass OKCupid seine SSL-Zertifikate von GoDaddy signieren ließ, welche mit sexistischer und frauenfeindlicher Werbung in Verbindung gebracht werden, wo man sich fragen muss, ob man hier nicht von einer Doppelmoral sprechen muss.

Dass über 52 Prozent des Staates Kalifornien bei immerhin knapp 80 Prozent Wahlbeteiligung zum Zeitpunkt der Spende dieselbe Ansicht wie Eich vertraten, hat in der Diskussion in der Regel ebenso wenig eine Rolle gespielt wie die Tatsache, dass sich sogar die christliche Bibel sehr eindeutig zu diesem Thema äußert, womit man in Ländern, in welchen angeblich Religionsfreiheit herrscht, den Menschen auch ihre Einstellung zu diesem Thema lassen muss, da man sich ansonsten selbst intolerant und kein bisschen besser zeigt.

Auch wenn ich Eichs durch seine Spende gezeigte persönliche Einstellung in keinster Weise unterstützen kann, so hielt ich Eich wie viele bei Mozilla für die richtige Besetzung des CEO-Postens. Denn fachlich sehe ich Eich als eine Idealbesetzung für die Rolle des CEO und auch wenn ich Eichs persönliche Einstellung nicht teilen kann, so akzeptiere ich zumindest, dass alle Menschen unter Einflüssen aufwachsen, als da beispielsweise geographische Gegebenheiten, Religion, Bildung, Erziehung oder das persönliche Umfeld wären, was eine sehr große Rolle in Bezug darauf spielt, wie man zu eigenen Meinungen kommt. Für die meisten Leser dieses Blogs ist es wie für mich selbstverständlich, dass auch homosexuelle Partner in keinster Weise benachteiligt werden und genauso heiraten dürfen sollten. Nur haben auch wir unsere Sichtweise irgendwie erst erlangen müssen, das wird einem nicht in die Wiege gelegt, und unter anderen Umständen könnten wir ganz anders über dieses Thema denken. Ich glaube sogar, dass die meisten Menschen irgendwelche Ansichten vertreten, zu welchen andere sehr genaue Vorstellungen von Richtig und Falsch haben. Man könnte sicherlich auch Debatten über die persönliche Einstellung zu Kriegen zur vermeintlichen “Sicherung der Demokratie” führen oder zur Abtreibung: Ist ein CEO für eine Firma tragbar, welcher für Abtreibungen ist? Ist ein CEO für eine Firma tragbar, welcher gegen Abtreibungen ist?

In den 15 Jahren, in denen Eich bereits für Mozilla tätig ist, wurde nie irgendein homosexueller Mitarbeiter von Mozilla in irgendeiner Weise benachteiligt oder anders behandelt, wie von homosexuellen Mitarbeitern selbst bestätigt worden ist. Insofern finde ich es schade, dass eine eigentlich gute Besetzung für den Posten nun rückgängig gemacht worden ist und am Ende ein PR-Desaster übrig bleibt, ohne dass ein sichtbarer Vorteil für Mozilla entstanden ist, denn die Rolle des CEOs ist wie vorher auch unbesetzt. Ein Sieg für die Gleichberechtigung ist dieser Rücktritt in jedem Fall nicht, sondern höchstens ein alarmierendes Signal: es bedarf nur eines Internet-Shitstorms, um einen fähigen CEO zum Rücktritt zu zwingen. Und nicht nur das, Eich hat Mozilla verlassen und damit eine der kompetentesten Personen des Webs als Mitarbeiter verloren. Zumindest der Zusammenhalt konnte hoffentlich ein wenig gestärkt werden: So haben heute einige wichtige Mozilla-Mitarbeiter und -Unterstützer damit begonnen, ihre Twitter-Avatare als Resultat dieser öffentlichen Konversation quasi zu einem Liebesbekenntnis für Mozilla zu machen und außerdem den Hashtag #standwithmozilla eingeführt, unter welchem derzeit teilweise im Sekundentakt neue Tweets eintreffen. Auch die Electronic Frontier Foundation (EFF), welche sich für die Rechte in der digitalen Welt engagiert, hat sich heute unterstützend für Mozilla geäußert, da Mozilla eine wichtige Rolle für ein offenes Internet spielt.

Update 6. April 2014: Das falsche Spiel von OkCupid um Medien-Aufmerksamkeit

April 03, 2014 10:18 PM

April 02, 2014

André Jaenisch

Apps vorgestellt: Alpha Explorer

Weiter geht’s. Dieses Mal ist der Alpha Explorer dran. Mehr Dateimanager findet ihr in der Übersicht im Firefox OS Guide.

Name: Alpha Explorer
Entwickler: jjazcarate
Version: beta-0.1.7.1
Kategorie: Werkzeuge
Größe: 846,89 KB
Sprache: Spanisch
Letzte Rezension: 02. April 2014
Bewertungen: 4 von 5 Sternen (18 Bewertungen)
Berechtigungen: Zugriff auf SD-Karte
Lizenz: proprietär (?)
Quellcode: nicht-öffentlich (?)
Preis: kostenlos (Freeware)
Art der App: Packaged App
Offline-App: Ja

Was funktioniert

Wie üblich lassen sich versteckte Dateien anzeigen. Hier auch wieder mit Dateigröße und -format.

Bildschirmphoto: Alpha Explorer

Screenshot vom Alpha Explorer

Daneben wird aber auch das Datum der letzten Veränderung angezeigt. Und es gibt ein Menü! Auf Spanisch … Die Icons und berührungsempfindliche Flächen sind unterschiedlich groß. Das sorgt für ein uneinheitliches Design. Macht aber insofern Sinn, als dass Dateien eher geöffnet werden wollen als Ordner, finde ich.

Hier eine Liste mit Übersetzungen, für alle, die des Spanischen nicht mächtig sind:

  • Abrir = Öffnen
  • Abrir desde Alpha Ex View = Mit Alpha Ex View anzeigen
  • App del Sistema = System-Anwendung
  • Atras = Zurück
  • Borrar = Löschen
  • Compartir = Teilen
  • Nuevo = Neu
  • Refrescar = Aktualisieren
  • Salir = beenden

Das Design stimmt nicht zu dem typischen Mozilla-Look – aber es passt zur Firma Alphasystems GmbH!

Was nicht funktioniert

Ladezeit …
Die Sprache kann auch eine Hürde darstellen.

Was ich mir wünschen würde

Eine übersetzte Oberfläche. Ich hab bereits mit dem Entwickler Kontakt aufgenommen und werde diesen Beitrag entsprechen überarbeiten.


April 02, 2014 07:48 PM

April 01, 2014

André Jaenisch

Apps vorgestellt: SD Explorer

Nachdem ich also gestern den Explorer von Sebastian Rajo vorstellte, geht es heute um den SD Explorer von Iván López. Eine Übersicht über Dateimanager findet ihr im Firefox OS Guide.

Name: SD Explorer
Entwickler: Iván López Santiago
Version: 1.0.4
Kategorie: Werkzeuge
Größe: 294,51 KB
Sprache: Englisch
Letzte Rezension: 01. April 2014
Bewertungen: 4 von 5 Sternen (27 Bewertungen)
Berechtigungen: Zugriff auf SD-Karte
Lizenz: GPL v2
Quellcode: GitHub-Repo
Preis: kostenlos (Freeware)
Art der App: Packaged App
Offline-App: Ja

Was funktioniert

Wie bereits beim Explorer lassen sich versteckte Dateien (sogenannte Dotfiles, weil sie mit einem Punkt anfangen und daher auf GNU/Linux-System im Allgemeinen ausgeblendet werden) anzeigen.

Bildschirmphoto: SD Explorer

Screenshot vom SD Explorer

Neben dem Dateinamen sehe ich das Format anhand der Endung und die Größe. Ein Klick auf eine Datei ruft eine Abfrage auf, was man machen möchte. Zur Wahl stehen Öffnen, Löschen und Teilen. Beim Öffnen wird eine WebActivity ausgelöst und die weitere Verarbeitung an darauf spezialisierte Apps abgegeben.

Was mir angenehm auffiel sind die größeren Einträge. Man erkennt zwar auch anhand der Icons, dass es entweder eine Datei oder ein Ordner ist, aber die Sachen lassen sich leichter auswählen. Zudem gibt es visuelles Feedback dazu!

Was nicht funktioniert

Die Ladezeit ist vergleichbar mit der des Explorers, sprich grottig. Beim Starten müsst ihr euch gut eine Minute Zeit nehmen, bis die Oberfläche überhaupt etwas darstellt. Es gibt keine Möglichkeiten, Dateien zu verschieben oder zu löschen. Während des Ladens ist es nicht möglich, beispielsweise den Ordner zu wechseln.

Was ich mir wünschen würde

Auch hier wünsche ich mir ein schnelleres Feedback beim Laden. Die Icons könnten auch ruhig etwas schärfer sein.


April 01, 2014 03:33 PM

Das Quartal Q1/2014

Ich möchte an dieser Stelle kurz einmal einige Statistiken bezüglich des Besucheraufkommens dieses Blogs veröffentlichen.

Dabei beziehe ich mich auf den Zeitraum vom 1.1.2014 bis 31.3.2014.

In dieser Zeit wurde das Blog 608 Mal aufgerufen, was durchschnittlich etwa 7 Aufrufe täglich bedeutet.

Herausragendster Woche war dabei die vom 13. Januar mit 93 Aufrufen bei 35 Besuchern.

Neben Besuchern aus der Deutschland und Österreich kamen auch Menschen aus Venezuela und Brasilien hierher. Insgesamt zähle ich 26 Staaten :)

Beliebteste Seite ist meine Apps vorgestellt-Zusammenfassung (63 Aufrufe), wenn man von den Archivseiten (209 Aufrufe) einmal absieht. Insbesondere der PDF-Viewer und die Vorstellung des Alcatel OneTouch Fire (beide 41 Aufrufe) haben es euch angetan.

Die meisten Besucher fanden mich über eine Google Suche, gefolgt von Verweisen aus Twitter.


April 01, 2014 03:01 PM

Sören Hentzschel

Mozilla startet Bugtracker für das Web

Ein Nutzer sollte das Web in allen Browsern auf allen Geräten nutzen können. Mit dieser Aussage leitet Mozilla die Webseite zur Initiative webcompat.com ein. Hier können Fehler gemeldet werden, egal ob es sich um einen Fehler in einem beliebigen Browser (nicht nur Firefox) oder auf einer Webseite handelt.

Mozilla hat die Initiative webcompat.com gestartet, um Kompatibilitätsprobleme beliebiger Browser sowie Webseiten aus der Welt zu schaffen. Das übergeordnete Ziel ist ein Web, in welchem Nutzer jeden Browser auf jedem Gerät ohne Probleme nutzen können. Das Projekt steht noch am Anfang, so ist die Seite zum Melden von Fehlern noch ausdrücklich als frühe Vorschau gekennzeichnet.

Fehler können über dev.webcompat.com gemeldet werden. Benötigt wird hierzu ein GitHub-Account, da die Fehler über die Webseite direkt im Issues-Tracker auf GitHub landen. Dabei wird nach der URL der Webseite gefragt, ob es die eigene Webseite ist, ob es scheint, dass es sich dabei um einen Browser-Bug oder einen Webseiten-Bug handelt oder ob man das nicht weiß, eine Kurzbeschreibung des Problems (fünf Wörter), Schritte zum Reproduzieren sowie nach dem Browser und der verwendeten Version des Browsers.

Auf planet.webcompat.com gibt es außerdem einen Aggregator mit relevanten Themen für Webseitenbetreiber, teilweise aus Blogs, teilweise aus den Mozilla dev-platform- sowie Google blink-dev-Mailinglisten.

April 01, 2014 01:53 AM

March 29, 2014

Sören Hentzschel

Firefox 31: Neues Design für Einstellungen im Tab

Die optische Modernisierung von Mozillas Browser hört mit Firefox 29 und dem Australis-Design nicht auf: Die Einstellungen im Tab, auch wenn es sich dabei um eine standardmäßig noch deaktivierte Oberfläche handelt, erstrahlt ab Firefox 31 in ganz neuer Optik.

Seit knapp zwei Jahren, nämlich seit Version 15, hat Firefox eine alternative Oberfläche für die Einstellungen. Wird diese aktiviert, öffnet sich anstelle eines Dialogs ein Tab, welcher die Einstellungen beinhaltet. Seit dem hat sich lange Zeit nichts getan, nun kommt Bewegung rein: In Firefox 26 wurde die Kategorie Tabs entfernt und deren Inhalt mit der Kategorie Allgemein zusammengelegt, in Firefox 28 wurden schließlich seitliche Tabs eingeführt, womit die Einstellungen optisch dem Add-on Manager entsprechen.

Aktueller Einstellungs-Dialog:

Einstellungen im Tab Firefox 15 – Firefox 27:

Einstellungen im Tab Firefox 28 – Firefox 30:

Mit Firefox 31 führt Mozilla ein neues Design für die Einstellungen ein. Das neue Design wirkt sehr modern und aufgeräumt und folgt der Designlinie, welche ich bereits im Rahmen der Artikelserie Neues aus der Mozilla Design-Schmiede für eine mögliche künftige Willkommensseite nach dem Zurücksetzen des Profils vorgestellt habe.

Die Einstellungen im Tab können aufgerufen werden, indem about:preferences in die Adressleiste von Firefox eingegeben wird. Soll diese Oberfläche standardmäßig erscheinen, ist über about:config der Schalter browser.preferences.inContent per Doppelklick auf true zu stellen. Außerdem sollte browser.preferences.instantApply auf true geschaltet werden.

Einen Termin, wann diese Oberfläche standardmäßig aktiviert und den alten Einstellungsdialog ersetzen wird, gibt es noch nicht. Sicher dürfte sein, dass dies nicht passieren wird, ehe die Einstellungen im Tab nicht das neue in Firefox 29 eingeführte Firefox Sync unterstützen, was derzeit noch nicht der Fall ist.

Nachtrag 1. April 2014: Mit dem heutigen Nightly unterstützt about:preferences auch das neue Sync.

March 29, 2014 02:42 AM

Mozilla veröffentlicht Add-in SDK 1.16 für Firefox mit neuen Australis-APIs

Gute Nachricht für Entwickler von Firefox-Add-ons: Mozilla hat das Add-on SDK in Version 1.16 veröffentlicht. Die neue Version bringt in erster Linie Kompatibilität zu den neuen Australis-APIs für Firefox 29+.

Mozilla hat das Add-on SDK 1.16 für Firefox veröffentlicht. Damit können Entwickler von Add-ons endlich Gebrauch von den neuen für Australis optimierten APIs machen und insbesondere die zahlreichen Add-ons umrüsten, welche die alte Widget-API nutzen, um Symbole in der Add-on-Leiste abzulegen. Diese API harmoniert nämlich nur mittelprächtig mit Australis und ist ab Firefox 29 deprecated, wird früher oder später also aus Firefox entfernt werden. Mit dem neuen UI-Modul, welches mindestens Firefox 29 voraussetzt, gibt es dafür neue APIs für Buttons (ActionButton, ToggleButton), Toolbars sowie Sidebars.

Wer die neuen APIs ausprobieren möchte, kann dies direkt mit der Teilnahme an einem Wettbewerb verbinden: Bis zum 15. April läuft ein offizieller Mozilla-Wettbewerb, bei dem es darum geht, Add-ons zu entwickeln, welche für Australis optimiert sind.

March 29, 2014 01:44 AM

March 26, 2014

Sören Hentzschel

Firebug 2.0 Alpha 1 veröffentlicht

Firebug gilt als die wichtigste Firefox-Erweiterung für Webentwickler. Die Macher haben nun eine erste Alpha-Version von Firebug 2.0 veröffentlicht, welche auf der neueren Firefox Debugging Engine JSD2 basiert und optischen Feinschliff erhalten hat.

Das Team von Firebug hat eine erste Alpha-Version von Firebug 2.0 veröffentlicht, vorausgesetzt wird mindestens Firefox 30 (derzeit als Aurora-Version erhältlich). Firebug 2.0 bringt viele Verbesserungen, insgesamt wurden 172 Tickets geschlossen. Die wohl wichtigste Neuerung ist, dass Firebug nun auch die Firefox Debugging Engine JSD2 einsetzt, womit viele JSD1-bedingte Probleme der Vergangenheit angehören; insbesondere die Performance hatte zuletzt stark unter JSD1 gelitten.

Weitere Highlights von Firebug 2.0 sind die Verwendung des CodeMirror-Editors, Syntax Highlighting im HTML-Bearbeiten-Modus, CSS-Bearbeiten-Modus und für JavaScript im Script-Panel, eine Autovervollständigung für den Befehlseditor, Autovervollständigung für HTML-Attribute und CSS-Eigenschaften im HTML-Panel, eine Option zur Gruppierung von Nachrichten in der Konsole, die Möglichkeit neue Attribute zu Tags im HTML-Panel durch Klicken auf eine schließende Klammer hinzuzufügen oder das Anzeigen von CSS Farbwerten so wie sie im Stylesheet angegeben worden sind. Dies ist nur eine Auswahl neuer Features, welche neben zahlreichen Fehlerbehebungen Teil von Firebug 2.0 sind. Für eine vollständige Übersicht ist dem Link oben zu folgen.

Und natürlich sei auch das optische Erscheinungsbild erwähnt. Firefox 29 kommt mit dem neuen Australis-Design, einem neuen Firefox Sync inklusive modernerer Optik sowie neuen Themes für die integrierten Entwicklerwerkzeuge. Passend dazu hat auch Firebug eine optische Überarbeitung erhalten. Bisherige Firebug-Nutzer werden sich sofort zurechtfinden, denn die Änderungen liegen vor allem im Detail. So wurde die alte Optik weitestgehend beibehalten, aber wo möglich modernisiert. Auch HiDPI-Bildschirme werden nun unterstützt.

Einen Termin für die finale Version von Firebug 2.0 gibt es noch nicht, angestrebt wird allerdings eine Veröffentlichung bereits in zwei Monaten. Wer das Firebug-Projekt unterstützen möchte, findet hier Möglichkeiten dies zu tun, Feedback zur Firebug 2.0 Alpha 1 kann in der Firebug Newsgroup abgegeben werden – oder natürlich hier in den Kommentaren.

March 26, 2014 10:42 PM

March 25, 2014

Sören Hentzschel

Pocket veröffentlicht SocialAPI-Erweiterung für Firefox

Pocket, ehemals bekannt als Read It Later, hat eine SocialAPI-Erweiterung für Firefox veröffentlicht. Darüber können Webseiten mit einem Klick zu einer Lesezeichenliste hinzugefügt werden und stehen damit auf allen Geräten mit Pocket zur Verfügung.

Pocket gehört mit einer mittleren sechsstelligen Anzahl an Nutzern zu den beliebteren Add-ons für Firefox. Nun haben die Macher eine neue Erweiterung veröffentlicht, welche die SocialAPI von Mozilla nutzt. Beide Erweiterungen erfüllen im Endeffekt denselben Zweck, so dass man nicht unbedingt beide parallel installiert haben muss. Die SocialAPI-Erweiterung fügt Webseiten mit nur einem einzigen Klick zur eigenen Liste hinzu und erlaubt die Vergabe von Schlagwörtern, für welche es per Autovervollständigung Vorschläge gibt. Webseiten können alternativ auch über das Kontextmenü hinzugefügt werden.

SocialAPI-Erweiterungen werden im Add-on Manager gesondert im Reiter “Dienste” aufgeführt und nicht gemeinsam mit klassischen, als XPI-Datei installierbare Add-ons.

March 25, 2014 10:15 PM

Firefox Mobile 28.0.1 behebt Sicherheitslücke und repariert auf manchen Geräten defekte Video-Wiedergabe

Mozilla hat ein außerplanmäßiges Update für den Android-Browser Firefox Mobile veröffentlicht. Die Version 28.0.1 behebt eine Sicherheitslücke und repariert die auf manchen Geräten defekte Wiedergabe von Videos.

Mit dem Update auf Firefox Mobile 28 konnte es auf einigen wenigen Geräten dazu kommen, dass MP4-Videos nicht mehr abgespielt werden konnten und nur Ton zu hören war. Dieses Problem behebt Mozilla mit der nun veröffentlichten Version 28.0.1. Außerdem wird eine Sicherheitslücke geschlossen, von welcher nur der Android-Browser betroffen ist und nicht sein Desktop-Pendant.

March 25, 2014 01:39 AM

March 24, 2014

Sören Hentzschel

Brendan Eich ist neuer Mozilla CEO

Vor knapp einem Jahr hat Gary Kovacs bekanntgegeben, seinen Posten als CEO von Mozilla abzugeben. Nun hat Mozilla einen offiziellen Nachfolger: Brendan Eich, Erfinder von JavaScript und Mitgründer von Mozilla.

Mozilla hat heute bekannt gegeben, dass der bisherige Chief Technical Officer (CTO) Brendan Eich mit sofortiger Wirkung zum neuen Chief Executive Officer (CEO) von Mozilla wird. Damit beerbt er Gary Kovacs, welcher mittlerweile für AVG Technologies tätig ist. Eich ist bekannt als der Erfinder von JavaScript und war an der Gründung von Mozilla beteiligt. Jay Sullivan, welcher den Posten des CEO interimsmäßig ausgeführt hatte und aktueller Chief Operating Officer (COO) ist, wird Mozilla verlassen. Li Gong, CEO von Mozilla China und Mozilla Taiwan, wird zum neuen Chief Operating Officer der Mozilla Corporation.

March 24, 2014 10:14 PM

March 22, 2014

Sören Hentzschel

Der größte Firefox-Release seit Firefox 4 steht bevor – Jetzt Beta testen

Mozilla wird voraussichtlich am 29. April 2014 Firefox 29 veröffentlichen. Dabei handelt es sich um den größten Firefox-Release seit Version 4. Firefox 29 befindet sich mittlerweile in der Betaphase – höchste Zeit zum Testen und die letzten Fehler zu melden.

Wenn Mozilla am 29. April 2014 Firefox 29 veröffentlichen wird, dann handelt es sich dabei um den größten Firefox-Release seit Firefox 4, welcher heute vor genau drei Jahren erschienen ist. Darum ist spätestens jetzt die Zeit gekommen, sich eine aktuelle Beta-Version herunterzuladen und ggfs. auffallende Fehler zu melden.

Firefox 29 kommt mit einem moderneren Erscheinungsbild daher als bisher. Das neue auf den Namen Australis hörende Design sorgt nicht nur für eine zeitgemäße Optik, sondern bringt auch größere konzeptionelle Änderungen mit – so gibt es keine Add-on Leiste mehr, dafür kann das neue Menü vollständig individualisiert werden. Der Dialog zum Anpassen der Symbolleisten wurde bei dieser Gelegenheit durch eine komplett neue tabbasierte Oberfläche ausgetauscht, welche das Anpassen von Firefox noch einfacher macht – Symbole können ganz einfach in eine der Symbolleisten oder in das neue Menü geschoben oder daraus entfernt werden. Neu ist hier auch eine Einstellung zum Ein- oder Ausblenden der Titelleiste. Design ist bekanntlich eine Geschmacksfrage und wem Australis überhaupt nicht gefällt oder auch nur einzelne Änderungen nicht mag und zum Beispiel die Add-on Leiste wiederhaben möchte, der muss lediglich ein einziges Add-on installieren und bekommt optional alles zurück, was er möchte. So sollte am Ende jeder mit dem optischen Erscheinungsbild seines Firefox zufrieden sein können.




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Beim ersten Start begrüßt eine neue Einführungstour und erklärt die grundlegendsten Änderungen des Designs. Dabei handelt es sich um keine schlichte Webseite, sondern um ein Zusammenspiel zwischen einer speziell präparierten Webseite und der Oberfläche von Firefox selbst, was die Tour besonders interessant macht und zum Ausprobieren einlädt.




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Eine andere große Neuerung ist ein neues Firefox Sync zum Synchronisieren der Chronik, Lesezeichen, Einstellungen, Passwörter und Add-ons mit anderen Desktop-Geräten oder Android-Smartphones respektive -Tablets. Das neue Sync kommt ohne lästigen Wiederherstellungsschlüssel aus, Geräte können jederzeit hinzugefügt werden, auch wenn man gerade kein verbundenes Gerät bei sich hat. Es werden lediglich eine E-Mail-Adresse und ein selbst gewähltes Passwort benötigt – das ist der neue sogenannte Firefox Account. Das neue Sync steht in Firefox 29 zunächst nur neuen Nutzern zur Verfügung und ist nicht mit dem alten Sync kompatibel. Mozilla stellt für bestehende Sync-Nutzer eine Anleitung bereit, um sich vom alten Sync abzumelden und das neue Sync zu nutzen. Und wer das neue Sync auf seinem eigenen Server betreiben möchte, schaut sich die Anleitungen zum Betreiben eines eigenen Sync 1.5-Servers und ggfs. die Anleitung zum Betreiben eines eigenen Firefox Account-Servers an.

Doch auch darüber hinaus bietet Firefox 29 eine ganze Menge Neuerungen. So ist nicht nur das Firefox-Design selbst neu, sondern auch die beiden Themes der Entwicklerwerkzeuge, die Privatsphäre wurde verbessert und vor allem was Webstandards betrifft, macht Firefox 29 einen großer Sprung nach vorne: Ab sofort sind unter anderem Shared Workers, CSS Variablen, Input-Felder der Typen color und number, Promises, die Gamepad API sowie die ECMAScript Internationalization API und die CSS-Eigenschaft box-sizing ohne Vendor-Präfix aktiviert.

Firefox 29 bietet also sinnvolle Neuerungen für viele unterschiedliche Zielgruppen, was Firefox 29 zu einem ganz wichtigen Release macht – für Mozilla, aber auch für das Web, wenn man auf die Liste neuer unterstützter Webstandards schaut.

March 22, 2014 10:00 PM

March 21, 2014

Sören Hentzschel

Firefox 28 Hotfix 1 erschienen

Mozilla hat ein Update für Firefox 28 in Form eines Hotfixes veröffentlicht, welches die mit Firefox 28 für Downloads eingeführten Malware Blocklist und Whitelist deaktiviert.

Mozilla hat das erste Update für Firefox 28 veröffentlicht. Dieses allerdings nicht in Form einer Version 28.0.1, sondern in Form eines Hotfixes. Seit Firefox 10 ist Mozilla in der Lage einfache Fixes über das Add-on-System von Firefox auszuliefern ohne dass der Nutzer seinen kompletten Firefox updaten muss. Die Hotfix Add-ons erscheinen nicht im Add-on Manager, deren Existenz lässt sich aber über about:config feststellen. Der Schalter extensions.hotfix.lastVersion beinhaltet die Versionsnummer im Datumsformat als benutzerdefinierten Wert.

Mit dem Hotfix deaktiviert Mozilla temporär die Blocklist und Whitelist für Downloads, welche in Firefox 28 eingeführt worden ist aufgrund höherer Serverlast als erwartet.

March 21, 2014 12:30 PM

March 20, 2014

SeaMonkey (deutsch)

SeaMonkey 2.25 erschienen

Das SeaMonkey-Projekt ist stolz, SeaMonkey 2.25 vorstellen zu können: Die neueste Version des Internet-Gesamtpakets ist jetzt zum Download verfügbar!
Aufbauend auf derselben Plattform wie die neueste Firefox-Version liefert diese Version die aktuellsten Entwicklungen bei Webtechnologien wie HTML5.

SeaMonkey 2.25 ist in 26 Sprachen (inklusive Deutsch), sowie für Windows, Mac OS X und Linux verfügbar.

Die herausragendsten Neuerungen in dieser Version sind:
  • Newsgroupnamen können jetzt auch mit Hilfe von Autokomplettierung eingegeben werden.
  • Die Gamepad-API wurde fertiggestellt und aktiviert.
  • VP9-Videodekodierung wurde implementiert.
  • Unterstützung von Opus in WebM wurde hinzugefügt.
  • Lautstärkenkontrolle für HTML5-Audio/Video wurde hinzugefügt.
  • Unterstützung der Mitteilungszentrale auf Mac OS X wurde für Web-Mitteilungen hinzugefügt.
  • Unterstützung von spdy/2 wurde entfernt.
  • Unterstützung von Mehrzeilen-Flexbox in Layout wurde hinzugefügt.
  • Unterstützung von das "mathvariant"-Attribut in MathML 2.0 wurde hinzugefügt.
  • Melden von hängenden Hintergrund-Threads wurde hinzugefügt.
  • <input type=color> wurde implementiert und aktiviert.
  • Einige Stabilitätsprobleme wurden behoben.
Eine komplette Liste der größeren Änderungen in SeaMonkey 2.25 ist im "Neuheiten"-Abschnitt der Versionshinweise zu finden, die auch eine Liste von bekannten Problemen und Antworten auf häufige Fragen beinhalten. Einen generelleren Überblick über das SeaMonkey-Projekt (und Screenshots!) bietet www.seamonkey-project.org (Englisch) bzw. www.seamonkey.at (Deutsch).

March 20, 2014 11:21 PM

Sören Hentzschel

GDC: Unity und Mozilla kündigen Web-Version der Unity-Engine ohne Browser-Plugin an

Unity Technologies und Mozilla haben die Unity-Engine für den Einsatz im Browser ohne Plugin bereit gemacht. Dies wurde im Rahmen der Games Developer Conference 2014 (GDC) in San Francisco angekündigt.

Wenige Tage nachdem Epic Games und Mozilla die Portierung der Unreal Engine für den Browser ohne Plugin angekündigt haben, folgt nun die Ankündigung der nächsten erfolgreichen Zusammenarbeit mit dem Hersteller einer Spiele-Engine: Die Unity-Engine 5 wird dank Mozilla-Technologien wie asm.js ohne Unity-Plugin im Browser funktionieren und das in nahezu nativer Geschwindigkeit. Wie Mozilla in einem Blog-Beitrag schreibt, gehört das Unity-Plugin zu den meist installierten Browser-Plugins.




Video auf YouTube ansehen

March 20, 2014 09:23 PM

March 19, 2014

Sören Hentzschel

Firefox: Weitere Details zu den vordefinierten Vorschaubildern

Wie im letzten Monat berichtet plant Mozilla die Einführung vordefinierter Vorschaubilder für neue Firefox-Nutzer. Auf diese Weise möchte man einerseits die ansonsten leere Seite beim Öffnen neuer Tabs aufwerten, vor allem aber auch eine neue Möglichkeit der Umsatzgenerierung schaffen. Nun gibt es neue Details.

Vor etwas mehr als einem Monat hat die Non-Profit-Organisation Mozilla Pläne angekündigt, die Seite, welche beim Öffnen neuer Tabs erscheint, mit vordefinierten Vorschaubildern füllen zu wollen, von deren neun drei Stück gesponsert sind. Dies betrifft ausschließlich neue Nutzer, die ansonsten lediglich graue Kästen sehen würden. Aus der Spezifikation für Partner gehen neue Details hervor.

So gibt es klare Vorgaben zur Gestaltung der Kacheln: Die Kacheln dürfen aus einem Bildlogo inklusive Schriftzug bestehen. Das Logo muss zentriert auf einem einfarbigen Hintergrund platziert werden und einen Mindestabstand zu den Rändern der Kacheln aufweisen. Bevorzugt werden reine Bildlogos ohne Text in heller Farbe auf dunklem Hintergrund. Nicht gestattet sind Hinweise auf Sonderangebote, das Nennen von Geldbeträgen oder andere Inhalte mit dem Ziel etwas zu verkaufen. Die Bilder müssen statisch sein, Bewegtbild oder Audio sind nicht möglich.

Nutzer erkennen die gesponserten Kacheln an einem Pfeil-Symbol neben dem Seitentitel. Fährt der Nutzer mit der Maus darüber, erscheint in einem Tooltip der Text “Gesponserte Seite”. Klickt der Nutzer auf diesen Pfeil, dann erscheint ein Panel, in welchem erklärt wird, dass diese Seite vorgeschlagen wird, weil sie Mozilla gesponsert hat. Darunter befinden sich zwei Links: Einer um weitere Informationen zu erhalten, einer um die gesponserten Kacheln komplett zu deaktivieren. Über die Einstellungen sollen die gesponserten Seiten wieder aktivierbar sein.

Mozilla wird dies in der ersten Version nur in die englischsprachige Version von Firefox integrieren. Je nach Interesse und Nachfrage der Partner geht Mozilla von Jahreseinnahmen zwischen fünf und zehn Millionen Dollar aus. Der Design-Entwurf in der Partner-Spezifikation zeigt außerdem ein Google-Suchfeld auf der Seite, die beim Öffnen eines neuen Tabs erscheint. Bislang befindet sich auf dieser Seite noch kein Suchfeld.

March 19, 2014 02:43 AM

March 18, 2014

Sören Hentzschel

Mozilla veröffentlicht Firefox 28, Firefox Mobile 28, Firefox ESR 24.4 und Thunderbird 24.4

Sechs Wochen sind wieder rum, Zeit für neue Firefox- und Thunderbird-Versionen. Mozilla veröffentlicht Firefox 28, Firefox Mobile 28, Firefox ESR 24.4 sowie Thunderbird 24.4.

Mozilla hat heute planmäßig neue Versionen von Firefox und Firefox Mobile veröffentlicht. Die Updates werden wie immer allen Nutzern insbesondere aufgrund der geschlossenen Sicherheitslücken nahegelegt. Konkret veröffentlicht Mozilla Firefox 28.0 für Windows, OS X und Linux sowie Firefox Mobile 28.0 für Android. Außerdem wurden Firefox ESR 24.4 sowie der E-Mail-Client Thunderbird in der Version 24.4 veröffentlicht.

March 18, 2014 03:33 PM

March 16, 2014

Sören Hentzschel

Ausblick auf die neue Kamera-App von Firefox OS 1.4

Eine Kamera-App darf auf keinem Smartphone fehlen und so natürlich auch nicht auf Smartphones mit Firefox OS. Diese beschränkt sich bislang auf das Wesentlichste: Aufnehmen von Bildern und Videos, Blitz sowie Wechseln zwischen Haupt- und Frontkamera. Weitere Features fehlen. Dies soll sich mit Firefox OS 1.4 ändern.

Unter dem Codenamen MADAI arbeiten Mozillas Team in Taipeh und LG an neuen Features für die Kamera-App von Firefox OS. Wenn alles nach Plan geht, sind diese Features Teil von Firefox OS 1.4, welches am 25. April an die Hersteller gehen soll.

Bislang ist die Ausstattung der Kamera-App ziemlich mager. Neue Features wie Autofokus, Gesichtsverfolgung, Selbstauslöser, Fotographie während der Videoaufnahme, HDR, Zoom, Einstellen der Bild- sowie Video-Auflösung oder Szenen-Modi sollen die Kamera von Firefox OS Smartphones aufwerten. Da Bilder bekanntlich mehr als tausend Worte sagen, folgen passend zum Thema Bilder an dieser Stelle Bilder der geplanten Features.

March 16, 2014 09:23 PM

March 14, 2014

Sören Hentzschel

Firefox: Mozilla gibt Entwicklung der Modern UI-Version für Windows 8 auf

Gestern hatte ich bereits aufgedeckt, dass Firefox 28 ohne Modern UI-Variante aka Metro kommen wird. Nun die Ankündigung: Es handelt sich dabei um keine weitere Verspätung, Mozilla stellt die aktive Entwicklung ein.

Gestern war hier auf diesem Blog bereits exklusiv zu lesen, dass Firefox 28 ohne Modern UI-Oberfläche für Windows 8 erscheinen wird. Wie Mozilla nun offiziell angekündigt hat, hat man sich dafür entschieden, auch darüber hinaus keine Modern UI-Variante von Firefox anzubieten. Die aktive Entwicklung wurde eingestellt, die bisher zuständigen Mitarbeiter werden sich anderen Projekten innerhalb von Mozilla widmen.

Seit Ende 2012 hatte Mozilla viel Energie in die Entwicklung einer Modern UI-Version von Firefox gesteckt. Seit dem hatte man die Adaption der Metro-Oberfläche von Windows beobachtet und festgestellt: Praktisch niemand nutzt diese. Während jeden Tag Millionen Menschen Vorab-Versionen von Firefox testen, hatte die Metro-Version von Firefox nie mehr als 1.000 aktive Nutzer.

Dies war ausschlaggebend für eine schwierige Entscheidung: Man hätte den Metro-Browser veröffentlichen können. Dies würde aber bedeuten, dass Mozilla ein nur unzureichend getestetes Produkt veröffentlicht. Ein Produkt zu veröffentlichen und zu pflegen, welches so gut wie gar nicht genutzt wird, unterstützt Mozilla auch nicht dabei, die Welt zu verändern. Mit anderen Worten: Aufwand und Nutzen stehen in keiner Relation zueinander, Mozilla möchte sich auf Dinge konzentrieren, mit denen Mozilla wirklich etwas bewegen kann und womit Mozilla mehr Menschen erreicht.

Der Code wird weiterhin zur Verfügung stehen, Mozilla wird allerdings zumindest auf absehbare Zeit keine finale Version von Firefox mit Modern UI-Oberfläche veröffentlichen.

March 14, 2014 10:51 PM

March 13, 2014

Sören Hentzschel

Windows 8 Modern UI: Firefox 28 kommt ohne Metro-Browser

Am 18. März wird Mozilla Firefox 28 planmäßig veröffentlichen. In dieser Version wird erstmals auch eine Modern UI-Variante für Windows 8 erwartet, vielen besser bekannt als Metro. Doch Mozilla hat eine Überraschung: Firefox 28 kommt ohne eben jene Modern UI-Variante.

Entscheidung gegen Modern UI im letzten Moment: Bislang war man davon ausgegangen, dass Windows 8-Nutzer ab Firefox 28 erstmals in den Genuss der Modern UI-Variante von Firefox kommen, war diese doch bis zur letzten Beta-Version noch vorhanden. Doch wurde diese noch nach der letzten Beta-Version und vor Erstellung der Release-Version deaktiviert, Firefox 28 wird also nächsten Dienstag ohne Modern UI-Oberfläche veröffentlicht werden.

Sollte sich die Modern UI-Version nicht noch weiter verschieben, dann steht mit Firefox 29 am 29. April 2014 die wohl größte Veröffentlichung von Firefox mindestens seit Version 4, wenn nicht aller Zeiten bevor. Denn dann wird Mozilla nicht nur einen Modern UI-Browser für Windows 8 ausliefern, sondern mit Australis auch noch ein neues Erscheinungsbild mit neuen Anpassungsmöglichkeiten, ein ebenfalls neues Erscheinungsbild für die Entwicklerwerkzeuge sowie ein neues Firefox Sync gemeinsam mit der Einführung der Firefox Accounts.

March 13, 2014 02:00 AM

March 12, 2014

Sören Hentzschel

GDC: Mozilla und Epic Games zeigen Unreal Engine 4 für das Web

Mozilla und Epic Games haben im Vorfeld der Games Developer Conference (GDC) in San Francisco eine Vorschau auf eine Web-Version der Unreal Engine 4 gezeigt, welche komplett ohne Plugin im Browser läuft und das dank Mozilla-Technologien mit einer Performance, welche schon sehr nahe an native Geschwindigkeit reicht.

Bevor in wenigen Tagen die GDC 2014 offiziell beginnt, haben Mozilla und Epic Games eine Vorschau auf die Unreal Engine 4 für das Web gegeben. Bereits im letzten Jahr hatte man gemeinsam innerhalb von nur vier Tagen die Unreal Engine 3 für das Web portiert und dazu auf Emscripten und asm.js gesetzt. Monster Madness ist als ein Spiel zu nennen, welches die Web-Version der Unreal Engine 3 nutzt, um ein 3D-Spiel für den Browser und das ganz ohne Plugin in guter Performance anzubieten.

Seit dem hat sich viel getan. War der in asm.js kompilierte Code damals etwa 40 Prozent so schnell wie nativ geschriebener Programmcode, so ist man mittlerweile bei rund 67 Prozent angekommen und erwartet weitere Performance-Verbesserungen in der Zukunft. Und weil es so gut funktioniert hat, hat Epic Games erneut mit Mozilla zusammengearbeitet, um auch die Unreal Engine 4 für das Web zu portieren. Das folgende Video zeigt Demos vom auf der Unreal Engine 4 basierenden Epic Soul sowie Epic Swing Ninja vollkommen ohne Plugin im Browser.




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March 12, 2014 08:01 PM

March 11, 2014

Sören Hentzschel

Mozilla startet Add-on-Wettbewerb für Firefox Australis

Mozilla hat einen Wettbewerb gestartet, welcher Entwickler von Add-ons dazu motivieren soll, Add-ons für das kommende Australis-Design für Firefox zu entwickeln. Zu gewinnen gibt es neben Mozilla-Merchandise auch Smartphones mit Firefox OS.

Add-on-Entwickler aufgepasst! Mozilla lädt zu einem Wettbewerb ein: Bis einschließlich 15. April 2014 haben Entwickler Zeit, Add-ons für Firefox zu entwickeln, welche einen Vorteil aus Australis ziehen. Es gibt drei Kategorien zur Teilnahme, die jeweils drei Erstplatzierten erhalten ein Smartphone mit Firefox OS, der jeweilige Hauptgewinner erhält außerdem noch Merchandise von Mozilla.

Die drei Teilnahme-Kategorien sind 1. Bestes Add-on, mit den Kriterien Integration mit Australis, Nutzen und User Experience, 2. Bestes Komplettes Theme, mit den Kriterien Vollständigkeit, Konsistenz und Kreativität sowie 3. Bestes Lesezeichen-Add-on, mit den Kriterien Nutzen, User Experience und Performance. Die Gewinner werden durch eine Jury gewählt und um den 15. Mai 2014 herum benachrichtigt.

March 11, 2014 02:35 AM

March 09, 2014

Sören Hentzschel

Sony steuert Widget-Funktionalität zu Firefox OS bei

Seit der Veröffentlichung der ersten Version von Firefox OS hat sich eine Menge getan, jüngst kamen sogar Features wie die Unterstützung von NFC, LTE oder von Dual SIM-Geräten hinzu. Doch ein ganz wesentliches Feature fehlt Mozillas Betriebssystem für Mobilgeräte bislang: Widgets. Entsprechende Funktionalität steuert Sony nun bei.

Sony war einer der ersten Hersteller, der ankündigte, Firefox OS unterstützen zu wollen. Seit dem ist es ziemlich ruhig geworden, ein Gerät wurde noch keines vorgestellt, zumindest aber ein Firefox OS ROM für das Sony Xperia E. Nun meldet man sich im Developer-Blog erneut zu Wort und präsentiert dort eine erste Form von Widgets für Firefox OS, bei Sony Gadgets genannt, wie man es auch von anderen Plattformen wie Android kennt. Auf diese Weise können Nutzer mit Anwendungen über einen der Homescreens oder den Lockscreen interagieren. Entsprechende Patches wurden auf Mozillas Bugtracking-System Bugzilla online gestellt, auf deren Grundlage das Feature von Mozilla und der Firefox OS Community weiter entwickelt werden kann. Da das Ganze noch work-in-progress ist, gibt es aktuell noch keinen Zeitplan, wann mit einem solchen Feature in einer finalen Version von Firefox OS gerechnet werden kann.

Die Entwicklung der Widget-Funktionalität ist im Rahmen der Evaluierung Sonys von Firefox OS als Betriebssystem entstanden und man macht ausdrücklich keine Versprechung für weitere Beiträge zur Entwicklung an Firefox OS. In jedem Fall leistet Sony damit einen wichtigen Beitrag zu Mozillas Betriebssystem, auch wenn noch kein Smartphone mit Firefox OS vorgestellt worden ist.




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March 09, 2014 11:18 PM

March 08, 2014

Sören Hentzschel

Mozilla Persona wird ein Community-Projekt

Persona ist der Name eines Anmelde-Systems von Mozilla, welches Webseitenbetreiber ganz einfach in ihre bestehende Webseite integrieren können. Mozilla hat Persona nun zum Community-Projekt erklärt und die daran arbeitenden Mitarbeiter anderen Projekten zugeteilt.

Mozilla Persona wird zum Community-Projekt. Man betont ausdrücklich, dass man keine Pläne habe, Persona einzustellen, man werde Persona weiterhin unterstützen, nach wie vor kritische Bugs beheben und auch die Infrastruktur für Persona weiter verbessern. Allerdings liegt es nun an der Community, Persona zu verbessern. Die bisher verantwortlichen Mitarbeiter arbeiten bereits für Mozillas Cloud Services Team an Projekten wie Firefox Accounts und Sync. Für Webseiten, welche Persona nutzen, wird sich dadurch nichts ändern, Persona kann weiter wie bisher verwendet werden.

Erkenntnisse aus der Persona-Entwicklung und Schlussfolgerungen

Als ein wichtiger Grund für die Entscheidung wird genannt, dass man mit Persona nicht die Verbreitung erreicht hat, welche man sich zu diesem Zeitpunkt erhofft hatte. Auf einer Wiki-Seite wurden Erkenntnisse gesammelt, welche Ziele man der eigenen Ansicht nach erreicht hätte, woran man gescheitert ist und was man daraus gelernt habe.

Demnach hätte man eine einfache Lösung geschaffen, welche Entwickler lieben. Nutzer wie auch Entwickler würden Mozilla vertrauen und wollen, dass Mozilla sich dem Thema Identität im Web annimmt. Die Ereignisse rund um Snowden hätten gezeigt, dass dezentralisierte und die Privatsphäre respektierende Lösungen gebraucht würden. Des Weiteren würde bei jedem neuen Passwort-Leak der Bedarf an Lösungen des “Passwort-Problems” zunehmen, wofür sich Persona als Lösung sieht.

Allerdings hätten sich große Seiten, welche die Ressourcen gehabt hätten, nicht für Persona interessiert, obwohl Persona eine einfach zu verwendende und sichere Lösung darstellt. Man habe auf Facebook Connect als Hauptmitbewerber geschaut, konnte aber nicht dieselben Anreize bieten, weil man anders als Facebook keinen Zugriff auf Nutzerdaten bieten konnte. Man hatte komplexe Features wie Session Management in Persona eingebaut, welche die Nutzer nicht brauchten und welche Persona schwieriger zu benutzen und zu verstehen machten als notwendig. Man konnte auch die Nutzerbasis von Firefox sowie Marketing- und Evangelism-Ressourcen nicht ausreichend für sich gewinnen. Als weiterer Punkt wird das für Nutzer sichtbare Persona-Branding genannt, welches mit dem Branding der jeweiligen Webseite konkurrierte.

Die wichtigsten Erkenntnisse für Mozilla daraus sind, dass Persona auf seinen Kern abgespeckt werden sollte: Eine dezentralisierte E-Mail-Verifikation und Login-API ohne Features wie Session-Management. Persona sollte nativ in Firefox, Firefox Mobile und Firefox OS unterstützt werden, so dass für diese Plattformen kein zusätzliches JavaScript mehr notwendig ist; die Basis-Funktionalität sollte zwar in allen Browsern funktionieren, für native Plattformen sollte die Bedienung allerdings optimiert sein. Webseiten sollten die meiste Kontrolle über den Login-Ablauf haben und Persona für Nutzer nahezu unsichtbar sein. Mit einer nativen Implementierung sollten Webseiten damit Nutzern die Vorteile eines einfachen Logins und Phishing-Schutzes geben können.

Persona und Firefox Accounts

Man hält Persona nach wie vor für eine einzigartige und nützliche Alternative zur Anmeldung und werde es dementsprechend weiter unterstützen, alleine schon weil Persona ein wichtiger Bestandteil von Mozillas eigener Infrastruktur ist. Für Firefox und Firefox OS benötige man integrierte Dienstleistungen wie Sync, Marketplace und Find My Device, welche ein Account-System benötigen, Firefox Accounts. Hier sieht Mozilla eine höhere Priorität als für Persona.

Es wird in diesem Zusammenhang auch auf die Frage eingegangen, wieso Firefox Accounts nicht Persona benutzt. Beide Projekte decken nach Angaben von Mozilla unterschiedliche Bedürfnisse ab. So sei Persona als einfaches Werkzeug zur Verifikation über die E-Mail-Adresse entwickelt worden, während Firefox Accounts ein vollwertiges Account-System sei. Dadurch, dass beides separat entwickelt wird, können sich beide Projekte auf ihre Anwendungsgebiete fokussieren. Man schließt nicht aus, dass Firefox Accounts in Zukunft Persona zur E-Mail-Verifikation nutzen könnte.

Wo möglich, da teilen sich Firefox Accounts und Persona die Infrastruktur und nutzen gemeinsame Protokolle, Datenformate sowie server- und clientseitige JavaScript-Bibliotheken. So können von Verbesserungen an einem Projekt beide Projekte profitieren.

March 08, 2014 03:29 AM

March 07, 2014

Sören Hentzschel

Mozilla führt Telemetrie Experimente in Firefox 30 ein

Mozilla erweitert voraussichtlich in Firefox 30 sein Telemetrie-Feature um die Möglichkeit von Telemetrie-Experimenten. Dabei handelt es sich um zeitlich begrenzte Tests für eine statistisch relevante Zielgruppe.

Firefox besitzt mit dem Telemetrie-Feature eine Mess-Infrastruktur, um diverse Leistungsdaten während des Browserbetriebs anonym an die Mozilla-Server zu übertragen. Dieses Feature ist standardmäßig für Nutzer der Nightly- und Aurora-Versionen aktiviert und für Nutzer der Beta- sowie finalen Versionen deaktiviert. Telemetrie liefert Mozilla wichtige Erkenntnisse zur Nutzung des Browsers und möglichst jeder Nutzer sollte das Telemetrie-Feature aktivieren (Einstellungen → Erweitert → Datenübermittlung) – denn nur wer seine Daten übermittelt, für den kann gezielt optimiert werden.

Bei den Telemetrie-Experimenten handelt es sich um eine Erweiterung dieses Features. Nutzer, welche Telemetrie nicht aktiviert haben, nehmen auch nicht an den Telemetrie-Experimenten teil. Die Idee dahinter ist es, Daten einer statistisch relevanten Zielgruppe zu erhalten. Zu diesem Zweck ruft Firefox bei Nutzern mit aktivierter Telemetrie in regelmäßigen Abständen eine Liste mit aktuellen Experimenten ab. Diese enthält unter anderem Beginn und Ende des jeweiligen Experiments, die URL zum dazugehörigen Add-on, denn die durchgeführten Experimente werden als Add-on installiert, und Bedingungen für die Teilnahme wie das Betriebssystem und die Firefox-Version, aber auch eine JavaScript-Funktion, welche Zugriff auf die kompletten Telemetrie- und FHR-Daten hat. Bei FHR handelt es sich um ein weiteres optionales Feature zur Erhebung von Leistungsdaten in Firefox, welches allerdings standardmäßig in allen Release-Kanälen aktiviert ist.

Die Add-ons können die vorhandene Telemetrie- und FHR-Infrastruktur nutzen, aber auch neue Messungen einführen, welche Firefox normalerweise nicht besitzt. Jeder Nutzer kann an nur maximal einem Experiment gleichzeitig teilnehmen. Die Experimente enden automatisch nach einer bestimmten Anzahl von Tagen, außerdem können diese gezielt über den Add-on Manager, welcher einen eigenen Tab für die Telemetrie-Experimente erhält, deaktiviert werden. Deaktiviert der Nutzer Telemetrie, werden damit umgehend auch die Telemetrie-Experimente beendet und entfernt. Der Status der Experimente soll außerdem auf about:support und in den Absturzberichten angezeigt werden. Ziel für die Auslieferung des Features ist Firefox 30.

March 07, 2014 01:37 AM

March 06, 2014

Sören Hentzschel

Dell verkauft Firefox-Installation und verletzt damit Markenrechte von Mozilla

Wer sich bei der Suche nach einem Computer im Online-Shop von Dell umschaut, der stößt unter Umständen auf eine sonderbare Dienstleistung: Dell bietet für einen Preis von rund 20 Euro an, Firefox zu installieren. In erster Linie verletzt Dell damit allerdings die Markenrechte von Mozilla.

19,50 Euro, das ist der Preis, den Dell in seinem Online-Shop für die Installation von Firefox verlangt. Eine entsprechende Option wird zumindest beim Dell Optiplex 7010 gefunden. Doch ist dies überhaupt legitim? Das Portal thenextweb.com hat bei Mozilla nachgefragt, ob es eine Vereinbarung zwischen Dell und Mozilla geben würde, welcher Dell dazu berechtigt, was von Mozilla dem Artikel nach klar verneint worden ist.

Dell verteidigt die angebotene Option, man würde für die Dienstleistung zur Kasse bitten, nicht für das Produkt, womit das überhaupt kein Problem darstelle. Mozillas Trademark Policy ist diesbezüglich allerdings eindeutig: Auch die Dienstleistung darf nicht bezahlt werden, wenn eine Mozilla-Marke, in dem Fall der Produktname Firefox, verwendet wird. Wenn Dell hierfür also kassieren möchte, dann muss Dell dem Produkt einen Namen geben, welcher nicht mit Mozilla oder einer der Mozilla-Marken in Verbindung steht:

If you are using the Mozilla Mark(s) for the unaltered binaries you are distributing, you may not charge for that product. By not charging, we mean the Mozilla product must be without cost and its distribution (whether by download or other media) may not be subject to a fee, or tied to subscribing to or purchasing a service, or the collection of personal information. If you want to sell the product, you may do so, but you must call that product by another name—one unrelated to Mozilla or any of the Mozilla Marks (see the sections on “Modifications” and “Related Software” below). Remember that we do not want the public to be confused.

March 06, 2014 12:48 AM

March 05, 2014

Sören Hentzschel

Mozilla stellt JPEG-Encoder mozjpeg vor

Mozilla Research hat heute mozjpeg vorgestellt. Dabei handelt es sich um einen Encoder für JPEG-Grafiken, welcher die Dateigröße in der ersten Version bereits um bis zu zehn Prozent reduzieren und damit die Ladezeit von Webseiten verringern soll.

Das Team von Mozilla Research hat mit mozjpeg ein neues Projekt vorgestellt. Das Ziel ist ein JPEG-Encoder, welcher unter Beibehaltung größtmöglicher Kompatibilität zu bestehenden JPEG-Decodern eine verbesserte Kompression und damit kleinere Dateigrößen bieten soll.

Die Motivation hinter mozjpeg sei die Tatsache, dass JPEG bereits seit 1992 genutzt wird und das meist genutzte Bildformat mit verlustbehafteter Kompression im Web ist, nahezu jeder Photograph stelle seine Bilder im Web als JPEG bereit. Es sei zudem das einzige verlustbehaftete Bildformat, welches eine beinahe universelle Kompatibilität besitze, nicht nur mit Webbrowsern, sondern mit allen Programmen, welche Bilder darstellen können.

Die Anzahl an Bildern auf Webseiten sei in den vergangenen Jahren gewachsen und HTML, CSS sowie JavaScript seien im Vergleich von der Dateigröße her relativ klein. Daher seien JPEG-Grafiken ein naheliegendes Ziel zur Optimierung.

In Bezug auf die Kompressionseffizienz seien vorhandene JPEG-Encoder allerdings stagniert, so dass ein Ersetzen von JPEG durch ein anderes Bildformat schon häufig ein Diskussionsthema gewesen sei. Dies hätte allerdings den ganz großen Nachteil, dass es viele Jahre geprägt von schlechter Kompatibilität brauchen würde, bis ein mögliches Nachfolgeformat flächendeckend unterstützt würde. Mozilla bezweifle nicht, dass Verbesserungen der Algorithmen irgendwann den Aufwand wert sein werden, aber selbst wenn irgendwann die Zeit käme, dass ein Nachfolgeformat eingesetzt wird, dann würde JPEG noch immer eine ganze Zeit lang weit verbreitet bleiben.

Im Blog von Mozilla Research schreibt man, dass man sich gefragt habe, ob JPEG-Encoder nach über 20 Jahren wirklich ihr volles Kompressionspotential erreicht hätten und nach einigen Gesprächen mit Software-Ingenieuren sei die Antwort darauf ‘Nein’ gewesen, auch nicht unter Berücksichtigung der Kompatibilitätsanforderungen. Dies war der Anlass für das Projekt mozjpeg.

Mozilla hat mit der Ankündigung mozjpeg in Version 1.0 veröffentlicht. Dabei handelt es sich um einen Fork von libjpeg-turbo mit hinzugefügter jpgcrush-Funktionalität. Damit kann die Dateigröße von JPEG-Grafiken ohne Qualitätsverlust typischerweise um zwei bis sechs Prozent für nach JPEG enkodierte PNG-Grafiken verringert werden, für ein Set von 1.500 JPEG-Grafiken von Wikimedia hätte man die Dateigröße um durchschnittlich sogar zehn Prozent reduzieren können. Nach Mozillas Kenntnisstand besitzt kein bislang verfügbarer Encoder diese Funktionalität direkt eingebaut, darum hätte man sich dafür als erstes Feature von mozjpeg entschieden. Das nächste Ziel sei eine Verbesserung des Encodings durch eine sogenannte Trellis-Quantisierung.

Google möchte ebenfalls die Dateigröße von Bildern reduzieren, setzt hierbei aber vor allem auf sein eigenes Format WebP, welches einige namhafte Anhänger in der Webbranche hat. Mozilla ist von WebP allerdings wenig überzeugt.

March 05, 2014 10:48 PM

March 04, 2014

Sören Hentzschel

Mozilla veröffentlicht Brick 1.0

Mit den Web Components befindet sich eine Webtechnologie in der Standardisierung durch das W3C, welche es Webentwicklern erlaubt, eigene HTML-Elemente für Webanwendungen zu bauen. Mit Brick entwickelt Mozilla eine auf Web Components basierende Sammlung wiederverwendbarer UI-Komponenten, welche nun in Version 1.0 veröffentlicht worden ist.

Mozilla Brick ist eine Sammlung von UI-Komponenten, welche cross-browser-kompatibel ist. Brick nutzt dafür X-Tag – eine von Mozilla entwickelte Polyfill-Bibliothek, welche die sogenannten Web Components in heutigen Browsern verfügbar macht. X-Tag ist kompatibel mit Firefox ab Version 5, Chrome ab Version 4, Safari ab Version 4, Opera ab Version 11 sowie dem Internet Explorer ab Version 9. Sieben Monate nach Veröffentlichung der ersten Betaversion hat Mozilla nun Version 1.0 zum Download freigegeben. Die wichtigste Neuerung neben Fehlerbehebungen ist ein neues Standard-Design.

Mit Web Components sind Webentwickler dazu in der Lage, eigene HTML-Elemente zu bauen, welche in der Anwendung wiederverwendet werden können. Eines der Bricks ist beispielsweise ein Kalender. Eine Zeile wie <x-calendar controls chosen=’2012-05-17′></x-calendar> reicht, um einen Kalender in die Webanwendung zu integrieren. Weitere Widgets, welche Brick bereitstellt, sind unter anderem eine Tab-Leiste, ein Slider oder auch Tooltips. Mit den Bricks kann ein Entwickler viel Zeit sparen, da er sich keine Gedanken um das HTML/CSS/JavaScript dahinter machen muss. Die Widgets von Brick sind mit allen aktuellen Browsern kompatibel und mobiltauglich.

March 04, 2014 10:08 PM

March 03, 2014

Sören Hentzschel

Kommentar: Anpassbarkeit, der große Vorzug von Firefox gegenüber Chromium / Chrome

Es gibt viele Gründe sich für oder gegen einen bestimmten Browser zu entscheiden. Für mich und sicher auch viele andere einer der entscheidenden Punkte ist die Anpassbarkeit. Und hier liegt die große Stärke von Firefox, welcher sich praktisch nach Belieben anpassen lässt, während aus Chromium / Chrome kürzlich sogar das Konzept der User Stylesheets aus dem Produkt entfernt worden und somit die Anpassbarkeit weiter eingeschränkt worden ist.

Das Erscheinungsbild eines Produktes ist Geschmacksfrage, das steht vollkommen außer Frage. Umso schöner ist es, wenn das Produkt Anpassungen erlaubt. Wenn Mozilla mit Firefox 29 das neue Australis-Design einführen wird, dann wird dies vielen Nutzern sehr gut und vielen anderen gar nicht gefallen, dazwischen werden alle nur denkbaren Graustufen vertreten sein.

Persönlich gefällt mir das neue Australis-Design außerordentlich gut. Insofern besteht für mich wenig Bedarf an Änderungen. Die gute Sache ist: Selbst wenn dem nicht so wäre, ich könnte mit wenig Aufwand das alte Design wieder haben. Die Unterschiede zwischen dem alten und dem neuen Design sind größer, es sind die größten seit Firefox 4. Und ja, während Australis neue Möglichkeiten der Anpassung bringt, so ist das Hauptmenü nun durch den Nutzer individuell belegbar, so wurden auch Optionen gestrichen, beispielsweise die kleinen Programmsymbole oder die Add-on Leiste.

Entscheidend ist: Alles, was vorher möglich war, ist auch mit Australis weiter möglich. Mozilla hat ein hervorragendes Erweiterungssystem geschaffen und Nutzer haben die Möglichkeit, mit der Installation einer einzigen Erweiterung Firefox praktisch so aussehen zu lassen wie vorher. Es ist zweifelhaft, dass sofern sich Google irgendwann für so umfangreiche Änderungen der Benutzeroberfläche entscheiden sollte, die Nutzer die Möglichkeit haben werden, ihren Browser wieder genauso wie vorher aussehen zu lassen, denn das gibt das Erweiterungssystem von Chromium / Chrome einfach nicht her. Über eine userChrome.css-Datei lässt sich außerdem auch ohne Add-on die gesamte Benutzeroberfläche von Firefox per CSS optisch verändern.

Auch Chromium / Chrome kannte bis einschließlich Version 31 das Konzept der sogenannten User Stylesheets, welches zwar im Gegensatz zu Firefox keine Anpassung der gesamten Benutzeroberfläche, zumindest aber der Entwicklerwerkzeuge und chrome-Seiten mittels Custom.css-Datei erlaubt hat. So zeigt folgender Screenshot, welcher nur ganz exemplarisch darstellen soll, worum es geht, wie die Schrift rot gefärbt und der Stil der Scrollbalken verändert worden ist:

In Version 32 von Chromium / Chrome wurde diese Möglichkeit entfernt und damit die Anpassbarkeit des Browsers eingeschränkt oder zumindest erschwert, so existieren immerhin Workarounds für die Gestaltung der Entwicklerwerkzeuge. Mozilla hält weiter an dieser Möglichkeit der Anpassung durch den Benutzer fest und hat Firefox sogar um ein Feature erweitert, welches das Anpassen der Benutzeroberfläche deutlich einfacher macht.

Zwar gibt es auch für Chromium / Chrome Themes, doch sind diese lediglich mit den Lightweight Themes, ehemals Personas, für Firefox vergleichbar, sind also nicht viel mehr als eine Textur. So komplexe Themes wie für Firefox, welche wirklich große Teile der Benutzeroberfläche verändern und sogar die verwendeten Grafiken austauschen, sind für den Google-Browser gar nicht erst möglich.

In Sachen Anpassbarkeit ist Firefox dem Chromium- / Chrome-Browser also deutlich überlegen und solange dem so ist, kann Mozilla am Produkt so viel ändern, wie sie möchten; der Nutzer wird immer die Möglichkeit haben, jede optische Änderung wieder rückgängig zu machen und Firefox genau so zu gestalten, wie er ihm gefällt.

Es gibt sogar ein Theme für Firefox, welches den Mozilla-Browser aussehen lässt wie Chrome. Umgekehrt ist dies aufgrund der Limitierungen von Chromium / Chrome leider nicht möglich. Für Umsteiger von Chromium / Chrome auf Firefox sicher eine interessante Option. PS: Eine Import-Möglichkeit der Lesezeichen, Chronik und Cookies von Chrome nach Firefox ist vorhanden. ;)

March 03, 2014 01:26 AM

March 02, 2014

Sören Hentzschel

So sieht es bei Mozilla in Kanada aus

Wer sich schon immer gefragt hat, wie die Büroräume von Mozilla aussehen, findet in diesem Artikel Bilder von Mozillas Büro in Vancouver, Kanada.

Die Architektur-Webseite ArchDaily hat Bilder von Mozillas Büroräumen im kanadischen Vancouver veröffentlicht. Vor einigen Monaten hatte ich bereits Bilder von Mozillas Büro in Japan gezeigt.

March 02, 2014 02:13 AM

March 01, 2014

Sören Hentzschel

Mozilla kündigt standardmäßige Blockierung aller Plugins und temporäres Plugin-Whitelisting an

Mozilla setzt sich für ein pluginfreies Web ein und geht dabei den nächsten Schritt: In Zukunft sollen alle Plugins standardmäßig blockiert werden. Pluginentwickler können die temporäre Aufnahme in eine Whitelist beantragen, sofern sie einen glaubhaften Plan für die Migration weg von NPAPI-basierenden Plugins beschreiben.

Wenn es nach Mozilla geht, dann sind die Tage von Browserplugins gezählt. Plugins können signifikante Auswirkungen auf die Performance, Stabilität und vor allem die Sicherheit haben. Aus diesem Grund sind die meisten Plugins in Firefox standardmäßig auf Click-to-Play geschaltet, was so viel bedeutet, dass die Plugins zunächst deaktiviert sind und bei Bedarf vom Nutzer für die jeweilige Webseite aktiviert werden können. Darum wird Firefox seit Version 19 auch mit einem von Mozilla entwickelten PDF-Betrachter ausgestattet, welcher nur auf Webtechnologien basiert und kein Plugin benötigt, und darum hat Mozilla selbiges mit Shumway auch für Flash-Inhalte vor.

Nun geht Mozilla noch einen Schritt weiter: Bald schon sollen wirklich alle Plugins standardmäßig blockiert werden. Um den Übergang zu erleichtern können Plugins die Aufnahme in eine Whitelist beantragen. Die Frist hierfür endet bereits am 31. März 2014. Sofern Mozilla dem Antrag zustimmt, wird das jeweilige Plugin für eine Beta- und vier Release-Versionen, was einem Zeitraum von 30 Wochen entspricht, auf eine Whitelist gesetzt und in dieser Zeit nicht blockiert. Nach Ablauf der 30 Wochen kann eine erneute Aufnahme beantragt werden. Die Aufnahme in die Whitelist kann aber jederzeit widerrufen werden, wenn Mozilla der Meinung ist, dass dies das Beste für die Nutzer sei.

Allerdings ist die Aufnahme in die Whitelist an eine nicht unerhebliche Bedingung geknüpft. So müssen die Pluginhersteller hierfür einen glaubhaften Plan beschreiben, wie sie weg von NPAPI-basierenden Plugins zu einer auf Webstandards basierenden Lösung migrieren möchten. Anders gesagt: Den Vorzug noch etwas länger nicht blockiert zu werden erhalten nur Plugins, welche sowieso ersetzt werden sollen. NPAPI steht für Netscape Plugin Application Programming Interface und bezeichnet die damals von Netscape entwickelte und erstmals mit dem Netscape Navigator 2.0 im Jahr 1995 eingeführte Plugin-Schnittstelle, welche unter anderen Firefox, Safari, Chrome und Opera verwenden. Außerdem sind die Pluginhersteller genehmigter Plugins für QA-Tests auf dem Beta-Kanal von Firefox zuständig. Auch wird Mozilla unabhängig von der Whitelist weiterhin Plugins blockieren, sofern sie Sicherheitslücken aufweisen.

Google hatte im September 2013 angekündigt, NPAPI ab 2014 nicht mehr unterstützen zu wollen, auch hier findet ein schrittweiser Rückgang mit Whitelist statt. Ende 2014 möchte Google die NPAPI-Unterstützung dann komplett eingestellt haben. Flash ist im Falle von Chrome allerdings nicht betroffen, da das mit Chrome gebündelte Flash Googles PPAPI-Schnittstelle nutzt. Adobe selbst bietet neue Flash-Versionen für Linux nur noch für PPAPI an, versorgt aber zumindest die NPAPI-Version noch einige Zeit mit Sicherheitsupdates. An einer Unterstützung von PPAPI ist Mozilla nicht interessiert.

March 01, 2014 05:50 PM

Australis: Mozilla bittet Nutzer von Firefox Aurora um Meinung

Mozilla wird voraussichtlich in Version 29 Firefox mit dem neuen Australis-Design ausliefern. Derzeit steht Australis Nutzern der Nightly- und Aurora-Versionen zur Verfügung. Aurora-Nutzer werden nun um die Teilnahme an einer Umfrage gebeten.

Ende Dezember 2013 hatte Mozilla Nutzer der Nightly-Versionen von Firefox um die Teilnahme an einer Umfrage zum Australis-Design gebeten. Seit dem wurde viel an Australis gearbeitet und weiterer Feinschliff verpasst. Nun lädt Mozilla erneut zu einer Befragung ein. Nach dem Update auf die neuste Aurora-Version erscheint eine entsprechende Webseite mit Link zur Umfrage.

Direktlink zu Australis-Umfrage für Nutzer von Firefox Aurora

Eine weitere Möglichkeit, Mozilla Feedback zu geben, ist im Übrigen die Aktivierung von Telemetrie, sowohl in den finalen als auch Entwicklerversionen von Firefox, wie Aurora. Auf diese Weise erhält Mozilla Einblicke in die Nutzung von Firefox vor Australis und mit Australis und kann so wichtige Rückschlüsse ziehen.

March 01, 2014 01:29 PM

February 28, 2014

Sören Hentzschel

Facebook stellt Facebook Messenger für Firefox am 3. März ein

Nach dem Kauf von WhatsApp ist bei Facebook offensichtlich Sparen angesagt – Facebook schließt nicht nur den Facebook Messenger für Windows, sondern stellt auch den Facebook Messenger für Firefox ein. Am 3. März werden die Lichter ausgeschaltet.

Ab dem 3. März wird die optionale Facebook-Integration in Firefox über Mozillas SocialAPI nicht länger funktionieren, denn Facebook wird den Dienst an diesem Tag abschalten. Die dazugehörige Webseite wurde bereits offline genommen. Einen entsprechenden Hinweis erhalten Nutzer bei Verwendung des Facebook Messengers für Firefox.

Die SocialAPI in Firefox erlaubt Drittanbietern die direkte Integration praktischer Funktionen in den Browser. Der Facebook Messenger für Firefox integrierte die neusten Statusmeldungen der Freunde, einen Chat, Benachrichtigungen und auch das Teilen von Webseiten. Facebook war seit dem ersten Tag dabei und damit der erste Dienst, welcher Mozillas SocialAPI genutzt hat.

February 28, 2014 12:01 AM

February 27, 2014

Sören Hentzschel

United Internet mit bewusst irreführender Kampagne gegen Werbeblocker

United Internet, bekannt unter anderem durch seine Tochtergesellschaften 1&1, GMX, Web.de, United Domains, Sedo, Affilinet und weitere, macht derzeit mit einer verwerflichen Kampagne gegen Werbeblocker Negativ-Schlagzeilen und täuscht damit ganz bewusst vor allem unerfahrene Nutzer.

Werbung im Internet und Werbeblocker sind ein emotionales Thema, über welches alleine man intensiv Positionen austauschen könnte. Fest steht in jedem Fall: Werbung im Internet ist Normalität, Add-ons zum Blockieren von Werbung existieren und Betreiber von Webseiten haben natürlich ein Interesse daran, keine Einnahmen zu verlieren, da sind Werbeblocker wie Adblock Plus oder Adblock Edge nachvollziehbarerweise ein Dorn im Auge.

Einige Webseiten blenden bei Benutzung eines Werbeblockers spezielle Hinweise mit der Bitte um Deaktivierung für die jeweilige Seite ein. Eine Maßnahme, die bei vernünftiger Platzierung meines Erachtens vollkommen okay ist, da es außer Frage steht, dass kostenlos nutzbare Angebote finanziert werden müssen und viele gute Internet-Angebote daran zerbrechen können und auch schon sind, dass sie nicht mehr finanziert werden können. Dass wir im Internet beinahe alles kostenlos erhalten können, ist ein unschätzbarer Luxus, den man sich immer wieder bewusst machen muss, das ist nicht selbstverständlich. Auch ich nutze einen Werbeblocker, nutze diesen aber bewusst, womit ich so viel meine, dass ich ihn auf Webseiten, die ich regelmäßig lese und einen Mehrwert für mich darstellen, deaktiviere. Alles hat seinen Preis, Infrastruktur kostet, Redaktion kostet. Das betrifft sowohl den kleinen Blogger von nebenan als auch große Unternehmen – nur die Dimension ist eine andere.

Eindeutig zu weit im Kampf gegen den Verlust von Werbeeinnahmen geht United Internet. Nutzer eines Werbeblockers erhalten beim Aufruf von Web.de oder GMX aktuell eine Warnung, dass durch die Verwendung eines Add-ons die Sicherheit des Rechners vom Nutzer negativ beeinträchtigt sei. Per Klick auf einen Button mit der Aufschrift “Sicherheit wieder herstellen” (nicht einmal richtig geschrieben) geht es auf die Seite browsersicherheit.info, eine Seite der 1&1 Mail & Media GmbH, mit dem einzigen Ziel, Werbeblocker, dort besonders charmant formuliert als seitenmanipulierende Add-ons, als Bedrohung darzustellen und diese mit Add-ons gleichzusetzen, welche wirklich schädlich sind. So wird dem Nutzer auf dieser Seite suggeriert, dass entsprechende Add-ons dazu genutzt werden könnten, das Passwort für das Online-Banking zu stehlen, Sicherheitsmechanismen wie SSL könnten das nicht verhindern. Der eindringliche Rat lautet, die Werbeblocker zu deinstallieren. Dazu gibt es bebilderte Anleitungen für alle wichtigen Browser. Weiter werden die bekannten Werbeblocker in einer Tabelle mit Add-ons aufgelistet, welche für mehr Werbung sorgen, um so weiter dem unerfahrenen Nutzer ein falsches Bild zu vermitteln, ja ihn bewusst zu täuschen und zu belügen. Dazu kommen noch Berichte der Computer Bild über manipulierte Add-ons, welche in keinem erkennbaren Zusammenhang zu Werbeblockern stehen – außer dass das werbeblockierende Adblock Plus vollkommen willkürlich als Beispiel gewählt worden ist für ein Firefox Add-on, welches man durch ein Update zu einem schädlichen Add-on umbauen könnte. Ja, genau wie jedes andere Add-on auch und das auch nur unter der Annahme, dass es keine Sicherheits-Überprüfungen für Updates bei Mozilla geben würde – welche es allerdings gibt.

Damit spielt United Internet ganz bewusst mit der Angst der Nutzer ohne dabei den Tatsachen zu entsprechen, was in höchstem Grad verwerflich und nicht dem guten Ruf förderlich ist. Ob das eine sehr durchdachte Aktion war, das wird sich für United Internet zeigen, so dürfte diese Kampagne auch für einen Image-Schaden der United Internet AG gesorgt haben und erst Recht für die Verbreitung von Werbeblockern sorgen, die genau diese unseriösen und wirklich lästigen Hinweise nämlich blockieren können – welche ironischerweise nerviger sind als die meiste Werbung, welche manche Nutzer vielleicht sogar eher noch akzeptieren würden als so etwas. Eines hat United Internet in jedem Fall erreicht: Den Verlust von Glaubwürdigkeit. Herzlichen Glückwunsch.

February 27, 2014 05:50 PM

Thunderbird-Hilfe ab sofort auf Mozillas Support-Seite

Die offizielle Hilfeseite für den E-Mail-Client Thunderbird ist umgezogen und befindet sich nun unter einem gemeinsamen Dach mit der Firefox-Hilfe auf der Support-Plattform von Mozilla.

Die bisherige Hilfe und offizielle Support-Plattform von Thunderbird (SuMoMo) lief bislang unter support.mozillamessaging.com. Dies ist nun Vergangenheit, alle Links zu dieser Seite leiten ab sofort auf die Support-Plattform von Mozilla (SuMo) unter support.mozilla.org weiter, wo sich neben der Hilfe zu Firefox und anderen Mozilla-Produkten nun auch ein neuer Bereich für Thunderbird befindet, in welchen bisherige Artikel der alten Plattform importiert worden sind. Dies ist ebenfalls gleichbedeutend mit dem Ende von Mozillas Forum auf getsatisfaction.com, da der Kontrakt zwischen Mozilla und getsatisfaction.com ausläuft.

Die erste Anlaufstelle für deutschsprachige Hilfe auf User-helfen-User-Basis für Thunderbird bleibt nach wie vor das inoffizielle Forum auf thunderbird-mail.de.

February 27, 2014 12:06 AM

February 26, 2014

Sören Hentzschel

Kostenlose Firefox OS-Smartphones für Cordova- / PhoneGap-Entwickler

Mozilla hat kürzlich die Unterstützung von Firefox OS in Apache Cordova respektive Adobe PhoneGap bekanntgegeben. Zu diesem Anlass wurde die dritte Runde des Programms gestartet, in Rahmen dessen App-Entwickler ein kostenloses Smartphone von Mozilla erhalten können.

Mozilla verteilt wieder kostenlos Smartphones an Entwickler; dieses Mal an Entwickler, welche ihre bestehenden Cordova- / PhoneGap-Apps für Firefox OS portieren. Mozilla hat kürzlich bekanntgegeben, dass Cordova und PhoneGap jeweils ab Version 3.4.0 auch Firefox OS unterstützen.

Interessierte Entwickler können sich hierfür bewerben. Voraussetzung ist eine bereits existierende Cordova- / PhoneGap-App, welche für Firefox OS portiert werden soll.

Parallel dazu gibt es noch ein zweites Programm, bei welchem man ein inFocus New tab F1 oder VIA Vixen Tablet mit Firefox OS erhalten kann, wenn man die Entwicklung von Firefox OS für Tablets durch das Schreiben von Patches, Übersetzen der Oberfläche oder Testen unterstützen möchte.

February 26, 2014 11:42 AM

February 25, 2014

Sören Hentzschel

ZTE reduziert den Preis des ZTE Open

ZTE hat auf dem Mobile World Congress mit dem ZTE Open II und dem ZTE Open C zwei neue Smartphones mit Firefox OS vorgestellt – und reduziert den Preis für das bereits erhältliche ZTE Open.

Auf dem Mobile World Congress 2014 (MWC) in Barcelona hat ZTE zwei neue Smartphones vorgestellt, das ZTE Open II sowie das ZTE Open C. Bevor es diese zu erwerben gibt, möchte ZTE offensichtlich sein Lager räumen, denn das Vorgängermodell ZTE Open ist wieder über die offiziellen eBay-Kanäle von ZTE zu haben und das zu einem reduzierten Preis von $69.99 im US-Shop beziehungsweise £53.99 im UK-Shop inklusive Versand. Wer also auf der Suche nach einem besonders günstigen und dafür etwas leistungsschwächeren Gerät mit Firefox OS ist, sollte zuschlagen, solange noch welche auf Lager sind.

Das ZTE Open besitzt eine Qualcomm Snapdragon S1 (MSM7225AB) Single Core CPU mit 1,0 GHz Taktfrequenz und Qualcomm Adreno 200 GPU. Die Größe des RAMs beträgt 256 MB, interner Speicher sind 512 MB vorhanden. Das Display hat eine Bildschirmdiagonale von 3.5 Zoll und löst mit HVGA (320×480) auf. Dazu kommt eine 3,2 Megapixel-Kamera. Die Kapazität des Akkus beträgt 1.200 mAh.

February 25, 2014 09:47 PM

MWC: Apache Cordova & Adobe PhoneGap mit Firefox OS-Unterstützung

Apache Cordova respektive Adobe PhoneGap ist ein Framework, welches es erlaubt, Apps für verschiedene Systeme wie Android oder iOS zu entwickeln, ohne für jedes dieser Systeme eigene native Apps programmieren zu müssen. Auch Mozillas Firefox OS wird nun unterstützt.

Wer mobile Applikationen für verschiedene Endsysteme programmieren möchte, für den ist Cordova beziehungsweise PhoneGap eine Option. Mittels dieses Frameworks lassen sich Apps in HTML5/CSS/JavaScript programmieren, welche das Framework dann in native Apps kompiliert. Dadurch muss der Entwickler nicht für Android in Java programmieren, für iOS in Objective C und für wieder ein anderes System in einer anderen Programmiersprache. Dennoch kann der Entwickler über entsprechende APIs auf die Hardware und System-Features zugreifen, womit Cordova- / PhoneGap-Apps keine reinen Web-Apps, sondern so etwas wie Hybrid-Apps sind. So lässt sich mit Cordova / PhoneGap auch die Kamera des Smartphones nutzen oder auf die Kontakte zugreifen.

Die Liste unterstützter Plattformen ist lang: Amazon Fire OS, Android, Bada, Blackberry, iOS, Mac OS X, QT, Tizen, Ubuntu, WebOS, Windows (Desktop), Windows Phone 7 und Windows Phone 8.

Da Cordova / PhoneGap die Entwicklung von Apps mittels Webtechnologien ermöglicht und Firefox OS selbst auf Webtechnologien basiert, ist es naheliegend, auch Mozillas Betriebssystem zu unterstützen und genau das tut das Framework nun auch. Apache Cordova unterstützt seit der vor wenigen Tagen veröffentlichten Version 3.4.0 erstmals auch Firefox OS. Unterstützt werden zunächst sechs der über 30 von Mozilla entwickelten Web APIs: Notification API, Compass API, Accelerometer API, Camera API, Contacts API und Geolocation API. Eine Einführung in die Benutzung gibt Mozilla auf hacks.mozilla.org.

Im Rahmen des MWC 2014 in Barcelona wurde die Unterstützung von Firefox OS in Adobe PhoneGap vorgestellt. Das auf Cordova basierende PhoneGap wird Mozillas Betriebssystem ab der im März erscheinenden Version 3.4.0 unterstützen.

Mozillas Web APIs finden auch Unterstützung in anderen Produkten. So hat beispielsweise Samsung die Vibration API sowie Battery Status API von Mozilla für Webkit zur Verfügung gestellt.

February 25, 2014 03:42 PM

February 24, 2014

Sören Hentzschel

Bewerbungsphase für Firefox OS Beteiligungsprogramm startet

Vergangenen Monat hat Mozilla ein Beteiligungsprogramm angekündigt, in Rahmen dessen Entwickler, Übersetzer und Tester ein Firefox OS-Tablet erhalten können. Die Bewerbungsphase hierfür wurde nun eröffnet.

Wer glaubt, etwas Zielführendes zu Firefox OS beitragen zu können, der kann sich nun bei Mozilla dafür bewerben, kostenlos ein Tablet zu erhalten. Damit kann beispielsweise das Schreiben von Patches und damit aktives Beitragen zur Entwicklung gemeint sein, aber auch an Nutzer, welche Firefox OS testen und Bug-Reports anlegen wollen, richtet sich dieses Programm, genauso wie an Übersetzer.

Da Mozilla üblicherweise bei solchen Aktionen mehr Anfragen erhält als es kostenlose Geräte zum Verteilen gibt, ist es notwendig ein paar Fragen zu beantworten und etwas darüber zu schreiben, auf welche Weise man meint, Mozilla unterstützen zu können. Mozilla wird sich im positiven Falle innerhalb eines Monats bei einem melden.

Im Rahmen dieses Programms gibt es zwei Tablets, von welchen man eines erhalten kann, zum einen das von Foxconn gefertigte InFocus New tab F1, zum anderen das im Vergleich leistungsschwächere VIA Vixen.

February 24, 2014 10:48 PM

February 23, 2014

Sören Hentzschel

MWC: Mozilla stellt neue Firefox OS Features vor

Mozilla hat auf dem Mobile World Congress 2014 (MWC) in Barcelona nicht nur neue Smartphones und Tablets mit Firefox OS vorgestellt, sondern auch Neuerungen des Betriebssystems selbst.

Mozilla hat für Firefox OS verbesserte Möglichkeiten der Anpassung angekündigt, sowohl für Hersteller und Mobilfunkanbieter als auch für Entwickler und Nutzer. Dies schließt unter anderem eigene Klingeltöne und austauschbare Homescreens ein, was Wünsche von Firefox OS-Nutzern waren.

Eine neue universelle Suche auf Basis von everything.me soll es noch einfacher machen, Inhalte auf dem Smartphone zu finden. Dieses Feature ist von jedem Bildschirm aus erreichbar, eine Wischgeste von oben nach unten macht es verfügbar.

Dazu kommt eine verbesserte Navigation des Gerätes, was das Multitasking vereinfachen soll. Nutzer können einfach von den linken beziehungsweise rechten Ecken aus wischen um zwischen Seiten, Inhalten und Apps zu navigieren.

Mozilla hat Firefox OS außerdem um Unterstützung für NFC für einfachen Dateiaustausch und sogar Software-Updates ohne WLAN- oder Datenverbindung erweitert, sowie um Unterstützung für LTE für noch schnelleres Internet und außerdem für Dual SIM-Geräte.

Schließlich führt Mozilla in Firefox OS die bereits vom Desktop-Browser und von Android bekannten Firefox Accounts ein. Diese sollen die Grundlage für verschiedene Dienste bieten, einschließlich des Logins in den Firefox Marketplace, Sync, Backups, Datenspeicherung sowie einem Dienst um das Gerät zu lokalisieren oder die Daten zu löschen, wenn es gestohlen wurde.

February 23, 2014 09:50 PM

MWC: ZTE zeigt ZTE Open C und ZTE Open II mit Firefox OS

Nicht nur TCL Alcatel ist fleißig, sondern auch ZTE – der chinesische Hersteller wird mit dem ZTE Open C und dem ZTE Open II zwei neue Smartphones mit Firefox OS auf den Markt bringen.

Lesern dieses Blogs sind erste Spezifikationen zum ZTE Open C bereits seit etwa einem Monat bekannt. Nämlich, dass eine Qualcomm Snapdragon 200 Prozessor (Modell 8610) mit 1.2 GHz Taktfrequenz und Adreno 302 GPU zum Einsatz kommt und dass es mit Firefox OS 1.3 ausgeliefert werden wird. Nun gibt es weitere Details: Das Gerät besitzt 512 MB RAM, 4 GB internen Speicher, einen 4 Zoll-Bildschirm mit WVGA-Auflösung (480 × 800 Pixel) und außerdem eine Kamera mit 2 Megapixeln Auflösung. Die Kapazität des Akkus beträgt 1.200 mAh.

Das ZTE Open II wird der kleinere Bruder des ZTE Open C. Auch dieses besitzt einen Dual Core Prozessor mit 1.2 GHz Taktfrequenz, allerdings nur einen 3.5 Zoll-Bildschirm mit HVGA-Auflösung (320 × 480 Pixel), 256 MB RAM, 2 GB internen Speicher sowie eine Kamera, welche mit 2 Megapixeln auflöst. Die Kapazität des Akkus beträgt 1.150 mAh.

February 23, 2014 06:49 PM

MWC: Mozilla und Deutsche Telekom arbeiten gemeinsam an verbessertem Datenschutz für Firefox OS

Im Rahmen des Mobile World Congress 2014 (MWC) kündigten Mozilla und die Deutsche Telekom an, gemeinsam unter dem Namen “Future of Mobile Privacy” Anwendungen zum besseren Schutz der persönlichen Daten entwickelt zu haben.

Die Datenschutzexperten der Deutschen Telekom und Mozilla arbeiten seit dem letzten Jahr an der Konzeption und Entwicklung neuer Datenschutzfunktionen für künftige Versionen von Firefox OS.

Zum einen ist dies ein sogenannter Gastmodus, in welchem Nutzer persönliche Daten wie Anruf- und Internet-Historie oder Adressbücher verbergen können. Mit “Location Blur” können Anwender bestimmen, wie exakt Apps den Standort ermitteln können. Als Anwendungsfall für diese Funktion wird genannt, dass eine Wetter-App beispielsweise nicht die exakte Anschrift mit Straße und Hausnummer bräuchte, dies für eine Navigation allerdings sehr sinnvoll sei.

Darüber hinaus wurde gemeinsam eine “Find my Phone”-Funktion entwickelt, über welche Nutzer im Falle eines Diebstahls ihr Smartphone lokalisieren und die darauf gespeicherten Daten löschen können. Als Unterschied zu vergleichbaren Lösungen für andere Systeme wird herausgestellt, dass hier keine zentrale Registrierung des Gerätes erforderlich sei.

Man hat außerdem einen Erklärungsprozess gestaltet, welcher diese Funktionen anschaulich erklärt und den Nutzer so dabei unterstützen soll, bewusste Entscheidungen zu treffen.




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February 23, 2014 04:27 PM

MWC: 25-Dollar-Smartphones mit Firefox OS werden kommen

Im Rahmen des Mobile World Congress 2014 (MWC) wurden einige neue Geräte mit Firefox OS angekündigt. Darunter auch die Zusammenarbeit mit Spreadtrum, welche den ersten Chipsatz der Smartphone-Branche gefertigt haben, welcher den Verkauf von 25-Dollar-Smartphones mit Firefox OS ermöglicht.

Spreadtrum hat mit dem SC6821 den ersten Chipsatz der Branche vorgestellt, welcher die Herstellung von Smartphones im Preisbereich von 25 Dollar erlaubt. Netzbetreiber wie Telenor, Telkomsel, Indosat und Partner wie Polytron, T2Mobile und Thundersoft haben bereits Interesse daran bekundet. Mit den 25-Dollar-Smartphones möchte Mozilla das mobile Internet noch mehr Menschen zugänglich machen, die sich bislang keine Smartphones leisten können. Unter anderem wird man diese in Indonesien einführen.

Bildquelle: Christian Heilmann via Twitter

February 23, 2014 04:09 PM

MWC: Alcatel stellt drei neue Smartphones und ein Tablet mit Firefox OS vor

TCL Alcatel hat im Rahmen des Mobile World Congress 2014 (MWC) in Barcelona gleich drei neue Smartphones und ein Tablet mit Firefox OS vorgestellt: Das One Touch Fire C, das One Touch Fire E, das 4G LTE FIRE S sowie das One Touch Fire 7.

Dass das Alcatel One Touch Fire mit Firefox OS ein Erfolg des Joint-Ventures TCL Alcatel ist, das lässt sich spätestens daran erkennen, dass man auf dem MWC 2014 gleich drei neue Smartphones sowie ein Tablet mit Firefox OS angekündigt hat.

Die Spezifikationen des Alcatel One Touch Fire C und One Touch Fire E waren bereits weitestgehend bekannt. So wird das One Touch Fire C ein 3.5 Zoll-Display mit HVGA-Auflösung (320 × 480 Pixel), eine 0.3 Megapixel-Kamera sowie einen Dual Core-Prozessor mit 1.2 GHz besitzen und sich vor allem an preisbewusstere Käufer richten.

Mit dem One Touch Fire E und dem One Touch Fire S möchte man sich an designbewusste Nutzer richten. So sollen beide in einem gebürsteten und diamantgeschliffenen Metall-Look daherkommen.

Das One Touch Fire E besitzt einen 4.5 Zoll-Bildschirm mit qHD-Auflösung (540 × 960 Pixel), dazu eine Dual Core CPU mit 1.2 GHz Taktfrequenz, 5 Megapixel-Hauptkamera und Frontkamera.

Auch das One Touch Fire S besitzt eine Dual Core CPU mit 1.2 GHz und außerdem 4G LTE mit bis zu 150 Mbit/s und NFC. Dazu kommen eine 8 Megapixel Hauptkamera sowie eine 2 Megapixel-Kamera vorne. Die Größe des IPS-Displays beträgt hier ebenfalls 4.5 Zoll mit qHD-Auflösung.

Und schließlich komplettiert mit dem One Touch Fire 7 noch ein 7-Zoll-Tablet mit qHD-Display und Dual Core-CPU (1.2 GHz dazu), Rücken- sowie Frontkamera das Angebot.

February 23, 2014 03:37 PM

MWC: Tablet von VIA für Firefox OS Contribution Program

Mozilla hatte auf der Consumer Electronics Show (CES) vergangenen Monat bereits ein Beteiligungsprogramm angekündigt, in dessen Rahmen Entwickler, Übersetzer und Tester ein Tablet mit Firefox OS erhalten können. Die Spezifikationen des von Foxconn gefertigten Tablets InFocus New tab F1 sind bereits bekannt. Auch VIA wird sich mit einem Tablet daran beteiligen.

Das Tablet von VIA Vixen besitzt ein 7 Zoll-Display mit einer Auflösung von 1.024 × 600 Pixeln. Angetrieben wird es von einem Cortex A9 Dual Core Prozessor mit 1.2 GHz Taktfrequenz und einer ARM Mali-400 Dual-Processor GPU. Das Gerät besitzt 1 GB RAM sowie 8 GB internen Speicher. Zur weiteren Ausstattung gehören eine 2 Megapixel-Kamera auf der Rückseite sowie eine Frontkamera mit 0.3 Megapixeln. Die Akkukapazität beträgt 4.000 mAh.

Im Vergleich dazu besitzt das InFocus New tab F1 einen Bildschirm mit einer Größe von 10.1 Zoll und löst mit 1.280 × 800 Pixeln auf. Hier sind 2 GB RAM und 16 GB interner Speicher verbaut. Kameras sind hier mit 5 respektive 2 Megapixel Auflösung vorhanden. Außerdem kommt hier eine Allwinner A31-CPU (ARM Cortext A7) zum Einsatz. Dabei handelt es sich um einen Quad-Core-Prozessor mit 1.0 GHz Taktfrequenz. Als Grafikeinheit ist die PowerVR SGX544MP2 GPU integriert. Die Akkukapazität beträgt 7.000 mAh.

February 23, 2014 03:15 PM

MWC: Firefox OS Flame: Mozilla stellt Referenz-Smartphone vor

Mozilla hat im Rahmen des Mobile World Congress 2014 (MWC) das Firefox OS Flame vorgestellt. Dabei handelt es sich um ein Referenz-Smartphone für Entwickler.

Das Firefox OS Flame ist ein Referenz-Smartphone für Entwickler. Mit diesem sollen Entwickler Firefox OS unter realen Bedingungen testen können. Angetrieben wird das Flame von einer Qualcomm Snapdragon 200 (MSM8210) CPU. Dabei handelt es sich um einen ARM Cortex A7 Dual Core-Prozessor mit 1.2 GHz und Adreno 302 GPU. Das Gerät besitzt 1 GB RAM, wird außerdem aber eine Einstellung besitzen, um den verfügbaren Arbeitsspeicher bis runter auf 256 MB zu reduzieren, um sowohl Geräte mit viel als auch mit wenig RAM testen zu können. Da sich das Flame an Entwickler richtet, versteht es sich fast von selbst, dass Nutzer Zugang zu Nightly Builds von Firefox OS erhalten.

Zur weiteren Ausstattung gehören ein 4,5 Zoll-Display mit FWVGA-Auflösung (480 × 854 Pixel), eine 5 Megapixel-Kamera auf der Rückseite sowie eine Frontkamera mit 2 Megapixel Auflösung. Als interner Speicher sind 8 GB verbaut. Eine weitere Besonderheit des Flame ist, dass dieses NFC unterstützt. Die Kapazität des Akkus beträgt 1.800 mAh. Dazu kommen WiFi 802.11 b/g/n, Bluetooth, MicroUSB und A-GPS. Unterstützt werden die UMTS-Frequenzen 850 / 900 / 1900 / 2100 MHz.

February 23, 2014 03:10 PM

MWC: Telefónica wird Geräte mit Firefox OS in Deutschland vertreiben

Mozilla hat im Rahmen des Mobile World Congress 2014 (MWC) in Barcelona die Verfügbarkeit von Firefox OS in weiteren Ländern durch Telefónica und die Deutsche Telekom bekanntgegeben. Die wichtigste Information: Nach der Deutschen Telekom mit Congstar wird auch Telefónica bald Geräte mit Firefox OS in Deutschland anbieten.

Mozilla hat auf dem MWC 2014 die kommenden Marktstarts von Firefox OS durch Telefónica und die Deutsche Telekom bekannt gegeben. Unter anderem wird Telefónica, hierzulande vielen besser unter dem Markennamen O2 bekannt, in diesem Jahr sein Portfolio in Deutschland um Geräte mit Firefox OS erweitern. Ein genauer Termin steht noch nicht fest.

Des Weiteren wird Telefónica in diesem Jahr noch in sieben weiteren Ländern den Verkauf von Geräten mit Firefox OS starten, nämlich in Argentinien, Costa Rica, Ecuador, El Salvador, Guatemala, Nicaragua sowie Panama.

Aber auch die Deutsche Telekom erweitert die Partnerschaft mit Mozilla und wird Geräte mit Firefox OS im Jahr 2014 in Kroatien, Tschechien, Makedonien und Montenegro vertreiben.

Daneben wächst auch weiter die Unterstützung durch Netzbetreiber, so stoßen zur bisherigen Liste der Unterstützer noch Telkomsel und Indosat dazu. Weitere Unterstützer sind América Móvil, China Unicom, Deutsche Telekom, Etisalat, Hutchison Three Group, KDDI, KT, MegaFon, Qtel, SingTel, Smart, Sprint, Telecom Italia Group, Telefónica, Telenor, Telstra, TMN und VimpelCom.

February 23, 2014 03:05 PM

February 22, 2014

Sören Hentzschel

Firefox Marketplace: Apps benötigen Altersbewertung bis 15. April, ansonsten Entfernung

Erinnerung für App-Entwickler: Alle Apps im Firefox Marketplace benötigen bis spätestens 15. April eine Altersbewertung, ansonsten werden sie aus dem Firefox Marketplace gelöscht.

Mozilla hat mit der International Age Rating Coalition (IARC) zusammengearbeitet, um Altersbewertungen für Apps in den Firefox Marketplace einzuführen. Nach Ansicht von Mozilla sollten Nutzer die Möglichkeit haben zu erkennen, welche Inhalte für sie angemessen sind und welche nicht. Aus diesem Grund benötigen alle Apps im Firefox Marketplace ab dem 15. April 2014 eine IARC-Bewertung. Apps ohne solche Bewertung werden nach diesem Datum aus dem Firefox Marketplace gelöscht.

Diese Bewertung zu erhalten ist eine Sache weniger Minuten. App-Entwickler melden sich dafür auf der Entwicklerseite des Firefox Marketplace an und können dann das IARC Rating-Tool für ihre Apps erreichen. Hierüber müssen lediglich ein paar Fragen durch Auswahl vordefinierter Antworten beantwortet werden, woraus schließlich die entsprechenden PEGI-, USK- in Deutschland oder andere Bewertungen je nach Region generiert werden. Derzeit unterstützt werden neben PEGI und USK außerdem ESRB und CLASSIND, weitere internationale Bewertungssysteme sollen folgen. Damit ist der Firefox Marketplace der erste Appstore, welcher IARC-Ratings implementiert.

In Deutschland und Brasilien gibt es sehr strenge Vorgaben, welche eine Altersbewertung für alle digital verbreiteten Spiele fordern. Damit bislang in Deutschland oder Brasilien Spiele im Firefox Marketplace angezeigt werden durften, mussten die App-Reviewer Bewertungen vornehmen, welche nur in der entsprechenden Region gültig waren. Mit dem neuen System können App-Entwickler selbst die Bewertungen vornehmen und diese sind für alle Regionen gültig.

Das System funktioniert zwar durch Selbstbewertung, die IARC wird allerdings immer wieder stichprobenartig Apps ansehen und gegebenenfalls Anpassungen der Bewertung vornehmen. Auch App-Reviewer sind in der Lage, auf unangemessene Unterschiede zwischen Bewertung und Inhalt der App zu reagieren.

February 22, 2014 07:40 PM

February 20, 2014

Sören Hentzschel

Firefox OS: Verkauf des Geeksphone Revolution startet

Geeksphone hat den Verkauf des Mittelklasse-Smartphones Geeksphone Revolution gestartet. Das Hybrid-Smartphone mit Unterstützung sowohl für Android als auch für Firefox OS kann ab sofort über den Online-Shop des spanischen Startups bestellt werden.

Das Geeksphone Revolution kann ab sofort über den Online-Shop des spanischen Startups bestellt werden. Der offizielle Verkaufspreis beträgt 289 Euro inklusive Mehrwertsteuer, ein kleines Kontingent geht bereits für 269 Euro in den Verkauf. Dazu kommen noch die Versandkosten (UPS) aus Spanien. Angekündigt war der Verkaufsstart für den 20. Februar, mit spanischer Pünktlichkeit hat der Verkauf exakt 24 Stunden nach Beginn des 20. Februar begonnnen.

Die größte Besonderheit des Geeksphone Revolution ist, dass dieses offiziell sowohl Android als auch Firefox OS unterstützt. Ausgeliefert wird es mit Android 4.2.2, ohne große Umstände kann auf eine Vorabversion von Firefox OS 1.3 gewechselt werden. Umgekehrt funktioniert dies natürlich auch jederzeit. Allerdings kann immer nur ein System gleichzeitig installiert sein und der Wechsel des Betriebssystems ist natürlich gleichbedeutend mit dem Verlust der Daten, welche zuvor entsprechend gesichert werden sollten. Das Geeksphone Revolution ist nicht nur das erste Smartphone mit Firefox OS 1.3, es ist auch das von den Spezifikationen her beste Gerät mit Firefox OS auf dem Markt.

Im Geeksphone Revolution arbeitet der Intel Atom Dual Core Prozessor Z2560 mit 1.6 GHz Taktfrequenz. Damit handelt es sich um das erste Firefox OS-Smartphone mit x86-Befehlssatz, alle anderen bislang auf dem Markt erhältlichen Geräte mit Firefox OS besitzen eine ARM-CPU. Arbeitsspeicher sind 1 GB LPDDR2 RAM verbaut, interner Speicher sind es 4 GB EMMC. Dieser kann um bis zu 32 GB per MicroSD-Speicherkarte erweitert werden. Das IPS Multitouch LCD-Display hat eine Größe von 4.7 Zoll und bietet qHD-Auflösung. Die Kamera kann Videos bei einer Framerate von 30 fps mit 1080p-Auflösung aufnehmen, die Hauptkamera löst mit acht Megapixeln auf, die Frontkamera mit 1.3 Megapixeln. Außerdem besitzt die Hauptkamera einen LED-Blitz. Die Kapazität des Lithium-Polymer-Akkus beträgt 2.000 mAh. Der Akku wird austauschbar sein, Geeksphone wird Akkus als Zubehör verkaufen.

Das Smartphone besitzt einen 3.5φ Audio Jack- sowie einen MicroUSB-Anschluss, es gibt einen Beschleunigungs-, Licht- und Näherungssensor sowie einen Kompass und AGPS, es werden die WLAN-Standards 802.11 b/g/n unterstützt, außerdem Bluetooth 3.0.

Unterstützt werden die Frequenzen HSPA / WCDMA: 850 / 900 / 1900 / 2100 MHz und GSM / GPRS / EDGE: 850 / 900 / 1800 / 1900 MHz. Die HSDPA-Geschwindigkeit beträgt bis zu 21 Mbps, in die Gegenrichtung (HSUPA) geht es mit bis zu 5,76 Mbps. Das Gerät besitzt die GPRS- / EDGE-Klasse 12. Die Abmessungen des Gerätes betragen 135 x 68.4 x 9.8 mm, als Simkarten-Format kommt Mini-SIM (2FF) zum Einsatz.

February 20, 2014 11:05 PM

Firefox OS: Chile ist das erste Land in 2014

Nachdem es in den letzten Wochen vermehrt um neue Geräte ging und es ruhiger in Sachen neue Marktstarts war, läutet Telefónica die nächste Runde der Firefox OS Launches ein – ab sofort gibt es das Alcatel One Touch Fire in Chile zu kaufen.

In der zweiten Jahreshälfte 2013 feierte Firefox OS Marktstart in 14 Ländern. Den Anfang in 2014 macht einmal mehr Telefónica und das einmal mehr mit dem Alcatel One Touch Fire. Dieses wird ab sofort über die Movistar-Marke in Chile vertrieben.

February 20, 2014 08:03 PM

February 18, 2014

Sören Hentzschel

Details zu zwei neuen Alcatel-Smartphones mit Firefox OS

Nach dem Alcatel One Touch Fire ist vor dem Alcatel One Touch Fire C und Alcatel One Touch Fire E. Auf diese Namen könnten zwei neue Smartphones von TCL Alcatel hören, welche im Rahmen des Mobile World Congress in der kommenden Woche vorgestellt werden sollen. Zu beiden Geräten gibt es erste Informationen.

TCL Alcatel hat kürzlich versprochen, auf dem Mobile World Congress in Barcelona (24. bis 27. Februar 2014) gleich mehrere neue Geräte mit Firefox OS anzukündigen. Zu einem der beiden Geräte wurden vor zwei Tagen die ersten Informationen enthüllt. Nun gibt es weitere Informationen, auch zu einem zweiten neuen Smartphone mit Firefox OS.

Wie areamobile.de unter Berufung auf eine nach eigenen Angaben vertrauenswürdige Quelle schreibt, handelt es sich bei den beiden neuen Geräten um das Alcatel One Touch Fire C und das Alcatel One Touch Fire E – letzteres wird wohl der offizielle Verkaufsname für das Gerät werden, welches hier als Alcatel One Touch Pop (D1 Fire) vorgestellt worden war.

Die genannten Spezifikationen des Alcatel One Touch Fire E entsprechen den hier bereits vorgestellten Spezifikationen, so soll eine Snapdragon 200 CPU (Modell MSM8610) von Qualcomm zum Einsatz kommen. Dabei handelt es sich um einen ARMv7 Cortex A7 Dual Core-Prozessor mit 1.2 GHz Taktfrequenz sowie Adreno 302 GPU. Auch die Größe des Displays von 4.5 Zoll wird im Artikel bestätigt. Das Gerät soll außerdem eine Fünf-Megapixel-Kamera besitzen. Die Seite lffl.org schreibt von 1 GB RAM sowie 4 GB internem Speicher, welcher via SD-Karte erweitert werden kann.

Das Alcatel One Touch Fire C wird der kleinere Bruder dieses Smartphones werden. Auch dieser soll mit einer 1.2 GHz Dual Core-CPU kommen, allerdings mit nur 3.5 Zoll Display-Größe und Zwei-Megapixel-Kamera.

Die Seite areamobile.de hat auch schon Informationen zur Verarbeitung der beiden Geräte. So soll das Alcatel One Touch Fire C in einem Kunststoffgehäuse daherkommen, das Alcatel One Touch Fire in einem höherwertiger wirkenden 7.9 mm dicken Gehäuse im gebürsteten Metall-Look.

February 18, 2014 01:26 PM

Firefox 29: HTTP/2.0 (Draft) in Firefox aktivieren

Der aktuelle HTTP-Standard 1.1 ist schon ziemlich in die Tage gekommen, dieser datiert nämlich aus dem Jahr 1999. Ein neuer Standard HTTP/2.0 befindet sich allerdings in Entwicklung und Mozilla ist erwartungsgemäß ganz vorne mit dabei, wenn es um die Implementierung geht. In Firefox 29 kann die Unterstützung für einen aktuellen Entwurf des Standards per Konfiguration aktiviert werden.

HTTP/1.1 stammt aus dem Jahr 1999 und hat sich seit dem nicht verändert. Seit einiger Zeit arbeitet die Hypertext Transfer Protocol Bis-Arbeitsgruppe (HTTPbis) der IETF unter Mitwirkung aller großen Browserhersteller an einem Nachfolge-Protokoll auf Grundlage von Googles SPDY-Protokoll. Während sich HTTP/2.0 noch in Entwicklung befindet, haben die Browserhersteller bereits mit der Implementierung begonnen. So unterstützt Google Chrome beispielsweise Draft 5 und Firefox in Version 29 Draft 9 des kommenden HTTP-Standards (und Draft 5 des dazugehörigen Kompressionsstandards). Mozilla wird in Firefox ausschließlich HTTP/2.0 über TLS, nach aktuellem Stand der Dinge also nur URLs mit https://, implementieren.

Zum Testen benötigt es eine Nightly-Version von Firefox 30 oder Aurora-Version von Firefox 29. Die beiden Schalter network.http.spdy.enabled.http2draft sowie security.ssl.enable_alpn müssen über about:config per Doppelklick auf true geschaltet werden. Darüber hinaus gibt es spezielle Builds, welche ausdrücklich als experimenteller zu sehen sind und HTTP/2.0 über TLS für URLs mit http:// aktivieren. Der finale Entwurf des Protokolls wird für November 2014 erwartet. (via)

February 18, 2014 01:27 AM

February 16, 2014

SeaMonkey (deutsch)

Sören Hentzschel

Leak: Spezifikationen des Firefox OS Smartphones Alcatel One Touch Pop

In wenigen Tagen beginnt der Mobile World Congress 2014 (MWC) in Barcelona. Pünktlich dazu sind die ersten Informationen zum Nachfolger des Alcatel One Touch Fire geleakt.

TCL Alcatel möchte auf dem Mobile World Congress 2014 neue Geräte mit Firefox OS vorstellen. Eines davon hört auf den internen Namen Alcatel One Touch Pop, wobei dieser sich vom offiziellen Verkaufsnamen noch unterscheiden kann. Zu diesem sind erste Informationen aufgetaucht. Das Gerät, welches mit Firefox OS 1.3 ausgeliefert werden soll, setzt eine Snapdragon 200 CPU (Modell MSM8610) von Qualcomm mit Adreno 302 GPU ein. Dabei handelt es sich um einen ARMv7 Cortex A7 Dual Core-Prozessor mit 1.2 GHz Taktfrequenz. Das Display hat eine Größe von 4,5 Zoll und löst mit WXGA (768×1280) auf.

Aufmerksamen Lesern werden diese Spezifikationen bekannt vorkommen. Vergangenen Monat sind die ersten Spezifikationen des ZTE Open C ans Licht gekommen. Die nun bekannt gewordenen Details zum Alcatel One Touch Pop sind mit denen des ZTE Open C identisch – nur die Größe des Displays vom ZTE Open C ist noch unbekannt.

Der MWC 2014 findet vom 24. bis zum 27. Februar statt. Spätestens dann sollten weitere Details zu beiden Geräten bekannt werden. (via)

Update 18.02.2014: Jetzt geht es Schlag auf Schlag: Es gibt weitere Informationen zu diesem soweit einem weiteren neuen Smartphone von TCL Alcatel mit Firefox OS. Näheres in diesem Artikel.

February 16, 2014 01:57 PM